Full text: Newspaper volume (1936, Bd. 2)

Sett ttt 5er vorjährigen Generalversammlung dar 
gelegt. Die Ausschließlitzkeitsvereinbarung, wonach 
der Kreditnehmer ohne Zustimmung seiner Ge 
nossenschaft bei dritten Stellen keine zusätzlichen 
Kredite in Anspruch nehmen darf, genießt hinfort 
den vollen Schutz des Reichsnährstandes. Die Ver 
suche. neue Formen der Absicherung der Erbhof- 
kreditc zu finden oder neue Kreditorganisationen 
hierfür aufzuziehen, sind u. E. überflüssig. Wozu 
Haftungsgenossenschaften oder Erbhofschaften, wenn 
wir bereits Genossenschaften haben, die eine wirk 
liche Selbstverwaltungsorganisation. keinen 
Zwangszusammenschluß wie die Erbhofschaften, dar 
stellen? Wozu neue Organisationen aufziehen, 
welche die für ihre Krebitausleihungen benötigten 
Mittel erst von außen her, d. h. von irgendioelchen 
anderen Kreditinstituten oder vom Pfandbriefmarkt 
zur Verfügung gestellt bekommen müßten, während 
doch den landwirtschaftlichen Genossenschaften im 
ganzen Reiche über 2 Mro. MM Einlagen bereits 
zur Verfügung stehen und diese Einlagen dauernd 
zunehmen, im vergangenen Jahre um mehr als 
220 Mill. MM2 Wozu neue juristische Konstruktio 
nen wie die Reallast, wenn wir für den kurz- und 
mittelfristigen Kredit bei voller Anerkennung und 
Sicherstellung der Ausschließlichkeit Eintragungen 
überhaupt nicht mehr benötigen und bei langfristi 
gen Krediten die bisherige Hypothek, auch wenn sie 
unvollstreckbar ist, völlig ausreichend wird? Wir 
geben allerdings zu, daß die Selbstverwaltung und 
die enge Verbundenheit mit den Schuldnern unsere 
Spar- und Darlehnskasscn befähigt, ohne Bedenken 
einen Weg zu beschreiten, der vielleicht mit Recht 
für die anderen Kreditinstitute wegen ihrer größe 
ren Entfernung und mehr schematischen Kredit 
grundsätze nicht leicht gangbar ist. Vor einer 
Ueberschützung des mittel- und langfristigen Kredit 
bedarfes muß gewarnt werde». Ausscheiden muß 
von vornherein der früher sehr erhebliche lang 
fristige Kreditbedarf zur Konsolidierung eingefro 
rener kurzfristiger Schulden,' denn die alten Schul 
den sind durch das Schuldenregelungsgesetz und die 
Tilgungsvereinbarung der Genossenschaften festge 
schrieben. Ein erneutes Einfrieren von Vetricbs- 
kreöiten aber darf nicht in Frage kommen. Aus 
scheiden muß ferner die Finanzierung von Erbaus- 
cinanöersctzungen. Größere Meliorationsvorhaben 
werden im Rahmen der dafür existierenden beson 
deren Meliorationsgenossenschaften durchgeführt und 
aus den Arbeitsbeschasfungsmitteln der Rentenbank- 
Kreditanstalt finanziert. Was übrig bleibt, ist die 
Finanzierung von Neu- und Umbauten der Ge 
bäude und kleinere Betriebsinvestierungen. Nach 
unseren Erfahrungen können diese Kredite in den 
meisten Fällen innerhalb längstens 8—10 Jahren 
getilgt werden, sind also als mittelfristige Kredite 
anzusprechen. Es wäre sinnlos, wegen dieser Kredite 
neue Organisationen aufzuziehen oder alte auf den 
bäuerlichen Realkredit angewiesene Organisatio 
nen künstlich aufrecht zu erhalten. Wir sind über 
zeugt, daß nach und nach alle Genossenschaften in 
der Lage sein werden, den bei den Erbhofbauern 
ihres Bezirks auftretenden Bedarf an solchen 
Tilgungsdarlehcn restlos zu decken. 
