Schleswig-Holsteinischer WirtschafêsdierK
108 Jahre Carlshütte
Die AG der Holler'schen Carlshütte bei Rends
burg legt ihren Geschäftsbericht über das Wirt
schaftsjahr 1938 vor, der 108. seit Bestehen der
Carlshütte, der 66. seit Gründung der Gesellschast.
Es ist der Leitung gelungen, den Umsatz wie in
den beiden vorhergegangenen Jahren weiterhin zu
steigern.
Diese Entwicklung ist ebenso erfreulich wie die
Notiz, daß der Anteil des Auslandsumsatzes („wenn
auch unter Opfern") gehalten werden konnte, nach
dem in den Vorjahren mit Bedauern von ständig
rückläufigen Ausfuhrziffern die Rede war. im Be
richt 1934 allerdings angedeutet wurde, daß man
für das Jahr 1933 wieder mit zunehmenden Erfol
gen rechne. Auf Grund der Bedeutung, die ein
Industrieunternehmen vom Range der Hütte für
das gesamte Wirtschaftsleben unseres Bezirkes und
besonders für die Stadt Rendsburg selbst einnimmt,
wird man die aufgezeichnete Entwicklung allseitig
begrüßen müssen und die Hoffnung daran knüpfen,
daß das Werk vor Rückschlägen bewahrt bleibe.
Jeder Schornstein, der dort mehr raucht, bringt
vielen Familien die unentbehrliche Existenzgrund
lage. Durch einen ganz groben Ueberschlag läßt
sich dieses verständlich machen: Der Betrag der
ausgezahlten Löhne und Gehälter stieg von 2,58
Millionen MM in 1933 auf 2,93 Mill. MM in 1935
(1934 : 3,26 Mill. -N-M; der Steigerungsbetrag von
880 006 MM würde unter der Annahme eines durch
schnittlichen Jahreseinkommens von 1500 MM 230
Menschen wieder in den Arbeitsprozeß einschalten
und unter der Voraussetzung einer dreiköpfigen
Kinderzahl insgesamt 1150 Menschen zur Nutzung
eines größeren Einkommens verhelfen.
Die sozialen Ausgaben stehen 1933 mit 202 000
Reichsmark, 1934 mit 260 000 MM, 1935 mit 237 000
Reichsmark verzeichnet. — In der Bilanz des
Jahres 1933 finden wir auf der Passivseite den
Posten „Wohnungsfonds für Angestellte und Ar
beiter" mit 800 000 MM eingetragen. Aus diesem
Fonds — 1934 lt. Bericht entsprechend seinen er
weiterten Aufgaben in ein Konto „Für soziale Ein
richtungen" umbenannt — wurden 1934 150 000 MM
für die genannten Zwecke verausgabt. Der Rest in
Höhe von 150 000 MM ist — wie es in dem dies
jährigen Bericht heißt — „durch Verbesserung der
sozialen Einrichtungen, durch Aufwendungen im
Jntereffe und zur Pflege der Betriebsgemeinschaft
sowie für besondere soziale Hilfsleistungen aufge
zehrt". In Verfolg dieser Arbeit ist der Fonds aus
dem Ergebnis deS Jahres 1935 wieder aus 230 000
Reichsmark aufgefüllt, von denen 80 000 MM „zur
Unterstützung alter, verdienter Gefolgschaftsmit-
alieder für die Zeit nach dem Ausscheiden aus ihrer
Arbeit Verwendung finden sollen". Die Gesamt
summe der von 1933 bis 1935 bereitgestellten Mittel
sür soziale Sonderlerstungen belaufen sich mithin
auf 530 000 MM, das sind 6 vH der in dieser Zeit
ausgezahlten Löhne und Gehälter oder 93 vH des
Reingewinns im dreijährigen Gesamtbetrag von
570 000 ML (1933: 160 000 MM, 1934: 161 000 MM,
1935 : 248 000 MM). Eine sehr beachtenswerte soziale
Leistung.
