Sett ttt 5er vorjährigen Generalversammlung dar
gelegt. Die Ausschließlitzkeitsvereinbarung, wonach
der Kreditnehmer ohne Zustimmung seiner Ge
nossenschaft bei dritten Stellen keine zusätzlichen
Kredite in Anspruch nehmen darf, genießt hinfort
den vollen Schutz des Reichsnährstandes. Die Ver
suche. neue Formen der Absicherung der Erbhof-
kreditc zu finden oder neue Kreditorganisationen
hierfür aufzuziehen, sind u. E. überflüssig. Wozu
Haftungsgenossenschaften oder Erbhofschaften, wenn
wir bereits Genossenschaften haben, die eine wirk
liche Selbstverwaltungsorganisation. keinen
Zwangszusammenschluß wie die Erbhofschaften, dar
stellen? Wozu neue Organisationen aufziehen,
welche die für ihre Krebitausleihungen benötigten
Mittel erst von außen her, d. h. von irgendioelchen
anderen Kreditinstituten oder vom Pfandbriefmarkt
zur Verfügung gestellt bekommen müßten, während
doch den landwirtschaftlichen Genossenschaften im
ganzen Reiche über 2 Mro. MM Einlagen bereits
zur Verfügung stehen und diese Einlagen dauernd
zunehmen, im vergangenen Jahre um mehr als
220 Mill. MM2 Wozu neue juristische Konstruktio
nen wie die Reallast, wenn wir für den kurz- und
mittelfristigen Kredit bei voller Anerkennung und
Sicherstellung der Ausschließlichkeit Eintragungen
überhaupt nicht mehr benötigen und bei langfristi
gen Krediten die bisherige Hypothek, auch wenn sie
unvollstreckbar ist, völlig ausreichend wird? Wir
geben allerdings zu, daß die Selbstverwaltung und
die enge Verbundenheit mit den Schuldnern unsere
Spar- und Darlehnskasscn befähigt, ohne Bedenken
einen Weg zu beschreiten, der vielleicht mit Recht
für die anderen Kreditinstitute wegen ihrer größe
ren Entfernung und mehr schematischen Kredit
grundsätze nicht leicht gangbar ist. Vor einer
Ueberschützung des mittel- und langfristigen Kredit
bedarfes muß gewarnt werde». Ausscheiden muß
von vornherein der früher sehr erhebliche lang
fristige Kreditbedarf zur Konsolidierung eingefro
rener kurzfristiger Schulden,' denn die alten Schul
den sind durch das Schuldenregelungsgesetz und die
Tilgungsvereinbarung der Genossenschaften festge
schrieben. Ein erneutes Einfrieren von Vetricbs-
kreöiten aber darf nicht in Frage kommen. Aus
scheiden muß ferner die Finanzierung von Erbaus-
cinanöersctzungen. Größere Meliorationsvorhaben
werden im Rahmen der dafür existierenden beson
deren Meliorationsgenossenschaften durchgeführt und
aus den Arbeitsbeschasfungsmitteln der Rentenbank-
Kreditanstalt finanziert. Was übrig bleibt, ist die
Finanzierung von Neu- und Umbauten der Ge
bäude und kleinere Betriebsinvestierungen. Nach
unseren Erfahrungen können diese Kredite in den
meisten Fällen innerhalb längstens 8—10 Jahren
getilgt werden, sind also als mittelfristige Kredite
anzusprechen. Es wäre sinnlos, wegen dieser Kredite
neue Organisationen aufzuziehen oder alte auf den
bäuerlichen Realkredit angewiesene Organisatio
nen künstlich aufrecht zu erhalten. Wir sind über
zeugt, daß nach und nach alle Genossenschaften in
der Lage sein werden, den bei den Erbhofbauern
ihres Bezirks auftretenden Bedarf an solchen
Tilgungsdarlehcn restlos zu decken.
Milchroirtschastliche
Tagesfragen
nannte Prof. Dr. Esche, Direktor des Instituts für
Milchverwertung an der Preuß. Versuchs- und For
schungsanstalt für Milchwirtschaft, Kiel, sein Thema,
das insofern unpräzise sei, als es Tagessragen der
Agrarpolitik im Grunde genommen heute nicht mehr
gäbe, da die nationalsozialistische Wirtschaftspolitik
in selbstverständlicher Weise eine ganze und klare
Lösung getroffen habe.
