biet aus Sie militärischen Operationen in
Abessinien zu leiten.
Ferner habe sich Paris dahin geäußert, daß
es die Weiterreise des Kaisers auf seinen
Wunsch zu jedem Bestimmungsort und zu je
dem Schiff erleichtern werde. Der britische
Außenminister hat daraufhin, wie der Korre
spondent erfährt, zum Ausdruck gebracht, daß
die britische Regierung gewillt sei, dem Kaiser
ein Kriegsschiff zur Verfügung zu stellen, um
ihn und sein Gefolge nach Palästina zu brin
gen, falls er es wünschen sollte.
Vor einigen Wochen schon soll der Kaiser
einen solchen Vorschlag günstig aufgenommen
haben.
*
Baldwin kehrt vorzeitig nach London
zurück.
DNB. London, 3. Mai. Die Entwicklung in
Abessinien hat in London eine lebhafte diplo
matische Tätigkeit ausgelöst. Entgegen seiner
sonstigen Gewohnheit kehrte Ministerpräsident
Baldwin bereits am Sonntagnachmittag aus
Chequers zurück. Kurz vor ihm traf Außen
minister Eden im Foreign Office ein, der
Sonnabend in seinem Wahlkreis gesprochen
hatte. Er nahm die letzten Nachrichten aus Ad
dis Abeba entgegen und besprach sich mit meh
reren Beamten des Außenministeriums.
Zurzeit steht die Regierung in ständiger Ver
bindung mit dem britischen Gesandten in Ad
dis Abeba. Es ist anzunehmen, daß die Lage
auf der Kabinettssitzung am Montag, die ur
sprünglich zur Erörterung des britischenFrage-
bogens an Deutschland einberufen worden ist,
besprochen wird.
* . •
Die nationale Bewegung in Aegypten.
Die Neue Berner Zeitung bringt Meldun
gen aus Aegypten, wonach nach dem Tode des
Königs Fuad die nationale Bewegung in
Aegypten von neuem aufloht.
Das Blatt meldet aus Kairo, noch vor der
Beisetzung des Königs hätten Versammlungen
der Wafüpartei in den größeren Städten des
Landes stattgefunden, in der die Aufrollung
der panarabischen Frage als wichtigste Forde
rung verkündigt wurde.
Der Züricher Tagesanzeiger meldet aus
Kairo: Geheimversammlungen der Wafdpartei
haben in diesen Tagen in Aegypten stattge
funden. Ueberall zeigen die Nationalisten er
höhte Aktivität. Die Verstärkung der vor
Alexandrien kreuzenden englischen Schlacht
flotte wird in Aegypten mit großer Aufmerk
samkeit verfolgt.
Die NS.- Bibliographie.
NŞK. Der Vorsitzende der Parteiamtlichen
Prüfungskommission zum Schutze des NS.-
Schrifttums erläßt die folgende Verfügung:
Ich sehe mich veranlaßt, im Zusammenhang
mit dem nunmehrigen Erscheinen der NS.-
Vibliographie, die in monatlichen Folgen al
len Dienststellen der Partei und der Oeffent-
lichkeit zugänglich gemacht wird, und mit
Rücksicht auf die Einheitlichkeit der Arbeiten
der Zusammenfassung, Sichtung und Ordnung
des nationalsozialistischen Schrifttums folgen
des anzuordnen:
Einzelzusammenstellungen über national
sozialistisches Schrifttum von Personen und
Dienststellen der Partei außerhalb des Rah
mens der Nationalsozialistischen Bibliogra
phie sind nicht mehr gestattet.
Soweit es erforderlich ist, aus dem Bereich
des nationalsozialistischen Schrifttums zu be
sonderen Zwecken Sonderzusammenstellungen
zu machen, ist Vorsorge getroffen, daß dies in
Form von Sonderheften der NS.-Bibliogra-
phie geschehen kann. In der Regel geschieht die
Bearbeitung solcher Sonderhefte durch die mit
der verantwortlichen Führung des betreffen
den Dienstbereiches betrauten Dienststelle der
Partei.
Soweit Ausnahmen von dieser Regelung
notwendig sind, werden sie durch mich persön
lich entschieden.
Alle Verzeichnisse über nationalsozialisti
sches Schrifttum erscheinen ausschließlich im
Parteiverlag.
Berlin, den 30. April 1936.
