Full text: Newspaper volume (1936, Bd. 2)

airri 
leu* 
csche 
y. 
ev. 
üt- 
ein 
nn- 
lus 
ind 
nze 
KstSmtWM Md -yLTstmgmutg W KeMzWeU 
Im Rahmen öer örtlichen Stammbullenschauen 
und -Versteigerungen hielt der Verband Rotbunte 
Schleswig-Holsteiner am 7. 8. 36 seine letzte Ver 
anstaltung dieser Art in Kellinghusen ab. Angemel 
det waren für die Schau 86 Bullen aus den Kreisen 
Steinburg, Segeberg, Stormarn, Plön und Rends 
burg. Wegen eines Seuchenfalles wurde der Kreis 
Segeberg nicht freigegeben für die Beschickung. Da 
durch fielen die aus diesem Kreise gemeldeten 18 
Bullen aus, darunter neben anderen wertvollen 
Bullen auch öer gut veranlagte Jungbulle Urambo 
81288, Bes. Stierh.-Gen. Wicmersdorf, aus der im 
Vorjahr für Hamburg gemeldeten hervorragenden 
Leistungskuh Lena 68 933, die bisher im 8jährigen 
Durchschnitt 6812 Kg. Milch mit 3,5 Proz. und 243 
Kg. Fett lieferte. 
Die Schau war aus allen Teilen des Verbands 
gebietes und auch von auswärts — zu Stuöien- 
zwecken hatte sich auch ein Interessent aus Argen 
tinien eingestellt — gut besucht und nahm einen 
guten Verlauf. Das gezeigte Material war gut, 
typisch und ausgeglichen. In der Verstärkung des 
Fundaments waren gegenüber den Vorjahren un 
verkennbare Fortschritte festzustellen. 
In der Klasse über 4 Jahre alt mußte der alte, 
unverwüstliche Ostermann 16 731, Bes. W. Dreck- 
Mann-Rohlfshagen, sich von dem zum ersten Male 
in dieser Klasse konkurrierenden Schenk 11 827 auf 
den 2. Platz verweisen lassen. Schenk ist formenschön, 
tief in Brust und Flanke, gepackt und gut bemus- 
kelt und steht gut auf den Beinen. Bei aller Wucht 
ist er edel und steht im ausgesprochenen Typ des 
Zweinutzungsrindes. Schenk wurde auch der Sie- 
gerpreisals bestem Bullen öer Schau zugesprochen. 
Im letzten Winter ist Schenk von der Gutsverw. 
Breitenburg erworben worden. Als Kumpan-9724- 
Enkel findet Schenk in dieser Herde besten Blutan- 
ichlutz und wird sich hervorragend auswirken 
können. 
In Klaffe 2 wurden 6 gute, typische, rumpfige 
Bullen gezeigt, von denen 4 prämiiert wurden. Die 
4 Bullen waren unter sich ziemlich gleichwertig. 
Obenan gestellt wurde Schnitzer 11679, Bes. H. 
Ģloyer-Sude. Schnitzer hat sich von Jahr zu Jahr 
öebessert, ist fest und geschlossen, gut bemuskclt und 
bat gutes Fundament. Die beiden Großmütter sind 
ins Auslese-Stammbuch eingetragen und haben 
Durchschnittsleistungen von 26—31 mit 4857 Kg. 
Ņļilch, 3,51 Proz. und 171 Kg. Fett. bzw. von 27—34 
wit 5113 Kg. Milch, 3,63 Proz. und 186 Kg. Fett, 
Schnitzer erhielt im Leistungsmettbewerb einen 
2 - Preis. 
Klaffe 3 ist in früheren Jahren schon ausgegli 
chener gewesen. Verschiedene Bullen dieser Klasse 
N'aren schlecht herausgebracht. Von 14 vorgeführten 
Bullen konnten 6 mit Preisen ausgezeichnet werden, 
"en 1a-Prcis erhielt „Turmfalk 11 967" der Stierh.- 
Ģeu. Fitzbek, trotzdem er nicht im besten Futterzu- 
Üande war. Der Bulle ist sehr fest in der Linie, 
W eine ausgezeichnete Vorhand, hat guten Schluß 
und steht aus starkem, sehr gut gestelltem Funda 
ment. Ueber seinen, in der Klasse 1 mit dem 3. Preis 
ausgezeichneten Vater Roterturm 11436 ist er ein 
Enkel des Leistungsvcrerbers Mauritius 10 398. 
