.Ş
- - .
j^W^LàM
„i ■*■
V at ,-li j,
^àââà^àĶ.^à.U,.
-r-Li-.â-.— ì^Lzà»
troMcamte der Lanöcsbauernschast Schlcswiq-
Vol,tenr vom 26. März bis 30. April in Kiel
im. Helmsohn ist ein Sohn des Gastwirts
Heinrich Heimsohn in Herrnhallig. (Hz.)
Eidecdedt
n^dene Hochzeit. Am 7. Mai begehen die
^heleute Julius Ovens und Frau, geborene
^lmonsen, in Tönning, Herrengraben 40, das
rsech der goldenen Hochzeit. Beide sind gebo
rene Elderstedter, die viele Jahre in Kathari-
nenherd wohnten, wo der Ehemann das
^chmiedehandwerk betrieb. Von ihren 11 Kin-
vern sind noch 6 am Leben. Vier Söhne und
ern Schwiegersohn sind im Weltkriege sür das
Vaterland gefallen. 30 Enkel und 6 Urenkel
letzen im neuen Deutschland die Stammfvlqe
sort, (yy.)
Au$ Hôcdļci^siûMÌ
Ehrung einer Hundertjährigen.
Bredstedt, 6. Mai. Der Führer und Reichs-
ranzler hat der Frau Margaretha Andresen
m Bredstedt aus Anlaß der Vollendung ihres
Ş. Lebensjahres ein persönliches Glück-
^.^chschreiben und eine Ehrengabe zugehen
Ehrung eines Arbeiters.
sz. Bredstedt, 5. Mai. Anläßlich des Tages
oer Arbeit wurde dem landwirtschaftlichen Ar
beiter Riß Paulsen, Aödebüll bei Bredstedt,
öurch Bürgermeister L. Lorenzen, Borüelum,
M Sterdebüll eine Urkunde für 26jührige treue
Dienstzeit bei Frl. Sine Christiansen, Adde-
bull, überreicht.
Hohes Alter. Am 7. Mai d. Js. kann der
Vauer Ingwer Matthiesscn, Ebüll bei Bred-
lledt, in guter geistiger Frische und Rüstigkeit
seinen 81. Geburtstag feiern, (sz.)
Goldene Hochzeit. Am Sonnabend, dem 9.
.êai d. Js., feiern die Eheleute, Bauer Hein
rich Jensen und Frau Hanna geb. Petersen,
Scheffelhof bei Bredstedt, das Fest der golde
nen Hochzeit. Während der Jubilar im 77. Le
bensjahre steht, ist die Jubilarin 72 Jahre alt.
Der Ehe sind 9 Kinder, 8 Söhne und 3 Töchter,
entsprossen. Das Jubelpaar hat sich aus klein-
Iten Anfängen zu Wohlstand emporgearbeitet.
Goldene Hochzeit. Am Sonnabend, dem 9. 6.,
können die Eheleute Lorenz Nickelsen und
Frau Christine, geb. Jessen, in Eskebüll das
Fest der goldenen Hochzeit feiern. Nickelsen
wurde am 16. April 1858 in Enge, seine Ehe
frau am 16. September 1861 in Bargum ge
boren. Das Jubelpaar wohnt seit 50 Jahren
m Eskebüll. Der Ehe sind 5 Kinder entspros
sen, von denen noch zwei Söhne und zwei
Töchter am Leben sind. Beide Jubilare sind
noch geistig und körperlich frisch und rüstig,
(kv.)
AilAUcdsddeewLg,
Deutsche Büchereiarbeit iu Nordschleswig.
Die Deutsche Bücherei in Hadersleben kann
melden, daß ihr Buchbestand um 2000 Bände
neuerer Literatur auf 15 781 Bände angewach
sen ist. Die Anzahl der Leser ist von 467 auf
651 gestiegen. Bon der Ausleihe waren 34 v.
H. belehrende Bücher und 66 v. H. Unterhal
tungsbücher. — Die Bücherei in Tondern
konnte ihren Bestand auf mehr als 4800
Bücher vermehren. Bon 895 Lesern wurden
insgesamt 21666 Bände entliehen. Bon den
Lesern waren 860 Erwachsene und 315 Jugend
liche und Kinder.
