Liüiiett»,che ģrmgtnátfet üver Addis Abeba Melden:
Negns und 1. Armee tot
Addis Abeba, 27. April. Die am Montagvor
mittag durch das italienische Bombengeschwa
der über Addis Abeba abgeworfenen Flugblät
ter enthalten einen Aufruf der Obersten ita
lienischen Heeresleitung an die abessinische
Bevölkerung, der von Marschall Vadoglio ge
zeichnet ist. In diesem Aufruf heißt es u. a.:
„Mit Hilse Gottes werde ich in Addis Abeba
eintreffen. Der Kaiser und die Soldaten seiner
1. Armee sind tot. Auch die von ihm an die
Front geführten Ersatzarmeen sind vernichtet.
Die Städte Gondar, Socota und Dessie sind
von uns eingenommen. Wir sind Herren von
Lgaden und werden in einigen Tagen in Har-
rar stehen."
Tann heißt es in den Flugblättern weiter:
„Ich will nicht, daß das christliche abessinische
Volk vernichtet wird. Wir bringen Frieden
und Zivilisation." An die Mahnung, kein Blut
untereinander zu vergießen, schließt sich die
Aufforderung an die abessinischen Krieger, den
Kampf einzustellen und in die Heimat zurück
zukehren. Zum Schluß heißt es in dem Auf
ruf: „Zerstört keine Straßen und setzt meiner
Armee keinen Widerstand entgegen. Wir wol
len weder euer Leben noch euer Eigentum.
Wenn ihr aber meier Armee Widerstand
leisten und die Straßen zerstören solltet, wird
die italienische Heeresmacht erbarmungslos
über euch herfallen. Die Flugzeuge werden ein
Blutbad unter euch anrichten und alles ver
nichten."
Ģ
Addis Abeba meldet Stocken des italienischen
Vormarsches.
DNB. Addis Abeba, 27. April. (Vom Kriegs
berichterstatter des DNB.) In abessinischen
Kreisen erklärt man zur gegenwärtigen
Kampflage folgendes:
Nachdem die erste italienische Offensive vom
14. bis 17. April an der Südfront verlustreich
zusammengebrochen war, haben die italieni
schen Truppen am 24. April zu einer neuen
großen Offensive in Richtung Sassabaneh ein
gesetzt. Der Angriff wird von allen Truppen
gattungen, die verfügbar sind, durchgeführt.
Trotz des großen Einsatzes gelang es den Ita
lienern während der schon drei Tage andau
ernden Schlacht nicht, Sassabaneh und die Stel
lungen südlich davon zu erreichen. Am 25.
April wurden, wie weiter aus Addis Abeba
berichtet wird, von den Truppen südlich von
Sassabaneh vier italienische Bombenflicger ab
geschossen und zwei Tanks durch Abwehrge
schütze zerstört. Am 26. April wurde die Stadt
Goba von italienischen Flugzeugen mit zahl
reichen Brand- und Explosivbomben belegt.
Die Tochter des Negns hat im Namen des
abessinischen Frauenbundes, dessen Vorsitzende
sie ist, einen telegraphischen Notruf an den
früheren Ministerpräsidenten Herriot gesandt.
Darin wird Herriot gebeten, sein Ansehen da
für einzusetzen, daß der Anwendung von Gas
im Kriege gegen Abessinien ein Ende gesetzt
werde.
Auf den Augen WŞ BWZ.
Das Schicksal des restlichen Abessinien wie
das Schicksal des Negus und des Thronfolgers
stehen zur Zeit einzig und allein noch auf den
Augen des ehemals türkischen Generals Wehib
Unter dieser Ueberschrift veröffentlicht die
„DAZ." nachstehende Uebersetzung aus
dem hochinteressanten Bericht eines Be
richterstatters des Pariser „Matin", der
auf Grund besonderer Erlaubnis ein
Hauptwerk der französischen Festungs
Angriffsfront besichtigen durfte.
„Plötzlich macht der neue Weg, auf dem ich
mich befinde, eine scharfe Biegung, krümmt sich
und taucht tief in den Grund des engen Ein
schnittes. Drei Meter Veto« unter 84 Meter
Erde: das ist das Werk! Sogleich befand ich
mich unter diesem Hügel. Nah und fern ist
alles geebnet und unter der Tarnung von
Efeu verschleiert, aber dort ist ein Panzerturm
und da auch eine enge Schießscharte, in deren
Schatten sich die Zwillingssilhouette zweier
Maschinengewehre deutlich macht. Und das
ganze Gelände vor mir, so weit mein Blick
reicht, ist die Domäne des Todes.
