Full text: Newspaper volume (1936, Bd. 2)

Schleswig-Holsteinischer Wirtschaftsdienst 
Weltwirtschast im Anstieg 
Die Auftriebskräfte haben sich erneut verstärkt. 
Der Anstieg der privaten Investitionstätigkeit hat 
sich beschleunigt, und mit wachsendem Einkommen 
beginnt auch der Verbrauch rascher zuzunehmen. Zu 
diesen von der Wirtschaft selbst ausgehenden An 
trieben treten die Wirkungen der zunehmenden 
Nüstungsausgaben. Auf die wachsende Nachfrage der 
Industrieländer ist es in der Hauptsache zurückzu 
führen, da» das Preisniveau der landwirtschaftlichen 
Produkte trotz starker Produktionserweiterung im 
allgemeinen behauptet werden konnte. In Italien 
ist ein großer Teil des Produktions- und Kredit 
apparates verstaatlicht worden, um die Bereitstel 
lung des benötigten Kriegsmaterials sicherzustellen, 
die Preissteigerung innerhalb gewisser Grenzen zu 
halten und den Konsum zu schützen. Die Rüstungs 
betriebe sind z. T. bis an die Grenzen der Lei 
stungsfähigkeit beschäftigt. Das gleiche gilt von den 
jenigen Industriezweigen, die die durch die Sankti 
onen und die staatliche Importkontrolle verdrängte 
Einfuhr ersetzen sollen. Ausgesprochen schlecht ist 
dagegen die Geschäftslage in den typischen Export 
industrien. Auch die private Jnvestititionstätigkeit 
ist, soweit sie nicht dem Ausbau der Rüstungsindu 
strien oder neuer Rohstofsindustrien dient, offenbar 
fast ganz unterbunden. Die Arbeitslosigkeit scheint 
daher noch immer beträchtlich zu sein. Auch in der 
Tschechoslowakei und in Oesterreich beruht die an 
haltende Belebung zu einem großen Teil auf dem 
Anstieg der Nachfrage nach Rüstungsgütern, zinn 
Teil aber auch darauf, daß ihre Ausfuhr nach Süd- 
osteuropa infolge des Fortfalls der italienischen 
Konkurrenz stark zugenommen hat. 
In den anderen in Aufschwung stehenden Volks 
wirtschaften haben dagegen innerökonomische Auf 
triebskräfte im allgemeinen die Oberhand. Sv geht 
vor allem die anhaltende Belebung der Wirtschafts 
tätigkeit in den Bereinigten Staaten von Amerika 
in erster Linie aus eine rasch sich entfaltende Jnve- 
stitionIkonjunktur zurück. In Grotzbriiannien ist 
für den Aufschwung ebenfalls nach wie vor die ivach- 
scnde Anlagetätigkeit der Privatwirtschaft entschei 
dend; dabei treten neuerdings industrielle Investi 
tionen mehr in den Vordergrund. Neben der Be 
lebung des Binnenmarktes spielen in Schweden 
und in Finnland der erneute Anstieg der Ausfuhr 
und in Norwegen die Steigerung der Schiffahrts- 
cinnahmen eine wichtige Rolle. In Belgien, das 
sich vor etwas mehr als Jahresfrist vom Goldblock 
löste, ist die Konjunktur gleichfalls wieder im An 
stieg begriffen. Zu dem günstigen Einfluß, den dies 
auf die Konjunkturentwicklung ausübt, kommen feit 
kurzem noch die Wirkungen der staatlichen Arbcits- 
Hamburger Börse 
Amtliche Notierung in MM kür IM MM Nennwert 
Ohn? OWbrti 
Sontra 
ÄritDsnonf 
DD -Xvnt 
fir.ebn Sant 
Sttetnstianl 
L'esih Sans 
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fitorrm .i'imr 
29.4. 28 4 3nburti..ütl 29 4 28 4 
184 00 
88 59 
88.75 
110.51 
121 00 
74 00 
90 12 
36 (0 
15.00 
28 CO 
16 62 
36 00 
184 75 
88 25 
88 50 
111 00 
121 -o; 
74.37 
90 25 
35 01 
1500 
23.00 
16 37 
35 00 
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Sirmrn* 
feutube SibBl 
3» •iîûjhfn 
•ilrubittg 
Şb-şitz 
36 12 36 12 
163 00 162.00 
151.50 150.C0 
105 50 
127.00 
140 00 
186 CO 
139.25 
118 50 
168 25 
19 25 
109 12 
105 5C 
127 00 
139 50 
185 00 
139.50 
118 50 
165 75 
19 00 
i 08 50 
Amtliche Währungoļulie. 
