Full text: Newspaper volume (1936, Bd. 2)

Dessie 
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Aerztliche Pflichtfortbildung 
NSK. Es kann in Zukunft vorkommen, daß 
ein Kranker, der seinen Hausarzt zu sich bittet, 
von diesem die Auskunft erhält, daß er im 
Augenblick seinem Rufe nicht zu folgen ver 
möge, da er seiner Pflichtfortbildung genügen 
müsse. Das mag dem Patienten dann sonder 
bar erscheinen und er wird nicht immer sogleich 
damit einverstanden sein, daß der Arzt ihn auf 
eine spätere Stunde vertröstet. 
In diesem Falle muß aber der Kranke — in 
schweren Fällen wird man das natürlich von 
ihm nicht verlangen — den Grundsatz „Ge 
meinnutz vor Eigennutz" gelten lassen,' denn 
am Ende ist eine gründliche und laufende 
Fortbildung unserer deutschen Aerzte allein 
Gewähr dafür, daß die deutsche Volksgesund 
heit auf dem Stande erhalten, auf den Stand 
gebracht wird, wie das im Interesse der Na 
tion, der Allgemeinheit notwendig ist. 
Mit dem großen Umbruch, der sich nach der 
Machtübernahme im deutschen Volke vollzog, 
traten an den Arzt weit größere Aufgaben als 
bisher heran. Um diese Aufgaben meistern zu 
können, entschloß sich der Reichsärzteführer 
Dr. Wagner, die Fortbildung zur Berufs- 
pslicht eines jeden Arztes zu machen, und be 
auftragte den Pg. Dr. Blome mit der Durch 
führung der erforderlichen Maßnahmen. Der 
nationalsozialistische Staat verlangt vom Arzt 
nicht nur die Behandlung leidender Menschen, 
sondern fordert von ihm, mehr als je zuvor, 
sein Augenmerk auf die Gesunderhaltung und 
Gesundheitssteigerung seines Volkes zu rich 
ten. Der Arzt soll der G e s u n d h e i t s s ü h - 
rer des Volkes sein. 
Es ist selbstverständlich,- daß darüber die 
Hilfe für einen kranken Menschen keineswegs 
vernachlässigt wird, sondern nach wie vor als 
vornehmste Aufgabe im Vordergrund des ärzt 
lichen Interesses steht. Niemand aber wird be 
streiten können, daß die Schulung des Arztes 
daraufhin, Krankheiten vorzubeugen, ebenso 
wichtig und im Interesse aller gelegen ist. Die 
Beratung der Volksgenossen in erbbiologischen 
Fragen, das Studium der Berufskrankheiten 
an Ört und Stelle und die Suche nach Mitteln 
und Möglichkeiten zu ihrer Beschränkung oder 
gänzlichen Abstellung, das alles sind Fragen, 
die den neuen deutschen Arzt mehr als bisher 
bewegen und interessieren. Fragen, die in den 
Pslichtfortbildungskursen zur Sprache kom 
men und an deren Lösung auf die praktischste 
Art und Weise herangegangen wird, indem 
man es den Aerzten ermöglicht, durch Besuche 
in Industrieanlagen, durch Befahrung von 
Bergwerken usw. das Milien jener Menschen, 
die sie beraten sollen, kennenzulernen. Auf 
diese Art und Weise wird der deutsche Arzt 
wieder wahrhaft volksnah und in jeder Be 
ziehung ,'n'den Stand gesetzt, zu raten und zu 
helfen. Dabei ist noch zu bedenke«, daß auch 
der Kranke, der von dem Arzt weiß, daß er 
seine, des Patienten, Arbeitsumgebung und 
Arbeitsmöglichkeiten kennt, ein viel größere- 
Vertrauen zu seinem Arzte hat, ein Vertrauen, 
das dann in der Folge der Heilung oder Ver 
hinderung von Erkrankungen höchst förderlich 
ist. 