Der Vorsitzende der Parteiamtl. Prüfungs
kommission zum Schutze des NS.-Schrifttums.
gez. B o u h l e r.
*
Bekanntmachung
des Beauftragten des Führers.
Zu der Verfügung des Vorsitzenden der
Parteiamtlichen Prüfungskommission zum
Schutze des NS.-Schrifttums gibt der Beauf
tragte des Führers für die Ueberwachung der
gesamten geistigen Schulung und Erziehung
der NSDAP, ergänzend bekannt:
Die Verfügung des Vorsitzenden der Par
teiamtlichen .Prüfungskommission zum Schutze
des NS.-Schrifttums vom 30. April in bezug
auf Einzelzusammenstellungen über national
sozialistisches Schrifttum berührt nicht die
Dienststelle sAbteilung Schrifttnmspflegej des
Beauftragten des Führers für die Ueberwa
chung der gesamten geistigen Erziehung der
NSDAP., da der Beauftragte des Führers
anch die Ueberwachnng der Tätigkeit der Par
teiamtlichen Prüfungskommission auf dem
angeführten Arbeitsgebiet durchzuführen hat.
gez. AlLrech Rotenberg.
Beschleunigter Bormarsch
der Italiener
Die ausländischen Gesandtschaften in Addis
Abeba haben an das italienische Oberkom
mando ein dringendes Telegramm gerichtet, in
dem sie um schnellste Besetzung der Hauptstadt
bitten, da die fremdenfeindliche Stimmung der
Bevölkerung, die nach der Flucht des Negus
und der Negierung ohne jede Führung ist, und
seit Monaten gegen die Fremden aufgestachelt
wurde, sich leicht gegen die wenigen Weißen
wenden könnte, die noch in Addis Abeba wei
len. Das italienische Oberkommando hat daher
alle Maßnahmen getroffen, um das Vorrücken
der Kraftwagenkolonne, die gegen ungeheure
Geländeschwierigkeiten zu kämpfen hat, zu be
schleunigen.
Die Askari-Koloune steht bereits dicht vor
Addis Abeba.
*
Der Negus
erlaubt die Plünderung seines Palastes.
Die meisten Meldungen, die die englischen
Zeitungen in den letzten 24 Stunden aus
Addis Abeba erhielten, kamen über den Sen
der der britischen Gesandschaft in Addis Abeba
und wurden vom britischen Auswärtigen Amt
den Zeitungen zugeleitet.
Den Meldungen des Daily Telegraph zu
folge hat der Negus vor seiner Abreise die
Tore seines Palastes öffnen lassen und der
Bevölkerung erlaubt, sich daraus zu nehmen,
was sie wolle. Daraufhin seien in Strömen
Männer und Frauen in den Palast geeilt und
mit Waffen aller Art, Betten, Teppichen und
Möbeln zurückgekehrt.
Auch die Munitionslager seien der Bevöl
kerung zugänglich gemacht worden. Tausende
seien mit Munitionskisten zu sehen gewesen.
Die wüsten Schießereien in Addis Abeba schei
nen darauf zurückzuführen zu sein, daß viele
Leute wahllos in die Luft knallten. Da ein
Teil der Bevölkerung alkoholische Getränke
gefunden hatte, kam es zu Ausschreitungen,
bei denen es unter den Eingeborenen auch
Tote gab.
Der englische Arzt Dr. Melly, der eine briti
sche Lazarettabteilung führte, wurde am Sonn
tag von einer betrunkenen Menge durch einen
Lungenschuß schwer verwundet, als britische
Sanitäter in den Straßen von Addis Abeba
Verwundete sammeln wollten. Ein anderes
Opfer ist die Frau eines amerikanischen Mis-
sionsarztes namens Stadin. Sie wurde offen
bar durch eine verirrte Kugel, die durch das
Dach des Hospitals der Aüventisten-Gemeinde
drang, im Schlafe getötet.
*
Die Aufgabe des Zerstörers Diana
in Dschibuti.
DNB. London, 4. Mai. (Eig'.Funkmeldg.)