1 Piund Sterling 
1 Dollar 
inn dân Kr. 
100 kranz Frank 
Peseta 
Lira 
• t * * I * 
• ••«••• 
29 4 28 4 
12.29 12.28 
2.4^9 2.488 
54.86 51.84 
16.38 >6.375 
33 95 33 !c 
I9 60 19.60 
Hamburger Schwememarkt 
Altona, den 30 Avril >93 > 
Preise: a-55, b 1 54. b2 53 c51. ck49 gl 53-54. g2 51 
50 kg Lhbaew Auiiried 3332 4-1303Beobachiungsiiere 
>Obne Gewähr« »a»ne> zugeteilt 
Deutsche Zchtachtviebmärkte 
Kammernotierung Berlin am Markttage. Breise 
kür I ?kä. bebendgewiebi in /A2 lObne Oewäbtt 
29. April 1935 
Markt 
1. Ochsen... 
2. » ... 
4- * •.. 
1. Bullen.... 
1. Kühe 
2. 
1. Kälber.... 
2. Ş .... 
1. Schale.... 
Z , .... 
1. Schweine . 
Z . 
3. 
t. Sauen ... 
Hannover 
41-43 
39 
33—34 
38—41 
36—3/ 
3?-40 
33- 36 
60—63 
50- 60 
34- 35 
25-30 
53 
51- 52 
49 
47-52 
Auftrieb und H andel aut 
897 
1115 
320 
4295 
43 
41 
37-40 
32—35 
65—/0 
54 -64 
30 
541/a 
531/2 
501/2 
531/2 
Br siau 
Srarnea 
44 
42 
38 
39-41 
37 
66-74 
30—65 
35 -40 
Kiel 
41 
37 
4t 
36 
63-70 
55-62 
Ochs.Bu. Kü. 
Kälber ..... 
Schafe 
Schweine 
Ochs.Bu. Kü. 
Kälber 
Schafe ..... 
347 
453 
157 
1434 
verteilt 
gut 
mittel 
5 4*/2 
5j1/2 
5t 1/2 
531/2 
den Märkten 
225 
433 
201 
1530 
5402 
531/2 
501/2 
50-53 
163 
29 b 
Sebveine^w verteilt 
verteilt 
langsam 
schlecht 
verteilt 
verteilt 
mitte! 
verteilt 
1831 
s. flott 
mittel 
belanglos 
verteilt 
befchaffung, zu deren Finanzierung auch der durch 
die Neubewertung der Goldbestände erzielte Ge 
winn eingesetzt werden soll. In Japan Hat die in 
dustrielle Produktion einen neuen Höchststand er 
reicht; die Ausfuhr nimmt weiter zu, obschon in 
etwas verlangsamtem Tempo. Freilich besteht eine 
gewisse Unsicherheit über die künftige Wirtschafts 
politik. 
Die Lage der Rohstoffländer hat sich infolge der 
Erhöhung der Agrarpreise und einer verhältnis 
mäßig guten Exportsaison meist weiter gebessert. 
Australien, Neuseeland und die Südafrikanische 
Union zogen vor allem aus der Zunahme der Woll- 
ausfuhr Nutzen. Kanada konnte einen Teil seiner 
seit Jahren fast unverändert hohen Weizenvorräte 
abstoßen. In den südamerikanischen Staaten dage 
gen war die Ausfuhrentwicklung vielfach enttäu 
schend. 
Auch im europäischen Agrarraum hat sich die 
Lage im allgemeinen gebessert. Eine Ausnahme 
bildet nur Spanien, wo die Konjunkturentwicklung 
eher noch abwärts gerichtet ist. In Südosteuropa 
dagegen hat die Erholung vielfach neue Fortschritte 
gemacht. 
