Full text: Newspaper volume (1936, Bd. 2)

Schleswig-Holsteinischer WirtschafêsdierK 
108 Jahre Carlshütte 
Die AG der Holler'schen Carlshütte bei Rends 
burg legt ihren Geschäftsbericht über das Wirt 
schaftsjahr 1938 vor, der 108. seit Bestehen der 
Carlshütte, der 66. seit Gründung der Gesellschast. 
Es ist der Leitung gelungen, den Umsatz wie in 
den beiden vorhergegangenen Jahren weiterhin zu 
steigern. 
Diese Entwicklung ist ebenso erfreulich wie die 
Notiz, daß der Anteil des Auslandsumsatzes („wenn 
auch unter Opfern") gehalten werden konnte, nach 
dem in den Vorjahren mit Bedauern von ständig 
rückläufigen Ausfuhrziffern die Rede war. im Be 
richt 1934 allerdings angedeutet wurde, daß man 
für das Jahr 1933 wieder mit zunehmenden Erfol 
gen rechne. Auf Grund der Bedeutung, die ein 
Industrieunternehmen vom Range der Hütte für 
das gesamte Wirtschaftsleben unseres Bezirkes und 
besonders für die Stadt Rendsburg selbst einnimmt, 
wird man die aufgezeichnete Entwicklung allseitig 
begrüßen müssen und die Hoffnung daran knüpfen, 
daß das Werk vor Rückschlägen bewahrt bleibe. 
Jeder Schornstein, der dort mehr raucht, bringt 
vielen Familien die unentbehrliche Existenzgrund 
lage. Durch einen ganz groben Ueberschlag läßt 
sich dieses verständlich machen: Der Betrag der 
ausgezahlten Löhne und Gehälter stieg von 2,58 
Millionen MM in 1933 auf 2,93 Mill. MM in 1935 
(1934 : 3,26 Mill. -N-M; der Steigerungsbetrag von 
880 006 MM würde unter der Annahme eines durch 
schnittlichen Jahreseinkommens von 1500 MM 230 
Menschen wieder in den Arbeitsprozeß einschalten 
und unter der Voraussetzung einer dreiköpfigen 
Kinderzahl insgesamt 1150 Menschen zur Nutzung 
eines größeren Einkommens verhelfen. 
Die sozialen Ausgaben stehen 1933 mit 202 000 
Reichsmark, 1934 mit 260 000 MM, 1935 mit 237 000 
Reichsmark verzeichnet. — In der Bilanz des 
Jahres 1933 finden wir auf der Passivseite den 
Posten „Wohnungsfonds für Angestellte und Ar 
beiter" mit 800 000 MM eingetragen. Aus diesem 
Fonds — 1934 lt. Bericht entsprechend seinen er 
weiterten Aufgaben in ein Konto „Für soziale Ein 
richtungen" umbenannt — wurden 1934 150 000 MM 
für die genannten Zwecke verausgabt. Der Rest in 
Höhe von 150 000 MM ist — wie es in dem dies 
jährigen Bericht heißt — „durch Verbesserung der 
sozialen Einrichtungen, durch Aufwendungen im 
Jntereffe und zur Pflege der Betriebsgemeinschaft 
sowie für besondere soziale Hilfsleistungen aufge 
zehrt". In Verfolg dieser Arbeit ist der Fonds aus 
dem Ergebnis deS Jahres 1935 wieder aus 230 000 
Reichsmark aufgefüllt, von denen 80 000 MM „zur 
Unterstützung alter, verdienter Gefolgschaftsmit- 
alieder für die Zeit nach dem Ausscheiden aus ihrer 
Arbeit Verwendung finden sollen". Die Gesamt 
summe der von 1933 bis 1935 bereitgestellten Mittel 
sür soziale Sonderlerstungen belaufen sich mithin 
auf 530 000 MM, das sind 6 vH der in dieser Zeit 
ausgezahlten Löhne und Gehälter oder 93 vH des 
Reingewinns im dreijährigen Gesamtbetrag von 
570 000 ML (1933: 160 000 MM, 1934: 161 000 MM, 
1935 : 248 000 MM). Eine sehr beachtenswerte soziale 
Leistung. 
