Full text: Newspaper volume (1936, Bd. 2)

129. Jahrgang ' Nr. 99 
Dienstag. den 28. April 1936 
Die Ahr mit dem Reiter /».. ***, ^ 
(Nachdruck verboten.) 
Ich will hier die Geschichte eines sonder 
baren Mannes erzählen, dessen Lebensschick 
sale eine tiefe Erfahrung in sich bergen: sich 
aus dem Leben der Altvorderen seinen Glau 
ben zu bilden und selbst tapfer zu sein im 
Kampf um das Sein, dessen Sinn Ehre und 
Arbeit ist. 
Ich war im vorigen Sommer Gast einer 
netten Familie. Die Tochter studierte in Mün 
chen, wo ich sie kennen und schätzen lernte. Be 
sonders fiel mir an ihr auf, daß sie trotz eines 
großen Wechsels, den sie von zu Hause erhielt, 
sich von niemandem bedienen ließ. Sie be 
wohnte ein möbliertes Zimmer bei einer alten 
Dame, aber sie ließ es nie zu, daß ein anderer 
dieses Zimmer morgens in Ordnung brachte. 
Ich fragte sie einmal darüber, und sie antwor 
tete mir, daß ihr Vater sie gelehrt hätte, ihre 
eigenen Dinge selbst zu besorgen, damit man 
nie auf andere angewiesen sei. Der Vater be 
schäftige dreihundert Menschen und putze sich 
seine Stiefel selbst. Ich muß wohl so erstaunt 
gewesen sein, daß sie mich ansah und dann in 
wahrhaft schönem Eifer ihren Vater vertei 
digte: 
„Glauben Sie, daß mein Vater ein Banause 
ist? Nein, er ist der beste Mann unter der 
Sonne. Und wenn Sie es nicht glauben wol 
len, dann können Sie ja einmal zu uns kom 
men und ihn sich ansehen." 
Ich beruhigte den kleinen Kampfhahn, 
konnte es aber nicht verhindern, daß ich von 
ihrem Vater einen Brief bekam, in dem er mich 
in launigen Worten einlud, die Universitüts- 
ferien bei ihnen auf dem Lande, wo er ein 
Landhaus besaß, zu verleben. Das Mädel 
redete mir solange zu, bis ich die freundliche 
Einladung annahm. 
Ich habe selten so menschliche und gute Leute 
kennen gelernt wie diesen Mann und seine 
Frau . Sie machten von mir zunächst nichts 
her. Ich bekam mein Zimmer angewiesen und 
ging spazieren. Nur die Mahlzeiten nahmen 
wir gemeinsam ein. Einmal sagte der freund 
liche Gastgeber: 
„Wer sich wirklich erholen will, der muß auch 
in Gemeinschaft sich selbst überlassen bleiben." 
Ich fühlte, daß er mit diesen Worten recht 
hatte und war ihm dankbar dafür. Eines Ta 
ges fiel mir in einem der Zimmer eine alte 
Uhr auf, die durch einen Glassturz geschützt 
war. Sie war aus einem gelblichen Metall, 
und obenauf saß ein Reiter. 
„Eine hübsche Uhr", sagte ich, eigentlich nur, 
um etwas zu sagen. 
„Ja", antwortete mir mein Gastgeber, „diese 
Uhr trägt mein Schicksal." 
Ich sah verwundert auf, und er deutete 
meine Neugier ganz richtig. „Ich will es 
Ihnen gelegentlich erzählen, aber nicht hier, 
denn wenn man diese Geschichte erzählt, dann 
muß man in Gottes freier Natur sein und den 
Pulsschlag der Allmacht um sich haben." 