Die Regelung der großen Trinkmilchmärkte habe
ohne große Mehrbelastung der Verbraucher den
Erzeugern einen Nutzen erwirkt, der auf über
2 Pfg. je Kilo angelieferter Milch zu veranschlagen
sei,' und zwar sei dieser Nutzen nicht allein den
Frischmilchlieferanten des Einzugsgebiets zugute
gekommen, vielmehr in Gestalt der Ausgleichszu
wendung, zum Teil auch den Werkmilcherzeugern.
Der Milchwirtschaftsverband habe auch im letzten
Jahre bewiesen, daß er die letzten Möglichkeiten zur
Verbesserung der Lage der Milcherzeuger ausnutze.
Auf Kosten der Stadtmeicreien sei den Kieler Liefe
ranten der Milchpreis erhöht worden,' außerdem
seien in Kiel und Hamburg Milcheinfuhrgenossen
schaften gegründet worden, die als Verrechnungs
stellen den sicheren Zahlungseingang verbürgten.
Die Ausgleichszuwendungen seien gegenüber dem
Vorjahre erhöht worden; darüber hinaus seien die
Werkmilchlieseranten auch durch die Neuregelung
des Frachtausgleiches bessergestellt worden.
Die Erzeuger sollten das Vertrauen besitzen, daß
der Milchwirtschaftsverband alles nur Mögliche für
sie tue. Eine Verbesserung der Verwertung um
ganze Pfennige sei freilich für die Zukunft nicht
mehr möglich, da die Rücksicht auf die Kaufkraft der
Verbraucher Derartiges ausschließe. Der Bauer solle
sich also von unerfüllbaren Wünschen freimachen,
um den Blick auf die ihm selbst gestellten Aufgaben
zu richten. Durch Verbesserung der Wirtschaftlichkeit
der Meiereien könnten doch ansehnliche Vorteile
erzielt werden. Der Milchwirtschaftsverband werbe
es nicht daran fehlen lassen, durch Wirtschaftsbera
tung den Meiereien in dieser Hinsicht behilflich zu
sein.
Nachdem die einheitliche Buchführung überall zur
Einführung gebracht sei, hätten die Revisoren für
Für die Reichsautobahne«
ergibt sich nach dem Stande von 1. April folgendes
Bild: Insgesamt sind in Betrieb genommen 115
Kilometer. Im Bau sind insgesamt 1966 Kilometer.
Bis Ende März wurden an Tagewerken geleistet
41 956 509 (März 2 047 876». An Erd- und Felsbe
wegungen einschließlich des Fundamentaushubs
wurden in Kubikmeter geleistet 111952 421
(4 503 666). An Beton und Eisenbeton wurden für
Bauwerke hergestellt in Kubikmeter 2 201 181
(140 S20). Für die eigentlichen Autobahnen wur
den an Fahrbetondecken hergestellt in Quadratme
ter 6 800 478 (475 293) Betondecken, 823 087 (68 466»
Schwarzdecken, 180 020 (15126) Pflasterdecken. Für
die Zufuhrstraßen, Rampen, Bauwerke usw. wur
den an Fahrbahndecken hergestellt in Quadratmeter
15 834 (530» Betondecken, 322 688 (52 880) Schwarz
decken, 578 998 (54 694) Pflasterdecken, 793 378 (44 357)
sonstige Decken. — Insgesamt sind an Ausgaben
bisher 815,3 Mill. MM verrechnet worden. Vertrag
lich vergeben, aber noch nicht ausgeführt, sind
Leistungen und Lieferungen im Gesamtwert von
281,8 Mill. MM. Insgesamt sind Unternehmerarbei
ten seit Beginn des Baues im Werte von 925,2 Mill.
MM vergeben worden. — Bei den Unternehmern
wurden Ende März 92 994 Köpfe beschäftigt. Ein
schließlich des Personalstandes bei den Geschäfts
stellen der Reichsautobahnen betrug die Gesamtöe-
schäftigung im März 99 846 Köpfe (im Vormonat
67 650».
