Full text: Newspaper volume (1936, Bd. 2)

(Fortsetzung von Seite 18.) 
Die Lage allgemein 
Die Hauptgen. nennt die Erträge in der Pro 
vinz bei Brot- und Futtergetreide gut. Trotz der 
schwierigen Versorgungslage in Futtcrgetreide und 
^Mitteln hielten sich die Milchanlieferungen auf 
àer Höhe des Vorjahres, erklärt die LGB. 
Auf dem Gebiete der Schlachtvieherzeugung muß 
ten spekulative Auswüchse eingedämmt werden. Die 
Reichs-Jnbcx-Zifsern für Schlachtvieh (1813 — 100) 
sielen von 137 in 1930. auf 62 in 1933, stiegen aber 
auf 79 Ende Februar 1934 und 90 im Februar 1986. 
Die Auswirkung dieser Entwicklung auf die Ein 
nahmen der Landwirtschaft war im Kalenderjahr 
1038 vorerst noch vorwiegend auf die Gräserwirt- 
schaften beschränkt. In diesem Frühjahr wird auch 
der Geestbauer aus dem Verkauf des Magerviehs 
um etwa 30 Proz. höhere Einnahmen haben. 
Der Getreidebau behielt durch die stabilen Preise 
wie im Vorjahre seine solide Grundlage. Dies kam 
insbesondere auch den neu eingedeichten Kögen, die 
vorwiegend Hafer und Weizen produzieren, zugute. 
In zunehmendem Maße war der Anbau von Raps 
und Rübsen festzustellen. Der Flachsanbau nahm 
im vergangenen Jahr schon eine Fläche von 500 
Hektar ein. Rund 1000 Höfe verfügen heute bereits 
über Gärsuttersilos. 
Der Blick über das 
finanzielle Ergebnis 
Nehmen wir die Hauptgen. und die Landkredit 
bank vorweg. 
Die Hauptgenoflcnschaft 
hatte am 1. 1. 36 432 Mitglieder (am 1. 1. 38: 424) 
mit 2142 Geschäftsanteilen (2131) und 6 426 000 Haft 
summe (6 387 000 MM). Die Gewinn- und Verlust 
rechnung schließt ab mit 773 284 MM. Auf der Er 
tragsseite steht der Warenrohgewinn mit 667 358 
&M verzeichnet. An Zinsen und Kreditprovisionen 
wurden 153 678 MM vereinnahmt, dagegen 230 938 
Mai ausgegeben, 41000 MM mehr als im Vorjahr, 
eine Folge der erhöhten Lagerhaltung in Brotge 
treide, des Mchrumsatzes und der Erhöhung des 
Zinssatzes um >4 Proz. seitens der Bank. Die Ver 
bindlichkeiten gegenüber der LGB. stiegen um 0,8 
von 1,64 auf 2,46 Mill. MM), Der Posten Löhne 
und Gehälter unter den Aufwendungen stieg auf 
242 592 MM, des weiteren stiegen die Ausgaben für 
soziale Abgaben (13 585 MM), für Pensionen und 
Berbandsbeiträge (40 924 MM) und sachliche Unko 
sten (127 837 MM). Der Bericht bemerkt erläuternd, 
daß der Mehrumsatz eine Einstellung von Arbeits 
kräften bedingt, „weiterhin erforderte die Erfül 
lung der Vorschriften der Reichsstelle und des Ge- 
treidewirtschaftsvcrbandcs, wie auch die gesamte 
Verteilertätigkeit einen erheblichen Mehraufwand 
an persönlichen und sächlichen Unkosten", davon 
270 050 MM für das erweiterte Sacklager. 
Nach 84 030 MM Ueberschreibungen (bei einem 
Anlagevermögen von 288 057 MM) verbleibt ein 
Reingewinn von 10 410 MM, von dem bei Iprozcn- 
tîger Verzinsung 8717 MM auf die Geschäftsgutha 
ben ausgeschüttet werden, 1041 MM an den gesetz 
lichen Reservefonds. 
In der Bilanz stehen unter Posten Umlauss- 
vermögen die Warenvorräte (größtenteils einge 
lagertes Brotgetreide) selbst bei vorsichtiger Bewer 
tung mit dem hohen Betrag von 1107 227 MM ver 
zeichnet. Die Forderungen an Genossenschaften be 
tragen 1675113 MM, davon 224768 MM Wechsel, 
an Einzelpersonen und Mühlen 317 975 MM, da 
von 17 302 MM Wechsel. 
