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Armen. Eprel und Kport
Jahrgang 129. ' Nr. 110
Sportbeilage der Schleswig-Holfteinischen Landeszeitung (Rendsburger Tageblatt)
Dienstag, den 12. Mai 1936
Sie 5. Gruppenriinde um die Fußball
meisterschaft
Gruppe I
In Berlin: Berliner SV. 92—Schalke 04 2:3 (1:2).
In Allcnstein: Hindenburg-Allenstein—Polizei SV.
' Chemnitz 2:3 (2:0).
Gruppe II
In Gleiwitz: Vorwärts Gruppe II Rasensport gegen
Eimsbütrcl-Hamburg 4:1 (2:0).
*' Gruppe III
In Stuttgart: Stuttgarter Kickers—1. FC. Nürnberg
-0:6 (0:2).
In Jena: 1. SV. Jena—Wormatia Worms 3:1 (2:1).
Gruppe IV
In Kassel: Hanau 93—Fortuna-Düsseldorf 8:1 (3:1).
In Bonn: Kölner CfR.—Waldhof-Mannheim 8:2 (0:1).
Die fünfte Gruppenrunde der deutschen Fußballmeister
schaft zeigte in allen Gruppen erbitterte Kämpfe und
war von Ueberraschungen nicht frei. In der Gruppe I
hatten die beiden Favoriten schwersten Widerstand zu
überwinden, bis jeweils ein nur knapper und mühseli
ger Sieg errungen wurde. Schalke 04 spielte in Berlin
gegen den Berliner SB., und war heilfroh, mit 3:2 (2:1)
siegreich geblieben zu sein. Der Rivale der Gelsenkirche-
ner, die Chemnitzer Polizisten, mußten sich in Allenstein
gegen Hindenburg noch mehr strecken.
In der Gruppe II ist die Lage ziemlich geklärt. Ra
sensport Gleiwitz gewann gegen Eimsbüttel 4:1 (2:0) und
ist, wenn das letzte Spiel am nächsten Sonntag in
Stolp gegen Victoria gewonnen wird, Gruppenmeister.
Victoria-Stolp verlor gegen Werder-Bremen 1.4 (1:2).
Die Gruppe III hat im 1. FC. Nürnberg, der die
Stuttgarter Kickers überlegen 5:0 (2:0) schlug, ihren
Meister. Der 1. SV. Jena gewann gegen Wormatia-
Worms 3:1 (2:1) und holte sich mit diesem Tieg die
ersten Punkte.
Die größte Ueberraschnng des Tages war die Nieder
lage von Fortuna-Düsseldorf gegen Hanau 93. Mit 1:8
(1:8) blieben die sieggewohnten Düsseldorfer auf der
Strecke, sind aber dennoch schon jetzt Gruppenmeister, da
Waldhos-Mannheim sich durch eine 2:3 (1:0)-Niederlage
gegen CfR. Köln der letzten Chancen begab.
Die Rangordnung in der Gruppe II zeigt folgendes
Gesicht:
Vorwärts-Rasensport-Gleiwitz . 5 4 0 1 18: 8 8:2.
Werder-Bremen 5 3 0 2 20:11 0:4
Eimsbüttel-Hamburg 5 2 0 8 7:12 4:6
Victoria-Stolp ........5104 8:17 2:8
*
Eimsbüttels 1:4-Riederlags.
Fast 10 000 Zuschauer waren zum Jahn-Stadion nach
Gleiwitz gekommen, um den vierten Sieg ihres Mei
sters mitzuerleben. Von unbändigem Siegeöwillen be
seelt und durch forsches Stürmerspiel rangen die Glei-
witzer ihren Gegner mehr und mehr nieder und siegten
schließlich verdient mit 4:1 (2:0). Mittelläufer Lachmann
und die Verteidigung ragten aus der gut spielenden
schlesischen Mannschaft besonders hervor.
Bei Eimsbüttel, das sich mit dem aufgeweichten Bo
den weniger gut abfand, gefielen die Verteidiger Timm,
Stührk und Rohwedöer am besten.
Gleiwitz hat die Meisterschaft der Gruppe 2 so gut
wie sicher. Die Mannschaft hat sich während der Gau-
Gruppenspiele erst gefunden, das beweist am besten der
Sieg über Eimsbüttel, über die gleiche Elf, die den
Schlesiern in Hamburg eine 3:0-Niebcrlage beibrachte.
Die Gleiwitzer spielen technisch wenig kompliziert, stür
men energisch und zielbewußt auf den Flügeln und ver
fügen über einen stoßkrästigen Jnnensturm.
