Full text: Newspaper volume (1936, Bd. 2)

Echo der englischen Rückfragen. 
Die englischen Rückfragen. 
Eigener Bericht unserer Berliner Redaktion 
Die Reichsregierung prüft die englischen 
Rückfragen. Eine Zeitangabe, wann diese Prü 
fung beendet sein wird und wann die deutsche 
Antwort nach London geht, ist unmöglich. 
Es kann nur gesagt werden, daß die Prü 
fung der englischen Rückfragen eingehende 
Zeit beansprucht. 
Der Berliner Lokalanzeiger stellt fest, daß 
es sich um ein technisch-diplomatisches Doku 
ment handelt. 
In der Londoner Abendpresse vom Don 
nerstag wird ausgeführt, daß die an Deutsch 
land gegangenen Rückfragen noch nicht die 
Aufnahme von Besprechungen bedeuten. 
Erst nach der deutschen Antwort werde der 
sachliche Meinungsaustausch zwischen London 
und Paris beginnen. Star schreibt, dieser 
Meinungsaustausch werde von der kommen 
den französischen Regierung beeinflußt wer- 
öem 
Vas erste Echo aus Paris. 
läßt, wie nicht anders zu erwarten, nicht ge 
rade auf besondere Zufriedenheit Frankreichs 
mit Form und Inhalt des sogenannten Fra 
gebogens schließen. Wie erinnerlich, hatten 
Rußland und vor allen Dingen Frankreich 
bis unmittelbar vor Abschluß der letzten Fas 
sung eine Formulierung im Pariser Sinne zu 
erreichen versucht. Jetzt zeigt man in Paris 
Enttäuschung darüber, daß London sich den 
Einflüsterungen Flandins bis zu einem ge 
wissen Grade verschlossen hat. Auch bemängelt 
man eine angebliche Unklarheit zahlreicher 
Fragen und glaubt schon jetzt besorgen zu 
müssen, daß England sich unter Umständen 
wieder mehr oder weniger in eine „splendid 
isolation" zurückzieht, was nach Pariser An 
sicht Europa einer zunehmend starken Beein 
flussung durch Deutschland aussetzen würde, 
oder daß der Viermächtepakt wieder mehr in 
den Vordergrund tritt, den Frankreich be 
kanntlich seinerzeit als störend in seiner 
Hegemoniepolitik empfand. 
Auch Frankreich und Belgien 
von de» englischen Rückfragen unterrichtet. 
DNB. London, 8. Mai. Die englischen Rück 
fragen an Deutschland sind nunmehr auch den 
Regierungen Frankreichs und Belgiens durch 
ihre Botschafter mitgeteilt worden. 
(Schluß aus der vorigen Nummer.) 
9. Ich gehe nunmehr zu anderen Dingen 
über. Die Denkschrift vom 31. März erwähnt 
im Abschnitt 22, 13 „Den Abschluß eines Luft- 
paktes als Ergänzung und Verstärkung dieser 
westeuropäischen Sicherheitsabmachungen". 
Im Frühjahr 1935 glaubte man, die deutsche 
Regierung vertrete die Ansicht, daß die Ver 
handlungen über einen Luftpakt nicht durch 
den Versuch erschwert werden sollten, gleich 
zeitig ein Abkommen zur Begrenzung der 
Luftstreitkräfte abzuschließen. Seitdem scheint 
sich eine etwas widerspruchsvolle Lage er 
geben zu haben. In der Neichstagssitzung vom 
21. Mai 1935 erwähnte Herr Hitler die 
Möglichkeit eines Abkommens zur Begren 
zung der Luftwaffe auf der Grundlage einer 
Parität der Großmächte im Westen, unter der 
Voraussetzung, wie wir annahmen, daß die 
Entwicklung der Luftwaffe Sowjetrußlands 
keine Aenderung nötig machen wird. Die 
Rede des Herrn Reichskanzlers vom 21. Mai 
1935 wurde nach der Unterzeichnung des 
sranzösisch-sowjetrussischen Vertrages gehal 
ten, und doch teilte er Ew. Exzellenz im De 
zember 1935 mit, daß dieser Vertrag eine Be 
grenzung der Luftwaffe unmöglich gemacht 
habe. Eine Entscheidung, die Dahin ginge, eine 
regionale Begrenzung der Luftstreitkräfte 
nicht gleichzeitig mit dem Abschluß eines Luft 
paktes im Westen zu versuchen, würde von Sr. 