Die Goldblockländer dagegen haben nach wie vor 
mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen. In Frank 
reich hat sich die Industrieproduktion seit Sommer 
letzten Jahres zwar ettvas erhöht. Ein Ansatzpunkt 
zu einem Umschwung liegt allerdings darin, daß der 
Staat unter dem Druck dieser Verhältnisse mehr 
und mehr zur Erschließung zusätzlicher Kreditquel 
len gezwungen wird. Die Schweiz und die Nieder 
lande blieben von der Kreditkrise in Frankreich 
dieses Mal unberührt; in der Güterwirtschaft halt 
die Krise jedoch weiter an. Auch in Polen sind An 
zeichen für eine entscheidende Wendung zum Bes 
seren nicht zu erkennen. 
Selbsthilfe im Aņtzenhaņdel bleibt 
Auf der Jahrestagung der Autzenhandelsstelle für 
das Rheinland stand im Mittelpunkt ein Vortrag 
des Reichsbankdirektors Dr. Blessing Uber „Außen 
handel und Außenhandelspolitik". Der Redner be 
tonte, daß er keinesfalls einer neuen Verschuldung 
Deutschlands das Wort rede. Alle Gerüchte über 
einen deutschen Auslandskrcöit jeien aus der Luft 
gegriffen. Aber er rede das Wort der Wiederauf 
nahme jener Kreditbeziehungen zwischen den In 
dustrie- und den Rohstoffländern. Dr. Blessing 
wandte sich gegen Vorwürfe, daß Deutschland sich 
gegen gewisse Länder auf Verrechnungskonto ab 
sichtlich verschuldete, um diese Länder dann zu zwin 
gen, verstärkt in Deutschland zu kaufen. Da 
durch, daß Deutschland von den betreffenden 
Ländern kaufe, hätte es eine Vorleistung vollbracht, 
die selbstverständlich nur abgegolten werden könne 
durch entsprechende Gegenkäufe bei uns. Die deut 
schen Exporterfolge seien nicht durch unfaire Dum- 
pingmaßnahmen erzielt worden, sondern durch die 
Bereitschaft, die Waren dieser Länder abzunehmen. 
- In Deutschland gebe es eine Wührungssrage 
nicht. Im Rahmen der Abwehr verwies der Redner 
auf das Bonds- und Scripsverfahren sowie auf die 
Selbsthilfeaktion der deutschen Wirtschaft, die auch 
im laufenden Jahr fortgesetzt iverden würde. Er 
nehme an, daß die Höhe der von der Wirtschaft auf 
zubringenden Mittel dabei etwas geringer sein 
könne als im Vorjahr. Es sei unvermeidlich gewe 
sen, den Auswüchsen der Kompensationsgeschäfte 
entgegenzutreten. Es bestände aber keineswegs die 
Absicht, diejenigen Kompensationsgeschäfte zu un 
terdrücken, die zu einer zusätzlichen Ausfuhr führ 
ten und gleichzeitig die Einfuhr lebensnotwendiger 
Waren ermöglichten. 
Devisenkontrolle in Polen 
Die der Republik Polen von Danzig überreich 
te Note, die sich mit den Rückwirkungen der in Po 
len eingeführten Devisenkontrolle aus die Interes 
sen der Freien Stadt beschäftigt, bringt zum Aus 
druck, daß die bis zum 26. April 1936 entstandenen 
und zur Zeit blockierten Danziger Forderungen in 
Polen auf Antrag der polnischen Schuldner durch 
Zuteilung der erforderlichen Devisen bzw. verkehrs- 
freicn Zlotys zur Bezahlung gelangen. Die Dan- 
ziger Regierung ist bereit, den Zloty-Verkehr in 
Danzig reibungslos aufrechterhalten zu lassen, 
aber nur unter der Voraussetzung, daß der Dan 
ziger Gulden wieder an der Warschauer Börse amt 
lich notiert wird. Die Danziger Regierung halte 
außerdem den Zeitpunkt für gekommen, daß die 
Zölle wieder in Danziger Gulden entrichtet werden 
und nicht in Zloty. 
