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129. Jahrgang.
129. Jahrgang.
Renösburger DrgebloL
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Aensîaģ, den 28. April
Frohes Fanal neuer Feit
Vom Sin« des nationalen Feiertages am 1. Mai
durch einen revolutionären Akt der NSDAP,
sang- und klanglos abtreten mußten? Dr. Ro
bert Ley versprach als Beauftragter der Be
wegung, daß die Rechte der Arbeiter unge
schmälert erhalten bleiben sollten, daß aber die
Gewißheit geschaffen werden müßte, daß der
deutsche Mensch nicht ein zweites Mal von den
marxistischen Verführern ins Unglück gestoßen
werde. So konnte Dr. Ley sprechen, nachdem der
glanzvolle Verlauf des 1. Mai 1933 gezeigt
hatte, daß das deutsche Volk für die neue Zeit
gewonnen war.
„Ehret die Arbeit, achtet den Arbeiter", so
rief Adolf Hitler damals in das deutsche Volk.
Es hat seinen Ruf verstanden. Ein neuer Ar
beitsbegriff setzte sich durch. Alte Vorurteile
wichen. Gemeinsame Sorge wird von allen
Volksgenossen gemeinsam getragen, gemein
same Ziele werden mit einmütiger Begeiste
rung angestrebt. Nicht nur die Ehre des ein
zelnen oder seines Standes, mehr noch die
Ehre und Freiheit der Nation steht im Mittel
punkt des Empfindens. Die Wiederschaffung
der Wehrfreiheit ist die Großtat des Führers,
die Wehrmacht selbst ist Schutz und Schild, die
Pflanzschule und der Stolz der Nation.
unter Ministerpräsident Goring
Berlin, 27. April. Amtlich wird mitgeteilt:
Da bei der Bearbeitung der die Rohstoffe und
Devisen betreffenden Fragen zahlreiche staat
liche und parteiliche Stellen zusammenwirke»
müssen, hat der Führer und Reichskanzler
den preußischen Ministerpräsidenten mit der
Prüfung und Anordnung aller erforderliche»
Maßnahmen beauftragt. Ministerpräsident Ge
neraloberst Göring kann hierzu alle staatlichen
und parteilichen Stellen anhören und anwei
sen. Er kann sich von de» zuständigen Reichs
ministern unterstützen und nötigenfalls ver
treten lassen.
Die Reichstagswahl vom 3. März 1933 ergab
die Bestätigung der nationalsozialistischen Re
volution durch das deutsche Volk. Nun war die
Bahn frei für die restlose Niederwerfung des
Kommunismus und für die Ueberwindung je
der Zersplitterung im Volks- und Wirtschafts
leben. Immer enger sollten Staatsführung
und Volk zu einer einzigen Gemeinschaft wer
den, zwischen die kein feindlicher oder miß
günstiger Geist Zwietracht oder Mißtrauen
streuen konnte. Dieses große Ziel konnte nur
erreicht werden, wenn es gelang, die Herzen
aller Volksgenossen für das neue Wollen zu
gewinnen. Der Nationalsozialismus machte
als erste große Bewegung Ernst mit dem Be
streben, daß jede Trennung des Volkes in
Klassen oder Interessengruppen aufzuhören
habe. Von nun an sollte es nur das Volk als
Ganzes sein, dessen Lebensfragen der Führung
des Staates anvertraut waren. Als deutscher
Arbeiter habe zu gelten jeder Deutsche, in der
Werkstatt und im Kontor, auf dem Acker und
in der Hochschule, in der Behörde wie auf der
Baustelle.
Diesem Volk der Arbeit schenkte der Führer
Adolf Hitler den 1. Mai als nationalen Feier
tag des deutschen Volkes.
Es war ein großer und kühner Gedanke. Der
I. Maientag, in grauen Vorzeiten ein Früh
lingsfest unserer Ahnen, war seit Jahrzehnten
von der marxistischen Internationale für den
Klassenkampf und die Demonstration der
Staatsfeindschaft in Anspruch genommen. Und
nun erhob ihn das nationalsozialistische
Deutschland zum nationalen Feiertag, zur Be
kundung der Volksgemeinschaft! Nun sanken
die roten Klassenkampfbanner in den Staub,
an ihrer Stelle stiegen siegreich die Zeichen des
neuen Deutschlands empor. Nun schwiegen die
Kampflieder der Internationale, derweil die
nationalen Hochgesänge und die alten Militär-
märsche das Volk begeisterten.
