„ . Bcttiitff? SolscheioîM!
Erst vor kurzem hatte öie fowjctrussische
Militärzeitschrift in großer Aufmachung einen
Plan veröffentlicht, wonach Deutschland so un
gefähr die Mehrheit der europäischen Länder
bis zur russischen Ukraine einschließlich einfach
annektieren wolle. Das ist zu albern, um als
Hetze noch irgendwie wirksam zu sein. Der
neueste Schlager Moskaus aber besteht in
einem — halten Sie sich fest! — 35-Jahresplan,
nachdem schon die beiden wirtschaftspolitischen
6-Jahresplüne ein allbekanntes Fiasko erlit
ten haben! Man will also bis zum Jahre 1970
die Bevölkerung Rußlands von ungefähr 160
Millionen auf 300 Millionen bringen und zur
Erreichung dieses Zieles sogar die geltenden
bevölkerungspolitischen Gesetze als unbrauch
bar über den Haufen werfen. Diese Bankrott-
reklürung der bisherigen soziologischen Grund
richtung der Sowjets ist freilich noch einmal so
interessant wie die Frage, wie man jene utopi
schen 800 Millionen Menschen halbwegs ernäh
ren will, nachdem bei einer halb so großen Be
völkerung alljährlich ein bis zwei Millionen
in den Hungereptdemien elend verrecken müs
sen. Darüber macht man sich in Moskau trotz
des wirtschaftlichen Chaos und trotz des völlig
verluderten Eisenbahnwesens anscheinend
keine Sorge.
* * '
§Möon sucht die „durchlässige" Stelle.
Zu den mancherlei außenpolitischen Sor
gen der englischen Regierung ist seit der Er
klärung des Schatzkanzlers über das neue
Budget auch noch die Frage gekommen, a»
welcher Stelle der Beamtenapparat der Re
gierung wohl durchlässig fein könnte. Es hat
ungeheures Aufsehen erregt, als sich unmit
telbar nach der Unterhauserklärung Neville
Chamberlains herausstellte, daß ein Perso
nenkreis von etwa rund 200 Mitgliedern am
Tag vor der Etatsreöe bei Lloyds entweder
seine Versicherungen gegen Steuererhöhungen
erheblich steigerte oder überhaupt eine solche
Versicherung mit hoher Prämie abschloß.
Diese Versicherungen wurden bereits 24
Stunden später durch die Negierungsmittei
lung über die Erhöhung der Einkommensteuer
fällig, brachten der abschließenden Firma
Millionenverlust ein und verursachten einen
Sturm der Entrüstung und der Anfragen be
der Regierung. Augenblicklich ist die Leitung
von Lloyds mit einer Untersuchung beschäftigt,
öie den angenommenen Indiskretionen bis
auf ihren unmittelbaren Ursprung nachgehen
will. Die englische Regierung ihrerseits hat
sich stark gemacht, auch die intimsten Hinter
gründe jener Indiskretionen aufzudecken.
Man erinnert sich freilich, daß beispielsweise
auch die Quellen bis zum heutigen Tage nicht
aufgedeckt sind, die zu den italienischen Ent
hüllungen über den bekannten Maffay-Bericht
führten.
* » *
Gegen die Sachsen-Verulknng.
Angriff gegen die Herabwürdigung
des Dialektes.
NSK. Dresden, 29. April. Zum ständigen
„Humor-Fundus" der Witzblätter, der Bühnen
und auch des Films gehört seit langer Zeit der
Sachse, dessen Dialekt billige Effekte erzielen
sollte. Nun hat sich der Leiter der Nachrichten
stelle an der Dresdner Staatskanzlei, Oberre
gierungsrat Arthur Graefe, gegen die Verul-
kung eines sächsischen Dialektes und eines säch
sischen Menschen verwahrt. Dabei wird betont,
daß der „gemiedliche Sachse" als der „dumme
August des deutschen Volkes" eine starke Schä
den verursachende Verunglimpfung deutscher
Volksgenossen und einer deutschen Volks
gruppe darstellt.
Oberregierungsrat Graefe kündigt einen
Kampf gegen die verzehrende Verspottung
eines deutschen Dialektes an, der sich auch auf
den Film erstrecken wird. Besonders im Film
sind häufig genug „Sachsen" aufgetaucht, deren
Benehmen und Gerede den gebürtigen Sach
sen, der sein Land, sein Volk und seinen Dia
lekt liebt, verärgern und kränken mußte. Da
bei soll auf die beliebte Methode oberflächlich
arbeitender Filmautoren hingewiesen werden,
die, wenn ihnen nichts Humorvolles mehr ein
fiel, eine blöde Szene mit einem in dieser
Form niemals existierenden sächsischen Ehe
paar auf Reisen als Geistesblitz einstreuten.