Milchroirtschastliche 
Tagesfragen 
nannte Prof. Dr. Esche, Direktor des Instituts für 
Milchverwertung an der Preuß. Versuchs- und For 
schungsanstalt für Milchwirtschaft, Kiel, sein Thema, 
das insofern unpräzise sei, als es Tagessragen der 
Agrarpolitik im Grunde genommen heute nicht mehr 
gäbe, da die nationalsozialistische Wirtschaftspolitik 
in selbstverständlicher Weise eine ganze und klare 
Lösung getroffen habe. 
Die Regelung der großen Trinkmilchmärkte habe 
ohne große Mehrbelastung der Verbraucher den 
Erzeugern einen Nutzen erwirkt, der auf über 
2 Pfg. je Kilo angelieferter Milch zu veranschlagen 
sei,' und zwar sei dieser Nutzen nicht allein den 
Frischmilchlieferanten des Einzugsgebiets zugute 
gekommen, vielmehr in Gestalt der Ausgleichszu 
wendung, zum Teil auch den Werkmilcherzeugern. 
Der Milchwirtschaftsverband habe auch im letzten 
Jahre bewiesen, daß er die letzten Möglichkeiten zur 
Verbesserung der Lage der Milcherzeuger ausnutze. 
Auf Kosten der Stadtmeicreien sei den Kieler Liefe 
ranten der Milchpreis erhöht worden,' außerdem 
seien in Kiel und Hamburg Milcheinfuhrgenossen 
schaften gegründet worden, die als Verrechnungs 
stellen den sicheren Zahlungseingang verbürgten. 
Die Ausgleichszuwendungen seien gegenüber dem 
Vorjahre erhöht worden; darüber hinaus seien die 
Werkmilchlieseranten auch durch die Neuregelung 
des Frachtausgleiches bessergestellt worden. 
Die Erzeuger sollten das Vertrauen besitzen, daß 
der Milchwirtschaftsverband alles nur Mögliche für 
sie tue. Eine Verbesserung der Verwertung um 
ganze Pfennige sei freilich für die Zukunft nicht 
mehr möglich, da die Rücksicht auf die Kaufkraft der 
Verbraucher Derartiges ausschließe. Der Bauer solle 
sich also von unerfüllbaren Wünschen freimachen, 
um den Blick auf die ihm selbst gestellten Aufgaben 
zu richten. Durch Verbesserung der Wirtschaftlichkeit 
der Meiereien könnten doch ansehnliche Vorteile 
erzielt werden. Der Milchwirtschaftsverband werbe 
es nicht daran fehlen lassen, durch Wirtschaftsbera 
tung den Meiereien in dieser Hinsicht behilflich zu 
sein. 
Nachdem die einheitliche Buchführung überall zur 
Einführung gebracht sei, hätten die Revisoren für 
Für die Reichsautobahne« 
ergibt sich nach dem Stande von 1. April folgendes 
Bild: Insgesamt sind in Betrieb genommen 115 
Kilometer. Im Bau sind insgesamt 1966 Kilometer. 
