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KstSmtWM Md -yLTstmgmutg W KeMzWeU
Im Rahmen öer örtlichen Stammbullenschauen
und -Versteigerungen hielt der Verband Rotbunte
Schleswig-Holsteiner am 7. 8. 36 seine letzte Ver
anstaltung dieser Art in Kellinghusen ab. Angemel
det waren für die Schau 86 Bullen aus den Kreisen
Steinburg, Segeberg, Stormarn, Plön und Rends
burg. Wegen eines Seuchenfalles wurde der Kreis
Segeberg nicht freigegeben für die Beschickung. Da
durch fielen die aus diesem Kreise gemeldeten 18
Bullen aus, darunter neben anderen wertvollen
Bullen auch öer gut veranlagte Jungbulle Urambo
81288, Bes. Stierh.-Gen. Wicmersdorf, aus der im
Vorjahr für Hamburg gemeldeten hervorragenden
Leistungskuh Lena 68 933, die bisher im 8jährigen
Durchschnitt 6812 Kg. Milch mit 3,5 Proz. und 243
Kg. Fett lieferte.
Die Schau war aus allen Teilen des Verbands
gebietes und auch von auswärts — zu Stuöien-
zwecken hatte sich auch ein Interessent aus Argen
tinien eingestellt — gut besucht und nahm einen
guten Verlauf. Das gezeigte Material war gut,
typisch und ausgeglichen. In der Verstärkung des
Fundaments waren gegenüber den Vorjahren un
verkennbare Fortschritte festzustellen.
In der Klasse über 4 Jahre alt mußte der alte,
unverwüstliche Ostermann 16 731, Bes. W. Dreck-
Mann-Rohlfshagen, sich von dem zum ersten Male
in dieser Klasse konkurrierenden Schenk 11 827 auf
den 2. Platz verweisen lassen. Schenk ist formenschön,
tief in Brust und Flanke, gepackt und gut bemus-
kelt und steht gut auf den Beinen. Bei aller Wucht
ist er edel und steht im ausgesprochenen Typ des
Zweinutzungsrindes. Schenk wurde auch der Sie-
gerpreisals bestem Bullen öer Schau zugesprochen.
Im letzten Winter ist Schenk von der Gutsverw.
Breitenburg erworben worden. Als Kumpan-9724-
Enkel findet Schenk in dieser Herde besten Blutan-
ichlutz und wird sich hervorragend auswirken
können.
In Klaffe 2 wurden 6 gute, typische, rumpfige
Bullen gezeigt, von denen 4 prämiiert wurden. Die
4 Bullen waren unter sich ziemlich gleichwertig.
Obenan gestellt wurde Schnitzer 11679, Bes. H.
Ģloyer-Sude. Schnitzer hat sich von Jahr zu Jahr
öebessert, ist fest und geschlossen, gut bemuskclt und
bat gutes Fundament. Die beiden Großmütter sind
ins Auslese-Stammbuch eingetragen und haben
Durchschnittsleistungen von 26—31 mit 4857 Kg.
Ņļilch, 3,51 Proz. und 171 Kg. Fett. bzw. von 27—34
wit 5113 Kg. Milch, 3,63 Proz. und 186 Kg. Fett,
Schnitzer erhielt im Leistungsmettbewerb einen
2 - Preis.
Klaffe 3 ist in früheren Jahren schon ausgegli
chener gewesen. Verschiedene Bullen dieser Klasse
N'aren schlecht herausgebracht. Von 14 vorgeführten
Bullen konnten 6 mit Preisen ausgezeichnet werden,
"en 1a-Prcis erhielt „Turmfalk 11 967" der Stierh.-
Ģeu. Fitzbek, trotzdem er nicht im besten Futterzu-
Üande war. Der Bulle ist sehr fest in der Linie,
W eine ausgezeichnete Vorhand, hat guten Schluß
und steht aus starkem, sehr gut gestelltem Funda
ment. Ueber seinen, in der Klasse 1 mit dem 3. Preis
ausgezeichneten Vater Roterturm 11436 ist er ein
Enkel des Leistungsvcrerbers Mauritius 10 398.
Die Mutter hat eine 4jährige Durchschnittsleistung
von 3829 Kg. Milch mit 3,76 Proz. und 144 Kg. Fett.