Sehr vorsichtige 
Ģrbhoftreditierung 
Die Landkreditbank Schleswig-Holstein. 
konnte lt. Geschäftsbericht des Vorstandes den Ge 
samtumsatz auf beiden Seiten des Hauptbuches von 
117 um 36 Proz. auf 162 Mill. MM steigern, den 
Umsah in lfd. Rechnung von 42 um 28 Proz. auf 
56 Mill. MM. Die Kontenzahl wuchs von 2088 
Ende 1984 um 22 Proz. auf 2731, der Einlagenbe- 
stanö von 1482 000 um 20 Proz. auf 1807 000 MM, 
was eine Verdoppelung gegen 1932 bedeutet. Unter 
den Aktionen der Vermögensübersicht wird der 
Posten 4 „Schulden" mit 1571901 ausgewiesen, da 
von Tilgungsdarlehen in Höhe von 278 398 MM 
stehen, 140 200 MM mehr als im Vorjahr. Darin 
sind, so heißt es erläuternd, einige in begrenztem 
Umfange und nach vorsichtigsten Grundsätzen aus 
hilfsweise gewährte mittel- und langfristige Til- 
gnngsdarlehcn an Erbhöfe enthalten (Durchschnitts 
betrag bei 6000 MM). An Hypothekenkreöite wurden 
13161 MM gegeben, die sämtlich unter 3000 MM lie 
gen. Die Bank rühmt die Liquidität des Instituts. 
Nach Abschreibungen und Zuweisungen an Konto 
Wertberichtigung im Gesamtbeträge von 13 895 MM 
beträgt der Reingewinn einschl. des Gcwinnvortra- 
ges 7548 MM. Es wird vorgeschlagen, wie im Vor 
jahr auf die Vorzugsaktien die durch unsere Satzung 
bestimmte Dividende von 10 Proz., auf die Stamm 
aktien eine Dividende von 6 Proz. auszuschütten. 
L. G. B. stötzt Fremdmittel «b 
Die Schlesw. - Holst. LandesgenoflenschaftSbank 
hat in ihren Aufsichtsrat den Präsidenten der Hand 
werkskammer zu Flensburg, Hans Kummerfeldt, 
aufgenommen, so daß er von 8 auf 9 Mitglieder er 
weitert wurde. Der Vorstand blieb unverändert. — 
Der Vergleich des diesjährigen Jahresabschlusses 
mit den vorherigen ist in Einzelheiten schwierig, da 
die Formblätter für die Bilanzaufstellung den Vor 
schriften des Reichsgesetzes über das Kreditwesen 
angepaßt sind. 
Der Umsatz, aus dem die Finanzwechselumsätze 
ihrer geringen Bedeutung wegen herausgenommen 
sind, stieg von 0,9 Milld. MM in 1932 auf 1,5 Milld. 
Reichsmark in 1934 und in 1935 um A auf 1,8 Milld. 
Reichsmark. Die lfd. Rechnungsumsätze haben sich 
gegen das Vorjahr sogar um 16 Proz. gesteigert. 
Die Steigerung halt in 1086 an. 
Der Vorstand erläutert im einzelnen die Entwick 
lung der Forderungen, die in der Vermögens 
übersicht in den Posten 6 „Schulden" und 3 „Be- 
stanöswechsel" mit 25,073 Mill, angegeben sind, 
1253 000 MM mehr als im Vorjahr. Die Kreditgen. 
haben ihre Verbindlichkeiten um 1,6 auf 18,3 Mill. 
Reichsmark ermäßigen können, gleichzeitig aber ihre 
Einlagen um 1,49 auf 4,64 Mill. MM steigern kön 
nen, so daß die Kreditgeu. insgesamt ihren Status 
um 3,1 Mill. MM verbessern konnte», bewirkt durch 
ihren in 1935 um 6,3 auf 48 Mill. MM angewach 
senen Spareinlagenzuwachs. 
Der LGB. wird diese Entlastung sehr zustatten 
gekommen sein. Sie hat erstens die Hauptgen. mit 
einem weiteren Betrag von 800 000 MM unterstüt 
zen können, so daß deren Verbindlichkeiten bei der 
LGB. von 0,94 Mill. Ende 1933 auf 1,64 Ende 1934 
und 2,46 Mill. Ende 1935 gewachsen sind. Sie hat 
ferner die Warengen. unterstützen können, sie hat 
vor allem die technischen Verbesserungen usw. der 
Molkereien mit 1,6 Mill. MM finanzieren helfen. 