Keine Bienenzucht ohne Bienenweide
Die Pressestelle der Landessachgruppe Imker
Schleswig-Holstein schreibt: Der Wille, die Bienen
weide zu verbessern und damit die Wirtschaftlich
keit der Bienenzucht zu heben, hat an verschiedenen
Stellen Schleswig-Holsteins bereits erfreuliche
Fortschritte gemacht und die Ortsgruppen veran
laßt, in größerem Umfange honigende Bäume und
Sträucher anzupflanzen. Andere Kreis- und Orts
fachgruppen haben Samen von honigenden Pflan
zen au ihre Mitglieder verteilt, so vor allem von
Phazelia, Natterkopf, Reseda, Honigöiestel usw.,
Pflanzen, die sehr gut auf Oedländereien, die vor
läufig noch nicht benutzt werden, fortkommen, oder
die sich auch als Zierpflanzen für den Staudengar
ten eignen. Die Ortsgruppe Imker Rahlstedt hat
beschlossen, mit Einwilligung der Direktion der Lü-
beck-BUchener Eisenbahn zu beiden Seiten des
Bahndamms zwischen Rahlstedt und Stellmoor in
etwa 3000 Meter Länge Schneebeeren, Bergahorn
und Akazien anzupflanzen.
Jetzt nach der Blüte der Weiden ist die beste Zeit
zum Anpflanzen von Weidenstecklingen. Die Steck
linge bewurzeln sich bei dem kühlen und feuchten
Wetter sehr leicht und wachsen dann schnell weiter.
Wenn jeder Imker nur soviel Weidenstecklinge setzt,
wie er Völker auf seinem Stand hat, wird die
Pollennot der Bienen im Frühjahr sehr bald beho
ben sein. Daß man dabei andere honigende Pflan
zen, Sträucher und Bäume nicht vergißt, ist natür
lich selbstverständlich. Es gibt in jeder Feldmark
noch genug Stellen, wo Linden, Ahorn, Ebereschen
usw. stehen können, ohne daß Nutzland dabei in
Anspruch genommen zu werden braucht. Wo jetzt
nicht mehr gepflanzt werden kann, merke man sich
die Verbesserung der Bienenweide für den Herbst
vor. Die oben angeführten Pflanzen aber lassen
sich noch jetzt säen, und vor allem Phazelia kann
alle sechs Wochen, die sie zum Wachstum bis zur
Blüte benötigt, nachgesät werden, so baß man mit
ihr sehr gut Trachtlücken ausfüllen kann.
Kennziffer der Großhandelspreise für den
Monatsdurchschnitt April.
DNB. Berlin, 7. Mai. Die Kennziffer der
Großhandelspreise stellt sich im Monatsdurch
schnitt April auf 108,7 (1913 — 100). Sie ist
gegenüber dem Vormonat (103,6) wenig ver
ändert. Die Kennziffern der Hauptgruppen
lauten: Agrarstoffe 105,0 (plus 0,5 v. H.», Ko
lonialwaren 84,8 (plus 0,2 v .H.), industrielle
Rohstoffe und Halbwaren 93,5 (minus 0,3 v.
H. ) und industrielle Fertigwaren 120,3 (plus
0,2 v. H.).
Tierseuchenstand am I.Mai 1936 in
Schleswig-Holstein.
Die im Reichsgesundheitsamt nach den Be
richten der beamteten Tierärzte zusammenge
stellte Uebersicht über den Tierseuchenstand am
I. Mai 1936 zeigt für Norddeutschland folgen
des Bild:
Reg.-Bez. Schleswig: Maul- und Klauen
seuche: 1 Kreis (Segeberg), 3 Gemeinden, 4
Gehöfte, davon neu 1 Gemeinde, 2 Gehöfte)
Milzbrand: 5 Kreise (Pinneberg, Rendsburg.
Segeberg, Steinburg, Süderdithmarschen», 6
Gemeinden. 6 Gehöfte, davon neu 5 Gemein
den, 5 Gehöfte.
Weitere Erhöhung des Schweinekontingents.
