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setzen. — Herr Hall, einer der tüchtigsten und ge
wandtesten höheren Polizeibeamten in London ist in
Begleitung mehrerer Rechtsgelehrter nach Wales abge
gangen, um eine strenge und durchgreifende Untersu
chung der mit den Rebeccatumulten zusammenhängenden
Umstände, und der gestörten Ordnung in jenem Theil
des Königreichs anzustellen. — In Bristol ist vor
einigen Tagen unter großen Feierlichkeiten das pracht
volle neuerbaute Dampfschiff „Great Britain," mit
einer Maschine von 1000 Pferdekraft, glücklich vom
Stapel gelaufen. Prinz Albert, den man zum Tauf-
pathen des Schiffes erbeten hatte, war schon am Abend
vorher zu der Feierlichkeit auf der Eisenbahn eingetrof
fen, kehrte aber nach vollendeter Ceremonie sogleich
wieder zurück. — Noch immer beschäftigen die Spani
schen Angelegenheiten die allgemeine Aufmerksamkeit in
London. Im Ganzen fangen t>te ministeriellen Blätter
an, sich mit dem Fall Esparterffs vertraut zu machen
und erklären, daß jede Parthei in Spanien, wenn sie
nur aufrichtig den Frieden und die Unabhängigkeit des
Landes wünsche, auf die Unterstützung der Englischen
Regierung rechnen dürfe.
muthmaßliche Verlobung des Hessischen Prinzen mit der
Großfürstin Alerandra haben in Kopenhagen wieder
Stoff zu mancherlei politischen Besprechungen gegeben;
zwei Beschlagnahmen des „ Fcedrelandet" sind in dieser
Veranlassung auf einander gefolgt.
Am 28sten Juli starb in Kopenhagen die verwitt-
wcte Gräfin Dannestiold-Sainso in ihrem 67sten Lebens
jahre. Ihre Tochter, Gemahlin Sr. Durchlaucht, des
Prinzen Friedrich von Augustenburg, welche die verehrte
Mutter in ihrer Krankheit noch einen Besuch abstatten
wollte, kam zu spät, um die Verklärte noch zu sehen.
abzureisen, um Sr. Majestät dem Könige die Aiigelcgen-
heiren des Vereins (?) vorzutragen. Auch beabsichtigen
die Bauern bei Hadersleben eine Petition an Se. Maj
vorzubereiten wegen Abschaffung der Zehnten und wegen
Einführung von Vergleichs-Commissionen.
Rußland.
Einer höchsten Verordnung gemäß sollen künftig
von Seiten des Staats den nachbleibenden Wittwen
und Kindern der, in deit Schlachten gegen den Feind
getödteten, an im Dienste des Vaterlandes erhaltenen
Wunden, Gestorbenen, oder auf dem Meere umgekom
menen Väter und Gatten, die vollen Leibrenten verlie
hen werden, die jene nach dem Friedens - Etat bezogen,
ohne Rücksicht auf die Zahl ihrer Dienstjahre. —
Unterm 12. Juli wird aus dem Innern Rußlands be
richtet, daß in allen Gouvernements des mittlern Rei
ches, namentlich in den Gouvernements von Moskau,
Wladimir und Nischnei-Nowgorod das Korn trefflich
gedeihe; die Witterung ist milde und von häufigen Re
genschauern begleitet. Die Kornpreise fallen.
Professor Schouw hat, unter dem Titel „Stimmen
aus Dänemark über die Schleswigschen Verhältnisse"
eine Sammlung Uebersetzungen von Artikeln aus der
von ihm redigirten „Daust Ugeflrift" herausgegeben,
wie es heißt, um einen vollständigen Austausch der
verschiedenen Ansichten über die nationalen und staats
rechtlichen Verhältnisse, über die Sprachverhältnisse in
Schleswig, so wie über die Gründe, woraus die An
sichten sich stützen, zu befördern, endlich auch in der Er
wartung, daß die Herausgäbe, dieser Arbeiten in Deut
scher Sprache dazu dienen werde, einer einseitigen Auf
fassung der oben genannten Verhältnisse im Auslande
entgegenzuwirken.
Die Kopeiihagener Bank hatte im letzten Bankjahr,
vom Isten August 1842 bis zum Listen Juli 1843
einen Ueberschuß von 603,00« Rbthlr.
