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Panzerwagen durchqueren einen Vach.
Deutsche Panzerwagen auf einer Uebungsfahrt in Thüringen.
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In fieberhafter Eile wird kriegswichtiges Gerät auf Lastwagen
geladen und aus der abessinischen Hauptstadt fortgeschafft, gegen die
die Italiener mit immer grünerer Schnelligkeit vorrücken.
Von Katzen
Vergangenen Maitag brachte meine Katze
grr Welt sechs allerliebste kleine Kätzchen.
Naikätzchen, alle weiß mit schwarzen
Schwänzchen.
Zürwahr, es war ein zierlich Wochen-
bettchen!
Tie Köchin aber — Köchinnen sind grausam,
and Menschlichkeit wächst nicht in einer
Küche. —
Die wollte von den scchsen fünf ertränken,
fünf weiße, schwarzgeschwänzte Maicn-
kätzchen,
ermorden wollte dies verruchte Weib,
sich half ihr heim! — Der Himmel segne
mir meine Menschlichkeit! Tie lieben
Kätzchen,
sic wuchsen auf und schritten binnen kurzem
erhabnen Schwanzes über Hof >lnd Herd,
ja, wie die Köchin auch ingrimmig dreinsah,
sic wuchsen auf, und nachts vor ihrem
Fenster
probierten sie die allerliebsten Stimmchen.
Ich aber, wie ich sie so wachsen sah,
ich preis' mich selbst und meine Menschlich-
' feit. —
Ein Jahr ist um, und Katzen sind die
Kätzchen,
und Maitag ist's! - Wie soll ich cs be
schreiben,
das Schauspiel, das sich jetzt vor mir ent
faltet!
Mein ganzes Haus, vom Keller bis zum
Giebel,
ein jeder Winkel ist ein Wochenbettchcn:
Hier liegt das eine, dort das andre Kätzchen,
in Schränken, Körben, unter Tisch und
Treppen,
die Alte gar — nein, cs ist unaussprechlich,
liegt in der Köchin jungfräulichem Bette!
Und jede, jede von den sieben Katzen
hat sieben, denkt euch! sieben junge Kätzchen,
Maikätzchen, alle weiß mit schwarzen
Schwänzchen.
Tie Köchin rast, ich kann der blinden Wut
nicht Schranken setzen dieses Frauen
zimmers,
ersäufen will sie alle neunundvierzig!
Mir selber, ach, mir läuft der Kopf davon.
O Menschlichkeit! wie soll ich dich bewahren!
was fang' ich an mit sechsundsünfzig Katzen!
Theodor Storm.
Das Wildentchen
Gelegentlich eines Spazierganges in der
Umgebung einer Großstadt kehrten wir in
einem Dorfwirtshaus ein. Am Abend kam
die Entcnschar des Wirtes schnatternd vom
nahen Teich zurück, um ihr Futter in
Empfang zu nehmen. Unter den großen,
wohlgenährten Tieren fiel uns in beson
ders kleines, kümmerliches Entchen auf.
Man erzählte uns auf unsere Frage nach
dem Grund dieses Größenunterschiedes,
dies sei eine Wildente. Das Tierchen habe
sich im Herbst des Vorjahres nicht am
Wanderzug seiner Genossen beteiligt, son
dern sei zurückgeblieben und habe sich den
Enten des Wirtes zugesellt. Von diesen sei
der Fremdling anfangs sehr iibcl behandelt
und wcggebissen worden. Allmählich aber
haben sich die Tiere angefreundet, und das
Wildentchcn, das seine eigenen Geführten
vergessen habe, sei nun mit allen Rechten in
die Genossenschaft des Hausgeflügels auf
genommen.
Es ist gewiß selten, daß ein Tier frei
willig seinen Skaturzustand aufgibt und sich
der Kultur anpaßt.
Helene Brehm.
Junge Katzen
Eine getigert, die andre bunt,
eine kohlschwarz auf weißem Grund,
kugelpelzig »tit rosigen Tatzen,
tollen drei junge Schlingclkatzcn.
Wirbelnd durch Zimmer und Gänge
und Garten,
machen sie kühne Entdeckungsfahrten.
Mäuse zu fangen, das wär' noch ver
messen —
aber Maikäfer werden gefressen,-
Raschelpapicre voll Ingrimm zerstückelt,
Knäuel von Garn auseinandcrgewickclt,
Und dies Theater dauert durch Stunden —
aber auf einmal sind sie verschwunden:
hoch in den Federn der Bettmatratzcn
schlafen drei junge Schlingelkatzen.
