Full text: Newspaper volume (1936, Bd. 2)

Schleswig-Holsteinischer WirLfchaftsdienst 
Znw Thema: LarrdhmrLeL/ 
Genossenschaften 
Kundgebung der Berteiler-Fachschafteu in Breslau. 
In Breslau fand am Sonnabend eine Großkund 
gebung der Verteilerfachschaften im Bereiche der 
Landesbauernschaft Schlesien statt, aus der der 
Reichshauptabteilungsleiter III Dr. Körte und 
Reichsfachschaftsleiter Kugler, München, über die 
Aufgaben der Verteiler in der Ernährungswirt 
schaft und die Organisation ihrer Mitarbeit in der 
Marktordnung sprachen. 
Aufgabe des Reichsnährstandes ist. in der orga 
nisatorischen Form der Selbstverwaltung für die 
Sicherheit der Ernährung des deutschen Volkes zu 
arbeiten. Die Eigenart dieser Aufgabe stellt über 
alle dazu ergehenden Massnahmen den unbedingten 
Vorrang des Interesses der Gesamtwirtschaft. Auch 
der Handel ist diesem Gesetz unterworfen und wird 
dadurch beengt. Es ist doch ein wesentlicher Unter 
schied zwischen der Verteilung von Nahrungsmit 
teln und der Verteilung von anderen Bedarfsgü 
tern des deutschen Volkes. Die Bedarfsdeckung an 
Licht, Heizung, Bekleidung usw., der Handel mit 
Genußmittcln, schon gar der Großhandel mit ge 
werblichen Rohstoffen, kurzum der nicht der Er- 
nährungswirtschaft angehörende Handel unterliegt 
aus der Natur dieser Güter heraus ganz anderen 
Arbeits- und Erfolgsbcdingungen, als etwa die 
Verteilung von Brotgetreide, Mehl, Brot oder von 
Vieh, Fleisch, Fleischwaren oder Futter oder sonst- 
ivelchen Wirtschaftsgütern, deren Bedarf relativ 
starr ist und dazu noch mit elementarer Dringlich 
keit tagtäglich, um nicht zu sagen: stündlich auftritt. 
Nehmen wir dazu noch die Tatsache, daß die Dek- 
kung dieses zum Leben und zur Freiheit der Na 
tion wichtigsten Bedarfs aus aller natürlichen Ge 
bundenheit der isolierten Wirtschaftsführung 
Deutschlands geschehen soll, dann leuchtet ein, daß 
eine solche Aufgabe nicht ohne strengere Formen 
und auch schwerere, die privatwirtschaftliche Freiheit 
schärfer beengende Auflagen zur Zufriedenheit des 
ganzen Volkes durchgeführt werden kann. Kugler 
verwies eingangs darauf, daß der im seinerzeitigen 
Deutschen Landhandelsbund vereinigte Landhandel 
für sich in Anspruch nehme, daß er vor nunmehr 
3 Jahren dem Reichsbauernführer freiwillig die 
Führung des Bundes anbot. Kugler erinnerte an 
. diese freiwillige Einordnung des Landhandels im 
Gegensatz zu der nicht ganz so aus Ueberzeugung 
getriebenen Einfügung des Genossenschaftsapparates 
(Hermes!» in die bäuerliche Selbstverwaltung, um 
denjenigen, welche behaupten, daß der Landhandel 
im Gegensatz zu den Genossenschaften sehr lange ge 
braucht habe, um den Nationalsozialismus zu be 
greifen, den Beweis zu liefern, daß es sich doch 
nicht ganz so verhält. 
Mag nun dieser oder jener, mögen auch viele im 
reichsnührständischcn Handel, so wie es die Prosa 
des Alltags eben mit sich bringt, zunächst nur den 
Blick auf die „Bevormundung" und „Beschwerung" 
durch die Marktordnung haben und dabei neidvollen 
Blicks hinüberschauen in die Arbeitsbereiche und 
auf die organisatorische Selbständigkeit anderer 
Hanbelsgruppen, mögen ihnen dabei Gedanken des 
Zweifels auskommen, ob der Landhandel mit die 
ser freiwilligen Einordnung den „richtigen Weg" 
gegangen ist, so soll ihnen dies entgegengehalten 
werden. 
