Begleitung direkt nach Haifa zu bringe«.-Nach
einer soeben eingelaufenen Mitteilung werde
sich „Seine Majestät" voraussichtlich um 16 Uhr
(MEZ.) an Bord des englischen Kriegsschiffes
begeben.
Man werde, so erklärte Eden weiter, von
dem Kaiser, der die Leitung der Staatsgeschäf
te niedergelegt habe, erwarten müssen, daß er
sich während seines Aufenthaltes in Palästina
in keiner Weise an der Förderung von Feind
seligkeiten beteiligen werde.
Note a« dte Machte Europas
Oesterreich verteidigt die BundesdieuMicht
Dle englische Morgenpresse ist übereinstim
mend der Meinung, daß die englische Regie
rung schwerlich an der Aufrechterhaltung der
Sanktionen gegen Italien festhalten werde,
nachdem keine verantwortliche abessinische Re
gierung mehr bestehe.
Die österreichische Bundesregierung hat in
den europäischen Hauptstädten eine Note über
reichen lassen, in der sie noch einmal die
Gründe, die zur Einführung der Dienstpflicht
in Oesterreich geführt haben, darlegt. Sie
stellt zunächst fest, daß zwischen Dienstpflicht
und Wehrpflicht ein Unterschied bestehe, daß
also die Dienstpflichtigen nur nach Maßgabe
der Verhältnisse zum Wehrdienst herangezogen
werden würden.
DNB. Rom, 4. Mai. Nach einer soeben
hier eiugetroffenen Privatmeldung hat die
Spitze der italienischen Truppen die abessi
nische Hauptstadt Addis Abeba erreicht.
Kurze Erklärung Mussolinis.
DNB. Rom, 4. Mai. Ganz Italien steht
im Zeichen der Siegesfreude, die ihren un
mittelbarsten und amtlichen Widerhall in der
bereits angekündigten Sitzung der italienischen
Kammer findet. Nach Verlesen des Protokolls
erhebt sich Graf Ciano, um unter immer neuen
Begeisterungsausbrüchen etwa folgendes aus
zuführen:
Das abessinische Reich, das lange Jahre die
vergeblich angebotene Freundschaft Italiens
abgelehnt und trotz des Freunöschaftsvertra-
ges von 1928 die Sicherheit und Ruhe der
italienischen Kolonien immer häufiger bedroht
hat, ist heute auf Gnade und Ungnade den
italienischen Waffen ausgeliefert, während der
Negus fluchtartig das Land verlassen hat.
Trotz der konkreten und moralischen Hilfe, die
Abessinien durch den Völkerbund erfahren hat,
sind alle seine Heere unter den vernichtenden
Schlägen der italienischen Truppen zusammen
gebrochen.
„Die Nation", so ruft Graziani, an Musso
lini gewandt, unter endlosem Beifall der Ab
geordneten aus, „hat Ihren Appell gehört und
das Blut ihrer besten Söhne dahingegeben.
Sie erwartet jetzt die volle Belohnung für den
vollständig errungenen Sieg. Keine menschliche
Kraft, keine Koalition wird Italien die Frucht
dieses großen Triumphes entreißen können.
Niemand möge glauben, daß dem faschistischen
Italien die Frucht dieses neuen glänzenden
Unternehmens noch einmal aus den Händen
gespielt werden kann. Auf den Krieg, der im
Namen des Königs und unter der Regierung
Mussolinis geführt wurde, muß der Friede
folgen, wie wir ihn machen werden."
Nach einer Unterbrechung der Sitzung schloß
sich Mussolini in kurzen Worten im Namen
des italienischen Volkes den Erklärungen des
Kammerpräsidenten an und teilte mit, daß er
bereits Befehl zu einem neuen Generalappell
des italienischen Volkes gegeben habe. „Ich
werde die Nachricht, die Ihr erwartet, dem
italienischen Volk geben und das Wort ergrei
fen, wie seinerzeit am 2. Oktober."
