129. Jahrgang 7 Nr. 105 / Zweites Blatt.
Mittwoch, den 6. Mai 1936.
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LandsŞitung
RrnLsduryrr DrsedtlM
Zögernder Mai
Vormittags maß man im Freien nach Osten
hin, wo die Sonne stehen sollte, 9y, Grad
Celsius. Der diesjährige Mai scheint ein be
sonders zögernder schöner Knabe zu sein. An
den Kastanien ist, um von den Bäumen zu
reden, sein grünes Gelock noch am weitesten
gediehen, in den Buchen treibt's schüchtern, an
den Eichen hält's widerspenstig zurück. Kühlen
Nordwind und austrocknenden Ost hatten wir
in letzter Zeit. Da dachte manch Bäumchen
vor den Toren der Stadt mit Onkel Bräsig:
Daß du die Nase ins Gesicht behältst! Man
wird sich aber wundern, was acht Tage Sonne
und Windbezug aus sanfterer Region aus dem
zögernden Knaben machen können! Noch eine
Weile — dann sind wir soweit, dann ist auch
das Szepter der gefürchteten drei Gestrengen
gebrochen.
Die Amsel im Busch brütet im arglos hinge
bauten Nest auf vier hellblauen gesprenkelten
Eiern,' vor vierzehn Tagen waren es zwei.
Frau Fink in der Nachbarschaft streckt den
Stert weit über den Nestrand und schaut mich
vertrauensvoll an. Sie weiß, daß ich sie im
Brutgeschäft nicht stören, sondern nur nach
ihrem Wohlbefinden schauen will. Buschwind
röschen und Maikraut stechen im Teppich des
Gehölzes hervor.
Auf dem Kamp sah ich morgens eine Schwalbe
Sturz- und Gleitflüge machen. Der Eismann
zog mit seiner himmelfarbenen Karre durch die
Straßen und Gassen. Er möchte Labe gegen
schweißtreibende Sonnenstrahlen bringen. Doch
bei rauhem Nord dünkt sein Gebimmel noch
als das „Glöckchen des Eremiten". Aber auch
seine Stunde steht bevor. Dann wird alles
zueinander passen: die Hyazinthen und Tulpen
im Garten, die gelb gesäumten hungrigen
Mäulchen im Nest, das lückenlos grüne Revier
ringsum und das Geläut des tatendurstig ins
sonnige Gelände strebenden weißgeschürzten
Mannes mit dem leckeren Zeug unter blankem
Deckel.
Unser nordischer Mai kommt nicht stürmisch
dahergesprungen. Um so nachhaltiger und
gründlicher ist die Freude, die er hinterläßt.
#
PS. Heute, bei gelegentlicher Sonne, ergat
terte man um die gleiche Stunde schon
15 Grad. Man halte sich an den untrüglichen
Hamburger Wetterbericht!
* * *
* Sprungs Volksliedcrspiel in der auswär
tige« Kritik. In einer Besprechung der
„Schleswiger Nachrichten" heißt es: Werner
Sprung schuf ein Werk, das den Forderungen
unserer Zeit in jeder Beziehung entgegen
kommt, die sich in Volkstümlichkeit der Musik
und gangbaren Aufführungsmöglichkeiten zu
sammenfassen lassen. Er sammelte sechsund-
öreißig der schönsten Liebeslieder aus fünf
Jahrhunderten und umwob und umrankte sie
in fein gefügter Satztechnik mit wunderbar
ausdrucksstarken Begleitungen, die der Stim
mung jedes einzelnen Liedes in vorbildlicher
Weise nachgehen. Die Stimmung jedes Liedes
wird in weitgehender Weise ausgebaut. Und
doch bleibt der Ton des Volksliedes immer ge
wahrt, das in der natürlichen Schlichtheit sei
ner Erfindung, in der unmittelbaren Frische
und Tiefe seines Ausdrucksvermögens zum
Hörer spricht. Liebessehnsucht und Liebesleid,
aber auch Liebeswonne und Liebesseligkeit fin
den ihren Ausdruck und führen den Hörer in
buntem Wechsel der Gestaltung über Klage
und tiefen Schmerz, über Sehnen und Bangen
zu Jubel und Glück in immer sich steigernder
Wirkung. Wir können nur wünschen, daß den
so reizvoll gestalteten „alten schönen Liebeslie
dern" auch in Schleswig bald eine Wiedergabe
bereitet werde.
