Unterstützung, haben feit langem keine gere
gelte Tätigkeit mehr und müssen häufig ihre
Wohnung wechseln, um den Versuchen ihrer
zahlreichen Gläubiger zu entgehen,
die Zwangsvollstreckung gegen sie zu betreiben
oder sie zum Offenbarungseid zu bringen.
Diese Personen haben überhaupt nicht die Ab
sicht, eine wirkliche Vertretertätigkeit auszu
üben,' ihnen ist es lediglich darum zu tun, den
Provisionsvorschuß zu erlangen oder in den
Besitz von Waren und Mustern zu kommen.
So bringen sie ihrem Auftraggeber sehr bald
Bestellungen, die nicht ernst gemeint sind. Die
Auftraggeber stellen dann fest, daß die An
schriften der angeblichen Besteller nicht stim
men, daß diese vermögenslos sind und von
ihrer Bestellung loszukommen suchen oder die
Bezahlung verweigern.
Freilich hüten sich die betrügerischen Vertreter
im allgemeinen, ihren Auftraggebern ge
fälschte Bestellscheine vorzulegen. Sie lassen
sich auf ihrem Bestellschein vielmehr von ande
ren Berufsbetrügern echte Unterschriften ge
ben. Diese Besteller wollen aber in Wirklich
keit weder den erteilten Jnseratenauftrag be
zahlen, noch die gekaufte wertvolle Ware zu
etwas anderem benutzen als dazu, sie alsbald
zu versetzen. Die betrügerischen Be
steller treten meistens gleichzeitig anderen
Firmen gegenüber als Vertreter auf und
bringen ihnen Bestellungen solcher Vertreter,
denen sie ihrerseits Gefälligkeitsbestellungen
gegeben haben. In der Regel teilen alsdann
Besteller und Vertreter die erzielten Gewinne
an Provisionsvorschüssen und Pfanderlösen
untereinander. Der berufsmäßige Betrüger
ist im allgemeinen seiner Anlage, Herkunft
und Entwicklung nach zu einer ehrlichen Be
rufsarbeit außerstande. Die Tätigkeit als be
trügerischer Vertreter oder Besteller lohnt
daher für ihn nur, wenn er gleichzeitig bei
verschiedenen Firmen in verschiedenen Ein
zelfällen tätig wird,' nur auf diese Weise wird
der geringe Erlös in jedem Einzelfalle derart
vervielfacht, daß der Berufsbetrüger daraus
seinen Lebensunterhalt ziehen kann. Der be
rufsmäßig ausgeübte Vertreterbetrug ist auch
deshalb besonders gefährlich, weil er nur sehr
schwer nachzuweisen ist. Erstattet eine geschä
digte Firma überhaupt Strafanzeige, so ist
der Beschuldigte oft in der Lage, den Vorgang
als ein einmaliges Versehen darzustellen oder
sich damit herauszureden, daß er sich auf seine
von ihm für reell und zahlungsfähig ange
sehenen Besteller verlassen habe. Oft beruft
der Beschuldigte sich auf schlechte wirtschaftliche
Lage, er will aus Not gehandelt haben. Tat
sächlich ist der Beruf eines ehrlichen
Provisionsvertreters besonders schwierig und
bietet meist nur geringe Verdienstmöglichkeit.
Die Einlassung des Beschuldigten erscheint
daher oft glaubhaft.
Den Kaufleuten, die immer wieder Opfer
von Berufsbetrügern werden, zeigt die War
nung, daß sie sich nur durch die gleichen Mittel
schützen können, durch die sie sich auch sonst
in ihrem Betrieb vor Verlusten sichern: durch
Vorsicht, Sorgfalt, Erfahrung und Menschen
kenntnis. Außerdem soll der Kaufmann sich
nicht schämen, gelegentlich seinen Fachgenossen
einzugestehen, daß ihn ein Vertreter betrogen
habe. Vielleicht sind gerade diese Fachgenossen
von demselben Vertreter betrogen worden
oder sollen gerade von ihm betrogen werden.
Es gibt wahrhaftig genug ehrliche Vertreter,
die schwer um ihre Existenz zu ringen haben,
und denen das gemeine Treiben der Berufs
betrüger Ruf, Einkommen und Stellung wei
ter schmälert. Da ist es nur gut, wenn un
ehrliche Vertreter in ihrer Branche so schnell
wie möglich bekannt, angeprangert und aus
gemerzt werden. Dazu kann und muß zu sei
«em <^Pis tpiVr ssWtfiiïftfimmm beiiraaen. de
nem Teil jeder Geschäftsmann beitragen, der
Vertreter beschäftigt. Damit schützt er sich
selbst, seine Fachgenossen, den schwer ringen
den Stand der ehrlichen Berufsvertreter und
darüber hinaus die gesamte Geschäftswelt und
die Volksgemeinschaft.
