Full text: Newspaper volume (1936, Bd. 2)

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ScUUmty-HolsUin 
Heels Uendslwņ 
Bordesholm, 30. April. NS.-Frauenschaft 
Bordesholm. In Bordesholm hat ein Sama- 
riterkursus unter der ärztlichen Führung von 
Dr. von Fischer-Blenzon und der praktischen 
Anleitung der Gemeindeschwester Auguste sei 
nen Anfang genommen. 
Kronshage«, 30. April. Das Deutsche Note 
Kreuz, Vaterländischer Franenverein, Zweig- 
verei« Kronshagen, hielt in diesem Monat eine 
Hauptversammlung ab. Nachdem die Vor 
sitzende Frau Menzell Mitglieder und Gäste, 
darunter die Kreisgruppenleiterin des Bereit 
schaftsdienstes Fräulein Karzer, Kiel, begrüßt 
hatte, verlas sie den Tätigkeitsbericht. Die Sa- 
rnariterinnen des Zweigvereins Kronshagen 
leisteten in 467 Fällen erste Hilfe. Auch die 
Mütterberatungsstunden wurden fleißig be 
sucht. — Die Schatzmeisterin gab den Kassen 
bericht. Frau Menzell wies auf den am 6. und 
7. Juni stattfindenden Rotekreuztag hin und 
bat alle, der guten Sache durch Spenden zu die 
nen. Anschließend hielt Frau Wiesenthal ei 
nen anschaulichen Vortrag über Wesen und 
Zweck des Bereitschaftsdienstes. Danach ver 
pflichtete sie 5 Samaritcrinnen. Nachdem zwei 
Lieder verklungen waren, ließ Frau Menzell 
„Erinnerungen an die engere Heimat" wach 
werden. Sie erntete reichen Beifall. 
Arbeitsjubiläunr. Am 1. Mai konnte der 
Arbeiter Johann Sievers in Luhnstedt auf 
eine 30jährige Tätigkeit bei dem Bauern Claus 
Tönsfcld in Luhnstedt zurückblicken. Der Ju 
bilar ist 73 Jahre alt und kommt noch jeden 
Tag einer seinem Alter angemessenen Arbeit 
nach. Er und seine Frau Margareta Sievers 
geb. Sievers aus Hamweddel sind noch sehr 
rüstig. Der Jubilar ist schon ein alter Leser 
unserer „Schleswig-Holsteinischen Landesztg." 
Heels Schleswig. 
Bürgermeister Pleivka f. 
ok. Kappeln, 30. April. Der seit 1923 im 
Ruhestände lebende Bürgermeister Plewka ist 
nach längerem Leiden verstorben. Er wurde 
im Oktober 1919 in Kappeln mit großer Mehr 
heit auf die Dauer von zwölf Jahren zum 
Bürgermeister gewählt, wo er schon von 1893 
bis zum Jahre 1903 als Bürgermeister tätig 
war. Plewka stand im 72. Lebensjahre. Er 
war anfangs Stadtsekretär in Glückstadt, dann 
Bürgermeister in Damgarten (Pommern). 
Später wirkte er u. a. in Schleswig und Ton 
bern. Die neue Schleibrücke bei Kappeln und 
bie Aufbauschule verdanken ihre Entstehung 
ber Initiative des Verstorbenen. Aus gesund 
heitlichen Gründen nahm er im Mai 1925 
seinen Abschied. 
Schleswig im Zeichen der Maifeiern. 
cs. Schleswig, 2. Mai. Ganz Schleswig stand 
am gestrigen Freitag im Zeichen der dies 
jährigen Maifeiern. Zwischen 10 und 11 Uhr 
sormierten sich sämtliche Schleswiger Betriebe 
und Verbände im Stadtteilt Friedrichsberg zu 
einem Festzug, der sich unter Vorantritt meh 
rerer Musikkapellen durch die Hauptstraßen 
ber alten Schleistadt bewegte. Auf der festlich 
geschmückten Spielkoppel nahmen die Betriebe 
und Verbände kolonnenweise Aufstellung. 