Majestät Regierung sehr bedauert werden. 
Die in Abschnitt 2 der deutschen Denkschrift 
enthaltene Erklärung, daß die Ergebnisse des 
unlängst auf dem engeren Gebiet der See 
rüstung abgeschlossenen Vertrages die deutsche 
Regierung beeindruckt haben, ermutigt Sr. 
Majistät Regierung zu der Hoffnung, daß die 
deutsche Regierung ihr in diesem Punkte bei 
pflichten wird. 
10. Sr. Majestät Regierung begrüßt es, daß 
die deutsche Regierung in der Denkschrift vom 
31. März, Abschnitt 22, 10 und 14, den Ab 
schluß von Nichtangriffspakten zwischen 
Deutschland einerseits und Frankreich, Belgien 
und möglicherweise Holland andererseits vor 
schlägt. Sr. Majestät Regierung nimmt Kennt 
nis davon, daß die deutsche Regierung damit 
einverständen ist, daß diese Pakte von Garan 
tieverträgen begleitet werden. Die genaue 
Fassung dieser Verträge muß den Verhand 
lungen über die Einzelheiten vorbehalten 
bleiben. 
Sr. Majestät Regierung nimmt auch Kennt 
nis von dem in Abschnitt 22, 17 gemachten 
Vorschlage von Nichtangriffsverträgen zwi 
schen Deutschland und den an der deutschen 
Südost- und Nordostgrenze gelegenen Staaten. 
Sr. Majestät Regierung erlaubt sich, an die 
allgemeine Grundlinie für solche Verträge zu 
erinnern, wie sie von Freiherrn v. Neurath 
am 26. März 1935 in Berlin Sir John Simon 
dargelegt worden ist. Sie würde es begrüßen, 
zu erfahren, ob nach Ansicht der deutschen Re 
gierung die erwähnten Pakte sich im allge 
meinen an diese Grundlinie halten sollen, und 
ob sie damit einverstanden ist, daß diese Pakte 
ebenfalls durch Abmachungen über gegen 
seitige Unterstützung garantiert werden 
können. 
Die Erklärung, die die deutsche Regierung 
hinsichtlich der Bereitschaft Deutschlands zum 
Wiedereintritt in den Völkerbund abzugeben 
in der Lage war, ermöglicht der Regierung 
Sr. Majestät die Annahme, daß die Frage der 
Uebereinstimmung der vorgeschlagenen Nicht 
angriffspakte mit den Verpflichtungen als 
Völkerbunösmitglieder keinen Anlaß zu 
Schwierigkeiten bieten wird, und daß die 
Durchführung dieser Verträge sich im Rah 
men der Völkerbunössatzung vollziehen wird. 
Noch zwei weitere Punkte erfordern Auf 
merksamkeit. Der erste betrifft die Bedeutung 
der Worte „Staaten an Deutschlands Süöost- 
und Noröosthrenze". Die Regierung Sr. 
Majestät kann sich dem Eindruck nicht ver 
schließen, daß die allgemeine Regelung sehr 
erheblich erleichtert werden würde, wenn es 
der deutschen Regierung möglich wäre, diese 
Worte so auszulegen, daß sie neben den un 
mittelbar an Deutschland angrenzenden 
Staaten mindestens auch die Sowjetunion, 
Lettland und Estland einschließen. 