Au* dUktnOCSckCft
rg. Wcsselburen, 4. Mai. Einbruchsdiebstähle.
In den letzten Nächten wurden an verschiede-
nen Stellen der Stadt Einbruchsdiebstähle
verübt. Gestohlen wurden Briketts, Wüsche,
Kartoffeln und andere Haushaltsgegcnstände.
Diamantene Hochzeit. Am Donnerstag, dem
14. Mai, können die Eheleute Wilhelm Trinks
und Frau Bertha, geb. Fedöersen, in Heide,
Louisenstraße, ihre diamantene Hochzeit bege
hen. Der Ehemann wird 86 Jahre alt, wäh
rend die Ehefrau 80 Jahre alt ist. Beide sind
noch recht rüstig. Trinks war früher über 60
Jahre in der Eisengießerei von Fr. Köster,
Frieörichswerk, tätig. Die Ehefrau bearbeitet
noch jedes Jahr einen großen Feldgarten ganz
allein und hält denselben in mustergültiger
Ordnung, (fp.)
Uûidein
@t(i&êdjef Lntze und Korpsführer Hühnlein
kommen zum Nordmarktreffen.
Kiel, 4. Mai. Der Aufmarschstab für das 2.
Nordmark-Treffen der SA., der SS. und des
NSKK. teilt mit: Der Stabschef des Führers
Lutze und Korpsführer Hühnlein vom NSKK.,
mit deren Teilnahme man am 2. Nordmark
treffen bereits gerechnet hatte, haben nunmehr
bestimmt ihr Kommen zugesichert.
17pfündiger Hecht gefangen.
Neumünfter, 4. Mai. Am Sonntagmorgen
hatte der Sportangler Wilhelm Kruse ein un
gewöhnliches Anglerglück. Er fing im Schie-
rensee einen 17pfünöigen Hecht, der eine Länge
von 1,10 Meter hatte. Kurz vor dem Fang hatte
der Räuber, wie sich beim Ausnehmen heraus
stellte, einen ausgewachsenen Barsch hinuntcr-
gewürgt.
Granaten im Schutt.
Kcllinghusen, 4. Mai. Am „Schwarzen Berg"
an der Chaussee nach Mühlenbarbek konnten
zwischen abgefahrenen Schuttmassen zwei Gra
naten in dem Augenblick sichergestellt werden,
als Kinder in spielerischem Leichtsinn damit
hantierten. Ein Feuerwerksmeister aus Itze
hoe machte den gefährlichen Fund unschädlich.
Der Sippenverband der Köllns.
Elmshorn, 28. April. Die Köllns, Cöllns
und Köllings haben sich im Vorjahre zu einem
Sippenverbanö mit dem Sitz in Elmshorn zu
sammengeschlossen, dem inzwischen mehrere
hundert Sippenangehörige beigetreten sind
und der bereits auf eine sehr erfolgreiche Ar
beit im In- und Auslande zurückblicken kann.
Auf einer in Wesselburen in Dithmarschen
abgehaltenen Führertagung des Sippenver
bandes wurde beschlossen, als Verbandsnamen
die Bezeichnung „Sippenverband tho Köllinge"
zu führen. Tho Köllinge war nämlich der Ur-
name des Geschlechts, das zwischen 1200 und
1300 seinen Ursprung im heutigen Dorfe Kölln
bei Elmshorn nahm und zu den benachbarten
Barmstedter Rittern in einem Vasallenver
hältnis stand.
Besonders wertvoll ist die Auslandsarbeit
des Sippenverbanöes, die dem Auslandsrefe
renten Dr. Hans-Jürgen Kölln in Hamburg
übertragen wurde, dem es gelang, auch die im
Auslande lebenden Köllns, die sich in Däne
mark, Brasilien, Nordamerika und Australien
angesiedelt haben, zusammenzuschließen. Die
brasilianische Landesgruppe, die von dem deut
schen Farmer Johann Arno Kölln geleitet
wird, hat ihren Sitz in Porto Felix de Mon-
daki im Staate Rio Grande do Sul. Ganz be
sonders rührig sind die dänischen Köllns, die
um etwa 1800 aus Holstein ausgewandert sind
und heute zu den angesehensten Familien
Dänemarks gehören. Am Sonntag, dem
7. Juni, wird die dänische Landesgruppe im
Dorfe Kölln bei Elmshorn einen Sippentag
abhalten, an dem etwa 500 Sippcnangehörige
öe>? In- und Auslandes teilnehmen werden.