Ich begann mich nun für diese Uhr ganz be 
sonders zu interessieren, und meine Neugier 
wurde auch auf keine allzu harte Probe ge 
stellt, denn schon einen Tag später wurde der 
Kaffee im Garten serviert, und als Mutter 
und Tochter zu einer Besorgung ins Dorf gin 
gen, begann der Vater seine Geschichte: 
„Meine Eltern waren ebenso einfache wie 
tüchtige Leute. Vater war Werkmeister in einer 
Maschinenfabrik, und ich war der einzige 
Junge. Es ging uns nicht schlecht. Ich besuchte 
zunächst die Volksschule und kam dann später 
auf ein Technikum. Meine berufliche Lauf 
bahn begann ich als Lehrling in dem Betriebe 
meines Vaters. Dort blieb ich auch als Ge 
selle. Nicht, weil Vater Werkmeister war, son 
dern weil ich selbst etwas leistete, denn Vaters 
Fürsprache für mich wäre undenkbar gewesen, 
wenn ich seinen strengen Ansprüchen nicht ge 
nügt hätte. Eines Tages machte er eine kleine 
Erfindung. Es war an dem Tage, als ich zum 
ersten Male mit der sogenannten Liebe in Be 
rührung kam. Sie brauchen nicht zu erröten, 
mein kleines Fräulein, denn schließlich sind 
wir beide ja erwachsene Leute. Also es han 
delte sich um die Tochter des Besitzers unserer 
Fabrik, die mit einigen hohen Persönlichkeiten 
die Fabrik besichtigte. Damals gab es noch 
keine Betriebs- und Volksgemeinschaft, wie 
wir sie heute kennen, der Arbeiter vor allem 
war wenig angesehen. Das junge Mädchen 
hatte sich, obwohl sie mir selbst ein wenig 
hochmütig vorkam, in mein Herz gestohlen, 
und Tag und Nacht dachte ich daran, wie ich 
wich ihr nähern könnte. 
Einige Wochen später lud mich der Vater, 
was sonst nicht seine Art war, ein, mit ihm 
einen Jahrmarkt zu besuchen. 
Er meinte, es sei ein besonderer Anlaß dazu 
ba. Wir gingen also hin, und am großen 
Glücksrad mußte ich mir ein Los nehmen. 
Der Mann an dieser Bude war scheinbar ein 
Scherzvogel, denn er meinte, daß hier jeder 
fciu großes Glück machen könne. Und wirklich, 
wir gewannen den Hauptgewinn: diese Uhr. 
Der Budenbesitzer gratulierte uns und fügte 
hinzu, daß diese Uhr mir besonderes Glück 
bringen würde. 
Scheinbar hatte er sich geirrt, denn Vater 
starb eine Woche danach mitten in der Arbeit 
an einem Herzschlag. Mir hinterließ er einen 
Brief, in dem er mir mit väterlicher Sorge 
auseinandersetzte, daß das Ziel jedes Lebens 
die Arbeit sei. Ich solle immer daran denken. 
Und dann sprach er von der Uhr. Sie solle mich 
immer daran erinnern, daß nur selbsterkämpf 
tes Glück von Bestand sein könne. Wenn aber 
an meinem Glück etwas fehle, müsse ich der 
Sache auf den Grund gehen. Dann solle ich 
das Werk der Uhr untersuchen, um festzustel 
len, was in Unordnung sei. 
Jahre gingen darüber hinweg, und ich hatte 
Vaters Posten bekommen und war Werk 
meister geworden. Jetzt hatte ich mit dem Mäd 
chen schon hier und da gesprochen. Und eines 
Tages wurde ich wegen einer Lieferung nach 
Rußland in das Privatbüro gerufen. Der 
Chef war noch nicht da, aber das Mädchen saß 
auf seinem Schreibtisch. 
„Vater kommt gleich", sagte es und sah mich 
an. 
Ich nahm die Gelegenheit war. 
„Ich empfinde den Umstand, daß wir jetzt 
allein sind", sagte ich, „als einen Wink des 
Schicksals. Ich muß mich sehr kurz fassen. Ich 
bin nur ein einfacher Werkmeister, aber das 
ganze Leben liegt noch vor mir, und ich habe 
große Ziele, um mehr zu werden. Ich habe 
Sie sehr lieb und würde mich glücklich schützen, 
wenn Sie mir eine ähnliche Neigung entgegen 
bringen würden." 
Sie lachte. - 
- „Ich könnte Sie für Ihre Offenheit küssen, 
mein Bester", sagte sie. „Wir können uns ja 
heute abend treffen." 
Ich jubelte innerlich. 
„Sie wollen mich heiraten?" 
Da sah sie mich groß an. 