Die Hauptvereinigung der deutschen Vieh
wirtschaft hat mit einer am 5. Mai erlassenen
Anordnung Nr. 50 in Abänderung des 8 l
der Anordnung Nr. 46 vom 25. März be
stimmt, baß der Prozentsatz der Schweine
schlachtungen und Schweinefleischumsütze auf
90 v. H., bisher 80 v. H., der zugrunde gelegten
Zeitspanne heraufgesetzt wird. Die neue An
ordnung tritt am 11. Mai in Kraft.
die wirtschaftliche Beratung der Meieren in Zu«
kunft mehr die Hände frei. Ebenso würden die
Bauberatungsstellen künftig den Meiereien durch
technische Beratung bei der Senkung der Energie
kosten behilflich sein, nachdem sie nicht mehr iü
gleichem Maße durch die Bearbeitung von Genehmi
gungsanträgen für Bauten und Anschaffungen in
Anspruch genommen seien wie früher. Die Inan
spruchnahme der Beratung durch Instruktoren
brauche den Meiereien nicht mehr besonders emp
fohlen zu werden, da die Instruktoren des Milch-
wirtschaftsverbandes in der Nordmark zum Teil
schon jahrzehntelang tätig wären und zu den
Meiereien das denkbar beste Verhältnis hergestellt
hätten.
Die genoffenschastliche Unternehmnngsform spiele
in der Landwirtschaft eine besonders große Rolle»
sie habe sich, abgesehen von der Kreditbeschaffung,
namentlich bei der meiereimäßigen Milchverwer
tung bewährt. Die durch sie bedingte enge Zusam
menarbeit zwischen den Betrieben der Lieferanten
und der Meiereien habe dazu geführt, daß die
Qualitätsbezahlung bei den Genossenschaftsmeie-
reicn sehr viel früher zur Anwendung gelangt sei
als bei den Privatmciereien. Bei den Genossen
schaftsmeiereien sei auch durch die Bindung der
Lieferanten an den Betrieb schon von jeher ein
mehr oder minder festes Einzugsgebiet gegeben ge
wesen, so daß man den genossenschaftlichen Zusam
menschluß gewissermaßen als eine Vorstufe der
Marktordnung betrachten könne.
Gleichwohl sei der Zusammenhalt zmischen den
Genossenschaften und ihren Mitgliedern noch nicht
überall vollkommen. Der Bauer müsse stets nur
sagen nicht „die Meierei", sondern „meine Meierei".
Er müsse den Betrieb betrachten wie seinen Erbhof
und wie dort die Abfindung der weichenden Erben
durch Sparen zu finanzieren sei, nicht aber durch
Aufnahme von Schulden und nachträglichen Schul-
öenabtrag. So müsse die notwendige Erneuerung
der Meiereien durch rechtzeitige Rückstellungen er
möglicht werden, damit man von der auch auf die
sem Gebiete nachteiligen Kreditwirtschaft freikomme.
Die Genossenschaft sei eine Personalgesellschast,
d. h. sie erfordere die persönliche Mitarbeit aller
Mitglieder. Nicht aber sollten persönliche Streitig
keiten und Meinungsverschiedenheiten die Mitarbeit
stören oder den totalen genossenschaftlichen Zusam
menschluß aller Dorfbewohner verhindern. Die Ge
nossenschaft sei ferner ein Nachbarschastsverband, da
nur ein solcher persönliche Zusammenarbeit über
haupt ermögliche. Im Zeitalter des Verkehrs dürfe
aber die Genossenschaft nicht auf ein Dorf beschränkt
bleiben, vielmehr müsse ein Zusammenhalt im
Sinne der Nachbarschaft auch außerhalb größerer
räumlicherer Bezirke möglich sein. Wenn in milch
armen Gebieten, wie in der Eifel, Molkereien ge
gründet würden, die bei geringer Dichte der Milch
erzeugung Einzugsgebiete von 20 Klm. hätten, so
wäre es nach den vorliegenden Erfahrungen in so
milchreichen Gebieten, wie in Schleswig-Holstein,
erst recht am Platze, allmählich durch Zusammen
legung von erneuerungsbedürftigen Betrieben auf
eine stärkere Zusammenfassung der meiereimäßigen
Milchverwertuug zu dringen, da diese im allgemei
nen mit einer Ersparnis an Betriebskosten ver
knüpft sei, die bis zu einer gewissen Grenze den
Mehraufwand an Anfuhrkosten reichlich aufwiege.
*
Der Revisionsbcricht, der in einem Auszug von
Kreisbauernführer Sieh verlesen wurde, fand die
Billigung der Versammlung. Desgleichen die übri
gen geschäftlichen Punkte des Programms. Die
Versammlung wurde pünktlich beendet.
Am Abend versammelten sich die Genossen zu
einem Begrüßungsabend.