Für die künftige Entwicklung des Betriebes ist
wissenswert, daß der „in 1934 aufgestellte Plan zur
Erweiterung der Anlagen und maschinellen Be-
triebseinrichtungen in 1935 erst zu einem Teil
durchgeführt werden konnte". Zu diesem Zweck war
bereits aus den Erträgen 1933 ein Posten von
800 000 r MM zurückgestellt; um für die weitere
Durchführung im Geschäftsverkehr 1936 die erfor
derlichen Mittel zur Verfügung zu haben, ist aus
den Erträgen 1935 der Fonds für Arbeitsbeschaf
fung um 50 000 MM auf 200 000 MM ergänzt und
außerdem einem neugebildeten Fonds „Anlagen
und Betriebseinrichtungen — Erneuerung" 170 000
Reichsmark zugewendet. In der Bilanz findet die
Betriebserweiterung und -erneuerung ihren ent
sprechenden Ausdruck. Die Posten Gebäude, Ma
schinen und maschinelle Anlagen und Werkzeuge,
Betriebs- und Geschäftsinventar stiegen von 917 000
I Reichsmark in 1933 auf 1164 000 MM in 1935 (davon
Gebäude von 553 000 auf 796 000 MM); im Jahre
1935 halten sich die Zugänge (215 000 MM) und Ab
schreibungen (207 000 MM) so ziemlich die Waage.
Betriebserweiterungen und Jnventarergänzung be
deuten volkswirtschaftlichen Einsatz für die Allge
meinheit.
Nach der Gewinn- und Verlustrechnung stiegen
die Gesamterträge von 4,42 Mill. MM in 1933 auf
5,57 Mill. MM in 1934 und 5,78 Mill. MM in 1935.
Zieht man von diesen Gesamterträgen die Aufwen
dungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe ab und
läßt man dazu die vorgetragenen Beträge, die
sonstigen Einnahmen, die außerordentlichen Erträge
owie für 1936 die Inanspruchnahme des Fonds
ür soziale Einrichtungen außer Ansatz, dann ver
bleiben sür 1934 6,34 Mill. MM, für 1935 5,46 Mill.
Reichsmark (in 1933 steht der Posten „Betriebs
konto" mit 4,028 Mill. MM zu Buch). Diese Be- bzw.
Erträge genannten Konten dürfen natürlich keines
wegs mit den oben angegebenen Reinerträgen ver
wechselt werden, da noch Löhne und Gehälter, so
ziale Abgaben, Sozialsonderaufwendungen, Ab-
chreibungen, Zinsen, Steuern (1933: 285 000 'MM,
1934: 366 000 MM, 1936 : 414 000 MM), Rückstellungen
usw. in Abzug zu bringen sind.
Das Konto „Rückstellungen" wurde von 299 000
Reichsmark (die Zahlen stets auf Tausend abge
rundet) in 1933 auf 550 000 MM in 1934 und 771000
Reichsmark in 1935 erhöht. Zur Speisung dieses
Kontos wurden der Gewinn- und Verlustrechnung
1934 80 000 MM und 1935 270 000 MM zu Lasten ge-
chrieben. Insgesamt hat die Hütte Ende 1935 unter
den Passiven ihrer Bilanz außer den 670 000 MM
Reservefonds I und II und den 230 000 MM sür
soziale Einrichtungen ausgeworfenen Mitteln 1,141
Mill. MM auf Spezialkonten stehen (1934:700 000 MM,
1935: 599 000 MM). Zählt man dazu unter den Ak
tiven der Bilanz die 139 000 MM Bestand an
Wechseln, Schecks, Kasse einschließlich Guthaben bei
Notenbanken und Postscheckguthaben sowie die an
deren Bankguthaben (1934: 122 000 MM, 1933:
833 000 MM), so ist daraus ersichtlich, welche Obacht
die Leitung einer gesicherten Betriebssührung zollt,
sei es, daß man Betriebserweiterungen und -Wand
lungen an sich gewachsen ist, sei es, daß man den
damit verbundenen höheren 9nforderungen an die
Betriebsmittel an sich gerecht werden kann.