Die nordamerikanischen Köllns wird Universi-
tatsprofessor Dr. Fritz Kölln auf diesem Sip
pentag vertreten.
Sämtliche Nachrichten über die Köllns aus
der ganzen Welt werden in einem Sippen
archiv gesammelt. Die Forschungsarbeiten sind
bereits soweit gediehen, daß nach etwa drei
Jahren die Familiengeschichte eines jeden
Familienangehörigen in dem Archiv ausgear
beitet ist. Es wird dann ein Sippenpaß aus
gestellt, der die Verbandsmitglieder zur Füh
rung des Sippenwappens berechtigt.
Dichterpreis der Stadt Wandsbek.
Wandsbek, 4. Mai. Zum 60. Geburtstag des
Leiters der Niederdeutschen Bühne, Dr. Ohn-
sorg, am 3. Mai, hat der Oberbürgermeister
der Stadt Wandsbek ein Glückwunschschreiben
übersandt, in dem er seine Anerkennung für
die künstlerische Tätigkeit und Pflege des Hei
matschrifttums durch die Niederd. Bühne aus
spricht. Um auch weiterhin die Niederdeutsche
Bühne, die mit Wandsbek eng verbunden ist,
zu fördern, hat die Stadt sich entschlossen,
einen Dichterpreis in Höhe von 600 JUl aus
zusetzen, der jährlich am 3. Mai, dem Geburts
tag Dr. Ohnsorgs, dem Verfasser des besten
niederdeutschen Stückes zuerkannt werden soll,
das im Laufe des Jahres in Wandsbek urauf
geführt wurde.
x. Neumünfter, 5. Mai. Gastkonzert des
Reichssymphonie - Orchesters. Unter Leitung
seines Dirigenten Franz Adam gab das
Reichssymphonie-Orchesters gestern abend im
vollbesetzten Hause des Tivoli ein glänzendes
Konzert, in dem Werke von Beethoven, Reger
und Liszt sowie die Freischütz-Ouvertüre und
das Meistersinger-Vorspiel zur Aufführung
gelangten. Nachmittags wurden die 90 Mu
siker des sogenannten „Hitler-Orchesters" von
der Kreisleitung der NSDAP, sowie den
Spitzen der Behörden im Carl-Sager-Haus
feierlich begrüßt.
Au* dem Qedddösaal
Ein Ehepaar wegen Kindesmord zu Zucht
haus verurteilt.
Altona, 4. Mai. Vor dem Altonaer Schwur
gericht hatten sich der 31jährige Eduard Oemisch
und dessen 26jährige Ehefrau wegen Mordes
zu verantworten. Die Angeklagten werden be-
chuldigt, am 30. April 1933 in Quickborn vor-
ätzlich und mit Ueberlegung ihr neugeborenes
Kind getötet zu haben. Das angeklagte Ehe
paar Oemisch ist im wesentlichen geständig. Der
Staatsanwalt beantragte gegen Oemisch wegen
Totschlages zehn Jahre Zuchthaus und fünf
ìsahre Ehrverlust sowie gegen Frau Oemisch
wegen derselben Straftaten sechs Jahre Zucht
haus und fünf Jahre Ehrverlust. Das Gericht
verurteilte beide Angeklagte wegen gemein
schaftlichen Totschlages, und zwar den Ehe
mann Oemisch zu sechs Jahren Zuchthaus und
fünf Jahren Ehrverlust und Frau Oemisch zu
drei Jahren Zuchthaus und drei Jahren Ehr
verlust.