Deutsche Schlachtviehmärkte
Kammernotierung Berlin am Markttage. Preise
für I Pfd. Lebendgewicht in L?-/ (Ohne Gewähr
7 Mai 1936
FranMorl/X
Leipzig
Smttpri
Dresden
I Kälber ..
2. , ..
1 8chate...
2
1 Schweine
2. .
3-
1 Sauen ...
Auftrieb und Ha
68-/3
55-65
/0—79
73—75
Kälber
Schafe
Schweine...
Kälber
Schate .....
Schweine . ..
731
44
702
mittel
mittel
zugeteilt
langsam
belanglos
zugeteilt
56'/2
54—5d
521/2
52—55
58 - 65
45—56
56
54—55
52
52-55
ndel aui den Märkten
652
269
2172
56
64 — 55
52
52-55
923
lebhaft
s. lebhaft
1262
95
1397
schlecht
belanglos
verteilt
Berliner Schlachtviehmarkt
Berltn. 8 Mai tVorberichtl >Obne Gewähr
Mitgeteilt von der Reichsviebwertungsgeiellichast.
Es wurde gezahlt für 50 Kg. Lebendgewicht:
Preise: Auftrieb: Verlaus:
Rinder 24—44 2151 glatt
halber 35-81 1980 ruhig
Schake 21-47 4383 ruhig
Schweine 11254 glatt
Schweine Klaffe A bis 8 48ö>-54i» Sauen 504>-53»/t
Hamburger Schweinemarkt
Altona, den 8. Mai 1936
Preise: a 55. d 1 54. d2 53. o51. ck49 «1 53-54. «2 49-51
oOücr Lbdgew Auftrieb 5015 + —Beobachtungstiere
(Ohne Gewähr, Handel zugeteilt
Wandsbeker Ferkelmarkt vom 7. Mai
170 Ferkel aufgetrieben, Futterschweine fehlten.
Handel mäßig. Preise: 4—gwöchige 16—18, 6-8-
wöchige 18—22, 8—IOwöchige 22—2(3, 10—12wöchige
äß—30 MJL,
Husumer Magervieh- und Schafmarkt vom 7. Mai
Auftrieb: 2204 Rinder, 399 Schafe und Lämmer.
Preise: 216—3jähr. Ochsen 1. 425—450, 2. 380—400,
1)4—2jähr. Ochsen und Quien 1. 370—400, 2. 320
bis 360, Fehrkühe, jüngere 1. 390—420. 2. 320—370,
ältere 1. 320—860, 2. 230—290, 14—Ijähr. Jungvieh
120—180, Kalbkühe 1. 450—500, 2. 380—440, Kalb-
guien 1. 400—440, 2. 340—375, Schafe mit einem
Lamm 60—70, mit zwei Lämmern 80—95, jährige
Schafe 43—47 MM. Tendenz: Rinder ruhig, Schafe
mittel. Veste Qualität nach wie vor gesucht. Infolge
des größeren Auftriebs und der anhaltenden kalten
Witterung verlief der Handel in allen anderen
Gattungen und Klassen ruhig.
Wieder Handel mit Zloty in Danzig
Nach einer Mitteilung der Bank von Danzig ist
der An- und Verkauf von Zloty-Noten und Hart
geld im Rahmen der Devisenverordnung durch die
Devisenbanken wieder aufgenommen worden.
Handel und Wandel
Zenlral'Fêîkelmarkļ
der Provinz Schleswig-Holstein
in der städtischen Viehmarkthalle zu Rendsburg
am Donnerstag, dem 7. Mai 1936.
Die Zufuhr zum heutigen Markt betrug 384 Stück
gegen 555 Stück in der Vorwoche, mithin eine Min-
derzufuhr von 171 Stück. Es wurden gezahlt für
schwere Ware (20—25 Kg.» 0,75—0,78 MM
mittelschwere Ware (15—20 Kg.) 0,77—0,80 MM
leichte Ware (1216—16 Kg.) 0,80—0,85 MM
für 16 Kg. Lebendgewicht. Für allerbeste Ferkel
wurde auch über Notiz, für abfallende Ware auch
unter Notiz bezahlt. Jungschmcine ('über 25 Kg.»
waren nur wenige am Markt.
