Schleswig-Holsteinischer Wirtschaftsdienst
Die AmsKtze des Handwerks
haben 1985 nach vorläufigen Schätzungen etwa 14
bis 15 Milliarden MM erreicht. Der konjunkturell
tiefste Stand, der 1932 zu beobachten war (10,9
Milliarden MM'), wurde damit um etwa ein Drittel
überschritten. Von dem konjunkturellen Höhepunkt
im Jahre 1928. (rund 20 Mrd. MM) waren die Um
sätze des vorigen Jahres zwar noch ziemlich weit
entfernt. Der Unterschied dürfte aber nach Ausfüh
rungen im neuen Wochenbericht des Instituts für
Konjunkturforschung im ganzen gesehen zum größe
ren Teil auf den niedrigeren Stand der Preise und
nur zum kleineren auf niedrigere Umsatzmengen,
£>. h. auf ein geringeres Arbeitsvolumen, zurückzu
führen sein. Die Steigerung der Handwerksumsätze
im bisherigen Verlauf des Aufschwungs hält sich
zwischen der Zunahme der gewerblichen Produktion
und der Belebung des Einzelhandelsumsatzes. In
dieser verschiedenartigen Entwicklung von gewerb
licher Erzeugung, Handwerks- und Einzelhandels
umsätzen spiegeln sich die Besonderheiten des gegen-
wärtigen Konjunkturaufschwungs wider: starke Be
lebung der Investitionstätigkeit, zögerndes Nach
folgen der Verbrauchsgüterwirtschaft. Daß die hand
werklichen Umsätze weniger stark als die gewerb
liche Produktion, aber stärker als der Einzelhan
delsumsatz zugenommen haben, erklärt sich aus der
verschiedenartigen Zusammensetzung des gewerb
lichen Produktionswertes, der Handwerksumsätze
und der Einzelhandelsumsätze: Die Indexzahl der
gewerblichen Erzeugung wird in ihrem Verlauf
wesentlich bestimmt durch die Jnvestitions- und
Produktionsgütergruppcn, weniger'durch die Kon-
'nmgüter. An den Handwerksumsätzen haben aber
die Berbrauchsgüter einen höheren Anteil, und im
Einzelhandel endlich werden fast ausschließlich Ver
brauchsgüter umgesetzt. Da sich die konsumorien
tierten Handwerkszweige — ähnlich dem Einzel
handel — bisher nur relativ wenig belebt haben,
der Anstieg vielmehr vorzugsweise von den mit
der Jnvestitionswirtschast verbundenen Gruppen ge
tragen wird, konnten die Haudwerksumsätze im
ganzen nicht ebenso stark zunehmen wie die gewerb
liche Erzeugung. Mit dem weiteren Anstieg des
Einkommens wird aber auch die Belebung bei den
Konsumhandwerkern allmählich größere Bedeutung
gewinnen.
Höfebarrk wird umgetauft
Gefcllschaftervcrsammlung
bei der Schleswig-Holsteinischen Hösebank GmbH
In der am 16. 4. 1986 stattgefunden«:!! Aufsichts
ratssitzung und Gesellschafterversammlung des pro
vinziellen Siedlungsunternehmens, der Höfebank in
Kiel, wurde seitens der Geschäftsführung über die
Entwicklung auf dem Gebiete der Neubildung deut
schen Bauerntums Bericht erstattet. In der Provinz
konnten im Jahre 1932 190 Bauernstellen auf 2406
Hektar geschaffen werden,' 1943 sind 350 Neubauern
auf rö. 5700 Hektar und 1935 weitere 300 auf rd.
5000 Hektar angesetzt worden. Hinzu kommen noch
225 Fälle mit 860 Hektar, in denen im sogen. An
liegerverfahren Kleinbetriebe durch Landzulage auf
die Größe einer selbständigen Ackernahrung ge
bracht worden sind. Von bekannten und größeren
Siedlungsobjekten ist insbesondere die Siedlung
Rixdorf-Seedorf in Ostholstein mit 4400 Hektar und
rö. 250 Neu- bzw. 80 Anliegersiedlern zu erwähnen,
die von der Höfebank in den Jahren 1984 und 1935
durchgeführt worden ist. Ferner ist 1985 der Aöolf-
Hitler-Koog (1850 Hektar) besiedelt mit 62 Neu
bauern, etwa 80 Landarbeitern und Handiverkern
mit 450 Familienangehörigen. Auf rd. 600 Hektar
Neuland des Hermann-Göring-Kooges konnten
etwa 35 Neubauern und Landarbeiter ihre Scholle
bekommen.
