Schleswig-Holsteinischer Wirtschaftsdienst
Weltwirtschast im Anstieg
Die Auftriebskräfte haben sich erneut verstärkt.
Der Anstieg der privaten Investitionstätigkeit hat
sich beschleunigt, und mit wachsendem Einkommen
beginnt auch der Verbrauch rascher zuzunehmen. Zu
diesen von der Wirtschaft selbst ausgehenden An
trieben treten die Wirkungen der zunehmenden
Nüstungsausgaben. Auf die wachsende Nachfrage der
Industrieländer ist es in der Hauptsache zurückzu
führen, da» das Preisniveau der landwirtschaftlichen
Produkte trotz starker Produktionserweiterung im
allgemeinen behauptet werden konnte. In Italien
ist ein großer Teil des Produktions- und Kredit
apparates verstaatlicht worden, um die Bereitstel
lung des benötigten Kriegsmaterials sicherzustellen,
die Preissteigerung innerhalb gewisser Grenzen zu
halten und den Konsum zu schützen. Die Rüstungs
betriebe sind z. T. bis an die Grenzen der Lei
stungsfähigkeit beschäftigt. Das gleiche gilt von den
jenigen Industriezweigen, die die durch die Sankti
onen und die staatliche Importkontrolle verdrängte
Einfuhr ersetzen sollen. Ausgesprochen schlecht ist
dagegen die Geschäftslage in den typischen Export
industrien. Auch die private Jnvestititionstätigkeit
ist, soweit sie nicht dem Ausbau der Rüstungsindu
strien oder neuer Rohstofsindustrien dient, offenbar
fast ganz unterbunden. Die Arbeitslosigkeit scheint
daher noch immer beträchtlich zu sein. Auch in der
Tschechoslowakei und in Oesterreich beruht die an
haltende Belebung zu einem großen Teil auf dem
Anstieg der Nachfrage nach Rüstungsgütern, zinn
Teil aber auch darauf, daß ihre Ausfuhr nach Süd-
osteuropa infolge des Fortfalls der italienischen
Konkurrenz stark zugenommen hat.
In den anderen in Aufschwung stehenden Volks
wirtschaften haben dagegen innerökonomische Auf
triebskräfte im allgemeinen die Oberhand. Sv geht
vor allem die anhaltende Belebung der Wirtschafts
tätigkeit in den Bereinigten Staaten von Amerika
in erster Linie aus eine rasch sich entfaltende Jnve-
stitionIkonjunktur zurück. In Grotzbriiannien ist
für den Aufschwung ebenfalls nach wie vor die ivach-
scnde Anlagetätigkeit der Privatwirtschaft entschei
dend; dabei treten neuerdings industrielle Investi
tionen mehr in den Vordergrund. Neben der Be
lebung des Binnenmarktes spielen in Schweden
und in Finnland der erneute Anstieg der Ausfuhr
und in Norwegen die Steigerung der Schiffahrts-
cinnahmen eine wichtige Rolle. In Belgien, das
sich vor etwas mehr als Jahresfrist vom Goldblock
löste, ist die Konjunktur gleichfalls wieder im An
stieg begriffen. Zu dem günstigen Einfluß, den dies
auf die Konjunkturentwicklung ausübt, kommen feit
kurzem noch die Wirkungen der staatlichen Arbcits-
Hamburger Börse
Amtliche Notierung in MM kür IM MM Nennwert
Ohn? OWbrti
Sontra
ÄritDsnonf
DD -Xvnt
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fitorrm .i'imr
29.4. 28 4 3nburti..ütl 29 4 28 4
184 00
88 59
88.75
110.51
121 00
74 00
90 12
36 (0
15.00
28 CO
16 62
36 00
184 75
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88 50
111 00
121 -o;
74.37
90 25
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3» •iîûjhfn
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Şb-şitz
36 12 36 12
163 00 162.00
151.50 150.C0
105 50
127.00
140 00
186 CO
139.25
118 50
168 25
19 25
109 12
105 5C
127 00
139 50
185 00
139.50
118 50
165 75
19 00
i 08 50
Amtliche Währungoļulie.
1 Piund Sterling
1 Dollar
inn dân Kr.