Von zuständiger Regierungsstelle wurde am
Sonntagabend ausdrücklich der Auffassung
entgegengetreten, daß der britische Zerstörer
Diana, der in Dschibuti eingetroffen ist, für
die Ausreise des Negns dahinbeordert worden
sei. Der Zerstörer sei vielmehr in Dschibuti
eingelaufen, um unter den bestehenden Um
ständen die Funkverbindung der britischen Re
gierung mit ihrem Konsul in Dschibuti über
die Funkanlage des Torpedobootes aufrecht zu
erhalten. Daraus sei aber nicht zu folgern, daß
das Torpedoboot nicht dem Kaiser zur Verfü
gung gestellt werden würde. Das würde näm
lich nur im engsten Einvernehmen mit der
französischen Regierung geschehen, deren Gast
der Kaiser jetzt sei.
*
Deutsche Bettungsaktion für Europäer.
Unter Führung des Attaches von Waldheim
wurden nachts von der deutschen Gesandtschaft
auf Lastkraftwagen zwei Suchkolonnen ausge
rüstet, die in der von den Aufständischen be
herrschten brennenden Stadt gemeinsam mit
einem gleichen Suchkommando der englischen
Gesandtschaft nach dort noch verbliebenen Euro
päern fahnden sollten. In einer Pension wur
den 15 Europäer, die sich dort unter dem Be
fehl eines Reichsdeutschen verschanzt hatten,
gefunden. Gegen 6 Uhr morgens stießen die
Suchkolonnen auf eine zweite reichsdeutsche
Gruppe, die ebenfalls wohlbehalten in die
deutsche Gesandtschaft gebracht werden konnte.
Unter den Toten befinden sich auch einige
Schweden, Griechen und Franzosen. Die deut
schen Suchkolonnen konnten ihr Rettungswerk
durchführen, ohne von den Aufrührern beschos
sen zu werden. Die deutsche Gesandtschaft ist
in den Verteidigungszustand versetzt worden.
Entsendung französischer Senegaltruppen
nach Addis Abeba.
Nach einer Havasmeldung aus Dschibuti ha
ben die dortigen französischen Behörden aus
Besorgnis vor weiteren Zwischenfällen in der
abessinischen Hauptstadt und vor allem zum
Schutze des Bahnhofes beschlossen, 2 Kom
pagnien Senegaltruppen mit der Eisenbahn
nach Addis Abeba zu entsenden.
*
Der Hops kaum wiederzuerkennen.
Der Negus ist kaum wiederzuerkennen, seit
er die Hauptstadt verließ. Die Wochen an der
Front haben seine äußere Erscheinung völlig
verändert. Eingefallene Züge, ergraute Haare
und übermüdetes Aussehen zeugen von den
Strapazen und Sorgen, die ihm diese letzte Zeit
gebracht haben. Die prächtige Feldmarschalls
uniform gibt dem Negus nach wie vor ein
stattliches Aussehen, doch kann man im übri
gen erkennen, wie schwer die Ereignisse der
letzten Tage und Wochen auf ihm lasteten. Die
Hände des Kaisers, sonst von zahlreichen kost
baren Ringen geschmückt, waren, offenbar in
folge von Brandverletzungen durch Giftgas,
verbunden.
Wo sich der Ncgus verborgen hält.
Wie erst jetzt bekannt wird, hat sich der Ne
gus in den Tagen vor seinem letzten Besuch
in Addis Abeba in einem Kloster einige Kilo
meter südlich von Sokvta, also in dem von den
Italienern schon lange besetzten Gebiet, ver
borgen gehalten, nachdem er dem ihn verfol
genden Gallastamm entwischt war. Italienische
Späher hatten dies Versteck ausfindig gemacht
und italienische Flugzeuge übernahmen, als
der Negus mit einem kleinen Gefolge Addis
Abeba zu erreichen versuchte, die Verfolgung.
Trotzdem gelang es dem Kaiser, der mit dem
Gelände und den Oertlichkeiten sehr vertraut
ist und bei unmittelbarer Gefahr sofort einen
sicheren Zufluchtsort aufsuchte, in mehreren
Nachtmärschen Addis Abeba zu erreichen.
Der îîcps Menbesiher in Loudon?
Sowohl in englischen wie in französischen
politischen Kreisen hält man es nicht für aus
geschlossen, daß sich der Kaiser von Abessinien
nach England begeben wird, um dort seinen
dauernden Aufenthalt zu nehmen. Wie man
in London erklärt, besitzt der Negus im
Westend von London eines der schönsten Häu
ser dieses Bezirks. Vor einiger Zeit hat der
abessinische Gesandte Dr. Martin für den Kai
ser den Vertrag über den Kauf des Hauses
unterzeichnet.