Zu dem Vorwurf, den Vertrag von St. Ger
main verletzt zu haben, erwidert die österrei
chische Regierung, daß auch andere Partner des
Vertrages durch Nichteinhaltung ihres Ab
rüstungsversprechens sich des Vertragsbruches
schuldig gemacht hätten. Dieser Tatbestand sei
auch anerkannt worden dadurch, daß der
MacDonald-Entwurf der Abrüstungskonfe
renz Oesterreich ein Heer von 80 000 Mann zu
gestanden habe. Wenn diese damals in Aus
sicht gestellte militärische Gleichberechtigung
an den Abschluß von Sicherheitsverträgen ge
knüpft worden sei, so sei es nicht Oesterreichs
Verschulden, wenn diese Bemühungen zu ver
sanden drohten. Gerade Oesterreich habe durch
die Unterzeichnung der römischen Protokolle
seinen Willen zu einem die Sicherheit Mittel
europas gewährleistenden Vertragssystem ge
kennzeichnet. Die Beseitigung der Diskrimi
nierung der Besiegten sei die erste Voraus
setzung eines dauerhaften Friedens in Europa.
Während die im Vertrag von St. Germain
enthaltenen militärischen Klauseln von gewis
sen Zusagen, die von Seiten der Partner zu
erfüllen sind, begleitet sind, ist die Oesterreich
hinsichtlich der Wahrung seiner Unabhängig
keit ohne Gegenleistung der Vertragspartner
auferlegte Verpflichtung eine strikte. Ihr ge
recht zu werden, ist Oesterreichs fester Wille.
Es heißt für Oesterreich daher, diese wesent
lichen Teile des Vertrages von St. Germain
und der heutigen europäischen Ordnung ge
wissenhaft einhalten, wenn es angesichts der
von ernsten Gefahren bedrohten Weltlage da
für Sorge trügt, nötigenfalls alles, was in
seinen eigenen Kräften steht, zur Wahrung
seiner allseitigen Unabhängigkeit beitragen zu
können.
Schließlich wird noch festgestellt, daß das
Bundesdienstpflichtgesetz einen Ausfluß der
Souveränität Oesterreichs darstelle.
LppHlion nur aus Lpyosilisn!
Wieder einmal hat die Danziger Opposition
den Beweis erbracht, daß es ihr nicht auf
sachliche Arbeit, sondern einzig und allein dar
auf ankommt, der nationalsozialistischen Re
gierung der „Freien Stadt" in wohlabgemesse
nen Zeitzwischenräumen Schwierigkeiten zu
machen. Selbstverständlich weiß auch die Dan
ziger Oppositionsgruppe ganz genau, daß ihr
törichter Antrag auf Auflösung des Volks
tages schon deshalb aussichtslos ist, weil die
Nationalsozialisten eine sehr überlegene Mehr
heit im Volkstag haben. Ihr Antrag kann also
nur darauf hinauslaufen, wieder einmal die
Aufmerksamkeit Genfs zu erregen. Das aber
ist umso erstaunlicher, als die Danziger Oppo
sitionsgruppe anscheinend überraschend schnell
vergessen hat, daß die Mißerfolge ihrer Genfer
Quertreibereien erst einige Monate alt sind.
Es muß schlecht um die Sache der Danziger
Oppositionellen stehen, wenn sie bereits zu
bloßen Demonstrationsanträgen greifen, um
wieder einmal von sich reden zu machen.
Lie Stimme Italiens
zu den Erfolgen des Führers.
DNB. Nom, 4.'5. Das halbamtliche „Gior-
nale d'Jtalia" widmet noch nachträglich dem
Geburtstag des Führers einen zwei Spalten
langen Aufsatz, in dem es die Politik des Füh
rers einer eingehenden Würdigung unterzieht.