100 kranz Frank
Peseta
Lira
• t * * I *
• ••«•••
29 4 28 4
12.29 12.28
2.4^9 2.488
54.86 51.84
16.38 >6.375
33 95 33 !c
I9 60 19.60
Hamburger Schwememarkt
Altona, den 30 Avril >93 >
Preise: a-55, b 1 54. b2 53 c51. ck49 gl 53-54. g2 51
50 kg Lhbaew Auiiried 3332 4-1303Beobachiungsiiere
>Obne Gewähr« »a»ne> zugeteilt
Deutsche Zchtachtviebmärkte
Kammernotierung Berlin am Markttage. Breise
kür I ?kä. bebendgewiebi in /A2 lObne Oewäbtt
29. April 1935
Markt
1. Ochsen...
2. » ...
4- * •..
1. Bullen....
1. Kühe
2.
1. Kälber....
2. Ş ....
1. Schale....
Z , ....
1. Schweine .
Z .
3.
t. Sauen ...
Hannover
41-43
39
33—34
38—41
36—3/
3?-40
33- 36
60—63
50- 60
34- 35
25-30
53
51- 52
49
47-52
Auftrieb und H andel aut
897
1115
320
4295
43
41
37-40
32—35
65—/0
54 -64
30
541/a
531/2
501/2
531/2
Br siau
Srarnea
44
42
38
39-41
37
66-74
30—65
35 -40
Kiel
41
37
4t
36
63-70
55-62
Ochs.Bu. Kü.
Kälber .....
Schafe
Schweine
Ochs.Bu. Kü.
Kälber
Schafe .....
347
453
157
1434
verteilt
gut
mittel
5 4*/2
5j1/2
5t 1/2
531/2
den Märkten
225
433
201
1530
5402
531/2
501/2
50-53
163
29 b
Sebveine^w verteilt
verteilt
langsam
schlecht
verteilt
verteilt
mitte!
verteilt
1831
s. flott
mittel
belanglos
verteilt
befchaffung, zu deren Finanzierung auch der durch
die Neubewertung der Goldbestände erzielte Ge
winn eingesetzt werden soll. In Japan Hat die in
dustrielle Produktion einen neuen Höchststand er
reicht; die Ausfuhr nimmt weiter zu, obschon in
etwas verlangsamtem Tempo. Freilich besteht eine
gewisse Unsicherheit über die künftige Wirtschafts
politik.
Die Lage der Rohstoffländer hat sich infolge der
Erhöhung der Agrarpreise und einer verhältnis
mäßig guten Exportsaison meist weiter gebessert.
Australien, Neuseeland und die Südafrikanische
Union zogen vor allem aus der Zunahme der Woll-
ausfuhr Nutzen. Kanada konnte einen Teil seiner
seit Jahren fast unverändert hohen Weizenvorräte
abstoßen. In den südamerikanischen Staaten dage
gen war die Ausfuhrentwicklung vielfach enttäu
schend.
Auch im europäischen Agrarraum hat sich die
Lage im allgemeinen gebessert. Eine Ausnahme
bildet nur Spanien, wo die Konjunkturentwicklung
eher noch abwärts gerichtet ist. In Südosteuropa
dagegen hat die Erholung vielfach neue Fortschritte
gemacht.
Die Goldblockländer dagegen haben nach wie vor
mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen. In Frank
reich hat sich die Industrieproduktion seit Sommer
letzten Jahres zwar ettvas erhöht. Ein Ansatzpunkt
zu einem Umschwung liegt allerdings darin, daß der
Staat unter dem Druck dieser Verhältnisse mehr
und mehr zur Erschließung zusätzlicher Kreditquel
len gezwungen wird. Die Schweiz und die Nieder
lande blieben von der Kreditkrise in Frankreich
dieses Mal unberührt; in der Güterwirtschaft halt
die Krise jedoch weiter an. Auch in Polen sind An
zeichen für eine entscheidende Wendung zum Bes
seren nicht zu erkennen.
Selbsthilfe im Aņtzenhaņdel bleibt
Auf der Jahrestagung der Autzenhandelsstelle für
das Rheinland stand im Mittelpunkt ein Vortrag
des Reichsbankdirektors Dr. Blessing Uber „Außen
handel und Außenhandelspolitik". Der Redner be
tonte, daß er keinesfalls einer neuen Verschuldung
Deutschlands das Wort rede. Alle Gerüchte über
einen deutschen Auslandskrcöit jeien aus der Luft
gegriffen. Aber er rede das Wort der Wiederauf
nahme jener Kreditbeziehungen zwischen den In
dustrie- und den Rohstoffländern. Dr. Blessing
wandte sich gegen Vorwürfe, daß Deutschland sich
gegen gewisse Länder auf Verrechnungskonto ab
sichtlich verschuldete, um diese Länder dann zu zwin
gen, verstärkt in Deutschland zu kaufen. Da
durch, daß Deutschland von den betreffenden
Ländern kaufe, hätte es eine Vorleistung vollbracht,
die selbstverständlich nur abgegolten werden könne
durch entsprechende Gegenkäufe bei uns. Die deut
schen Exporterfolge seien nicht durch unfaire Dum-
pingmaßnahmen erzielt worden, sondern durch die
Bereitschaft, die Waren dieser Länder abzunehmen.
