..„„.I. I ..I. —— I. .I, mmmm—MBM i
Der Tay à Wort un-Vilö
3m »Fliegenden Münchener"
Das flitzende Wunder
Ms Auftakt zur Einstellung des „Fliegen
den Münchners" in den Reichsfahrplan vom
13. Mai an fand eine erste Fahrt süddeutscher
Pressevertreter mit dem neuen verbesserten
Schnelltriebwagen der Bauart „Fliegender
Hamburger" statt. Die neuen Schnelltriebwa
gen haben, wie die zwischen Berlin und Ham
burg eingesetzten, 160 Std.-Km. Geschwindig
keit. Der sorgfältige Ausbau der ganzen
Strecke München—Halle—Berlin hat es mög
lich gemacht, sogar große Bahnhofsanlagen
mit voller Kraft zu durchfahren. Die Ueber
windung der Höhe zwischen dem Thüringer
und Frankenwald, die mit 1:40 das höchste
auf deutschen Hauptbahnlinien zulässige Stei-
gungsverhültnis erreicht, setzte freilich auch
für dieses neuzeitliche Verkehrsmittel die Ge
schwindigkeit herab. Immerhin hatte man nach
nur 3 Stdn. 25 Min, Fahrzeit, als man bei
Probstzella über die Grenze fuhr, ganz Bayern
von Süd bis Nord in einer Zeit durchquert,
die noch vor zehn Jahren selbst für ein Flug
zeug recht achtbar war. Von Korbetha machte
der „Fliegende Münchener" einen Umweg
über Leipzig, wo, ebenso wie in Nürnberg,
ein kurzer Aufenthalt eingelegt wurde. Ohne
diesen Umweg würde die 674 Km. lange
Strecke München—Berlin in einer noch um
15 bis 20 Minuten kürzeren Zeit zu bewältigen
sein. Aber auch die Fahrzeit von 6 Stunden
nnd 40 Minuten bedeutet eine sehr bemerkens
werte Leistung, zumal es sich hier um die er
ste Schnellverbindnng der Reichsbahn handelt,
bei der bedeutende Höhenunterschiede und
Gebirgszüge überwunden werden müssen. In
Berlin wurden die mit Musik empfangenen
Teilnehmer an der Fahrt im Bahnhof Fried
richstraße bei einem Mittagessen von dem
stellvertretenden Generaldirektor der Reichs
bahn, Kleinmamr» willkommen geheißen.
199 Km. in 106 Minuten — also wirklich im
Fluge durch das schöne Bayernland. Die
Bauern auf den Feldern, die Streckenarbeiter,
auch diensttuende Reichsbahnbeamte an den
Schranken und in den Bahnhöfen sehen stau
nend aus das flitzende Wunder und heben
oft erst hinterher die Hand zum Gruß. Der
neue violett-hellgelb gestrichene Wagen, der
81 Sitzplätze enthält, ist einer der dreizehn, die
bei der Maschinenfabrik Görlitz bestellt wur
den u. in mancher Beziehung verbessert wur-
zwei Meter länger. Die Fenster sind beson
ders breit, wodurch die Aussicht erheblich er
leichtert wird, Hilfsapparate und Rohrleitun
gen sind übersichtlich angeordnet und besser
zugänglich gemacht. Eine vom Reichsbahnzen
tralamt für Maschinenbau entwickelte Schal
tung ermöglicht ein besonders schnelles Anfah
ren des Wagens, aber auch eine gute Aus
nutzung der Diesel-Motoren.
Die Bremswirkung ist so, daß der Wagen
ans 160 Stundenkilometer heraus auf 800
Meter zum Stehen gebracht werden kann.
800 Meter aber steht das Vorsignal vor dem
Hanptsignal. Der Führer hat völlig freien Blick
auf die Strecke. Neben ihm liegt ein Fahr
schaubild mit eingetragenem Fahrplan nnd
einer Geschwindigkeitslinie, die ihm anzeigt,
welche Höchstgeschwindigkeit unter normalen
Umständen zur Einhaltung des Fahrplanes
auf jedem einzelnen Streckenteil zu entwickeln
ist. Der Geschwindigkeitsmesser zeichnet selbst
tätig die Schnelligkeitswanölungen während
der Fahrt auf, so daß an der Endstation das
Fahrprotokoll nur abgelöst zu werden braucht.