Die Mutter hat eine 4jährige Durchschnittsleistung 
von 3829 Kg. Milch mit 3,76 Proz. und 144 Kg. Fett. 
Die letztjährige Jahresleistung mit 6025 Kg. Milch, 
3,72 Proz. und 187 Kg. Fett zeigt, daß das Leistungs 
vermögen der Kuh bis dahin ungenügend ausge 
nutzt worden ist. — Dicht auf folgte mit dem 1b- 
Preis Türmer 11897, Bes. W. Dreckmaun-Rohlss- 
hagen. In der Form stand Türmer dem Turmfalk 
kaum nach, im Becken etwas überlegen, ideal in öer 
Bekeulung, zeigte er aber eine gewisse Schwäche in 
den Fesseln. Türmer ist ein Pikett -11067-Sohn aus 
einer Enkelin der bewährten Dauerleistungskuh 
Clara 33 329 j8jähriger Durchschnitt 6047 Kg. Milch 
mit 3,49 Proz. und 211 Kg. Fett», die selbst und mit 
ihren Töchtern und Enkelinnen schon mehrfach gute 
Bereröer geliefert hat. Der an 4. Stelle stehende 
Treffer 11955, Bes. H. Gripp-Oeschebüttel, war 
ebenfalls ein Pikett-Sohn aus einer Clara-Enkelin. 
Leider war er mit viel Leib und in ungenügendem 
Futterzustand sehr ungünstig herausgebracht, so daß 
seine hervorragenden Anlagen nicht genügend zur 
Geltung kamen. 
Klaffe 4, Jungbullen bis zu 2 Jahre alt, war 
reichlich und mit sehr gutem, ausgeglichenem Zu 
kunftsmaterial beschickt. An der Spitze stand der auf 
der Dez.-Bersteigerung mit einer Fesselungsprämie 
bedachte Uhrweiser 80 906, Bes. O. Gravert-Süde. 
Uhrweiser hat sich sehr gut weiter entwickelt und ist 
breiter und tiefer geworden. Fest in der Linie, gut 
in der Vorhand, geschlossen, mit sehr gutem Becken 
In der Untersuchung der Frage „Wie wird sich 
das Tierzuchtgesetz auf die mecklenburgische Pferde 
zucht auswirken?" kommt Landesfachwart Harm- 
Parkentin in dem amtlichen Organ der Landes- 
bauernschast Mecklenburg zu folgenden Ausführun 
gen: „Am 17. März 1936 ist das Reichstierzuchtgesetz 
erlassen worden. In absehbarer Zeit werden die 
Ausführungsbestimmungen herauskommen, wonach 
wir ganz klare Richtlinien für die Pferdezucht in 
der Landesbauernschaft Mecklenburg bekommen 
werden. Es sei nochmals darauf hingewiesen, daß in 
Mecklenburg zwei Zuchtrichtungen vertreten sein 
werden, das sind das Warmblutpferd im Typ des 
Hannoveraners und das Kaltblutpferd im Typ des 
rheinisch-deutschen Kaltbluts. Die Züchter anderer 
Zuchtrichtungen wollen sich bitte umstellen. Es ist 
allerdings möglich, daß einzelne Zuchtinseln zuge 
lassen werden können, ich erwähne z. B. die Voll 
blut- und Traberzucht. Auch wird cs möglich sein 
können, daß andere Zuchtrichtungen anerkannt wer 
den. Wenn beispielsweise ein Besitzer 10 bis 20 rein- 
blütige Stuten und das entsprechende Vatertier 
hat, meinetwegen des Oldenburger oder Schleswiger 
Schlages, so kann er den Antrag auf Zulassung 
dieser Zuchtrichtung stellen, die LanöesbauernjLaft 
und Fundament. Der Bulle ist ein Mauritius- 
16 398-Enkel aus öer ins Auslese-Stammbuch ein 
getragenen Petra 68374, die bisher eine 3jährige 
Durchschnittsleistung von 5355. Kg. Milch mit 3,87 
Proz. und 207 Kg. Fett brachte. Auch die in öer 
Prämiierung folgenden Bullen zeigten Spitzenqua 
lität, doch würde eine Beschreibung zu weit führen. 