Dr. Körte erkennt den Fachschaften der Verteiler 
Hamburg Börse 
Amtliche Notierung in MM kür 100 M.ß Nennwert 
Obnr Ģewhir 
•Boats» il 5. 95 Zndustr.ÄIl II 5 9 5 
:'*r? 18400 18400 au 9 . «l..®. 38 75 38.25 
Sant 88 75 88 75 breitend a-n 160 00 161.00 
Srestin Sani 88.75 88 75 Lwjch,,.». 151.10 149.50 
. "3 5t. 113 50 oä.n.iü 105 50 >05 50 
Ņ S°n. ,Zioo 121.01 Sgb *® 105 00 105 5t 
Sani 73 00 73 00 edjui , tt . œi ,27.75 126 00 
««teflis-atl Şn-<!'°i. 140 62 140 00 
" Q, ql s0 Siemen» 187.00 '86(0 
vdg pochdahn 91 75 9l 50 l aa a-. 139 50 
»tf®..Pftofrtfo 36 50 36 Ol 13925 
tapofi 15.25 15.12 »eu. che «rdö. - 2 00 
Hbg.-EUdamei 29 50 29.00 Morden 169 75 1710( 
Stört* Lloyd 17 12 16 75 * eu k t ' f n "* 50 ^ 
Woeem.-Lime 36.50 36 00 ^"besitz 110.50 U°-° 
Hamburger Schweinemarkt 
Altona. Den 12 Mai 1936 
Preise: u55. d 1 54. d2S3. c51. d 49 «1 52-54, k2 49-51 
50 Ar Lbdaew Auftrieb 9645 -ß 17 Beobachtungstiere 
lObne Eewäbr> vanvel zugeteilt 
Hamburger Kälbermarkt 12 5 5 5 
Doppellender . 90—108 
beste Mast- und Saugkälber . . 64-80 72—78 
mittlere Mast und Sauakälber . . 62—73 60-70 
geringere Saugkälber .50-61 48—60 
geringe Kälber 37—48 33—46 
Auftrieb 1152 -f- 32 Beobachtungstiere. Handel flott 
Berliner Schiachtviehmarkt 
Berlin 12 Mai (Borberichti lObne Eewäbr 
Mitgeteilt von der Reichsviebwertungsgelelllchaft. 
Es wurde gezahlt kür so Kg. Lebendgewicht: 
Preise: Austrieb: Verlauf: 
Rinder 20-44 1491 ruhig 
Kälber 30-78 2867 rubig 
Schate 20-47 2828 rubig 
Schweine 15204 glatt 
S^etne Klaffe A He E 48^—54^ Sauen 50‘Ij — 53*4 
Flensburger Mittelmarkt. 
In der Himmelsahrtswoche ist der Rindermarkt 
vom 22. 5. auf den 23. 5. verlegt. Auftriebsschlutz: 
22. 5., um 18 Uhr. 
für die Zukunft bei der Gestaltung und Durchfüh 
rung der Marktordnung Aufgaben zu, die dem zu 
Fachschaften zusammengeschlossenen Landhandel in 
nerhalb der Selbstverwaltung der Ernährungs 
wirtschaft (Reichsnährstand ist nicht, so sagte Dr. 
Körte, „Bauernstand", sondern der Zweckzusammen 
schluß der ErnLhrungswirtschaft'1 eine ganz andere 
Mitwirkungsmöglichkeit und damit auch Vertretung 
seiner berufsständischen Interessen geben, als wenn 
er „unabhängig vom Reichsnährstand", und das 
heißt nichts anderes als im Vorzimmer der Markt 
ordnung! — organisiert wäre! „Stellen Sie sich 
vor", so sagte Kugler, „wie die Marktordnung heute 
aussehen könnte, wenn der Reichsbauernflihrer da 
mals nicht zum Landhandel das Vertrauen gewon 
nen hätte, daß dieser der Aufgabe der Warenbewe 
gung nach nationalsozialistischen Grundsätzen ge 
recht werden kann! Dieses Vertrauen hätte nicht 
errungen werden können durch die Tätigkeit von 
Hunderten von Handelsverbänden oder durch 
Kampfbünde gegen die Genossenschaften, bei welchen 
wir für den Stand des Handels wohl vielleicht mehr 
schreien durften, ohne daß wir jedoch eine praktische 
Verankerung gleichberechtigt mit den Genossen 
schaften jemals in dem Umfange erreicht hätten, wie 
wir sie heute haben." 