Ruhigere Lage in Addis Abeba.
DNB. London, 4. Mai. Mg. Funkm.) De«
letzten Meldungen des britische« Gesandte«
Sir Sidney Barton in Addis Abeba zufolge ist
es am Sonntagabend in Addis Abeba ruhiger
geworden nnd die Stadt beginnt sich zu leere«.
Zum Schutze der britischen Gesandtschaft
stehe, wie weiter gemeldet wird, ein Teil des
Punjab-Regiments bereit, das Biwak bezogen
habe und mit genügend Lebensmitteln ausge
rüstet sei, die ausreichen würden, um 3000
Menschen 3 Monate lang zu ernähren.
*
Italien in Erwartung.
Ganz Italien steht in Erwartung der Nach
richten über das Eintreffen der italienischen
Truppen in der abessinischen Hauptstadt.
Stärkste Beachtung finden die Worte, die
Musiolini am Sonntagmittag an die aus dein
ganzen Lande im Palazzo Venezia versammel
ten „Getreuen der Scholle" vor der Preisver
teilung gerichtet hat. „Seid stolz darauf," ft
führte Mussolini aus, „die Preise gerade an
dem großen und geschichlichen Tage zu erhal
ten, an dem ihr die Anstrengungen des italie
nischen Volkes, dem der Ruhm gebührt, von
Erfolg gekrönt seht. Mindestens 400 000 von
den 500 000 Soldaten in Ostafrika sind Bauern.
Auf dem Vormarsch vergaßen sie niemals,
Vergleiche zwischen Italien und Abessinien zü
machen, die Scholle prüfend in die Hand z«
nehmen und sich die Möglichkeiten zu verge
genwärtigen, diesen Boden mit der Arbeit der
italienischen Vauernfamilie fruchtbar zu ge
stalten. Scholle und Rasse sind untrennbar, mit
der Scholle wächst die Geschichte der Rasse und
die Rasse herrscht schließlich über den Boden,
den sie fruchtbar gemacht hat." Man will in
diesen Worten vielfach die Ankündigung sehen,
daß ein sehr großer Teil der heute in Abessi
nien kämpfenden italienischen Truppen ihre
Familien nach Abessinien nachkommen lassen
soll, um sich dort anzusiedeln.
* * *
Dr. Ley
bei den Junkern der Ordensburgen.
Am Sonntag traf Dr. Ley in Begleitung des
Kommandanten der drei Ordensburgen,
Staatsrat Schmeer, auf der Eifelburg Vogel
fang ein. Nach der Begrüßung begab sich Dr.
Ley auf die große Freiterrasse, auf der die 500
Teilnehmer des ersten Lehrganges, die Jun
ker, wie sie fortan heißen, in ihren neuen
kleidsamen Uniformen angetreten waren.
Furtwünglers weitere Tätigkeit.
DNB. Berlin, 2. Mai. Der Führer und
Reichskanzler hat Wilhelm Furtwängler, sei
nem Wunsche entsprechend, für eine Zeitlang
von aller Dirigententätigkeit innerhalb
Deutschlands entbunden.
Wilhelm Furtwängler, der sich persönlichen
Arbeiten widmen will, wird außer in den
Bayreuther Festspielen im nächsten Winter
nirgends dirigieren. Nach Ablauf kommender
Spielzeit wird er seine Tätigkeit im In- und
Auslande wieder aufnehmen.
Politischer Kvrzfunk von heute
Jerusalem. Der Streik der Araber ist nun
mehr in die dritte Woche eingetreten. Der
Generalstreikausschuß hat zur Fortsetzung des
Streiks aufgerufen.
Kairo. Nach den Wahlergebnissen zum ägyp
tischen Parlament, von denen bisher 70 Proz.
von insgesamt 160 Wahlbezirken bekannt
wurden, hat die Nationalpartei „Wafd" bis
jetzt 90 v. H. der Sitze erhalten.
Anläßlich der ägyptischen Parlamentswahl
kam es nach englischen Meldungen aus Kairo
an verschiedenen Orten zu blutigen Zusam
menstößen. 2 Personen wurden getötet.