* Auf eine Ivjährigc Tätigkeit bei der Firma
Friedrich Dittmcr blickte am '26. April der
Kaufmann Robert M e st e r zurück. Anläßlich
dieses Tages wurde er zum Handlungsbevoll
mächtigten der Firma ernannt. Mester ist auch
im Gesangsleben unserer Stadt bekannt,' er
führt den Mänergesangverein Liederkranz von
1874. — Bei der Gelegenheit seien zwei wei
tere Zehnjahrsjubiläen erwähnt. Apotheker I.
Schneider ist, seitdem er vor 10 Jahren nach
Rendsburg kam, in der Garuisonapotheke
tätig. Die kaufmännische Angestellte Elisabeth
Otto ist jetzt 10 Jahre auf der Carlshütte be
schäftigt.
* Die Meisterinnenprüfung im Damenschnei-
derinnengemerbe bestanden vor dem Prüfungs
ausschuß der Handwerkskammer Flensburg
Frl. Elfriede Meins, Rendsburg, Herren
straße 18, und Frl. Magdalena Ernst,
Büdelsdorf, Hollingstraße 28, beide mit „Gut".
* Die 2. Prüfung für das Lehramt an Volks
schulen bestand unter dem Vorsitz des Regie
rungsdirektors Cl. Petersen aus Schleswig
die Schulamtsbewerberin Grete Schroedter
aus Rendsburg an der zweiklassigen Schule in
Heidgraben (Kreis Pinneberg), mit dem Prä
dikat »Gut"«
ScMtmty-HötsUu*
Heels Jlends&ucņ
Hohn, 26. April. Seeadler „Satan" über
Hohn? Gestern vormittag wurden die Bewoh
ner Hohns durch lautes Schreien auf einen
Seeadler aufmerksam, von dem man vermutet,
daß es sich um den bei Sarrasani ausgeknif
fenen Vogel „Satan" handelt. Nach lOminü-
tigem Kreisen verschwand das Tier in nördli
cher Richtung. Es soll bereits am Sonnabend
einml in Hohn gesichtet worden sein.
R. Nortorf, 26. April. In der diesjährigen
Hauptversammlung der Borgdorfer Fischerei
genossenschaft wurde der langjährige Vor
sitzende Heinrich Stange wiedergewählt. In
den Aufsichtsrat wurden berufen die Genossen
schafter Kühl und Doose aus Nortorf und die
Genossenschafter Claus Röschmann, Bracker
und Stäcker aus Borgdorf-Seedvrf. Ans den
Beschlüssen ist hervorzuheben, daß in diesem
Jahre von der sogen. Sommerfischerei Abstand
genommen werden soll. Die Winterfischcrei
wird hingegen durchgeführt werden. Die Vor
arbeiten hierfür wurden dem Vorstand über
lassen. Angelkarten sollen auch in diesem
Sommer ausgegeben werden. Berufsfischer
und sog. Spvrtfischer können allerdings keine
Angelkarte erhalten. Verboten ist das Karpfen-
angeln und das Angeln während der Nacht
zeit, d. h. in der Zeit von 9 Uhr abends bis 4
Uhr morgens. Als neue Genossenschafter
traten Fahrradhändler Barth und Maler
meister Kühl ein. Der vorgelegte Kassenbericht
wurde durch die Genossenschafter Hartwig
Reimers und Friedr. Schönwandt geprüft und
richtig befunden, so daß dem Kassenführer Chr.
Wendell Entlastung erteilt werden konnte.
R. Nortorf, 26. April. Reit- und Fahr
turnier. Für das am Sonntag, dem 17. Mai
d. I., auf dem städtischen Sportplatz stattfin
dende Reit- und Fahrturnier des SA.-Reiter-
sturms 7/15 ist die Turnierleitung eifrig mit
den Vorarbeiten beschäftigt. Die Ausschrei
bungen und Plakate sind bereits fertiggestellt
und kommen in diesen Tagen zur Veröffent
lichung. Nachmittags 12.30 Uhr ist Antreten
sämtlicher Reiter zum Ummarsch durch die
Straßen unserer Stadt und anschließend be
ginnen die Wettkämpfe auf dem Turnierplatz.