In Schleswig-Holstein weilte die Ligamannschaft Hol
steins in Flensburg zu einem Werbespiel, mußte sich
aber gegen die gute Flensburger Mannschaft mit einem
Unentschieden 3:3 begnügen. Die Kieler Fußballvereini-
gnng Kilia hatte sich St. Georg (Hamburg) zu einem Ge
sellschaftsspiel verpflichtet.
*
Fußball in der Heimaiprovinz.
Holstein gegen Flensburg 1908 3:3 (2:1).
Die Kieler, die zwar auf Linken verzichten mußten,
sonst aber in stärkster Besetzung antraten, hinterließen
in Flensburg aus Grund ihres technisch guten Spiels
einen recht guten Eindruck. Immerhin aber hatte Hol
stein stark zu kämpfen, um gegen die in ausnahmslos
guter Verfassung befindlichen Flensburger ein unent
schiedenes Ergebnis zu erzielen. Die zweite Halbzeit steht
zunächst im Zeichen einer klaren Ueberlegenheit der
Flensburger, die im Angriff vorzüglich arbeiten. Schon
nach wenigen Minuten kann Flensburg durch Hasse auf
2:2 ausgleichen und vom Anstoß durch denselben Spieler
3:2 in Führung gehen. Die Flensburger haben sich dann
jedoch verausgabt, so daß Holstein im weiteren Verlaus
eine klare Feldüberlegenheit herausarbeitet. Gegen
Schluß des Spieles kann der Halbrechte Schmidt aui
Vorlage von Möschel das längst verdiente Ausgleichstor
erzielen.
St. Georg (Hamburg) gegen Kilia (Kiel) 2:1 (1:9).
In einem spannenden und sportlich recht wertvollen
Kampfspiel standen sich St. Georg (Hamburg) und Kilia
(Kiel) vor recht gutem Besuch gegenüber. Die Hambur
ger Mannschaft spielte einen flachen und zweckmäßigen
Fußball) sie war in technischen Belangen den Kielern
jedoch keineswegs überlegen und kam gegen Schluß des
Spieles nur reichlich glücklich zu einem 2:1-Ersolg.
Die Spiele der Bezirksliga.
In der Bezirksliga wurde die' Meisterschaftsserie mi!
den letzten Punktspielen nahezu abgeschlossen. In Kiel
blieb Union-Teutonia über den Heider SV. mit 4:1 (2:1)
verdient erfolgreich, nachdem die Gäste zunächst über
raschend in Führung gegangen waren. In Itzehoe stan
den sich der VfB. Kiel und Preußen (Itzehoe) im letz
ten Punktspiel gegenüber. Die Kieler siegten nach
einem ausgeglichenen Spielverlauf mit 3:2 (3:1). Unent
schieden 2:2 trennten sich der VfB. Bordesholm und der
Der Reichssportführer und der Bürgermeister Kotzias-Athen in der Sportheil
statte Hohenlychen.Der Reichssportführer läßt sich dort z. Zt. wegen einer Venenent
zündung behandeln.
Handballsport an den Wendsbnrger Schnlen
Das Dritte Reich hat auch bei den Leibesübungen die
Erziehung der deutschen Jugend zum vollwertigen
Staatsbürger in de» Vordergrund gestellt. Daraus er
gab sich eine vollständig neue Grundeinstellung, die den
Sport nicht mehr als Selbstzweck sieht, sondern ihn den
großen vaterländischen Zielen einordnet.
Unter diesem Gesichtspunkt kann der Sport natürlich
nicht mehr das Privileg einiger weniger sein, Leibes
übung ist Sache des ganzen deutschen Volkes, jeder
deutsche Junge, jedes deutsche Mädel treibt Sport, dafür
sorgt schon die Staatsjugend, die uns auf diesem Gebiet
sehr weit voran gebracht hat.. Es muß das Bestreben
sein, die Jugend immer mehr für die Sache der Leibes
übungen zu begeistern. Neben der HI. haben auch die
beiden anderen Erziehungsfaktoren, das Elternhaus
und namentlich die Schule, tatkräftige Mitarbeit zu
leisten.
Die Jugend will Kampf. Im Wettkampf stärkt sie ihre
Kräfte, bessert sie ihre Leistung. Im Wettkampf erreicht
der Junge seine höchste Befriedigung: der Sieg seiner
Mannschaft macht ihn stolz.