Von Nürnberg aus geht die Fahrt weiter
nach Norden. Ein kleiner Doppeldecker bemüht
sich, den mit 140 Stundenkilometern dahin-
jagenöen Zug zu überholen. Er bleibt aber
zweiter Sieger. Erlangen fliegt vorbei. Das
türmereiche Bamberg naht. Es geht durch das
arbeitende Mitteldeutschland. Von Bitterfelö
an ist die Fahrt ein besonderer Genuß,' denn
von hier an auf der geraden Strecke rast der
Zug ständig mit 180 bis 165 Kilometern Stun-
dengeschwindigkeit. Die Fahrgäste merken in
dessen kaum etwas davon. Der Mann vorne
auf dem Führerstand allerdings muß eine ver
vielfachte Aufmerksamkeit auf die Strecke ha
ben, um so mehr, als auch — eine merkwürdige
Folge der schnellen Fahrt — die Fensterschei
ben des Fahrerstandes fortwährend durch an
fliegende und durch den Luftdruck getötete
Mücken verschmiert werden. Pünktlich um
13.20 Uhr treffen wir in Berlin ein.
* • «
heule Nordamerikaflug?
Der Start des Luftschiffes „Hindenburg" zur
ersten Erprobungsfahrt nach Nordamerika
findet heute voraussichtlich gegen 20 Uhr in
Friedrichshafen statt. Die Leitung und Füh
rung der Fahrt liegt in Händen von Dr.
Eckener und Kapitän Lehmann. Diese erste
Nordatlantikfahrt des neuen Luftschiffes war
Professor Piccard, der berühmte Stratosphä
renforscher, hat vor einiger Zeit ein Inserat
veröffentlicht, in dem er mitteilt, daß er zur
Finanzierung seines nächsten Stratosphären
fluges einen Passagier mitzunehmen beab
sichtige, der dafür 160 000 Mark zahlen müsse.
Dieses Inserat hat einen unerwarteten Erfolg
gehabt. Nicht weniger als 22 reiche Leute, 19
Männer und drei Frauen, haben sich bei Pro
fessor Piccard um die Mitfahrt beworben.
Zwei japanische Millionäre bieten noch erheb
lich größere Summen für den Fall, daß sich der
Forscher entschließen würde, seinen Strato
sphärenflug in Japan auszuführen.
Die finanziellen Schwierigkeiten, mit denen
Professor Piccard immer wieder zu kämpfen
hatte, scheinen damit endgültig behoben zu
sein. Der große Ballon, der in den polnischen
Militärballonwerken in Legion« angefertigt
wurde, kann wahrscheinlich schon in den näch
sten Wochen übernommen werden. Bis dahin
muß die Wahl unter den Bewerbern endgültig
getroffen sein. Die Wahl ist nicht allzu schwer,
schon seit Wochen ausverkauft, und auch für
die nächsten Reisen nach Nordamerika hat
rege Nachfrage eingesetzt. Außer 50 Fahrgästen
wird das Luftschiff auf seiner ersten Fahrt
über den Nordatlantik erhebliche Postmengen
befördern, die zum weitaus größten Teil aus
Sammlerkreisen stammen, für die diese erste
Nordatlantikreise natürlich das philatelistische
Ereignis des Jahres ist.
>]i H 5j£
Dänischer Luftschutz.
Der Dänische Luftschutzverein ist vom In
nenministerium mit der Aufgabe betraut wor
den, einen Luftschutz in den Provinzstädten
des Landes einzurichten. Der Anfang soll ge
macht werden mit den Städten Aarhus, Aal
borg, Viborg, Randers, Horsens, Vejle, Fre-
öericia, Odense, Maribo, Nyköbing-Falster,
Nakskov, Nyborg, Helsingör, Holbäk, Roskilde
und Rönne. Das Heereswesen stellt für die
Mannschaften des Luftschutzes Gasmasken
usw. zur Verfügung,' ferner wird in den Hee
reswerkstätten eine Gasmaske erprobt,
die an die Zivilbevölkerung ausgegeben bzw.
durch den Handel vertrieben werden soll.
denn bei sämtlichen Bewerbern handelt es sich
um zahlungsfähige Persönlichkeiten.