„Heiraten? Ja, sagen Sie, sind Sie wahn 
sinnig geworden? Glauben Sie, daß die Toch 
ter von Nickel einen Werkmeister heiraten 
wird? Das haben Sie ja nur geträumt, nicht 
wahr? Sie sind mir nicht unsympathisch, und 
ich würde gern eine gewisse — sagen wir— 
ungesellschaftliche — Freundschaft mit Ihnen 
halten. Das wäre aber auch alles. Wenn Sie 
das wollen, will ich heute um 8 Uhr vor dem 
Stadtpark auf Sie eine Minute warten. Jetzt 
kommt Papa." 
Der Chef kam, sah erstaunt von seiner Toch 
ter zu mir und sagte dann, nur um die Situa 
tion zu verändern: 
„Ein sehr tüchtiger Mann, unser junger 
Werkmeister." 
„O ja", antwortete die Tochter, „das weiß 
ich." 
Dann besprachen wir die Sache, und eine 
halbe Stunde später war ich in tiefen Gedan 
ken wieder im Maschinenraum. Ich hatte ein 
quälendes Gefühl in der Kehle. Also als Spiel 
zeug war ich ihr gut genug. „Ohne gesell 
schaftliche Verpflichtung", das sollte heißen, 
daß sie mich in ihre sogenannten Kreise, in 
denen der Arbeiter ein notwendiges Uebel 
war, nicht einführen konnte und wollte . 
Ich weiß nicht, ob Sie schon einmal verliebt 
waren. Aber ich hatte damals das Gefühl, 
todunglücklich zu sein. Mein Stolz kämpfte 
mit meiner Verliebtheit. Aber ich war der 
Sohn meines Vaters. Sollte ich an die Uhr 
herangehen und die Uhr untersuchen? War ich 
denn wirklich unglücklich? War ich nicht nur 
ein wenig verwirrt? Schon mußte ich über 
mich selbst lachen, und wenige Stunden später 
war es nur noch halb so schlimm. 
Ich will Ihnen sagen, wer mich ganz von 
dem quälenden Gedanken an dieses stolze 
Mädchen befreit hat. Das war ein kleines rot 
haariges Ding mit Sommersprossen, klein 
und unscheinbar, die bei uns im Maschinen 
saal arbeitete und immer unauffällig war. 
Ich wollte mich eigentlich ein bißchen zer 
streuen, und als sie nach Feierabend mit mir 
draußen über den Hof lief, fragte ich sie, 
eigentlich ohne besondere Absicht, ob sie abends 
ausgehen wollte. Sie sah mich mit großen 
blauen Augen an, und ich merkte zum erster: 
Male, wie schön und gut diese Augen waren. 
„Das ist doch nicht Ihr Ernst", sagte sie. 
Ich wurde fast wütend. 
„Natürlich ist es mein Ernst!" brüllte ich 
fast. Sie wurde sehr ängstlich, und ich glaube, 
die Tränen saßen ihr locker. 
„Aber um zehn muß ich zu Hause sein." 
„Das werden Sie auch, ich habe nicht die 
Absicht, ein unanständiges Verhältnis mit 
Ihnen anzufangen." 
Und nun weinte sie wirklich. Ich war baff. 
Aber gleichzeitig reizte mich ihr Verhalten, ich 
wurde ernst und barsch. 
„Warum heulen Sie?" fragte ich. „Antwor 
ten Sie!" 
Und da war es dann heraus. 
„Ich habe Sie schon lange lieb, aber Sie 
wollen kein Verhältnis mit mir anfangen, 
weil ich arm und häßlich bin. Und ich kann 
doch nichts dafür." 
Wie sie so dastand, sah sie rührend und schön 
aus. Ich aber schlug mir vor den Kopf. Da 
war so ein unschuldiges Ding, das aus reinem 
Gefühl bereit war, mit einem durch Dick und 
Dünn zu gehen, einem in jedes Verhältnis zu 
folgen, weil sie bedingungslos vertraute. Und 
da war ein stolzes Fräulein, das sich meiner 
Gesellschaft schämte. 
„Seien Sie nicht albern", sagte ich. „Und 
nun los, sonst kommen wir zu spät ins Thea 
ter." 