Während der Veranstaltungen auf dem Platz
findet Konzert statt. Nach Beendigung der
Wettkämpfe ist abends Deutscher Tanz im
Sturmlokal Chr. Röschmanns Gasthof und im
Holsteinischen Haus. Das diesen Veranstaltun
gen gezeigte große Interesse aller Volksgenos
sen arls Stadt und Land läßt einen noch viel
größeren Umfang des Turniers wie im Vor
jahre vermuten. — Die Militärische Kamerad
schaft von Nortorf veranstaltete am gestrigen
Sonntag ein Preis- und Uebungsschießen auf
allen Ständen des Nortorfer Schießstandes.
Abends liefen im Holsteinischen Haus der
Kyffhäuser-Tonfilm „Im gleichen Schritt und
Tritt" sowie ein Tonfilm der Wehrmacht. Die
Musik spielte Märsche und nach dem Film be
schloß ein flottes Tänzchen den Abend.
Hohes Alter. Der Altenteiler Jürgen Fr.
Thode in Elsdorf hat am 25. April seinen 91.
Geburtstag in voller geistiger Frische und gu
ter Gesundheit gefeiert. Seine Gattin ist nach
59jähriger Ehe vor 4 Jahren gestorben. Im
Jahre 1920 hat er seinen Landbesitz verkauft
und lebt nun auf dem Altenteil, wo er von
dem Besitzer und dessen Gattin betreut wird.
Er ist 45 Jahre fleißiger Leser der „Landes
zeitung" und nimmt noch an allen Tages
ereignissen regen Anteil.
Heels SMeswify
Mehr als 36 000 Schleswiger Theaterbesucher.
cs. Schleswig, 25. April. Das Nordmark-
Landestheater in Schleswig brachte in der
Spielzeit 1985/36 insgesamt 29 (im Vorjahre
26) neue Bühnenwerke heraus. Die Werke ge
langten in Schleswig 83 (78) mal und in den
Gastspielorten der Provinz 110 (92) mal zur
Aufführung. Während der ganzen Spielzeit
fanden in Schleswig 86 (88) Vorstellungen
statt. Die Gesamtzahl der Theaterbesucher be
trug bis zum 1. April d. I. 31 983 (28 319).
In Eckernfördc wurden 13 (13), in Rendsburg
11 (19), in Kappeln 9 (9), in Süderbrarup 9 (7),
in Neustadt i. H. 8 (7), in Garding 7 (4), in
Husum 7 (12), in Eutin 6 (3), in Tönning 6 (8),
in Heide 6 (4), in Heiligenhafen 4 (—), in Mel-
dorf 4 (—), in BadOldesloe 4 (—), in Oldenburg
3 (—), in Bad Segeberg 3 (1), in Tating 3 (—),
in Wesselburen 3 (3), in Bredstedt 2 (2) und in
Brunsbüttelkoog 2 (—) sowie in Brunsbüttel
und Erfde je 1 (—) Vorstellungen gegeben.
Hohes Alter. Am heutigen Sonnabend voll
endet Hans Naeve-Klein-Rheide in außerge
wöhnlicher Rüstigkeit sein 85. Lebensjahr. N.
ist ein Veteran der Arbeit und gönnt sich trotz
seines hohen Alters noch keine Ruhe, (jr.)
Aus
Ein Meier Hochwasser in den Kögen.
Wolde, 26. April. Durch die Regenfälle der
letzten Woche stud im Treenegebiet riesige
Ueberschwemmungen eingetreten. In den
nicht durch Deiche geschützten Kögen steht das
Wasser fast einen Meter hoch. Der ganze in
den letzten Wochen ausgestreute Dünger ist
fortgeschwemmt. Der Wasserstand in der Sor
geniederung ist glücklicherweise durch die be
reits in Wirkung getretene Abdämmung des
Eiderstromes so niedrig, daß die Wassermen
gen der Niederschläge keine nennenswerten
Schäden hervorrufen können.
sa. Wohlde, 25. April. Glück im Unglück!
Der Rentner Hans Huf sen., welcher beim
Neubau des Bauern Krumpeter mit Hand an
legte, kam auf dem Gerüst zu Fall. Huf fiel
durch die Schalung der neuen Gipsdecke. Zum
Glück blieb er mit dem Rock hängen und
wurde so vor einem größeren Unglück bewahrt.
Er kam mit leichten Abschürfungen davon.
Aus Heels Husum
Gertrud Storm gestorben.
Hnsnm, 27. April. Nach längerem Leiden ist
Gertrud Storm, die Tochter des Dichters
Theodor Storm, im Husumer Krankenhaus
im fast vollendeten 71 Lebensjahr gestorben.
