Ņuch eine englische Journalistik fliegt mit.
?ln der ersten Nordamerikafahrt des Luftschif-
,,Hindenburg" nimmt auch die bekannte
-ņglische Journalistin Ladn Drummond Hay
M.. Wie sie vor dem Mikrophon erklärte, er-
^fft sie von dieser Reise außerordentlich viel
neue und interessante Eindrücke.
(Pressephoto, K.)
Zum Lpfcrtag für die Jugendherbergen,
^as Abzeichen für den 16. und 17. Mai, dem
Opfcrtag für die Jugendherbergen.
(Weltbild. K.)
Der deutschen Mutter.
Zum Muttertag am Itt. Mai.
(Presse-Photo, K.)
Allerlei sms aller Welt
Ein Fisch auf Bäume».
In Siam findet man sehr häufig eine Art
Kletterfisch, den sogenannten Anabas, der zur
Familie der Labyrinthfische gehört. Diese
Fische sind durch eine besondere Anlage der
Kiemen in der Lage, auch außerhalb des
Wassers atmosphärische Luft aufzunehmen
der Anabas verläßt das Wasser und kann sich
auf dem Lande fortbewegen. Er vermag sogar
mit Hilfe der Dornen am Kiemendeckel Bäume
zu erklettern. Eine weitere Eigentümlichkeit
dieses Fisches ist, daß er bei eintretender
Dürr sich zu längerem Sommerschlaf in den
Schlamm einwühlt, ohne der Gefahr des Er
stickens ausgesetzt zu sein.
Milben fresse» Schlangen.
Im Zoo von San Diego hat man beobachtet,
daß eine gewisse Milbenart Schlangen heim
sucht und innerhalb weniger Tage tötet. Alle
Schlangenarten bis zur gefährlichsten Klapper
schlange werden betroffen.
Tie Haarsträhne als Tranring.
In China wechselt man bei Verlobungen
nicht Ringe, sondern Haarsträhnen. Aus dieser
Sitte heraus führt die erste Frau des Chine
sen, die Hauptfrau, den Namen Haarfrau.
Zentralheizung aus dem 11. Jahrhundert.
Mit vieler Mühe hat man der Tiefe und der
Vergessenheit die Geheimnisse der alten Stadt
Suvar im Tartaren-Gebiet entrissen. Die
größte Ueberraschung bot der alte Palast der
Khans. Er stammt aus dem 11. Jahrhundert,
enthielt nicht nur prachtvolle Badezimmer,
sondern auch eine Zentralheizung, die nach
dem System der Warmwasserheizung nach ganz
modernen Prinzipien konstruiert ivar.
' Man muß annehmen, daß römische oder
griechische Zentralheizungs-Spezialisten da
mals die ganze Welt bereisten und gegen ent
sprechende Bezahlung diese Bauwunder in den
Palästen konstruierten.
Der 1. Mai in ï)îto de Janeiro.
Die deutsche Kolonie in Rio de Janeiro feierte
zum dritten Male auf dem Platz dcö Deutschen
Turn- und Sportvereins den Nationalen Fei
ertag des deutschen Volkes. Ein besonderes
Erlebnis war den Festteilnehmern das über
raschende Erscheinen des LZ. 127 „Graf Zep
pelin", der mit große,» Jubel begrüßt wurde.
(Scherl Bilderdienst, K.)