Nach vierzehn Tagen war ich rettungslos in 
dieses kleine Ding verliebt. Sie war ohne 
jedes Falsch, und mich beseelte der Gedanke, 
ihr eine große Zukunft zu bieten. 
Mir wurde Gelegenheit gegeben, eine kleine 
Bude zu übernehmen. Die Ersparnisse reich 
ten nicht aus. Einige tausend Mark fehlten. 
Und da entschloß ich mich, das Uhrwerk aus 
einanderzunehmen. 
Da sah ich die ganze Größe meines Vaters. 
Ich fand im Werk einen Scheck auf die Staats 
bank, und in einem ganz kleinen Anschreiben 
teilte er mir mit, daß er das Geld für seine 
Erfindung für mich aufgehoben habe, denn er 
ahne, daß ich einmal Geld gebrauchen würde. 
Ich konnte die kleine Bude erwerben und 
habe dann meine heutige Fabrik geschaffen, in 
die die Rickel-Werke übrigens aufgegangen 
sind. Ich habe allerdings dafür gesorgt, daß 
die Tochter des verstorbenen Nickel in gewis 
sem Umfange beteiligt bleibt. Sie ist mir 
heute noch dankbar." 
„Und was ist aus der kleinen Dame gewor 
den, die Sie eingeladen haben?" Er sah auf. 
Ueber den Gartenweg kam meine Freundin 
mit ihrer Mutter. 
„Da kommt sie mit ihrer Tochter", sagte er. 
Ich konnte einfach nicht anders, ich beugte 
mich schnell über die Hand dieses Menschen, 
der eine so klare und eindeutige Lebensauf 
fassung hatte. 
Bunte Welt 
Wie man Fische mit Fischen fängt. 
Es liegt in der Natur, daß sich die Tiere 
gegenseitig auffressen. Der Mensch macht sich 
das zunutze,' er hetzt Hunde ans das Wild, 
Falken auf die Vögel und hat auch herausge 
funden, daß man Fische mit Fischen fangen 
kann. Diese Art von jägerischem Scharfsinn 
dürfte ziemlich unbekannt sein. Es handelt sich 
um den Fang von Fischen und auch Schild 
kröten mit dem „Schiffshalter", einem merk 
würdigen Fisch, der in den Gewässern Asiens, 
Afrikas, Australiens, Südamerikas und West 
indiens heimisch ist. Die Rückenflosse ist bei 
ihm in eine querblüttrige Saugscheibe vorn am 
Kopf umgewandelt, mit deren Hilfe er sich an 
großen Fischen festsetzt, um sich von ihnen als 
eine Art blinder Passagier des Meeres tragen 
zu lassen. Diesen Fisch heften die Eingeborenen, 
wenn sie zum Fisch- oder Schildkrötenfang aus 
ziehen, an die untere Planke des Bootes und 
halten ihn, damit er nicht entwische, mit einem 
Stück Majuga-Rinde fest, das um die Schwanz 
flosse geschlungen wird. Taucht nun ein Fisch 
oder eine Schildkröte an der Oberfläche des 
Wassers auf, so wird ihm der Schiffshalter auf 
den Hals geschickt. Er saugt sich prompt fest und 
wird dann mitsamt seinem Träger an der Leine 
ins Boot gezogen. Dort werden die Tiere ge 
trennt und der Schiffshalter bis zum nächsten 
Fang wieder an die untere Planke gesetzt. 
Heilige Schlangen von Jahore zum 
ersten Male in Europa. 
Jahrelang hat sich einer der bekanntesten 
Schlangenfänger des Ostens, der Engländer 
Alban Smith, bemüht, einige der berühmten 
heiligen weißen Schlangen der Batu-Höhlen in 
Jahore für den Londoner Zoologischen Garten 
einzufangen. Vor einem halben Jahr ist es ihm 
trotz dem Widerstand der Eingeborenen ge 
glückt, vier der Tiere aus ihrer ewigen Dunkel 
heit herauszuholen. Sie werden nun in Lon 
don zum erstenmal in Gefangenschaft gezeigt. 