Die Forderungen aufgrund von Warenlieferun
gen und Leistungen stiegen von 1753 000 MM Ende
1933 auf 2 305 000 MM Ende 1934 und 2 640 000 MM
Ende 1935. Die Schulden aufgrund von Warenbe
zügen und Leistungen fielen von 684 000 MM in
1933 auf 634 000 MM in 1934 und 374 000 MM Ende
1935, die Gesamtverbindlichkeiten aus Akzepten und
Tratten sowie gegenüber Banken stiegen demgegen
über von 798 000 MM Ende 1934 auf 845 000 MM
Ende 1935. Die Differenz zwischen den Posten
Forderungen und Verbindlichkeiten ergibt für 1934
einen Betrag von 892 000 MM und für 1935 einen
Betrag von 1320 000 MM zu gunsten der Forderun
gen. Zählt man diesen Salden die für Vorräte ein
gesetzten Werte hinzu (1935: 635 000 MM, 1934:
882 000 MM), so belaufen sich 1934 die Posten sür
Vorräte und für Forderungen abzüglich der Ver
bindlichkeiten auf'1666 000 MM und Ende 1935 auf
1955 000 MM. Die Gesellschaft hat einen Gewinn
anteil von 4 vH auf das am 1. Januar 1931 festge
stellte steuerliche Reinvermögen abzüglich der der
zeit angewiesenen offenen Reserven verteilt.
Die vorstehenden Zahlen wollen nicht als fach-
kritische Darstellung gewertet werden, es würde
dem Aufgabenbereich dieser Spalten zuwiderlaufen,
sie wollen nur, gewissermaßen symptomatisch, die
Art der Betriebsführung der Hütte charakterisie
ren, die allgemein dahin zu umschreiben sein dürfte:
der Summe der Geschäftsaktionen entsprechende
Aequivalente der Sicherheit gegenüberzustellen.
Dänemarks Wirtschaftslage
Die Preise für die ausgeführten landwirtschaft
lichen Produkte waren im Mürz höher, die Menge
— abgesehen von Fleisch und Vieh — geringer als
im März 1935. Die Engrospreiszahl war unver
ändert 126, die Frachtratenzahl fiel von 120.6 auf
118,9. Der Arbeitslosigkeitprozentsatz für März ist
infolge des indirekten Einflusses des im März herr
schenden Lockouts mit 27,0 gegen 22,3 im März 1935
angegeben; in den eigentlichen Jndustriefächern war
der Prozentsatz in diesem Jahre 18,5 gegen 16,8
im März 1935. In den drei privaten Hauptbanken
sind die Darlehen im verlaufenen Monat 19 Mill.
Kronen heruntergegangen, während die Anleihen
23 Mill. Kr. stiegen. Die Darlehen der National
bank sind im März 6.5 Mill. Kr. heruntergegangen;
außerdem hat die Bank Obligationen für 6 Mill.
Kronen verkauft. Gleichzeitig ist die Nettoschuld der
Bank an das Ausland indesien 22 Mill. Kr. her
untergegangen, davon sind jedoch 17 Mill. Kr. in
ausländischer Währung von den privaten Haupt
banken der Nationalbank zur Verfügung gestellt
worden. Die zirkulierende Notenmenge konnte
daher um ungefähr die Hälfte des Betrages, den
der Rückgang der gesamten Darlehen der Bank
betrug, nämlich 6 Mill. Kr. (von 375,2 auf 370,7
Mill. Kr.) heruntergesetzt werden. Für sämtliche
Hauptbanken zusammen hat sich die Valutalage im
Laufe des Monats März, wie aus Vorstehendem er
sichtlich, um zirka 20 Mill. Kr. gebessert.
„Normandie" umgebaut
Auch im Hinterschiff soll mau sich jetzt auf
halten könne».
Die starken Vibrationen beseitigt
Der große französische Paflagierdampfer „Nor
mandie" wurde im Oktober v. I. aus der Fahrt zu
rückgezogen und in Le Havre aufgelegt, weil sich
im Hinterschiff so starke Vibrationen bemerkbar
machten, daß den Passagieren der Aufenthalt in
dort gelegenen Räumen unmöglich zugemutet wer
den konnte. Man hat es dann zuerst mit neuen
Schrauben versucht und dieselben mehrfach ausge
wechselt in der Hoffnung, daß schon auf diese ver
hältnismäßig leichte Art eine ausreichende Besse
rung erzielt werden würde. Der Erfolg blieb aber
aus, so daß man sich zu umfassenden baulichen Ber
änderungen und Verstärkungen der Hinterschiffs
konstruktion entschließen mußte. Die Vibrationen
haben, wie aus einer 24stündigen Probefahrt von
Le Havre nach dem Atlantik festgestellt wurde, fast
gänzlich aufgehört. Allerdings hat die „Normandie"
auf der Rückfahrt nach Le Havre eine Schraube
verloren.
