gegeben, über Sie Verwendung der einzelnen Acker
stücke aus dem Augenblick heraus zu entscheiden.
Plötzlich, so kommt es sehr bald, soll dann infolge
von außerplanmäßigen Vorkommnissen Futterbau
auf ungeeigneten Stücken erfolgen. Man hat bald
zuviel, bald zu wenig Futter. Eine Unregelmäßig
keit folgt dann der anderen. Die ursprünglich ver
hältnismäßig kleine Sorgenquelle wird immer
größer, ohne daß man ihr Halt gebieten könnte. In
geordneten Schlagwirtschaften kennt man im Ge
gensatz dazu nur dann Futtersorgcn, wenn besonders
ungünstige Witterungsverhältnisse sie herbeiführen,
deren man aber unter geordneten Verhältnissen
leichter Herr werden kann. Das ist das Wesentliche!
Nun zu unserm Beispiel:
Bauer T. hat acht Stücke Land, und zwar leichten
Boden, von denen er früher vier, jetzt dagegen nur
drei Stücke in Gras liegen läßt. Das ist auch durch
aus richtig: denn die Grasnarbe verschlechtert sich
schon im zweiten Jahre und nimmt dann schneller
und schneller ab.
Die Fruchtsolge lautet: 1. Roggen, 2. Rüben, 3.
Hafer, 4. Roggen, 5. Hafer mit Kleegraseinsaat,
6. Klee, 7. Klee, 8. Klee.
Die einzelnen Schläge sind groß: Schlag 1 8 To.,
Schlag 2 6 To., Schlag 3 8 To., Schlag 4, ö, 6, 7 und
8 je etwa 4 To.
Die oben genannte Fruchtfolge hat den Nachteil,
baß zum mindesten im dritten Jahre die Kleeweide
untauglich ist. Außerdem baut man Hafer, Roggen,
Hafer hintereinander. Also dreimal Getreide! Dies
ist sehr nachteilig, zumal Hafer zu schnell auf Hafer
folgt. Das gibt Ertragsrückgänge und Krankheits
gefahren! Außerdem sind die Feldstücke zu ungleich
groß. Man teile Schlag 1, so daß neun Schläge ent
stehen. Da nun drei Aecker besonders leichter Boden
sind, bewirtschafte man diese für sich, und zwar wie
folgt: 1. Roggen mit Sützlupinen oder Serradella
als Untersaat: 2. Kartoffeln lalle zweite Runde
Stallmist): 3. Süßlupinen zur Saat lein Teil viel
leicht Mengkorn). Diese erste Folge auf leichtem
Boden bewährt sich großartig. Es gibt besonders
gut laufendes Korn und gute Kartoffelernten. Mehr
Kartoffelbau ist überhaupt sehr angezeigt. Er bringt
etwa die doppelte Menge Nährstoffe wie eine Ge
treideernte. Statt fünf Schweine kann man von
derselben Fläche Land 10 mästen!
Lupinen sind ein sehr hochwertiges Futter. Sie
können durch keine andere Frucht auf Sand ersetzt
werden. Man erntet etwa die acht- bis zehnfachen
Nährwerte als durch eine Getreideernte. Bei der
Lupinenuntersaat in Roggen hat man schon 270 Dz.
je Hektar Grünmasse geerntet, die ein prachtvolles
Futter für einen Gärturm ist lVeihilse für den
Bau von Gärtürmen wird noch gewährt).
Für die restlichen sechs Schläge käme folgendes
in Frage: 1. Hackfrucht mit Stallmist im Frühjahr:
2. Roggen mit Kleegraseinsaat: 3. Kleegras: 4.
Kleegras mit schwacher Dunggabe im Herbst und
tüchtig Stickstoff im Frühjahr: 5. Roggen: 6. Hafer
mit Stallmist im Frühjahr. Mit einer Ausnahme
(5. und 6.) folgen nie zwei Getreidearten ausein
ander. Da es sich im vorliegenden Fall um Roggen
und um mit Stallmist gedüngten Hafer handelt,
schadet dies weniger.