Nun war es letzthin gerade die Sorge um den 
gleichen Start mit den Genossenschaften, die da und 
dort im Landhandel Zweifel über seine 
„richtige Einordnung" 
auskommen ließen. Dazu sagte Kugler u. a.: 
„Das Reichsnährstandsgesetz sagt, daß beide Grup 
pen sich unter gleichen Bedingungen an der Waren 
bewegung und Verteilung beteiligen können. Wenn 
einzelne Genossenschaftssanatiker sagen: „Der Land 
handel ist ein liberalistisches Gebilde, und wir Ge 
nossenschaften ivaren schon von jeher Nationalsozia 
listen", dann darf ich diese Gruppe daran erinnern, 
daß die frühere Führung der Genossenschaften und 
die Tätigkeit derselben mit dem Selbsthilfegedanken 
Raiffeisens gar nichts mehr zu tun hatte, sondern 
den Namen dieses Idealisten nur als Aushänge 
schild benutzte zur Durchführung von Transaktio 
nen und politischen Geschäften, die nicht dem Wohl 
des deutschen Bauern dienten, sondern nur dem 
174000 neue Arbeitsplätze im April 
Die Zahl der Arbeitslosen ging im April um 
174 000 auf 1 768 074 zurück (August 1935: 1706 000». 
Der Rückgang der Arbeitslosigkeit verteilt sich fast 
gleichmäßig auf die Außenberufe (Abnahme: 94 000» 
und die übrigen, mehr konjunkturabhängigen Be 
rufe (Abnahme: 79 976». In den Außenberufen 
hemmten in manchen Bezirken die ungünstige Wit 
terung und einige Witterungskatastrophen, die zu 
vorübergehenden Einschränkungen der Außenarbei 
ten zwangen, den Arbeitseinsatz. Trotzdem ist die 
Aufnahmefähigkeit der Arbeitskräfte größer gewe 
sen als dies in den Zahlen über den Rückgang der 
Arbeitslosigkeit zum Ausdruck kommt, da für die 
83 000 Notstanösarbeiter, die im Zuge der planmä 
ßigen Einschränkung der Notstanösarbeiter zur 
Entlassung gekommen sind, ebenfalls Arbeitsplätze 
in der freien Wirtschaft und hier überwiegend bei 
den Außenberiifen besetzt worden sind. 
Wie alljährlich brachte der April die Eingliede 
rung der Jugendlichen in das Wirtschaftsleben. Ein 
zahlenmäßig starker Jahrgang stand dieses Jahr für 
den Eintritt in das Wirtschaftsleben zur Verfü 
gung. Wenn auch der größte Teil dieser Jugend 
lichen untergebracht werden konnte, so ließ cs sich 
doch nicht vermeiden, daß eine Anzahl bei den Ar 
beitsämtern als arbeitsuchend vorgemerkt blieb und, 
soweit eine sofortige Vermittlung in Arbeit nicht 
möglich war, am Monatsende als arbeitslos mit 
gezählt wurde. Rückwirkungen auf den Arbeitsein 
satz waren daher im Hinblick auf die erhebliche Zahl 
neuer Bewerber nicht zu vermeiden. Trotzdem liegt 
die diesjährige Arbeitsloscnziffer um fast 600 000 
unter dem Vorjahrsstand bei einer um 150 000 
niedrigeren Notstandsarbeitcrziffer, die eigentlich 
zu den durch die Arbeitsämter untergebrachten 
600 000 zuzurechnen ist. 
Die Entlastung der Unterstütznngsetnrichtnngen 
entsprach der Abnahme der Arbeitslosenzahlen. Die 
Zahl der Unterstützungsempfänger ging um 166 000 
zurück, und zwar betrug die Abnahme in der Ar 
beitslosenversicherung und Krisenfürsorge 148 000, 
bei den arbeitslosen anerkannten Wohlfahrtser 
werbslosen 23 000. In der Arbeitslosenversicherung 
wurden am 30. April rund 283 000, in der Krisen 
fürsorge rund 707 000 Hauptunterstützungscmpfün- 
ger betreut, während in der öffentlichen Fürsorge 
rund 282 000 arbeitslose anerkannte Wohifahrts- 
crwerbölose gezählt wurden. Bei Notstandsarbeiten 
waren Ende April rund 170 000 Volksgenossen, das 
sind 53 000 weniger als im Vormonat, beschäftigt. 