Auf diese Art wurde die LGB. mit insgesamt 1,25 
Mill. MM in Anspruch genommen, denen aber 8,28 
Mill. Zugang im Einlagenbestand gegenüberstehen. 
Der Ueberschuß setzte die Bank instand, ihre aufge 
nommenen Gelder und Kredite (die Kostenverpflich 
tungen) bei genossenschaftlichen Zentralinstituten 
von 13,5 auf 11,26 Mill. MM zu vermindern, nach 
dem bereits im Vorjahr 2,4 Mill. MM zurückgezahlt 
wurden. Die Bewegung, daß die Bank ihre Ein 
lagen vergrößern und die aufgenommenen Mittel 
vermindern konnte, hat also trotz beachtlicher Un 
terstützung des gen. Sektors angehalten. Die Ein 
lagen machen bereits 90 Proz. der bei Banken auf 
genommenen Mittel aus (1934: 48 Proz: 1938: 
24 Proz.: 1932: 9 Proz.). 
Der Reingewinn beläuft sich in diesem Jahr auf 
148 000 MM gegen 175 000 MM im Vorjahr. Die 
Vermögensübersicht vom 31. 12. 1936 schließt mit 
26 908164 MM ab und weist einen Reingewinn von 
184 639 MM aus. Vom Reingewinn sollen an die 
gesetzliche Reserve zur Erhöhung auf 667 000 MM 
12 000 MM und an die Pensionsrücklage zur Er 
höhung auf 60 000 MM 10 000 MAI überwiesen wer 
den. Für die Verzinsung der eingezahlten Ge- 
schäftsguthnben mit 4 Proz. p. a. sind 131 431 MM 
erforderlich. 31207 Moll werden auf neue Rechnung 
vorgetragen. Dr. V. 
Zum Ergebnis des ReichsSmrfsweLLkkWfes 
Beim Reichsberufswettkampf 1936 hat die Gruppe 
„Reichsnährstand" wohl die größte Teilnehmerzahl 
erreicht. Es haben sich beteiligt 267 Jungen und 319 
Mägel, so daß die Tcilnehmerzahl 586 betrug. Von 
den Jungen waren 70 Gärtner und 12 Imker. Der 
Wettkampf fand statt für Jungens in 10 Betrieben 
und' für die Mädel in 8 Betrieben. Von den Teil 
nehmern sind folgende als Sieger festgestellt: 
1. Gausicger: Erwin Reitz, Kiel (Gärtner): Gau 
siegerin: Mariechcn Reimers, Büken. 
2. Kreissieger: a) männlich: Peter Sicvers, Els 
dorf (Kreisbester): Hans Lucht, Lütjenwestedt: Pe 
ter Senneberg, Todenbüttel: Helmut Stubbe, Ol- 
denborstel: Wilhelm Schröder, Wattenbek: Erwin 
Rumpf, Nortorf (Gärtner): Erwin Reitz, Kiel 
(Gärtner): Paul Stoltenberg, Achterwehr (Melker): 
b) weiblich: Mariechcn Reimers, Büken (Kreis 
beste): Ursula Schurig, Hausbruch b. Harburg: 
Hertha Sievers, Dänschenhagen a. Fehmarn: 
Amanda Petersen, Seegardsfeld b. Klippleff: El 
friede Schwarz, Dätgcn: Christian Pahl, Jevenstedt: 
Kate Engcllandt, Breiholz: Anneliese Rathjen, 
Bokel: H. Dohrn, Bredenbek. 
3. Ortssieger: a) männlich: Willi Kahl, Oersdorf: 
Werner Wermann, Nindorf: Ernst Hinrichs, Frieö- 
richsgraben: Joh. Hingst, Ostenfelb: Ernst Sachau, 
Langwedel: Wilhelm Rohwer, Thienbüttel: Richard 
Mohr, Schenefeld (Gärtner): Otto Schramm, Jn- 
nicn (Gärtner): Johs. Ricper, Kiel (Gärtner): Al 
win Voß, Osterrade (Melker): Helmut Stäker, 
Bargstedt: b) weiblich: Hertha Jöns. St. Annen b. 