Da bin ich vor einer eisernen Tür, die eben
falls von zwei furchtbaren Schießscharten flan
kiert ist. Der Kommandant an meiner Seite
hindert nicht, daß der Wachtposten sein Bajo
nett vor mir kreuzt. Der Ausweis wird respek
tiert: ich gehe weiter. Aus hunderte und aber-
hunderte Meter senkt sich dicht dabei ein wei
ter und hoher, gut erleuchteter Tunnel. Ein
enger Weg, wo kleine elektrisch betriebene Wa
gen hin- und herlaufen und die Entfernung
in diesem wahrhaftigen Maulwurfshügel ver
kürzen.
Aber schon ergreift mich ein schmerzlicher
Eindruck. Die Luft ist ohne Zweifel rein, und
keine Beklemmung hemmt meinen Schritt.
Aber es scheint, daß die unbekleideten Teile
meines Körpers plötzlich mit einem feuchten
gefrorenen Ueberzug versehen sind. Es ist kalt,
cs verbreitet sich eine Feuchtigkeit in diesen
fast unbewohnten Kellern, die unterhalb des
meterstarken Betons die Erde nicht zu trocknen
Pascha, der als einziger unter den abessinischen
Heerführern sich dem italienischen Gegner ge
wachsen zeigte, soweit die unzureichenden mili
tärischen Mittel ihm das gestatteten. Er ist der
Generalstabschef der einzigen noch geschlossen
kämpfenden abessinischen Armee unter dem
Ras Nasibu. Die Armee ist seit vier Tagen in
die blutigsten Kämpfe des ganzen bisherigen
Krieges verwickelt und hat den italienischen
Vormarsch von Süden her durch den ausge
zeichneten Ausbau der stark zerklüfteten Ver
teidigungsstellung unter direkter Leitung We
hib Paschas immer wieder aufzuhalten ver
mocht. Gleichwohl ist das Schicksal von Sassa-
banah angesichts der allzu großen Ungleichheit
der Kampfmittel ebenso entschieden wie das
der Hauptstadt Addis Abeba, auf die außer den
vorangeschickten italienischen Eingeborenen-
Truppen auch eine Kolonne von 3000 schwer
bewaffneten Lastwagen losstürmen. Auch die
Sprengungen der Abessinier auf der sogenann
ten Kaiser-Straße nach Addis Abeba haben die
Italiener nicht hemmen können, die sofort ihre
bewährten Straßenbaukolonnen unmittelbar
hinter den vordersten Truppen einsetzten. Die
Gerüchte über Verhandlungsabsichten des
Kronprinzen, des Kommandanten der Haupt
stadt, gegenüber Marschall Badoglio haben sich
bisher nicht bewahrheitet.
%mm Rückkehr ms Kabinett.
Die Gerüchte darüber, daß Sir Samuel
Hoare eine Ernennung zum englischen Ma
rineminister angenommen hat, dürften bereits
in dem zeitlich nahen Augenblick wahr wer
den, wo Lord Monsell sich aus dem politischen
Leben zurückzieht. Er wollte das bekanntlich
schon nach den letzten englischen Wahlen tun.
Baldwin seinerseits hat nach dem Sturz seines
früheren Außenministers nie einen Zweifel
daran gelassen, daß er dessen Rückkehr ins Ka
binett auf jeden Fall wünscht. Inzwischen ist
nun dieser Schritt auch politisch dadurch mög
lich geworden, daß der afrikanische Krieg in
seinem gegenwärtigen Verlauf die Haltung
Hoares bestätigt, der seinerzeit betonte, Abessi
nien werde nie einen besseren Frieden als den
in dem sogenannten Pariser Plan vorgesehe
nen erreichen können. Das ist wörtlich einge
troffen, und so heftig Hoare im Dezember auch
angefeindet wurde, weil er sich angeblich in
Paris hatte übers Ohr hauen lassen, so sehr ist
jetzt sein persönliches Ansehen wieder gewach
sen. Welchen Einfluß die Aufnahme des frü
heren Außenministers als Marineminister auf
die Regierungspolitik haben wird, steht noch
keineswegs fest.
* , *
HsMberufMg
d§Z ÄyptisHen Kronprinzen.
DNB. London, 28. April. (Eig. Funkm.) Da
mit dem Ableben Königs Fuads von Aegypten
gerechnet wird, ist der in London lebende
ägyptische Kronprinz Faruk nach Kairo geru
fen worden. Der 16jährige Prinz wird seit
vermag, die vom Regen immer aufs neue an
gefeuchtet wird.