Der Ausfall des früher im dritten Jahre liegen
den Kleeschlagcs ist leicht durch zweierlei Maßnah
men zu beheben. Ein Stück Dauerweide wird neu
angesät und im übrigen werden die Weiden in an
derer Weise genutzt als bisher, so daß ohne den
fortfallenden Kleeschlag dennoch mehr Weidefutter
gewonnen werden kann. Außerdem ist die vom
Acker erzielte Ernte größer und wertvoller gewor
den, besonders weil der Kartoffelbau und Lupinen
bau stark berücksichtigt wird. — In dieser Weise
werden Vorschläge entworfen zur weiteren Bespre
chung mit dem Bauern. Dieser und jene Wunsch
kann bei der Festlegung des Planes oft ohne große
Schwierigkeiten berücksichtigt werden, bis dann aus
Rede und Gegenrede schließlich der sür die einzelne
Wirtschaft offenbar gangbare Weg gefunden wird
im Sinne eines der Praxis dienenden Berater-
tums.
Die Kreditquellen der Landwirtschaft
Auw Abschluß der Deutschen Renteubank-Kreditaustalt
Gesamtverschulbung der Landwirtschaft leicht zurück
gegangen — Zinsbelastung unverändert — Ver
sorgung mit langfristigem Kredit schwierig —
Krebithilfe für bäuerliche Entschuldungsbetriebe
Die Deutsche Rentenbank-Kreditanstalt gibt ihre
Bilanz für 1938 bekannt. Der Bericht gibt eine
Uebersicht über die Lage der Landwirtschaft. Die
Gesamtverschuldung der Landwirtschaft sei weiter
leicht zurückgegangen, wozu neben der Osthilfe
erstmals auch Kreditrückzahlungen aus den ge
besserten Erlösen beigetragen hätten. Die Zinsbe
lastung erfuhr kaum eine Aenderung. Im Neu-
kreöitgeschäft wurde der kurzfristige Bedarf voll
befriedigt. Die Versorgung der Landwirtschaft mit
langfristigem Kredit werde auch im kommenden
Jahr infolge des Vorbehalts des Reichs auf Schwie
rigkeiten stoßen, die sich bei den Erbhöfen noch da
durch vergrößern, daß die Gestaltung des lang
fristigen Erbhofkredits bisher keine Lösung fand.
Durch Sonderkreditaktion l5 Mill., ausbezahlt 0,8
Mill.) sei man bemüht gewesen, den Erbhöfen in
besonders dringenden Fällen Hilfe zu leisten.
Im Personalkreditgeschäft belies sich die Gesamt
inanspruchnahme auf 493 (537) Mill., wovon 135
Mill, auf die RKA selbst entfielen: der Rückgang
erklärt sich mit der geringeren Getreidelagerung.
(Im einzelnen: Molkereikredite 14,18 Mill., Bren
nereikredite 1 Mill., neu aufgenommene Jnvestie-
rungskredite für die Errichtung von Hanfröstanstal
ten bis zu 1,2 Mill., Förderung der Schafzucht
6 Mill.) Im unmittelbaren Personalkredit wurden
wiederum bes. die Saisonkreöite gepflegt. Abzah
lungskredite wurden planmäßig weiter abgedeckt,
es standen 17,19 Mill, noch aus.
Bei den Realkrediten setzte sich die Rückzahlung
der aus Mitteln der Ausländsanleihen gewährten
Hypotheken durch Schuldverschreibungen beachtlich
fort. Im ganzen wurden 7,74 (30,34) Mill. Dollar
von den vier Amerika-Anleihen getilgt. Von der
ersten Amerika-Anleihe von 25 Mill. Dollar stehen
nur noch 36,4 vH aus, von der zweiten (30 Mill.)
noch 35,67 vH, von der dritten (50 Mill.) noch 33
vH und von der vierten (26 Mill.) noch 39,23 vH.
Im Schnldenregelungsversahren stieg die Zahl
der Entschuldungspläne und Vergleichsvorschläge
für Groß- und Mittelbetriebe von 552 auf 6333 und
bis 15. April d. I. weiter auf 7007, wobei die Bank
für 4458 Verfahren Ablösungsbeträge von 14,175
Mill, zusagen konnte.