Lunden: Anne Lohse, Breiholz: Gertrud Heesch, 
Bargfeld: Elfricde Feldhnsen, Gokels: Käthe Steen, 
Luhnstebt: Erna Behrens, Hohn: Dora Jöhnk, 
Warder: Margaretha Martens, Wettersberg: K. 
Stötcrau, Ochsenkoppel: Marga Thun, Jnnien: 
G. Beckmann, Achterwehr. 
Beim Ergebnis ist um so erfreulicher, als z. B. 
in der Gruppe der weiblichen Teilnehmer eine 
Landhelferin mit au erster Stelle steht, ein Beweis 
dafür, daß auch die Landhelfcrinnen bei sachgemäßer 
Anleitung und gutem Wille» in der Lage sind, sich 
rasch in die ländlichen Verhältnisse hineinzufinden. 
Eine weitere Kreissiegerin stellt das Auslanös- 
deutschtum aus Nordschleswig. Es ist erfreulich, daß 
dadurch auch die Beziehungen zwischen den Aus 
ländsdeutschen und dem deutschen Vaterland enger 
gestaltet werden. 
4-Vf.-Ziga«rette sshr gefragt 
DaS Statistische Neichsamt veröffentlicht die Nach 
weisung des Steuerwertes der im März 1936 gegen 
Entgelt verausgabten Tabaksteuerzeichen. Insge 
samt stiegen die Einnahmen des Reiches aus allen 
sieben versteuerten Sorten von 47,68 Mill. MM im 
Februar auf 63,56 Mill. MM. im Berichtsmonat. Den 
Hauptanteil stellen weiterhin Zigaretten mit einer 
versteuerten Menge von 3116,24 gegen 2690,09 Mill. 
Stück, was einem Steuerwert von 32,19 gegen 27,55 
Mill. Moll int Februar entspricht. Zigarren erbrach 
ten 13,85 (12,92) Mill. MM, die Stückzahl erhöhte 
sich von 625,71 auf 672,66 Mill. Von den übrigen 
ins Gewicht fallenden Summen sind noch der Pfei 
fentabak mit 2,72 (2,04) Mill. MM und steuerbegün 
stigter Feinschnitt und schwarzer Krauser mit einer 
Einnahme von 4,71 (4,54) zu erwähnem Anteilmä 
ßig haben sich bei Zigarren, wo die 10-Pfg.-Marke 
mit 33,3 Proz. nach wie vor an der Spitze liegt, 
keine besonderen Veränderungen ergeben. Dagegen 
ist bei den Zigaretten eine Bevorzugung des Kon 
sums für die etwas teureren Marken unverkenn 
bar. So ging die 2^-Pfg.-Marke von ihrem Fa- 
bruar-Anteil von 18 Proz. auf 17 Proz., die 
Pfg.-Sorte von 59,4 auf 68,6 Proz. zurück. Die 
4-Pfg.-Zigarette konnte dagegen ihren Anteil von 
17,9 auf 18,9 Proz. verbessern. Auch die 5-Pfg.- 
Marke zeigt eine leichte Erholung aus 2,5 nach 1,9 
Proz. im Februar, während die übrigen Preis 
stufen keine Rolle spielen. 
Preispolitische Fragen 
Ein vom 21. April 1936 datierter Erlaß des 
Reichswirtschaftsministers ruft die organisations 
rechtliche Situation auf dem Gebiet der handwerk 
lichen Preisbestimmung erneut in Erinnerung. Der 
Reichswirtschaftsminister hat den Handwerkskam 
mern folgendes mitgeteilt: „Ein Etnzelfall gibt mir 
Veranlassung, nachdrücklichst darauf hinzuweisen, 
daß die Innungen nicht berechtigt sind, Preise fest 
zusetzen oder zu empfehlen oder dieses Verbot da 
durch zu umgehen, daß den Mitgliedern Kalkulatio 
nen oder Kalkulationsbeispiele mit errechneten 
Preisen mitgeteilt werden. Ich ersuche ergebenst, 
die Ihrer Aufsicht unterstellten Innungen entspre 
chend anzuweisen und scharf darüber zu wachen, 
daß dieser Anweisung Folge geleistet und die Ver 
ordnung zur Förderung selbständiger Kostenberech 
nungen in der Wirtschaft vom 14. November 1934 
(Reichsgesetzbl. 1 S. 1186) beachtet wird. Jnnungs- 
führer, die dieser Anordnung zuwiderhandeln, ma 
chen sich nicht nur strafbar, sondern müssen auch 
als ungeeignet für die Verwaltung ihres Amtes an 
gesehen werden." 
