Full text: Newspaper volume (1936, Bd. 2)

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gerinnen des Reichsberufswettkampfes durch 
den Führer. In vielen Briefen an den Rund 
funk ist die Befriedigung über diese Sendung 
zum Ausdruck gebracht worden, und es wurde 
der Wunsch nach einer Wiederholung ausge- 
sprochen. Die Rcichssendeleitung hat'sich des 
halb entschlossen, am morgigen Sonntag, 10. 
Mai, 19—19.15 Uhr den Funkbericht aus dem 
Reichspräsidentenpalais über alle Reichssen- 
öer zu wiederholen. 
* Aufnahmesperre im DJ. Die Stamm- 
pressestelle des Deutschen Jungvolks teilt mit: 
Ab 1. Mai besteht für das Deutsche Jungvolk 
ich ganzen Reich Aufnahmesperre bis zur 
nächsten Musterung. 
* Weitere Zunahme der Rundfunkteilneh 
mer. Die Gesamtzahl der Rundfunkteilnehmer 
im Deutschen Reich betrug am 1. Mai 7 599 250, 
gegenüber 7 583 811 am 1. April. Im Laufe 
des Monats April ist mithin eine Zunahme 
von 16111 Teilnehmern (0,2 v. H.) eingetre 
ten. Unter der Gesamtzahl vom 1. Mai befan 
den sich 579153 gebührenfreie Anlagen. 
* * * 
Büdelsdors, 9. Mai. Für den Muttertag 
haben die Mädchen der ersten und zweiten 
Klasse unserer Mädchenschule unter Anleitung 
der Hauswirtschaftslehrerin eine Anzahl von 
Wäsche- und Säuglingsausstattungsstücken 
hergestellt, und zwar 17 Kinderkleider, 12 
Schürzen, 2 Nachthemden, 1 Unterrock, 5 Tag 
hemden, 3 Strampelhöschen, 1 Babyrock, 1 
Leibchen, 2 Jäckchen, 2 Babykleidchen, 11 Baby 
hemden, 9 Eßlätzchen, 16 kleine Lätzchen, 3 
Paar Babystrümpfe, 3 Paar Socken, 1 Baby 
kappe, 1 Wickeltuch. Die Sachen wurden der 
NSB. zur Verteilung an bedürftige Mütter 
zugestellt. Erfreulich ist der Eifer, mit dem 
sich die Mädchen diesem Dienst an der Volks 
gemeinschaft widmeten. Besondere Anerken 
nung verdient auch, daß viele Mütter das 
Material für die Herstellung all dieser 
Sachen ihren Kindern mitgaben, was in 
manchen Fällen bestimmt ein Opfer bedeutete. 
— Ein Wandelkonzert veranstaltet am morgi 
gen Sonntag, dem 10. Mai, vormittags von 
10.16 bis 12 Uhr vor dem Büdelsdorfer Rat 
haus der SA.-Sturm 31 / R. 86 aus Anlaß 
des Dankopfers der SA. Das Konzerr 
wird ausgeführt vom Marine-SA.-Musikzug 
unter Leitung des Kapellmeisters Rumohr. 