Für die künftige Entwicklung des Betriebes ist 
wissenswert, daß der „in 1934 aufgestellte Plan zur 
Erweiterung der Anlagen und maschinellen Be- 
triebseinrichtungen in 1935 erst zu einem Teil 
durchgeführt werden konnte". Zu diesem Zweck war 
bereits aus den Erträgen 1933 ein Posten von 
800 000 r MM zurückgestellt; um für die weitere 
Durchführung im Geschäftsverkehr 1936 die erfor 
derlichen Mittel zur Verfügung zu haben, ist aus 
den Erträgen 1935 der Fonds für Arbeitsbeschaf 
fung um 50 000 MM auf 200 000 MM ergänzt und 
außerdem einem neugebildeten Fonds „Anlagen 
und Betriebseinrichtungen — Erneuerung" 170 000 
Reichsmark zugewendet. In der Bilanz findet die 
Betriebserweiterung und -erneuerung ihren ent 
sprechenden Ausdruck. Die Posten Gebäude, Ma 
schinen und maschinelle Anlagen und Werkzeuge, 
Betriebs- und Geschäftsinventar stiegen von 917 000 
I Reichsmark in 1933 auf 1164 000 MM in 1935 (davon 
Gebäude von 553 000 auf 796 000 MM); im Jahre 
1935 halten sich die Zugänge (215 000 MM) und Ab 
schreibungen (207 000 MM) so ziemlich die Waage. 
Betriebserweiterungen und Jnventarergänzung be 
deuten volkswirtschaftlichen Einsatz für die Allge 
meinheit. 
Nach der Gewinn- und Verlustrechnung stiegen 
die Gesamterträge von 4,42 Mill. MM in 1933 auf 
5,57 Mill. MM in 1934 und 5,78 Mill. MM in 1935. 
Zieht man von diesen Gesamterträgen die Aufwen 
dungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe ab und 
läßt man dazu die vorgetragenen Beträge, die 
sonstigen Einnahmen, die außerordentlichen Erträge 
owie für 1936 die Inanspruchnahme des Fonds 
ür soziale Einrichtungen außer Ansatz, dann ver 
bleiben sür 1934 6,34 Mill. MM, für 1935 5,46 Mill. 
Reichsmark (in 1933 steht der Posten „Betriebs 
konto" mit 4,028 Mill. MM zu Buch). Diese Be- bzw. 
Erträge genannten Konten dürfen natürlich keines 
wegs mit den oben angegebenen Reinerträgen ver 
wechselt werden, da noch Löhne und Gehälter, so 
ziale Abgaben, Sozialsonderaufwendungen, Ab- 
chreibungen, Zinsen, Steuern (1933: 285 000 'MM, 
1934: 366 000 MM, 1936 : 414 000 MM), Rückstellungen 
usw. in Abzug zu bringen sind. 
Das Konto „Rückstellungen" wurde von 299 000 
Reichsmark (die Zahlen stets auf Tausend abge 
rundet) in 1933 auf 550 000 MM in 1934 und 771000 
Reichsmark in 1935 erhöht. Zur Speisung dieses 
Kontos wurden der Gewinn- und Verlustrechnung 
1934 80 000 MM und 1935 270 000 MM zu Lasten ge- 
chrieben. Insgesamt hat die Hütte Ende 1935 unter 
den Passiven ihrer Bilanz außer den 670 000 MM 
Reservefonds I und II und den 230 000 MM sür 
soziale Einrichtungen ausgeworfenen Mitteln 1,141 
Mill. MM auf Spezialkonten stehen (1934:700 000 MM, 
1935: 599 000 MM). Zählt man dazu unter den Ak 
tiven der Bilanz die 139 000 MM Bestand an 
Wechseln, Schecks, Kasse einschließlich Guthaben bei 
Notenbanken und Postscheckguthaben sowie die an 
deren Bankguthaben (1934: 122 000 MM, 1933: 
833 000 MM), so ist daraus ersichtlich, welche Obacht 
die Leitung einer gesicherten Betriebssührung zollt, 
sei es, daß man Betriebserweiterungen und -Wand 
lungen an sich gewachsen ist, sei es, daß man den 
damit verbundenen höheren 9nforderungen an die 
Betriebsmittel an sich gerecht werden kann. 