Besondere Pflege fand wieder der Kredit zur
Förderung der Landeskultur. Aus den drei alten
Arbeitsprogrammen sind die bewilligte» 336,6 Mill,
voll zur Zuteilung gelangt. Dazu traten aus eige
nen Mitteln 12,5 Mill., von dritter Seite beschaffte
Mittel von 14,5 Mill, und durch Nutzbarmachung
von Ausländerguthaben konnten weitere 57 Mill,
bereitgestellt werden. Die Bedingungen für diese
Kredite waren mit Hilfe des Reiches besonders
günstig. Zinssatz 3 vH, bei Wasserleitungen 4 vH,
Laufzeit 31 Jahre, bei Wasserleitungen 28 Jahre,
bei Wegebauten höchstens 20 Jahre. (Verwaltungs
kostenbeitrag % vH.) Die Meliorationsarbeiten
wurden mit wenig Ausnahmen als Notstandsarbei-
ten oder als Arbeitsdienstmaßnahmen durchgeführt.
Bis Ende 1935 wurden von diesen Darlehen 42,91
Mill, vergeben und 16,05 Mill, ausgezahlt. Darü
ber hinaus beschaffte sich die Bank ebenfalls durch
Nutzbarmachung von Ausländerguthaben weitere
10 Mill., die dem Preußischen Staat als Darlehen
zur Förderung der Bodenkultur zur Verfügung
gestellt wurden. Die Zinsverbilligungsaktion des
Reiches wurde fortgesetzt.
Bei den landwirtschaftlichen Siedlungskrediten
traten in den bewilligten Beträgen nennenswerte
Verschiebungen nicht ein. Sie werden in Kürze auf
die Deutsche Siedlungsbank überführt.
Der Abschluß ergab Gesamterträge von 43,14
(47,88) Mill, und nach Deckung aller Lasten, darun
ter 16,65 (20,25) Mill. Zinsen für Anleihen, ferner
Abschreibungen von 2,32 (4,56) Mill, einen Rein
gewinn von 16,96 (16,04) Mill., über dessen Verwen
dung der Beschluß noch aussteht.
Erstmals erscheint in der Bilanz das Sonderver-
mögen zur Förderung der deutschen Landwirtschaft,
das aus dem Reingewinn des Vorjahres dotiert
wurde, einschl. der aufgelaufenen Zinsen. Aus die
sen Mitteln sollen Kredithilsen an landwirtschaft
liche, vorzugsweise bäuerliche Entschuldnngsbetriebe
gewährt werden. Die Kredite werden als mittel
fristige Abzahlungskredite mit Vorschaltung von
Tilgungsfreigaben in Zusammenarbeit mit den
Organen des Reichsnährstandes zu besonders mäßi
gen Zinsen vergeben, und sollen insbesondere die
Erzeugung auch derjenigen landwirtschaftlichen Be
triebe sicherstellen, die ohne diese Hilfe der Gefahr
des Niederbruchs ausgesetzt wären. Es sind 12,6
Mill, aus diesem Sondervermögen bereits verteilt,
für die aber die Auszahlung langsam vorangeht.
Es lagen 5659 Anträge vor. Durchschnittlich beträgt
die Kredithilfe 1024 JtJt, der Höchstbetrag 5000 MM,
Zugesagt sind 4,7 Mill. Der Zinsfuß beträgt 2,5 vH.
Die Kredithilfe soll hauptsächlich benutzt werden
zur Ergänzung des toten (6,1 vH) und lebenden
(42,7 vH) Inventars und zur Instandsetzung der
Betriebsgebäude (41,2 vH). Auf Erbhöfe entfallen
3,6 Millionen.
Der Abschluß der Deutschen Rentenbank
für 1935 ergab einen Verlust von 0,16 (0,30) Mill.
Das Institut steht noch auf drei Säulen, deren erste
die Betreuung der Rentenbankdarlehen an das
Reich ist, die sich nur durch Eingang rückständiger
Grundschulden um 10 669 auf 408,876 Mill. Rcnten-
mark ermäßigte. Die zweite Säule ist die Osthilfe.