Außenpolitische Wochenübersicht
Die Quittung auf den SoŞZeàMkt
Die erste Etappe der französische» Wahlen. — Der Blnt-Terror in Spanien.
Japan und Moskau
Gtoßkimdgebmigen mit Rudolf Hetz.
NSK. Am 25. Mai findet in der Deutschland
halle in Berlin eine Kundgebung der NS.-
Frauenschaft statt, auf der der Stellvertreter
des Führers, Reichsminister Rudolf Heß, spre
chen wird. Am 4. Juni spricht Rudolf Heß
gleichfalls in der Dcutschlandhalle in einer
Großkundgebung zur deutschen Beamtenschaft.
Weiterhin wird der Stellvertreter des Füh
rers auf einer Tagung der Gebietssührer und
Bannführer der Hitlerjugend in Braunschweig
sprechen. Am Sonnabend, dem 16. Mai, wird
Rudolf Heß anläßlich der feierlichen Eröffnung
des Juristentages in Leipzig das Wort ergrei
fen.
Das englische Kabinett hat am Mittwoch in
der üblichen Wochensitzung den Fragebogen
besprochen, der die deutschen Friedensvor-
schlüge betrifft und der in einigen Tagen auf
diplomatischem Wege nach Berlin geleitet wer
be» joü.
Die französischen Wahlen haben, soweit sich
das vor den Stichwahlen schon übersehen läßt,
den erwarteten Linksruck gebracht. Aber wenn
nicht alles täuscht, spielt sich dieser Linksruck
innerhalb der linken Gruppe, der sogenannten
Volksfront ab und nicht auf Kosten der Mittel
und Rechtsparteien. Das heißt, daß die Kom
munisten die eigentlichen Sieger der Wahl
sein werden.
Die französische Oeffentlichkeit ist überrascht
und schlügt Alarm. Der außenstehende Be
obachter aber sieht in dem Anwachsen der
kommunistischen Stimmen nur die selbstver
ständliche Folge einer französischen Außenpoli
tik, die sich zu einem wesentlichen Teil auf das
kommunistische Rußland stützt. Das Wachsen
des französischen Bolschewismus ist, woran
niemand zweifelt, und was jedem klar war,
nur offenbar nicht den Franzosen selbst, eine
durchaus nicht überraschende Wirkung des
Sowjetpaktes. Warum also plötzlich Alarm?
Es sieht im übrigen nicht so aus, als ob, von
den Veränderungen innerhalb der Links
gruppe abgesehen, sich das Kräfteverhältnis
in der französischen Kammer verschiebt. Aller
Voraussicht nach wird die bürgerliche Linke an
der künftigen Regierung beteiligt sein.
*
Es ist bezeichnend, daß in Frankreich jetzt
selbst diejenigen bürgerlichen Blätter, die die
Bestätigung des Frankosowjetpaktes unter-
tützt haben, das Gespenst eines kommunisti
schen Umsturzversuches an die Wand malen.
Der blutige Terror, der in der vergangenen
Woche in Frankreichs südlichstem Nachbarland
wütete, die Reise von annähernd 100 offiziel
len bolschewistischen Agenten nach Spanien,
unter denen sich so „erprobte" Aufwiegler be
finden wie Bela Khun und Bucharin, läßt ja
auch deutlich genug erkennen, daß Moskau in
Spanien seine Zeit für gekommen hält, und in
der Tat deutet manches darauf hin, daß ein
Uebcrgreifen der spanischen Unruhen auf
Frankreich nicht nur denkbar, sondern wirklich
geplant ist.
Die brennenden Kirchen und ermordeten
Bürger in Spanien werden aber hoffentlich ein
ausreichender Anschauungsunterricht für das
französische Bürgertum gewesen sein, um sich
gegen den wachsenden Kommunismus ent
schlossener zur Wehr zu setzen, als es das spa
nische Bürgertum getan hat.
r: ‘ ' > -
Die Italiener setzten in der vergangenen
Woche ihren Vormarsch auf die abessinische
Hauptstadt fort. Im Westen des Landes
wurde das gesamte Gebiet um den Tanasee
besetzt, der nach italienischen Ankündigungen
Flugstützpunkt werden soll. Nunmehr ist also
das gesamte britische Interessengebiet in der
Hand der Italiener. Aller Voraussicht nach
wird Großbritannien auf der Maitagung des
Rates noch einmal die Frage verschärfter
Sanktionen auswerfen, aber der voraussicht
liche Ausgang der französischen Wahlen eröff
net kaum Aussichten, daß Frankreich dann
anderer Meinung über die Sanktionen sein
wird als bisher.