Die Kostenfrage der Milchpflichtkontrolle 
Für Mecklenburg beantwortet Oberlandwirt- 
schaftsrat Dvsse die Kostenfrage der Pflichtmilch 
kontrolle in dem amtlichen Organ dieser LandeS- 
bauernschaft wie folgt: „Zur Bestreitung der Kosten 
wird seitens der Erzeugerbetriebe, die ihre Milch 
an eine Molkerei abliefern, eine Gebühr von 20Pfg. 
je Kuh und Monat erhoben und zwar von dem Mo 
nat an, in dem der Betrieb zur Kontrolle herange 
zogen wird. Für Erzeugerbetriebe, die ihre Milch 
nicht an eine Molkerei abliefern, wird je Kuh und 
Monat 0.30 MM erhoben und für Betriebe, deren 
Herden in einer anerkannten Züchtervereinigung 
eingetragen sind, ist der Beitrag von 0,25 MM je 
Kuh und Monat festgesetzt. Ferner haben die Mol 
kereien einen festgesetzten 1/100 = Psennig-Betrag 
je angelieferter Milch an den Landeskontrollver 
band abzuführen und alle Einrichtungen zu treffen, 
die eine ordnungsgemäße Untersuchung der Milch 
ermöglichen und durchführen lassen. Zur Berech 
nung der Beiträge wird jede Kuh eines Betriebes 
zugrundegelcgt, gleichgültig, ob sie in Milch oder 
trocken steht. Das Koulpolljahr selbst wird ganz all 
gemein vom 1. Januar bis zum 31. Dezember eines 
jeden Jahres laufen." (DVC.) 
Gdingen wird weiter ausgebaut. 
Der Regierungskommissar der Stadt Gdingen 
stellte vor kurzem an den polnischen Ministerrat 
den Antrag, Gdingen großzügig zu sanieren. Der 
polnische Ministerrat hat diese Frage günstig be 
urteilt. '37 Mill. Zloty wird der Staat von den 
Gesamtschulden Gdingens, die 42 Millionen Zloty 
betragen, selbst übernehmen. Außerdem kündigt 
man ein weiteres staatliches Jnvestitionsprogramm 
(25 Mill. Zloty) an, das innerhalb der nächsten 
fünf Jahre durchgeführt werden soll. Außer Stra 
ßen, Wasserleitungen und Kanalisationen ist der 
Bau einer Markthalle und mehrerer Schulen ge 
plant. Man hofft, die Einwohnerzahl innerhalb der 
nächsten fünf Aufbaujahre von 85 000 jetzt auf über 
100 000 zu bringen. 
Deutsche Schlachtviehmärkte 
Kammernotierung Berlin am Markttage. Preise 
für I Pfd. Lebendgewicht in Mfi/ (Ohne Gewähr» 
30 April 1936 
Kälber ... 
2. 
K Schafe.... 
ì Schweine. 
3. I ; 
* Sauen .... 
Au ftrie 
Kälber 
Sc hafe 
Sc hweine ... 
Kälber 
Sc hate 
Sc hwelne ... 
Franblürl/M. 
71—7/ 
64-70 
70-/6 
60-76 
Slultpri 
/0-73 
65—68 
langsam 
langsam 
zugeteilt 
774 
420 
2C37 
langsam 
schlecht 
zugeteilt 
56'/2 
54—55 
521/2 
52—56 
60-68 
44-53 
57 56 
55—56 54—55 
53 52 
53-56 52-55 
b und Handel aul den Märkten 
749 
78 
783 
56 
54-55 
52 
52-55 
857 
maß. bei. 
lebhaft 
1267 
98 
1228 
schlecht 
belanglos 
verteilt 
ZeMml-ZerlelNMît 
der àà ŞMŞņ-GMà 
am Donnerstag, dem 30. April 1936. 
der ttädtilchcn VieHmarktballe zu Rendsburg 
Die Zufuhr zum heutigen Markt betrug 556 Stück 
Men 510 Stück in der Vorwoche, mithin eine 
lehrzufuhr von 45 Stück. Es wurden gezahlt für 
schwere Ware (20—26 Kg.) 0,68—0,72 MM 
wlttelschwere Ware (15—20 Kg.) 0,73—0,75 MM 
Richte Ware (12^—16 Kg.) 0,75—0,79 MM 
Kg. Lebendgewicht. Für allerbeste Ferkel 
e auch über Notiz, für abfallende Ware auch 
Notiz bezahlt . Jungschweine (über 25 Kg.) 