Bemerkenswert sind übrigens die Gründe,
die von den drei Frauen für ihr Geldangebot
angegeben werden. Da ist zuerst die Gattin
eines südamerikanischen Geschäftsmannes, die
Piccard dringend bittet, sie doch ja mit hinauf
in die Stratosphäre zu nehmen, damit sie end
lich einmal einen interessanten Tag in ihrem
sonst so langweiligen nnd eintönigen Leben
habe. Die zweite Bewerberin ist eine 55 Jahre
alte Witwe, die sich angeblich ernstlich mit der
Stratosphärcnforschung beschäftigt nnd die Be
dingung stellt, daß man ihr im Falle eines
Unglücks ein Denkmal setze. Die dritte Frau
schließlich ist eine schwedische Pilotin, die Be
sitzerin einer großen Fahrradfabrik in Ameri
ka. In ihrer Freizeit komponiert sie Musik
stücke, und sie hofft nach ihrem Stratosphären
flug genügend Inspiration für eine „Strato-
sphüren-Symphonie" zu haben.
Professor Piccard soll kategorisch erklärt ha
ben, daß er unter keinen Umstünden eine Frau
als Passagier mitnehmen wolle.
Tàssprlmg von der Gerüstbahn.
Ein furchtbares Unglück hat sich auf einem
Vergnügungsplatz in der Nähe von Kopen
hagen ereignet, das ein Menschenleben for
derte. Auf einer Berg- und Talbahn sprang
mitten in der Fahrt ein junger Mann aus
einem Wagen, stürzte auf das Dach eines zum
Betrieb gehörenden kleinen Holzhauses und
erlitt einen Schädelbruch, an dessen Folgen er
starb. Der Verunglückte hatte mit einem
Freund eine Fahrt auf der Berg- und Talbahn
unternommen. Um die Fahrt „spannender" zu
machen, kam er auf den Einfall, die im Wagen
angebrachte Sicherheitsstange herauszunehmen.
Kaum war dies geschehen, da wurde er, wie
sein Freund später erklärte, von einem Angst
gefühl erfaßt, sprang an der niedrigsten Stelle
der Bahn aus dem Wagen und stürzte auf das
Dach des Holzhauses. In bewußtlosem Zustand
wurde er von dem Dach heruntergeholt und
ins Krankenhaus gebracht, wo sein inzwischen
erfolgter Tod festgestellt wurde.
Das Schiff, das den Negus nach Palästina bringt.
Der englische Kreuzer „Enterprise", an dessen Bord der Negus die
Reise von Dschibuti nach Haifa angetreten hat.
Mesiephoto, KI
Die englische Gesandtschaft in Addis Abeba.
3000 Europäer befanden sich in Addis Abeba in höchster Gefahr. Ein
großer Teil von ihnen hat in der britischen Gesandtschaft Schutz ge
sucht, die von 300 indischen Soldaten mit Maschinengewehren und
leichten Geschützen verteidigt wird. Diese englischen Kolonialtruppen
waren bereits vor längerer Zeit zum Schutze der internationalen
Niederlassungen nach Addis Abeba gebracht worden. Unser Bild
zeigt den britischen Gesandten Sir Sidney Barton auf den Stu
fen der britischen Gesandtschaft bei Besichtigung der Wachtruppe,
die aus Angehörigen eines Pundschab-Regiments besteht.
(Associated Preß, K.)
Der bestürmte Stratosphären-Profestor
22 Krösusse «ollen mitfahren — Eine Schwedin hofft auf Eingebung zu einer
»Stratosphären-Symphonie"
Der Triumphator.
Die neueste Aufnahme des Marschalls Badog-
lio, dem die italienischen Waffen ihren Sief!
über Abessinien verdanken. Er ist hier
Ras Gugsa photographiert, der, wie erinnek-
lich, bald nach Beginn des Feldzuges zu de«
Italienern übertrat.
Olympiaprüfung.
Nsàêàrnmņnen tzàn auf.
Hannover war Schauplatz der ersten öffent
lichen Prüfung der aus 16 Turnerinnen be
stehenden Olympiakernmannschaft, aus öenest
die deutsche Turnerinnen-Mannschaft für die
Olympischen Spiele in Stärke von acht Frauen
ausgewählt wird. Die allgemeinen Fort
schritte, die alle Mitglieder der Kernmann
schaft in den letzten vier Monaten gemacht ha
ben, sind sehr gut. Das für uns erfreuliche
Ergebnis ist die ausgezeichnete Form, mit der
die vier norddeutschen Turnerinnen diese erste
wichtige Prüfung bestanden haben. Käthe Soh
nemann (WET. Hamburg), Anita Bärwirth
(MTB. Kiel), Trudi Meyer (TKH. Hannover)
und Paula Pöhlsen (1816 Hamburg) haben in
Hannover den 1., 2., 5. und 8. Platz belegt und
damit klar bewiesen, daß der zunächst zu beach
tende Vorsprung der süd- und mitteldeutschen
Turnerinnen in emsiger Arbeit aufgeholt und
ausgeglichen worden ist.