Wertere Verzögerung
Eigener Bericht unserer Berliner Redaktion
Die letzten Londoner Telegramme melden, i zwischen Brüssel und Paris ein lebhafter Mei
daß die Schlußformulierung der Rückfragen
an Deutschland wieder einmal verschoben ist
und zwar auf Ansang der neuen Woche.
Damit bestätigen sich unsere Informationen,
daß mit einer schnellen Erledigung und Be
sprechung des Friedensangebots des Führers
leider nicht zu rechnen ist. Daily Mail deutet
sogar an, daß möglicherweise die letzte Ent
scheidung Frankreich jetzt überhaupt noch nicht
fällt, sondern erst im Juni, wenn die neue
Kammer zusammengetreten und das neue Ka
binett gebildet ist.
Das, was jetzt im Fragebogen nach Berlin
gehe, seien lediglich Rückfragen allgemei
ner Art, während Frankreichs eigene Anfra
gen erst im Juni kommen würden.
Auch andere Anzeichen sprechen dafür, daß
Frankreich bestrebt bleibt, Klarheiten hinaus
zuzögern. Der Brüsseler „Soir" meldet, daß
nungsaustausch über die Rückfragen nach Ber
lin stattgefunden habe. Zwischen beiden Regie
rungen gingen die Erörterungen weiter, weil
Belgien alles Interesse an einer baldigen
Verständigung mit Deutschland habe.
In der Soirmelöung ist nur die Rede von
dem Interesse Belgiens an einer baldi
gen Verständigung mit Deutschland, währenS
Frankreich nicht genannt wird. Das enthüllt
ungewollt die Gegensätze, die in der Auffas
sung in beiden Hauptstädten obwalten.
Deutschland wartet jetzt seit unendlichen
Wochen. Es ist in seinen Entschlüssen zum
Frieden und zur Friedensgarantie auf dem
gleichen Standpunkt stehen geblieben, den des
Führers Appell an die Welt legte. Es wird
auch davon nicht abweichen — mag nun die
englische Rückfrage Mitte der neuen Woche
oder noch später überreicht werden.
In der Warschauer Technischen Hochschuft
kam es zu Schlägereien, als die national
gesinnten Studenten erfuhren, daß die jüdisch"
kommunistischen Hörer sich an einer Kund
gebung am 1. Mai gegen die Armee beteilig'
hatten.
Der Danziger Volkstag tritt am 5. Mai zb
einer Sitzung zusammen.
Die amerikanische Presse berichtet eingehend
über den Verlauf der Maifeiern in Deutsch"
land.
Kopenhagen. Die konservativen Blätter ve<"
öffentlichen Berichte aus Berlin über die grv"
ße Maifeier, die im allgemeinen als großartig
bezeichnet wird.
Der österreichische Gesandte Tauschitz machte
dem Reichsminister des Aeußeren, Freiherr"
von Neurath, einen Besuch. Bei dieser Gele^
genheit überreichte er dem Minister eine Anst
Zeichnung, welche die Gründe für die Einfüh"
rung der allgemeinen Bundesdienstpflicht i"
Oesterreich enthält.
Die schwedische Regierung hat den Verleibst
gungsminister mit der Bildung eines Aus"
schusses von Sachverständigen für den zivile"
Luftschutz beauftragt. Dieser Ausschuß ft^
einen Organisationsplan für den zivilen Lust"
schütz in Schweden ausarbeiten.
Verantwortlicher Hauptschriftleiter und Herausgeber: F e
dtnond Möller.
Stellvertreter des Hauptschristleiters: Herbert Puhlwşş
Verantwortlich für Politik: Herbert Puhlman-n; für den
lichen und allgemeinen Teil: Adolf Dregori; für den
Ichaftlichen Teil: Dr. Cl. Bielfeldt: für den pro«""
Nellen Teil: Karl Müller, alle i» Rendsburg.
Bildverantwortliche: Ressortleiter. ^
Verantwortlicher Anzeigenieiter: Karl Jacobsen, RendsvU"
Verlag und Druck: Heinrich Möller Söhn«, Rendsburg. ,
0-à. Schleswig-Holsteinische Landeszeitung (Rendsburg
Tageblatt — Hohenwestedter Zeitung / Die Landp.
Hanerau-Hademarschkn — Süderbraruper Lageblo» *
D.-A. XU. 36 13 868 f l. Nr. 7