ŗen nur wenige am Markt. 
sun?ņi heutigen Zentralferkelmarkt war die Zu- 
etwas höher als in der Vorwoche. Der Handel 
ûï gut. der Markt wurde geräumt. 
Handel «nd Wandel 
Ausgeführt wurden, soweit tvir feststellen konn 
ten, größere und kleinere Partien nach BüdelSdorf, 
Schleswig, Jevenstedt, Schevenbrügge, Reher, Kiel, 
Horst, Elmshorn, St. Margarethen, Meldorf, Ham 
burg, Dingelbe, Braunschweig. 
Die Zufuhr an fetten Schweinen betrug 72 Stück 
gegen 7 Stück in der Vorwoche. Die fetten Schweine 
wurden nach Freiburg i. Br. verladen. Für ge 
lieferte fette Schweine tverden 43—51 Pfg. für 1- 
Kg. Lebendgewicht gezahlt. 
Rendsburger Wochenmarkt 
am Sonnabend, dem 2. Mai 1938 
lPreise zwischen 9 und 10 Uhr. Ohne Gewähr!) 
i Ģ I I Ģ" 
ättrisifletfct) Pst, 85-130 
Schweines!. Pfd. 85—110 
Flomen Pfd. 93 
ļSee.hiel.Speck Pfd. 110 
Ralbfletfdj Pid. 90-130 
Wurst Pfd. 80-150 
Legehühner Stet. 250—300 
Schlachthübner 200—300 
Tauben Steh 70 — 80 
Kaninchen Stet 100—300 
-JHeteceibutt. Pfd. ISO 
Stäle Pfd. 70—110 
Eier Std. 8 
Honig Pfd HO—120 
Kartoffeln Ztr. 350-400 
Weißkohl Pfd. 15 
Spitz- und 
Wirsingkohl St. 30-40 
Plumenlvhl Stet. 35 
tllolenļohl Pfd. 35—40 
-Notkohl 
Suppenkiaut Bd 
Steckrüben 
Rote Beete Pfd. 
Schwarzwurzeln 
Rhabarber Pfd 
Salat 
Spargel Pfd. 
Radieschen Bd. 
Salatgurken St. 
Svinat Pfd. 
Zwiebeln Pfd. 
Schalotten Pfd. 
Wurz..rote 2 .. 
Sellerie Stück 
Aepfel Pfd. 
Tomaten Pfd. 
Weintrauben Pfd. 
Zitronen 3 St. 
Avfelstnen St. 
Bananen Pfd. 
Fische: 
15 
10 
10—35 
5—10 
25 
25 
Kops 15—20 
Beschickung und 
Pfd. 
Pfd- 
Pfd. 
Pfd. 
Pfd. 
Aal 
Dorsch 
Heringe 
Butt 
Hecht 
Makrelen 
Barsch 
Feuerung-. 
Tort, Fuder, 
ca. 8 Ztr. 
Holz Sack 
Handel gut 
100 
10 
40-65 
25 
10 
20 
15 
10-40 
15-45 
35—50 
45—50 
10 
3-10 
35 
60-100 
30-35 
15 
40 
65 
30 
20 
700 
100 
Die Zahl der dem Kälbermarkt zugeführtcn Tiere 
betrug 16 Stück gegen 23 Stück in der Vorwoche. 
Es wurden gezahlt für nüchterne Kälber 26 bis 
36 Pfg., für Fresser 30—35 Pfg., für ältere Kälber 
bis 60 Pfg. das K Kg. Lebendgewicht. 
Wandsbcker Ferkelmarkt vom 39. April 
Auftrieb 10 Ferkel, einige Futterschweine und 
Schaflämmer. Handel mäßig, trotz geringen Ange 
botes nicht geräumt. Die Preise betragen im ein 
zelnen für 5—6 Wochen alte Ferkel 16—18 MM, 
6—8 W. 81—22 MM, 8—10 W. 22—26 Most,, 10—12 
W. 26—SO Moll. Futterschweine 40—45 Most. Schaf 
lämmer 20—22 MM, 
Heider Ferkelmarkt vom 2. Mai 
Auftrieb: 240. Preise: 16—18, 18—20, 20—22; 
50—58, 61—58. Handel mittelmäßig, Markt geräumt. 