§rauke Stiefel-Hohn (Wenn Du in Hamdorf
Lohntest, würde ich bei Gelegenheit Dir mal
M Hand geben. Aber in Hohn bin ich seit Iah-
şch nicht mehr gewesen.);Hans Schroder-llm-
^itungsdeich (Ich kann mir denken, wie Ihr
^rgnügt seid, daß die Ueberschwemmungen so
M wie ganz aufgehört haben. Der Weise des
^lltertums hat an sich wohl recht, wenn er sagt:
»Das Beste ist Wasser." Aber „Dat Gode
'"nn ak toveel warrn." see de Buur. do full
ssņ'n Fader Mist op'n Liev.); Helene Bornhöft-
vvhenwestedt (Sieh Dir mal das Schild der
Straße an, in der Du wohnst. Helene, und
^erke Dir die Schreibweise. Mich hast Du auch
^getauft in Kiekuk. Fehlt also nicht viel am
Kuckuck.): Else Kühl-Büdelsdorf (Nett, daß
^eîne Eltern Dir „Kinderland" nach Schles
wig nachschickten. Else. So brauchtest Du nicht
Auszusetzen. Hat Dir gewiß fein gefallen in
Schleswig.); Irmgard Thöming-Hohn (Wie
Mßte das kleine Küken sich bloß mit dem gro-
Osterei abtasen! Hoffentlich hat es Dir hin
fahren.); Anneliese Walter» Bergenhusen
iJa. es ist eine reine Freude, jetzt im Garten
^ arbeiten und die junge Vegetation zu beob
achten. Ihr in Stapelholm sagt ja auch„Schink
^ Schinken, und so wird aus Möschen (Wald
meister) bei Euch eben auch „Mösch". „Mösch"
^deutet bei uns in Holstein sonst Tante.);
öerta Runge-Keitum a. Sylt (Ich nehme Dei-
M guten Willen für die Tat und wünsche
şiir. daß Dir die Ostereier sein geschmeckt
laben. Ich bin auch zu meinem Recht gekom
men. Wir Städter leiden keine Not mehr; alles
.ş jvieder zu haben, auch Butter und Schweine-
üMch. Zu Deinem seinen Osterzeugnis kannst
J-u Dich wirklich freuen.); Annemarie Iakobs-
j^antrum (Soll ich mal raten, wieviel Eier
jssU zu Ostern verdrückt hast? Na. sagen wir
M'al — drei.); Paula Kaddatz-Hohn (Das war
r Uhr kurz ab. Ich habe mich aber doch gefreut.
M Du wieder mitmachtest.); Kathrine Bruhn-
şiftenberg (Wenn Du gar keine Geschwister
Mt. bestelle Dir nur einen kleinen Bruder
Ļ>M Klapperstorch, der ja wieder da ist. Wer
àrst bestellt, wird zuerst bedient.); Else Sie-
ers-Elsdorf (Es ist bestimmt nicht so gemeint.
M) Ihr Euch selber Geschichten ausdenken
Aber ich sehe gerne, daß Ihr Selbst-
Flebtes, was allgemein interessieren kann.
Ichlichk und klar zu Papier bringt und es dann
M^ņdet.); Anneliese Danullis-Schachterbusch
(un wird der Schachterbusch auch wohl endlich
grün.); Rita Tschierschke-Büdelsdorf
können Du und Else die Nüsse ja schön ge-
M)"sam knacken.); Marianne Reimer-Schüll-
(Hast wohl keine Zeit gchabt vor lauter
Ostereier suchen. Nicht mal einen Ostergruß
hast Du mitgeschickt.);
auch ehrlich verdient. Versetzt? Natürlich —
brauche wohl wirklich nicht danach zu fragen.
Helene Pahl-Hanerau (Ja. der Appetit kommt
beim Essen. Helene. Die Wörter Eros und Ossa
sind unseren kleinen Kinderlandlesern nicht ge-
läufig. Also Papierkorb.); jemand aus Hohn
(der Schrift nach ein Mädchen), der erzählt,
daß sie elf Geschwister gewesen sind u. im Gar
ten bereits Kartoffeln gelegt u. Kleinsaat ge
sät haben.); Hanna Delfs Steenfeld-Troßen-
bürg (Eine kleine Deern von 10 Jahren, die
sich so nett vorstellt wie du, ist in unserem Krei
se herzlich willkommen.); Klaus und Hans Rök-
kendorf-Hohenheide b.Elsdorf(Jch dachte, Ihr
schicktetwohleine kleine Geschichte, und nun war
es die nette Nachzeichnung von Hans. Auch b i
den Lösungen habt Ihr Euch rechtMühe gege
ben. das mag ich leiden.)