Die letztjährige Jahresleistung mit 6025 Kg. Milch,
3,72 Proz. und 187 Kg. Fett zeigt, daß das Leistungs
vermögen der Kuh bis dahin ungenügend ausge
nutzt worden ist. — Dicht auf folgte mit dem 1b-
Preis Türmer 11897, Bes. W. Dreckmaun-Rohlss-
hagen. In der Form stand Türmer dem Turmfalk
kaum nach, im Becken etwas überlegen, ideal in öer
Bekeulung, zeigte er aber eine gewisse Schwäche in
den Fesseln. Türmer ist ein Pikett -11067-Sohn aus
einer Enkelin der bewährten Dauerleistungskuh
Clara 33 329 j8jähriger Durchschnitt 6047 Kg. Milch
mit 3,49 Proz. und 211 Kg. Fett», die selbst und mit
ihren Töchtern und Enkelinnen schon mehrfach gute
Bereröer geliefert hat. Der an 4. Stelle stehende
Treffer 11955, Bes. H. Gripp-Oeschebüttel, war
ebenfalls ein Pikett-Sohn aus einer Clara-Enkelin.
Leider war er mit viel Leib und in ungenügendem
Futterzustand sehr ungünstig herausgebracht, so daß
seine hervorragenden Anlagen nicht genügend zur
Geltung kamen.
Klaffe 4, Jungbullen bis zu 2 Jahre alt, war
reichlich und mit sehr gutem, ausgeglichenem Zu
kunftsmaterial beschickt. An der Spitze stand der auf
der Dez.-Bersteigerung mit einer Fesselungsprämie
bedachte Uhrweiser 80 906, Bes. O. Gravert-Süde.
Uhrweiser hat sich sehr gut weiter entwickelt und ist
breiter und tiefer geworden. Fest in der Linie, gut
in der Vorhand, geschlossen, mit sehr gutem Becken
In der Untersuchung der Frage „Wie wird sich
das Tierzuchtgesetz auf die mecklenburgische Pferde
zucht auswirken?" kommt Landesfachwart Harm-
Parkentin in dem amtlichen Organ der Landes-
bauernschast Mecklenburg zu folgenden Ausführun
gen: „Am 17. März 1936 ist das Reichstierzuchtgesetz
erlassen worden. In absehbarer Zeit werden die
Ausführungsbestimmungen herauskommen, wonach
wir ganz klare Richtlinien für die Pferdezucht in
der Landesbauernschaft Mecklenburg bekommen
werden. Es sei nochmals darauf hingewiesen, daß in
Mecklenburg zwei Zuchtrichtungen vertreten sein
werden, das sind das Warmblutpferd im Typ des
Hannoveraners und das Kaltblutpferd im Typ des
rheinisch-deutschen Kaltbluts. Die Züchter anderer
Zuchtrichtungen wollen sich bitte umstellen. Es ist
allerdings möglich, daß einzelne Zuchtinseln zuge
lassen werden können, ich erwähne z. B. die Voll
blut- und Traberzucht. Auch wird cs möglich sein
können, daß andere Zuchtrichtungen anerkannt wer
den. Wenn beispielsweise ein Besitzer 10 bis 20 rein-
blütige Stuten und das entsprechende Vatertier
hat, meinetwegen des Oldenburger oder Schleswiger
Schlages, so kann er den Antrag auf Zulassung
dieser Zuchtrichtung stellen, die LanöesbauernjLaft
und Fundament. Der Bulle ist ein Mauritius-
16 398-Enkel aus öer ins Auslese-Stammbuch ein
getragenen Petra 68374, die bisher eine 3jährige
Durchschnittsleistung von 5355. Kg. Milch mit 3,87
Proz. und 207 Kg. Fett brachte. Auch die in öer
Prämiierung folgenden Bullen zeigten Spitzenqua
lität, doch würde eine Beschreibung zu weit führen.