„Wie man auch immer dieses Werk betrach
ten mag, es ist ein gewaltiges Werk", schreibt
das Blatt und fährt dann fort, „mit berech
tigtem Stolz hat die nationalsozialistische
Presse die Hauptabschnitte dieses Werkes ver
zeichnet, ein Werk der Einigung, des Auf
baues und der nationalen Erstarkung". Das
Blatt zählt die einzelnen Punkte der Regie
rungsarbeit auf und schließt mit der Versiche
rung, es sei dies „die Darstellung der 3>Zäh-
rigen würdigen Negierung und des begeister
ten Kampfes", während der Führer in sein
48. Lebensjahr eintrete.
Mordprszrtz gegen de«
KommunistenhSuptling Andrê
Vor dem Strafsenat des Hanseatischen
Oberlandesgerichts spielt zur Zeit ein Pro
zeß gegen einen der Führer des ehemalige«
Rotfrontkämpferbunöes, Anörö. Der Vater
des Angeklagten war Jude. Im Kriege geriet
Andrö in französische Gefangenschaft. 1922 trat
er zur KPD. über. Aus Polizeiberichten aus
dem Jahre 1923 geht hervor, daß Anörs sich
damals führend in der Erwerbslosenbewegung
betätigt hat und daß er als besonders aktiver
Agitator und Hetzer aufgetreten ist.
Im September 1924 trat Andrü in den Rot-
frontkämpferbund ein. Er bezeichnete sich
selbst als einen der Mitgründer. Ende 1925
wurde er Gauführer. Andres Ausführungen
über den RFB. klingen sehr merkwürdig. So
will er vor allem nicht wahr haben, daß die
RFB.-Leute politische Soldaten der Kommu
nistischen Partei waren, was den Gerichtsvor
sitzenden zu der Aeußerung veranlaßt: „Ihre
Verteidigung ist ungeschickt. Sie können doch
nicht Dinge bestreiten, die absolut klar sind."
Dann wird in der Vernehmung Andres
fortgefahren und besonders seine Tätigkeit im
RFB. besprochen. Im Mai 1929 wurde der
RFB. verboten und von da an illegal weiter
geführt. Der Angeklagte bestreitet dies nicht.
Die Verhandlung geht Donnerstag weiter.
3n wenigen Zeilen
England wartet ad
Kommt eine französische Lrnksregiernng?
Lord Lothian über die Schwierigkeiten des
Völkerbundes.
Lêuļschlond als Sicherheitsfaktor.
DNB. London, 3. Mai. (Eig. Funkm.) Lord
Lothian setzt sich in einer fast eine ganze
Spalte der Times einnehmenden Zuschrift für
den regionalen Abschluß von Sicherheitsver
trägen ein. Er sei geneigt, zu glauben, daß
ein starkes Deutschland die beste Gewähr für
den Frieden und für gesicherte Verhältnisse be
deute, und daß vor allem ganz gewiß keine
Ruhe in Europa oder Afrika hergestellt werden
könne, solange man versuche, das Einkrei
sungssystem gegen Deutschland aufrecht zu
erhalten.
Das Dankopfer der Nation.
Nichts für uns. alles für die Zukunft.
Stabschef Lutze sprach am Montagabend
über alle deutschen Sender zum „Dankopfer
der Nation". Der Stabschef betonte die Un
eigennützigkeit des Kampfes der SA.
Sö habe auch dieses Dankopfer nicht von der
materiellen Seite her, sondern nach der ethi
schen Seite seine Wertung erfahren. In ihm
soll der freiwillige und uneigennützige Akti
vismus zum Ausdruck kommen, der in den
Reihen der SA. seine Geburtsstätte fand.
Wir sehen, so fuhr Stabschef Lutze fort, im
„Dankopfer" die Möglichkeit, durch eine ver
schworene Kampf- und Opfergemeinschaft neue
Werte zu schaffen, die einen Teil des Funda
ments zur Ewigkeitswerdung der deutschen
Nation bilden.