Nächtlicher Hanseinfturz in Verona.
Um Tà
DNV. Nom, 5. Mai. Beim Einsturz eines
Hauses in Verona sind neun Todesopfer zN
beklagen. In der Nacht zum Dienstag stürzte
eine Mauer von den Ikeberresten des auf dein
linken Etschnfer gelegenen römischen Theaters
(nicht des Amphitheaters) auf das Dach eines
dreistöckigen Hauses, das bis auf die Grund
mauern in Trümmer gelegt wurde. Sämtliche
Hausbewohner wurden unter den zusammen
stürzenden Schuttmassen begraben. Die sofort
in Angriff genommenen Aufrüumungsarbci-
ten gestalteten sich außerordentlich schwierig,
weil sämtliche Lichtleitungen unterbrochen
waren. Unter den Toten befindet sich ein Ehe-
paar mit drei Kindern. Man vermutet, daß
das Erdreich, auf dem die Mauer des Theaters
stand, infolge starker Regengüsse während de*
letzten Tage nachgegeben hat.
Ein Mx-EM-Preis.
Prof. Dr. G. Kühne, München, der Vorsitzen
de der Max-Eyth-Gesellschaft, verkündete an
läßlich der Max-Eyth-100-Jahrfeier die Stst-
tung eines Mar-Eyth-Preises für Leistung^
auf technisch-schriftstellerischem Gebiet. Er wic^
darauf hin, daß die Ingenieure zwar technist
richtige Darstellungen lieferten, jedoch iM'l-
stens in einer Weise schrieben, daß sie det
Nichtingenieur nur schwerlich verstehen könist-
Umgekehrt seien die Darstellungen technisch^
Vorgänge durch Nichtingenieure vielfach ŗ
falsch, daß sie nicht dazu beitrügen, Verständ
nis für die kulturelle Bedeutung der TechR
zu wecken. Daher hätten der Verein deutsch""
Ingenieure und die Max-Eyth-Gesellschaft zsst
Förderung der Landtechnik im VDJ. anläßt
der 100. Wiederkehr des Geburtstages 2^
Eyths, der die technisch richtige und doch volks
tümliche Darstellung vorbildlich beherrscht"'
für die besten Leistungen den Preis gestiftet'
Er wird alljährlich am 6. Mai, dem Geburts
tage Max Eyths, verliehen, erstmalig am b ‘
Mai 1937.
Im März 1936 hatte der Fremdenverkeh
wiederum einen größeren Umfang als ^
gleichen Monat des Vorjahres.
In Lingen an der Ems fuhr der Steue^
sekretär Jahn mit seinem Auto gegen eişş
Brückenpfeiler. Er wurde so unglücklich h&K
sehen Sitz und Steuerrad eingeklemmt, şş
ihm das Steuer in die Brust drang. Iş.
starb bald nach seiner Einlieferung im
kentzaus.
Ņîancl
Aus d
öefüni
heißer
tostr et
hatte >
[ten Z
[ tt ft aci
herauf
Z nic
«Aas
âiersu
>var.
Ms vi
unters
^reudş
°ern F
î"egun
weiter
| st l di
Tchhö
1M«fe
l'ck n
N m
"and I
Mt, dl
"-esen
ģenbli.
şchinett
"nmal
atte c
Melt a
%
'as K
"lenigs
Sein
em e
Mß er
Ikhieße
t'Ntret
>rgi
sollen
Ms ob
àfäln
"echnet
heinûtş
Ze
Ņftin,
§ den
"der n
y st-
"l»r n
""tiger
,,.stntc
svrderi
^es,
stch m
. ebirc
"sau
teste s
stn als
y dl
"stisg
Jf de
>nd
§"er
^and
">ohni
«im
Mchts
Mon t
ftür E
>Mer
Mrzlr
c
°r Kc
"Nirm
tznde
îchend,
"tachtl