Die Forderungen aufgrund von Warenlieferun 
gen und Leistungen stiegen von 1753 000 MM Ende 
1933 auf 2 305 000 MM Ende 1934 und 2 640 000 MM 
Ende 1935. Die Schulden aufgrund von Warenbe 
zügen und Leistungen fielen von 684 000 MM in 
1933 auf 634 000 MM in 1934 und 374 000 MM Ende 
1935, die Gesamtverbindlichkeiten aus Akzepten und 
Tratten sowie gegenüber Banken stiegen demgegen 
über von 798 000 MM Ende 1934 auf 845 000 MM 
Ende 1935. Die Differenz zwischen den Posten 
Forderungen und Verbindlichkeiten ergibt für 1934 
einen Betrag von 892 000 MM und für 1935 einen 
Betrag von 1320 000 MM zu gunsten der Forderun 
gen. Zählt man diesen Salden die für Vorräte ein 
gesetzten Werte hinzu (1935: 635 000 MM, 1934: 
882 000 MM), so belaufen sich 1934 die Posten sür 
Vorräte und für Forderungen abzüglich der Ver 
bindlichkeiten auf'1666 000 MM und Ende 1935 auf 
1955 000 MM. Die Gesellschaft hat einen Gewinn 
anteil von 4 vH auf das am 1. Januar 1931 festge 
stellte steuerliche Reinvermögen abzüglich der der 
zeit angewiesenen offenen Reserven verteilt. 
Die vorstehenden Zahlen wollen nicht als fach- 
kritische Darstellung gewertet werden, es würde 
dem Aufgabenbereich dieser Spalten zuwiderlaufen, 
sie wollen nur, gewissermaßen symptomatisch, die 
Art der Betriebsführung der Hütte charakterisie 
ren, die allgemein dahin zu umschreiben sein dürfte: 
der Summe der Geschäftsaktionen entsprechende 
Aequivalente der Sicherheit gegenüberzustellen. 
Dänemarks Wirtschaftslage 
Die Preise für die ausgeführten landwirtschaft 
lichen Produkte waren im Mürz höher, die Menge 
— abgesehen von Fleisch und Vieh — geringer als 
im März 1935. Die Engrospreiszahl war unver 
ändert 126, die Frachtratenzahl fiel von 120.6 auf 
118,9. Der Arbeitslosigkeitprozentsatz für März ist 
infolge des indirekten Einflusses des im März herr 
schenden Lockouts mit 27,0 gegen 22,3 im März 1935 
angegeben; in den eigentlichen Jndustriefächern war 
der Prozentsatz in diesem Jahre 18,5 gegen 16,8 
im März 1935. In den drei privaten Hauptbanken 
sind die Darlehen im verlaufenen Monat 19 Mill. 
Kronen heruntergegangen, während die Anleihen 
23 Mill. Kr. stiegen. Die Darlehen der National 
bank sind im März 6.5 Mill. Kr. heruntergegangen; 
außerdem hat die Bank Obligationen für 6 Mill. 
Kronen verkauft. Gleichzeitig ist die Nettoschuld der 
Bank an das Ausland indesien 22 Mill. Kr. her 
untergegangen, davon sind jedoch 17 Mill. Kr. in 
ausländischer Währung von den privaten Haupt 
banken der Nationalbank zur Verfügung gestellt 
worden. Die zirkulierende Notenmenge konnte 
daher um ungefähr die Hälfte des Betrages, den 
der Rückgang der gesamten Darlehen der Bank 
betrug, nämlich 6 Mill. Kr. (von 375,2 auf 370,7 
Mill. Kr.) heruntergesetzt werden. Für sämtliche 
Hauptbanken zusammen hat sich die Valutalage im 
Laufe des Monats März, wie aus Vorstehendem er 
sichtlich, um zirka 20 Mill. Kr. gebessert. 
„Normandie" umgebaut 
Auch im Hinterschiff soll mau sich jetzt auf 
halten könne». 
Die starken Vibrationen beseitigt 
Der große französische Paflagierdampfer „Nor 
mandie" wurde im Oktober v. I. aus der Fahrt zu 
rückgezogen und in Le Havre aufgelegt, weil sich 
im Hinterschiff so starke Vibrationen bemerkbar 
machten, daß den Passagieren der Aufenthalt in 
dort gelegenen Räumen unmöglich zugemutet wer 
den konnte. Man hat es dann zuerst mit neuen 
Schrauben versucht und dieselben mehrfach ausge 
wechselt in der Hoffnung, daß schon auf diese ver 
hältnismäßig leichte Art eine ausreichende Besse 
rung erzielt werden würde. Der Erfolg blieb aber 
aus, so daß man sich zu umfassenden baulichen Ber 
änderungen und Verstärkungen der Hinterschiffs 
konstruktion entschließen mußte. Die Vibrationen 
haben, wie aus einer 24stündigen Probefahrt von 
Le Havre nach dem Atlantik festgestellt wurde, fast 
gänzlich aufgehört. Allerdings hat die „Normandie" 
auf der Rückfahrt nach Le Havre eine Schraube 
verloren. 