Der Arzt nimmt in den Pflichtfortbildungs 
kursen an einer großen Reihe von Vortragen 
teil, er kann sich darüber hinaus in diesen Kur 
sen seinen speziellen Wünschen und Neigungen 
entsprechend fortbilden, und er gelangt, durch 
die enge kameradschaftliche Berührung mit sei 
nen Berufskameraden anderer Gruppen, zum 
Schluß dazu, die Gesamtausgaben der deutschen 
Aerzteschaft aus jener großen Perspektive zu 
betrachten, die es allein ermöglicht, daß die 
ärztliche Tätigkeit in der Gesamtheit sich zum 
Segen der Nation auswirkt. Daß in diesen 
Kursen noch besonderer Wert darauf gelegt 
Fortbildung dieser Großstadtärzte findet in 
38 Doppelstunden statt. 
Aus diesen Ausführungen ersehen die 
Volksgenossen, daß der deutsche Arzt — die 
Mittel für seine Fortbildung hat er selbst auf 
zubringen — dafür, daß er seinen Volksgenos 
sen besonders gute Hilfe zuteil werden lassen 
will, große Opfer zu bringen hat. Keiner, der 
es gut mit der Nation meint und sich als 
Glied der Volksgemeinschaft betrachtet, wird 
daher so egoistisch sein, seinem Arzte Schwierig 
keiten zu bereiten, wenn er einmal, wegen sei 
ner Fortbildungspflicht, nicht zur gewünschten 
tnnde erscheinen kann. 
Es ist ja nicht so, daß der Arzt um eigener 
Vorteile willen seine Fortbildungskurse be 
sucht, sondern lediglich darum, um der deut 
schen Nation wirklicher Helfer und gesundheit 
licher Führer sein und bleiben zu können. Auch 
in dieser Beziehung also müssen Arzt und 
Volksgenosse Hand in Hand arbeiten, und der 
Kranke, der einmal auf den Besuch zur ge 
wohnten Stunde verzichtet, kann sich sagen, daß 
er damit zu seinem Teil beigetragen hat, daß 
viele andere Volksgenossen in den Genuß 
einer ärztlichen Betreuung kommen, die den 
gesundheitlichen Stand der deutschen Nation 
so gewährleistet, wie er sein soll, wenn das 
deutsche Volk seiner Zukunftsaufgabe Herr 
werden will. P. E. R. 
Grötzle spanische Sierbmuerei 
von der Belegschaft in Besitz genommen. 
DNB. Madrid, 29. April Die Arbeiterschaft 
der größten spanischen Bierbrauerei, Aguilar, 
die als Protest gegen nicht nach ihren Wün 
schen geregelte Personalfragen seit einigen 
Tagen die Fabrikräume nicht verlassen hat, hat 
am Mittwoch den gesamten Betrieb selbst in die 
Hand genommen. Die Brauereiwagen, die die 
Verteilung innerhalb der Stadt besorgen, fah 
ren unter dem Zeichen 1l. H. P. (Union der 
proletarischen Bürgers, der Kampfparole der 
Oktober-Revolutionäre. Die 400 Arbeiter 
haben einen Ausschuß gebildet, der die Leitung 
der Fabrik übernommen und den von ihnen 
aus eigener Machtvollkommenheit enteigneten 
Unternehmern die Zahlung einer Miete für 
Gebäude, Maschinen und die übrigen Einrich 
tungen sowie einen prozentualen Anteil am 
Reingewinn in Aussicht gestellt hat. Am Ein 
gang der Fabrik ist ein Schild mit den Worten 
angebracht: „Bierbrauerei von der Belegschaft 
in Besitz." Die auf dem Fabrikgelände von der 
früheren Betriebsleitung angebrachte Auffor 
derung „Politisieren verboten!" ist mit Zetteln 
„U. H. P." überklebt. 
knallrote Vatzlgroleske. 
Der Triumph der Moskowiter in Frankreich 
ist schon jetzt, in diesen letzten Tagen vor der 
Stichwahl, nicht gering. Sie haben es im Rah 
men der für sie außerordentlich nützlichen 
„Volksfront" also glücklich dahin gebracht, daß 
der linke Flügel der Radikalsozialisten, also 
einer linksbürgerlichen Partei, bei den Stich 
wahlen überall da die Kommunisten wählen 
mutz, wo der Anhänger Moskaus bei dem er 
sten Wahlgang die meisten Stimmen erhielt. 
In welchem Umfang dieses tolle Stück zugun 
sten des Bolschewismus gespielt wird, zeigt 
schon allein das Beispiel von Paris, wo nicht 
weniger als 35 Kandidaten zum Besten Mos 
kaus, aber nur sechs Kommunisten zugunsten 
der Radikalsozialisten verzichten müssen! Nach 
dem schon beim ersten Wahlgang mehr als 1,6 
Millionen kommunistische Stimmen abgegeben 
wurden, überrascht es nicht weiter, daß man 
als Ergebnis der Stichwahlen in Pariser Blät 
tern Schätzungen lesen kann, die zwischen 40 
und 70 Vertreter des extremen Linksradikalis 
mus im neuen Parlament erwarten. 