- In Deutschland gebe es eine Wührungssrage
nicht. Im Rahmen der Abwehr verwies der Redner
auf das Bonds- und Scripsverfahren sowie auf die
Selbsthilfeaktion der deutschen Wirtschaft, die auch
im laufenden Jahr fortgesetzt iverden würde. Er
nehme an, daß die Höhe der von der Wirtschaft auf
zubringenden Mittel dabei etwas geringer sein
könne als im Vorjahr. Es sei unvermeidlich gewe
sen, den Auswüchsen der Kompensationsgeschäfte
entgegenzutreten. Es bestände aber keineswegs die
Absicht, diejenigen Kompensationsgeschäfte zu un
terdrücken, die zu einer zusätzlichen Ausfuhr führ
ten und gleichzeitig die Einfuhr lebensnotwendiger
Waren ermöglichten.
Devisenkontrolle in Polen
Die der Republik Polen von Danzig überreich
te Note, die sich mit den Rückwirkungen der in Po
len eingeführten Devisenkontrolle aus die Interes
sen der Freien Stadt beschäftigt, bringt zum Aus
druck, daß die bis zum 26. April 1936 entstandenen
und zur Zeit blockierten Danziger Forderungen in
Polen auf Antrag der polnischen Schuldner durch
Zuteilung der erforderlichen Devisen bzw. verkehrs-
freicn Zlotys zur Bezahlung gelangen. Die Dan-
ziger Regierung ist bereit, den Zloty-Verkehr in
Danzig reibungslos aufrechterhalten zu lassen,
aber nur unter der Voraussetzung, daß der Dan
ziger Gulden wieder an der Warschauer Börse amt
lich notiert wird. Die Danziger Regierung halte
außerdem den Zeitpunkt für gekommen, daß die
Zölle wieder in Danziger Gulden entrichtet werden
und nicht in Zloty.
Deutscher Bauvereinstag 1988 in Duisburg
In der Zeit vom 21. Mai bis zum 3. Juni «er-
anstaltct der Hauptverband Deutscher Wohnungs-
unternchmen (Baugenossenschaften und -gesellschaf-
ten) e. B. — die Spitzenorganisation der gemein
nützigen Wohnungsunternehmen — einen „Allge
meinen Teutschen Bauvereinstag".
■HB
Handel und Wandel
Rendsburger Ferkclmarkt vom 30. April
Zusnhr 555 Stück. Händel gut, Markt geräumt.
Preise: schwere Ware (20—25 Kg.) 68—72 Psg., .nit
telschwere Ware (15—20 Kg.) 73—75 Psg., leichte
Ware (12--4—15 Kg.) 75—79 Psg. für K Kg. Le
bendgewicht. Für allerbeste Ferkel wurde auch über
Notiz, für abfallende Ware auch unter Notiz bezahlt.
Eckernsörder Ferkelmarkt vom 29. April
Zufuhr so gering, daß eine Preisfestsetzung un
möglich ist, 11 Ferkel. Preise: unter 10 Kg. 0,90 bis
1 Ķ je A Kg.
Nortorser Ferkelmarkt vom 29. April
Auftrieb 64 Stück. Preise: leichte Ware 20—74
Psg. für
z. Lebendgewicht, mittlere 67—70 Psg.,
schwere 63—67 Psg. Handel flau, Markt wurde
nicht geräumt, da nur wenig Käufer.
Hamburger Rinder- und Schafmarkt v. 29. 4.
176 Ochsen, 156 Bullen, 649 Kühe und 180 Fär
sen plus 60 Beobachtungstiere. Qualität ließ zu
wünschen übrig. Auch heute mußten Ochsen. Bullen
und Färsen soivie gute Kühe anteilmäßig an die
Käufer verteilt iverden und ebenfalls in der zweiten
Markthälfte, in der abfallende Kühe zum Verkauf
standen. Markt zu Höchstpreisen sehr schnell ge
räumt. — 721 Schase. Handel sehr ruhig. Die Preise
mußten aus der ganzen Linie nachgeben. Qualität
gut. Markt nach schleppendem Geschäftsgang noch
geräumt.