Wir können mitteilen, daß eine Aufführung
in Neumünster und Kiel stattfinden
wird.
* Amtsgericht. Die gewohnte Donnerstage
Verhandlung fällt morgen aus infolge Aus
wirkung der Amnestie. Diese erstreckt sich in
Rendsburg namentlich auf bereits erkannte
Strafen unter 1 Monat Gefängnis oder ent
sprechende Geldstrafen, zum Teil auch auf
laufende Sachen.
* In den Ruhestand versetzt wurde auf sei
nen Antrag Steuerassistent Hermann Klein
vom hiesigen Finanzamt. Im vorigen Jahre
hat er sein 40jähriges Dienstjubiläum gefeiert.
* 15 Jahre war Hans Johnsen am 1. Mai
ununterbrochen bei der Firma Hans Jürgen
sen in Rendsburg tätig.
* Der Radfahrerverein RBC. von 1894 hielt
im Vereinslokal „Colosseum" seinen monat
lichen Kameradschaftsabend ab, der sich guten
Besuches erfreute. Am Sonnabend, dem 16. ö.
findet itt den Räumen des Gastwirts Me-
Rendsbnrg, den 6. Mai 1936.
ster in Osterrönfeld unter Mitwirkung des
Radfahrervereins Eckernförde von 1887 ein
Werbesportfest, bestehend in Neigenfahren und
Radballspiel, statt. Am Sonntag, dem 17. d.
M., nachmittags 2 Uhr, wird vor der Vieh
markthalle für Werbezwecke die Veranstaltung
wiederholt. Der Vorstand wurde um drei Bei
ratsmitglieder erweitert, außerdem wurde ein
stellvertretender Tourenfahrwart bestimmt.
* Ein öffentliches Volkssingen, veranstaltet
von der NS.-Gemeinschaft Kraft durch Freude
der Deutschen Arbeitsfront, findet am Mitt
woch, dem 6. Mai, abends 20 Uhr in der Aula
der Adolf-Hitler-Schule unter dem Singeleiter
Pg. Stephani statt. Es ist jedermann einge
laden, mit „Kraft durch Freude" eine frohe
Stunde zu verleben.
* Festfahrten. Pfingsten, 31. Mai und 1.
Juni, geht's mit „Kraft durch Freude" 7 Tage
nach Heiligenhafen. Abfahrt Sonnabend, 30.
Mai, morgens, Rückkehr Freitag, 6. Juni,
abends 19 Uhr. Der Preis beträgt für einschl.
Bahnfahrt, Dampferfahrt Kiel—Heiligenhafen
und zurück, Verpflegung und Unterkunft 16,50
JUl. Heiligenhafen, eines der schönsten Bäder
an der Ostseeküste, bietet bei herrlicher Lage
die beste Erholung. — Himmelfahrt, Donners
tag, den 21. Mai, geht's nach Ratzeburg-Mölln.
Abfahrt morgens 8.30 Uhr, Rückkehr abends
23 Uhr. Fahrpreis 1,90 JUL Es kann ein
gutes Mittagessen zum Preise von 1,10 JUL
eingenommen werden. In Ratzeburg ist Ge
legenheit, zu verbilligten Preisen Fahrten auf
dem See mitzumachen. Außerdem finden Wan
derungen und Führungen statt.
* Leichenfund. Am Dienstagmittag wurde
im Obereiderhafen bei der Sahrschen Mühle
eine männliche Leiche treibend gefunden und
geborgen. Nach dem Befund hat die Leiche län
gere Zeit im Wasser gelegen. Der Tote wurde
als der 31jährige Walter Frahm aus Büöels-
dorf festgestellt, der seit dem 12. Februar d. I.
vermißt wurde. Näheres muß die Untersu
chung ergeben.