Damit auch das Lächerliche nicht fehlt, wird 
Herr H e r r i o t in besagtes Parlament nur 
mit Hilfe der 2000 knallroten Stimmen in 
Lyon gelangen — also im schroffsten Gegensatz 
zu der eben erst ausgesprochenen Hoffnung sei 
nes Ministerkollegen F l a n d i n, wonach das 
Ergebnis des ersten Wahlganges mit dem An 
schwellen der kommunistischen Stimmen eine 
Warnung für Frankreich sein möchte! Doch sind 
solche kleinen Meinungsverschiedenheiten un 
erheblich gegenüber der gemeinsam betriebenen 
Politik der unbedingten Niederhaltung 
Deutschlands im Wege der Einkreisung. Und 
darin geben die beiden Herren einander nichts 
nach. 
Befehl Re. 84 dee G.P.A. 
Unsagbares Elend der Frauen în den Zwangsarbeitslagsrn der Sowjetunion 
NSK. Zum erstenmal wird in Deutschland 
umfassendes authentisches und zum größten 
Teil amtliches sowjetisches Material veröffent 
licht über die Zustände in den Zwangsarbeits 
lagern in der Sowjetunion. Diese Broschüre 
von Dr. Greife (mit 26 Original-Bilddoku 
menten, Nibelungenverlag Berlin 1936, Preis 
0,20 MJl) gibt uns eine sachliche Darstellung 
der Zwangsarbeit in der UdSSR. Der Ver 
fasser betont ausdrücklich, daß das Bildmate 
rial und die Tatsachenberichte aus dem sowje 
tisch-amtlichen Werk: „Der Stalin-Weißmeer- 
Kanal" stammen, einem Buch, welches im Jahr 
1934 anläßlich des Baues des Weißmeerkanals 
erschien. 
Erschüttert lesen wir die Hilferufe der Ver 
bannten und klar sehen wir, weshalb die 
Sowjetunion im ganzen Lande ständig neue 
Zwangsarbeitslager einrichtet. Während bis 
zum Jahre 1930 die Zwangsarbeitslager 
hauptsächlich der Ausrottung aller unerwünsch 
ten Elemente dienten, wird nach dem Ablauf 
des ersten Fünfjahresplans die Zwangsarbeit 
bewußt in den Dienst der Wirtschaft gestellt. 
Die Zwangsarbeitslager müssen gefüllt wer- 
wirö, die Methoden der N a t u r h e i l k u n d e, ş den,' eine nie dagewesene Ausbeutung der 
die sich als gut und brauchbar erwiesen ha 
ben, in den ärztlichen Behandlungsschatz ein 
zubauen, liegt auf der Linie des Wollens der 
neuen deutschen Gesundheitsführung. 
Darauf hingewiesen sei noch, daß die Fach 
ärzte mit den praktischen Aerzten grundsätz 
lich gemeinsam fortgebildet werden, weil nur 
der ein guter Facharzt sein kann, der über ein 
breites medizinisches Grundwissen verfügt und 
bei seiner Krankenbetrachtung nicht auf das 
einzelne Organ, sondern auf den ganzen 
Menschen sieht. Die von den Beauftragten des 
Reichsärzteführers für das ärztliche Fortbil 
dungswesen geschaffene Organisation der 
Pflichtfortbildung umfaßt alle deutschen Aerzte 
bis zum Alter von 60 Jahren. Jeder Arzt mutz, 
nach einer gewissen Spanne Zeit immer wie 
derkehrend, an einem Fortbildungskursus teil 
nehmen. Für Aerzte, die das 60. Lebensjahr 
überschritten haben, ist die Teilnahme freiwil 
lig. Wir unterscheiden zwischen der Fortbil 
dung der Kleinstadt- und Landärzte (Aerzte 
aus Orten unter 100 000 Einwohnern), die für 
je drei Wochen in besondere Fortbildungs 
krankenhäuser einberufen werden, und der 
Fortbildung der Großstadtärzte, die am Orte 
ihrer Tätigkeit ihre Fortbildung erhalten, da 
sich ja in diesen Städten stets für einen solchen 
Kursus geeignete Krankenhäuser befinden. Die 
menschlichen Arbeitskraft setzt ein,' denn nur so 
glauben die jüdischen Machthaber ihr „Aufbau- 
werk" vollenden zu können. „Wir werden den 
kalten Januar in einen siegreichen heißen 
Juni verwandeln" ist das aller Menschlichkeit 
hohnsprechende Schlagwort der Herrscherkligue. 