Wir sammeln nicht, wir fordern nicht, wir
zeigen, daß wir da sind! Und die kämpferischen
Elemente des deutschen Volkes werden nicht
abseits stehen, wenn es gilt, dem Führer durch
praktisch angewendeten Sozialismus eine«
Bruchteil von dem abzustatten, was er jedem
einzelnen täglich in so überreichem Maße gibt.
Denn wir wollen ja nichts für uns, nichts
für die SA., nichts für die Gegenwart, sondern
für das ganze deutsche Volk, für die Zukunft,
für die Nation, und übergeben wollen wir es
dem ersten Arbeiter Deutschlands, unserem
Führer Adolf Hitler!"
DNB. Paris, 3. Mai. (Eig. Funkm.) Die
Größe des Wahlsieges trifft, wie man aus den
Stellungnahmen der Morgenpresse entnimmt,
die Linksparteien für die Regierungsbildung
nicht genügend vorbereitet. Zwar werden Kom
munisten und Sozialisten unverzüglich Füh
lung nehmen, um ein Mindestprogramm auf
zustellen, aber noch ist nicht einmal die wich
tige Frage entschieden, ob die Kommunisten
nicht doch in die Regierung eintreten mit der
Begründung, daß es ihrer Stärke nicht ent
sprechen würde, wenn sie sich mit der anfäng
lich geplanten Unterstützung einer linksbeton
ten Regierung begnügten.
Der sozialistische Populair, den man schon
jetzt als das Sprachrohr einer Bolksfrontrc-
gierung ansehen kann, spielt deutlich auf Er
eignisse an, die den Lauf der Dinge beeinflussen
können, wenn er schreibt: Man spricht von
Kapitalflucht, von Goldausfuhr, von Börsen
manövern im Sinne einer Panik, die die fi
nanzielle Verlegenheit des Staates vergrößern
soll. Die Franzosen, die diese verbrecherischen
Ratschläge befolgen, spielen ein gefährliches
Spiel. Die Regierung von morgen wird solche
Handlungen sicher nicht ungestraft lassen. Im
übrigen will der Populair noch enthüllen kön
nen, daß Postminister Mandel, dessen Einfluß
weit über die Bezirke seines Verwaltungs
ministeriums herausgeht, dem Ministerpräsi
denten Sarraut dränge, am Ruder zu bleiben.
Das „Echo de Paris", dem französischen Ge
neralstabe nahestehend, behandelt — einiger
maßen überraschend — die kommunistische
Gruppe als den vorsichtigen, mäßigenden Teil
der Volksfrontmehrheit. Es sei sehr wohl mög
lich, daß die Kommunisten einige Zeit lang
müßigend wirken. Moskau scheine für den
Augenblick eine Schwächung Frankreichs zu
fürchten, die einen europäischen Krieg entfes
seln könnte, auf den die Sowjets sich nicht vor-'
bereitet fühlen. Es sei aber fraglich, ob die
Kommunisten ihre Anhänger bremsen können.
Da das Land nun einmal für die Volksfront
gestimmt habe, müsse es diese Erfahrung nun
auch machen. Nur so könne man es dazu brin
gen, diesen Versuch bald zu bedauern.
Im selben Sinne äußert sich auch der rechts
gerichtete „Jour".
Sorgenvolle Betrachtungen in England.
Die englische Morgenpresse äußert sich mit
sorgenvoller Ungewißheit über das Ergebnis
der französischen Wahlen.
Die Times meinen, es sei zu früh, die Zusam
mensetzung der nächsten französischen Regie
rung vorauszusagen. Das hauptsächliche In
teresse der Welt sei, welche Wirkung die Wah
len auf die französische Außenpolitik haben
werden, und ob Frankreich nun leichter oder
schwerer zu einer Verständigung mit Deutsch
land gelangen werde.
Die Morningpost meint, daß durch den Be
such Herriots in Moskau und den Abschluß des
französisch-sowjetrussischen Paktes eine Aende
rung der Politik der Kommunisten eingetreten
sei. Wenn die Kommunisten die französische
Republik niederreißen sollten, so würden sie
damit einen Verbündeten vernichten.