Dr. Nieser, Geschäftsführer beim Landeshand
werksmeister Nordmark, berichtet im „Norömark-
Vanöwerk" über das vorläufige Ergebnis der Ver
trauensfrage. Die Kammern der Nordmark waren
duf Anregung des Laudeshandwerksmeisters bereits
ün Herbst vorigen Jahres übereingekommen, die
Abstimmungen in den Innungen Anfang 1036 be
sinnen zu lassen. Um ein einwandfreies Bild von
«er Stimmung der Jnnungsmitglieder und ihrer
'Beurteilung der Arbeit des Obermeisters zu erhal
ln, wurde angeordnet, die Vertrauensfrage auf die
Tagesordnung einer ordentlichen Mitgliederver
sammlung zu setzen und die Abstimmung unter
Leitung des stellvertretenden Obermeisters oder
eures Vertreters der Kreishanbwerkerschaft öurchzu-
lühren. Von den Kreishandwerkerschaften wurden
gedruckte Stimmzettel zur Verfügung gestellt, die
en Aufdruck „Ja" und „Nein" mit dem üblichen
»kreis zum Ankreuzen enthielten. Die Abstimmung
war geheim.
Seit Januar 1036 sind diese Abstimmungen im
uiange. Kammcrweise geordnet sind bis jetzt fol-
Sende Ergebnisse gemeldet worden:
Altona
Flensburg....
Hamburg
Harburg
Lübeck
Schwerin
In
nungen
181
93
60
56
42
117
Stimmen-
zahl
10 990
3 933
2 253
4140
1935
7 660
Ja
9890
3723
2061
3852
1757
7161
549 I 30 911 128444
Nein
886
189
153
233
149
420
2030
Hit-
gültig
214
21
39
55
29
79
437
Die verhältnismäßig geringe Zahl der Stimmen
^ Hamburg rührt daher, daß die großen Innungen
^ es gibt dort Innungen mit bis über 2000 Mit-
Nledern — satzungsgemäß keine Jnnungsversamm-
s^wg sämtlicher Mitglieder kennen, sondern nur
'Ne sogenannte Vertreterversammlung. Die Ber
ater werben aber wieder bezirksweise von den
"Nnungsmitgliedern gewählt; ihre Zahl schwankt
^wlschcn 15 bis 50, je nach der Mitgliederzahl der
»'nungen. Für die Kammer Harburg ist nur das
. ^gebnis aus den zur Nordmark gehörenden
"nterelbekreisen angegeben.
Bisher haben 549 Innungen abgestimmt (70 vH
dr Gesamtzahl der Innungen des Bezirks Nord-
7^rk). Im Gesamtergebnis beantworten rd. 92 vH
Handwerker die Vertrauensfrage mit „Ja", rd.
, vH mit „Nein". Daß die Zahl der Neinsager in
v großen Innungen der großstädtischen Bezirke
was größer sein würde, war zu erwarten und
î Sitzt sich aus der obigen Zusammenstellung. In
Ņlnen Fällen waren hier etwas größere Min-
heiten als im Durchschnitt zu verzeichnen. Aus
gesprochene „Pannen" hat es aber bis jetzt nur in
zwei Fällen gegeben, nämlich in einer ganz kleinen
Innung, in der der Obermeister mit einer Stimme
in der Minderheit blieb, und in einer Innung mit
Vertreterversammlung, wo die Ja- und Neinsager
sich die Waage hielten.
Das Gesamtergebnis aber hat, das sei offen aus
gesprochen, alle Erwartungen weit übertroffen.
Denn man muß sich darüber klar sein, daß der Weg
der Gesamtwirtschaft wohl aufwärts geht, daß aber
noch zahlreiche Einzelbetriebe gerade im Handwerk
mit großen Schwierigkeiten materieller Art zu
kämpfen haben. Auf der anderen Seite war es bei
der Errichtung der Pflichtinnungen in 1934 oft nicht
einfach, nun immer den richtigen Mann als Ober
meister zu finden, der weltanschaulich und fachlich
den hohen Anforderungen seines Amtes genügte.