Deutscher Bauvereinstag 1988 in Duisburg 
In der Zeit vom 21. Mai bis zum 3. Juni «er- 
anstaltct der Hauptverband Deutscher Wohnungs- 
unternchmen (Baugenossenschaften und -gesellschaf- 
ten) e. B. — die Spitzenorganisation der gemein 
nützigen Wohnungsunternehmen — einen „Allge 
meinen Teutschen Bauvereinstag". 
■HB 
Handel und Wandel 
Rendsburger Ferkclmarkt vom 30. April 
Zusnhr 555 Stück. Händel gut, Markt geräumt. 
Preise: schwere Ware (20—25 Kg.) 68—72 Psg., .nit 
telschwere Ware (15—20 Kg.) 73—75 Psg., leichte 
Ware (12--4—15 Kg.) 75—79 Psg. für K Kg. Le 
bendgewicht. Für allerbeste Ferkel wurde auch über 
Notiz, für abfallende Ware auch unter Notiz bezahlt. 
Eckernsörder Ferkelmarkt vom 29. April 
Zufuhr so gering, daß eine Preisfestsetzung un 
möglich ist, 11 Ferkel. Preise: unter 10 Kg. 0,90 bis 
1 Ķ je A Kg. 
Nortorser Ferkelmarkt vom 29. April 
Auftrieb 64 Stück. Preise: leichte Ware 20—74 
Psg. für 
z. Lebendgewicht, mittlere 67—70 Psg., 
schwere 63—67 Psg. Handel flau, Markt wurde 
nicht geräumt, da nur wenig Käufer. 
Hamburger Rinder- und Schafmarkt v. 29. 4. 
176 Ochsen, 156 Bullen, 649 Kühe und 180 Fär 
sen plus 60 Beobachtungstiere. Qualität ließ zu 
wünschen übrig. Auch heute mußten Ochsen. Bullen 
und Färsen soivie gute Kühe anteilmäßig an die 
Käufer verteilt iverden und ebenfalls in der zweiten 
Markthälfte, in der abfallende Kühe zum Verkauf 
standen. Markt zu Höchstpreisen sehr schnell ge 
räumt. — 721 Schase. Handel sehr ruhig. Die Preise 
mußten aus der ganzen Linie nachgeben. Qualität 
gut. Markt nach schleppendem Geschäftsgang noch 
geräumt. 
Kiel, 29. April. 1831 Schweine von mittlerer Be 
schaffenheit, anteilmäßig verteilt. Rinder 163. Be 
schaffenheit etwas besser. Schwere Bullen werden 
wieder mehr zum Verkauf gestellt. Tiere zu den 
Klassen-Höchstpreiscn verteilt. Beschasfenheit der 
Kälber etwas besser. Der heutige Markt wurde bei 
mittlerem Handel, cs standen 283 Stück zum Ver 
kauf, geräumt. Der Austrieb au Lämmern entsprach 
dem angemeldeten Bedarf. 
Lübeck. 28. April. 1195 Schweine, 199 Kälber, 29 
Schafe. Der Schwenreaustrieb lag um etwa 60 
Tiere höher und entsprach aualitativ ungefähr dem 
des Vormarktes. Es wurde zugeteilt. Dem Kälber 
markt war ungefähr die gleiche Anzahl Tiere zu 
geführt tote in der Vorivoche. Durchschnittsqualität 
gut, geringe Kälber nur wenig vertreten. Die Prei 
se blieben in allen Klassen, mit Ausnahme der 
a-Kälber. die um 1 bis 2 MM nachgeben mußten, 
ziemlich unverändert. Bei mittlerem Marktverlaus 
ausverkauft. Die Zufuhren an Schafen entsprachen 
mengenmäßig dem Bedarf, jedoch ließ die Qualität 
zu wünschen übrig. Bei ruhigem Geschäftsgang ge 
räumt. 