Bis Ende März wurden an Tagewerken geleistet 
41 956 509 (März 2 047 876». An Erd- und Felsbe 
wegungen einschließlich des Fundamentaushubs 
wurden in Kubikmeter geleistet 111952 421 
(4 503 666). An Beton und Eisenbeton wurden für 
Bauwerke hergestellt in Kubikmeter 2 201 181 
(140 S20). Für die eigentlichen Autobahnen wur 
den an Fahrbetondecken hergestellt in Quadratme 
ter 6 800 478 (475 293) Betondecken, 823 087 (68 466» 
Schwarzdecken, 180 020 (15126) Pflasterdecken. Für 
die Zufuhrstraßen, Rampen, Bauwerke usw. wur 
den an Fahrbahndecken hergestellt in Quadratmeter 
15 834 (530» Betondecken, 322 688 (52 880) Schwarz 
decken, 578 998 (54 694) Pflasterdecken, 793 378 (44 357) 
sonstige Decken. — Insgesamt sind an Ausgaben 
bisher 815,3 Mill. MM verrechnet worden. Vertrag 
lich vergeben, aber noch nicht ausgeführt, sind 
Leistungen und Lieferungen im Gesamtwert von 
281,8 Mill. MM. Insgesamt sind Unternehmerarbei 
ten seit Beginn des Baues im Werte von 925,2 Mill. 
MM vergeben worden. — Bei den Unternehmern 
wurden Ende März 92 994 Köpfe beschäftigt. Ein 
schließlich des Personalstandes bei den Geschäfts 
stellen der Reichsautobahnen betrug die Gesamtöe- 
schäftigung im März 99 846 Köpfe (im Vormonat 
67 650». 
Keine Bienenzucht ohne Bienenweide 
Die Pressestelle der Landessachgruppe Imker 
Schleswig-Holstein schreibt: Der Wille, die Bienen 
weide zu verbessern und damit die Wirtschaftlich 
keit der Bienenzucht zu heben, hat an verschiedenen 
Stellen Schleswig-Holsteins bereits erfreuliche 
Fortschritte gemacht und die Ortsgruppen veran 
laßt, in größerem Umfange honigende Bäume und 
Sträucher anzupflanzen. Andere Kreis- und Orts 
fachgruppen haben Samen von honigenden Pflan 
zen au ihre Mitglieder verteilt, so vor allem von 
Phazelia, Natterkopf, Reseda, Honigöiestel usw., 
Pflanzen, die sehr gut auf Oedländereien, die vor 
läufig noch nicht benutzt werden, fortkommen, oder 
die sich auch als Zierpflanzen für den Staudengar 
ten eignen. Die Ortsgruppe Imker Rahlstedt hat 
beschlossen, mit Einwilligung der Direktion der Lü- 
beck-BUchener Eisenbahn zu beiden Seiten des 
Bahndamms zwischen Rahlstedt und Stellmoor in 
etwa 3000 Meter Länge Schneebeeren, Bergahorn 
und Akazien anzupflanzen. 
Jetzt nach der Blüte der Weiden ist die beste Zeit 
zum Anpflanzen von Weidenstecklingen. Die Steck 
linge bewurzeln sich bei dem kühlen und feuchten 
Wetter sehr leicht und wachsen dann schnell weiter. 
Wenn jeder Imker nur soviel Weidenstecklinge setzt, 
wie er Völker auf seinem Stand hat, wird die 
Pollennot der Bienen im Frühjahr sehr bald beho 
ben sein. Daß man dabei andere honigende Pflan 
zen, Sträucher und Bäume nicht vergißt, ist natür 
lich selbstverständlich. Es gibt in jeder Feldmark 
noch genug Stellen, wo Linden, Ahorn, Ebereschen 
usw. stehen können, ohne daß Nutzland dabei in 
Anspruch genommen zu werden braucht. Wo jetzt 
nicht mehr gepflanzt werden kann, merke man sich 
die Verbesserung der Bienenweide für den Herbst 
vor. Die oben angeführten Pflanzen aber lassen 
sich noch jetzt säen, und vor allem Phazelia kann 
alle sechs Wochen, die sie zum Wachstum bis zur 
Blüte benötigt, nachgesät werden, so baß man mit 
ihr sehr gut Trachtlücken ausfüllen kann. 
Kennziffer der Großhandelspreise für den 
Monatsdurchschnitt April. 