Kiel, 29. April. 1831 Schweine von mittlerer Be
schaffenheit, anteilmäßig verteilt. Rinder 163. Be
schaffenheit etwas besser. Schwere Bullen werden
wieder mehr zum Verkauf gestellt. Tiere zu den
Klassen-Höchstpreiscn verteilt. Beschasfenheit der
Kälber etwas besser. Der heutige Markt wurde bei
mittlerem Handel, cs standen 283 Stück zum Ver
kauf, geräumt. Der Austrieb au Lämmern entsprach
dem angemeldeten Bedarf.
Lübeck. 28. April. 1195 Schweine, 199 Kälber, 29
Schafe. Der Schwenreaustrieb lag um etwa 60
Tiere höher und entsprach aualitativ ungefähr dem
des Vormarktes. Es wurde zugeteilt. Dem Kälber
markt war ungefähr die gleiche Anzahl Tiere zu
geführt tote in der Vorivoche. Durchschnittsqualität
gut, geringe Kälber nur wenig vertreten. Die Prei
se blieben in allen Klassen, mit Ausnahme der
a-Kälber. die um 1 bis 2 MM nachgeben mußten,
ziemlich unverändert. Bei mittlerem Marktverlaus
ausverkauft. Die Zufuhren an Schafen entsprachen
mengenmäßig dem Bedarf, jedoch ließ die Qualität
zu wünschen übrig. Bei ruhigem Geschäftsgang ge
räumt.
Butter-Wochenbericht
Angebot und Nachfrage sind unverändert geblie
ben, nur ganz vereinzelt hört man aus einigen
Bezirken, daß noch Anforderungen notwendig wa
ren. Nach Ultimo wird sich der Konsum zweifellos
wieder stärker heben. Das Ausland berichtet weiter
über einen recht guten Markt. Besonderes Inter
esse zeigen die Engländer für dänische Butter. Bon
einer Aenderung der Notierung wird man aber ab
sehen, da über kurz oder lang wieder gewisse Schwä
chen im Markt auftreten müssen. — Bon Deutsch
land wurde in dieser Woche nur sehr wenig gekauft,
da die Kontingente überwiegend ausgenutzt ivaren.
Die neuen Bezüge dänischer Butter dürften erst
Anfang nächster Woche zur Verfügung.stehe«. !a j
Berliner Schlachfviehmarkt
Berit«, 30 Avril iVoröerichtt «Ohne Gewähr
Mitgeteilt von bei Reichsviehwertunasnelell'chaft
Es wurde gezahlt ttir 50 Kg Lebendgewicht:
Preise: Auftrieb: Verlauf:
Rinder 24-44 1714 glatt
Kölber .............. 35—81 1606 Mittel
Schate 21 43 3038 rußig
Schweine 9540 glatt
Schweine Klasse A *'5? E 4Mr- Sauen 50*4—53‘lt
MechW FmtzjaHrs-VieH- mb
Wàmâ
am Dienstag, dem 28. April 1936.
Der Rotenhöser Frühjahrs-Vieh- und Pferde
markt, einer der bedeutendsten Märkte der Provinz,
hatte sich, vom Wetter begünstigt, eines guten Be
suches von nah und fern zu erfreuen. Die Zu
trift an Rindvieh ivar um fast 150 Stück geringer
als am vorjährigen Rotenhöser Frühiahrsmarkt.
Am meisten mar Grasvieh vertreten. Der Handel
war mittelmäßig, der Markt wurde nicht ganz ge
räumt. Gesucht waren gute Kalbtiere. Die Zutrift
an Pferden ivar etwas höher als am vorjährigen
Rotenhöser Frühjahrsmarkt. Am meisten ivaren
mittlere und ältere Arbeitspferde am Markt. Der
Handel war mittelmäßig, der Markt wurde aber
nicht geräumt.
Die Zutrift an Rindvieh betrug 643 Stück gegen
261 Stück am letzten Markt, am 17. März 1936, und
785 Stück am Rotenhöser Frühjahrsmarkt 1935.
Es wurden gezahlt für Rindvieh:
Kalbkühe 350—47Q MM
Milchkühe 280—380 MM
Kalbquien 270—400 MM
Fehrktthe 300—360 MM
geringere ältere Kühe 150—210 MM
1>§—2jährige Quien 230—330 MM
IsL—2jährige Bullen 210—270 MM,
1/^—2jährige Ochsen 250—350 MM
Kälber, je nach Alter n. Güte 50—160 MM
Nach Lebendgewicht wurde für das A Kg. 33 bis
40 Psg., für Qualitätsware über Notiz bezahlt.
Dem Pserdcmarkt waren 149 Stück zugeführt
gegen 244 Stück am letzten Markt, am 17. März
1936, und 181 Stück am Rotenhöser Frühjahrs
markt 1935.