Ueber die Batu-Höhlen im malaiischen Sulta 
nat Jahore und die Schwierigkeiten, der Tiere 
habhaft zu werden, machte Smith unlängst be 
merkenswerte Ausführungen. Danach handelt 
es sich um ein weit verzweigtes, kilometerlan 
ges Höhlensystem, in das die eingeborenen 
Tamils den Europäer nur widerwillig ein 
dringen lassen. Aber auch dann noch ist es nicht 
einfach, sich in ihnen zurecht zu finden. Die jetzt 
in London ausgestellten Schlangen wurden 
eineinhalb Meilen vom Höhleneingang ent 
fernt gefangen, wobei es aber auch Smith nicht 
gelang, die Frage zu beantworten, wovon die 
Tiere eigentlich leben. Unter den Eingeborenen 
ist die Meinung verbreitet, sie nährten sich von 
Fledermäusen, die in so großer Zahl das Höh 
lenlabyrinth bevölkern, daß der Boden knietief 
mit Guano bedeckt ist. Dann bleibt aber die 
andere Frage, wie die heiligen Schlangen es 
fertig bringen, in stockfinsterer Nacht die im 
merhin sehr beweglichen Fledermäuse zu fan 
gen. Ein Rätsel, das auch dadurch nicht ein 
facher wird, daß die Pupillen der malaiischen 
Reptilien nach Art der nachtjagcnöen Schlan 
gen ausgebildet sind. 
40 Millionen Bäume werden angepflanzt. 
In diesem Frühjahr wird in Amerika eine 
gewaltige gärtnerische Arbeit in Angriff ge 
nommen, durch die die riesigen Gebiete in den 
Provinzen Dakota, Nebraska, Kansas und 
Oklahoma vor den furchtbaren Folgen der kli 
matischen Katastrophen bewahrt werden sollen. 
Auf einer Strecke von rund 2000 Kilometer 
Länge u. 150 Kilometer Breite sollen 40 000 000 
Bäume angepflanzt werden, die eine grüne 
„Chinesische Mauer" bilden werden. Man hofft, 
durch die Grüngürtel die Ländereien und Her 
den im Sommer vor den Staubstürmen und im 
Winter vor den verheerenden Blizzards 
schützen zu können. Das Gebiet innerhalb die 
ses Grüngürtels ist eines der fruchtbarsten, das 
bei normalen Regenfällen einen wichtigen Teil 
der Kornkammer der Vereinigten Staaten 
darstellt. Leider ist aber in den letzten sieben 
Jahren dort nur wenig Regen gefallen, und die 
kostbare obere Erdschicht verwandelte sich unter 
dem Einfluß der sengenden Sonnenstrahlen 
und der Trockenheit in Staub, der von den 
schweren Stürmen, die in den beiden vergan 
genen Jahren das Gebiet schwer heimsuchten, 
fortgeweht wurde und so jeden Anbau unmög 
lich machte. Die amerikanische Forstverwaltung, 
die sich jetzt die Bepflanzung so großer Strecken 
mit Bäumen zur Aufgabe gemacht hat und 
gleichzeitig eine systematische Bewässerung 
durch Wasserspeicher plant, hat bereits 6 Mil 
lionen Bäume anpflanzen lassen und unter 
hält 20 Baumschulen, in denen junge Bäume, 
die sich für den geplanten Zweck besonders 
eignen, gezogen werden. Tausende von Men 
schen, die sonst arbeitslos wären, werden durch 
dieses gewaltige Projekt Beschäftigung finden. 
Das Ende der „Großherzogin Cecilie" . 
Ter finnische Segler „Cecilie", die frühere deutsche Viermastbark 
„Großherzogin Cecilie", ist auf den gefürchteten Sandbänken bei 
Salcombe an der englischen Küste aufgelaufen. Mit 3111 Tonnen 
gilt die „Cecilie" als das größte Segelschiff der Welt. Das Bild 
zeigt die Unfallstelle, die von zahlreichen Neugierigen belagert ist. 
Das Schiss dürste verloren sein. (Atlantis KJ 
.. ..... ,.».>.>.->«»1 
Beilage der Schleswiq-Holsteinischen Landeszeitunq (Rendsbucger Tageblatt)
	        
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