Die beide» Klaffen für Versteigerungsbullen wa
ren ausgeglichen und brachten recht gute Durch
schnittsqualität, doch fehlten die ausgesprochenen
Spitzenbullen. Das kam auch bei den Versteige
rungspreisen zum Ausdruck. Auf der Versteigerung
wurden 26 Bullen zu einem Durchschnittspreis von
knapp 648 JiJl verkauft. Den Höchstpreis erzielte
der in 5er Klasse 6 mit dem 1a-Preis ausgezeich
nete Ultimo 80 961 sBes. P. Tietje-Fitzüek), der für
1300 JtJl von der Stierh.-Gen. Harmsdorf erwor
ben wurde.
Die Stadt Kellinghusen hatte der Veranstaltung
großes Interesse entgegengebracht. Die Bürger öer
Stadt hatten es sich nicht nehmen lassen, zahlreiche
Ehrenpreise zu stiften, und die Stadtverwaltung
hatte für die Versteigerung in der Reithalle eine
Tribünenreihe einbauen lassen.
Au Nachmittag wurde öer langjährige Vorsitzende
des früheren Zuchtbezirks f. d. Breitenburger, I. I.
Gripp-Oeschebüttel, unter großem Trauergefolge
zur letzten Ruhe getragen. I. I. Gripp war über
20 Jahre Vorsitzender des Zuchtbezirks und war
vorher lange Jahre Richter auf den Ausstellungen
der DLG. Er war bekannt und geachtet als Züch
ter und Sachkenner. Sein lauterer Charakter, sein
großes Können und seine Sachlichkeit haben ihm
viele Freunde erworben. Er war ein Vorkämpfer
für die Zucht, und seine Lebensarbeit hat ihr ge
golten.
wird dann darüber entscheiden. Es sei aber dabei
erwähnt, daß die Aussicht auch durch die Landes-
bauernschaft ausgeführt wird und die Vatertiere
andern Züchtern nicht zur Verfügung stehen dür
fen. In Anbetracht der starken Siedlung in Meck
lenburg behält die Landesbauernschaft es sich vor,
der Ponyzucht ein besonderes Augenmerk zu ver
leihen."
Vereinheitlichung im Roggcnanschlagwesen
Normgrötze für Bogen und Säulen.
In dem Normblatt DIN. 683 über Anschlagbogen-
und Anschlagstellengrößen hat der Deutsche Nor
menausschuß hinsichtlich der Anschlagbogengrößen
insofern einen Schritt weiter getan, als jetzt die
Anschlagbogen nicht mehr aus der Hoch- oder Quer
lage des Ausgangs-Normformates, sondern nur
noch aus einer, nämlich der Querlage, entwickelt
werden. DIN. 683 enthält gleichzeitig Richtlinien
für eine einheitliche Gestaltung der Nutzflächen von
Anschlagstellen, um damit für die Zukunft eine
wirtschaftliche Herstellung der Säulen und Tafeln
sowie ein vorteilhafteres Gesamtbild der Anschlag
stellen und eine völlig gleichmäßige Durchführung
des Bogenanschlages zu gewährleisten.
Zunehmende MoWoşşeigorroerforgLrrg
der LeiņeNiKÄustrre
Die Lcinengarnvertriebsgesellschaft m. b. H. in
Berlin berichtet: „Der andauernd rege Geschäfts
gang im Jahre 1935 gestattete es uns, den mengen
mäßigen Umsatz um weitere 10 Proz. zu steigern.
Um die Mitte des Geschäftsjahres, zur Zeit der
günstigsten Lage der Rohstoffversorgung, liefen in
unseren Gesellschaftsspinnereien über doppelt soviel
Spindeln als in dem erwähnten Krisenjahre. Mit
der vermehrten Erzeugung waren die deutschen
Flachsspinnereien in der Lage, ein Drittel der vor
jährigen sehr großen Einfuhr durch inländische
Garne zu ersetzen und ihren Anteil an der Belie
ferung des Leinengarnverbrauchs Deutschlands von
85 Proz. aus 67 Proz. zu steigern. Einen nicht un
wesentlichen Bestandteil des Verbrauchs bildete wei
ter das Material zu Geweben für Vehördenlicfe-
rungen, doch machte sich erfreulicherweise auch die
Privatwirtschaft mehr und mehr als Abnehmer lei
nener Gewebe geltend. Die lebhafte Nachfrage
brachte zeitweise eine Verknappung mancher Sorten
Werggarne und starker Flachsgarne mit sich, beson
ders als die Erschöpfung der aus öer 1934er Ernte
stammenden Flachsvorräte im Herbst die Produk
tionsmöglichkeit der Spinnereien einengte.