DNB. Berlin, 7. Mai. Die Kennziffer der 
Großhandelspreise stellt sich im Monatsdurch 
schnitt April auf 108,7 (1913 — 100). Sie ist 
gegenüber dem Vormonat (103,6) wenig ver 
ändert. Die Kennziffern der Hauptgruppen 
lauten: Agrarstoffe 105,0 (plus 0,5 v. H.», Ko 
lonialwaren 84,8 (plus 0,2 v .H.), industrielle 
Rohstoffe und Halbwaren 93,5 (minus 0,3 v. 
H. ) und industrielle Fertigwaren 120,3 (plus 
0,2 v. H.). 
Tierseuchenstand am I.Mai 1936 in 
Schleswig-Holstein. 
Die im Reichsgesundheitsamt nach den Be 
richten der beamteten Tierärzte zusammenge 
stellte Uebersicht über den Tierseuchenstand am 
I. Mai 1936 zeigt für Norddeutschland folgen 
des Bild: 
Reg.-Bez. Schleswig: Maul- und Klauen 
seuche: 1 Kreis (Segeberg), 3 Gemeinden, 4 
Gehöfte, davon neu 1 Gemeinde, 2 Gehöfte) 
Milzbrand: 5 Kreise (Pinneberg, Rendsburg. 
Segeberg, Steinburg, Süderdithmarschen», 6 
Gemeinden. 6 Gehöfte, davon neu 5 Gemein 
den, 5 Gehöfte. 
Weitere Erhöhung des Schweinekontingents. 
Die Hauptvereinigung der deutschen Vieh 
wirtschaft hat mit einer am 5. Mai erlassenen 
Anordnung Nr. 50 in Abänderung des 8 l 
der Anordnung Nr. 46 vom 25. März be 
stimmt, baß der Prozentsatz der Schweine 
schlachtungen und Schweinefleischumsütze auf 
90 v. H., bisher 80 v. H., der zugrunde gelegten 
Zeitspanne heraufgesetzt wird. Die neue An 
ordnung tritt am 11. Mai in Kraft. 
die wirtschaftliche Beratung der Meieren in Zu« 
kunft mehr die Hände frei. Ebenso würden die 
Bauberatungsstellen künftig den Meiereien durch 
technische Beratung bei der Senkung der Energie 
kosten behilflich sein, nachdem sie nicht mehr iü 
gleichem Maße durch die Bearbeitung von Genehmi 
gungsanträgen für Bauten und Anschaffungen in 
Anspruch genommen seien wie früher. Die Inan 
spruchnahme der Beratung durch Instruktoren 
brauche den Meiereien nicht mehr besonders emp 
fohlen zu werden, da die Instruktoren des Milch- 
wirtschaftsverbandes in der Nordmark zum Teil 
schon jahrzehntelang tätig wären und zu den 
Meiereien das denkbar beste Verhältnis hergestellt 
hätten. 
Die genoffenschastliche Unternehmnngsform spiele 
in der Landwirtschaft eine besonders große Rolle» 
sie habe sich, abgesehen von der Kreditbeschaffung, 
namentlich bei der meiereimäßigen Milchverwer 
tung bewährt. Die durch sie bedingte enge Zusam 
menarbeit zwischen den Betrieben der Lieferanten 
und der Meiereien habe dazu geführt, daß die 
Qualitätsbezahlung bei den Genossenschaftsmeie- 
reicn sehr viel früher zur Anwendung gelangt sei 
als bei den Privatmciereien. Bei den Genossen 
schaftsmeiereien sei auch durch die Bindung der 
Lieferanten an den Betrieb schon von jeher ein 
mehr oder minder festes Einzugsgebiet gegeben ge 
wesen, so daß man den genossenschaftlichen Zusam 
menschluß gewissermaßen als eine Vorstufe der 
Marktordnung betrachten könne. 
Gleichwohl sei der Zusammenhalt zmischen den 
Genossenschaften und ihren Mitgliedern noch nicht 
überall vollkommen. Der Bauer müsse stets nur 
sagen nicht „die Meierei", sondern „meine Meierei". 