* Einen Donnerschlag hörte man gestern
abend gegen 10.30 Uhr. In der Ferne, am
dunklen Nordosthimmel, blitzte es. Ein kurzer
Regenschauer ging hernieder.
* » *
Der 1. Mal in Büdelsdorf
30 OOO-Blacf'öflftung der Hütte.
Büdelsdorf, 6. Mai. Ein rechter Festtag, an
dem sich die ganze Bevölkerung beteiligte, war
der 1. Mai auch in unserer Gemeinde. Wäh
rend im vorigen Jahr die hiesigen Betriebs
gemeinschaften an den Veranstaltungen in
Rendsburg teilnahmen, war diesmal eine
eigene Kundgebung organisiert. Der ganze
Ort trug festlichen Schmuck. Einleitend fand
um 11 Uhr bei der Carlshütte ein Betriebs
appell der Betriebsgemeinschaft statt. Nach
dem Direktor W e n k e die Gefolgschaft und
die anwesenden Gäste, gleichzeitig im Namen
von Direktor Bosse, der durch Krankheit am
Erscheinen verhindert war, begrüßk hatte,
führte er u. a. aus: „Auch in diesem Jahre
soll der Nationale Feiertag des deutschen
Volkes für uns ein Tag der Freude, des
Stolzes und der Genugtuung sein. Im star
ken Selbstvertrauen wollen wir am heutigen
Tage wieder Mut und Kraft sammeln für die
Aufgaben, die uns für die Zukunft noch bevor
stehen. Zu unserer größten Freude können
wir heute sagen, daß in unserem Werke die
Betriebsverbundenheit immer mehr Wirklich
keit geworden ist. Ich spreche der ganzen Ge
folgschaft hiermit unseren Dank dafür aus, daß
sie durch die Aufnahme des Gemeinschafts-
geüankens sich mit dem Betriebe verwachsen
fühlt." Er gab dann bekannt, daß in der letzten
Aufsichtsratssitzung der Beschluß gefaßt wor
den sei, einen Betrag von 30 000 JUL zur Ver
fügung zu stellen, der zur Unterstützung alter,
verdienter Gefolgschastsmitglieder für die Zeit
nach dem Ausscheiden aus ihrer Arbeit Ver
wendung finden soll. Auch diese Maßnahme
soll der Gefolgschaft das Gefühl vermitteln,
daß ihr Arbeitsverhältnis nicht nur ein for
meller Dienstvertrag mit Pflichten und Rech
ten ist, sondern die Grundlage einer rechten
Arbeitsgemeinschaft bildet. Weiter teilte er
mit, daß die Carlshütte für die erste Wieder
holung des Volksliederspiels von W. Sprung
eine Anzahl Karten abgenommen habe, die an
Gefolgschaftsmitglieder, die sich für guten Ge
sang und gute Musik interessieren, kostenlos
abgegeben worden sind. Direktor Wenke
schloß: „Und nun wollen wir hinausziehen auf
den Sportplatz, um die Rede des Führers zu
hören und damit gemeinsam eine Weihestunde
zu erleben. Der 1. Mai 1936 soll ein Fest- und
Freudentag der großen deutschen Volks
gemeinschaft sein und werden, der unter dem
Kennwort „Freut euch des Lebens" steht."
Hierauf formierte sich der Festzug, voran die
Hüttenkapelle. Bei den flotten Klängen der
Musik setzte sich der stattliche Zug in Be
wegung. Voran marschierten die Fahnen
abordnungen der Partei, der SA., der
Arbeitsfront, der Arbeitsopfer und der Mili
tärischen Kameradschaft. Beim Hütteneingang
schloß sich unter Borantritt des Marine-SA.-
Musikzuges unter Leitung von Kapellmeister
Rumohr die übrige Bevölkerung an. Der
Festzug bewegte sich zunächst durch die Holler
straße, Kampstraße, Heimstraße, Wilhelm
straße und marschierte dann nach dem eben
falls festlich geschmückten Eidersportplatz. Hier
wartete bereits eine große Menge. Die Kund
gebung wurde eingeleitet durch Musikstücke,
und anschließend kündete ein Sprcchchor der
Hitlerjugend von dem Sinn des Tages. So
dann wurden die Ansprachen des Reichs-
propagandaministers Dr. Goebbels und des
Führers übertragen. Mit dem Deutschland-
und dem Horst-Wessel-Lied fand der Gemein
schaftsempfang seinen Ausklang. Der Rück
marsch erfolgte durch Kirchhofsweg, Fried
richsbrunnen, Hollerstraße. In der Nähe des
Rathauses wurde der Zug, der ca. 2200 Per
sonen umfaßte, aufgelöst. Abends fanden
Festbälle in allen Sälen statt, die eine über
aus gute Teilnahme der Bevölkerung auf
wiesen.