Im laufenden Jahre sind wieder rd. 150 Neu
bauern- und Landarbeiterstellen in Angriff genom
men. Darunter befindet sich u. a. der Neufelder
Koog in Süberöithmarschen mit rd. 700 Hektar,
ferner im Kreise Südtondern die sogen. Kreislände
reien mit 650 Hektar, sowie der Wiedingharder
Neuenkoog und der Osewohlbter Koog mit über
400 Hektar.
Dem Aufgabengebiet ist dadurch Rechnung getra
gen worden, daß Aussichtsrats- und Gesellschaftsver
sammlung einer weiteren Kapitalerhöhung zuge
stimmt haben, wobei das Reich maßgeblich beteiligt
ist. Bemerkenswert ist endlich noch, daß in der Ge
sellschafterversammlung eine Aenderung der Be
zeichnung „Höfebank" für notwendig gehalten
wurde. Ueber die Namensänderung wird eine dem
nächst neu einzuberufende Gesellschafterversamm
lung beschließen.
Papierformate und -Gewichte
Die Ueberwachungsstelle für Papier erläßt eine
Anordnung, die sich mit der Einführung der ge
normten Papierformate und mit der Beschränkung
der Papiersorten auf gewisse Gewichte befaßt. Hier
nach dürfen Papiere, die als Schreib-, Schreib
maschinen-, Schreibmaschinendurchschlagpapier usw.
Verwendung finden, nur noch in den Normforma
ten der Reihe A hergestellt werden. Einbezogen
werden weiter Postkarten-, Karteikarten- und Ak
tendeckelkarton. Für diese Papiere und Kartons
werden außerdem die Gewichte festgelegt, in de
nen sie nur noch hergestellt werden dürfen. Eine
Festlegung der Gewichte erfolgt auch für die Brief
umschlagpapiere.
Die Anordnung schreibt weiter vor, daß außer den
Amts-, Gesetz- und Verordnungsblättern alle lau
fenden amtlichen Veröffentlichungen auf Normal
formate der Reihe A umgestellt werden müssen.
Außerdem trifft sie Bestimmungen über die Her
stellung der Schulhefte, Zeichenblöcke usw. für den
Schulgebrauch in Normformaten der Reihe A und
der Schulbücher in Normformaten der Reihe
A und C,
Neubesetzung der MeisterprüfuugsausschLffe
im
Handwerk
Der Reichs- und Preußische Wirtschaftsminister
hat die Auflösung der bisherigen Meisterprüfungs
ausschüsse zum 31. Juli 1986 verfügt und gleich
zeitig Richtlinien für die Neubesetzung erlassen. Die
Meisterprüfungsausschüsse — für das Deutsche Reich
rund 7000, nämlich für jeden Beruf in jedem Kam
merbezirk etwa einer — haben die fachlichen Vor
schriften bei den Prüfungen anzuwenden. Um die
Grundgedanken richtig durchzuführen, bedarf es
einer eindeutigen nationalsozialistischen Einstellung
und eines hervorragenden fachlichen und betriebs-
wirtschastlichen Könnens und Wissens. Die Auf
lösung der bisherigen Metsterprüfungsausschüsse
und die Richtlinien für die Neubesetzung geben die
Möglichkeit, überall die geeignetsten Männer zu
berufen, wobei natürlich bewährte Persönlichkeiten
auS den bisherigen Ausschüssen in erster Linie be
rücksichtigt werden sollen.
Die weitere Auswirkung des Großen Vefähi-
gungsnachweises wird darin bestehen, daß auf der
Grundlage der neuen fachlichen Vorschriften das
gesamte Ausbildungswesen im Handwerk neu aus
gerichtet wird, so auch die Gesellenprüfungen, die
Zwischenprüfungen, das fachliche Schrifttum, der
Unterrichtsstoff für die Berufsschulen und die hand
werklichen Fachschulen.
Nach den allgemeinen Richtlinien ist Vorsorge zu
treffen, daß eine hinreichende Zahl von Beisitzern
aus jedem Gewerbe ernannt wird. Die Prüfungs
kommission soll aus einem Vorsitzenden und vier
Beisitzern bestehen. Es ist aber nichts dagegen ein
zuwenden, wenn in besonderen Fällen nur zwei
Beisitzer zugezogen werden. Vorsitzender und Bei
sitzer sollen in der Regel Meister des Handwerks
sein, für das die Kommission errichtet ist. Soweit je
doch schon jetzt als Vorsitzende von Kommissionen
Nicht-Handwerker bestellt werden (in Preußen z. B.