Er müsse den Betrieb betrachten wie seinen Erbhof 
und wie dort die Abfindung der weichenden Erben 
durch Sparen zu finanzieren sei, nicht aber durch 
Aufnahme von Schulden und nachträglichen Schul- 
öenabtrag. So müsse die notwendige Erneuerung 
der Meiereien durch rechtzeitige Rückstellungen er 
möglicht werden, damit man von der auch auf die 
sem Gebiete nachteiligen Kreditwirtschaft freikomme. 
Die Genossenschaft sei eine Personalgesellschast, 
d. h. sie erfordere die persönliche Mitarbeit aller 
Mitglieder. Nicht aber sollten persönliche Streitig 
keiten und Meinungsverschiedenheiten die Mitarbeit 
stören oder den totalen genossenschaftlichen Zusam 
menschluß aller Dorfbewohner verhindern. Die Ge 
nossenschaft sei ferner ein Nachbarschastsverband, da 
nur ein solcher persönliche Zusammenarbeit über 
haupt ermögliche. Im Zeitalter des Verkehrs dürfe 
aber die Genossenschaft nicht auf ein Dorf beschränkt 
bleiben, vielmehr müsse ein Zusammenhalt im 
Sinne der Nachbarschaft auch außerhalb größerer 
räumlicherer Bezirke möglich sein. Wenn in milch 
armen Gebieten, wie in der Eifel, Molkereien ge 
gründet würden, die bei geringer Dichte der Milch 
erzeugung Einzugsgebiete von 20 Klm. hätten, so 
wäre es nach den vorliegenden Erfahrungen in so 
milchreichen Gebieten, wie in Schleswig-Holstein, 
erst recht am Platze, allmählich durch Zusammen 
legung von erneuerungsbedürftigen Betrieben auf 
eine stärkere Zusammenfassung der meiereimäßigen 
Milchverwertuug zu dringen, da diese im allgemei 
nen mit einer Ersparnis an Betriebskosten ver 
knüpft sei, die bis zu einer gewissen Grenze den 
Mehraufwand an Anfuhrkosten reichlich aufwiege. 
* 
Der Revisionsbcricht, der in einem Auszug von 
Kreisbauernführer Sieh verlesen wurde, fand die 
Billigung der Versammlung. Desgleichen die übri 
gen geschäftlichen Punkte des Programms. Die 
Versammlung wurde pünktlich beendet. 
Am Abend versammelten sich die Genossen zu 
einem Begrüßungsabend. 
Deutsche Schlachtviehmärkte 
Kammernotierung Berlin am Markttage. Preise 
für I Pfd. Lebendgewicht in L?-/ (Ohne Gewähr 
7 Mai 1936 
FranMorl/X 
Leipzig 
Smttpri 
Dresden 
I Kälber .. 
2. , .. 
1 8chate... 
2 
1 Schweine 
2. . 
3- 
1 Sauen ... 
Auftrieb und Ha 
68-/3 
55-65 
/0—79 
73—75 
Kälber 
Schafe 
Schweine... 
Kälber 
Schate ..... 
Schweine . .. 
731 
44 
702 
mittel 
mittel 
zugeteilt 
langsam 
belanglos 
zugeteilt 
56'/2 
54—5d 
521/2 
52—55 
58 - 65 
45—56 
56 
54—55 
52 
52-55 
ndel aui den Märkten 
652 
269 
2172 
56 
64 — 55 
52 
52-55 
923 
lebhaft 
s. lebhaft 
1262 
95 
1397 
schlecht 
belanglos 
verteilt 
Berliner Schlachtviehmarkt 
Berltn. 8 Mai tVorberichtl >Obne Gewähr 
Mitgeteilt von der Reichsviebwertungsgeiellichast. 