Luftiger Ausguck.
SckUsmg-Holsteit*
Heels Jlexds&ueg
Krumm wisch, 5. Mai. Ehrenurkunde verlie
hen. Dem über 60 Jahre bei den Familien
Theophile und Schütze in Groß-Nordsee be
schäftigten Kutscher Wilhelm Todt dortselbst
wurde von dem Landesbauernfüyrer für treue
Dienste eine Ehrenurkunde am 1. Mai, dem
Feiertag der Nation, verliehen.
R. Nortorf, 5. Mai. Betriebsführer und Ge-
solgschastsangehörige des Gastftättengewerbes,
Ortsgruppe Nortorf, feierten am Montag
abend im Gasthof Ritzebüttel den Nationalen
Feiertag lt. Anordnung der DAF.. Der Orts
walter des Gaststättengewerbes, Nohwer, er
öffnete den Abend und begrüßte die erschiene
nen Arbeitskameraden sowie den Hoheitsträ
ger Bürgermeister Hein. Hein hielt darauf
eine kurze Ansprache über Zusammenarbeit
von Betriebsführer und Gefolgschaft im natio
nalsozialistischen Staat. Bei fröhlichen Melo
dien der Kapelle verbrachten die Angehörigen
des Gaststättengewerbes einige gemütliche
Stunden.
Heels Ukeenföcde
Klein-Waabs, 5. Mai. SOjähriges Arbeits
jubiläum. Eine seltene Feier beging am 1.
Mai der Vogt Karl Heide, nämlich sein 50jüh-
riges Arbeitsjubiläum auf ein und derselben
Arbeitsstelle. Vor 50 Jahren, am 1. Mai 1886,
begann er seine Tätigkeit auf dem Gute So-
phienhos. Trotz seiner 74 Jahre ist er körperlich
und geistig noch sehr rege und noch immer von
Arbeits- und Schaffenslust beseelt. Der jetzige
Besitzer und Betriebsleiter von Sophienhof hat
es sich nicht nehmen lassen, diesen Ehrentag
des tüchtigen Arbeitsveteranen zu einem Fest-
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Rendsburger Jungcns erkletterten am
1. Mai dies Baumgeäst im Kindergarten, um
desto besser Zuschauer der großen Kundgebung
auf dem Paradeplatz sein zu können.
Dem Jugendübermut sah man am Feiertag
des deutschen Volkes einmal durch die Finger.
Lichtbild: Lanöeszeitung.
tag zu gestalten, zu dem die gesamte Gefolg
schaft des Gutes eingeladen war.
90 Jahre alt. Die Witwe Juliane Goos,
geb. Büßen, in Sönderby vollendete kürzlich
ihr 90. Lebensjahr. Schon mit 42 Jahren ver
lor sie im Jahre 1888 ihren Ehemann, der 20
Jahre die Sönderbyer Gastwirtschaft inne
hatte. Nach seinem Ableben führte sie die Wirt
schaft noch zwölf Jahre allein weiter, um sie
1900 an den Schwiegersohn und jetzigen Inha
ber Fr. Haß abzugeben und bei ihren Kindern
ihr Altenteil zu verleben.
Heels Schleswig.
Zwei schwere Motorradunfälle.