Adolf Hitler, der Mann des Volkes und der
Arbeit, zog an jenem 1. Mai 1933 feste Gren
zen und zeigte klare Ziele. Er machte keine
uferlosen Versprechungen, sondern ging an
die realen Tatsachen heran, er zeigte die
Schwierigkeiten, um sie zu meistern. Nur we
nige Programmpunkte stellte er auf, aber mit
der festen Zusage, sie unablässig zu verfolgen.
Das eine war der Gedanke des allgemeinen
Arbeitsdienstes, das andere das große Stra
ßenbauprogramm. Unser Volk weiß, mit wel
cher Energie und welchem Erfolge sich der na
tionalsozialistische Staat für diese Werke ein
gesetzt hat.
Damals standen wir am Beginn des Kamp
fes gegen die Arbeitslosigkeit. Mancher Zwei
fel mochte vorhanden sein, ob er nicht in An
fangserfolgen — wie so manchmal unter an
deren Regierungen — stecken bleiben würde.
Damals war mancher Unternehmer kein Ar
beitgeber^ mehr, weil er keine Arbeit zu ver
geben hatte, mancher Arbeitsmann kein Ar
beitnehmer, weil er vom Wohlfahrtsamt über
Wasser gehalten werden mußte. In den Ar
beitsschlachten ist diesem Zustand ein Ende
gemacht worden. Jahr um Jahr sind die Ar
beitslosenziffern gesunken, früher als sonst ist
in diesem Frühjahr der Konjunkturrückgang
des Winters überwunden worden. Und die
ser Kampf geht weiter. Durch die wcitgreifende
Klammer der Volksgemeinschaft wurde der
Arbeiter fortan mit allen schaffenden Deut
schen in der Deutschen Arbeitsfront verbunden.
Dieses Gefühl gleichen Rechtes hat das gren
zenlose Vertrauen geschaffen, das gerade in
den Herzen der Arbeiterschaft zum neuen
Staate vorhanden ist. Welcher ungeheure Ge
winn liegt für das Reich und seine Zukunft in
dieser Tatsache!
Die alten Mächte, die 1933 in die politische
Vergessenheit sanken, hatten längst ausgespielt,
sie wußten es nur noch nicht. Wie wäre es
sonst möglich gewesen, daß die einst allmäch
tigen roten Gewerkschaften am 2. Mai 1933 —
am Tage nach der Rede des Führers bei der
ersten Maifeier des neuen Deutschlands w
Ae MtļşMmîem gegen den
ZolschemMus.
DNB. Berlin, 27. 4. Der Anti-Komintern,
der Gesamtverband deutscher antikommunisti
scher Vereinigungen, veranstaltete anläßlich
der Herausgabe des dokumentarischen inter
nationalen Gemeinschaftswerkes über die
Wühlarbeit und die Umsturzversuche der
Komintern in allen Ländern „Der Weltbolsche
wismus" einen Presseempfang im Haus der
Deutschen Presse vor in- und ausländischen
Journalisten und prominenten Vertretern des
politischen und geistigen Lebens. Dr. Adolf
Ehrt, der Leiter der Anti-Komintern, kenn
zeichnete die Arbeit des gemeinsamen Welt
feindes. Als Vertreter der ausländischen Mit
arbeiter sprach der Schwede Nils von Bahr.
der eine internationale antibolschewistische
Gemeinschaftsarbeit forderte.
Zalöwin zur MMlssMM.
Die vor längerer Zeit durch Lloyd George
vertretene Ansicht, Deutschland bei einer Neu
verteilung der Rohstoffvorräte der Erde zu
berücksichtigen, hat in amtlichen englischen
Kreisen keine Zustimmung gefunden. Auf
Anfrage im englischen Unterhaus erklärte
Ministerpräsident Baldwin, daß es weder in
der Völkerbundssatzung noch in den Friedens-
verträgen eine Bestimmung über die Uebcr-
tragung von Mandaten von einer Macht auf
die andere gäbe.
Bevor irgendeine derartige Ucbertragung
verwirklicht werden könnte, würde es not
wendig sein, auf jeden Fall die Zustimmung
der gegenwärtigen Mandatsmacht und der
Macht, an die das Gebiet übertragen werden
soll, und auch die einmütige Zustimmung des
Völkerbundsrates einzuholen.
Was die von der britischen Regierung ver.
folgte Politik angeht, so möchte ich auf das
bestimmteste versichern, daß wir die Ueber-
tragnng irgendwelcher Mandatsgebiete a»
irgendeine andere Macht nicht erwogen habe»
und nicht erwägen.