*
Aegypten hat in dieser Woche seinen Mon
archen Fuad I., den ersten konstitutionellen
Herrscher des Landes, verloren. Fuad hatte
es namentlich während des Krieges, als die
ägyptischen Nationalisten den entschlossensten
Kampf gegen Großbritannien forderten, ver
standen, sein Volk mit Ruhe und Vorsicht durch
die Gefahren zu lenken, die der Weltkrieg für
es mit sich brachte. Der Erfolg dieser Politik
hatte ihm Recht gegeben: Aegypten erlangte
nach dem Krieg seine volle Autonomie und fast
seine ganze Souveränität.
König Fuad starb in einer Zeit, die innen-
und außenpolitisch für Aegypten nicht leicht ist.
Es wird sich erst zeigen müssen, ob der Regcnt-
schaftsrat, der für die nächsten Jahre an Stelle
des minderjährigen Königs die Regierung
führt, es ebenso wie Fuad verstehen wird, im-
Avanti! — Was Wird aus Aegypten?
mer den Ausgleich zwischen den widerstreben
den Interessen in Aegypten, den Nationalisten
auf der einen und den Briten auf der anderen
Seite, zu finden.
In Moskau fanden japanisch-sowjetrussische
Besprechungen über Fragen der Wirtschafts
beziehungen und die Einsetzung gemischter
Grenzkommissionen statt. Aehnliche Diskussio
nen sind in Tokio seit Monaten im Gange,
ohne daß man bisher zu einer Einigung ge
langen konnte. Auch die Moskauer Gespräche
scheinen die Bemühungen um friedliche Be
ziehungen zwischen den beiden großen Mäch
ten des Fernen Ostens nicht gebracht zu ha
ben. Alles bleibt offenbar beim alten.
Es ist in der Tat nicht damit zu rechnen, daß
Japan den sowjetrussischen Wünschen nach
geben wird, die eine Regelung aller Grenz
fragen, einschließlich der mandschurisch-mongo
lischen umfassen. Der aktivistische und antirus
sische Putsch in Japan ist zwar unterdrückt
worden, aber die Tendenzen der Aktivisten be
herrschen, wenn auch in anderer und wesentlich
gemilderter Weise ohne Zweifel auch die
jetzige Außenpolitik Japans.
Der Nrmöfrmk am 1. Mai
DNB. Berlin, 29. April. Die Reichssendelei-
tung führt am nationalen Feiertag des deut
schen Volkes für alle deutschen Sender die
Uebertragung folgender Veranstaltungen durch:
8.00—9,20 Uhr: Jugendkundgebung im Berli
ner Poststadion. Es spricht der Führer.
Einleitend nehmen Reichsminister Dr.
Goebbels und Reichsjugendführer Baldur
von Schirach das Wort.
10.30— 11.30 Uhr: Festsitzung der Reichskultnr-
kammer im Deutschen Opernhaus, Berlin,
mit der Verleihung des Buch- und Film-
preises 1936 durch Reichsminister Dr
Goebbels.
12.00—12.30 Uhr: Funkbericht von dem Auf
marsch der Millionen im Lustgarten und
in den Aufmarschstraßen.
12.30— 13.30 Uhr: Staatsakt im Berliner Lust
garten. Es spricht der Führer. Die Eröff
nungsansprache hält Reichsminister Dr.
Goebbels. Das Schlußwort spricht Reichs
organisationsleiter Dr. Ley.
22.00—23.00 Uhr: Abendkundgebung im Ber
liner Lustgarten. Es spricht Ministerprä
sident Generaloberst Göring
Die deutschen Sender bringen an diesem
Tage ein großes Gemeinschaftsprogramm, das
durch festlich-heitere Darbietungen dem Feier
tag des deutschen Volkes Rechnung trügt. Le
diglich für die Zeit von 20.50—21.00 Uhr hat
jeder Sender Funkberichte von den Maifeiern
seines Senöebereichs vorgesehen.