Die dritte Säule ist die Mitwirkung bei der Rege
lung der landwirtschaftlichen Schuldverhältnisie. Sie
gibt die Ablösungsschuldverschrcibungen aus, die
mit 4 vH verzinslich sind und einen Höchstbetrag
von 300 Mill, erreichen können. Ihr Zweck ist, unter
bestimmten Voraussetzungen solche Gläubiger abzu
gelten, deren Forderungen nicht bar abgelöst
werden.
Butterprüfung in Husnw
Der Milchvcrsorgungsverband Schleswig hielt
am 4. April d. I. die 30. Bezirks-Butterprüfung in
Husum ab. Der Hauptprüfung schloß sich eine Lehr
butterprüfung für Betriebsleiter, Gehilfen und
Lehrlinge des Bezirks an, die sehr gut besucht war.
Die nachfolgende Versammlung wurde von dem
Vorsitzenden des Verbandes, Landwirt Thomsen,
Mariannenhof, geleitet. Nach den Begrüßungswor
ten des Vorsitzenden wurde das Prüfungsergebnis
bekanntgegeben und besprochen. Es war folgendes
Ergebnis zu verzeichnen:
Von den 56 zum Wettbewerb aufgeforderten
Meiereien hatten 54 Butterproben eingesandt. Da
von waren 37 Proben (70 vH) „Markenfähig", 11
Proben (20 vH) „Deutsche seine Meiereibutter" und
6 Proben (10 vH) „Landbutter". Den Herstellern der
drei besten Proben wurden Ehrenpreise zuerkannt.
Den ersten Preis erhielt Betriebsleiter Hagge,
Ersde II, den zweiten Reese, Ostenfeld, den dritten
Meyer, Witzwort. Ferner wurden die Proben fol
gender Meiereien mit dem Prädikat „markenfähig"
beurteilt:
Meierei-Genossensch. Ahrenshöft, Almöorf, Bar
gen, Behrendorf, Bordelum, Drage, Drelsdorf,
Ersde I, Goldelund, Haselund, Hattstedt, Jmmen-
stedt, Jpernstedt, Langenhorn, Löwenstedt, Megger
dorf, Norderstapel, Olöersbek, Olderup, Osterhever,
Osterhusum, Osterohrstedt, Rantrum, Rödemis,
Sandwehle, Sande, Süderstapel, Seeth, Simons
berg, Tielen, Viöl, Westerohrstedt, Winnert, Witt-
bek. Von sämtlichen Proben wurde der Wassergehalt
ermittelt. Er bewegte sich von 21 bis 16 vH und be
trug im Mittel 14,6 vH. Die Proben sind alle unter
Verwendung deutscher Säurewecker (Brnfa, Deutsch
land, Holstein) hergestellt worden. Klinker vom
Milchwirtschaftsverband Nordmark, Hambg., sprach
über das Thema: „Vordringliche Arbeiten in der
Milchwirtschaft". Der Vortrag wurde mit großem
Beisall ausgenommen.
Artslese
Anordnung des Reichsbanerusührers
Schiedsgerichte
Am Sitze jeder Landesbauernschaft wird ei«
Schiedsgericht des Reichsnährstandes gebildet. Es
ist sachlich zuständig zur Entscheidung über Maß
nahmen, die der Reichsnährstand getroffen hat, so
fern es sich handelt: a) um die Festsetzung von Ord
nungsstrafen, b) um sonstige Maßnahmen, die sich
nur gegen einzelne Angehörige des Reichsnähr
standes richten, c) um Maßnahmen allgemeiner Art
mit Ausnahme der Festsetzung von Preisen und
Preisspannen, wenn die Anrufung des Schieds
gerichts damit begründet wird, daß die Durchfüh
rung der angefochtenen Maßnahme für die betrof
fene Person oder den betroffenen Betrieb mit Rück
sicht auf besondere Verhältniffe eine unbillige Härte
darstellen würde.
Der Kaiser-Wilhelm-Kaual
wurde im März von 3234 Schissen mit 1201695
Nettoregistertonnen befahren. Gegenüber dem Vor
monat hat der Verkehr im Verichtsmonat der An
zahl nach um 19,3 vH und dem Raumgehalt nach
um 7,8 vH zugenommen. Im Vergleich zum glei
chen Zeitraum des Vorjahres ist der Verkehr betr.