Dis Deutung der französischen Wahl
Die heutige Pariser Morgenpresse ist bei der l ihres Geldes. Aus Proteste sei stets geantwor-
Besprechung des Wahlergebnisses wesentlich j tet worden, man übertreibe oder man täusche
ruhiger geworden. Man erkennt, daß die Er- sich, der russische Botschafter sei die Klugheit,
folge der Kommunisten im wesentlichen auf Loyalität und Korrektheit selber.
Verschiebungen innerhalb der Linksparteien Räuberromantik bei den Wahlen in Korsika,
beruhen. Die „Krise", die seit 1930 in Frank- Wie das „Echo de Paris" meldet, soll die
reich in aller Munde ist, macht bei der gesun- Wahl des Vorsitzenden des Pariser Stadt-
den, landwirtschaftlichen Struktur Verhältnis- rates, Chiappe, der sich in Korsika zum Abge-
müßig langsame Fortschritte.
Industriearbeiter wählt zwar
Der Pariser
„soweit links
wie möglich" aus alter Tradition, aber ohne
die einzelnen Programmpunkte der Partei zu
kennen. Auf längere Sicht gesehen liegt hier
eine ernste Gefahr, die durch die Bindung an
Sowjet-Rußland wesentlich verschärft wurde.
Das Echo de Paris erklärt, daß das An
wachsen der Anhänger der Dritten Inter
nationale im Departement Seine und Seine
et Oise, d. h. in der Hauptstadt und ihrem
roten Gürtel, wohl alle Voraussagen über
treffe, daß die Provinz sich aber im großen
und ganzen bisher anßerorbentlich gut gehal
ten habe.
Der Jour ist der Ansicht, daß die Verände
rung dnrch die Wahlen sich weniger auf die
Platzverteilung innerhalb der Kammer als
innerhalb der Volksfront selbst beziehe.
Der Matin will die Lehre aus dem ersten
Wahlgang ziehen und sagt, die Unzufrieden
heit, die im vergangenen Jahre zusammen mit
Arbeitslosigkeit und Wirtschaftskrise auf dem
gesamten Volk gelastet habe, sei am vergan
genen Sonntag deutlich zum Ausdruck gekom
men. Noch nie sei eine derartig geringe Zahl
von Abgeordneten im ersten Wahlgang ge
wühlt worden.
Die rechtsgerichteten Zeitungen beschäftigen
sich mehr oder weniger eingehend mit den Ur
sachen des Anwachsens der kommunistischen
Stimmen in Frankreich.
In der „Journö industrielle" schreibt der
Herausgeber, die Krise habe die Unzufriede
nen für die extremen Parteien stimmen lassen,
zumal für die Kommunisten, die nur noch von
Vaterland,won Einigung, Versöhnung, Frei
heit und Wohlfahrt sprechen und die Marseil
laise auf ihr Wahlplakat setzten. Die Opfer die
ser Taktik seien vor allem die sozialistischen
und radikalsozialistischen Nachbarn der kom
munistischen Partei.
Der Leitartikler der Action Francaise,
Maurras, befaßt sich mit der Herkunft der
Geldmittel für die ungeheuer große Propa
gandaflut der Kommunisten. Seit langem
schon meldeten die politischen Beobachter das
Spiel der sowjetrussischen Botschaft und ihre
fortwährende Einmischung in innerfranzösische
Angelegenheiten mit Hilfe ihrer Agenten und
So hatzļ Zesļermch.
DNB. München, 28. April. (Eig. Funkmeld.)
Josef Stolzing-Cherny, der bekannte, seit 1928
in München lebende Schriftleiter und Schrift
steller, ist vom österreichischen Bundeskanzler-
amt seiner österreichischen Staatsbürgerschaft
für verlustig erklärt und damit ausgebürgert
worden. Es wurde ihm gleichzeitig angedroht,
daß er beim Ueberschreiten der österreichischen
Grenze sofort verhaftet werden würde. Als
Grund wurde seine Zugehörigkeit zur NSDAP,
angegeben. Dabei hat er sich während seiner
langjährigen Mitarbeit beim „Völkischen Be
obachter" niemals außenpolitisch betätigt.
Priuzregent Paul von Jugoslawien feiert
heute seinen 43. Geburtstag. Er hat sich nach
der Ermordung König Alexanders der ihm
übertragenen Regentschaftsaufgabe voll ge
wachsen gezeigt.
Der Bolschewismus und die Logen