Während der Zeit des Konzertes wird im 
Rathausflur eine Liste zur Zeichnung für das 
Dankopfer ausgelegt. Jede Spende ist herzlich 
willkommen. Eine große Anzahl Einzeichnun 
gen in der Spendenliste sind bereits erfolgt, 
und zwar mit Beträgen von 0,20 JUi bis 
10 Ji.M. Es ist aber anzunehmen, daß noch 
viele Volksgenossen das Bedürfnis haben, ihre 
Verbundenheit mit der SA. durch Beteiligung 
an dem Dankopfer zu bekunden. Das Dank 
opfer der Nation soll dazu verwendet werden, 
für den deutschen Arbeiter Siedlungen schaf 
fen zu helfen. Es fördert also zugleich die 
Seßhaftmachnng des deutschen Menschen und 
trägt zur Arbeitsbeschaffung bei. — Eine Ta 
gung der Ortsgruppe des NS.-Lehrerbundes 
fand in der Dorfschünke statt. Der Landeslei 
ter im Reichsbund der Kinderreichen, Rektor 
Reincke, Rendsburg, behandelte anschaulich 
und überzeugend die Frage der Bevölkerungs- 
Politik. Er zeigte aus der Geschichte anderer 
Völker, deren Blüte und Sterben kurz aufge 
zeigt und begründet wurde, und aus der ge 
schichtlichen Entwicklung des deutschen Vol 
kes, wie ernst die verantwortliche Haltung zu 
Ehe und Nachkommenschaft vor uns hingestellt 
sei. Die Einstellung zur Familie, die von 
Staat und Partei immer größerer Bewertung 
sicher ist, erscheint grundlegend für den ge 
samten Aufbau. Als Gäste nahmen Vertreter 
der Kreisleitung im NS.-Lehrerbund, der po 
litischen Ortsgruppe, der NS.-Frauenschaft 
und des Deutschen Roten Kreuzes (Vaterlän 
discher Frauenverein) an der Versammlung 
teil. 
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Hms iUndsbucq. 
jj. Alt-Duvenstedt, 8. Mai. Rege Bautätig 
keit. In diesem Frühjahr ist die Bautätigkeit 
im hiesigen Ort wieder erfreulich rege. Der 
Bürgermeister a. D. Scheer, welcher eine kleine 
Koppel von dem Bauern Jürgen Kühl erwor 
ben hat, läßt dortselbst einen Neubau auffüh 
ren.^ Der Bauer Klaus Tiedemann I läßt ein 
großes Viehhaus bauen, welches bereits gerich 
tet ist. Der Fleischbeschauer Tiedemann kaufte 
von dem Ortsbauernführer Hinrich Plühn eine 
Koppel, auch hier wird demnächst mit einem 
Neubau begonnen. Ebenfalls wird der Bauer 
Joh. Delfs noch im Laufe des Sommers ein 
geräumiges Viehhaus bauen lassen. Also 
blüht auch hier das Baugewerbe und das da 
mit verbundene Handwerk. 
so. Krogaspe, 9. Mai. Rechtzeitig gelöschter 
Brand. Heute nacht bei 12 Uhr rum ertönten 
das Feuerhorn und die Dampfpfeife der Meie 
rei. Das ganze Dorf war auf den Beinen, denn 
es brannte der Düngerhaufen der Wwe. Sta 
ben. Die Flammen schlugen schon etliche Meter 
hoch. Das Feuer konnte gelöscht werden, ehe 
es größeren Schaden anrichtete. Wie das Feuer 
entstand, ist unbekannt. 
rb. Langwedel, 8. Mai. Die Liedertafel Con 
cordia von Langwedel und Umg. hielt am 
Aus den Rends&ucyu JUcktsŗddikeateai. 
Elektra-Lichtspiele. 
„Wenn de Hahn kreiht". 
Wer erinnert sich nicht mit Schmunzeln der 
Aufführung der saftigen, mit beiden Füßen in 
der Wirklichkeit eines niederdeutschen Dorfes 
stehenden Bauernkomööie „Wenn de Hahn 
kreiht", die der Oldenburger August Hinrichs, 
der Vater der „Jolanthe", so treffsicher ge 
zeichnet hat? Diese Komödie hat hier, wie auch 
sonst überall, so großen Beifall gefunden, daß 
sich wohl keiner der seinerzeitigen Theater 
besucher die Gelegenheit entgehenlassen wird, 
sich auch die filmische Fassung des Stückes an 
zusehen. Der Umstand, daß August Hinrichs 
selbst das Drehbuch schrieb, bürgt dafür, daß 
der Charakter der Komödie gewahrt bleibt. 