Am 4. Mai 1865 wurde Gertrud Storm, die
in ihrem Verwandten- und Bekanntenkreise
allgemein „Tante Dette" genannt wurde, in
Husum geboren. Von allen Kindern blieb sie
die längste Zeit mit ihrem Vater zusammen
und wurde seine eigentliche Vertraute. Unsere
richtige Einstellung auf Storm, nicht nur auf
den Dichter, sondern auch auf den Menschen,
ist ihr Werk. Von den Schriften und den von
ihr herausgegebenen Briefen ihres Vaters
sind zu erwähnen: „Theodor Storm. Ein Bild
seines Lebens", „Briefe in die Heimat",
„Briefe an Braut und Gattin", „Briefe an die
Kinder", „Briefe an seine Freunde".
Aus £ideestedt
Hz. Koldenbüttel, 27. April. Eine Fuchs
familie wurde bei Eröarbeiten in der Nähe
des Süderdeiches gesunden. Während der alte
Fuchs entwischte, konnten die vier Jungen ge
tötet werden. Eigenartigerweise hatte der
Fuchs seine Jungen nicht in einem Bau, son
dern in einem etwas höheren Gestrüpp an
der Grabenkante untergebracht, wo sich denn
auch ein ganzes Lager von Ueberresten von
Hasenfüßen, Hühnerfedern, Entencierschalen
usw. befand. Einem Jungen aus Kvlden-
büttelstraße wurde die Auffindung des Fuchs
nestes noch zum Verhängnis. Er wollte auf
einem Fahrrad möglichst schnell hin, um die
kleinen Füchse noch zu sehen, kam aber unter
wegs in eine tiefe Wagenspur, stürzte mit dem
Rad, und flog kopfüber in den bis an den
Rand mit Wasser gefüllten im letzten Herbst
erst neugekleiten Marschgraben.
he. St. Peter, 25. April. Goldene Konfir
mation. Für die Gemeinden St. P.eter und
Ording findet am 14. Juni d. I. das Fest der
Goldenen Konfirmation statt. Es werden alle
Konfirmanden aus St. Peter und Ording, so
weit sie in den Jahren 1879 bis 1886 dort kon
firmiert sind, zu dieser Feier eingeladen.
Fräulein Maria Wobbe, die bisher die vier
unteren Klassen der Schule in Osterhever
verwaltet, ist nach Röft bei Albersdorf versetzt.
Ihre Stelle übernimmt Fräulein Erna Jo-
hannsen aus Friedrichstadt. (Hs.)
Aus Hocdļuesfand
Bredstedts älteste Einwohnerin 100 Jahre alt.
AU-höedsddeswif
Gedächtnisfeier für die ertrunkenen Sonder-
bnrger Ruderer.
Der deutsche Ruderverein „Germania" irr
Sonderburg hat seinen fünf Mitgliedern, die
vor einem Jahr auf einer Fahrt auf dem
Wenningbund umgekommen sind, einen Ge
denkstein setzen lassen, der in aller Stille ent
hüllt wurde. An dem Gedenkstein ließen so
wohl die deutschen Vereine der Stadt wie auch
der dänische Ruderklub, mit dem die deutschen
Ruderer sportliche Kameradschaft pflegen,
Kränze niederlegen.
sz. Bredstedt. 27. April. Am 6. Mai d. I.
wird die Witwe Margarethe Andresen, geb.
Ewaldt, Bredstedt, Hohle Gasse 4, 100 Jahre
alt. Witwe Andresen verbringt ihren Lebens
abend bei ihrem Sohn, Schuhmachermeister
Thomas Andresen, Bredstedt. Allerdings ist sie
seit einigen Jahren hilfsbedürftig. Ihr Ehe
mann ist vor Jahrzehnten gestorben.
Ihre goldene Hochzeit feierten am gestrigen
Sonntag die Eheleute Christian Nis Asmussen
und Frau Doris geb. Bahnsen in Enge. Die
Eheleute stehen im 78. Lebensjahr und erfreu
en sich bester Gesundheit, (ko.)
Kampf der nordschleswigfchen Bevölkerung
für ihre „Gliedfetzerin".