Es wurden gezahlt für Pferde
beste Pferde 1100—1800 MM
schwere schleswigsche Pferde 1000—1300 MM
gute Arbeitspferde 800—1000 MM
mittlere Arbeitspferde 500— 700 MM,
ältere Arbeitspferde 400— 600 MM
geringere Qualitäten 150— 250 MM
3jährige Pferde 850—1050 MM
2jährige Pferde 750— 900 MM
1jährige Fohlen 400— 550 MM
Litauer, je nach Güte 300— 600 MM,
Vereinzelt wurde auch über und unter Notiz bezahlt.
Der Marktbcobachter
Im hamburgischen Getreidemarkt ist anzunehmen,
daß nach dem 1. Mai die Zufuhren auf Grund der
Erhöhuna der Festpreise sich etwas verstärken wer
de«. Mahl'wöizen war weniger zugeführt üsveV-
Auslese
Arbeitsbuch
In einer Mitteilung des Landcsarbettsamts
Brandenburg heißt es u. a.: Der Besitz des Arbeits
buches ist für jeden deshalb von Bedeutung, weil
nach dem Gesetz hiervon auch die Einstellung und
Beschäftigung in den Betrieben abhängig gemacht
ivird. Eine entsprechende Verordnung des Reichs
arbeitsministers, die die Neueinstellung und Wetter-
beschäftigung ohne Arbeitsbuch überhaupt verbietet,
ist in kurzer Zeit zu erwarten. Wegen der schwe
ren Nachteile, die sich aus dem Nichtbesitz eines Ar
beitsbuches ergeben können, liegt es jetzt im Inter
esse eines jeden, der sein Arbeitsbuch bisher nicht
beantragt hat, dies sofort nachzuholen.
Generalversammlung der Schleibank
Kappeln, 28. April. Die Schleibank hielt im
Strandhotel eine sehr stark besuchte Generalver
sammlung ab. Das Interesse war diesmal beson
ders grob, da die beantragte Aenderung des Pa
ragraphen 13 der Satzung, die Gefahr einer Auf
hebung der Schleibank überhaupt in sich barg. Die
ser Antrag wurde nach sehr reger Aussprache ab
gelehnt und nach der Ablehnung von der SHB.
(Schleswig-Holsteinische Bank) zurückgezogen. Im
übrigen genehmigte die Versammlung den Ge
schäftsbericht und erklärte sich mit der Verteilung
des Reingewinns (43 312,44 MM) einverstanden.
Neuer Entsernungszciger ab 1. Oktober
Anstelle der zahlreichen Entsernungszeiger, die
noch aus der Zeit der Staatsbahnen der deutschen
Einzelstaaten übernommen wurden, tritt am 1. Ok
tober 1936 ein gemeinsamer Entfernungszeiger für
den Verkehr der Reichsbahn und der anschließen
den Privatbahnen. Im allgemeinen bringt der
neue Tarif — z. T. wesentliche — Entsernungs-
kürzungen, denen nur wenige Erhöhungen durch
Beseitigung nicht mehr vertretbarer Sondcraus-
nahmen gegenüberstehen.
Reichssinanzministcr Gras Schwerin von Krosigk
sprach am Mittwochnachmittag zur schlesischen Stu
dentenschaft über die Finanzpolitik. Der Minister
betonte, daß die erreichten Erfolge nicht auf Zauber
kunststücken beruhten, sondern das Ergebnis eines
klaren, einheitlichen, energisch durchgeführten Ge
samtplanes seien.
Eine dcutsch-sowjetrnssische Bereinbarung über
den Waren- und Zahlungsverkehr wurde am Mitt
woch unterzeichnet.
Husnmer Ferkelmarkt vom 39. April
Auftrieb: 465, Handel mittel, Markt fast geräumt.
Preise: kiwöchige 19—21, 6—Lwöchige 22—24, 8—10-
tvvchigc 25—27 MM,
gleichsweise stärkerer Beanspruchung des Marktes.