Zum heutigen Zentralferkelmarkt war die Zu-
Wîchtige Sterrertermine
11. (10.) 5.: 1. Umsatzsteuervoranmeldungen und
-Vorauszahlungen für Monatszahler (keine
Schonfrist mehr, vgl. Gruppe 12 Blatt 130). —
2. Anmeldung der Beträge eingegangener Ex
portvaluten durch Exporteure an die Reichsbank.
3. Anmeldung der Fettmengen, für die im April
die Fettsteuerschuld entstanden ist (vgl. Gruppe
17 Blatt 76). 4. Bürgersteuer für Veranlagte
(Näheres vgl. WK. Grupve 13, Reich Blatt
46 Ns.). 5. Erste Vierteljahrcsrate der Vermö
genssteuer 1936.
14. 5.: Werbeabgabe für Werbeeinnahmen im April.
15. 5.: Börsennmsatzstener für April 1935.
20. 5.: 1. Lohnabzug für die Zeit vom 1. bis 15. Mai
nur daun, wenn die bis 15. Mai einbehaltene
Lohnsteuer 200 MM übersteigt. 2. Abführung
der Bürgersteuer 1936 für Arbeitnehmer für die
Lohnzahlungen vom 1. bis 15. Mai 1936, wenn
die abzuführende Bürgersteuer mehr als 200 MM
beträgt und die Abführung nicht an eine aus
wärtige Gemeinde zu erfolgen hat. 3. Anmeldung
der Beträge eingegangener Exportvaluten durch
Exporteure an die örtlich zuständigen Reichs
bankstellen.
23, 5*; Fetttzenex Ux alle Kett« auàr Wargràe.
wenn Steuerschuld im März entstanden ist (vgl.
WK. Gruppe 17 Blatt 75 Rs.>.
26. 5.: 1. Fettsteuer für Margarine, wenn Steuer
schuld im April 1936 entstanden ist (vgl. WK.
Gruppe 17 Blatt 75 Rs.). 2. Bierstener, wenn
die Steuerschuld im März 1936 entstanden ist.
27. 5.: Salzstener für April 1936.
I. 6. (31. 5.): 1. Anmeldung der Beträge eingegan
gener Exportvaluten durch Exporteure an die
zuständige Reichsstelle. 2. Znckersteuer für April
1936.
Preußen:
II. (10.) 5.: Notariatsabgabe.
15. 5.: 1. Staatliche Grnnbvermögensstener für
Monatszahler (nebst staatlichem Zuschlag von
100 Prozent) und für Vierteljahreszahler. —
2. Hanszinssteuer. 3. Gemcindczuschläge für
Grundvermögcnssteuer (zum Teil andere Ter
mine). 4. Gewerbeertragsteuervoranszahlung.
5. Gemerbekapitalsteuer für das erste Vierteljahr
des Rechnungsjahres 1986. 6. Lohnsnmmenstener
für April 1936 nebst Erklärung über Lohnsumme
und Zahl der Arbeitnehmer. Zum Teil andere
Stojuae,
fuhr bedeutend geringer als in der Vorwoche. Der
Handel war gut, der Markt wurde geräumt.
Ausgeführt wurden, soiveit wir feststellen konn
ten, größere und kleinere Partien nach Seemühlen,
Elsdorf, Jevenstedt, Hamwedöel, Nortorf, Lang-
wcdel, Hohenwestedt, Kiel, Horst, Melüorf, Lütjen-
burg, Lübeck, Parchim, Görlitz.
Fette Schweine waren nicht am Markt. Für ge
lieferte fette Schweine tvcrden 43—51 Pfg. für A
Kg. Lebendgewicht gezahlt.
Die Zahl der dem Kälbermarkt zugeführten Tiere
betrug 7 Stück gegen 16 Stück in der Vorwoche. Es
wurden gezahlt für nüchterne Kälber 25 bis 30 Pfg.,
für Fresser 30—35 Pfg., für ältere Kälber bis 50
Pfg. das A Kg. Lebendgewicht.
%
DAK Nxv 92 Zeich munis: WadrfH
„— Na, Orje, noch ’ne Molle?“ —
„— Nee, danke. Ick brauche jetzt det
Jeld for meine Markensammlung!" —
„— Markensammlung? Mensch, mit so
wat is ooch noch keener weit jekommen!“ —»
„— Hast du ’ne Ahnung, wie weit ick
damit komme; as sind nämlich ,K.dJ r .’-
Seflamzègsļc *=»