Tonnage derselbe geblieben. — Dampf- und Motor
schiffe waren mit 90,2 vH, beladene Schiffe mit 78,4
vH beteiligt. Der durchschnittliche Raumgehalt mit
872 Nrt. war um 56 Nrt. kleiner als im Vormonat.
Von Osten nach Westen passierten 1592 Schiffe der
Tarifgruppe A mit 579 217 Nrt. und von Westen
nach Osten 1499 Schisse mit 567 648 Nrt. Als See
schiffe registrierte Dampfer waren 1498 Schiffe mit
1045191 Nrt., davon 1412 Güter- und Personen-
dampfer 1042 660 Nrt., 64 Schlepper mit 1003 Nrt.
und 22 Fischdampser mit 1628 Nrt., ferner 1541
Segelfahrzeuge mit 87 633 Nrt. und 52 leichter mit
14 011 Nrt. und 143 Krieg-, Dienst- und Sport
fahrzeuge mit 54 880 Nrt. — An Ladung führten
172 Fahrzeuge Kohlen, 100 Steine, 64 Eisen, 24 Erz,
74 Holz, 403 Getreide, 753 andere Massengüter, 888
Stückgüter, 38 gemischte Ladung, 1 Passagiere und
684 Fahrzeuge, also rund 18 vH des Gesamtver
kehrs fuhren leer oder in Ballast.
Verbraucher-Kleinpackungen von Sämereien
Eine Portion (Verbraucher-Kleinpackung einschl.
der sog. „Bunten Tüte") mit dem Inhalt einer
Sorte stellt die kleinste Einheit dar, die in Gemüse-
und Blumensämereien in den Verkehr gebracht
werden darf. Der Absatz einschl. des Anbietens von
Mischungen verschiedener Sorten und Arten von
Gemüse- und Vlumensämereien ist unzulässig. Aus
genommen sind Vlumensämereien, soweit es sich
um handelsübliche Mischungen von Farben einer
Sorte oder mehr als drei Sorten einer Art
handelt.
Festsetzung der Weizenmehlpreise
Die in der Anordnung Nr. 31 vom 16. 2. 1936 für
April und Mai 1936 festgesetzten Weizenmehlpreise
werden in den Monaten Juni und Juli wie bisher
um je 10 Pfg. sür 100 Kg. monatlich erhöht. Die
Preisfestsetzung für Juli gilt bis zum 16: 8. 1936.
Die Vcrarbeitungsmenge von Gctreideerzeug-
nissen zur Herstellung von Teigwaren wird für den
Monat Mai auf 8 vH des für das Mühlenwirt
schaftsjahr 1935-36 (1. 9. 35 bis 31. 8. 36) zur Her
stellung von Teigwaren erteilten Grundkontingents
festgesetzt. Die Bezugsquote von Hartweizengrieß
wird für Mai 1936 auf 2 vH. des für das Mühlen
wirtschaftsjahr 1935-36 zur Herstellung von Teig
waren erteilten Hartweizengrießkontingents fest
gesetzt.
Auf dem Verbandstag der schleswig-holsteinische»
landwirtschaftlichen Genoffenschasten e. V. in Kiel
am 7. Mai 1936, 11.30 Uhr (Waldwiese), steht aus
der Tagesordnung u. a. eine Ansprache des Präsi
denten Trumpf vom Reichsverband der deutsche»
landwirtschaftlichen Genossenschaften — Raiffeisen —
e. V., Berlin, ein Vortrag des Landesbauernfüh
rers Struve über die Agrarpolitik des Reichsnähr
standes und ein Vortrag des Professors Dr. Esch?
über milchwirtschaftliche Tagesfragen.
Hamburg Börse
Amtliche Notierung in MJt für 100 MM Nennwert
«Ohne Gewhctr.
Baut«»
Sieichsdank
DD.-Bani
Dresdn. Ban!
Bereinsbant
Westh. Bank
Schll-H. Bant
Verkehrs-Akt.