Joachim von Rippentrop 43 Jahrs alt
DD. Berlin, 29. April. (Eigenbericht.) Der
außerordentliche und bevollmächtigte Botschaf
ter des Deutschen Reiches, SS.-Brigadcsührer
Joachim von Ribbentrop, vollendet am 30.
April sein 43. Lebensjahr. Sein Name ist heute
in der ganzen Welt bekannt und geachtet und
bedeutet gleichzeitig das Programm einer
neuen nationalsozialistischen Außenpolitik und
eine starke Zukunstshoffnung. Das deutsch
englische Flottenabkommen, das erste wahre
Abrüstungsabkommen der Nachkriegszeit, ist
untrennbar mit ihm verbunden.
Seitdem hat sich in der deutschen Außenpoli
tik nichts von Bedeutung ereignet, ohne daß
Botschafter von Ribbentrop führend beteiligt
war, denn er hat es verstanden, die ihm vom
Führer gestellten außenpolitischen Aufgaben
in wahrhaft nationalsozialistischem Geiste zu
lösen. So war denn Botschafter von Ribben
trop wie kein anderer berufen, im Ausland
die Legende zu zerstören, daß das Dritte Reich
nicht in der Lage sei, auf dem Gebiet der
Außenpolitik nationalsozialistische Persönlich
keiten von Rang herauszustellen. Heute ist
Joachim von Ribbentrop, wohin man in der
Welt kommt, der Repräsentant der national-
ozialistischen Außenpolitik Deutschlands und
genießt als solcher dank seiner hervorragenden
geistigen und persönlichen Charaktereigenschaf
ten und eines seltenen Einfühlungsvermö
gens in die Psyche fremder Völker nicht nur
hohe Achtung, sondern auch aufrichtige und
herzliche Sympathien. Aber wie er sich die Her
zen erobert hat, so gilt er gleichzeitig als ge
fürchteter Gegner, weil sein eiserner Wille
wohl in der Form, nicht aber in der Sache
Entgegenkommen kennt.
Joachim von Ribbentrop ist am 30. April
1893 geboren. Er besuchte das Gymnasium in
Metz, studierte in Grenoble und London Spra
chen und war vor dem Kriege in Kanada als
elbstündiger Unternehmer tätig. Bei der Mo
bilmachung 1914 kehrte er unter Schwierig
keiten nach Deutschland zurück. Als kriegs-
freiwilliger Fahnenjunger zog er hinaus. Er
wurde bald zum Leutnant befördert und er
warb. bas Eijerue KrcĢ, und 2. Klaffe. Darr».
war er dem Kriegsministerium vom Früh
jahr 1918 ab zugeteilt, zunächst als Adjutant
des Bevollmächtigten des Kriegsministers in
der Türkei, 1919 als Adjutant des Bevollmäch
tigten der deutschen Friedensdelegation. Den
Abschied vom Heer nahm er im Jahre 1920
als Oberleutnant. Als Inhaber einer Jmpvrt-
und Exportfirma unterhielt er lebhafte Be
ziehungen zum Auslande, insbesondere nach
England und Frankreich. Im nationalsoziali
stischen Sinne arbeitete er an der Wiederher
stellung der deutschen Weltgeltung. Seine Be
ziehungen zu der nationalsozialistischen Partei
gehen bis auf mehrere Jahre vor der Macht
übernahme zurück. Sein Haus in Berlin-Dah
lem wurde ein bedeutsamer Mittelpunkt der
wichtigsten Besprechungen.
Nach der Machtergreifung erwarb sich Jo
achim von Ribbentrop als außenpolitischer
Mitarbeiter des Führers große Verdienste um
die deutsche Außenpolitik im nationalsoziali
stischen Geiste. Seit November 1933 gehört Jo
achim von Ribbentrop dem Reichstag an.
Am 20. April 1934 wurde er zum Beauftrag
ten der Reichsregierung für Abrüstungsfragen
ernannt, am 31. Mai 1935 zum außerordent
lichen und bevollmächtigten Botschafter des
Deutschen Reiches. In dieser Eigenschaft schloß
er als Führer der deutschen Flottendelegation
^ deutsch-«""ş'sche Flottenabkommen auf dem
Fuße der Gleichberechtigung ab. Am 17. März
1936 beauftragte ihn der Führer mit der Ver
tretung des Reiches bei den Verhandlungen
des Völkerbundsrates in London. Am 19.