Die Russische Großfürstin Alerandra soll ihrem
künftigen Gemahl eine jährliche Appanage von 200,000
Silberrubel zubringen.
In Berlin hat sich ein Verein von Dänen gebildet,
und, da ihm die Mittel zur Anschaffung von vater
ländischen Büchern und Blättern fehlen, sich nach Ko
penhagen wegen einer Unterstütznng zu diesem Zwecke
gewandt.
Das Eckernf. Wochenbl. enthält eine Anzeige der
Herren H. Hansen, B. C. Grage, und Kordes in Betreff
der Vorfrage der Husumer Deputation bei dem Cabi-
netssecretair Sr. Maj., Herrn v. Tillisch; dieser gemäß
soll der Herr Kamnlerherr geantwortet haben, seine
Unterredung mit der Flensburger Deputation könne
nicht ändern, was von Sr. Maj. unmittelbar ausge
sprochen sey. Die Deputation fordert die Einwohner und
Bürger Eckernförde's auf, sich im Hausedesanitunterzeichne-
ten Gastwirths Kordes zu versammeln, wo ihnen das Wei
tere und Nähere mitgetheilt und zugleich auch daö er
wähnte Schreiben aus Flensburg vorgelesen werden
solle.
Aus einem Bericht des „Plön.Donnerst. Bl." kön
nen wir die Mittheilung machen, daß II. MM. der
König und die Königin in den ersten Septembertagen
daselbst erwartet werden um 3 Tage daselbst zu ver
weilen.
Dänemark und die Herzo^thümer.
Dänemark.
Das von der dänischen Kanzclei erlassene Verbot
der Stiftung des Skandinavischen Vereins und die
Schleswigholstein.
„Dannevirke" zufolge beabsichtigte am 3ten August
eine von dem Schleswigschen Verein gewählte Deputa
tion, bestehend aus dem Vormann desselben, Hans
Nielsen aus Hammelev und deren Secretair, Lauritz P.
Ska>l aus Sommersted, von Hadersleben nach Föhr
Schon oft sah man in der Elbe kleine Inseln auf
tauchen, die oft wieder durch die Strömung weggespült
wurden, oft aber auch Festigkeit und Ausdehnung er
hielten, ja zuweilen mit dem Festlande sich vereinigten
und so selbst das Ufer der Elbe wurden; eine solche
Insel hat sich vor einiger Zeit Nienstedten gegenüber
gebildet, die jedoch bei hohem Wasser noch nicht sicht
bar ist. Vor einiger Zeit wollte man daselbst während
der Ebbezeit Gras mähen und fand bei dieser Gelegen
heit dort ein Brett befestigt mit der Aufschrift „Ham-
burgisches Gebiet." Der Kapitain-Lieutenant Kreuchest
Cheff des dort stationirenden dänischen Wachtschiffes
„die Elbe" ließ, als ihm dies gemeldet wurde, ein
Boot bemannen und unter dem Commando eines Lieu
tenants nach der Jinsel abgehen, und das Brett dort
wegnehmen, um dasselbe au das Departement der aus
wärtigen Angelegenheiten einzusenden. In dieser Ver
anlassung hat Herr Cpt. Ltn. Krenchell später einem
Hamburger Boot befohlen, seinen ausgezackten Wim
pel einzuziehen.
Ockt'entlirhe Interessen der Her^ogthümer.
Administrative Crlaffe (Postwesen.)
Se. Maj. der König haben auf alleruntcrthänigste Vor
stellung der Generalpostdirection mittelst allerhöchster Re
solution vom 9ten v. M. u. a. Folgendes allergnädigst zu
bestimmen geruht:
§ 1. Ans den Hauxtrvuten in den Herzogthumcr» sollen
sogenannte Wagenpässe eingeführt werden dergestalt, daß
ein Reisender für Beförderung mit Extrapost durch mehrere
Stationen die Bezahlung am Abgangsorte erlegen kann,
und baß die Skalionschels ans den Awischenstaiionen nach
Vorzeigung des in dieser Veranlassung ausgestellten Wege
passes pflichtig sind, sofort und zwar die,enige Beförderung,
auf welche der Paß lautet, soweit möglich zu verschaffen,
und später die Bezahlung für selbige von dem Aussteller
des Paffes entgegen zu nehmen.