Zur Zinszahlung der Landwirtschaft 
Die beiden miteinander verbundenen niedersächsi 
schen öffentlichen Hypothekenbanken, die Hannover 
sche Landeskreditanstalt und die Stadtschaft der 
> Provinz Hannover, erstatten gemeinsam ihren Ge 
schäftsbericht für 1935. Danach sind 29,75 (22,34) 
Mill, an Hypotheken und Meliorationskrediten 
ausgeliehen oder fest zugesagt worden, und ihre 
langfristigen Ausleihungen stiegen auf 244,29 (280,0) 
Mill, in 47 303 (45 299) Posten. — Bei der Landes 
kreditanstalt hielt die Besserung der Zinseingänge 
an. Doch entspreche der augenblickliche Stand der 
Zinszahlung der Landwirtschaft noch nicht ganz den 
Erwartungen der Reichsregierung. Die Anstalt 
mußte verschiedentlich die Hilfe der Vertrauens 
männer ober der Kreisbauernführer in Anspruch 
nehmen. Es werde indessen noch weiterer aufklären 
der Tätigkeit und stärkeren Drucks der zuständigen 
Nährstandsorgane bedürfen, um die pünktliche Er 
füllung der Zinsverpflichtung wieder zur vollen 
Regel werden zu lassen. Die Beitragsrückstände für 
1935 betrug 11,9 vH gegen 18,61 vH i. V. und gegen 
19,5v H im Jahre 1933, wobei die Fälligkeiten vom 
November und Dezember eingerechnet sind. Bis 
Ende Oktober gerechnet würde der Rückstand 7,66 
vH der Soll-Beträge ausmachen. In 4)4 vH Pfand 
briefen wurden 5,96 Mill, ausgenommen und 12,16 
Mill, verkauft. 
In der Provinz Hannover sind nach den letzten 
Feststellungen etwa 8920 Entschuldungsverfahren 
ür Eigentümer und 1020 Verfahren sür Pächter, 
Nießbräucher usw. eröffnet. Unter den Entschul 
dungsbetrieben befinden sich etwa 5000 Erbhöfe, das 
ind rund 7 vH aller Erbhöfe der Provinz. Nicht 
erbhöfe sind mit 2,3 vH in der Entschuldung. Die 
Hannoversche Lanüeskreditanstalt ist ursprünglich in 
6172 Fällen als Entschuldungsstelle bestellt. Auf 
Grund der 7. DB sind 1469 Fälle an die Entschul 
dungsämter und an die Pachtbank abgegeben. Es 
verblieben danach zur Regelung 4703 Fälle. Für 489 
Betriebe ist das Entschuldungsversahren durch Auf 
hebung, zum Teil auch durch Zurücknahme des 
Antrages auf Einleitung der Entschuldung erledigt. 
Am Jahresende waren 1078 Entschuldungspläne 
aufgestellt, von denen etwas mehr als die Hälfte 
rechtskräftig bestätigt war. Danach sind von der 
Hannoverschen Landeskreditanstalt bislang 1667 
Fälle abgeschlossen, das sind 33 vH aller Fälle. 3136 
bleiben noch zu erledigen. 
Als Gläubigerin ist die Landeskreditanstalt a» rd. 
2809 Entschuldungsversahren beteiligt. An Beitrags 
rückständen werden durch die Entschuldung rund 
2 056 000 MM zum Kapital geschlagen und können 
demnächst durch Pfandüriefausgabe flüssig gemacht 
werden. Nach den bisherigen Feststellungen hat die 
Landeskreditanstalt nur in wenigen Ausnahme- 
fällen Veranlassung, die Ersatzpflicht des Deutschen 
Reiches bei etwaigen Kürzungen ihrer Forderungen 
in Anspruch zu nehmen. — Die Ansleihnngstätig- 
keit der Bank war recht rege. An landwirtschaftliche 
Betriebe, die nicht Erbhöfe sind, wurden neben an 
deren Hypotheken 2 626 846 MM Hypotheken aus 
Pfandbriefmitteln langfristig ausgeglichen. Für 
Erbhöfe können langfristige Psandbriefausleihungen 
mit Rücksicht aus die mangelnde Vollstreckbarkeit 
in Erbhöfe nach den ministeriellen Anordnungen 
nicht erfolgen. Um dem dringendsten Kreditbedarf 
der Erbhöfe gerecht zu werden, sind aus Mitteln 
der Deutschen Renten-Kreditanstalt 400 000 MM für 
Erbhöfe zur Verfügung gestellt. Daneben sind 
900 000 MM. Kredite aus einem Sondervermügen der 
Deutschen Rentenbank-Kreditanstalt zur Wieder- 
slottmachung von Entschnldungsbetrieben (auch Erb 
höfen) zur Verfügung gestellt, von denen ein grö 
ßerer Teilbetrag bereits ausgezahlt ist. 