Hdg. Hochbahn
Difch.-Ostafrika
Hapag
Hbg.-Südamer.
Slordd. Lloyd
Woernu-Linre
24.4. 23. 4. Jndustr.-Akt. 24 4. 23 4.
184.50 185 87
88.00 88 25
89.00 8900
110.00 110 00
121 00 121.00
69.50 69.75
90.00
35.00
15.00
28 00
15.75
34 00
90 00
34 00
14.50
28.75
15 50
33 00
«11g. El.-«.
Smtenb. Lein
LlbschU-M.
Holsten-Br.
Harp. Bgb.-D.
Schuckeri-El,
Alsen-Tem,
Siemens
HlļÄ.
Deutsche Erdöl
IE>..Farden
Sieubesth
Slides:»
36.75
159.00
142.50
105Ì50
125.00
139.50
185.00
139.00
120.00
165.50
19 25
108.00
37.00
156.50
143.00
10500
125.00
139.50
185 00
139.00
119.00
16587
19.37
107.50
Amtliche Währungskurse. 24.4. 23 4.
1 Ptund Sterling 12.275 12.275
1 Dollar 2.488 2.488
100 dän. Kr , . . 54.82 54.82
100 frans. Frank. 16.375 16.38
Peseta . . 33 93 33 95
Lira 19.60 19 60
(Ohne Gewähr!) Geldkurs
Metall. Elektrolytkupfer per 100 Kg. 24 4. 23.4.
prompt cts Hbg. od. Brem„ Rotterd. 53.00 53 00
Hademarschener Ferkelmarkt vom 24. April
Zufuhr: 20. Preise: 72—76 Pfg. Je nach Qualität
unter und über Notiz. Handel mittelmäßig. Markt
geräumt. Außerdem waren zum Versand 24 Ferkel
angeliefert. — 80 Schweine zu 260 Pfund für das
Saargebiet versandt. — 1 Waggon Rinder für Grä-
sung in der Marsch. — Die Firma Peter Maß ver
sandte einen Waggon Lpeisestartosfeln.
Handel und Wandel
Zuchtzentrale für tuberkelsreies Jungvieh
In Toftlund fand eine Versammlung von Ver
tretern der nordschleswigschen Landwirtschaft, der
Viehzucht- und Meiereivereine statt, die sich mit der
Bekämpfung der Rindertuberkulose beschäftigte. Es
wurde in Aussicht genommen, auf dem vom Boden
gesetzausschuß gekauften, 140 Hektar großen Hof
„Sandet" in Arrild eine Zuchtzentrale für tuberkel
sreies Jungvieh zu errichten, die mit der großen
Zuchtanstalt auf dem nordjütischen Wildmoor in
Verbindung stehen solle. Man beauftragte einen
Ausschuß mit weiteren Verhandlungen mit den
Meiereiverbänden.
Neue Oelkucheubezugsscheine in Hamburg
In der vergangenen Berichtswoche kamen in
Schleswig-Holstein neue Oelkuchenbezugsscheine zur
Ausgabe. Oelkuchenmischfutter waren abzusetzen,
wenn diese in günstigen Zusammensetzungen ange
boten wurden. Das Angebot in diesem Milchlei-
stungsmischsutter mit 70 bis 80 vH Oelkuchenbeiga-
ben waren vollkommen ausreichend. Melassemisch
futter wurde demgegenüber kaum beachtet.
Schweinemastfutter unverändert. In Futterhülsen
früchten wurden Kleinigkeiten aus dem Markt ge
nommen. Gerstenfuttermehle wurden in den letzten
Tagen etwas besser beachtet. Am Kleiemarkt fand
die neue Anordnung starke Beachtung. Am Kar-
toMljlockeuMärkt erhielt sich gute Nachfrage.