Baugewerbe, Hufschmiede, Schornsteinfeger), behält
es dabei sein Bewenden. Auch wird daran, die Prü
fung auf dem kaufmännischen und allgemein-theo
retischen Gebiet durch besonders vorgebildete, nicht
stimmberechtigte Personen vornehmen zu lassen,
vorläufig nichts geändert.
Innerhalb des Bezirks einer Handwerks- oder
Gewerbekammer ist nur ein Prüfungsausschuß für
jedes Handwerk zu errichten. Ausnahmen sind mit
Genehmigung der höheren Verwaltungsbehörde
zulässig.
Reichszentrerle für Handwerks-
lteferurrgen
Aus dem Bericht des ersten Tätigkeitsjahres
Dem Bericht der Reichszentrale für Handiverks-
lieferungen für das erste Geschäftsjahr entnehmen
wir: Unter dem Namen „Reichszentrale für Hand
werkslieferungen eGmbH" ivurde die Genossenschaft
am 1. 2. 1936 gegründet. An Stelle der Einzelbe-
werbung einer Vielzahl von Handwerkern bei
öffentlichen Lieferungsaufträgcn trat die genossen
schaftliche Bewerbung des Handwerks durch die Lan-
deslieferungsgenossenschaften. Der Aufbau sowie
die Organisation der ihr angeschlossenen Landes-
lieferungsgenossenschasten war Mitte April 35 be
endet. Die Reichszentrale und die ihr angeschlosse
nen Landeslieferungsgenossenschaften wurden als
ausschließliche Vertreter des Handwerks anerkannt.
Der Stellvertreter des Führers legte allen be
hördlichen Dienststelle» nahe, das Handwerk über
den Weg der Lieferungsgenossenschaftcn durch Er
teilung öffentlicher Aufträge heranzuziehen und
damit zu seiner Wiedergesundung beizutragen. Als
Aufgabe hat die Genossenschaft zugewiesen erhalten,
alle grundsätzlichen Fragen der Arbeitsbeschaffung
mit den behördlichen Auftragsstellen durch Ver
handlung zu klären sowie die angeschlossenen Lan
deslieferungsgenossenschaften laufend zu über
wachen und für eine einwandfreie und pünktliche
Lieferung Sorge zu tragen. Mit der Reichsaus-
glcichsstelle für öffentliche Aufträge hat eine enge
Zusammenarbeit stattgefunden. Das Direktorium
der Deutschen Zentralgeuossenschaftskasse hat die
Arbeiten der Genossenschaften von Anbeginn an ge
fördert und die Zwischenfinanzierung von Aufträ
gen ermöglicht.
Die Getreidebestände Ende März
Nach den jetzt vorliegenden Ergebnissen über die
Entwicklung der Versorgungslage im März 1936
beliefen sich die landwirtschaftlichen Bestände beim
Roggen auf 20 vH, beim Winterweizen aus 15 vH,
beim Sommerweizen auf 23 vH, bei der Winter
gerste auf 21 vH, bei der Sommergerste auf 18 vH,
beim Hafer auf 83 vH und bei den Kartoffeln auf
30 vH der Gesamternte. Die Abnahme betrug 9 bzw.
7 bzw. 18 bzw. 4 bzio. 10 bzw. 12 bzw. 9 vH. Sie
war beim Roggen, beim Winterweizen, bei der
Wintergerste geringer als vor einem Monat, bei
den Sommergetreidearten infolge des Saatgutbe
darfes etwas stärker. Die Roggenbestände in der
Landwirtschaft beliefen sich Ende März 1986 noch
auf rund 1,6 Mill. Tonnen. In der zweiten Hand
befanden sich noch rund 1 Mill. Tonnen, so daß ins
gesamt für die Bedarfsdeckung rund 2,5 Mill. To.