Sr. Majestät Regierung gestattet sich, in 
diesem Zusammenhang daran zu erinnern, 
daß die deutsche Regierung sich in ihrer Denk 
schrift vom 26. März 1935 bereiterklärt hat, 
mit „an den osteuropäischen Fragen interes 
sierten Mächten" Nichtangriffspakte zu 
schließen. 
Der zweite Punkt betrifft Nichteinmischung 
in die Angelegenheiten anderer Staaten im 
Gegensatz zum Nichtangriff. Sr. Majestät 
Regierung erinnert sich mit Befriedigung der 
Erklärung des Herrn Reichskanzlers im 
Reichstag am 21. Mai 1936, daß die deutsche 
Regierung „jederzeit bereit sei, einer inter 
nationalen Vereinbarung zuzustimmen, die in 
einer wirksamen Weise alle Versuche einer 
Einmischung von außen in andere Staaten 
unterbindet und unmöglich macht". 
11. Im Absatz 22, 19 „schlägt Deutschland 
vor, ein internationales Schiedsgericht zu bil 
den, das für die Einhaltung dieses Vertrags 
werkes zuständig sein soll". Vermutlich sind 
hiermit die in Abschnitt 22, 9 — 10 — 11 — 12 
— 13 — 14 und 17 erwähnten Vereinbarungen 
gemeint. Es wäre wünschenswert zu er 
fahren, welches ganz allgemein die Aufgaben 
und die Zusammensetzung des vorgeschlagenen 
Schiedsgerichtes sein sollen und in welcher 
Beziehung seine Aufgaben zu denen des 
Völkerbunösrates und des Ständigen Inter 
nationalen Gerichtshofes stehen sollen. 
Angesichts der Ankündigung von Deutsch 
lands Bereitschaft zur Rückkehr in den Völker 
bund wird die deutsche Regierung gewiß be 
reit sein, anzugeben, wie ihre künftige Ein 
stellung gegenüber dem Ständigen Inter 
nationalen Gerichtshof sein wird (besonders 
in bezug auf die Fakultativklausel), und 
gegenüber den verschiedenen Bestimmungen 
über Schiedsgerichtsbarkeit, Schlichtungsver 
fahren oder gerichtliche Regelung, die in Ver 
trägen enthalten sind, an denen Deutschland 
beteiligt ist. 
12. Ich bitte Ew. Exzellenz, wenn Sie mit 
dem Herrn Reichskanzler sprechen, die in die 
ser Weisung aufgeworfenen Fragen mit ihm 
zu erörtern und ihm einen Abdruck davon zu 
übergeben. Ew. Exzellenz wollen dabei be 
merken, daß diese Ausführungen nicht er 
schöpfend sind. Es liegen noch andere Fragen 
vor, die zu einem späteren Zeitpunkt zur 
Sprache gebracht werden müssen,' und bevor 
Deutschlands Rückkehr in den Völkerbund zur 
Erörterung kommt, wird die deutsche Regie 
rung es gewiß auch für wünschenswert halten, 
die Worte „Trennung des Völkerbunds 
statutes von seiner Versailler Grundlage" in 
Abschnitt 22, 18 näher zu erläutern. Für den 
Augenblick hält Sr. Majestät Regierung es 
für besser, nur die Punkte zu behandeln, die 
unbedingt geklärt werden müssen, bevor die 
allgemeinen Verhandlungen eröffnet werden, 
die sie, wie oben dargelegt worden ist, auf 
richtig zu fördern wünscht. 
Was sonst noch in -er Politik 
Himmler über die Erziehung 
des SZ.'Nachwuchses. 