Die beide» Klaffen für Versteigerungsbullen wa 
ren ausgeglichen und brachten recht gute Durch 
schnittsqualität, doch fehlten die ausgesprochenen 
Spitzenbullen. Das kam auch bei den Versteige 
rungspreisen zum Ausdruck. Auf der Versteigerung 
wurden 26 Bullen zu einem Durchschnittspreis von 
knapp 648 JiJl verkauft. Den Höchstpreis erzielte 
der in 5er Klasse 6 mit dem 1a-Preis ausgezeich 
nete Ultimo 80 961 sBes. P. Tietje-Fitzüek), der für 
1300 JtJl von der Stierh.-Gen. Harmsdorf erwor 
ben wurde. 
Die Stadt Kellinghusen hatte der Veranstaltung 
großes Interesse entgegengebracht. Die Bürger öer 
Stadt hatten es sich nicht nehmen lassen, zahlreiche 
Ehrenpreise zu stiften, und die Stadtverwaltung 
hatte für die Versteigerung in der Reithalle eine 
Tribünenreihe einbauen lassen. 
Au Nachmittag wurde öer langjährige Vorsitzende 
des früheren Zuchtbezirks f. d. Breitenburger, I. I. 
Gripp-Oeschebüttel, unter großem Trauergefolge 
zur letzten Ruhe getragen. I. I. Gripp war über 
20 Jahre Vorsitzender des Zuchtbezirks und war 
vorher lange Jahre Richter auf den Ausstellungen 
der DLG. Er war bekannt und geachtet als Züch 
ter und Sachkenner. Sein lauterer Charakter, sein 
großes Können und seine Sachlichkeit haben ihm 
viele Freunde erworben. Er war ein Vorkämpfer 
für die Zucht, und seine Lebensarbeit hat ihr ge 
golten. 
wird dann darüber entscheiden. Es sei aber dabei 
erwähnt, daß die Aussicht auch durch die Landes- 
bauernschaft ausgeführt wird und die Vatertiere 
andern Züchtern nicht zur Verfügung stehen dür 
fen. In Anbetracht der starken Siedlung in Meck 
lenburg behält die Landesbauernschaft es sich vor, 
der Ponyzucht ein besonderes Augenmerk zu ver 
leihen." 
Vereinheitlichung im Roggcnanschlagwesen 
Normgrötze für Bogen und Säulen. 
In dem Normblatt DIN. 683 über Anschlagbogen- 
und Anschlagstellengrößen hat der Deutsche Nor 
menausschuß hinsichtlich der Anschlagbogengrößen 
insofern einen Schritt weiter getan, als jetzt die 
Anschlagbogen nicht mehr aus der Hoch- oder Quer 
lage des Ausgangs-Normformates, sondern nur 
noch aus einer, nämlich der Querlage, entwickelt 
werden. DIN. 683 enthält gleichzeitig Richtlinien 
für eine einheitliche Gestaltung der Nutzflächen von 
Anschlagstellen, um damit für die Zukunft eine 
wirtschaftliche Herstellung der Säulen und Tafeln 
sowie ein vorteilhafteres Gesamtbild der Anschlag 
stellen und eine völlig gleichmäßige Durchführung 
des Bogenanschlages zu gewährleisten. 
Zunehmende MoWoşşeigorroerforgLrrg 
der LeiņeNiKÄustrre 
Die Lcinengarnvertriebsgesellschaft m. b. H. in 
Berlin berichtet: „Der andauernd rege Geschäfts 
gang im Jahre 1935 gestattete es uns, den mengen 
mäßigen Umsatz um weitere 10 Proz. zu steigern. 
Um die Mitte des Geschäftsjahres, zur Zeit der 
günstigsten Lage der Rohstoffversorgung, liefen in 
unseren Gesellschaftsspinnereien über doppelt soviel 
Spindeln als in dem erwähnten Krisenjahre. Mit 
der vermehrten Erzeugung waren die deutschen 
Flachsspinnereien in der Lage, ein Drittel der vor 
jährigen sehr großen Einfuhr durch inländische 
Garne zu ersetzen und ihren Anteil an der Belie 
ferung des Leinengarnverbrauchs Deutschlands von 
85 Proz. aus 67 Proz. zu steigern. Einen nicht un 
wesentlichen Bestandteil des Verbrauchs bildete wei 
ter das Material zu Geweben für Vehördenlicfe- 
rungen, doch machte sich erfreulicherweise auch die 
Privatwirtschaft mehr und mehr als Abnehmer lei 
nener Gewebe geltend. Die lebhafte Nachfrage 
brachte zeitweise eine Verknappung mancher Sorten 
Werggarne und starker Flachsgarne mit sich, beson 
ders als die Erschöpfung der aus öer 1934er Ernte 
stammenden Flachsvorräte im Herbst die Produk 
tionsmöglichkeit der Spinnereien einengte. 