März 1936 vertrat ervor dem Rat den deut
schen Standpunkt zum Memorandum der Lo
carnomächte. Am 31. März überbrachte er den
Friedensplan des Führers der englischen Re
gierung und leitete damit die großen inter
nationalen Besprechungen ein, bei denen ihm
die führende Rolle zugedacht ist.
Joachim von Ribbentrop ist mit der Tochter
des Industriellen Otto Henkell und seiner
Gattin Käthe, geb. Michel, verheiratet. Aus
dieser Ehe stammen vier Kinder, zwei Söhne
und zwei Töchter. >
Von den Betriebsfeiern der NSG. „Kraft
durch Freude" am Sonnabend und den Aus
flügen und Fahrten der Betriebe am Sonn
tag werden alle deutschen Sender Uebertra-
gungen und Funkberichte durchführen.
*
Staggen miļ Eintritt der Dunkelheit
wieder einziehen!
Der Reichs- und Preußische Minister des
Innern gibt im Einvernehmen mit dem
Reichsminister für Volksaufklärung und Pro
paganda folgendes bekannt:
Es ist erneut beobachtet worden, daß die
Reichs- und Nationalflagge an allgemeinen
Beflaggungstagen nachts nicht eingezogen
wird und häufig über die angeordnete Beflag-
gungszeit hängen bleibt. Für die öffentlichen
Gebäude ist vorgeschrieben, daß die Beflaggung
um 7 Uhr morgens beginnt und bei Eintritt
der Dunkelheit endet. Diese Vorschrift gilt auch
dann, wenn die Beflaggung für mehrere Tage
angeordnet worden ist. Die Bedeutung der
Flaggenhissung erfordert, daß die Bevölkerung
ihr Verhalten der behördlichen Regelung an
paßt. Es ergeht daher die allgemeine Ausfor
derung, daß bei Beflaggungen auch auf den
Privatgebäuden die Flaggen morgens 7 Uhr
gesetzt und mit Eintritt der Dunkelheit wieder
eingezogen werden.
*
Freut Euch hes Lebens!
„Freut Euch des Lebens,
Froh seid zu jeder Stund',
Hell Eure Augen,
Lachend der Mund."
Das Leben bringt oft Kampf und Müh',
Doch wär's nicht schöner ohne sie,'
Das Leben bringt uns Arbeit viel.
Dann freut uns Tanz und Spiel:
„Freut Euch des Lebens,
Froh seid zu jeder Stund',
Hell Eure Augen,
Lachend der Mund."
Ausschneiden
und aufheben zum gemeinsamen Gesang!!
* * *
Emste Lage in Palästina.
DNB. Paris, 30. April. (Eig. Funkm.) Wse
aus Jerusalem berichtet wird, war die Polizei
am Mittwochabend gezwungen, aus eine
Gruppe von etwa 150 aufständische Eingeborene
das Feuer zu eröffnen. Eine Anzahl von Ver
letzten mußte in ein rKankenhaus eingeliefert
werden.
Alle Juden aus dem Viertel Murrara in
Jerusalem seien in das Judenviertel der
Stadt übergesiedelt, um vor Ueberfällen der
Eingeborenen sicher zu sein. Im Lande breitet
sich der Aufstand immer mehr nach Norden
aus. Kraftwagen mit jüdischen Insassen wür
den auf allen Landstraßen mit Steinen bewor
fen. In Jaffa hätten die Aufständischen ein
jüdisches Kraftwagengcschäft geplündert. Alle
Schiffe, die neue jüdische Einwanderer bräch
ten, hätten sie aufs erste auf Haifa absetzen
müssen.
Verantwortlicher Hauptschriftlester unv Herausgeber; ķş er.
dinond Möller. ö
Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Herbert Puhlmann.
Verantwortlich für Politik: Herbert Puhlmann; für den ört
lichen und allgemeinen Teil: Adolf Eregori; für den wirt
schaftlichen Teil: Dr. Cl. Bielfeldt: für den provin-
Ücllen Teil! Karl Müller, alle in Rendsburg.
Bilbverantwortliche: Ressortleiter.
Verantwortlicher Anzetgenleiter: Karl Jacobsen, Rendsburg.
Verlag und Druck: Heinrich Möller Söhne. Rendsburg.
D*A- Schleswig-Holsteinische Landeszeitung (Rendsburgei
Tageblatt - Hohenwestedier Zeitung / Die Landpost
Hanerau-Hademarfchen - Eüderbraruver Tageblatt!,
D--A- IH. 36 IS LSS M à 7