Es wurde gezahlt für 50 Kg. Lebendgewicht: 
Preise: Auftrieb: Verlaus: 
Rinder 24—44 2151 glatt 
halber 35-81 1980 ruhig 
Schake 21-47 4383 ruhig 
Schweine 11254 glatt 
Schweine Klaffe A bis 8 48ö>-54i» Sauen 504>-53»/t 
Hamburger Schweinemarkt 
Altona, den 8. Mai 1936 
Preise: a 55. d 1 54. d2 53. o51. ck49 «1 53-54. «2 49-51 
oOücr Lbdgew Auftrieb 5015 + —Beobachtungstiere 
(Ohne Gewähr, Handel zugeteilt 
Wandsbeker Ferkelmarkt vom 7. Mai 
170 Ferkel aufgetrieben, Futterschweine fehlten. 
Handel mäßig. Preise: 4—gwöchige 16—18, 6-8- 
wöchige 18—22, 8—IOwöchige 22—2(3, 10—12wöchige 
äß—30 MJL, 
Husumer Magervieh- und Schafmarkt vom 7. Mai 
Auftrieb: 2204 Rinder, 399 Schafe und Lämmer. 
Preise: 216—3jähr. Ochsen 1. 425—450, 2. 380—400, 
1)4—2jähr. Ochsen und Quien 1. 370—400, 2. 320 
bis 360, Fehrkühe, jüngere 1. 390—420. 2. 320—370, 
ältere 1. 320—860, 2. 230—290, 14—Ijähr. Jungvieh 
120—180, Kalbkühe 1. 450—500, 2. 380—440, Kalb- 
guien 1. 400—440, 2. 340—375, Schafe mit einem 
Lamm 60—70, mit zwei Lämmern 80—95, jährige 
Schafe 43—47 MM. Tendenz: Rinder ruhig, Schafe 
mittel. Veste Qualität nach wie vor gesucht. Infolge 
des größeren Auftriebs und der anhaltenden kalten 
Witterung verlief der Handel in allen anderen 
Gattungen und Klassen ruhig. 
Wieder Handel mit Zloty in Danzig 
Nach einer Mitteilung der Bank von Danzig ist 
der An- und Verkauf von Zloty-Noten und Hart 
geld im Rahmen der Devisenverordnung durch die 
Devisenbanken wieder aufgenommen worden. 
Handel und Wandel 
Zenlral'Fêîkelmarkļ 
der Provinz Schleswig-Holstein 
in der städtischen Viehmarkthalle zu Rendsburg 
am Donnerstag, dem 7. Mai 1936. 
Die Zufuhr zum heutigen Markt betrug 384 Stück 
gegen 555 Stück in der Vorwoche, mithin eine Min- 
derzufuhr von 171 Stück. Es wurden gezahlt für 
schwere Ware (20—25 Kg.» 0,75—0,78 MM 
mittelschwere Ware (15—20 Kg.) 0,77—0,80 MM 
leichte Ware (1216—16 Kg.) 0,80—0,85 MM 
für 16 Kg. Lebendgewicht. Für allerbeste Ferkel 
wurde auch über Notiz, für abfallende Ware auch 
unter Notiz bezahlt. Jungschmcine ('über 25 Kg.» 
waren nur wenige am Markt. 
Zum heutigen Zentralferkelmarkt war die Zu- 
Wîchtige Sterrertermine 
11. (10.) 5.: 1. Umsatzsteuervoranmeldungen und 
-Vorauszahlungen für Monatszahler (keine 
Schonfrist mehr, vgl. Gruppe 12 Blatt 130). — 
2. Anmeldung der Beträge eingegangener Ex 
portvaluten durch Exporteure an die Reichsbank. 
3. Anmeldung der Fettmengen, für die im April 
die Fettsteuerschuld entstanden ist (vgl. Gruppe 
17 Blatt 76). 4. Bürgersteuer für Veranlagte 
(Näheres vgl. WK. Grupve 13, Reich Blatt 
46 Ns.). 5. Erste Vierteljahrcsrate der Vermö 
genssteuer 1936. 