Manche von Euch haben mir die Einzelnoten
Ihres Osterzeugnisses mitgeteilt. Daß es nur
die taten, die gut gefahren sind, halte ich für
natürlich. Bei verhältnismäßig vielen findet
sich in der stattlichen Reihe der Einsen und
Zweien eine Drei oder gar eine Vier im Sin
gen. Das müßt Ihr nicht so tragisch nehmen,
denn Singen ist ursprünglich Begabung, und
wer's von Haus aus nicht kann, lernt's eben
auch nicht. Nett natürlich, wer's kann. Bei mir
ist's damit leider auch nicht weit her. aber es
reichte gerade für den Hausgebrauch, das
heißt, ich konnte meine Kinder in den Schlaf
singen, als sie klein waren. Und das war auch
man gut. Denn meine Frau kann überhanpt
nicht singen, sie kann nur summen. Ich foppte
sie oft und sagte:„Christine. Du hast nur einen
Ton. und der ist auch noch falsch." Das mochte
sie natürlich nicht hören, aber ich habe sie dann
damit getröstet, sie wisse den rechten Ton. wenn
auch nichtbeim Singen, so doch sonst im Leben
zu treffen und habe da auch das rechte Gefühl
für den richtigen Takt, und das sei die Haupt
sache. Und wenn man das mit Recht auch von
Euch sagen kann, dann dürft Ihr wohl zufrie
den sein, und wenn Ihr gar eine dicke Fünffür
Singen im Zeugnis habt.
Für Eure lieben Wünsche zum Osterfeste
sage ich Euch insgesamt herzlichen Dank.
Euer getreuer
Onkel Jakob.
Nr. 8
1986
12. Jahrgang
Rendsburg, 9. Mai
12. Jahrgang
Wortdeutung.
Lehrerin: „Anonym heißt: ohne Name.
Saget nun irgendeinen Satz, woraus ich
ersehe, daß ihr begriffen habt."
Kleiner Schüler: „Unser neues Kind ist
MUMM,"
Mutter
„Mutter", schallt es immer fort
und fast ohne Pause,
„Mutter" hier und „Mutter" dort
in dem ganzen Hause.
Ueberall zugleich zu sein,
ist ihr nicht gegeben,
sonst wohl hätte sie, ich mein',
ein bequemer Leben.
Jedes ruft, und auf der Stell
will sein Recht es kriegen,
und sie kann doch nicht so schnell
wie die Schwalben fliegen.
Ich fürwahr bewundre sie,
daß sie noch kann lachen,
was allein hat sie für Müh',
alle satt zu machen.
Kann nicht einen Augenblick
sich zu ruhn erlauben;
und das hält sie gar für Glück!
Sollte man es glauben?
Johannes Trojan.
■fr
Me Geburt eines Trauer
mantels
Sommer war's. Ueber den Feldern lag
das Lied vom seligen Reisen; auf den Wie
sen Handen Wucherblumen in weiten Flä
chen und Disteln dazwischen mit roter
Köpfen.
Tiefglücklich schaute die jungschlanke Birke
an der Grenzscheide in den Sommermorgen,
nickte dem Grase zu und freute sich über die
Tautröpfchen, die schimmernd an den Sten
geln schaukelten.
„Es ist doch wunderbar, all die vieler
Farben der Blumen im Spiegel der som
merfestlichen Stunde", und Erle und Weide
gaben der Birke recht. — Da kam es leise
herangeflattert. Ein Trauermantel war es.
Setzte sich still an einen kleinen Zweig und
tat so, als wäre er gar nicht da.
„Die Birke hat es vielleicht nicht gern,
wenn ich sie unangemeldet besuche." Und
während er das dachte, leimte er kleine
Schmetterlingseier an den Zweig, wohl 50
bis 100 an der Zahl, sah noch einmal nach
seiner Arbeit und flog befriedigt zur Wiese
hinab.
Wieder wurde es Morgen und noch ein
mal, da entstand Leben in dem Gipfel der
Birke, da krochen aus dem Häuflein Eiei
viele schwarze Raupen aus, klein und un
scheinbar, aber doch flinke und muntere
Dingerchen. Weil es ihnen so gut in der
Welt gefiel, kletterten sie behende an das
, nächKe Won-, setzten sich cm den Rand des
selben und iiugerr zu fressen an. Fräßen vom
frühen Morgen bis zum späten Abend und
machten sich sonst weiter keine Gedanken.