Und schließlich wissen wir auch, baß viele Hand
werker nur zu gern geneigt sind, Widerwärtigkeiten
und Schwierigkeiten in ihrem engeren Lebensbereich
auf den Obermeister abzuladen. Um so höher ist
bas Ergebnis zu werten. Es enthält einmal eine
Anerkennung der wirklich oft nicht einfachen und
häufig doch mit Undank belohnten, selbstlosen
Arbeit der Obermeister, die auch diesen Männern
wieder neue Kraft zu weiterer unermüdlicher Arbeit
für die Gesamtheit geben wird. Weiter zeigt uns
das Ergebnis aber auch, daß die weitüberwiegende
Masse der Handwerker trotz mancher noch vorhan
denen Not vernünftig genug ist, um Kleinlichkeiten
und Kleinigkeiten als unwichtig anzusehen, unwich
tig angesichts des gigantischen Kampfes, den das
deutsche Volk und damit auch das Handwerk um
seine Selbstbehauptung führen. Und schließlich doku
mentiert das Ergebnis ja nicht nur das vorhandene
Vertrauen zur Führung des Handwerks, sondern
darüber hinaus auch zur gesamten Wirtschafts- und
Staatsführung. Es ist deshalb der verständliche
Wunsch des Handwerks, daß angesichts einer solchen
eindeutigen Tatsache das hier und da immer noch
festzustellende Gerede von reaktionären oder egoisti
schen oder liberalistischen Handwerk endlich einer
besseren Einsicht weichen möge.
Was lehren dîe Zwischenprüfungen
im Handwerk?
In demselben Heft schreibt Joh. Flocken, Altona,
liber das -rhema „Was lehren uns die Ergebnisse
der durchgeführten Zwischenprüfungen?". Es heißt
dort u. a.: Die Zwischenprüfungen sind von einer
Reihe von Innungen durchgeführt. Sie haben nur
dann Wert, wenn die Gründe unvollkommener
Leistungen festgestellt und vorhandene Mißstände
beseitigt werden. Es ist ferner zweckmäßig, bas Be-
rufsberatnngsamt von dem Ergebnis der Prüfun
gen in Kenntnis zu setzen. Hierdurch besteht die
einzige Möglichkeit, das Urteil der Eignungsprü
fung mit der tatsächlichen Befähigung zu verglei
chen und gegebenenfalls die Eignungsuntersuchungs-
methoben zu berichtigen.
Welche Beobachtungen sind nun bei den Zwischen
prüfungen gemacht worden und welche Lehren sind
Schwindende Zinsrückstände
bei der Landcsbank Schleswig-Holstein z« Kiel
Der Lanöesbank der Provinz Schleswig-Holstein
zu Kiel war es im letzten Jahre möglich, die stö
renden und schädigenden Ausivirkungen der letzten
Krise im wesentlichen auszuräumen. Die kommu
nale Umschuldung für den Geschäftsbereich der
Bank ist abgeschlossen. Die Zinsrückstände der Ge
meinden sind von 77,6 vH zum Jahresende auf
7,2 vH zurückgegangen. Auch der Rest dürfte bald
eingehen. Für die Zwecke des städtischen Realkredits
wurden 742 Darlehen im Gesamtbeträge von 2,1
Mill. MM bewilligt und bisher 170 Darlehen über
0,36 Mill. MM ausgezahlt. Zinsrückstände usw.
konnten erfolgreich eingetrieben werden und sanken
bei den städtischen Hypotheken von 337 651 MM
(14,1 vH) auf 154 332 MM (6,8 vH). Nach vollständi-
ger Auswirkung der Zinssenkungsmaßnahmen sei
mit einem Verschwinden auch dieser Rückstände zu
rechnen. Die 7prozentige Holland-Anleihe konnte
bisher noch nicht umgeschuldet werden. Immerhin
wurden Guldenzertifikate im Gegenwert von rund
1 Mill. MJl umgetauscht und eine Zinssenkung auf
4,5 vH für einen gleichen Betrag von Pfandbrief-
hypotheken folgte, wobei leistungsschwache Schuld
ner bevorzugt wurden. Den übrigen Kreditnehmern
'st ab 1. 1. 1036 bis auf weiteres aus besonderen
Mitteln eine Zinserleichetrung von 1,5 vH gewährt
worden. Landwirtschaftlicher Reallredit wurde neu
nicht gewährt. Die Zinsrückstände hierauf betragen
rund 1,21 (i. V. 1,00) Mill. MM. Bei einer Reihe
von Erbhöfen stockte der Zinseingang nach wie vor
vollständig. An Meliorationskrediten waren bis
Ende Woo 35,00 Mill. MM ausgezahlt, weitere
2,5 Mill. MM zugesagt. Die Leistungsrückstände der
betreffenden Unternehmungen ermäßigten sich von
226 896 auf 92 157 MM oder von 108,9 auf 43,0 vH
ôeê Jahres-Solls. 11 Grundstücke mußten zu den
bereits vorhandenen 11 erworben werden, wovon
im Laufe des Jahres 12 ganz und 3 zum Teil
wieder verkauft werden konnten. — Einschl. Vor
jahrsvortrag verbleibt ein Reingewinn von 125 756
(283 572) MM, der zur Verzinsung des Stammkapi
tals verwendet und mit 28 000 MM vorgetragen
werden soll. Die Bilanz ist infolge Nenaufgliederung
mit der vorjährigen nur unter Vorbehalt ver
gleichbar.