Zur Zinszahlung der Landwirtschaft
Die beiden miteinander verbundenen niedersächsi
schen öffentlichen Hypothekenbanken, die Hannover
sche Landeskreditanstalt und die Stadtschaft der
> Provinz Hannover, erstatten gemeinsam ihren Ge
schäftsbericht für 1935. Danach sind 29,75 (22,34)
Mill, an Hypotheken und Meliorationskrediten
ausgeliehen oder fest zugesagt worden, und ihre
langfristigen Ausleihungen stiegen auf 244,29 (280,0)
Mill, in 47 303 (45 299) Posten. — Bei der Landes
kreditanstalt hielt die Besserung der Zinseingänge
an. Doch entspreche der augenblickliche Stand der
Zinszahlung der Landwirtschaft noch nicht ganz den
Erwartungen der Reichsregierung. Die Anstalt
mußte verschiedentlich die Hilfe der Vertrauens
männer ober der Kreisbauernführer in Anspruch
nehmen. Es werde indessen noch weiterer aufklären
der Tätigkeit und stärkeren Drucks der zuständigen
Nährstandsorgane bedürfen, um die pünktliche Er
füllung der Zinsverpflichtung wieder zur vollen
Regel werden zu lassen. Die Beitragsrückstände für
1935 betrug 11,9 vH gegen 18,61 vH i. V. und gegen
19,5v H im Jahre 1933, wobei die Fälligkeiten vom
November und Dezember eingerechnet sind. Bis
Ende Oktober gerechnet würde der Rückstand 7,66
vH der Soll-Beträge ausmachen. In 4)4 vH Pfand
briefen wurden 5,96 Mill, ausgenommen und 12,16
Mill, verkauft.
In der Provinz Hannover sind nach den letzten
Feststellungen etwa 8920 Entschuldungsverfahren
ür Eigentümer und 1020 Verfahren sür Pächter,
Nießbräucher usw. eröffnet. Unter den Entschul
dungsbetrieben befinden sich etwa 5000 Erbhöfe, das
ind rund 7 vH aller Erbhöfe der Provinz. Nicht
erbhöfe sind mit 2,3 vH in der Entschuldung. Die
Hannoversche Lanüeskreditanstalt ist ursprünglich in
6172 Fällen als Entschuldungsstelle bestellt. Auf
Grund der 7. DB sind 1469 Fälle an die Entschul
dungsämter und an die Pachtbank abgegeben. Es
verblieben danach zur Regelung 4703 Fälle. Für 489
Betriebe ist das Entschuldungsversahren durch Auf
hebung, zum Teil auch durch Zurücknahme des
Antrages auf Einleitung der Entschuldung erledigt.
Am Jahresende waren 1078 Entschuldungspläne
aufgestellt, von denen etwas mehr als die Hälfte
rechtskräftig bestätigt war. Danach sind von der
Hannoverschen Landeskreditanstalt bislang 1667
Fälle abgeschlossen, das sind 33 vH aller Fälle. 3136
bleiben noch zu erledigen.
Als Gläubigerin ist die Landeskreditanstalt a» rd.
2809 Entschuldungsversahren beteiligt. An Beitrags
rückständen werden durch die Entschuldung rund
2 056 000 MM zum Kapital geschlagen und können
demnächst durch Pfandüriefausgabe flüssig gemacht
werden. Nach den bisherigen Feststellungen hat die
Landeskreditanstalt nur in wenigen Ausnahme-
fällen Veranlassung, die Ersatzpflicht des Deutschen
Reiches bei etwaigen Kürzungen ihrer Forderungen
in Anspruch zu nehmen. — Die Ansleihnngstätig-
keit der Bank war recht rege. An landwirtschaftliche
Betriebe, die nicht Erbhöfe sind, wurden neben an
deren Hypotheken 2 626 846 MM Hypotheken aus
Pfandbriefmitteln langfristig ausgeglichen. Für
Erbhöfe können langfristige Psandbriefausleihungen
mit Rücksicht aus die mangelnde Vollstreckbarkeit
in Erbhöfe nach den ministeriellen Anordnungen
nicht erfolgen. Um dem dringendsten Kreditbedarf
der Erbhöfe gerecht zu werden, sind aus Mitteln
der Deutschen Renten-Kreditanstalt 400 000 MM für
Erbhöfe zur Verfügung gestellt. Daneben sind
900 000 MM. Kredite aus einem Sondervermügen der
Deutschen Rentenbank-Kreditanstalt zur Wieder-
slottmachung von Entschnldungsbetrieben (auch Erb
höfen) zur Verfügung gestellt, von denen ein grö
ßerer Teilbetrag bereits ausgezahlt ist.