Butter-Wochenbericht 
Angebot und Nachfrage sind unverändert geblie 
ben, nur ganz vereinzelt hört man aus einigen 
Bezirken, daß noch Anforderungen notwendig wa 
ren. Nach Ultimo wird sich der Konsum zweifellos 
wieder stärker heben. Das Ausland berichtet weiter 
über einen recht guten Markt. Besonderes Inter 
esse zeigen die Engländer für dänische Butter. Bon 
einer Aenderung der Notierung wird man aber ab 
sehen, da über kurz oder lang wieder gewisse Schwä 
chen im Markt auftreten müssen. — Bon Deutsch 
land wurde in dieser Woche nur sehr wenig gekauft, 
da die Kontingente überwiegend ausgenutzt ivaren. 
Die neuen Bezüge dänischer Butter dürften erst 
Anfang nächster Woche zur Verfügung.stehe«. !a j 
Berliner Schlachfviehmarkt 
Berit«, 30 Avril iVoröerichtt «Ohne Gewähr 
Mitgeteilt von bei Reichsviehwertunasnelell'chaft 
Es wurde gezahlt ttir 50 Kg Lebendgewicht: 
Preise: Auftrieb: Verlauf: 
Rinder 24-44 1714 glatt 
Kölber .............. 35—81 1606 Mittel 
Schate 21 43 3038 rußig 
Schweine 9540 glatt 
Schweine Klasse A *'5? E 4Mr- Sauen 50*4—53‘lt 
MechW FmtzjaHrs-VieH- mb 
Wàmâ 
am Dienstag, dem 28. April 1936. 
Der Rotenhöser Frühjahrs-Vieh- und Pferde 
markt, einer der bedeutendsten Märkte der Provinz, 
hatte sich, vom Wetter begünstigt, eines guten Be 
suches von nah und fern zu erfreuen. Die Zu 
trift an Rindvieh ivar um fast 150 Stück geringer 
als am vorjährigen Rotenhöser Frühiahrsmarkt. 
Am meisten mar Grasvieh vertreten. Der Handel 
war mittelmäßig, der Markt wurde nicht ganz ge 
räumt. Gesucht waren gute Kalbtiere. Die Zutrift 
an Pferden ivar etwas höher als am vorjährigen 
Rotenhöser Frühjahrsmarkt. Am meisten ivaren 
mittlere und ältere Arbeitspferde am Markt. Der 
Handel war mittelmäßig, der Markt wurde aber 
nicht geräumt. 
Die Zutrift an Rindvieh betrug 643 Stück gegen 
261 Stück am letzten Markt, am 17. März 1936, und 
785 Stück am Rotenhöser Frühjahrsmarkt 1935. 
Es wurden gezahlt für Rindvieh: 
Kalbkühe 350—47Q MM 
Milchkühe 280—380 MM 
Kalbquien 270—400 MM 
Fehrktthe 300—360 MM 
geringere ältere Kühe 150—210 MM 
1>§—2jährige Quien 230—330 MM 
IsL—2jährige Bullen 210—270 MM, 
1/^—2jährige Ochsen 250—350 MM 
Kälber, je nach Alter n. Güte 50—160 MM 
Nach Lebendgewicht wurde für das A Kg. 33 bis 
40 Psg., für Qualitätsware über Notiz bezahlt. 
Dem Pserdcmarkt waren 149 Stück zugeführt 
gegen 244 Stück am letzten Markt, am 17. März 
1936, und 181 Stück am Rotenhöser Frühjahrs 
markt 1935. 
Es wurden gezahlt für Pferde 
beste Pferde 1100—1800 MM 
schwere schleswigsche Pferde 1000—1300 MM 
gute Arbeitspferde 800—1000 MM 
mittlere Arbeitspferde 500— 700 MM, 
ältere Arbeitspferde 400— 600 MM 
geringere Qualitäten 150— 250 MM 
3jährige Pferde 850—1050 MM 
2jährige Pferde 750— 900 MM 
1jährige Fohlen 400— 550 MM 
Litauer, je nach Güte 300— 600 MM, 
Vereinzelt wurde auch über und unter Notiz bezahlt. 