In Wamdrup, Woyens und Tondern lebten
früher Glieder einer Familie Paulsen, die eine
anscheinend angeborene Gabe besaßen, Kno
chenbrüche sachgemäß zu behandeln. Diese
Kenntnisse und Fähigkeiten hatte auch ein in
KolSnap ansässige Schwester der jüngeren
Paulsen geerbt, und sie kann auf manche Er
folge bei der Behandlung von Gliederbrüchen
verweisen. Die dänischen Behörden haben ihr
diese Tätigkeit jedoch auf Grund des Gesetzes
gegen Kurpfuscherei verboten. Jetzt haben sich
Ausschüsse in Nordschleswig gebildet, welche
die Interessen der weisen Frau und der Be
völkerung gegenüber den Behörden vertreten
wollen. Man hat eine Eingaben an die Re
gierung und den Reichstag verfaßt und für
diese etwa 10 000 Unterschriften gesammelt. Es
wird darin gebeten, der Frau das weitere Be
handeln von Gliederbrüchen zu erlauben. Eine
Abordnung soll die Eingabe in der nächsten
Woche in Kopenhagen überreichen.
Umwandlung des Toudoner Waisenhauses
in ein Altersheim?
Wie durch die Presse bekannt wird, plant
man die Umwandlung des Tonderner Waisen
hauses, das auf eiu 200jühriges Bestehen zu
rückblicken kann, in ein Altersheim oder die
Verwendung der Mietseinnahmen des Hauses
und der Zinsen des Legats, aus dem es unter
halten wird, für diesen Zweck. Die bisher nrt
Waisenhause erzogenen Knaben sollen danach
in Familienpflege gegeben werden.
Jktndsckuft Anseht
Bau einer neue« Anlegebrücke für Segel
jachten.
eg. Glücksburg, 26. April. Der Flensburger
Segel-Club hatte mit eigenen Mitteln den
Bau einer neuen Anlegebrücke für Segel
jachten hinter der Schutzmole des Glücksburger
Segelhafens begonnen. Zur Fertigstellung
der Arbeiten hat jetzt der Innenminister eine
Beihilfe von 9500 MJl bewilligt.
gs. Schaalby, 27. April. Zur letzten Nnhe
gebracht wurde am Freitag der frühere Müh
lenbesitzer Ludwig Paulsen unter zahlreicher
Beteiligung auf dem Kahlebyer Kirchhof. Sein
einziger Sohn fiel im Weltkrieg vor Weihnach
ten 1914. Paulsen erreichte das hohe Alter von
86 Jahren. Er erlag nach achttägigem Kran
kenlager einem Schlaaanfall. Er soll früher
nie einen Arzt gebraucht haben. Sein Gedächt
nis war bis in sein hohes Alter ausgezeichnet,
und er nahm an allen Geschehnissen lebhaften
Anteil.
Aus DiUunueseken
Heringszüge im Kanal.
gb. Brnnsbüttelkoog, 27. April. Die Herings
züge sind in de letzten Tagen zwischen Burg
und Kudensee aufgetaucht. Die Fischer haben
hier ergiebige Fänge gemacht. Außer Heringe
werden auch bereits Aale in denselben Netzen
gefangen. Der Kanalhering ist am Hamburger
Markt sehr begehrt und wird gut bezahlt.
Drei Tiere auf der Weide erfroren.
gb. Brunsbüttelkoog, 27. April. Dem Land-
mann H. Timm-Burgerfeld sind in der Nacht
von Montag auf Dienstag 3 Tiere und zwar
2 Stück Jungvieh und 1 Kuh auf der Weide er
froren.
fp. Heide, 27. April. Wegen Verbrechens
gegen das keimende Leben verhaftet wurde die
Ehefrau R. aus Dellsteöt, die fortgesetzt Ein
griffe bei Frauen vorgenommen hat. Die Er-
Aus IhkenwesUdl, Haftesau-Hademaeseken
und Umfy&tj&ud
us. Wacken, 25. April. Standesamtliche
Nachrichten. Die Ehe wollen miteinander ein
gehen: der Arbeiter Julius Hermann Alt aus
Wacken mit der Haushälterin Elsa Hilda Wie
sel aus Oldisleben (Thüringen), z. Z. Wacken.
Der Arbeiter Johann Hinrich Christian Bran
denburg aus Puls mit der Haustochter Elisa
beth Margarethe Nöhrenberg aus Gribbohm.
Hohenwestedt, 27. April. Gefunden wurde
zwischen Gräuel und Meezen ein Heller
Damenmantel. Die Eigentümerin kann sich
bei der Gendarmerie in Hohenwestedt melden.
Bestandene Prüfung. Der Bäckerlehrling
Hinrich Kühl aus Puls (Lehrherr Bäckermstr-
Hermann Dammann, Wacken) bestand vor der
Prüfungskommission in Hohenwestedt seine
Gesellenprüfung im Bückerhandwerk. (vs.)
Versetzung. Der Schulamtsbewerber Sieg
fried Böttcher aus Dätgen wurde in die erle
digte Lehrerstelle nach Vaalermoor berufe»«