daraus zu ziehen? Unverkennbar ist der nachteilige
Einfluß der Maschinenarbeit auf die handwerks
gerechte Beherrschung der Arbeitsvorgänge. Schon
bei der Durchführung der praktischen Arbeiten
zeigte sich die Unkenntnis vieler Arbeitsvorgänge,
die durch die Anwendung von Maschinen entbehr
lich geworden sind und den Prüflingen infolgedessen
unbekannt waren. Das handwerksmäßige Zeichnen
der Stücke und das handwerksgerechte Zureitzen
der Verbindungen stieß durchweg auf Schwierig
keiten. Die Handhabung der zur Durchführung der
gestellten Aufgaben erforderlichen Handwerkszeuge
war manchen Prüflingen infolge der gewohnten
Maschinenarbeit nicht geläufig. Auch durch die ver
mehrte Anwendung von weit vorbearbeiteten Halb-
fertigerzeugnissen ist leider manche Konstruktion
zum Nachteil einer gründlichen Ausbildung in
Vergessenheit geraten. So verursacht die Mechani-
sierung und Spezialisierung der Handwerksbetriebe
offenbar eine stark verminderte Gründlichkeit der
Meisterlehre. Dieser Tatsache darf man sich im
Interesse eines leistungsfähigen Nachwuchses nicht
verschließen.
Man kann sich allerdings auf den Standpunkt
stellen, daß die Ausbildung der Lehrlinge in solchen
Arbeitsvorgängen, die durch die Anwendung der
Maschinen entbehrlich geworden sind, eine unnötige
Zeitvergeudung darstellt. Dieser Standpunkt ist
grundfalsch! Es ist auch im Zeitalter der Maschine
unbedingt notwendig, baß der Lehrling die Grund-
elemente seines Handwerks kennen und beherrschen
lernt. Wenn auch die Maschinen aus den Hand
werksbetrieben nicht mehr wegzudenken sind, so
muß doch die Eigenart handwerklicher Formgestal
tung durchaus gewahrt bleiben. Jeder Lehrmeister
hat somit die unbedingte Pflicht, die ihm anver
trauten Lehrlinge mit der Handhabung aller Hand-
werkszeuge und mit der Durchführung solider hand
werksgerechter Arbeiten vertraut zu machen.
Jedes Handwerk fordert ein umfangreiches Wissen
und ein gründliches Können. Leider ist nicht jeder
Betrieb geeignet, dem Lehrling die dazu erforder
lichen Grundlagen zu geben. Aus diesem Grunde
sind mangelhafte Ergebnisse der Zwischenprüfun
gen nicht lediglich auf den Lehrling zurückzuführen.
Es muß auch festgestellt werden, ob die Werkstatt
geeignet ist, vorhandene Befähigungen. Begabun
gen und Talente zum Nutzen des Handwerks zur
vollen Entfaltung und Auswirkung zu bringen.
Jeder Lehrmeister muß sich dessen bewußt sein, daß
die Ausbildung der ihm anvertrauten Lehrlinge
eine verantwortungsvolle Aufgabe zur Förderung
öes^ Ansehens des gesamten Handwerkerstandes
darstellt. Eine Reihe von guten Arbeiten liefern
den Beweis, daß die Mehrheit der Lehrmeister sich
dieser Verantwortung durchaus bewußt ist. Durch
die Erkennung aller Mängel wird die Zwischen
prüfung ein bewährtes Mittel sein, bas gesamte
Handwerk zur äußersten Steigerung seiner Lei
stungsfähigkeit zu veranlassen.