Der liberale News Chronicle schreibt, die
Engländer wünschten heute vor allem die Ein
stellung der kommenden Linksregierung in
Frankreich zum kollektiven Sicherheitssystem
kennen zu lernen. Sollte das britische Volk
endgültig zu der Ueberzeugung gelangen, daß
Frankreich kein ehrliches Spiel treibe, so dürfe
die Haltung Englands auch gegenüber Locarno
und den sonstigen Bindungen eine gefährliche
Krise durchmachen.
Der Daily Expreß meint unter der Ueber-
schrift „Frankreich wird rot", einige Dinge in
der Welt änderten sich nicht: Der Tag, die
Nacht und die französische Politik.
Reichsleiter Rosenberg, der Beauftragte des
Führers für die weltanschauliche Schulung der
Partei, besuchte am Montagvormittag die Or
densburg Vogelfang.
Die britische Regierung hat nach einer Mit
teilung des Schatzkanzlers Neville Chamber-
lain im Unterhaus beschlossen, einen besonde
ren Ausschuß zur Untersuchung des Versiche
rungsskandals einzusetzen, der durch das vor
zeitige Bekanntwerden der Steuer- und Zoll
erhöhungen ermöglicht wurde.
Der Rektor der Warschauer Technischen
Hochschule hat die Einstellung der Vorlesun
gen angeordnet. Grund zu dieser Maßnahme
sind die zahlreichen Zusammenstöße zwischen
den nationalistischen und jüdisch-kommunisti
schen Studenten gewesen.
Neuer Chef der Gendarmerie. Der Führer
und Reichskanzler hat am 80. April den bis
herigen stellvertretenden Chef der Gendar
merie, Oberst der Gendarmerie von Kamptz,
zum General der Gendarmerie ernannt.
Paris. Die drei -letzten noch ausstehenden
Wahlergebnisse liegen nun vor. Sie haben die
Linksmehrheit in der neuen Kammer noch
weiter verstärkt. Im „Populaire" erklärt Lson
Blum, daß die Sozialistische Partei bereit ist,
eine Regierung der Volksfront zu bilden und
zu leiten.
Kairo. Die bisher vorliegenden Ergebnisse
der ägyptischen Wahlen lassen es als sicher
erscheinen, daß die Wafdisten mit einer über
wältigenden Mehrheit in das neue Parlament
einziehen werden.
Görlitz. Generaloberst a. D. Ludwig Frei
herr von Falkenhausen ist am Montagmor-
gen verschieden.
London. Wie Reuter aus Moskau berichtet,
hat die Sowjetregierung die britischen Vor
schläge für ein Flottenabkommen grundsätzlich
angenommen.
Der rote Mob rast durch Madrid
Zahlreiche Kirchen und Klöster in Flammen
DNB. Madrid, 4. Mai. Der Sturm des
marxistischen Mobs auf die Madrider Kirchen
dauert an. In den Vororte» Tetuan und Cha-
martin sind fünf Kirchen von Aufständischen
in Brand gesteckt. Zahlreiche Feuerwehren ver
suchen die Brände zu löschen, können sich im
allgemeinen jedoch nur darauf beschränken, ein
Uebcrgreifen des Feuers auf die Nachbarge-
bäude zu verhindern. Die Klosterschulen Pilar
und Covadonga sowie das Franziskanerklostcr
in der Los Salesianos brennen ebenfalls lich
terloh.
Der rasende Pöbel überfiel ferner die Woh
nungen eines Pfarrers und eines der Rechten
angehörenden Bezirksbürgermeisters und
steckte die Häuser in Brand. An einigen Stel
len der Stadt fanden Schießereien zwischen
Marxisten und der Polizei statt, die bei eini
gen Kirchen die roten Angriffe abwehren und
auf diese Weise noch umfangreichere Brand
stiftungen verhindern konnte. Ein marxistischer
Mordbrenner wurde dabei lebensgefährlich
verletzt, mehrere andere trugen leichtere Schuß
verletzungen davon.