Der Geschäftsbericht ber Staötschaft der Provinz 
Hannover verzeichnet einen Gesamtbetrag ausge 
zahlter Pfandbrief- und Barhypotheken von 6,19 
Millionen. Außerdem sind zugesagt 6,23 Mill. Er 
hebliche Verwaltungsarbeit machte die Durchfüh 
rung der Zinssenkung. Zwangsversteigerungen und 
Zwangsverwaltungen hatten wieder rückläufige 
Bewegung. Die Durchschnittsbeleihung versteigerter 
Pfandobjekte betrug im Verhältnis zu den Meist- 
geboten 55,93 vH. Der Zinseingang war gut, die 
Rückstände betrugen nur 1,68 vH (2,99 vH) des 
Eine Schau „Die schaffende Nordmark" 
wird vom Institut für Deutsche Wirtschaftspropa 
ganda in Gemeinschaft mit den verantwortlichen 
parteiamtlichen, staatlichen und wirtschaftlichen 
Stellen der Nordmark in Hamburg auf dem Aus 
stellungsgelände des Zoo in der Zeit vom 16. Mai 
bis zum 14. Juni veranstaltet. Rund 60 Jndustrie- 
und Wirtschaftsgruppen sind auf dieser Ausstellung 
vertreten. 
Die Kafseebestandsaufnahmc in Hamburg ergab 
einen Vorrat von insgesamt 469 277 (31. 3. 410 562) 
Sack. Davon waren 62 543 (66 316) Sack brasiliani 
scher und 406 734 (344 246) Sack nichtbrasilianischer 
Herkunft. Die Zufuhren betrugen im April 261177 
(März 179 833) Sack, die Ablieferungen 228 074 
(172 039) Sack. 
Für den Erfinder eines Mittels gegen die Banm- 
wollblätterraupc hat die Societe Royale b'Agricul- 
ture in Kairo einen Preis von 20 000 äg. Pfund 
ausgesetzt. 
Berliner Viehmarkt vom 5. Mai 
1548 Rinder, Beschaffenheit unverändert. Zahl 
der Färsen um 50 zurückgegangen, wogegen mehr 
gute Kühe zur Verfügung standen. Zuteilung auf 
gleicher Höhe wie vor acht Tagen. Abnahme abge 
sehen von geringeren Kühen sehr glatt. Von letzte 
ren blieben noch einige Tiere übrig, die nachher 
zugeteilt wurden. Am Kälbermarkt a-Tiere äußerst 
flott, was die Preislage beeinflußte. Im übrigen 
Handel etwas ruhiger. Preise erfuhren teilweise 
eine Erhöhung. Handel am Hammelmarkt flott. 
Beschaffenheit mittel, wenn auch beste Posten etwas 
in der Minderheit blieben. Bei steigenden Preisen 
für Lämmer und gute Hammel war der Haupt 
bestand bald in festen Händen, nur geringere Posten 
blieben etwas vernachlässigt. — Am Schweinemarkt 
war die Zuteilung nicht in gleicher Höhe erfolgt 
wiev or acht Tagen. Verteilung wie immer flott. 
Nachdem die zugeteilte Menge abgenommen war,' 
blieb noch ein Bestand, der zusätzlich um 12 vH noch 
zur Verteilung kam, wobei auch die Ladenfleischer 
entsprechend berücksichtigt wurden. 
Der 2. Deutsche Betriebswirtschafter-Tag, auf 
dem wichtige Fragen der Wirtschaft behandelt wer 
den, findet vom 12. bis 16. Mai in Berlin statt. 
Wegen Ueberschreitungen der von der Ueber- 
wachungsstelle für unedle Metalle festgesetzten Richt 
preise mußten in letzter Zeit in mehreren Fällen 
Ordnungsstrafen in beträchtlicher Höhe verhängt 
werden. Eine weitere erhebliche Strafe ist gegen 
eine Firma festgesetzt worden, die gegen die Richt- 
prè M Zà ķàŞ tzat. 