Der Marktbcobachter 
Im hamburgischen Getreidemarkt ist anzunehmen, 
daß nach dem 1. Mai die Zufuhren auf Grund der 
Erhöhuna der Festpreise sich etwas verstärken wer 
de«. Mahl'wöizen war weniger zugeführt üsveV- 
Auslese 
Arbeitsbuch 
In einer Mitteilung des Landcsarbettsamts 
Brandenburg heißt es u. a.: Der Besitz des Arbeits 
buches ist für jeden deshalb von Bedeutung, weil 
nach dem Gesetz hiervon auch die Einstellung und 
Beschäftigung in den Betrieben abhängig gemacht 
ivird. Eine entsprechende Verordnung des Reichs 
arbeitsministers, die die Neueinstellung und Wetter- 
beschäftigung ohne Arbeitsbuch überhaupt verbietet, 
ist in kurzer Zeit zu erwarten. Wegen der schwe 
ren Nachteile, die sich aus dem Nichtbesitz eines Ar 
beitsbuches ergeben können, liegt es jetzt im Inter 
esse eines jeden, der sein Arbeitsbuch bisher nicht 
beantragt hat, dies sofort nachzuholen. 
Generalversammlung der Schleibank 
Kappeln, 28. April. Die Schleibank hielt im 
Strandhotel eine sehr stark besuchte Generalver 
sammlung ab. Das Interesse war diesmal beson 
ders grob, da die beantragte Aenderung des Pa 
ragraphen 13 der Satzung, die Gefahr einer Auf 
hebung der Schleibank überhaupt in sich barg. Die 
ser Antrag wurde nach sehr reger Aussprache ab 
gelehnt und nach der Ablehnung von der SHB. 
(Schleswig-Holsteinische Bank) zurückgezogen. Im 
übrigen genehmigte die Versammlung den Ge 
schäftsbericht und erklärte sich mit der Verteilung 
des Reingewinns (43 312,44 MM) einverstanden. 
Neuer Entsernungszciger ab 1. Oktober 
Anstelle der zahlreichen Entsernungszeiger, die 
noch aus der Zeit der Staatsbahnen der deutschen 
Einzelstaaten übernommen wurden, tritt am 1. Ok 
tober 1936 ein gemeinsamer Entfernungszeiger für 
den Verkehr der Reichsbahn und der anschließen 
den Privatbahnen. Im allgemeinen bringt der 
neue Tarif — z. T. wesentliche — Entsernungs- 
kürzungen, denen nur wenige Erhöhungen durch 
Beseitigung nicht mehr vertretbarer Sondcraus- 
nahmen gegenüberstehen. 
Reichssinanzministcr Gras Schwerin von Krosigk 
sprach am Mittwochnachmittag zur schlesischen Stu 
dentenschaft über die Finanzpolitik. Der Minister 
betonte, daß die erreichten Erfolge nicht auf Zauber 
kunststücken beruhten, sondern das Ergebnis eines 
klaren, einheitlichen, energisch durchgeführten Ge 
samtplanes seien. 
Eine dcutsch-sowjetrnssische Bereinbarung über 
den Waren- und Zahlungsverkehr wurde am Mitt 
woch unterzeichnet. 
Husnmer Ferkelmarkt vom 39. April 
Auftrieb: 465, Handel mittel, Markt fast geräumt. 
Preise: kiwöchige 19—21, 6—Lwöchige 22—24, 8—10- 
tvvchigc 25—27 MM, 
gleichsweise stärkerer Beanspruchung des Marktes. 