Spargclabsatz 
Die HB der deutschen Garten- und Weinbauwirt 
schaft hat eine neue Anordnung Nr. 72 vom 21. 4. 
1936 für die diesjährige Spargelabsatzrcgelung er 
lassen. Die Spargelabsatzregelung des Vorjahres 
erbrachte schon, wie auch künftighin, als Hilfsein- 
richtnng der Bezirksabgabestcllen im Anbaugebiet 
die Einrichtung der Ansliescrnngsstellcn im Ver 
brauchsgebiet. Die Auslieferungsstellen arbeiten 
wie die Bezirksabgabestellen im Aufträge und für 
Rechnung der anliefernden Erzeuger: sie sind den 
Bezirksabgabestellen voll verantwortlich. Die Rechte 
zur Verteilung der Ware, zum Inkasso und dergl. 
übertragen die Bezirksabgabestellen schriftlich den 
Anlieferungsstellen. Die HB kann verlangen, daß, 
wo es die Lage erfordert, solche Auslieferungsstellen 
eingerichtet werden. Bezirksabgabe- und Ausliefe 
rungsstellen können einseitige Uebernahmeverpflich 
tungen der Spargelverteiler annehmen, 
Hamburger Getreidegroßmarkt 
(Frübmarktl vom2 Mai <OhneEewähr> 
Getreide [MM je tonn Ka.) Tendenz ruh* 
Weizen Erz.-Pr. Festpr.-Geb W 9 . . 207.0 
Weizen Erz.-Pr Festpr.-Geb. W 12 . . 214.0 
Rvagen Erz -Pr Festvr.-Geb. R 9 . . . 173 0» 
Roggen. Erz. Pr. Festpr -Geb. R 12 177.0« 
Futtergerste Erz -Pr. Feffpr.-Geb. O 9 180.0* 
Futtergerste Erz -Pr Feffpr.-Geb. G 12 185.0t 
Wintergerste, zweizeilig f Jndustriezwccke 
zirka 70/71 Kg., ab Mecklenburg — • 
Sommergerste frei Hamburg 215-2* 
dto 68/69 Ka für Jndustriezw ab Mecklba 195-9* 
Donaugerffe kmaşr. verzollt 
Russengerste 63/64 bzw 64/66 Ka. kwgfr. verz. — - 
Hafer. Erz.-Br Festvr.-Geb. H 12 . 171.0t 
Haler. Erz.-Pr. Festpr.-Geb kl 16 . . . . 176.01 
Futtermittel (MM te 60 Ka l Tendenz rubi 
Int. Wetzen fiele, Grundpr. sofort W 9. . . 5.77'/t 
Int. Roaaevkleie. Grundpr. sofort R 12 5.97 1 /? 
ReiSfuttermehl, deutsches 24%ist, zirka 6 % 
Rohfaser ab jFabrik . s -30 
Reisnittermehl. hell 24 % max 6 % Roh- 
safer prompt 6.10 
Leinkuchen, ab Harbura. sofort 8.65 
Leiuknchenmehl, dtfch. Mahla-, prompt 
Kokoskuchen, ab Harbura, sofort 8.70 
Manila-Kokoskuchen, ab Harbg. prompt 
Palmkuchen, dtfch., ab Harbura, sofort. 7.70 
Erdnußkuchen, ab Harburg, sofort — .— 
Erdnußkuchen. 60 %. Bremen 8.45 
Erdnußkleie — 
Sesamknchen, ab Favr. HamburtstHarburg 8.05 
Rapskuchen, deutsche Saat, sofort .... 7.10 
Rapsichrot, deutsche Saat , 7.20 
Palmkernschrot deutsch, prompt ..... 7.80 
Sonafchrot Harbura, sofort .... 7.75 
Baumwoll ° Saatkiichenmebl 4 s * % prompt 95 
Mehle Imm te wo Kau 
Weizenmehl 790 W 16 iJnlandswetzenj /8.8t 
Weizenmehl mit 10 % Auslandswetzen 30.30 
Weizenmehl mit 20 % Auslandsweizen 31.80 
Weizenmehl 790, W 9 28.30 
Rvagenmehl. 997. R 12 . . . 22.40 
Rogaenmehl. 997, R 15. . . 22.70 
Roggenmehl, 097. R fl " ""
	        
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