Infolge der erheblichen Steigerung der Flachs
preise im Winter 1984-35 mußten wir unsere Ver
kaufspreise im Februar erhöhen. Die damalige
Preisfestsetzung war unter Berücksichtigung der in
den Spinnereien noch vorhandenen billigeren Roh
stoffe zu einem Mischpreise erfolgt, trotzdem sahen
wir bisher unter Außerachtlassung öer mit dem
Dahinschwinden der billigen Bestände eintretenden
Selbstkostensteigerung von einer weiteren Preis
erhöhung ab. Die Kostenfrage hat sich in den letzten
Monaten auch durch die jahreszeitliche Beeinträch
tigung des Rohstofszuflusses schwieriger gestaltet.
Die Röstanstalten mußten das Auslegen des Flach
ses im vergangenen Herbst wegen des ungünstigen
Wetters verhältnismäßig früh einstellen. Zur Zeit
der Niederschrift dieses Berichtes befinden sich die
Röstarbeiten wieder überall in Fluß, so daß in eini
gen Wochen eine erhebliche Steigerung der Zufuhr
deutschen Flachses in die Spinnereien zu erwarten
ist. Im Laufe des Jahres 1935 hat sich die Zahl-
meise unserer Kundschaft weiter gebessert. Die An
zahl der das vereinbarte Ziel nicht innehaltenden
Kunden sowie die dabei in Betracht kommenden Be
träge gingen zurück, dagegen stieg der Anteil öer
unter Ausnutzung des Kassaskontos hereinkommen
den Betrüge um etwa 20 Prozent. Die für das Jahr
1986 geplante weitere beträchtliche Ausdehnung der
deutschen Flachsanbauflächc wird die Leincnspin-
nerei im nächsten Jahre gänzlich von den Schwan
kungen der ausländischen Versorgung lösen und
ihr eine ungehinderte Ausnutzung der Betriebs-
anlagen ermöglichen, zumal die Absatzanssichten
weiter günstig zu beurteilen sind.
Zur Regelung der Erzeugung von Schnitt- nnd
Holzhalbwaren ist eine neue Verordnung erlassen
worden.
Bleibt der SchlesMger i« MeàrrLurg?
Der Schiffszufammenstotz beim Fehmarnbett
Vsr dem Ss§K»t
Das Flensburger Seeamt verhandelte in
Nobiskrug über den Zusammenstoß des deut
schen Motorseglers Delphin 4, D.J.D.H., Eig
ner und Führer Kapitän Ernst Harder, mit
dem englischen Dampfer Baltraffic, G.F.H.W.,
Kapitän Frank Egers, am 26. 4. 1936 in öer
Ostsee beim Fehmarnbelt und den dabei er
folgten Tod des Leichtmatrosen Kurt Bar-
kowski. Der in Uetersen beheimatete MS. Del
phin 4 geriet vor dem Fehmarnbelt in starken
Nebel. Die Fahrt wurde auf langsam vermin
dert und die vorschriftsmäßigen Nebelsignale
gegeben. Gegen 2 Uhr sichtete der Schoner
einen Strich an St.B. die grüne Seitenlampe
und Topplampe des Baltraffic. Er gab sofort
2 kurze Töne und legte das Ruder hart B.B.
Kurz darauf erfolgte der Zusammenstoß. Del
phin wurde St.B. vorn ins Manuschaftslogis
getroffen, wo 4 Besatzungsmitglieder schliefen.
Dreien gelang es, an Deck zu kommen, wäh
rend Barkowski zwischen den Eisenplatten
festgeklemmt wurde und erst in Holtenau
durch Schweißapparate befreit werden konnte.
Er ist sehr wahrscheinlich bei der Kollision
gestorben, da er kein Lebenszeichen mehr von
sich gab.