zur Verfügung stehen. Davon werden, hoch gerech
net, rund 1,6 Mill. To. für die Deckung des Müh-
lenbeöarfes benötigt werden. Es besteht keine Ver
anlassung, so sagt der Bericht, seitens der Mühlen,
etwa durch eine unbegründete Uebertreibung von
örtlich begrenzten Verknappungserscheinungen, die
zum Ende eines Wirtschaftsjahres sich einstellen
können, in eine unberechtigte Mangelpsychose zu
verfallen. — Die landwirtschaftlichen Bestünde sind
noch mit rund 720 000 To. anzusetzen, die Bestände
in der zweiten Hand noch mit rund 1,3 Mill. Ton
nen, so daß insgesamt für die Deckung des Bedar
fes bis zum Ende des Wirtschaftsjahres noch rund
2 Mill. To. zur Verfügung stehen. Da sich der
Eigenverbrauch der Landivirtschaft im Verlaufe der
nächsten Monate auch beim Weizen verringern
wird, und da mit einer unerwarteten Steigerung
des Weizenmehlverbrauches nicht zu rechnen ist, so
ist auch hier die Versorgung der Bevölkerung aus
den in erster und zweiter Hand noch vorhandenen
Beständen als gesichert anzusehen, einschließlich der
für die Uebergangszeit erforderlichen Restbestände
am Ende des Wirtschaftsjahres. Die noch vorhan
denen Gerstebestände beliefen sich bei der Landwirt
schaft ans noch rund 650 000 To., sie waren nur um
rund 20 000 To. kleiner als vor einem Jahre. Die
Gesamtbestände beliefen sich auf noch rund 1,7 Mill.
Tonnen, das sind also rund 100 000 To. weniger als
vor einem Jahre. Die Bestände in der zweiten
Hand haben bei der Gerste um rund 15 000 To. auf
90 000 To. abgenommen, beim Hafer um rund
40 000 To. auf rund 150 000 To. zugenommen. Es ist
nicht unwahrscheinlich, daß sich auf Grund dieser
Futtergetreidebestände im weiteren Verlaufe des
Wirtschaftsjahres noch eine gewisse Auflockerung
der Marktanlieferung von Futtergerste und Futter
hafer ergeben wird. .
Die Kartosselbestände beliefen sich in den Händen
der Landwirtschaft noch auf rund 12 Mill. To. Aus
ihnen kann der Speisekartoffelbedarf an Winterkar
toffeln ohne weiteres gedeckt werden. Insgesamt
waren die Kartoffelbestänöe um rund 2,7 Mill. To.
kleiner als vor einem Jahre gegenüber einer Min
derernte von rund 3,9 Mill. To. Außerdem stellte
der Reichsnährstand noch durch eine Umfrage bei
seinen Berichterstattern die noch vorhandenen Heu
vorräte fest, die mit 17 vH etwas größer als im
Vorjahre waren.
Die Aktionäre der Schleibank
werden um vollzähliges Erscheinen zu der am 27. 4.
in Kappeln stattfindenden GV gebeten, um die Selb
ständigkeit der Bank zu erhalten.
Hamburger Börse
Amtliche Notierung in MM für 100 MM Nennwert
'Otme Gemhàr
Bank»»
Nelchsdant
DD.'Bant
Dr?sîm. Bant
Beretnsdanļ
Westh. »ant
Sd)'..-Ï>. Bank
23. 4. 22. 4.
185 87 185 00
88.25 89 50
89 00 89.25
110 00 110.00
121.00 120 00
69.75 6925
Jndustr.-Äkl. 23 4. 22.4
90 00
rkeyrs-Äkļ.
g. Hochbahn
sch.-Ostasriko 34 00
14.50
g.-Südamer
rdb. iitoņt)
28.75
15 50
33 CO
90 00
34 00
14.50
28 50
15 50
34 00
ÄUg.
Bkķilenb a-n
Lldlchl..«..
Holsten-Bl.
Harp Bgb.-ch
Schuckķri.irr.
Älsen-llem.
SìkMens
HSW.
Leuiiche «îrbôļ
3®..garden
tļeubepz
Älrdrsih /
37 00 36 87
156.50 15600
143.00 —
105 00
125.00
139 50
185 00
139.00
119.00
165 87
19 37
107.50
105.00
123.50
139 00
185.00
138.75
119 25
165 00
19 37
107.25
23 4. 22 4
Amtliche Währnngskurļe.
