Full text: Geschichte der Universität zu Kiel

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nur dio beiden ersten Zuhörer , zu dem iiitesten Professor liefen die künftigen Holsteinischen , zu dem zweiten die Schleswigschen Candidaten , jener examinirte damals in Glückstadt , dieser in Schleswig . Der dritte unterrichtete im Hebräischen und erklärte publice den Brief des Jakobus . Tliiess , dem es nicht gelungen war , in Hamburg eine Anstellung zu erlangen , kam 1791 , er war in Giessen Doctor der Theologie geworden , hielt in Kiel als Privatdocent und theologischer Adjunct , seit 1795 ordentlicher Professor der Philosophie ohne Gehalt , theologische und philosophische Vorlesungen , erregte durch seine „ Lipsiae redemtore Jo . Ambrosio Barth 1793ki erschienenen theses theo - logicae , die in Wahrheit in Kiel gedruckt waren , Aufsehen . Im Jahre 1798 erhielt er eine Gratification . Am 7 . December 1799 ward er als ausserordentlicher Professor der Philosophie mit einem Wartegeld von 200 Rthlr . und der Aufgabe entlassen . Kiel und die Umgegend zu meiden . Aus J . O . Thiess letzter öffentlicher Rechenschaft , Kiel 1805 , in welcher S . 129 das Ent - lassungsrescript zum Theil gedruckt ist , sieht man , dass die Regierung ] vorher Gutachten der Oberconsistorien und liches Vertrauen verdienender Gottesgelehrten eingezogen hatte . Die Kanzelei hatte erwartet , Thiess werde sich aller theologischer Vorlesungen enthalten , er berief sich auf § VIII des Reglements vom 27 . Januar 1707 : Auf gleiche Weise soll einem jeden Auditori nicht weniger gestattet sein , dem Professori nach gehaltener Lection seine Dubia frey und ohne Scheu zu proponiren , auch sonst keine Facultät an gewisse Principia oder opiniones , soweit solche von menschlicher Autorität dependiren , sich als ein maneipium noth - wendig verbindlich achten , sondern einem jeden Docenti eine freye und arbitraire Untersuchung aller und jeder Wahrheiten , sie seyn alt oder neu , ungekränket gelassen werden . Und weil man in einigen Problematicis und andern Quaestionibus , expli - cationibus scripturae , und was sonsten von unserer gesammten Evangelischen Kirche bisher auf ein und andere Art noch nicht entschieden , einem jeden der Theologen gleichfalls seine hafte Freylieit gönnen muss , so wird zur Vermeidung aller un - nöthigen Zänkereien oder passionirten Misshelligkciten , so daher inter collegas aus verschiedenen Absichten leicht entstehen könnten , einem jeden bestallten Thcologiae professori seine scripta und
	        
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