Am deutschen Buttermarkt
Entwicklung weiterhin zufriedenstellend und nor
mal. Die Außerkraftsetzung der Verordnung vom
2. 11. 1935 am 1. Mai wird keine besonderen llitt-
stclnngen notwendig machen. Es wird nicht schwer
halten, auch dort einen Ausgleich zu schaffen, wo
bisher noch Zuteilungen notwendig waren. — Aus
ländische Märkte stabil, stärkere Nachfrage für dä
nische Butter von England. Wenn auch Versuche,
höhere Forderungen durchzusetzen, scheiterten, so
ist zweifellos doch eine freundlichere Tendenz fest
zustellen. — Die Notierung in Kopenhagen blieb
unverändert, während die staatliche Abgabe erwar
tungsgemäß von 20 Kronen auf 6 Kronen herab
gesetzt wurde.
Berliner Vichmarkt vom 24. April.
Rinücrmarkt mit 1979 Stück flott Die Zuteilung
war so erfolgt, daß nur wenig geringe Tiere übrig
blieben, die nachher noch flott Abnehmer fanden. —
Auf dem Kälbermarkt Qualität nicht befriedigend.
Preisforöerungcn teilweise höher. Gesamthandel
sehr fest. Preise relativ höher als am Dienstag.
Der Handel glatt. Handel am Hammelmarkt recht
ruhig. Qualitäten mittel. Die letzten Preise konn
ten nicht gehalten werden. Bei den Schafen Handel
reger, Preislage fester. Geringe Schafe konnten
etwas mehr erzielen. Auf dem Schweinemarkt er
reichte bei 10 374 Stück Anfuhr die Zuteilungsquote
nicht die Höhe des Dienstagmarktes. Die Käufer
sahen sich genötigt stich nach Markteröffnung schnell
ihren Anteil zu sichern.
Lübecker Vichmarkt vom 23. April
06 Rinder (26 Bullen, 66 Kühe, 14 Färsen). Trotz
dem reichte der Austrieb noch nicht einmal für eine
40prozentige Verteilung aus. Die Durchschnitts
qualität zeigte eine leichte Besserung. Bullen pro
zentual recht gut vertreten, Ochsen fehlten dagegen
ganz. Sämtliche Tiere zugeteilt.
Rendsburger Wochenmarkt
am Sonnabend, dem 25. Avril 1936
(Preise zwischen 9 und 10 Uhr. Ohne Gewähr!)
Rindfleisch Psd 85-130
Schweines!. Pfd. 85—110
Flomen Psd- 95
Ger.hies.Epeck Psd. 110
Kalbfleisch Md. 90-130
Wurst Pfd. 80-150
Legehühner Sick. 250-300
Schlachthübner 200-300
Tauben Sick. 70-80
Kaninchen Eick. 100 —300
Meiereibuii. Pfd. 150—160
Käse Pfd. 70-110
Eier Sick. 8
Honig Pfd 110-120
Kartoffeln Ztr. 350—400
Blumenkohl Eick. 35
Rosenkohl Md. 35-40
Roikohl .. 15—20
Suppenkraui Bd. 10
Sieckrüben 10—35
Roie Seele Pfd. 10
Schwarzwurzeln 25
Rhabarber Bd. 40
Salat Kops 15—20
Radieschen Bd. 10
Beschickung und
Salatgurken St.
Spinat 2 Pfd.
Zwiebeln Pfd.
Schawiien Pfd.
Wurz..rote 2 ..
Sellerie Stück
Aepsel Pfd.
Tomaien Pfd.
Weiniranben Pfd.
Zitronen 3 St.
Apfelsinen St.
Bananen Psd.
Fische:
Aal
Dorsch
Heringe
Butt
Hecht
Makrelen
Barsch
Pfd.
Pfd.
Psd.
Pfd.
Pfd.
Feuerung:
Tors, Fuder,
ca. 8 gtr.
Holz Sack
Handel mäßig
700
100
40—60
45
10
20
15
10-40
15—50
40-50
50
10
3 - 10
35
60—100
30-35
15-20
40
60-65
30
20
Heider Ferkelmarkt vom 25. April .
Auftrieb: 504. Preise: 16—18, 18—20, 20-22,
52—56, 43—51. Handel mittelmäßig. Markt geräumt-
Neuniünsteraner Ferkelmarkt vom 24. April
Auftrieb: 206. Preise: 30—40 Pfd. 64—68 Pfg-, f
bis 30 Pfd. 68—73 Pfg., 20—25 Pfd. 73-77 Ģ
Hauüel gut.