Fachkräfte in die Autoindustrie 
Der Aufschwung des motorisierten Verkehrs er 
fordert mehr denn je voll und gut ausgebildete 
Fachkräfte im Antomobilwesen. Es hat sich ein 
Mangel an vollhandwerklichen Kräften herausge 
stellt. Die RBG. „Handwerk" in der DAF. hat in 
Zusammenarbeit mit dem Reichsinnungsvcrband 
des Kraftfahrzeughandwerks den Plan, junge Ge 
sellen aus dem Kraftfahrzeughandwerk wie Auto- 
nnd Motorenschlosser und Mechaniker, auf die 
Werkstattwanderschaft zu schicken. Für diese Werk- 
stattwanderschast wurden von vornherein nur solche 
Gesellen zugelassen, die nicht nur eine ordentliche 
Lehre hinter sich hatten, sondern außerdem die Ge 
sellenprüfung mindestens mit dem Prädikat „gut" 
bestanden haben. 
Diese Gesellen können durch das Entgegenkom 
men namhaftex Werke der Automvbtlindustrie nun 
mehr die Reparaturwerkstätten bzw. die Fertigmon 
tagen dieser Fabriken durchlaufen. Es liegen ent 
sprechende Zusagen von der Auto-Union Chemnitz, 
von der Adam Opel A.G., Riisselsheim, von der 
Hannoverschen Maschinen A.G. Hanomag und der 
Forb-Motor-Comp. Köln vor. Nach Beendigung der 
Werkstattmanderschaft werden diese Gesellen von den 
etwa 25 000 zählenden Kraftfahrzeugbetrieben auf 
genommen. 
Da die Bestände der dänischen Exportschlachtereien 
wieder zu sehr angewachsen sind, hat der Hanptvor- 
stand der Schlachtereien beschlossen, den Landivirten 
wieder ein halbes Schwein, diesmal jedoch frisches 
ungesalzenes Fleisch, für den Preis von 90 Oere 
für das Kilogramm zur Verfügung zu stellen. 
deutschen Bauern Verluste brachten, und auch noch 
hunderte von Millionen Steuergelder als Subven 
tion beanspruchten. Anstatt, so wie Vater Raiff 
eisen und Gustav Rnland es wollten, die Börsen 
wirtschaft zu bekämpfen, hat die damalige Genossen- 
schaftsführung mit diesen Kreisen Getreidcschiebun- 
gen und Mühlenerwerbungen getätigt, und bekämpft 
wurde lediglich mit allen erlaubten und unerlaub 
ten Mitteln der ehrliche deutsche Landkaufmann. 
Auf der anderen Seite hat der Landhandel kein 
Recht, der damals nach liberalistischen Methoden 
gewirtschaftet hat und so wirtschaften mußte, um 
sich halten zu können, diese Korruptionszustände 
zum Anlaß zu nehmen, um den Warengenossen 
schaften insgesamt die Existenzberechtigung abzu 
sprechen. Es hat auch keine Gruppe das Recht dazu, 
das Parteiprogramm so auszulegen, wie es ihr 
beliebt, etwa so, daß der Landhandel sagt, Genos 
senschaften sind Kollektivunternehmungen nach bol 
schewistischem Muster, und jeder Bauer, Arbeiter 
und Handwerker müßte sofort austreten aus allen 
Genossenschaften, weil er nur dann Nationalsozialist 
wäre: oder daß die Genossenschaftsfanatiker sagen: 
wir sind allein praktische Nationalsozialisten und 
verkörpern allein den Grundsatz „Gemeinnutz geht 
vor Eigennutz". Ich lehne es ganz energisch ab, daß 
in der von mir geleiteten Fachschaft mit einer Po 
litik von Schlagwörtern und Doktrinen versucht 
wird, für die eine oder andere Standesgruppe beim 
Bauern Propaganda zu machen." 
„Die Mitgliedschaft von Bauernführern bei land- 
mirtschastl. Genossenschaften darf auf keinen Fall 
zur geschäftlichen Förderung von Warengenossen 
schaften führen", sagte Kugler. 
* 
Kein Titel, sondern eine Aufgabe! 
Der Zeitungsdienst des Reichsnährstandes 
schreibt dazu: Wenn gelegentlich an der Bezeichnung 
„Verteiler" Anstoß genommen wird, dann zeigt 
derjenige lediglich, daß er noch nicht begriffen hat, 
was unter „Verteiler" zu verstehen ist. Es ist kein 
Titel, der hier erfunden wurde, sondern es ist die 
Herausstellung einer lebenswichtigen Ausgabe. Es 
wird niemanden einfallen, in der Anrede die Wen 
dung „Herr Verteiler" zu gebrauchen, ebensowenig, 
wie man den Bauern „Herr Erzeuger" oder die 
Hausfrau „Frau Verbraucherin" anspricht. Der 
Kaufmann steht als Mittler zwischen Erzeugung 
und Verbrauch nicht um des Geschäftes willen, son 
dern um der zweckmäßigen, fachkundigen und ver 
antwortungsbewußten Verteilung der Erzeugnisse 
an den Verbraucher willen. 