^Zu dem Lehrgang der weltanschaulichen 
Schulungsleiter der HI., der gegenwärtig in 
der Reichsführerschule der HI. in Potsdam 
durchgeführt wird, sprach am Donnerstag der 
Reichsführer SS., Himmler. In zwei Vor 
trägen behandelte er besonders die Fragen 
des Nachwuchses für die Schutz-Staffeln. Er 
führte dabei u. a. aus: 
„Die Anforderungen, besonders auf sport 
lichem Gebiete, sind in den ersten fünf Jah 
ren hoch. Gleichzeitig werden beste Leistungen 
in seinem Berus gefordert. Es kommt hinzu 
der Unterricht im Heiratsbefehl der SS. und 
die Erziehung zu einem ganz bestimmten 
Schönheitsideal und Typ. Nach dem 25. Le 
bensjahr wird der SS.-Mann weniger durch 
den Dienst in Anspruch genommen, um ihm 
Gelegenheit zu geben, eine Familie zu grün 
den." 
Ueber das Führerkorps der SS. sagte der 
Reichsführer, daß die Laufbahn des Führer 
anwärters in der Verfügungstruppe beginne 
und durch alle Dienstzweige der SS. führe. 
Irgendein Vorrecht der Geburt gebe es nicht. 
Die gesamte SS. werde sich aus dem ganzen 
Volk ergänzen. 
* * * 
Französische §à!en 
singen hie Inlernalionale. 
Beim Aufenthalt eines Zuges, der bereits 
angetrunkene Reservisten nach einem Trup 
penübungsplatz bringen sollte, kam es zum 
Absingen der Internationale. Mit erhobener, 
geballter Faust, dem Zeichen der Volksfront, 
riefen sie: „Hoch lebe die Volksfront! Wir 
wollen überall Sowjets!" Mit einem Unter 
offizier eines Kolonialregiments, der sie zur 
Ruhe bringen wollte, kam es zu Zusammen 
stößen. Bei der Weiterfahrt zogen die Reser 
visten, die aus Paris stammten, zweimal die 
Notbremse. 
* à « 
Lemafsnung der britischen Vostdampfer. 
DNB. London, 9. Mai. (Eig. Funkmeldg.) 
In einem am Freitag veröffentlichten Weiß 
buch, das die Vereinbarung zwischen dem 
Postministerium und der Cunarö-White-Star- 
Line enthält, finden sich interessante Einzel 
heiten über die zukünftige Bewaffnung der 
britischen Postdampfer. Es ist vorgesehen, daß 
diese Dampfer, die hauptsächlich den Postver 
kehr zwischen Southampton und Newyork 
durchführen, je nach Größe mehrere 15,24 Ztm. 
Schnellfeuergeschütze haben werden, die auf 
Kosten der Admiralität auf den Dampfern 
hängig seien und die Weisungen Moskaus 
zwecks Irreführung der Volksmasseu befolg 
ten. Wegen dieser Behauptung wurde von den 
Kommunisten vor einem Athener Gericht ge 
gen die Zeitung Klage erhoben. 
Die kommunistischen Kläger waren zur Ver 
handlung mit drei Rechtsanwälten und acht 
Zeugen erschienen, während die beklagte Zei 
tung sich durch einen Anwalt vertreten ließ 
und einen Zeugen stellte. 
Das Gericht sprach die Zeitung „Hestia" mit 
der Begründung frei, es sei aus Grund der 
Zeugenaussagen erwiesen, daß die Kommuni 
sten mit fremdem Geld zum Sturz der gesetz 
lichen Regierung aufwiegelten. Die Kläger 
wurden zur Tragung der Kosten verurteilt. 
~ ^ V 
Streit um Fischgründc. 
Französisch-irischer Zusammenstoß. 
DNB. Dublin, 7. Mai. In den Gewässern 
des irischen Freistaates ist es innerhalb von 
acht Wochen jetzt zum zweiten Male zu ei 
nem Zusammenstoß zwischen Küstenwachen 
und französischen Fischdampfern gekommen, 
die innerhalb der verbotenen Dreimeilen 
grenze ihre Netze ausgeworfen hatten. Nach 
dem zwei französische Fischereifahrzeuge auf 
der Höhe von Blacksod die Warnungssignale 
unbeachtet gelassen hatten, wurden sie von 
Booten der Küstenwache verfolgt. Es kaur 
etwa 20 Meilen von der Küste entfernt zu 
einem Kugelwechsel, der die Franzosen ver» 
anlaßte, ihren Kurs zu ändern. 