§ 2. Für die Ausstellung eines solchen Wagenpaffes
wird vom Reisenden 32 Rbß. oder 10 ß Courant erlegt,
oder, sofern die Beförderung durch einen Laufzettel vor-
ausbesteUt wird, 48 Rbß. oder 15 ß Cour.
Welches zur Nachricht und Nachlebung Allen, die es
angeht, hiedurch bekannt gemacht wird.
.Generalpostdirection, den 8ten Juli 1813.
§ 67 der Wegevervrdnung vom 1. März vorigen Jahres
festgesetzte Beitrag zu leisten ist, in Bau genommen:
1) Im Herzvgthum Schleswig die.Hauptlandstraße von
Flensburg über Wanderup nach Husum, in einer Aus
dehnung von 9090 Ruthen oder circa 51 Meilen.
2) Im Herzvgthum Holstein die Hauptlandstraße von
Neustadt über Ahrensboeck nach Segeberg mit Seiten
armen in die Chauffeclinie von Eutin »ach Lübeck, in
einer Lange von 9703 Ruthen oder circa 5,°si Meilen.
Auf privatem Wege ist durch die vereinte» Bestrebungen
der betheiligten Commune» die Wegestrecke von Rendsburg
bis Jevenstedt behufs der Chaussirung in Angriff genom
men und so weit fortgeführt worden, daß die Crdarbeite»
im Laufe dieses Monats vollendet und mit dem kommenden
Frühjahre die Strecke dem Verkehr eröffnet werden kann.
Auch steht zu erwarten, daß im kommenden Jahre die
Route von Rendsburg auf Flensburg in Bau genommen
wird, und sieht man nähern Bestimmungen über die Wege
strecke von Jevenstedt auf Neumünster entgegen, um diese
wichtigste in die Eisenbahn mündende Quer
chaussee zu gleicher Zeit mit dem seiner Vollendung
entgegenschreitenden Schienenwege eröffnen zu können.
zu legende Plan, rücksichtlich des dabei versirenden Hobe»
Interesses der Landschaft, vor desfälliger definitiver Be-
schlußnahme mitgetheilt und darüber sich zu äußern vor
behalten werden möge.
ş-
Oekottvniie.
—
Aus dem östlichen Jütland laute» die Ernteberichte nicht
so günstig wie man es hätte erwarten sollen; der Roggc»
verspricht unter den Kornarten die beste, doch keine außer
ordentliche Ernte zu geben; auch das Stroh soll nicht laiff
seyn; die Gerste, die im vorigen Jahr die haupleinnahnff
der dortigen Landlcute ausmachte, soll dieses Jahr keine»
sehr ergiebigen Ertrag geben und an manchen Orten ver
unglückt seyn; der Flachs fällt etwas besser als im vorige»
Jahr aus, und Kartoffeln an Quantität und Qualität lists'
telmaßig ; Rapsaat hingegen gut, doch fürchtet man niedrig
Preise. Man schreibr diesen Ausfall der Ernte nicht ff
sehr der große» Trockenheit im Frühjahr, als der Dürff
am Ende des Juni und in der ersten Hälfte des Juli M
und verspürt das heiße, trockne Frühjahr mehr an der hr»'
und Kleeernte.
Rechtspflege.
Coinniünewefen
In Betreff der Denunciation des Amtmanns, Kammer-
herrn v. Scheel, gegen den Laildi'nspeckor Herrn irn-de-
mann, ist auf ein allerhöchstes Rescript vom Obergericht
eine Commission, bestehend aus dem Kammeiherrn, Grafen
v. Moltke und dem Etats - und Obergerichtsrath E.
E. Schmidt, ernannt worden, welche über die Vorfalle
beim haddcbyer Volksfeste Untersuchungen einzuleiten hat,
von deren Resultai ein weiteres Verfahren gegen de» be
kannten Abgeordneten Der Schleswigschen Ständeversamm
lung abhangen wird.