Erzeuger, Verteiler und Verbraucher sind die 
drei großen Gruppen, die miteinander zu arbeiten 
haben. Marktordnung ohne Verteiler ist eine Un 
möglichkeit. Der Schutz und die Existcnzsicherung 
eines leistungsfähigen Verteilerstandes ivcrden da 
her immer eine der Hauptsorgen der verantwort 
lichen Träger der Marktordnung sein. Niemand 
kann die Funktionen des räumlichen und zeitlichen 
Ausgleichs, der Absatzwerbung und Verbrauchslen 
kung und der Wahrung des Qualitätsschutzes dem 
Verteiler abnehmen. Gleichberechtigt neben Erzeu 
gung und Be- und Verarbeitung steht in der deut 
schen Ernährungswirtschaft die Warenbewegung 
und Warenverteilung der landwirtschaftlichen Er 
zeugnisse, durchgeführt von einer in ihrer großen 
Bedeutung anerkannten, in ihrer Tätigkeit und 
Existenz geschützten und ihrer Aufgabe gewachsenen 
Verteilerschaft. 
Handel und Wandel 
Hamburger Getreidegroßmarkt 
Frankfurt a. M., 11. 6. Am Großviehmarkt 
Qualität öurchiveg gut. Dem Kälbermarkt waren 
gute Qualitäten in stärkerem Maße zugeführt. Bei 
mittelmäßigem Geschäft behaupteten sich die vor- 
wöchigcn Preise. Schafmarkt nur mit wenigen 
Tieren befahren, selbst diese waren kaum abzu 
setzen. Auf dem Schweinemarkt paßte sich der Auf 
trieb der Nachfrage an. Qualität mittelmäßig. 
Köln, 11. 6. An Großvieh 366 Tiere von bester 
Beschaffenheit, 1391 Kälber von mittlerer Beschaf 
fenheit. Notiz um 1 MJl niedriger, Geschäft ruhig. 
Nur 39 Schafe von mittlerer Qualität. Bei ruhi 
gem Handel ging Notiz um 2 JIM zurück. Schweine 
qualitätsmäßig recht gut. Nachfrage nach Sauen 
ließ erheblich nach, es konnten die Höchstpreise nicht 
erreicht werden. Im übrigen alle Schweine zu Fest 
preisen zugeteilt. 
Leipzig, 11. 5. 260 Rinder in bezug auf Qualität 
bet Ochsen, Bullen und Färsen sehr gut, bei Kühen 
mittel zu Höchstpreisen verteilt. Kälbermarkt bei 
langsamem Geschäft geräumt. Gute und mittlere 
Ware Abschlag von 3 Ķ, geringe Ware behauptet. 
Auftrieb von 1890 Schweinen, überwiegend Mittel 
ware, zu Festpreisen verteilt. 
(Frübmarkti vom 12 Mai 
Getreide (MM | e 1000 Kg.» 
lObne Eewäbr» 
Tendenz rubia 
ohn. Gewähr Deutsche Schlachtviehmärkte u.Maiia» 
Kammernotierung Berlin am Markttage. Preise für 1 Pfd Lebendgewicht In Ş 
1 Ochsen 
2 
3- I 
4. 
1 
2. 
1 
2. 
1 
2. 
1. Schafe . 
2 „ 
1 Schweine 
2. . 
3- „ 
1 Sauen .., 
Kälber 
lihemnit» 
Ochs. Bu.Kü 
Kälber 
Schafe 
Schwein.Sau 
Ochs. Bu.Kü. 
Kälber ... 
Schate .... 
Schweln.Sau. 
44 
40 
35 
42 
38 
41 
37 
60—65 
52-58 
40-42 
35-38 
56 
54-55 
52 
52 
4C6 
919 
616 
2236 
verteilt 
schlecht 
schlecht 
verteilt 
lloriimd 
70- 
60- 
77 
69 
561/2 
551/2 
521/2 
44-55 
t 
42 
38 
41 
37 
63—68 
51—62 
40—44 
35- 40 
56 
54-55 
52 
51—55 
43 
39 
42 
38 
65-70 
56- 64 
45 
41 
36 
43 
3* 
42 
38 
68—71 
50-66 
30-40 
57 561/2 57 
15—55 551/a 55-56 
53 521/2 53 
51 -55 55'/. 