Rach einigen Musikvorträgen wies Kreisleiter 
Dr. Carstensen in kurzen Worten auf die Be 
deutung des 1. Mai hin. Anschließend wür 
ben eine Anzahl langjähriger Landarbeiter 
durch Ucberreichung von Ehrenurkunden aus 
gezeichnet. Der Kreisbauernführer Hansen, 
Eichthal, sprach den Jubilaren, die in jahr 
zehntelanger unermüdlicher Arbeit pflicht 
getreu ihren Dienst getan haben, den Dank 
Und die Anerkennung des Reichsnährstandes 
aus. An die aus dem diesjährigen Reichs 
berufswettkampf hervorgegangenen Kreis 
end Ortssieger wurden Ehrenurkunden ver 
teilt. Von den etwa 500 Jungen und Mädels, 
die sich in den vergangenen Monaten im 
Kreise Schleswig an den Wettkämpfen be 
teiligten, hatten 73 Jugendliche einen Sieg er 
rungen. Nach den beiden Ehrungen wurde der 
große Staatsakt im Berliner Lustgarten durch 
den Rundfunk übertragen. 
* * * 
Kropp, 30. April. Holzversteigerung. In der 
Gastwirtschaft von Kruse wurde vom Preutz. 
Forstmeister in Rendsburg eine öffentliche 
-oersteigerung von Nadelnutz- und Brennnholz 
Abgehalten. Bei reger Nachfrage ging der Ver 
ruf glatt vor sich und es wurde alles ausge 
botene Holz restlos verkauft. Bezahlt wurden 
jolgende Preise: Stämme Klasse 1a, 23 fm je 
; 80 fm 1b je 13,10,- 18 fm 2a je 14,10; 
\ fm 2b j e 16— JUl. (Der Verkauf dieses Hol 
zes fand nur an Ortsbewohner und Ortshand- 
îberker statt, Handel und Sägereien waren vom 
Gebot ausgeschlossen.) 1250 Stück Derbstangcn 
Kl. 1 je 1,60,- 350 Stück Kl. 2 je 1,20,- 660 Stück 
Kl. 3 je 0,64 JUl) 4,00 Hdt. Reiserstg. 4 je 38,30; 
2,00 Hdt. 5 je 19,75 .JUL 14 rm Pfahlholz 1 je 
8,10; 60 rm 2 je 6,10; 150 rm Scheit (davon 140 
rm Anbruch) je 6,30; 50 rm Knüppel (davon 
46 rm Anbruch) je 6,20 JUl. Es handelt sich bei 
diesen Preisen um den Gesamtdurchschnitt für 
die Einheit, d. h. es würde auch weniger bzw. 
mehr bezahlt. 
ms. Seeth, 2. Mai. Die SchützengilÄe in 
Seeth hielt am letzten Sonntag in Peters 
Gasthof ihre Jahresversammlung ab, zu der 
fast restlos alle Schützenbrüder aus dem Ort 
und von auswärts erschienen waren. Nach Er 
ledigung der internen Angelegenheiten, wie 
Jahresrechnung und -abschluß, wurde beschlos 
sen, in diesem Jahre wieder einmal das schöne 
Fest zu feiern, und zwar am 5. und 6. Juni in 
üblicher Weise. — Neuer Lehrer. Für die von 
Drage abberufene Lehrerin Frl. Lewins, die 
nach dem Schwarzwald versetzt wurde, ist der 
Junglehrer Christiansen, Lolldorf bei Schles 
wig, für die 2. Klasse in Drage ernannt und 
hat auch bereits sein Amt angetreten, will 
aber zum Herbst seine Militärzeit absolvieren. 
Aus Heeis Husum 
Abschied von Gertrud Storm. 
Husum, 30. April. In der Kapelle des Husu- 
mer Krankenhauses stand am Mittwoch unter 
Blattgewächsen, Lichtern und Kränzen Ger 
trud Storms Sarg aufgebahrt. In und vor 
dem feierlich-ernsten Raum versammelte sich 
eine Trauergemeinde zum letzten Abschied von 
der Tochter des Dichters Theodor Störn,. 
Die Trauerfeier wurde eingeleitet durch 
Storms ewigschönes Gedicht „Die Stadt", das 
in der alten Möllerschen Vertonung von 
einem Schülerinnenchor der Theodor-Storm- 
Schule gesungen wurde. Pastor Rienau hielt 
die Trauerrede. Dann bewegte sich der Lei 
chenzug unter dem Geläut der Kirchenglockcn 
durch den Schwarzen Weg und die Asmussen- 
straße nach dem Neustädter Friedhof, wo Ger 
trud Storm an der Seite ihrer unvergessenen 
Großeltern und ihrer vor wenigen Jahren ge 
storbenen Base Anna Storm zur letzten Ruhe 
hinabgesenkt wurde. 
Aus H&edļáesicmd 
Ein alter Weidmann: Im Besitze von 64 
Jahrcsjagdscheinen. 
