129. Jahrgang
Schleswig-tzolsteintsrhe
129. Jahrgang.
Renösburger TageAoLt
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Bon Hauptmann (E) v. Borstell. Meichskriegsministerrum
angeborene die Ordensritter des Mittelalters oder die
l darstellen, „Eisenzeiten" Cromwells — allen Männern,
nel geredet. Kriegern, Helden der Schlachten aller Zeiten
denn sie ist mag mau soldatische Eigenschaften im besten
in der man Sinne des Wortes zubilligen. Aber jedes Volk
1 Empfinden hat seine eigene, ganz bestimmte Auffassung
bezeichnete menschlichen Wertes und menschlicher Leistung,'
diese erst prägt die Begriffe, verleiht dem
gebürt und Ausdruck seinen enger umgrenzten Sinn.
geschriebene Ņcnn wir daher von unserem deutschen Sol
ches Etbos datentum reden, so sehen mir darin die Ver-
mele'bt rni'r- körperung eines ganz bestimmten Prinzips,
wann und Rossen sittlicher Wert nicht nur im rein
>e bei einem Kämpferischen oder Heroischen, sondern gleich-
Schritt zu- zeitig in der Bindung an eine übergeordnete
Wir wissen $ öee begründet liegt. Wir setzen daher seinen
Aeitet wil'd Anfang zeitlich gleich mit dem Beginn Preu-
d menscbli heirs. Das deutsche Heer des Weltkrieges ist
isir ein üaü ü(jnc ôclt Ģeist von Potsdam, ohne die Armee
irvern' zur Friedrich Wilhelms I. und Friedrichs des Gro-
noch scbli'm- t,cu "icht o« verstehen,' allerdings auch nicht
onjunktur" ohne den kategorischen Imperativ Kants,
at werden' Knd doch rnuß hier daran erinnert werden,
i Karabeit ein sehr wesentlicher Einschnitt den schein-
,rucks webr ^^r lückenlosen Zusammenhang der Entwick-
er heute so unseres preußisch-deutschen Soldatentums
>rbaştiakeit" brennt: Der Grenadier des Siebenjährigen
n aucb hier Krieges schlug sich, auch wenn er Ausländer
il es jeden- ^nr, für „seinen" König,- der Heroismus der
oll versucbt Soldaten von Hohenfriedberg und Leuthen er
ic — safari, Couchs und wurde ständig gespeist aus dem
''uaäuutim Genius Friedrichs. Das Soldatentum der all-
0 ü gttU) gemeinen Wehrpflicht, das Scharnhorst be-
, p , gründete, kämpfte für ein Ziel, das — zum
^orte» gu- ersten Mal in der Geschichte des deutschen
ohne dlesen Kriegertums — allen gemeinsam war und in
ocr bleiben {-, er Mee des Volksganzen, des Staats und
. «'ll also, Wiedergeburt der Nation seinen Sinn und
^ '"ttwort seine Erfüllung suchte. Erst im Volksheer
r . t,r o ' tCn Scharnhorsts und Boyens konnte das „Eolöa-
,gen ^rga- tenhandwerk" eines bestimmtes Standes zur
fern ämc f» ‘H*e« ® «11a na < I n«r 9«na«n
w, k - blatlon emporwachsen,
àchm. Le- din diesem Punkt unserer jüngeren Ge-
oerstyieoen,' schichte sehen wir auch, daß die Begriffe Wehr-
oer Hastigkeit und Soldatentum so eng miteinander
» »rieger^, verschmelzen, wie es die Verschiedenheit ihrer
r graduelle Grundbedeutung zuläßt: der im Einzelindi
viduum steckende Urtrieb des „Sich-Wehrens"
lassen, daß wird durch politische Not zum wehrhaften Den
ken der Nation. Von dieser Grundstufe, die
einer inneren Bereitschaft entspricht, ist nur
ein kurzer Weg zum technisch geschulten und
disziplinierten Soldatentum des Volksheeres.
Während also zweifellos die vorhandene Wehr
haftigkeit einer Volksmehrheit die natürlichste
und beste Grundlage für Organisation und
Wert einer Armee bildet, lehrt gerade unsere
deutsche Geschichte, daß preußisch-deutsches
Soldatentum sich auch dann behauptet hat,
wenn diese Voraussetzungen durch entgegen
wirkende Kräfte gestört und geschmälert wur
den. Wir sehen diesen Zustand besonders grell
im deutschen Kaiserreich, dessen imponierend
rascher wirtschaftlicher Aufstieg sich im gleichen
Maßstab vollzog, in dem liberalistische und
marxistische Einflüsse seine innere Kraft aus
höhlten und zunehmender Materialismus die
Wehrbereitschaft des Volkes untergrub. Inmit
ten dieses Verfalls stand das Soldatentum
Moltke'scher Prägung ungebrochen. Denn die
ses Soldatentum der Armee war das Ergeb
nis von Ueberlieferung und Zucht. Sein er
zieherischer Einfluß glich einem Kraftfeld, von
dem auch Lauheit und politische Gegnerschaft
ergriffen und geformt wurden, sobald sie auf
dem Wege der aktiven Dienstzeit in seinen
Bann gerieten. In einer Zeit üppigsten Frie
dens, der immer eine Gefahr für das „Jn-
Formsein" der Armeen ist, brachte das deutsche
Heer Männer hervor, deren Soldaten- und
Führertum in schneidendem Gegensatz zu der
behaglichen Saturiertheit des Reiches und der
Mehrheit des Volkes stand. Bezeichnend für
die Gleichgültigkeit, ja Ablehnung, die weite
Kreise der Oeffentlichkeit den Belangen der
großen Wehr-Notwendigkeit entgegenbrachten,
ist — neben den traurigen Kämpfen im Reichs
tag um die Wehrvorlagen — die Tatsache, daß
man von dem heroischen Kampf unserer Schutz
truppe in Südwest-Afrika damals in Deutsch
land kaum Notiz nahm. Damals starb — 1908
— der Hauptmann Friedrich von Eckert auf
seinem bis in kleinste vorbereiteten, eisern
durchgeführten Zuge durch die Kalahari im
Kampf gegen die Hottentotten Simon Köppers
— unbeachtet vom weich und gleichgültig ge
wordenen deutschen Volke. Der leuchtenden
Größe seines Soldatentums und dem Helden
schicksal seiner Reiter hat erst Hans Grimm in
Reichsminister Dr. Goebbels erläßt zum
1. Mai folgenden Aufruf:
An das ganze deutsche Volk!