I Pfund Sterling 12.275 12.275
1 Dollar . 2.488 2.487
100 sän. Kr. •*•«« its 54.82 54.82
100 (ranz. Frank. 16.38 16.38
Peseta ...» 3395 3395
Lira . I9 60 19.60
(Ohne Gewähr!) Geldkurs
Metall. Elektrolytkupfer per 100 Kg. 23 4 22.4.
prompt eis Hbg. od. Brem. Rotierd. 53.00 52 75
Berliner Schlachtviehmarkt
Berlin. 24 Avril (Vorberichtl lObne Gewähr
Mitgeteilt von der ReichsviebwertungsgeieMcbast
Es wurde gezahlt kür 50 Kg. Lebendgewicht:
Preise: Auftrieb: Verlauf:
Rinder 24—44 1979 glatt
şiälber 40-83 2227 ziemlich glatt
Schafe 20-49 1518 ruhig
Schweine 10374 glatt
Sbmeine Klasse A bis ļ? IMr—!>40s Sauen 50*fe— 53^
Hamburger Schweinemarkt
Altona, den 24. April 1933
Preise: a 55. b 1 54. b 2 53. c 51. d 49 gl 53-54. g2 49-51
50 kn Lbdaew Austrieb 5215 ş 476 Beobachtungstiere
(Ohne Gewahr) Handel: zugeteilt
Wandsbeker Ferkelmarkt vom 2g. April
140 Ferkel aufgetrieben. Futterschweine fehlten
ganz. Handel mäßig, nicht geräumt. Preise: 4-6-
ivöchige 16—18 Mm, 6—8wvchige 18—22 MM, 8—10-
möchige 22—26 MM, 10—12wöchigc 26—30 MM,
Handel «nd Wandel
Deutsche Schlachtviehmärkte
Süderstapeler Vieh- n. Pferdemarkt vom 28. April
250 Stück Rindvieh, 50 Pferde und einige Schafe
mit Lämmern zugeführt. Trotzdem zahlreiche Händ
ler erschienen waren, war der Handel erst zurück
haltend, später belebte sich das Geschäft. Der Markt
wurde geräumt. Kalbkühe 400—450 MM, Kalbguien
380—430 MM, 1)4—2jähriges Vieh 36—41 Pfg. je
Pfund Lebendgewicht, Ijähriges Vieh 150—180 MM,
Fehrkühe. ältere 230—270 MM, jüngere 300—400
MM. Spitzentiere über Notiz. In Pferden war we
nig Handel.
Hamburger Viehmarkt vom 23. April
171 Ochsen, 146 Bullen, 621 Kühe, 109 Färsen und
115 Veobachtungstiere. Auftrieb nicht nur qualitäts
mäßig, sondern auch quantitütsmäßig bedeutend
besser. Man sah wieder mehr Ochsen, Bullen und
Färsen besserer Qualität als bisher. Handel durch
weg sehr flott. Markt war zu den in den Preisspan
nen festgesetzten Höchstpreisen schnell geräumt. Wenn
auch dag Hammelgeschäfl durchaus nicht als schlecht
zu bezeichnen ist, so führte der vergrößerte Austrieb
mit 1084 Schafen zu einem ruhigen Geschäft. Die
Notierung mußte auf der ganzen Linie trotz der
etivas besseren Qualität ermäßigt werben. Markt
jedoch geräumt.
Dresdener Biehmarkt vom 23. April
Austrieb: 66 Rinder, 726 Kälber, 152 Schafe und
1168 Schweine. Kälber gut, Notierung um 3 bis 4
Mark ermäßigt. Geschäft langsam. Schweine mittel.
Husumcr Magervieh- und Schasmarkt vom 23. April
Auftrieb: 166 Rinder, 173 Schafe und Lämmer«
Preise: 2)4—3jühr. Ochsen 2. 400—420 MM, 2jayr.
Ochsen und Outen 1. 340—375 M,M, 2. 250—320 M-
Fehrkühe, jüngere 2. 300—350 MM, Kalbktthe 2. 400
bis 450 MM, Schafe mit 1 Lamm 58—65 MM, mit
2 Lämmern 75—85 MM., jährige Schafe 40—44 MM,
Marktverlauf: Rinder ruhig, Schafe mittel. Infolge
der noch ungünstigen Witterung für den Weiöeauf-
trieb war die Zufuhr zum Markt verhältnismäßig
gering. Di«: Käuferschast legte sich eine gewisse Zu
rückhaltung auf.'Der Markt wurde geräumt.
Kammernotierung Lettin am Markttage*. Preise
für 1 Pfd. Lebendgewicht in ?Ap{ (Ohne Gewähr)
23 April 1936
Markt
Frankiurt/M.
Leipzig
Smtlpri
Dresden
1. Kälber ...
2. „ ...
1. Schafe....
2
t. Schweine .
2.
3. „
I Sauen ...