Da ist die elektrische Zentrale, wunderbares
Material von peinlicher Stauberkeit. Die Ma
schinenhalle ist augenblicklich stillgelegt, sie ar
beitet nur drei Stunden in der Woche, um die
Maschinen in Gang zu halten. Außerdem wird
der Strom noch für die benachbarte Stadt ver
wendet. Wir kommen zu den Küchen. Sie sind
groß, ausgezeichnet . . . und nicht in Be
nutzung. Augenblicklich ist es wirtschaftlicher,
sich draußen der guten fahrbaren Küchen zu
bedienen.
Hier die Verbandsplätze. Trotz der ausge
zeichneten Einrichtung, die sich dort befindet,
erscheinen sie mir doch etwas sehr klein. Ich
mache dem Oberst gegenüber eine bescheidene
Bemerkung.
----- Wo soll es denn hier Verwundete geben?
Daran habe ich nicht gedacht. Aber das ist
immerhin beruhigend. *
So ein Werk besteht aus vier oder fünf Ka
sematten, die durch unterirdische Wege mit
einander verbunden sind. Vier oder fünf Wege
steigen in senkrechter Richtung durch den Hü
gel nach oben. Sie kommen bei den Panzer
türmen, bei den Schießscharten, bei den Wacht
posten ans Tageslicht. Treppen drehen sich und
machen einen schwindlig, während die Geschoß
aufzüge die Munition rasch zu den furchtbar
sten Verteidigungsmitteln heranbringen, die
eine Armee zur Verteidigung ihrer Heimat er
sonnen hat. — Sie mögen nur kommen, es gibt
nicht einen Meter Land, der nicht von einer
Waffe bestrichen wird.
— Jetzt werden Sie meinen Gefechtsstand
sehen. Ich werfe zunächst einen Blick auf diese
kleinen Räume, wo auf zwei Etagen in einem
gewaltigen Eisenkäfig 20 Strohsäcke auf 20 zu
sammengestellten Roßhaarmatratzen zu erken
nen sind. Die telefonische Zentrale^ wo alle Lei-
Zer AeichsWchMlmster im Vehrkreis X.
Generalfeldmarschall v. Blomberg besichtigt
am 28. und 29. April im Bereich des Wehr
kreises 6 Münster und des Wehrkreises 10
Hamburg Teile des Heeres und der Luftwaffe.
* * *
Minister danken.
Generalfeldmarschall von Blomberg dankt
für die überaus zahlreichen Glückwünsche zu
seiner Ernennung zum Generalfeldmarschall.
Reichsminister Heß dankt für die Glückwünsche
zu seinem Geburtstag.
» * «
Fast jeder Zunge im Zungsolk.
DNB. Köln, 28. April. (Eig. Funkm.) Als
Höhepunkt der Woche des Jungvolks im Ge
biet Mittelrhein fand am Montagnachmittag
auf den Rheinwiesen in Köln-Deutz eine Be
sichtigung des Jungvolks Köln durch den
Stellvertreter des Reichsjugendführers, Stabs
führer Hartmann Lauterbacher, statt. Ueber
13 000 Kölner Pimpfe waren angetreten.
Er betonte, daß im gesamten Reiche am 20.
April 800 000 deutsche Jungen in das Jung
volk eingetreten seien. Das seien etwa 95 v. H.
des Jahrganges 1926, an den der Appell zum
Eintritt gerichtet war. Es sei das Geburts
tagsgeschenk des Jungvolks im Jahre 1936 an
den Führer gewesen.
einiger Zeit in England erzogen und militä
risch ausgebildet.
Nach Berichten aus Kairo hat die ägyptische
Regierung am Montagabend die Bildung
eines Regentschaftsrates erwogen, an dessen
Spitze möglicherweise der 62jährige Neffe des
Königs, Prinz Mohammed Ali, treten wird.
König Fuad soll in einem versiegelten Um
schlag, der erst nach seinem Tode geöffnet wer
den darf, die Namen der drei Personen aufge
zeichnet haben, die die Regentschaft überneh
men sollen.
* * #
I§r kommunistische Terror in Spanien.