Infolge der erheblichen Steigerung der Flachs 
preise im Winter 1984-35 mußten wir unsere Ver 
kaufspreise im Februar erhöhen. Die damalige 
Preisfestsetzung war unter Berücksichtigung der in 
den Spinnereien noch vorhandenen billigeren Roh 
stoffe zu einem Mischpreise erfolgt, trotzdem sahen 
wir bisher unter Außerachtlassung öer mit dem 
Dahinschwinden der billigen Bestände eintretenden 
Selbstkostensteigerung von einer weiteren Preis 
erhöhung ab. Die Kostenfrage hat sich in den letzten 
Monaten auch durch die jahreszeitliche Beeinträch 
tigung des Rohstofszuflusses schwieriger gestaltet. 
Die Röstanstalten mußten das Auslegen des Flach 
ses im vergangenen Herbst wegen des ungünstigen 
Wetters verhältnismäßig früh einstellen. Zur Zeit 
der Niederschrift dieses Berichtes befinden sich die 
Röstarbeiten wieder überall in Fluß, so daß in eini 
gen Wochen eine erhebliche Steigerung der Zufuhr 
deutschen Flachses in die Spinnereien zu erwarten 
ist. Im Laufe des Jahres 1935 hat sich die Zahl- 
meise unserer Kundschaft weiter gebessert. Die An 
zahl der das vereinbarte Ziel nicht innehaltenden 
Kunden sowie die dabei in Betracht kommenden Be 
träge gingen zurück, dagegen stieg der Anteil öer 
unter Ausnutzung des Kassaskontos hereinkommen 
den Betrüge um etwa 20 Prozent. Die für das Jahr 
1986 geplante weitere beträchtliche Ausdehnung der 
deutschen Flachsanbauflächc wird die Leincnspin- 
nerei im nächsten Jahre gänzlich von den Schwan 
kungen der ausländischen Versorgung lösen und 
ihr eine ungehinderte Ausnutzung der Betriebs- 
anlagen ermöglichen, zumal die Absatzanssichten 
weiter günstig zu beurteilen sind. 
Zur Regelung der Erzeugung von Schnitt- nnd 
Holzhalbwaren ist eine neue Verordnung erlassen 
worden. 
Bleibt der SchlesMger i« MeàrrLurg? 
Der Schiffszufammenstotz beim Fehmarnbett 
Vsr dem Ss§K»t 
Das Flensburger Seeamt verhandelte in 
Nobiskrug über den Zusammenstoß des deut 
schen Motorseglers Delphin 4, D.J.D.H., Eig 
ner und Führer Kapitän Ernst Harder, mit 
dem englischen Dampfer Baltraffic, G.F.H.W., 
Kapitän Frank Egers, am 26. 4. 1936 in öer 
Ostsee beim Fehmarnbelt und den dabei er 
folgten Tod des Leichtmatrosen Kurt Bar- 
kowski. Der in Uetersen beheimatete MS. Del 
phin 4 geriet vor dem Fehmarnbelt in starken 
Nebel. Die Fahrt wurde auf langsam vermin 
dert und die vorschriftsmäßigen Nebelsignale 
gegeben. Gegen 2 Uhr sichtete der Schoner 
einen Strich an St.B. die grüne Seitenlampe 
und Topplampe des Baltraffic. Er gab sofort 
2 kurze Töne und legte das Ruder hart B.B. 
Kurz darauf erfolgte der Zusammenstoß. Del 
phin wurde St.B. vorn ins Manuschaftslogis 
getroffen, wo 4 Besatzungsmitglieder schliefen. 
Dreien gelang es, an Deck zu kommen, wäh 
rend Barkowski zwischen den Eisenplatten 
festgeklemmt wurde und erst in Holtenau 
durch Schweißapparate befreit werden konnte. 
Er ist sehr wahrscheinlich bei der Kollision 
gestorben, da er kein Lebenszeichen mehr von 
sich gab. 