Die marxistische Bevölkerung der in Mit
leidenschaft gezogenen Stadtteile fiel über die
Klosterinsassen und andere rechtsstehende Per
sonen her und verprügelte sie. 25 Personen
mußten mit teilweise schweren Verwundungen
den nächsten Rettungsstellen zugeführt wer
den.
Unter den Verletzten befindet sich auch eine
französische Staatsangehörige. Marxistische
Gruppen durchziehen die Straßen und fordern
zum Generalstreik auf. Bei verschiedenen Neu
bauten wurde die Arbeit bereits niedergelegt.
Die Verlader des Madrider Südbahnhofes
sind am Montag in den Streik getreten, um
ihre bereits vor einiger Zeit gestellten Forde
rungen durchzudrücken. Aus diesem Grunde
konnte heute kein Güterzug ausführen.
Die Unruhen in Spanien dauern weiter un
vermindert an. In San Sebastian streiken die
Bauarbeiter, die Arbeiter des Hafens Pasajes
haben sich angeschlossen. In Malaga herrscht
Generalstreik, den der sozialistische Gewerk-
schaftsvcrband NGT. in Verabredung mit den
Landarbeitern ausgerufen hat. Am'Montag
abend erschienen keine Zeitungen. Der gesamte
Verkehr ruht. Kaffeehäuser und Geschäfte ein
schließlich der Lebensmittelhändler sind ge
schlossen.
In Sevilla streiken die Bahnarbeiter. I»
Cartagena dauert der Hafenarbeiterstreik wei
ter an. Die Besatzungen der Handelsschiffe ha
ben sich solidarisch erklärt und die Arbeit eben
falls niedergelegt.
In Madrid haben die Marxisten wieder
Ruhe gegeben. Die Madrider Montagspresse
veröffentlicht jedoch infolge der scharfen Presse-
vorzensur weder Einzelheiten noch Kommen
tare über die Sabotageakte der Kommune, die
genau nach den Anweisungen der Komintern
am Tage nach den französischen Wahlen er
folgt sind.
Verantwortlicher Hauptschriftleiter unv Herausaederr ff»**
Ötnotifc Möller.
Stellvertreter der Hauptfchriftleiters: Herbert Puhlman»
Verantwortlich für Politik: Herbert Puhlmann; für den ört»
lichen und allgemeinen Teil: Adolf Sregori; für den wirt
schaftlichen Teil: Dr. Cl. Bielfeldt; für den provin
ziellen Teil: Karl Müller, alle in Rendsburg.
Bilbverantnwrtliche: Ressortleiter.
-Verantwortlicher Anzeigenleiter: Karl Jacobsen, Rendsburg.
Verlag und Druck: Heinrich Möller Söhn«. Rendsburg.
D-A- Schleswig.Holfteinische Landeszeitung (Rendsburgs
Tageblatt - Hohenwestedter Zeitung ) Die Lanbşş
tzanerau-kademarschen — Eüderbrarupsr Tageblatt),
D.-A. IV 36 13 764 Pl. Nr. 7.
s\
oben
des !
ortes
G i e
Hinn
statt!
rerscl
sprat
Tin
Grur
ansch
alle '
ansch
richt:
aufgc
käme
Gäste
rer £
führe
Stab<
von
die b,
erschi
u. a.
Kurs:
„R
rerwi
Mer
Runt
verm
runös
Rend
want
um 2
vorfü
sung
In
Kurz:
den z
Jung
hier l
etwa
wird
schlief
tige H
einer
Vetre
Heim
stergii
wird
Das !
empfö
so da
über
fügen
nehm:
nächst
20—2(
zur •?
Am
konnt
Krabļ
Arbei
solger
kampi
sonde:
überr