DNB. Madrid, 27. April. In Coria stürmte
eine Gruppe Kommunisten die Kirche Soledad,
zerstörte drei Altäre, die Kanzel und den
Glockenstuhl. Darauf hißten sie auf dem Kirch
turm eine rote Fahne. Auch in Pueblo del
Rio überfielen Kommunisten eine Kirche und
richteten im Inneren Verwüstungen an. In
Castillo de las Guardas wurde ein Chauffeur,
der Polizeibeamte nach einer Grube in der
Nähe gefahren hatte, auf dem Rückweg von
Kommunisten überfallen, aus dem Wagen
gerissen und an einen Baum gebunden. Dar
aufhin zertrümmerten die Kommunisten den
Wagen und verprügelten den wehrlosen
Chauffeur, der später mit erheblichen Ver
letzungen aufgefunden wurde.
Das Bundeskanzleramt in Wien hat die
Verbreitung sämtlicher im Geist der Sowjet
union in deutscher Sprache erscheinenden Zei
tungen und Zeitschriften im Jnlande für die
Dauer eines Jahres verboten.
tungen der Festung zusammenlaufen, alle, die
unter der Erde die Verbindung mit den Nach
barwerken, mit den Kasematten, mit den Block
häusern und viel weiter noch mit allen Be-
obachtungspostcn herstellen. Und hier ist der
Zentralposten.
Im Hintergrund sind zwei Räume. In dem
einen steht das eiserne Bett, das genau so aus
sieht wie das der Mannschaften. Der andere ist
das Hirn des Werkes selbst. Von dort gehen
die Drähte aus, die die Befehle weitergeben
und alle Signale, die die Handhabung der tech
nischen Einrichtung anordnen. Unter der Erde
und vollkommen isoliert sieht der Komman
dant, wenn er an seinem Posten ist, alles,
fühlt alles und gebt seine Befehle.
Ein Unteroffizier steht stramm und grüßt:
Herr Oberst, man bringt die Särge.
Gut, sagt der Oberst. Sehen Sie, mein lieber
Herr, wenn auch die Krankenstube bei aller
ihrer Engigkeit Ihnen Vertrauen eingeflößt
hat, so muß man doch an alles denken ...
Und dann wendet er sich an den Unteroffi
zier: „Lassen Sie die Särge in das Material
depot bringen. Aber achten Sie darauf, daß
einer in mein Zimmer gestellt wird . . . Sie
müssen bedenken, mein Herr, daß ich hier nicht
einen einzigen Platz habe, wo ich meine Wäsche
unterbringen kann! Es kann nicht jedermann
Kommoden Ludwigs XV. haben . .."
VeiüNkworUicher HauptschriitUlter und Herausgcvei: Fer
dinand Mölter.
Stellverlrcler des Hiuptschrylleiters: Herber» Puhlmann.
Verantwortlich für Politik: Herbert Puhlmann; für den vkt.
lichen und allgemeinen Teil: Adolf Dregori; für den Wirt.
Ichaftlichen Teil: Dr. Tl. Bielieldt: für den provin>
gellen Teil Kori Müller, alle in Rendsburg.
Bilüverantwortliche: Ressortleiter.
»terantwortlicher Anzetgenleiter: Karl Jacobsen, Rendsburg.
Verlag und Druck: Heinrich Möller Söhne, Rendsburg.
D*A- Schleswig-Hollteinifche Landeszeitung (Rendsburg«»
Tageblatt - Hohcnwcftedter Zeitung / Die Landpost
Hanerau-Hademarsckien — Sllderbraruper Tageblatts
D.-A. Hl. SS 12 868 Ml. Rr. 7
kshl-MydMSveWfiimg in Mischer
Kirche.
DNB. Kopenhagen, 27. April. (Eig. Funkm.)'
In der Kirche von Logstör erlitten am Sonn
tag während der Abendmahlsfcier zahlreiche
Besucher schwere Kohlenoxydgasvergiftungen.
Als kurz nach Beginn der Abendmahlsaus-
teiluug erst eine ältere Frau und dann meh
rere jllnge Konfirmanden bewußtlos zusam
menbrachen, wollte der Geistliche die Feier
schnell beendigen." Während des Orgelspiels
verloren dann noch die Organistin und zwei
Frauen aus dem Kirchenchor das Bewußtsein.
Die Kirchenbesucher eilten schnell ins Freie.
In der frischen Luft erlitten weitere Personen
Ohnmachtsanfälle.
Das örtliche Rettungskorps und verschiedene
Aerzte waren rasch zur Stelle, um die Ver
gifteten zu behandeln. Verschiedene Kirchen-
besucher spürten die Folgen der Vergiftung
erst in ihren Wohnungen und begaben sich
ebenfalls in ärztliche Behandlung. Insgesamt
hatten etwa 20 Personen unter den Vergiftun
gen zu leiden, in zwei Fällen mußten die Be
troffenen ins Krankenhaus gebracht werden.