Während des Zusammenstoßes befanden sich 
auf der Baltraffic der Kapitän und 2. Offizier 
auf der Brücke. Der Ausguck war auf der Back 
besetzt. Nach Angabe des Kapitäns waren die 
Lampen höchstens 120 Meter sichtbar. Vom 
Delphin will der Kapitän nur 1 Nebelsignal 
kurz vor der Kollision gehört haben, zur sel 
ben Zeit sichtete er die Topp- und grüne Sei- 
tenlampe des Seglers. Sehr richtig legte der 
Dampfer das Ruder sofort hart St.B. und ließ 
kurz darauf die Maschine voll voraus gehen, 
um die Steuerfähigkeit zu erhöhen. Der Zu 
sammenstoß war aber nicht mehr zu vermei 
den. Delphin wurde vom Dampfer mit hernm- 
gerissen und klappte auf kurze Zeit mit ihm 
zusammen. Der Kapitän rief dem Motorsegler 
den Namen seines Schiffes und Heimatsort zu 
und fragte, ob er Hilfe benötigte. Als auf 
wiederholtes Fragen keine Antwort erfolgte, 
setzte der Dampfer seine Reise fort. 
Der Seeamtsspruch lautet: Am 26. 4. 
1936 sind in der Ostsee etwa 2 Seemeilen west 
lich vom Fehmarnbeltfeuerschiff der deutsche 
Motorsegler Delphin 4 und der englische 
Dampfer Baltraffic um 2,10 Uhr etioa in dich 
tem Nebel zusammengestoßen. Baltraffic ist 
leicht, Delphin 4 schwer beschädigt. Delphin 4 
wurde am St.B.-Bug getroffen, der Steven 
der Baltraffic drang tief in das dort befind 
liche Manuschaftslogis ein. Dabei ist der 
Leichtmatrose Kurt Barkowski, geb. am 3. 9. 
1919 in Hamburg, wohnhaft daselbst, Sandweg 
40, zwischen Eisenteilen des Delphin 4 einge 
klemmt und sofort getötet worden. 
Die Ursache des Zusammenstoßes liegt darin, 
daß die beiden Schiffe, die gegenseitig ihre Ne 
belsignale erst in geringer Entfernung hörten, 
sich zu spät sichteten, daß ein Ausweichen nicht 
mehr möglich war. Die von den beiderseitigen 
Schiffsleitungen getroffenen Manöver können 
nicht als falsch bezeichnet werden. Nach dem 
Zusammenstoß ist auf beiden Seiten richtig 
verfahren. 
Meme BAcher 
„Adolf Hitler — Ei« Mann und sein Volk." 
Wo immer man sich in diese Bilöerschau ver 
tieft, man vergißt alles ringsum, Alltag und 
Sensation, Pflichten und Sorgen, Arbeiten 
und Erwerb, Hast und Unrast, ja sogar sein 
eigenes Ich. Wie man als Kind in den deut 
schen Heldensagen las, entrückt und brennen 
den Herzens, so nimmt dich Bild und Seite für 
Seite gefangen. Maßlos bist du erbittert, 
wenn du am Grabe eines ermordeten Kame 
raden den Führer stehen siehst, vor dir zieht 
sein schwerer Kampf wieder vorüber, aber auch 
sein heroischer, glorreicher Sieg, und du stehst 
in stummer Andacht vor seinem heiligen Glau 
ben, seinem eisernen Willen und seinem ge 
waltigen Werk. Die Ehrfurcht beklemmt dir 
schier den Atem, und du lachst gewissermaßen 
befreit auf, wenn du bei der Bilderfolge „Der 
Führer kommt!" gewahr wirst, mit welcher 
geradezu kindlichen Ungezwungenheit und 
überströmenden Herzlichkeit er vom ganzen 
Volk allüberall begrüßt wird. Du jubelst über 
den Jubel und du bist begeistert von soviel 
Begeisterung! Dann wieder fühlst du dich im 
Innersten getroffen beim Betrachten öer Bil 
der, die dir zeigen, wie in zwanzig Jahren das 
Antlitz des Führers vom Kampf geformt 
wurde. Heiße, dankbare Liebe zu diesem gro 
ßen, starken und dabei so gütigen Mann, eine 
Liebe, die zutiefst ernst und zugleich frohgemut 
ist, die dich über dich selbst erhebt und dich läu 
tert, die rein ist und unendlich schön und dich 
beglückt wie sonst nichts auf der Welt, flutet 
Die Wetteraussichtcn sür Dienstag, den 12. Mai 
1836 in Nordwestdcutsckland: Meist schwachwindig 
aus nordöstlichen Richtungen, überwiegend stark 
bewölkt, bis auf örtliche Gewitterstörungen trocken, 
bei wenig geänderten Temperaturen, morgens viel 
fach dunstig bis neblig. 