Halberfroren arbeiten die Menschen im Was 
ser stehend, und für 6 Millionen Menschen, dar 
unter VA Millionen Frauen und Kinder, be 
deuten die Zwangsarbeitslager lediglich eine 
„Dnrchgangsstation ins Jenseits". 
Aber nicht nur Erwachsene sind das Opfer 
dieser Zwangsherrschaft, noch unmenschlicher 
ist die Verschickung von Kindern in diese La 
ger. Ganze Güterzüge voll Kinder werden ab 
transportiert in GPU.-Lager oder in beson 
dere Lager für Minderjährige. Dieses ist dann 
der einfachste Weg, der Kindcrobdachlosigkeit 
und dem Kinderverbrechertum, das als Folge 
eines alles Gute und Edle zerstörenden Welt 
anschauung eine ungeahnte Verbreitung fin 
den konnte, zu begegnen. Bezeichnend sind die 
Ausführungen einer Frau, der es gelang zu 
flüchten, und die von einem Lager der Heimat 
losen berichtet: 
„Dieses Konzentrationslager ist der Schrek- 
ken der karelischen Bevölkerung, denn es be 
herbergt die obdachlos gewordenen Kinder der 
verschickten Bauern. Hier sind etwa viertausend 
§ààîî traft Ehre. 
„Was wir wollen, liegt klar vor uns: Rich 
Krieg und nicht Unfrieden. So, wie wir oen 
Frieden im eigenen Volke hergestellt haben, 
wollen wir nichts anderes, als den Frieden 
mit der Welt. Denn wir alle wissen, daß du 
große Arbeit nur gelingen kann in einer Zeu 
des Friedens. Allein, so wie die Führung der 
Nation im Innern niemals Verzicht geleistei 
hat auf ihre Ehre dem Volke gegenüber, u 
kann sie auch nie Verzicht leisten auf die Eşş 
des deutschen Volkes gegeniiber der Welt." 
Adolf Hitler am 1. Mai 1934. 
Kinder aus den verschiedenen Gebieten der 
Sowjetunion zusammengepfercht. Es gibt we 
der Schulen noch Werkstätten. Ein großer Teil 
der Kinder geht jedes Jahr an Hunger, Krank 
heiten und Entbehrungen zugrunde. Sehr oft 
versuchen die Kinder zu fliehen, doch kommen 
sie meist in den Sümpfen um oder sie werden 
von der Wache auf der Flucht erschossen." 
Erschütternd ist, wenn wir lesen, wie das 
Los der Frauen in den Zwangsarbeitslagern 
noch schwerer ist, als das der Männer. Sie 
haben mit ihren schwachen Kräften die gleiche 
Arbeit zu leisten wie die Männer und haben 
ungleich mehr zu erdulden von ihren Peini 
gern. Wie erst die nackte Wirklichkeit aus 
sehen muß, erfahren wir aus einem Lager- 
besehl für das Weißmeer-Erziehungslager, der 
nachfolgend veröffentlicht sei. 
„Befehl Nr. 54 der Hauptlagerverwaltung 
der GPU. für das Weißmeer-Erziehungs 
lager der GPU.-Station Medweschja gora. — 
Am 8. Februar 1933. 
1. In einigen Abteilungen werden die 
Frauenabteilungen schlecht geleitet, sie sind 
mangelhaft eingerichtet und werden in einem 
unhygienischen Zustand gehalten. 
2. Die meisten Frauenarbeitskollektive haben 
keine Küchen, oft werden trockene Lebcns- 
mittelrationen ausgegeben, wodurch die Er 
nährung verschlechtert wird. 
3. Die medizinische Betreuung und die sani 
täre Lage sind ungenügend. Den Frauen wird 
nicht immer ärztliche Hilfe gewährt. 