Der Geschäftsbericht ber Staötschaft der Provinz
Hannover verzeichnet einen Gesamtbetrag ausge
zahlter Pfandbrief- und Barhypotheken von 6,19
Millionen. Außerdem sind zugesagt 6,23 Mill. Er
hebliche Verwaltungsarbeit machte die Durchfüh
rung der Zinssenkung. Zwangsversteigerungen und
Zwangsverwaltungen hatten wieder rückläufige
Bewegung. Die Durchschnittsbeleihung versteigerter
Pfandobjekte betrug im Verhältnis zu den Meist-
geboten 55,93 vH. Der Zinseingang war gut, die
Rückstände betrugen nur 1,68 vH (2,99 vH) des
Eine Schau „Die schaffende Nordmark"
wird vom Institut für Deutsche Wirtschaftspropa
ganda in Gemeinschaft mit den verantwortlichen
parteiamtlichen, staatlichen und wirtschaftlichen
Stellen der Nordmark in Hamburg auf dem Aus
stellungsgelände des Zoo in der Zeit vom 16. Mai
bis zum 14. Juni veranstaltet. Rund 60 Jndustrie-
und Wirtschaftsgruppen sind auf dieser Ausstellung
vertreten.
Die Kafseebestandsaufnahmc in Hamburg ergab
einen Vorrat von insgesamt 469 277 (31. 3. 410 562)
Sack. Davon waren 62 543 (66 316) Sack brasiliani
scher und 406 734 (344 246) Sack nichtbrasilianischer
Herkunft. Die Zufuhren betrugen im April 261177
(März 179 833) Sack, die Ablieferungen 228 074
(172 039) Sack.
Für den Erfinder eines Mittels gegen die Banm-
wollblätterraupc hat die Societe Royale b'Agricul-
ture in Kairo einen Preis von 20 000 äg. Pfund
ausgesetzt.
Berliner Viehmarkt vom 5. Mai
1548 Rinder, Beschaffenheit unverändert. Zahl
der Färsen um 50 zurückgegangen, wogegen mehr
gute Kühe zur Verfügung standen. Zuteilung auf
gleicher Höhe wie vor acht Tagen. Abnahme abge
sehen von geringeren Kühen sehr glatt. Von letzte
ren blieben noch einige Tiere übrig, die nachher
zugeteilt wurden. Am Kälbermarkt a-Tiere äußerst
flott, was die Preislage beeinflußte. Im übrigen
Handel etwas ruhiger. Preise erfuhren teilweise
eine Erhöhung. Handel am Hammelmarkt flott.
Beschaffenheit mittel, wenn auch beste Posten etwas
in der Minderheit blieben. Bei steigenden Preisen
für Lämmer und gute Hammel war der Haupt
bestand bald in festen Händen, nur geringere Posten
blieben etwas vernachlässigt. — Am Schweinemarkt
war die Zuteilung nicht in gleicher Höhe erfolgt
wiev or acht Tagen. Verteilung wie immer flott.
Nachdem die zugeteilte Menge abgenommen war,'
blieb noch ein Bestand, der zusätzlich um 12 vH noch
zur Verteilung kam, wobei auch die Ladenfleischer
entsprechend berücksichtigt wurden.
Der 2. Deutsche Betriebswirtschafter-Tag, auf
dem wichtige Fragen der Wirtschaft behandelt wer
den, findet vom 12. bis 16. Mai in Berlin statt.