Mutter die unselige Tat wegen mißlicher Ehe 
verhältnisse begangen. 
Provinzialtagung der Geflügelzüchter. 
. x Neumünster, 10. Mai. Am Sonntag fand 
im Bahnhofshotel Neumünster die Provinzial 
tagung der Landesfachgruppe Ausstellungs 
geflügelzüchter Schleswig-Holstein im Reichs 
verband deutscher Kleintierzüchter e. B. statt. 
Der Kreisfachgruppeuvorsitzende H. H. Lorenz- 
Altona hielt ein viel beachtetes Referat über 
den „Neuaufbau des Preisrichterwesens" und 
öer Landesfachgruppenvorsitzende O. Steen- 
Kiel-Kronsburg über „Neue Ansichten über 
den Ausbau von Ortsvereinsschauen". Am 
Himmelfahrtstag findet eine Besichtigung der 
Brut- und Lehranstalt Steenbek-Kiel statt, der 
bekanntesten Lehrschau unserer Provinz. 
Die deutschen Olympia-Vorbereitungs- 
rcgatte» beginnen in Kiel. 
Kiel, 9. Mai. Seit dem frühen Morgen 
herrscht im Olympia-Heim am Hindenburg- 
ufer reger Betrieb. Segler aus allen Teilen 
Deutschlands treffen noch in letzter Minute 
ein, um zur ersten deutschen Olympia-Vor 
bereitungswettfahrt pünktlich zur Stelle zu 
sein. Den ganzen Tag über gehen in Kiel aber 
unerbittlich Regengüsse nieder und es herrscht 
steifer Nordost, der den Booten beim Hinans- 
schleppen an den Startplatz mancherlei Schwie 
rigkeiten bereitet, so daß es für die neuen 
Boote und neuen Segel gleich zu Beginn eine 
harte Prüfung gibt. 
Ehrung eines Hundertjährigen. 
Kiel, 10. Mai. Der Führer und Reichs 
kanzler hat dem Johannes Flinker in Kiel, 
Körnerstraße 16, aus Anlaß der Vollendung 
seines 100. Lebensjahres ein persönliches 
Glückwunschschreiben und eine Ehrengabe zu 
gehen lassen. 
- * 
x Neumünster, 10. Mai. Ein schwerer Ver 
kehrsunfall ereignete sich wieder airs der Alto- 
naer Chaussee. Beim Ueberholen eines Last 
zuges war ein Motorradfahrer plötzlich zum 
Bremsen gezwungen, als ihm ein entgegen 
kommender Personenwagen das Ueberholen 
unmöglich machte. Dabei geriet das Kraftrad 
ins Schleudern und sauste gegen den Anhän 
ger des Lastzuges. Eine mitfahrende Dame 
wurde dabei vom Soziussitz geschleudert und 
trug neben einer Gehirnerschütterung schwere 
Quetschungen an öer Schulter davon. 
da durch dein Herz und du spürst mehr als du 
liest und hörst die herrlichen Worte Hermann 
Görings, öer hier spricht: „... es ist etwas 
Unsagbares, fast Unbegreifliches um diesen 
einzigen Mann, und wer es nicht fühlt, öer 
wird es nicht erjagen,' denn wir lieben Adolf 
Hitler, weil wir glauben, tief und unerschüt 
terlich glauben, daß er uns von Gott gesandt 
ist, Deutschland zu retten." 
Die „JB."-Sonderausgabe ist überall zum 
Preise von 1,50 JlJl erhältlich. 
Niercnkranļhciten — Nierensteine. Ein ärztlicher Rat 
geber zur Verhütung und Heilung der akuten und chroni 
schen Nierenentzündungen, Schrumpfniere, Nierensteine 
Moderne Nierendiät und neuzeitliche Behandlungs- 
Methoden von Dr. vied. H. Malten, leitender Arzt der 
Anstalt für Nerven- und Stoffwechselkranke in Baden- 
Baden. Mit Bildern Preis täJL 1,80. Soeben erschien 
die veränderte und erweiterte Neuauflage (6. bis 10. Tau 
send) im Süddeutschen Verlagshaus G. m. ü. H., Stntt- 
gart-N., Birkenwaldstraße 44.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.