75-77
67—74
42-46
."5 — 40
57
55-56
53
80-b 2
72—78
48-50
43—46
56
54-55
52
52-55
«0-73
66—68
56'/2
54-55
5202
47-55
75-80
60-74
56
54-55
52
52-55
Au (trieb
Kälber ...
§chate ...
Schweine.
Kälber ...
Schate ...
Schweine .
208
und Handel au« den Märkten
569
109
657
lebhaft
ruhig
zugeteilt
901
maß. bei.
lebhaft
735
152
1168
langsam
belanglos
verteilt
Marktbeobachtcr
Am Getreidemarkt Geschäft weiterhin ruhig. Für
Roggen zeigte sich zwar lebhaftes Interesse, jedoch
waren die Zufuhren gering, so daß größere Ge
schäfte nicht zustande kommen konnten. In Mahl-
weizen wurden einige Abschlüsse getätigt, und der
Niederrhein zeigte Interesse für Mahlweizen für
April. Weiterhin war für Futterroggen eine große
Kauffreudigkeit festzustellen, die jedoch nicht befrie
digt werden konnte. Fntterhafer stand allgemein
wieder ausreichend zur Verfügung, so daß der Be
darf gedeckt werden konnte. In Futtergerste waren
durchschnittliche Qualitäten zu verkaufen. Besonders
interessierte man sich jedoch für Ware mit geringem
Naturalgewicht.
Am Futtermittelmarkt machte sich eine stetigere
Grundstimmnng bemerkbar. Es konnte zwar von
keiner regeren Geschäftstätigkeit die Rede sein, aber
eS war doch festzustellen, daß hier und da Geschäfte
zustande kamen. Die Lage am Kleicmarkt änderte
sich gegenüber der Vorwoche nicht. Nach wie vor
ist Kleie sehr stark gefragt, jedoch nur in geringen
Mengen am Markt verfügbar. Für Trocken- und
Zuckerschnitzel zeigte sich großes Interesse.
Nach dem recht flott verlaufenen Ostergeschäft ist
am Hamburger Eiermarkt eine stärkere Entspan
nung eingetreten. Die ruhige Grundstimmnng ist
bedingt durch den weiteren erheblichen Anstieg der
Zufuhren einheimischer Ware, und zum anderen er
weist sich die Verbrancherschasi weniger anfnahme-
fähig. Auch in den nächsten Wochen ist mit einem
anhaltend ruhigen Geschäftsvcrlauf zu rechnen.
Zeàl-FeriàMl
der
am Donnerstag, dem 23. April 1836.
in der städtischen Viehmarkthalle zu Rendsburg
Die Zufuhr zum heutigen Markt betrug 510 Stück
gegen 492 Stück in der Vorwoche, mithin eine
Mehrzufuhr von 18 Stück. Es wurden gezahlt für
schwere Ware (20—25 Kg.) 0,66—0,70 MM
mittelschwere Ware (15—20 Kg.) 0,69—0,73 MM
leichte Ware (12)4—15 Kg.) 0,71—0,77 MM
Die Zahl der dem Kälbermarkt zugeführten Tiere
betrug 23 Stück gegen 13 Stück in der Vorwoche,
Es wurden gezahlt für nüchterne Kälber 25 bis
80 Pfg., für Fresser 30—35 Pfg., für ältere Kölbel
bis 65 Pfg. das Pfund Lebendgewicht.
Am Dienstag, dem 28. April, findet der Roten-
höser Frühjahrs-Vieh- und Pserdemarkt statt.
für das Pfund Lebendgewicht. Für allerbeste Ferkel
wurde auch über Notiz, für abfallende Ware auch
unter Notiz bezahlt. Jungschweine (über 26 Kg.)
waren nur wenige am Markt.
Zum heutigen Zentralferkelmarkt war die Zu- 1
fuhr ähnlich der der Vorwoche. Der Handel war
ruhig, der Markt wurde ziemlich geräumt.
Ausgeführt wurden, soweit wir feststellen konn
ten, größere und kleinere Partien nach Schülldori,
Schevenbrügge, Hohenwesteöt, Schenefeld, Neu-
münster, Kiel, Bad Bramsteöt, Horst, Elmshorn,
Egenbüttel, Krempermoor, nach der Altmark.
Die Zufuhr an fetten Schweinen betrug 7 Stück
gegen 9 Stück in der Vorwoche. Für gelieferte fette
Schweine werden 43—51 Pfg. für das Pfund Le
bendgewicht gezahlt.