* * * 
Der Prozeß Andre 
DNB. Hamburg, 8. Mai. Die Vernehmung 
von Zeugen leitete den vierten Verhandlungs 
tag im Andre-Prozeß vor dem Strafsenat des 
Hanseatischen Oberlanöesgerichts ein. Frau 
Berg, mit der Andre seit dem Jahre 1928 zu- 
sammengelebt hat, bekundet als Zeugin, daß 
Andre ihr Verlobter sei. Frau Berg war seit 
dem Jahre 1923 Mitglied der KPD. Sie gibt 
an, sie hätten sich über ihre Parteiarbeit nit 
unterhalten. Im Oktober 1933 wurde Frau 
Berg ebenfalls festgenommen. In ihrer Woh 
nung war in der Toilette unter dem Fuß 
boden ein Waffenlager gefunden worden, des 
sen Besitzer ein von der Polizei gesuchter 
Kommunist war, der bei Frau Berg wohnte. 
Der Zeuge Bartel ist nach dem Verbot des 
RFB. von Andrs als Gaukassierer bestimmt 
worden. Andrä wurden durch den Zeugen aus 
Anweisung aus Berlin monatlich 100 Marl 
Entschädigung ausgezahlt, über die Anörl 
auch quittierte. 
I« Wenigen Zeilen 
Anordnung Reichsministers Rust 
für den Muttertag. 
DNB. Berlin, 8. Mai. Für den öiesjähri« 
gen Muttertag hat Reichsminister Rust folgen- 
des angeordnet: Der diesjährige Muttertag 
findet am 10. Mai statt. Er ist in der üblichen 
Weise wie in der» früheren Jahren zu feiern. 
Das Deutsche Frauenwerk hat gebeten, die von 
den Schülerinnen gefertigten Kleidungsstücke 
usw. gesammelt den Gauarbeitsgemeinschaften 
zur Mütterschulung wie im Vorjahre zuzu-< 
leiten. 
* * * 
Der italienische Landwirtschaftsministei 
Rossoni wurde mit seiner Begleitung am 
Freitagmittag im Großen Sitzungssaal des 
Rathauses von Oberbürgermeister Fiehler im 
Namen der Stadtverwaltung der Hauptstadt 
der Bewegung empfangen. 
Der Reichskriegsminister hat verfügt, daß 
die ständige Ehrenwache an der Gruft Hinden- 
burgs im Tannenberg-Nationalöenkmal in 
Zukunft am 21. April (Tag der Luftwaffe) 
durch Soldaten der Luftwaffe und am 31. Mai 
(Skagerrak-Tag) durch Soldaten der Kriegs 
marine gestellt wird. 
Oberbürgermeister Kotzias, Athen, hat beim 
Verlassen Deutschlands dem Führer in einem 
herzlichen Telegramm für die unvergeßlichen 
Erlebnisse in Deutschland gedankt. 
Früherer dänischer Minister gestorben. 
DNB. Kopenhagen, 7. Mai. Der frühere 
sozialdemokratische Kirchenminister Peter Dahl 
ist am Donnerstag in Kopenhagen im Alter 
von 66 Jahren gestorben. Er bekleidete das 
Amt des Kirchenministers bis zu der im 
Herbst vorigen Jahres erfolgten Umbildung 
der dänischen Regierung. 
Paris. Am Donnerstagvormittag ist in Pa 
ris der Ministerrat zusammengetreten. Außen 
minister Flandin nahm wegen Erkrankung 
nicht teil, so daß außenpolitische Fragen nicht 
erörtert wurden. 
Die Spielbank von Monte Carlo weist am 
Ende ihres Geschäftsjahres einen Verlust von 
672 000 Mark auf. Man führt dies auf das 
Ausbleiben englischer Riviera-Reisender und 
die politischen Schwierigkeiten in Europa zu- 
riick. 