Am 1. Mai 1936 begeht das deutsche Volk
in seltener Einmütigkeit und Geschlossenheit
zum vierten Male seinen nationalen Feiertag
im nationalsozialistischen Reich. Dieser Feier
tag hat in diesem Jahre seine besonders fest
liche Bedeutung.
In den hinter uns liegenden zwölf Mona
ten der Arbeit, des Opfersinnes und des wirt
schaftlichen und politischen Aufbaues nach in
nen und nach außen ist die deutsche Nation
auf ihrem schweren Weg zur Neuausrichtung
und Wiedererstarkung des Reiches ein gutes
Stück vorwärts gekommen. Der Staat des Na
tionalsozialismus hat seine weitere Befesti
gung erfahren und steht nun gesichert und un
erschütterlich wie nie. Wirtschaft und Finanzen
sind geordnet. In schweren Schlägen hat die
Nation ihre Schlacht gegen die Arbeitslosig
keit fortgesetzt und dabei Erfolge über Erfolge
erzielt. Das, was bei Beginn des national
sozialistischen Regimes nur erst Plan und Pro
jekt war, beginnt nun mehr und mehr wun
derbare Wirklichkeit zu werden. Sümpfe und
Moore wurden urbar gemacht, ganze Provin
zen dem Meere abgerungen und mit jungen
Bauernfamilien besiedelt. Quer durch das
Land ziehen sich bereits Hunderte von Kilome
tern neugebauter Reichsautobahnstraßen als
Zeugen des Aufbauwillens im nationalsozia
listischen Staat.
In größtem Umfange ist die soziale Volks
wohlfahrt in Deutschland organisiert und
durchgeführt worden. In einem Hilfswerk, wie
es die Welt bisher noch nicht kannte, hat auch
in den vergangenen Wintermonaten die Na
tion ihren Kampf gegen Hunger und Kälte
siegreich bestanden.
Am 7. Mürz hat der Führer im Rheinland
die neuen Friedensgarnisonen aufgerichtet
und damit die volle Souveränität über deut
sches Gebiet wiederhergestellt. Zugleich legte
er der Welt in klarster Offenheit seinen kon
struktiven Friedensplan zum Wiederaufbau
Europas vor. Am.29. März aber bekannte sich
die ganze Nation geschlossen und einmütig zu
ihm, seinem Aufbauwerk und seiner erfolg
reichen Politik nach innen und außen.
Wo anderswo auf diesem Erdball steht ein
Staat so fest und gesichert wie der unsrige!
Während sonstwo vielfach Länder und Völker
durch Zwiespalt und Zerrissenheit, ja durch
die Gefahr plötzlich ausbrechender Anarchie be
droht sind, ist Deutschland eine Insel der Ord
nung und der Disziplin und der Hort des
Friedens geworden. Als am Geburtstag des
Führers die junge deutsche Volksarmee vor
ihm vorbeidefilierte, überkam jeden Deutschen
das begliickenöe Gefühl, daß nun Staat und
Volk in Ruhe ihrer Arbeit nachgehen können,
da sie wieder gesichert und geschützt sind durch
die eigene nationale Kraft.
Vieles ist im vergangenen Jahr getan und
geleistet worden, mehr noch bleibt uns für die
Zukunft zu tun und zu leisten. Die Nation
ist entschlossen, die vor ihr liegenden Aufgaben
zu meistern. Sie ist bis zum letzten Mann und
bis zur letzten Frau von einem unbändigen
Arbeitswillen erfüllt. Sie wird das Schicksal
bezwingen, weil sie einig ist, die Schwierigkei
ten der zu lösenden Probleme kennt und ent
schlossen bleibt, mit ihnen fertig zu werden.
Wiederum ergeht an die ganze Nation der
Ruf nach Verlebendigung der Arbeit und sitt
licher Verpflichtung eines jeden Deutschen zu
ihr. Wiederum werden und wollen wir uns
alle zu ihrem neuen Ethos bekennen. Wieder
um tönt uns allen auch zum 1. Mai ö. I. der
Sie tilideszeiļung bring! heule
König Fund
Was bereitet sich in Abessinien vor?
Der 1. Mai in Rendsburg
Handwerker besetzen die Stadthalle
Stapellauf auf Werft Nobiskrug
Der Führer weiht die Ordensburgen
Amnestie des Führers
Oxford in Dänemark
Waffermühlen
im früheren Amte Rendsburg
Leistnugsschau
des Rendsburger Handwerks