Besonders begehrt war Mahlroggen seitens der 
Provinzmühlen. Auch vom Rhein forderte man 
Ware ans dem hiesigen Gebiet. — Am Futterge 
treidemarkt wird kontingentssrcier Roggen nicht 
mehr verfügbar sein, da der Getreidewirtschastsver- 
band die Futterroggenbestände zu kontingentsware 
erklärt hat. Futterhafer und Futtergerste wurden 
in leichteren Qualitäten ohne Schwierigkeiten auf 
genommen. Stärker vertreten ivar allerdings Ware 
mit höherem Hektolitergewicht. — Am Futtermittel- 
markt erfolgten neben kleineren Posten Reisfutter 
mehl Zuteilungen in Höhe von 260 To. Fischmehl 
im Rahmen der Schwetnemastverträge. Kartoffel 
flocken und Kleie waren nach wie vor begehrt. Wie 
derholt wurden Geschäfte in Kartoffclflocken abge 
schlossen. — Die Entspannung am hamburgischen 
Eiermarkt setzte sich tort. Obivohl die Zufuhren ans 
Niedersachsen und Oldenburg infolge des kalten 
Wetters nachqelassen haben, konnte der Einknh- 
lungsprozetz zum Zwecke der späteren Marktversor 
gung weitergeführt werden. Am Beginn des neuen 
Monats kann saisonmäßig bedingt mit einer ver 
stärkten Kauslust des Publikums gerechnet werden. 
Auch sind in den nächsten Wochen wieder größere 
Zufuhren ausländischer Ware zu erwarten. 
Hamburger Getreidegroßmarkt 
(Ohne Gewähr! 
Tendenz: rubio 
, . 205.00 
. . 212.00 
(Frübinarktl vom 30 April 
Getreide [MM ie 1000 Kg.! 
Weizen Erz.-Pr. Festvr.-Geb. W 9 
Weizen Erz.-Pr Festvr.-Geb. «7 12 
Roggen Erz -Pr Festvr.-Geb. 8 9 . 
Roggen Erz. Pr. Fesipr -Geb. R 12 
Futtergeisie Erz - Pr. Festvr.-Geb. 0 8... 
Flittergerste Erz.-Pr. Fesipr.-Geb. O 12 . . 
Wintergerste, zweizeilig, f. Jndustriezivccke 
zirka 7071 Kg. ab Mecklenburg 
Sommergerste fret Hamburg 
dto. 68Ş Kg. für Jndustriezw. ab Mecklbg. 
Donaugeiste kmgir. verzollt 
Russengerste 63X4 bzw. 64/65 Kg. kwgfr. verz. 
Hater, Erz.-Pr. Festvr.-Geb. li 12 . . . . 
Hater Erz.-Pr Festvr.-Geb H 16 
Futtermittel [MM |e 50 Kg! 
Jnl Wetzenklete. Grundpr. sofort VV 9. . 
Jnl. Roggenkleie. Grundpr. sofort R 12 . 
Reisfuttermehl, deutsches 24%ta. zirka 6 % 
Rohiaser ab Fabrik .... 
Rrissuttermehl. bell. 24%. max. 6 % Roh- 
faser. prompt 
Leinkuchen, ab Harburg, sofort ..... 
Leinkuchenmehl. dtsch. Mahlg.. prompt. . . 
Kokoskuchen, ab Harburg, sofort ..... 
Manila-Kokoskuchen, ab Harbg.. prompt. . 
Palmkuchen, dtsch.. ab Harburg, sofort. . . 
Erdnußkuchen 8b Harburg, sofort .... 
Erdnußkiichen. 50 %, Bremen ...... 
Erdnußkleie . — 
Sesamkuchen. ab Fabr. HamburglHarburg 8.05 
Rapskuchen, deutsche Saat, sofort . . . .7.10 
Rapsschrot, deutsche Saat ....... 7.20 
Palmkernschrot deutsch, prompt ..... 7.80 
Sonaschrot, Harburg, sofort 7.75 
Baumwoll • Saatkuchenmchl. 48 %, prompt 7.95 
Mehle [MM je ton Kg.i 
Weizenmehl, 790, W 16 (Jnlandsweizen) 
Weizenmehl, mit 10 % Äuslandsiveizerr 
Weizenmehl, mit 20 % Auslandswetzen 
Weizenmehl. 790 W 9 ...... . 
Roggenmehl. 997, R 12 . . . 
Roggenmehl, 997, ļì 15- . . 
RoggŞÄl. M. 8 
169 00 
175 00 
178.00 
183.00 
215-20 
195-90 
169.00 
174 00 
Tendenz ruhig 
5.7702 
5.97>/2 
5.30 
6.10 
8.65 
8.70 
7.70 
8.45 
• • ft 
28.70 
30.20 
31.70 
28.20 
22.40
	        
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