Besonders begehrt war Mahlroggen seitens der
Provinzmühlen. Auch vom Rhein forderte man
Ware ans dem hiesigen Gebiet. — Am Futterge
treidemarkt wird kontingentssrcier Roggen nicht
mehr verfügbar sein, da der Getreidewirtschastsver-
band die Futterroggenbestände zu kontingentsware
erklärt hat. Futterhafer und Futtergerste wurden
in leichteren Qualitäten ohne Schwierigkeiten auf
genommen. Stärker vertreten ivar allerdings Ware
mit höherem Hektolitergewicht. — Am Futtermittel-
markt erfolgten neben kleineren Posten Reisfutter
mehl Zuteilungen in Höhe von 260 To. Fischmehl
im Rahmen der Schwetnemastverträge. Kartoffel
flocken und Kleie waren nach wie vor begehrt. Wie
derholt wurden Geschäfte in Kartoffclflocken abge
schlossen. — Die Entspannung am hamburgischen
Eiermarkt setzte sich tort. Obivohl die Zufuhren ans
Niedersachsen und Oldenburg infolge des kalten
Wetters nachqelassen haben, konnte der Einknh-
lungsprozetz zum Zwecke der späteren Marktversor
gung weitergeführt werden. Am Beginn des neuen
Monats kann saisonmäßig bedingt mit einer ver
stärkten Kauslust des Publikums gerechnet werden.
Auch sind in den nächsten Wochen wieder größere
Zufuhren ausländischer Ware zu erwarten.
Hamburger Getreidegroßmarkt
(Ohne Gewähr!
Tendenz: rubio
, . 205.00
. . 212.00
(Frübinarktl vom 30 April
Getreide [MM ie 1000 Kg.!
Weizen Erz.-Pr. Festvr.-Geb. W 9
Weizen Erz.-Pr Festvr.-Geb. «7 12
Roggen Erz -Pr Festvr.-Geb. 8 9 .
Roggen Erz. Pr. Fesipr -Geb. R 12
Futtergeisie Erz - Pr. Festvr.-Geb. 0 8...
Flittergerste Erz.-Pr. Fesipr.-Geb. O 12 . .
Wintergerste, zweizeilig, f. Jndustriezivccke
zirka 7071 Kg. ab Mecklenburg
Sommergerste fret Hamburg
dto. 68Ş Kg. für Jndustriezw. ab Mecklbg.
Donaugeiste kmgir. verzollt
Russengerste 63X4 bzw. 64/65 Kg. kwgfr. verz.
Hater, Erz.-Pr. Festvr.-Geb. li 12 . . . .
Hater Erz.-Pr Festvr.-Geb H 16
Futtermittel [MM |e 50 Kg!
Jnl Wetzenklete. Grundpr. sofort VV 9. .
Jnl. Roggenkleie. Grundpr. sofort R 12 .
Reisfuttermehl, deutsches 24%ta. zirka 6 %
Rohiaser ab Fabrik ....
Rrissuttermehl. bell. 24%. max. 6 % Roh-
faser. prompt
Leinkuchen, ab Harburg, sofort .....
Leinkuchenmehl. dtsch. Mahlg.. prompt. . .
Kokoskuchen, ab Harburg, sofort .....
Manila-Kokoskuchen, ab Harbg.. prompt. .
Palmkuchen, dtsch.. ab Harburg, sofort. . .
Erdnußkuchen 8b Harburg, sofort ....
Erdnußkiichen. 50 %, Bremen ......
Erdnußkleie . —
Sesamkuchen. ab Fabr. HamburglHarburg 8.05
Rapskuchen, deutsche Saat, sofort . . . .7.10
Rapsschrot, deutsche Saat ....... 7.20
Palmkernschrot deutsch, prompt ..... 7.80
Sonaschrot, Harburg, sofort 7.75
Baumwoll • Saatkuchenmchl. 48 %, prompt 7.95
Mehle [MM je ton Kg.i
Weizenmehl, 790, W 16 (Jnlandsweizen)
Weizenmehl, mit 10 % Äuslandsiveizerr
Weizenmehl, mit 20 % Auslandswetzen
Weizenmehl. 790 W 9 ...... .
Roggenmehl. 997, R 12 . . .
Roggenmehl, 997, ļì 15- . .
RoggŞÄl. M. 8
169 00
175 00
178.00
183.00
215-20
195-90
169.00
174 00
Tendenz ruhig
5.7702
5.97>/2
5.30
6.10
8.65
8.70
7.70
8.45
• • ft
28.70
30.20
31.70
28.20
22.40