Während des Zusammenstoßes befanden sich
auf der Baltraffic der Kapitän und 2. Offizier
auf der Brücke. Der Ausguck war auf der Back
besetzt. Nach Angabe des Kapitäns waren die
Lampen höchstens 120 Meter sichtbar. Vom
Delphin will der Kapitän nur 1 Nebelsignal
kurz vor der Kollision gehört haben, zur sel
ben Zeit sichtete er die Topp- und grüne Sei-
tenlampe des Seglers. Sehr richtig legte der
Dampfer das Ruder sofort hart St.B. und ließ
kurz darauf die Maschine voll voraus gehen,
um die Steuerfähigkeit zu erhöhen. Der Zu
sammenstoß war aber nicht mehr zu vermei
den. Delphin wurde vom Dampfer mit hernm-
gerissen und klappte auf kurze Zeit mit ihm
zusammen. Der Kapitän rief dem Motorsegler
den Namen seines Schiffes und Heimatsort zu
und fragte, ob er Hilfe benötigte. Als auf
wiederholtes Fragen keine Antwort erfolgte,
setzte der Dampfer seine Reise fort.
Der Seeamtsspruch lautet: Am 26. 4.
1936 sind in der Ostsee etwa 2 Seemeilen west
lich vom Fehmarnbeltfeuerschiff der deutsche
Motorsegler Delphin 4 und der englische
Dampfer Baltraffic um 2,10 Uhr etioa in dich
tem Nebel zusammengestoßen. Baltraffic ist
leicht, Delphin 4 schwer beschädigt. Delphin 4
wurde am St.B.-Bug getroffen, der Steven
der Baltraffic drang tief in das dort befind
liche Manuschaftslogis ein. Dabei ist der
Leichtmatrose Kurt Barkowski, geb. am 3. 9.
1919 in Hamburg, wohnhaft daselbst, Sandweg
40, zwischen Eisenteilen des Delphin 4 einge
klemmt und sofort getötet worden.
Die Ursache des Zusammenstoßes liegt darin,
daß die beiden Schiffe, die gegenseitig ihre Ne
belsignale erst in geringer Entfernung hörten,
sich zu spät sichteten, daß ein Ausweichen nicht
mehr möglich war. Die von den beiderseitigen
Schiffsleitungen getroffenen Manöver können
nicht als falsch bezeichnet werden. Nach dem
Zusammenstoß ist auf beiden Seiten richtig
verfahren.
Meme BAcher
„Adolf Hitler — Ei« Mann und sein Volk."
Wo immer man sich in diese Bilöerschau ver
tieft, man vergißt alles ringsum, Alltag und
Sensation, Pflichten und Sorgen, Arbeiten
und Erwerb, Hast und Unrast, ja sogar sein
eigenes Ich. Wie man als Kind in den deut
schen Heldensagen las, entrückt und brennen
den Herzens, so nimmt dich Bild und Seite für
Seite gefangen. Maßlos bist du erbittert,
wenn du am Grabe eines ermordeten Kame
raden den Führer stehen siehst, vor dir zieht
sein schwerer Kampf wieder vorüber, aber auch
sein heroischer, glorreicher Sieg, und du stehst
in stummer Andacht vor seinem heiligen Glau
ben, seinem eisernen Willen und seinem ge
waltigen Werk. Die Ehrfurcht beklemmt dir
schier den Atem, und du lachst gewissermaßen
befreit auf, wenn du bei der Bilderfolge „Der
Führer kommt!" gewahr wirst, mit welcher
geradezu kindlichen Ungezwungenheit und
überströmenden Herzlichkeit er vom ganzen
Volk allüberall begrüßt wird. Du jubelst über
den Jubel und du bist begeistert von soviel
Begeisterung! Dann wieder fühlst du dich im
Innersten getroffen beim Betrachten öer Bil
der, die dir zeigen, wie in zwanzig Jahren das
Antlitz des Führers vom Kampf geformt
wurde. Heiße, dankbare Liebe zu diesem gro
ßen, starken und dabei so gütigen Mann, eine
Liebe, die zutiefst ernst und zugleich frohgemut
ist, die dich über dich selbst erhebt und dich läu
tert, die rein ist und unendlich schön und dich
beglückt wie sonst nichts auf der Welt, flutet
Die Wetteraussichtcn sür Dienstag, den 12. Mai
1836 in Nordwestdcutsckland: Meist schwachwindig
aus nordöstlichen Richtungen, überwiegend stark
bewölkt, bis auf örtliche Gewitterstörungen trocken,
bei wenig geänderten Temperaturen, morgens viel
fach dunstig bis neblig.