Doch hat man die im Film liegenden Mög 
lichkeiten voll ausgeschöpft, hat die Zahl der 
Personen um einige vermehrt und so einen 
Film geschaffen, der dem Bühnenstück an Zug 
kraft und Treffsicherheit um nichts nachsteht, 
in mancher Beziehung sogar noch wirkungs 
voller gestaltet ist. Köstlicher niederdeutscher 
Humor leuchtet aus dieser Komödie, derb zwar 
und saftig und ohne jede Prüderie, aber der 
Wirklichkeit getreulich abgelauscht. Sv ist es 
denn kein Wunder, daß auch die Zuschauer sich 
königlich über dieses Spiel amüsieren, daß das 
Lichtspielhaus von Lachen dröhnt, und daß 
man schließlich noch auf dem Heimweg leise 
vor sich hinlacht. Dieser Film ist wirklich zum 
„Högen". 
* 
Schauöurg. 
Die Leuchter des Kaisers. 
Faschingsredoute in Wien unter der Stab 
führung von Eduard Strauß. Hinter dem bun 
ten Treiben dieses Maskenfestes lauert die 
Verschwörung. Polnische Edelleute versuchen 
einen Patrioten, der nach Sibirien verbannt 
wurde, dadurch zu retten, daß sie den in Wien 
weilenden Großfürsten Peter entführen und 
ihm einen Erpressungsbrief an den Zaren dik 
tieren. Ein günstiges Geschick spielt dem Send 
boten Georg Walenski (Karl Ludwig Diehl) 
zwei prachtvolle Rokokoleuchter — einst ein 
Geschenk für Marie Antoinette — zwei Leuch 
ter, die durch einen sinnreichen Mechanismus 
ein Geheimfach öffnen, in seine Hände. 
Durch die Agentin des russischen Geheimdien 
stes werden seine Pläne durchkreuzt. Eine 
wilde Jagd durch Europa nach den gestohlenen 
Leuchtern setzt ein. Den Kampf auf Leben und 
Tod beendet die Liebe, die aus Achtung vor der 
Menschlichkeit des Feindes entstand. 
Die Behandlung eines solchen Stoffes im 
Film ist nicht mehr neu. Wir entsinnen uns 
des Garbo-Films „Mata Hari", später des Sportartew 
Bei ich lech ferVerdaüuh 
Gerda-Maurus-Films: „Im Geheimdienst". 
Die in letzter Zeit gedrehten Filme ähnlicher 
Art lösen das filmische Geschehen durch einen 
glücklichen Ausgang auf. Man mag darüber 
streiten, welches die glücklichere Lösung ist. Die 
Regie dieses Gloria-Films der Tobis Rota lag 
in den Händen von Karl Hartl, ebenso das 
Drehbuch. Dadurch wurde eine größere Ver 
dichtung der Dialoggestaltung, die nur auf 
bewegteste Handlungsführung zielt, bedingt. 
Sybille Schmitz als Anna Demidow verlieh 
dem Film den dieser Künstlerin eigenen Reiz. 
Ein stetes, größeres Hineinwachsen in die je 
weilige Atmosphäre von „F. P. 1 antwortet 
nicht" über den „Abschiedswalzer" hinaus bis 
zur Filmlegende „Fährmann Maria", ohne 
einer verflachenden Typisierung zu verfallen. 
Karl Ludwig Diehl ist ihr als Partner eben 
bürtig, vielleicht etwas zu sehr in Edeltragik 
machend. Die musikalische Untermalung durch 
Schmiöt-Gentner paßte sich mit der Verwen 
dung einiger Motive aus der „Fledermaus" 
der wienerisch-russischen Atmosphäre vortreff 
lich an. Zu diesem spannenden und doch leicht 
beschwingten Filmgeschehen im Beiprogramm 
zwei Kulturfilme, die das Leben des in 
Deutschland selten gewordenen Wanderfalken 
und den weinfrohen Herbst der Tessiner Land 
schaft behandeln, beide in der Naturwieder 
gabe und im Schnitt ausgezeichnet. 
* 
Tonhallen: 
„Helden von heute". 