Der Arbeitsdienst anf der Wartburg 
eingebaut werden sollen. 
kommunistische Umsturzarbeit 
im öolde Moskaus. 
Feststellung eines griechischen Gerichts. 
DNB. Athen, 7. Mai. Die Abendzeitung 
„Hestia" hat die Behauptung aufgestellt, daß 
die Kommunisten von Moskau finanziell ab- 
DNB. Eisenach, 8. Mai. Die Stadt Eisenach 
steht augenblicklich im Zeichen des Reichs 
arbeitsdienstes. Wie allejährlich findet auch in 
diesem Frühjahr auf der Wartburg die Ta 
gung der Amtschefs der Reichsleitung des 
Arbeitsdienstes und der Arbeitsgauführer 
mit ihren engsten Mitarbeitern unter dem 
Vorsitz des Reichsarbeitsführers Hierl statt. 
Wie bei allen diesen Zusammenkünften liegt 
der Zweck auch dieser Tagung darin, in ge 
meinsamer Beratung der großen Aufgaben 
des Arbeitsdienstes, die Anordnungen und 
Entscheidungen des Reichsarbeitsführers in 
Angriff zu nehmen. 
Am Donnerstag begann nach einer kurzen 
Fahrt durch die mit den Fahnen des Reiches 
und des Arbeitsdienstes festlich geschmückte 
Stadt Eisenach die Tagung auf der Wartburg. 
Vom Turm der Burg grüßten die Fahnen 
des nationalsozialistischen Deutschlands den 
Reichsarbeitsführer und seine Arbeitsdienst 
führer. 
Die Tagung wurde eingeleitet durch eine 
würdige Morgenfeier im historischen Burgsaal 
der Wartburg. Der zuständige Gauarbeitsfüh 
rer, Generalarbeitsführer Schmückte, begrüßte 
den Reichsarbeitsführer und seine Kameraden. 
Er erinnerte an den schweren Kamps, den 
Reichsarbeitsführer Hierl für den Arbeits 
dienst geführt hat. 
Generalarbeitsführer Schmückte dankte dem 
Schöpfer und Gründer des Arbeitsdienstes für 
sein kompromißloses Handeln und zielbewuß 
tes Schaffen und gelobte dem Reichsarbeits- 
führer Hierl im Namen aller seiner Kamera 
den, daß jeder mit unbeugsamer Treue in der 
auf den Führer verschworenen Gemeinschaft 
seine Pflicht erfüllen werde. 
Zum ersten Male nahmen auch die Führe 
rinnen des Frauenarbeitsöienstes, die aw 
1. April 1936 unter der unmittelbaren Füh 
rung des Reichsarbeitsführers in den staat 
lichen Reichsarbeitsdienst eingegliedert wur 
den, in einer Sonderbesprechung an der Ta 
gung der Gauführer teil, auf der der ReichS- 
arbeitsführer ebenfalls zu grundsätzlichen 
Ausführungen das Wort nahm. 
Am Freitagabend fand zu Ehren des Reichs- 
arbcitsführers eine Festvorstellung im Stadt 
theater Eisenach statt, und am Sonnabend wird 
ein öffentlicher Abschluß der Tagung durch 
einen Vorbeimarsch und großen Zapfenstreich 
des Reichsarbeitsöienstes stattfinden. 
Die Tagung auf der Wartburg zeugte wie 
der von dem entschlossenen Willen des Reichs 
arbeitsdienstes, als nationalsozialistische Or 
ganisation unter der festen Leitung des Reichs- 
arbeitsführers seine harte Arbeit als selbst 
gewählte Pflicht gegenüber Adolf Hitler und 
dem gesamten deutschen Volk restlos zu erfül 
len. 
Die Stadt Eisenach hat den Arbeitsdienst 
während der Tagung kameradschaftlich aufge 
nommen und damit erneut die für sie sprich 
wörtliche Gastfreundschaft unter Beweis ge 
stellt.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.