Leck, 1. Mai. Am heutigen Tage vollendet 
einer der ältesten Weidmänner der hiesigen 
Landschaft, der frühere Bauer Hans Schaffer 
aus Meynfeld, seinen 80. Geburtstag. Seit 
seinem sechzehnten Lebensjahre hat er sich der 
Jägerei gewidmet. Er erzählt, daß er mit 
sechzehn Jahren nach Flensburg tippelte, um 
seinen ersten Jahresjagdschein für drei Mark 
einzulösen. Seitdem hat er jedes Jahr die 
Jagdberechtigung erworben und ist somit im 
Besitze von 64 Jagdscheinen gewesen. Schaffer 
geht trotz seines hohen Alters noch immer dem 
Weidwerk nach. 
Kreisleiter Peperkorn weiht die Fahne 
der DAF. Westerland. 
mo. Insel Sylt, 1. Mai. Die Maifeier der 
Jugend fand ihren wirkungsvollen Ansklang 
mit der Eröffnung der Wanderausstellung des 
Reichsberufs-Wettkampfes 1936 Schleswig- 
Holstein in der Westerländer Stadthalle durch 
den Ortsgruppenwart der DAF. Merkel. Der 
Festnmzng wurde durch die Weihe der neuen 
Fahne der DAF. Westerland eingeleitet. 
Kreisleiter Peperkorn vollzog diese in schlich 
ter Form auf dem Lornsenplatz vor den Be 
trieben und Ehrenabordnungen sowie den 
Formationen. Der Festzug selbst erhielt eine 
besondere Note durch eine Ehrenkompagnie 
der IV. Marine-Art.-Abt. Cuxhaven mit Spiel 
mannszug und Mnsikkorps. In vorbildlicher 
Weise hätten verschiedene auswärtige Be 
triebe ihren am Festzug teilnehmenden Gefolg 
schaften Essen- und Getränkemarken mit 
gegeben. 
Goldene Hochzeit. Am 11. Mai begehen die 
Eheleute Oberpostschaffner i. R. Julius von 
Hvldt und Frau, Bredstedt, Bahnhofstr. 19, das 
Fest der goldenen Hochzeit. Beide Eheleute 
sind gebürtige Bredstedter. Während der Jubi 
lar 82 Jahre alt ist, steht die Jubilarin im 
76. Lebensjahre. Der Ehe sind 8 Kinder ent 
sprossen, wovon noch 6 am Leben sind. Der 
Jubilar ist wirklich ein Veteran auf dem Ge 
biete des Postwesens. Seit 1875, bevor also 
der Bau der Westbahn (1886) in Arbeit ge 
nommen wurde, befuhr er tagaus, tagein als 
damaliger Postillon zuerst die Strecke Bred- 
stedt bis Leck, dann Bredstedt—Husum mit sei 
ner Postkutsche. Anschließend war er 18 Jahre 
als Landbrieftrüger bei der Postanstalt 2 
Bredstedt angestellt. Hier hat er täglich große 
Strecken auf Schusters Rappen zurücklegen 
müssen. Im Jahre 1900 wurde er zum Post 
schaffner ernannt und später zum Oberpost 
schaffner befördert. Seit 1907 lebt von Holdt in 
dem wohlverdienten Ruhestand, (sz.) 
Vom MüeleCUken 
Rücktrittsgesuch des Flensburger Bürger 
meisters Dr. Link. 
Flensburg, 30. April. Bürgermeister Dr. 
Link-Flensburg hat um Enthebung vom Amt 
des ersten Beigeordneten gebeten. Bereits vor 
längerer Zeit hat der Regierungspräsident in 
Schleswig als Aufsichtsbehörde ans die Not 
wendigkeit einer hauptamtlichen Besetzung der 
Bürgermeisterstelle hingewiesen. Die Auf 
sichtsbehörde befindet sich mit ihrer Auffassung 
in voller Uebereinstimmung mit dem Beauf 
tragten der NSDAP, für die Stadt Flensburg. 
An der von Anfang an vorgesehenen Zahl von 
drei hauptamtlich tätigen und fünf ehrenamt 
lichen Beigeordneten ändert sich nichts. Die 
Hauptsalzung hat inzwischen die Genehmigung 
gefunden. Unter diesen Umständen erscheint 
das Rücktrittsgesuch des Bürgermeisters Dr. 