7. Von seiten der Lagerverwaltung und der 
männlichen Insassen wird der Frau keine 
Achtung entgegengebracht. Die Frau wird 
grob und zynisch behandelt, und manchmal 
wird ihr Schamgefühl nicht geschont. 
8. Als Folge der außerordentlich mangel 
haften Kulturarbeit und der ungenügenden 
Beachtung der Lebensbedürfnisse sind festzu 
stellen: Diebstähle, Alkoholismus, Kartenspiel 
und Prostitution." 
Wenn die Sowjetmachthaber selber schon 
einen so deutlichen Befehl für notwendig er 
achten, dann müssen die Zustände so gewesen 
sein, daß es unmöglich ist, sich ein Bild davon 
zu machen. 
Beim Lesen der Broschüre prägt sich uns tief 
das ungeheuere Elend dieser Menschen ein, 
und vor allem die Tatsache, daß Urheber und 
Organisatoren dieses Vernichtungskampfes 
aller völkisch wertvollen Elemente Juden sind. 
Dr. A. Petmecky. 
Letzter Fr»ķ 
Hohenstein. In einer schlichten Feierstunde, 
die als Reichssendung vom Deutschen Rund 
funk übernommen wurde, ehrte die deutsche 
Jugend am Mittwochmittag im Reichsehren 
mal Tannenberg das Andenken des General 
feldmarschalls von Hinöenburg. 
Genf. Der Ausschuß für die Prüfung der 
Zusammensetzung des Völkerbundsrates 
am Mittwochvormittag seine Arbeiten abge 
schlossen. Man rechnet mit einer neuen Zusam 
mensetzung des Völkerbundsrates ab Septem 
ber. 
Wien. Auf einer Versammlung der christli 
chen Volksvereine Wiens wandte sich Bürger 
meister Schmitz scharf gegen den Kommunis 
mus, während Minister a. D. Dr. Czerrmu 
energische Worte gegen das Judentum fand. 
Rom. Das Ableben Königs Fuad voll 
Aegypten wird von einem Teil der italieni 
schen Presse als Anlaß zu neuen Angriffs 
gegen England benutzt. 
Paris. Marschall P-ckain veröffentlicht iM 
Journal eine Stellungnahme zu dem bevor 
stehenden zweiten Wahlgang, in der er eiM 
Warnung vor der Bedrohung Frankreichs 
durch den Kommunismus ausspricht. 
London. Blättermelduugen zufolge sind zw 
Zeit zwischen England und der Sowjetunion 
informelle Besprechungen über den Abschluß 
eines zweiseitigen Flottenabkommens nach deu 
Richtlinien des Londoner Flottenvertrages iM 
Gange. 
Warschau. In Chrzanow in der Wojewod 
schaft Krakau kam es am Mittwoch unter dem 
Einfluß kommunistischer Hetzer zu schwerer 
Zusammenstößen bei einer Arbeitslosenkuno- 
gebung. Die Polizei mußte von der Wafsi 
Gebrauch machen, wobei ein Mann getötet um 
neun verwundet wurden. 
Der italienische Vormarsch aus Addis Abe^' 
Während die Südfront im Stellungskrieg ^ 
erstarren droht, ist die Nordfront noch imw^ 
in Bewegung. Vor wenigen Tagen startete 6 
Hauptquartier Dessie eine italienische Taw 
truppe, die bisher etwa Zweidrittel der EU 
fernung zwischen Dessie und Addis Abeba in 
rückgelegt hat. Sie benutzt die bekannte dick 
das Tiefland führende Autostraße und besm 
det sich jetzt an dem Orte Mahfud, der o> 
Fuße des über 3000 Meter hohen Termabc 
Gebirges liegt. Außerdem rückt auf der Äßn 
wanenstraße von Dessie aus direkt durch 
Gebirge eine eritreische Kolonne vor, die Vo* 
Jllu besetzt hat und am Wacit-Fluß steht, n 
sie bereits auf den Widerstand der Abessiwģ 
gestoßen ist. Im italienischen Hauptquartier 
man der Meinung, daß nach der Wiederherstn 
lung der Straße Addis Abeba Anfang o 
nächsten Woche fallen wird, da die primitiv^ 
in aller Eile eingerichteten abessinischen 2^ 
teidigungsstellen im Gebirge dem schwel 
Trommelfeuer der italienischen Geschütze kaU 
standhalten werden. (Selle-Eysler, K-ş 
I
	        
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