Schleswig, 6. Mai. Auf der Schleswig-
Flensburger Chaussee ereigneten sich in der
Nähe von Helligbek zwei schwere Motorrad
unfälle. Ein aus Glücksburg kommender jun
ger Mann verlor plötzlich trotz langsamer
Fahrt die Gewalt über seine Maschine. Er ge
riet in den Straßengraben und blieb mit
einem schweren Schädelbruch liegen, so daß er
ins Krankenhaus gebracht werden mußte. —
In dem zweiten Fall stieß ein bei einem Bau
ern in Poppholz beüiensteter junger Mann,
der mit seinem Motorrad aus einem Neben
weg in die Hauptchaussee einbiegen wollte, mit
einem Lastzug zusammen. Bei dem Zusam
menstoß wurde das Motorrad gänzlich zer
trümmert, während der Fahrer schwere Kno
chenbrüche und andere leichtere Verletzungen
erlitt. Der Lastzug geriet in den Chausseegra
ben.
jp. Kropp, 5. Mai. Ehrenurkunde für den
Reichsberufswettkampf. Dem Malerlehrling
Karl Tams, der bei dem Malermeister R.
Klatt in der Lehre steht, wurde am National-
Feiertag von dem Ortshandwerkerführer eine
Ehrenurkunde für gute Leistungen im Reichs
berufswettkampf überreicht. — Standesamt
liche Mitteilungen. Die Ehe wollen miteinan-
Aus HoUenwesUdl, Uaueeau-Hcdemaesckeu
Mttd Uttig-egefrd
ai. Hohenweftedt, 4. Mai. Der Geslügelzucht-
verein von Hohenweftedt und Umgegend hielt
gestern nachmittag im Vereinslokal (W.
Schlesselmann) seine Monatsversammlung ab.
Der Vereinsleiter wies auf die Ende Juli in
Leipzig stattfindende große Welt- und Geflü
gelschau hin und forderte die Mitglieder auf,
diese zu beschicken und möglichst auch mit dem
dafür eingelegten Sonderzuge zu besuchen. In
diesem Jahre sind, da der Bezirk durch Hinzu
legung des Stadtkreises Neumünster vergrö
ßert worden ist, zwei Bezirksschauen vorge
sehen, eine in Hamdorf und die zweite in Tun
gendorf. In Hohenweftedt wird nur am 27.
September eine Junggeslügelschau stattfinden.
Der Vereinsleiter wies darauf hin, daß nur
beringte Tiere für die Schauen aufgenommen
werden dürfen und forderte die Mitglieder
auf, rechtzeitig die nötigen AR.-Ringe bei der
Ringverteilungsstelle zu bestellen. Anschlie
ßend berichtete der Bereinsleiter über die am
19. April in Remmels abgehaltene Aufklä-
rungs- und Werbeversammlung. Nach Erledi
gung dieser Bereiuàngelegenheiteu hielt der
stellvertretende Vereinsleiter Bleß, Hohen-
westedt, einen Vortrag über die augenblickliche
Rentabilität der Geflügelhaltung. Nach ein
gehender Besprechung aller dabei zu berücksich
tigenden Punkte kam der Vortragende zu dem
Ergebnis, daß die Geflügelhaltung bei den
festgesetzten Preisen nur rentabel ist, wenn
alle Voraussetzungen dafür — luftiger, Heller
Stall, richtig zusammengesetztes Futter und
junge, gut öurchgezüchtete Leistungstiere —
gegeben sind. Anschließend hielt der Vereins
leiter einen aufklärenden Vortrag über die
Aufzucht der Küken. Beide Vorträge wurden
in einer anschließenden ausführlichen Aus
sprache behandelt.
83. Geburtstag. Am kommenden Sonntag,
dem 10. Mai, kann die Einwohnerin Witwe
Anna Breiholz, geb. Doose, in Wacken, ihren
83. Geburtstag feiern. Sie ist geistig und kör
perlich noch sehr rüstig. Die 83jährige ist ganz
allein und kocht noch jeden Tag ihr Essen
selbst. Auch wäscht sie noch alle vierzehn Tage
ohne fremde Hilfe ihre Wäsche.