Handel au’ den Märkten 
43 
39-42 
34-38 
71-78 
63-70 
42 
39— 41 
35-37 
65—70 
58- 64 
44-46 
40- 43 
56 
54—55 
52 
52-55 
221 
583 
4 
2503 
zugeteilt 
mittel 
zugeteilt 
320 
857 
805 
2779 
verteilt 
langsam 
schlecht 
verteilt 
129 
727 
2872 
verteilt 
mittel 
verteilt 
257 
891 
61 
3008 
zugeteilt 
mittel 
zugeteilt 
445 
635 
21 
4121 
zugeteilt 
lebhaft 
ruhig 
zugeteilt 
169 
271 
265 
1036 
zugeteilt 
mittel 
langsam 
verteilt 
40-42 
35—38 
57 
55-56 
53 
54-56 
135 
1270 
zugeteilt 
mittel 
Lflipiî 
42 
38 
41 
37 
64-70 
55-62 
39-41 
35-38 
56 
54-55 
52 
52-55 
260 
649 
1044 
1390 
vert. 
mittel 
längs. 
zuget. 
42 
38 
41 
37 
63-/4 
60-56 
41-50 
38-42 
56 
54-55 
52 
52-55 
254 
610 
1048 
1385 
flott 
längs 
zuget 
Wetzen Erz.-Pr. Festpr -Geb V 9 . 
Weizen. Er,-Pr Festvr.-Geb W 12 . 
Roggen Erz -Pr Festvr.-Geb 17 9 . . 
Roggen Erz. Pr. Festpr -Geb >7 12 . 
Futtergerste Erz-Pr. Fcstpr.-Geb. O 9 
Futtergerste Erz.-Pr. Festpr.-Geb. ü 12 
Wintergerste, zweizeilig, f. Jndustriezwccke 
zirka 7071 Kg. ab Mecklenburg 
Sommergerste frei Hamburg . . 
dto 68M Kg für Jndustriezw ab Mecklbg 
Donanger sie kwgkr. verzollt 
Russengerste 68'64 bzw. 04 65 Kg kwgsr. verz 
Hafer. Erz.-Pr Festpr.-Geb H 12 . 
Haler Erz -Pr Festpr.-Geb H 16 . 
207.00 
214.00 
173 00 
177 00 
180/00 
185.00 
215-20 
195 99 
171.00 
176.00 
Futtermittel I MM te 50 Kg i 
Tendenz ruht' 
Jnl Wetzenkleie. Grundpr sofort W 9. . 
Jul. Roggen kleie, Grundpr sofort R 12 
Reisfuttermehi, deutsches 24%i«, zirka 6 % 
Rohsaser ab Fabrik 
Reisfuttermehi. bell 24% max. 6 % Roh 
safer, prompt . . 
Leinkuchen, ab Harburg, sofort . . . 
Leinknchenmehl, dtsch. Mahlg., prompt. 
Kokoskuchen, ab Harburg, sofort 
Manila-Kokoskuchen, ab Harbg. prompt 
Palmkuchen, dtsch. ab Harburg, sofort. 
Erdnußkuchen ab Harburg, sofort . . 
Erdnußkuchen. 50 % Bremen . . 
Erdniißkleie . ...... 
Desamkuchen. ab Fabr Hamburg'Harburg 
Rapskuchen, deutsche Saat, sofort . . 
Rapsschrot, deutsche Saat . . . 
Palmkernschrot deutsch, prompt . . . 
Sonaschrot Harburg, sofort .... 
Baumivoll - Saatkuchenmehl 4« %, prompt 7.95 
Mehle (MM te loo Kg.» 
Weizenmehl. 790, W 16 (Jnlandsweizen) , . 28.80 
Weizenmehl, mit 10 % Auslandsweizen . . 30.30 
Weizenmehl, mit 20 % Auslandswetzen . . 31.80 
Weizenmehl. 790 W 9 28.30 
Roggenmehl, 997, R 12 . 22.40 
Rogaenmebl. 997. R 15 22.70 
Roggenmehl. 997 R 9 22.00^ 
Flensburger Ferkelmarkt vom 11. 8. 
Auftrieb: gut. Handel: schleppend. Preise: » 
bis 6 Wochen alte 16—19 MM, 6 bis 8 Wochen alte 
19—21 MM, ältere bis 22 MM je Stück. 
5.771/ü 
5.971« 
5.30 
6.10 
8.65 
8.70 
7.70 
8.45 
8.05 
7.10 
7.20 
7.80 
7.75
	        
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