Heinrich Anacker.
Kindermund.
Ter Onkel Oberförster hat dem kleinen
Karl versprochen, ihm nach dem Mittagessen
eine schöne Geschichte zu erzählen. Beim
Essen sagt Plötzlich der Onkel: „Ich kann
nicht mehr,- ich platze!" Eiligst umarmt ihn
der Kleine und ruft ercgt aus: „Aber vor
her mußt du mir noch die schöne Geschichte
erzählen."
Ministerpräsident Göring bei der Arbeitstagung auf Burg Crössinsee
Ministerpräsident Göring spricht zu den in der Ordensburg Erössin-
see zu einer Arbeitstagung versammelten Kreisleitern. Am Freitag
erfolgte dann bekanntlich die feierliche Uebergabe der Burg an den
Führer. «Weltbild, K.)
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Das Gebäude der Reichspreffeschule in Berlin-Dahlem, das am
kommenden Freitag feierlich eingeweiht wird. In dieser Schule
wird ein verantwortungsbewußter Schristleiternachwuchs heran
gebildet. 'Donath, KN
12. Jahrgang
Rendsburg, 25. April
12. Jahrgang
Bon Kindern und Katzen,
und wie fie die Nine begruben.
Von Theodor Storm.
Mit Katzen ist cs in früherer Zeit in un
serm Hause sehr „begänge" gewesen. Noch
vor meiner Hochzeit wurde mir von einem
alten Hofbesitzer ein kleines kaninchen-
blaues Kätzchen ins Haus gebracht,' er nahm
es sorgsam aus seinem zusammengeknüpf
ten Schupstuch, setzt cs vor mir auf den
Tisch und sagte: „Ta bring' ich was zur
Aussteuer!"
Diese Katze, welche einen weißen Kragen
und vier weiße Pfötchen hatte, hieß die
„Manschcttenmicßc". Während ihrer Kind
heit hatte ich sie oft, wenn ich arbeitete,
vorn in meinem Schlasrock sitzen, so daß
nur der kleine hübsche Kopf hervorguckte.
Höchst aufmerksam folgten ihre Augen mei
ner schreibenden Feder, die bei dem melo
dischen Spiunerlred des Kätzchens gar
munter hin und wieder glitt. Oftmals, als
wolle sie meinen gar zu großen Eifer
zügeln, streckte sie auch wohl das Pfötchen
aus und hielt die Feder an, was mich dann
stets bedenklich machte und wodurch mancher
Gedankenstrich in meine nachher gedruckten
Schriften gekommen ist.
Die Manschettenmieße selber ist, ivie ich
fürchte, durch diesen Verkehr etivas gar zu
gebildet geworden! denn da sie endlich groß
und dann auch Mutter manches allerlieb
sten kaninchengranen Kätzchens geworden
war, verlangte sie, gleich den feinen Damen,
allzeit eine Amme für ihre Kinder,' und da
die Nachbarskatzen sich nur selten zu diesem
Dienst verstehen wollten, so sind fast alle
ihre kleinen Ebenbilder elendiglich zu
grunde gegangen. Nur einen kleinen wei
ßen Kater zog sie wirklich groß, welcher we
gen seines grimmigen Aussehens „der
weiße Bär" genannt wurde und nachher
aber eine Katze war.
Später, da schon zivci Buben lustig durch
Haus und Garten tobten, waren drei
Katzen in der Wirtschaft,' nämlich außer den
vorbenanntcu noch ein Sohn des weißen
Bären, genannt „der schwarze Kater", ein
großer ungebärdiger Geselle,' vielleicht ein
Held, aber jedenfalls ein Scheusal, von dem
nicht viel zu sagen, als daß er, besonders
in der schönen Frühlingszeit, unter schau
derhaftem Geheul gegen alle Nachbarskater
zu Felde lag, daß er stets mit einem bluti
gen Auge und zerfetztem Fell umherlief
und außerdem noch seine kleinen Herren
biß und kratzte.
Von der Großmutter, der Manschetten
mieße, die nachmals ganz berühmt gewor
den ist, wäre noch mancherlei zu berichten!
da sie aber in der Geschichte, die ich hier am
Schluß erzählen will, nur ein einzigmal
„Miau" 5u sagen hat, so svll's für eine
schicklichere Gelegenheit verspürt sein.
Es geschah aber, daß unser mit dre»