Link begründet. Dem Gesuch ist mit dem 
Ausdruck des Dankes für die bisher geleistete 
ehrenamtliche Tätigkeit im Dienste der Stadt 
zum 30. April entsprochen worden. 
Direkte Eilzüge Flensburg—Frcderiks- 
havn—Oslo. 
Im Sommerfahrplan der dänischen Staats 
bahnen wird mitgeteilt, daß in den Monaten 
Araufführung im Kieler Stadttheater 
„Skagerrak", Schauspiel vorr Walter Looschen 
Die größte Seeschlacht der Weltgeschichte 
zum Mittelpunkt eines wirksamen Bühnen 
geschehens zu machen, bedeutet in jedem Fall 
ein Wagnis. Wenn aber ein Dichter dabei 
aus eigenem Erleben schöpfen kann, darf er 
schon versuchen, wenigstens einen Ausschnitt 
aus der Fülle der Ereignisse künstlerisch zu 
formen. Looschen hat die Skagerrakschlacht auf 
der „Lützow" mitgemacht, und überwiegend an 
Bord dieses Schlachtschiffes spielt die Hand 
lung. Außerordentlich wirksam ist gleich die 
Exposition, die die Gegensätze zwischen dem 
draufgängerischen Geist der deutschen Flotten 
führung und der abwägenden und abwarten 
den Taktik der britischen Admiralität scharf 
herausarbeitet. Die übrigen sieben Bilder 
geben Einzelepisoden des Kampfes, äußerlich 
naturgemäß von einer gewissen Gleichförmig 
keit des Rahmens, und doch wiederum reich 
an leuchtenden Farben dramatischen Ge 
schehens. Denn wenn wir von der Kampf 
handlung vorwiegend auch nur durch Dialoge 
erfahren, so ist der Dichter doch glücklich der 
Gefahr ausgewichen, sich in trockene Tatsachen 
berichte zu verlieren. Davor hat ihn nicht zu 
letzt sein eigenes Borderlebnis bewahrt. Er 
kennt genau seine Kameraden im Dienste wie 
in der Freizeit, kennt aber auch die verant 
wortungsvolle Arbeit der Offiziere und In 
genieure, das Miteinander und Füreinander 
aller. Und das alles hat er nicht nur geschil 
dert, nein, er hat es lebendig gestaltet und da 
bei manche Einzelzüge von geradezu erschüt 
ternder Wirkung und greifbarer Plastik ge 
schaffen, so beispielsweise die Bergung der 
Heizer, die Bettung der Verwundeten und die 
Wirkung des Volltreffers ins Zwischendeck. So 
ist ein geschichtlich wahrheitsgemäßes, dichte 
risch beschwingtes Hohelied auf den heldischen 
Mut und die treue Kameradschaft unserer 
Skagerrakkämpfer entstanden, das ergreift und 
erhebt. Wie der Dichter die außerordentlichen 
stofflichen, so hatte die Spielleitung Dr. Jost 
Daymens die großen bühnentechnischen Schwie 
rigkeiten, soweit menschenmöglich, geschickt 
überwunden, und auch die Darsteller gaben im 
ganzen ihr Bestes. (Wie konnte man aller 
dings einen so farblosen Vizeadmiral Scheer 
auf die Bühne stellen!) Und daher erntete die 
bedeutende Dichtung vor ausverkauftem, be 
sonders stark von Seeoffizieren besetztem 
Hause neben starkem äußeren auch den ver 
dienten künstlerischen Erfolg. 
Hans Schramm. 
Juli und August zweimal wöchentlich direkte 
Eilzüge von Flensburg nach Frederikshavn 
und umgekehrt fahren werden mit Anschluß 
an die Fähre Frederikshavn—Oslo. Die 
Züge sollen Sonntag und Donnerstag im An 
schluß an den D-Zug von Hamburg sowie 
Dienstag und Sonnabend im Anschluß an die 
Fähre von Oslo verkehren. 
All-Hocdscldeswig. 
Gold. Handwerker-Jubiläum in Lügumkloster 
Lügumkloster, 30. April. Am 1. Mai, dem 
Tage der Arbeit, konnte der Inhaber des in 
ganz Nordschleswig angesehenen Jnstallations- 
geschäfts I. P. Michelsen sein 50jähriges Ju 
biläum als Klempnermeister begehen. Gleich 
zeitig konnte der Klempnergeselle Andreas 
Karstens auf eine 40jährige Tätigkeit bei 
Michelsen zurückblicken. Im November feierte 
der ebenfalls dort tätige Klempnergeselle Hugo 
Wobeser sein 40jähriges Jubiläum in dem Ge 
schüft, dem er bereits unter dem Vater dee 
jetzigen Inhabers gedient hat. 