Eine Untersuchung der Kirche ergab, daß die
giftigen Gase offenbar durch eine undichte
Leitung in das Kircheninnere eingedrungen
sind.
» * 8
M MkMk gerammt
Am Sonntagmorgen wurde im Kattegatt der
dänische Dreimastschoner „Jylland" aus Hasse
ris in Jütland in dichtem Nebel von dem
Dampfer „Erika" aus Stettin gerammt. Der
Zusammenstoß war so heftig, daß der Drei
mastschoner sofort zu sinken begann. Sein
Kapitän konnte an Bord der „Erika" springen,
während die drei Mann Besatzung ins Wasser
fielen. Sie wurden von einem Rettungsboot
der „Erika" aufgenommen.
» * *
Wieder Falknerei.
In Verbindung mit dem Reichsjägerhof
Hermann Goring bei Braunschweig wurde in
kleinem Ausmaß schon im Jahre 1935 ein
Falkenhof errichtet, in dem der deutsche Fal-
kenoröen einige Falken und Habichte unter
brachte. Mit Zustimmung des Reichsjäger
meisters wird dieser Falkenhof jetzt zu einem
Reichsfalkenhof als vorbildlichem Mittel
punkt der deutschen Falknerei ausgestaltet.
Damit wird ein Ziel des deutschen Falken
ordens in die Tat umgesetzt: die Schaffung
eines festen Falkenhofes. Die erforderlichen
Arbeiten sind bereits nt Angriff genommen.
* * *
SchlMsiMM In der Türkei.
In der ganzen Türkei, insbesondere aber in
Anatolien, ist ein starker Temperatursturz ein
getreten. Seit drei Tagen werden große Teile
des Landes von schweren Schneestürmen heim
gesucht, die überall große Verkehrsschwierig
keiten hervorgerufen und starken Schaden ver
ursacht haben.
*
Die spanische Provinz Murcia, die zum
größten Teil durch ein langes Gebirge von der
kastilischen Hochebene abgetrennt ist, leidet un
ter solcher Trockenheit, daß nicht gesät werden
konnte.
* * Ä
Die Reichsautobahn Halle—Leipzig
wurde durch Generalinspektor Dr. Todt im
Beisein des Gauleiters Halle-Merseburg,
Staatsrat Jordan, und Gruppenführers Schep-
mann als Vertreter des Reichsstatthalters
Mutschmann für den Verkehr freigegeben.
weAigSA ZetLeA
Lutze in Mecklenburg. Auf seiner Reise durch
Deutschland besuchte Stabschef Lutze am Mon
tag Rostock. Oberbürgermeister Volgmann
überreichte ihm mit Dankesworten für den Be
such ein Gemälde.
Der Oberbefehlshaber der Kriegsmarine,
Generaladmiral Raeder, zeichnete sich in die
Ehrenliste der SA. beim Sturm 7/1 im Stan
dartenheim Berlin-Charlottenburg ein. An
schließend besichtigte er das Standartenheim.
Der Reichsminister für Ernährung und
Landwirtschaft, Reichsbauernführer R. Walther
Darrs, empfing im Reichsernährungsmini
sterium den in Berlin eingetroffenen könig
lich-italienischen Landwirtschaftsminister Ros-
soni.
Italien hat sich über die Verwendung von
Dum-Dum-Geschossen auf abessinischer Seite
beim Völkerbund beschwert. Giornale d'Jtalia
wendet sich in scharfen Ausführungen gegen
England, das es als Lieferanten dieser Ge
schosse bezeichnet.
Achtung Fußa 7 «nd 9!
Der Negimentsappell des ehem. Wests. Fuß-
artillerie-Regiments 7 und des ehem. Schleswig-
Holsteinischen Fußartillerie-Regiments 9 und deren
Feldformationen findet in unserer alten und nun
mehr wieder neuen Garnisonstadt Köln am 13. und
14. Juni 1936 zusammen mit der Tagung des Lan
desverbandes Rheinland/Westfalen der Deutschen
Schweren Artillerie statt. Anmeldungen für Fußa 7
und seine Feldformationen an Kameraden Oberl.
a. D. Zehnpfennig in Köln, Hansaring 14. Anmel-
dnngen für Fußa 9 und seine Feldformationcn an
Kameraden Theodor Brandner, Köln, Drachenfels-
jtraße 7, Unlosteniieitrag einfchl. FesiMMe«
I
if ff esst If ĢMWFW