(Neueste Rachrichļ.) Dem Vernehmen nach sollen am 9ten
d. M. zunächst der Ziegeleibesitzer Tams zu haddebye, der
Vauervogt Reimer in Bustorff und einige Beamte in dem
politischen Tenbenzproceffe wider de» Herrn Landinspec-
ror Tiedcmann vernommen werden. Wahrscheinlich sollen
die genannten Herren die dreihundert Gäste namhaft ma
chen, die bei dem Feilmaht m haddebye zugegen waren.
—
Wegeweşen.
In Gemäßheit der von Sr. König!. Majestät allerhöchst
getroffenen Bestimmungen über die »> dsi. jaton ma
und 1843 in den herzvglhumern S ck l es w 6, u n dH ° st ein
für Rechnung der Finanzkaffe vorzunehmenden Chaussee,
bauten, sind in den beiden genannten Iahten folgende
Kunststraßen, für welche von den hcrzogthumerii der tut
Auf der am 20. Juli d. I. abgehaltenen Nordcrdith-
marsischen Landesversammlung ward »ach Statt gefundener
Verlesung eines auf die Trennung der Justiz von der
Administration hezügiichen, durch die Schlesw. holst.
Lauenb. Kanzlei und Sckleew. holst. Regierung veranlaß
ten landvvgtelllchen Schreibens und demnächstiger freier
Discussion die Frage zur Abstimmung gesteUr:
ob die Landschaft zur Uebernahme der nach der aufgestell
ten Berechnung »och fehlenden Summe von 1000
Cour. jährlich zur Bestreitung der mit der projectirten
Trennung verbundenen Kosten sich verstehen wolle? oder
nicht? .. _. .
Für die Bejahung dieser Frage stimmten die Kirch
spiele: Weffelburen, Lunden, Neuenkirchen, Busum, Nor
derwöhrden, hemme, Tellingstedt, Heide, Weddingstedt.
Dagegen die Kirchspiele hennstcdt und Delve.
Nach dem Resultate dieser Abstimmung ging daher daS
Conclufum dahin,
daß die Landschaft zur Uebernahme der nach der aufge
stellten Berechnung noch fehlenden Summe von 1000 ş
Cour. jährlich, zur Bestreitung der mit der projectirten
Trennung verbundenen Koste» sich verstehen wolle.
Nachdem das landschaftliche Vvrstehercollegium von die
sem Conclusv in Kenntniß gesetzt worden war, wurde ein
stimmig beliebt! »
diesen so eben gefaßten Beschluß mit einer Vorstellung
des Inhalts zu begleiten, daß der Landschaft der der
Trennung der Justiz von der Administration zum Grunde
Tagespresse.
Flensburger Zeitung. No. 61, 62.
Noch immer ist die „Prägravationsfrage" anderTagA
ordnung. Die herzvgtliümer werven indirekte derDuişş
heit bczüchtigt, warum? weil sie die ReicbsbankrechnU»?
nicht saffen können, „an welche das dänische Volk sich W
sehr bald gewöhnte." Die AoUüberschüffe werden für Dä
nemark in Beschlag genommen, und in No. 62 die Sprş
fache dahin ausgebeutet, anmerkungsweise die Nothwendig
feit darzutbun, daß die Ständevers. künftig in Flenebuw
abgehalten werden möge, wobei die Zuversicht ausgesprochen
wird, daß die Regierung die hierfür laut gewordene»
Wünsche nicht »nberücksichiigt lassen werde. Man
überhaupt die Flensburger Zeitung selber lesen, wenn >»»!,
sich von der schnöden Art und Weise einen Begriff mache»
will, in welcher dies Blatt die herzogtbümer jeglicher Ş>»
kühr von «eiten Dänemarks Preis gegeben sehen şşä
Die No. 61 ergießt ihre Schmähungen auch über die }ŗ
März d. j, erschienenen „Proben Schieswigholsteļnşş
Preßfreiheit". Wir müssen uns darüber wundern, daß d>
FI. Ztg. Ihrer Galle nichr schon früher Lust gemacht!
m Sn No. 63 tritt Herr Agent H. F. Jenson mit eine»
Wort „Ueber die Filialbank und das Wechselrecht, an ff'»,
Mitbürger" aus. Derselbe sagt zu diesen: „daß er wenig
fur den Kaufmannsstand als für die übrigen schreibe, »
sie zu bewahren, baß sie nicht durch verkehrte Darstellung'
gegen d
allerlei
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‘"unten,
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