14. 5.: Werbeabgabe für Werbeeinnahmen im April. 
15. 5.: Börsennmsatzstener für April 1935. 
20. 5.: 1. Lohnabzug für die Zeit vom 1. bis 15. Mai 
nur daun, wenn die bis 15. Mai einbehaltene 
Lohnsteuer 200 MM übersteigt. 2. Abführung 
der Bürgersteuer 1936 für Arbeitnehmer für die 
Lohnzahlungen vom 1. bis 15. Mai 1936, wenn 
die abzuführende Bürgersteuer mehr als 200 MM 
beträgt und die Abführung nicht an eine aus 
wärtige Gemeinde zu erfolgen hat. 3. Anmeldung 
der Beträge eingegangener Exportvaluten durch 
Exporteure an die örtlich zuständigen Reichs 
bankstellen. 
23, 5*; Fetttzenex Ux alle Kett« auàr Wargràe. 
wenn Steuerschuld im März entstanden ist (vgl. 
WK. Gruppe 17 Blatt 75 Rs.>. 
26. 5.: 1. Fettsteuer für Margarine, wenn Steuer 
schuld im April 1936 entstanden ist (vgl. WK. 
Gruppe 17 Blatt 75 Rs.). 2. Bierstener, wenn 
die Steuerschuld im März 1936 entstanden ist. 
27. 5.: Salzstener für April 1936. 
I. 6. (31. 5.): 1. Anmeldung der Beträge eingegan 
gener Exportvaluten durch Exporteure an die 
zuständige Reichsstelle. 2. Znckersteuer für April 
1936. 
Preußen: 
II. (10.) 5.: Notariatsabgabe. 
15. 5.: 1. Staatliche Grnnbvermögensstener für 
Monatszahler (nebst staatlichem Zuschlag von 
100 Prozent) und für Vierteljahreszahler. — 
2. Hanszinssteuer. 3. Gemcindczuschläge für 
Grundvermögcnssteuer (zum Teil andere Ter 
mine). 4. Gewerbeertragsteuervoranszahlung. 
5. Gemerbekapitalsteuer für das erste Vierteljahr 
des Rechnungsjahres 1986. 6. Lohnsnmmenstener 
für April 1936 nebst Erklärung über Lohnsumme 
und Zahl der Arbeitnehmer. Zum Teil andere 
Stojuae, 
fuhr bedeutend geringer als in der Vorwoche. Der 
Handel war gut, der Markt wurde geräumt. 
Ausgeführt wurden, soiveit wir feststellen konn 
ten, größere und kleinere Partien nach Seemühlen, 
Elsdorf, Jevenstedt, Hamwedöel, Nortorf, Lang- 
wcdel, Hohenwestedt, Kiel, Horst, Melüorf, Lütjen- 
burg, Lübeck, Parchim, Görlitz. 
Fette Schweine waren nicht am Markt. Für ge 
lieferte fette Schweine tvcrden 43—51 Pfg. für A 
Kg. Lebendgewicht gezahlt. 
Die Zahl der dem Kälbermarkt zugeführten Tiere 
betrug 7 Stück gegen 16 Stück in der Vorwoche. Es 
wurden gezahlt für nüchterne Kälber 25 bis 30 Pfg., 
für Fresser 30—35 Pfg., für ältere Kälber bis 50 
Pfg. das A Kg. Lebendgewicht. 
% 
DAK Nxv 92 Zeich munis: WadrfH 
„— Na, Orje, noch ’ne Molle?“ — 
„— Nee, danke. Ick brauche jetzt det 
Jeld for meine Markensammlung!" — 
„— Markensammlung? Mensch, mit so 
wat is ooch noch keener weit jekommen!“ —» 
„— Hast du ’ne Ahnung, wie weit ick 
damit komme; as sind nämlich ,K.dJ r .’- 
Seflamzègsļc *=»
	        
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