Mutter die unselige Tat wegen mißlicher Ehe
verhältnisse begangen.
Provinzialtagung der Geflügelzüchter.
. x Neumünster, 10. Mai. Am Sonntag fand
im Bahnhofshotel Neumünster die Provinzial
tagung der Landesfachgruppe Ausstellungs
geflügelzüchter Schleswig-Holstein im Reichs
verband deutscher Kleintierzüchter e. B. statt.
Der Kreisfachgruppeuvorsitzende H. H. Lorenz-
Altona hielt ein viel beachtetes Referat über
den „Neuaufbau des Preisrichterwesens" und
öer Landesfachgruppenvorsitzende O. Steen-
Kiel-Kronsburg über „Neue Ansichten über
den Ausbau von Ortsvereinsschauen". Am
Himmelfahrtstag findet eine Besichtigung der
Brut- und Lehranstalt Steenbek-Kiel statt, der
bekanntesten Lehrschau unserer Provinz.
Die deutschen Olympia-Vorbereitungs-
rcgatte» beginnen in Kiel.
Kiel, 9. Mai. Seit dem frühen Morgen
herrscht im Olympia-Heim am Hindenburg-
ufer reger Betrieb. Segler aus allen Teilen
Deutschlands treffen noch in letzter Minute
ein, um zur ersten deutschen Olympia-Vor
bereitungswettfahrt pünktlich zur Stelle zu
sein. Den ganzen Tag über gehen in Kiel aber
unerbittlich Regengüsse nieder und es herrscht
steifer Nordost, der den Booten beim Hinans-
schleppen an den Startplatz mancherlei Schwie
rigkeiten bereitet, so daß es für die neuen
Boote und neuen Segel gleich zu Beginn eine
harte Prüfung gibt.
Ehrung eines Hundertjährigen.
Kiel, 10. Mai. Der Führer und Reichs
kanzler hat dem Johannes Flinker in Kiel,
Körnerstraße 16, aus Anlaß der Vollendung
seines 100. Lebensjahres ein persönliches
Glückwunschschreiben und eine Ehrengabe zu
gehen lassen.
- *
x Neumünster, 10. Mai. Ein schwerer Ver
kehrsunfall ereignete sich wieder airs der Alto-
naer Chaussee. Beim Ueberholen eines Last
zuges war ein Motorradfahrer plötzlich zum
Bremsen gezwungen, als ihm ein entgegen
kommender Personenwagen das Ueberholen
unmöglich machte. Dabei geriet das Kraftrad
ins Schleudern und sauste gegen den Anhän
ger des Lastzuges. Eine mitfahrende Dame
wurde dabei vom Soziussitz geschleudert und
trug neben einer Gehirnerschütterung schwere
Quetschungen an öer Schulter davon.
da durch dein Herz und du spürst mehr als du
liest und hörst die herrlichen Worte Hermann
Görings, öer hier spricht: „... es ist etwas
Unsagbares, fast Unbegreifliches um diesen
einzigen Mann, und wer es nicht fühlt, öer
wird es nicht erjagen,' denn wir lieben Adolf
Hitler, weil wir glauben, tief und unerschüt
terlich glauben, daß er uns von Gott gesandt
ist, Deutschland zu retten."
Die „JB."-Sonderausgabe ist überall zum
Preise von 1,50 JlJl erhältlich.
Niercnkranļhciten — Nierensteine. Ein ärztlicher Rat
geber zur Verhütung und Heilung der akuten und chroni
schen Nierenentzündungen, Schrumpfniere, Nierensteine
Moderne Nierendiät und neuzeitliche Behandlungs-
Methoden von Dr. vied. H. Malten, leitender Arzt der
Anstalt für Nerven- und Stoffwechselkranke in Baden-
Baden. Mit Bildern Preis täJL 1,80. Soeben erschien
die veränderte und erweiterte Neuauflage (6. bis 10. Tau
send) im Süddeutschen Verlagshaus G. m. ü. H., Stntt-
gart-N., Birkenwaldstraße 44.