Wegen Ueberschreitungen der von der Ueber-
wachungsstelle für unedle Metalle festgesetzten Richt
preise mußten in letzter Zeit in mehreren Fällen
Ordnungsstrafen in beträchtlicher Höhe verhängt
werden. Eine weitere erhebliche Strafe ist gegen
eine Firma festgesetzt worden, die gegen die Richt-
prè M Zà ķàŞ tzat.
(Ohne Gewähr!)
Handel rrrrd Wandel
Deàcke Schlachtviehmärkte
5. Mal 1936
Kammemotierung Berlin am Markttage. Preise für 1 Pfund Lebendgewicht in
Markt
1. Ochsen ..
2. „ ••
4. » »-
1. Bullen...
2. „ ...
1. Kühe....
1. Kälber...
1. Schafe ...
2. . ...
1. Schweine
2. .
3. .
1. Sauen ...
Ochs. Bu.Kü.
Kälber
Schafe
Schweln.Sau.
Ochs.Bu.Kü.
Kälber
Schafe
Schweiftet«.
Bnsnsfhi.
43
40-41
38—40
31-36
58-70
45-55
541/a
531/2
561/2
531/2
i
212
161
105
1296
verteilt
flott
langsam
verteilt
Kassel
42
38-41
35-37
62-67
50-60
55-56
54
52
45-55
u ftrieb
76
271
77
1231
lebhaft
Hagtàrr
43
43
37
40
36
65-78
50—64
36-42
30-35
541/2
521/2
501/2
531/2
and H
335
364
290
3321
zugeteilt
flott
laiui
mittel
42-43
42
35—38
72-76
64-70
56-57
55
53
53-56
an d et
110
228
1061
zugeteilt
mittel
Stettin
43
41
37
40
36
80-84
70-78
53—84
52
50
45-53
ul den
135
168
86
1123
glatt
glatt
ruhig
verteilt
Stuttgart
44
41-42
38
42
34-37
73-76
70—72
561/2
541/2
521/2
52—55
Märkten
438
Hamburg
72—78
60-70
54-55
53
51
49-54
5 5.
Berlin
1400
zugeteilt
lebhaft
sJebhalt
1222
9668
mäß.rege
zugeteilt
44
40
35
42
38
41
37
72-82
58-70
36-38
32-35
541/2
531/a
501/2
531/2
1548
2706
3035
14459
glatt
mittel
wert.
Der Leistungsgedanke in der Pferdezucht
Ein Erlaß des Reichsministers für Ernährung
ordnet Leistungsprüfungen für Kalt- und Warm
bluthengste an. Die Prüfungen sehen verschiedene
Prüfungsgruppen vor, bei denen nach Kaltblutheng
sten und Warmbluthengsten unterschieden wird. Bei
den Warmbluthengsten wird ferner untergliedert
nach Hengsten oldenburgischer und ostfriesischer Ab
stammung. Die Kaltblutprüfungen zerfallen in eine
Prüfung der Schrittleistung, der Zugfähigkeit und
der Dauerzugleistung. Bei den Warmblutprüfungen
kommen dazu noch bestimmte Tempovorschriften
und Geländeaufgaben. Bei allen Tieren wird die
Futterverwertung, das Temperament und die Be
schaffenheit während des Trainings gewertet.
28.4.
44
40
35
42
38
41
37
78-83
62-75
36-38
33-35
541/2
531/2
501/2
531/2
1446
3296
2670
16018
glatt
mittel
wert
Aus die Naturschntzverordnung vom 18. 3. 36 durch
einen Erlaß des Reichsministers für Ernährung
werden die zuständigen Verwaltungsstellen hinge
wiesen. Die genannten Verwaltungsbehörden sollen
auf diese Verordnung hinweisen und einen entspre
chenden Hinweis in den amtlichen Veröffentli
chungsblättern der unteren Naturschutzbehörden
veranlassen.
In zuständigen Pariser Kreisen wird es als
möglich betrachtet, daß die Bank von Frankreich
eine Erhöhung des Diskontsatzes und eine Erhö
hung des Zinssatzes für Vorschüsse auf Wertpapiere
ins Auge fassen iverde. Der Regentschaftsrat der
Bank von Frankreich war am Montagnachmittag i ü
einem MeinunHsaustanjch zusammengetreten.