(Ohne Gewähr!) 
Handel rrrrd Wandel 
Deàcke Schlachtviehmärkte 
5. Mal 1936 
Kammemotierung Berlin am Markttage. Preise für 1 Pfund Lebendgewicht in 
Markt 
1. Ochsen .. 
2. „ •• 
4. » »- 
1. Bullen... 
2. „ ... 
1. Kühe.... 
1. Kälber... 
1. Schafe ... 
2. . ... 
1. Schweine 
2. . 
3. . 
1. Sauen ... 
Ochs. Bu.Kü. 
Kälber 
Schafe 
Schweln.Sau. 
Ochs.Bu.Kü. 
Kälber 
Schafe 
Schweiftet«. 
Bnsnsfhi. 
43 
40-41 
38—40 
31-36 
58-70 
45-55 
541/a 
531/2 
561/2 
531/2 
i 
212 
161 
105 
1296 
verteilt 
flott 
langsam 
verteilt 
Kassel 
42 
38-41 
35-37 
62-67 
50-60 
55-56 
54 
52 
45-55 
u ftrieb 
76 
271 
77 
1231 
lebhaft 
Hagtàrr 
43 
43 
37 
40 
36 
65-78 
50—64 
36-42 
30-35 
541/2 
521/2 
501/2 
531/2 
and H 
335 
364 
290 
3321 
zugeteilt 
flott 
laiui 
mittel 
42-43 
42 
35—38 
72-76 
64-70 
56-57 
55 
53 
53-56 
an d et 
110 
228 
1061 
zugeteilt 
mittel 
Stettin 
43 
41 
37 
40 
36 
80-84 
70-78 
53—84 
52 
50 
45-53 
ul den 
135 
168 
86 
1123 
glatt 
glatt 
ruhig 
verteilt 
Stuttgart 
44 
41-42 
38 
42 
34-37 
73-76 
70—72 
561/2 
541/2 
521/2 
52—55 
Märkten 
438 
Hamburg 
72—78 
60-70 
54-55 
53 
51 
49-54 
5 5. 
Berlin 
1400 
zugeteilt 
lebhaft 
sJebhalt 
1222 
9668 
mäß.rege 
zugeteilt 
44 
40 
35 
42 
38 
41 
37 
72-82 
58-70 
36-38 
32-35 
541/2 
531/a 
501/2 
531/2 
1548 
2706 
3035 
14459 
glatt 
mittel 
wert. 
Der Leistungsgedanke in der Pferdezucht 
Ein Erlaß des Reichsministers für Ernährung 
ordnet Leistungsprüfungen für Kalt- und Warm 
bluthengste an. Die Prüfungen sehen verschiedene 
Prüfungsgruppen vor, bei denen nach Kaltblutheng 
sten und Warmbluthengsten unterschieden wird. Bei 
den Warmbluthengsten wird ferner untergliedert 
nach Hengsten oldenburgischer und ostfriesischer Ab 
stammung. Die Kaltblutprüfungen zerfallen in eine 
Prüfung der Schrittleistung, der Zugfähigkeit und 
der Dauerzugleistung. Bei den Warmblutprüfungen 
kommen dazu noch bestimmte Tempovorschriften 
und Geländeaufgaben. Bei allen Tieren wird die 
Futterverwertung, das Temperament und die Be 
schaffenheit während des Trainings gewertet. 
28.4. 
44 
40 
35 
42 
38 
41 
37 
78-83 
62-75 
36-38 
33-35 
541/2 
531/2 
501/2 
531/2 
1446 
3296 
2670 
16018 
glatt 
mittel 
wert 
Aus die Naturschntzverordnung vom 18. 3. 36 durch 
einen Erlaß des Reichsministers für Ernährung 
werden die zuständigen Verwaltungsstellen hinge 
wiesen. Die genannten Verwaltungsbehörden sollen 
auf diese Verordnung hinweisen und einen entspre 
chenden Hinweis in den amtlichen Veröffentli 
chungsblättern der unteren Naturschutzbehörden 
veranlassen. 
In zuständigen Pariser Kreisen wird es als 
möglich betrachtet, daß die Bank von Frankreich 
eine Erhöhung des Diskontsatzes und eine Erhö 
hung des Zinssatzes für Vorschüsse auf Wertpapiere 
ins Auge fassen iverde. Der Regentschaftsrat der 
Bank von Frankreich war am Montagnachmittag i ü 
einem MeinunHsaustanjch zusammengetreten.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.