Dieser Fliegerfilm ist mit einer gehörigen 
Dosis Humor gewürzt, der selbst in gefähr 
lichsten Situationen nicht versagt. Bei aller 
Einfachheit des dramatischen Aufbaues dieser 
einzigartigen Handlung erlebt man in ihr 
eine Fülle technischer Wunder, die in ihren 
Höhepunkten grandios wirken und jedem Zu 
schauer Bewunderung abnötigen. Im Nah 
men aufregender und sensationeller Hochspan 
nungen sind großartige Schicksalsschilderun 
gen einzelner Menschen eingeflochten. In 
allem bewahren die „Helden von heute" ihre 
männliche Haltung. Man folgt der Handlung 
mit wachsender Spannung, zumal neben 
Abenteuern auch die Liebe eine nicht unbe 
deutende Rolle spielt. In den Hauptrollen 
geben neben dem glänzenden Menschenöar- 
steller Wallace Berry Maureen O'Sullivan 
und Lewis Stone Beweise ihrer hervorragen 
den Schauspielkunst. 
Im Beiprogramm läuft ein Film mit aus 
gezeichneten Aufnahmen, betitet „London, die 
Stadt der Tradition", sowie neben der Wo 
chenschau ein Bildstreifen mit interessantem 
Ueberblick über die in Kalifornien beliebten 
Donnerstag ihre Generalversammlung bei 
Gastwirt Sachau ab. Es wurden 2 neue Mit 
glieder aufgenommen. Weiter wurde beschlos 
sen, Mitte Juli eine gemeinsame Autofahrt 
mit Damen nach dem Adolf-Hitler-Koog zu 
machen. Nach der Aussprache schloß der Vor 
sitzende H. Kurth die Versammlung und man 
verweilte noch einige Stunden gemütlich im 
kameradschaftlichen Kreise. 
Ruffee, 9. Mai. NS.-Frauenschaft. Die mo 
natliche Pflichtversammlung der NS.-Frauen 
schaft wurde eingeleitet mit dem Lied „Frauen 
mit deutschen Seelen", dem Sprechchvr „Wir 
wissen" und dem Gedicht „Und Frauen tun 
uns not". Die Ortsgruppenfrauenschaftsleite 
rin nahm darauf die Verpflichtung mehrerer 
Mitglieder vor. In seiner Ansprache hob der 
Ortsgruppenleiter von Russee, Loyal, beson 
ders die Pflichten aller derer hervor, die in 
der NS.-Gemeinschaft stehen. Nach der Vertei 
lung der Amtswalterinnen-Abzeichen wies 
das Gedicht „Pflicht" nochmals auf die hohe 
Verpflichtung hin, dem Führer zu helfen. 
Besitzwechsel. Der Bahnbeamte H. Ruff in 
Krogaspe verkaufte sein Einfamilienhaus an 
den Schlachter H. Butenschön. Antritt erfolgt 
sofort. Der Kaufpreis ist unbekannt, (so.) 
Ums Schleswig, 
Im Kampf gege« die Abtreibung. 
cs. Schleswig, 9. Mai. Wegen verbotener 
Eingriffe gegen das keimende Leben wurde die 
Ehefrau M. aus der Feldstraße auf Veran 
lassung der Oberstaatsanwaltschaft in Flens 
burg am gestrigen Freitag von der Schlcs- 
wiger Polizei festgenommen und dem Amts 
gerichtsgefängnis in Schleswig zugeführt. Die 
Angeklagte, der bereits mehrere Fälle nachge 
wiesen werden konnten, hat ein Geständnis 
abgelegt. 
Aus Kms Husum à VlocdfrUstand 
Hz. Schwabstedt, 9. Mai. Ein bedauerlicher 
Unglücksfall ereignete sich in unserm Ort, wo 
der Landwirtschaftsgehilfe des Bauern Beruh. 