Interessanter Altcrtumsfund in Nord- 
schleswig. 
Şonderbnrg, 1. Mai. Im Nübelnoor auf 
der dänischen Seite der Flensburger Förde 
wurde von einem Fischer ein noch guterhalte 
nes Boot gefunden, das, wie man meint, aus 
der Steinzeit stammt. Das Boot ist aus einem 
Stamm verfertigt und etwa 2 Meter lang. 
Die größte Orgel des Nordens im Vau. 
Apenrade, 3. Mai. Eine hiesige Orgelfabrik 
hat den Bau einer Riesenorgel für das 
Konzerthaus in Göteborg in Angriff genom 
men. Bereits über 8000 Pfeifen für diese 
Orgel, die als die größte des ganzen Nordens 
bezeichnet wird, sind fertiggestellt worden. 
Furchtbares Autounglück bei Apenrade. 
Apenrade, 30. April. Im benachbarten Loit- 
kirkeby ereignete sich ein tragischer Unfall. Als 
ein mit Kies beladener Lastkraftwagen rück 
wärts aus einem Garten herausfuhr, stürzte 
der vierjährige Sohn des Arbeiters Reinhold, 
der dem Wagen ausweichen wollte, wobei ihm 
das Hinterrad über den Kopf ging. Der Knabe 
war sofort tot. Der Vater, der gerade von de, 
Arbeit heimkam, fiel beim Anblick seines 
Sohnes in Ohnmacht. 
Aus diiiunoescJUen 
Beekenbreunen im Dithmarscher Land, 
mm. Wrohm, 30. April. Nach uraltem 
Brauch fanden auch am diesjährigen letzten 
Aprilabend große Beekenbrände im Dithmar 
scher Land statt. Nachdem Tage vorher große 
Dornenberge zusammengefahren waren, sah 
man am Maiabend weithin in das deutsche 
Land hinein die Maifeucr leuchten. Besonders 
erfreute sich die Dorfjugend an diesem Beeken- 
brennen. Die Witterungsverhältnisse waren 
in diesem Jahre besonders günstig, so daß die 
Feuer mächtig leuchteten. 
Goldene Hochzeit. Am 2. Mai konnten die 
Eheleute August Kühler und Frau Wilhelmine 
geb. Landsmann in Büsum das Fest der gol 
denen Hochzeit feiern. Der Jubilar ist 78 
Jahre alt und die Jubilarin 74 Jahre. Das 
Jubelpaar wohnt seit 60 Jahren in der Ge 
meinde Büsum. Drei Söhne und eine Tochter 
entsprossen der Ehe, von denen der Sohn Otto 
Kühler im Kriege den Tod für das Vaterland 
fand, (rg.) 
Aus Holstein 
x. Nenmünster, 1. Mai. Grundsteinlegung 
eines Leutehauses. Heute morgen wurde im 
Rahmen einer Feier der Gefolgschaftsmitglie 
der der Kirchengemeinde Ncumünster auf dem 
alten Friedhof die Grundsteinlegung eines 
Leutehauses für die Friedhofsarbeiter durcb 
Propst Steffen vorgenommen. — Die Ermitt 
lungen nach dem Dolchstecher nehmen unte, 
fieberhafter Tätigkeit der Polizei ihren Fort 
gang. Man glaubt nunmehr, dem Unhold aiU 
der Spur zu sein. Hoffentlicht gelingt seine 
baldige Festnahme. In dem Befinden der 
Ehefrau Böge ist eine weitere Besserung zu 
verzeichnen. 
Aus U&kenwestedt, Hiutuau-HademaescUen 
und Umgehend 
Hademarschen, 30. April. Mißlungener Ein- 
bruchsversttch. In einem Hademarschener 
Uhren- und Goldwarengeschäft wurde ein Ein 
bruchsversuch gemacht. Der Dieb hatte die 
Leiste von der Ladenscheibe entfernt und einen 
Teil der Scheibe, die gesprungen war, heraus 
genommen. Dann aber wurde der Spitzbube 
verscheucht. Er ist ohne Beute entkommen. 
Hohes Alter. 89 Jahre alt wird am kom 
menden Montag Frau Katharine Lutz, Hade 
marschen. (p.) 
84 Jahre alt wurde am 30. April Frau M. 
Struve, Hademarschen, Heisern. (p.)
	        
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