Hensen aus Hollbüllhuus damit beschäftigt 
war, Brennmaterial aus Schwabstedt zu ho 
len. In der Nähe des Schwabstedter Bahnhofes 
scheuten die Pferde und der junge Mann, der 
aus Schobüll stammt, stürzte und ein Rad des 
Wagens ging ihm über die Brust, so daß er 
die Besinnung verlor und dem Husumer Kran 
kenhaus mit schweren Verletzungen zuge 
führt werden mußte. Die durchgehenden Pfer 
de wurden im Dorf aufgegriffen. Sie hatten 
vor einem vorbeifahrenden Eisenbahnzug ge 
scheut. 
Aus UdecsUdl 
Gründung einer Wohnungsbaugenossenschaft. 
yy. Tönning, 8. Mai. Auf der von Bürget 
meister Meußer nach dem Rathause einberu 
fenen Versammlung zwecks Gründung einer 
Wohnungsbaugenossenschaft zur Beseitigung 
der Wohnnngsknappheit in Tönning fand der 
Zur Vorbesprechung stehende Plan die grund 
sätzliche Zustimmung aller anwesenden Volks 
genossen. Nach kurzen organisatorischen Aus 
führungen des Bürgermeisters wurde die Fi 
nanzierungsfrage eingehend besprochen. Zur 
Zeit erfordert die Frage der Beschaffung von 
3—5-Zimmerwohnungen die dringende Lösung- 
Insbesondere aber wurde der Sinn und Zweck 
einer gemeinnützigen Baugenossenschaft erläu 
tert, die die wirksamste Möglichkeit zur Befrie 
digung der Wohnungsansprüche im Stadtgebiet 
bieten würde. Auf der am 12. Mai im „Ham 
burger Hof" anberaumten Grünöungsver- 
samrnlung wird Verbanösdirektor Sievers 
über die Aufgaben über das Thema: „Die Auf 
gaben der Baugenossenschaften zur Beseitigung 
der Wohnungsnot" sprechen. Mit dem Bau von 
3—5-Zimmerwohnungen soll nach der Genos 
senschaftsgründung noch in diesem Sommer 
der Anfang gemacht werden. 
* . • 
HZ. Eiderstedt, 9. Mai. Eine besondere Eh 
rung wurde der Gründerin und langjährigen 
Vorsitzenden des Deutschen Roten Kreuzes, 
Vaterländischen Frauenverein Zweigverein 
Sankt Peter, Frau Dr. Felten, zuteil. IN 
dankbarer Anerkennung ihrer Arbeit hat ihr 
der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes 
das Damenkreuz verliehen. Frau Dr. Felten, 
die gleichzeitig 10 Jahre lang Vorsitzende des 
Deutschen Roten Kreuzes, Vaterl. Frauenvcr- 
ein, Kreisverein Eiderstedt war, war in ganz 
besonderem Maße in sozialer Weise tätig. 
he. Tating, 8. Mai. Schaf und zwei Lämmer 
überfahren. Auf der Chaussee von Tating zum 
Hermann-Göring-Koog wurden am Mittwoch 
nachmittag ein Schaf und zwei Lämmer des 
Landwirts August Matthiessen in Tating von 
einem Hamburger Personenwagen überfahren. 
Die Lämmer waren sofort tot, während das 
Mutterschaf notgeschlachtet werden mußte. 
he. Garding, 8. Mai. Monatsversammlung 
des Turn- und Sportvereins. Am Montag 
abend hielt der Gardinger Turn- und Sport 
verein eine sehr gut besuchte Monatsversamm 
lung in Claußens Gasthos ab. Es waren wie 
derum verschiedene Neuaufnahmen zu ver 
zeichne«. Das Turnen der Männer- und 
Frauenabteilung erfreut sich eines zunehmen 
den Besuches. Turnbruder Günsch hielt einen 
Vortrag über das deutsche Turn- und Sport 
abzeichen. Eine ganze Reihe der Mitglieder 
beabsichtigt, sich im kommenden Sommer dieser 
Leistungsprüfung zu unterziehen. Mit dem 
Training hierfür wird nächstens begonnen. 
sz. Vredstedt, 8. Mai. Schaf durch Blitzschlag 
getötet! Bei dem heftigen Gewitter in der 
Nacht von Mittwoch auf Donnerstag wurde 
dem Bauern Cornelius Sönksen, Bordelumcr 
Siel (Wittbek) ein Schaf vom Blitz erschlagem 
ko. Horsbüll, 9. Mai. Vorsicht beim Trans 
port von ungelöschtem Kalk! Der Bauer I- 
Bruhn-Horsbüll hatte zum Schutze gegen den 
Sturm über seinen mit Kalk beladenen Wagen 
Stroh gedeckt. Wohl durch die Hitze des Kalkes 
entzündete sich das Stroh. Zufällig des We 
ges kommende Personen sahen die Flammen- 
Der an der Chaussee liegende Besitz von Adolf 
Petersen-Süderhaus stand infolge des Ost- 
sturms in großer Gefahr, von den Flammen 
Aus Udtmwesiedb, Hcum&u-U®dcm®c$dm* 
und Umgehend 
ai. Hoheuwestedt, 8. Mai. Das Deutsche Rote 
Kreuz, Vaterländischer Frauenverein, Zweig- 
verein Hoheuwestedt, kann in diesem Monat 
auf ein lOjähriges Bestehen zurückblicken. Er 
hat in dieser Zeit unendlich viel Gutes getan 
und war jederzeit dort, wo es nötig tat. Für 
Sonnabendabend, den 9. Mai, hat er die Ein 
wohnerschaft zu seinem 10jährigen Stiftungs 
fest mit allerlei Darbietungen nach der „Har 
monie" eingeladen. — Die NSKOV., Orts 
gruppe Hoheuwestedt, hat alle Frontsoldaten 
zu einer außerordentlichen Versammlung für 
Sonntagnachmittgg nach der Fernsicht einge 
laden. Sie hat für diese Versammlung einen 
Redner gewonnen. 
s. Hademarscheu, 8. Mai. Ein Zusammenstoß 
ereignete sich am Donnerstag bei der Kreu 
zung von Kaiserstraße und Landweg. Ein 
Kraftwagen aus Kiel befuhr die Kaiserstraße 
in der Richtung Thaden in dem Augenblick, als 
ein Motorradfahrer vom Landweg in die Kai 
serstraße einbog. Letzterer konnte jedenfalls 
nicht rechtzeitig die Biegung bekommen und 
fuhr gegen den Kraftwagen. Während das 
Motorrad beschädigt wurde, konnte der Kraft- 
wagen seine Fahrt fortsetzen. Der Motorrad 
fahrer erlitt geringe Verletzungen und wurde 
von der Sanitätsmannschaft verbunden. 
Junien, 9. Mai. Daukopser der Nation. AR 
morgigen Sonntag ist allen Volksgenossen die 
Gelegenheit gegeben, sich in die Ehrenliste fö* 
die Einzeichnung zum Dankopfer der Nation 
einzutragen. Die Dankopfer-Einzeichnungs- 
liste des Sturmes 8/163, Jnnien, liegt iR 
Sturmlokal Rave von 9—18 Uhr aus. 
98 Jahre alt. Am 10. Mai wird Reimer Har 
beck in Sarlhusen 90 Jahre alt. Gesundheit 
und Geistesfrische sind ihm bis heute in höch 
stem Maße erhalten geblieben. Seine Lebens 
gefährtin verlor er bereits vor 20 Jahren. 
Jetzt betreut ihn seine Schwiegertochter, eine 
Kriegerwitwe. Harbeck dürfte im Amtsbezirk 
Sarlhusen der letzte noch lebende Veteran von 
1870-71 sein. Den Feldzug damals machte er 
mit als Gardist, wurde bei St. Privat ver 
wundet, erlebte aber doch den Einzug in Paris 
mit. Die Erinnerungen an jene Zeit sind bei 
ihm noch sehr frisch. 
M
	        
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