Die Schulen haben dieser Tatsache Rechnung getra
gen und Wettkämpfe gegeneinander ausgcfochten. An
vielen Schulen ist dies gelegentlich geschehen, neuer
dings geht man in vielen Städten dazu über, soge
nannte „Wettspiclrunden" nach dem Vorbild der Pflicht
spiele im Reichsbund für Leibesübungen einzurichten.
Immer aber sind es Schulmannschaften, die nur den
Besten Gelegenheit geben, ihr Können zu erproben. Die
große Mehrzahl der Schüler wird nie das stolze Ge
fühl haben, als Vertreter der Schule gegen die fremde
Schule zu kämpfen.
Um richtige „Breitenarbeit" zu leisten, ist im letzten
Winterhalbjahr (1985-36, an den Rendsburger und Bii-
delsdorfer Knabenschulen ein anderer Versuch unter-
nommme». Unter Leitung des Turn- und Sportlehrers
H. Koll wurde folgender Plan beschlossen und durch
geführt:
Es werden zwischen den obengenannte» Schulen
Wettspielrunden im Handball ausgetragen. Gespielt
Mird mit Klassenmannschaften. Es beteiligen sich an den
Spielen die 3 obersten Klassen einer jeden Volksschule,
die 4 oberste» Klassen der Mittelschule und die Klassen
Quarta bis Untersekunda des Gymnasiums sowie eine
Mannschaft der Aufbauschule. Jede Klasse stellt 2 Mann
schaften, nur Klassen mit niedriger Schülerzahl können
von der Stellung einer zweiten Mannschaft absehen.
Gemeldet wurden 35 Mannschaften. Diese Mannschaften
wurden nach dem Alter in 6 Gruppen geteilt. In jeder
Gruppe spielt jede Mannschaft zweimal gegen jede.
Für diese Wettkämpfe stellte das Gymnasium 4, Mit
telschule 10, Nenwerk 7, Altstadt 6, Büdelsdorf 5, kath
Schule 2, Aufbauschule 1 Mannschaft. Diese 86 Mann
fchasten trugen in der Zeit von Oktober 1985 bis
Ostern 1936 129 Spiele aus. Sämtliche Spiele fanden
unter Aufsicht von Lehrern statt und wurden ausschließ
lich von Lehrern geleitet.
Infolge des schlechten Wetters im Januar und Fe
bruar 1936 konnten nicht alle vorgesehenen Spiele aus
getragen werden. In allen Gruppen gelang cs aber, die
Sieger einwandfrei festzustellen.
Wer wurden Sieger?
Gruppe 1 (4 Mannschaften)' 1. Mittelschule Kl. Ib.
Gruppe 2 (7 Mannschaften): 1. Volksschule Büdelsdorf
Kl. 1 (im Entscheidungsspiel).
2. Altstäöter Knabenschule Kl. 1
Gruppe 3 (6 Mannschaften): 1.Neuwerker Knabenschule
Kl. la, 2. Mschft.
2. Volksschule Büdelsdorf Kl. 1, 2. Mschft.
Gruppe 4 (4 Mannschaften): 1. Mittelschule Kl. 3b (im
Entscheidungsspiel).
2. Neuwerker Knabenschule Kl. 2b.
Gruppe 5 (3 Mannschaften): 1. Neuwerker Knabenschule
Kl. 2b, 2. Mschft.
Gruppe 6 (8 Mannschaften): 1. Mittelschule Kl. 4b (im
Entscheidungsspiel).
2. Neuwerker Knaben,a,ule Kl. 3.
Das Fachamt Handball im Reichsbund für Leibes
übungen hat für die siegenden Mannschaften eine Pla
kette und 5 Urkunden gestiftet. Die Plakette erhielt als
Sieger der Hauptklasse (Gruppe 2» die 1. Klasse der
Volksschule Büdelsdorf) die übrigen Gruppensieger er
hielten Urkunden.
Damit hat die erste Wettkampfrunde ihr Ende er
reicht. Die einzelnen Mannschaften haben ihr Bestes
gegeben: die Spiele sind in guter Kameradschaft durch
geführt werden, sie haben gezeigt, daß in jeder Schule
veranlagte Spieler stecken. Klar ist schon bei jeder
Mannschaft nach dieser Runde eine beträchtliche Lei
stungssteigerung zu verzeichnen, sie wird für die Jun
gen ein Ansporn sei», auf dem einmal beschrittenen
Wege weiterzuarbeiten, um Körper und Seele frisch,
widerstandsfähig und gesund zu erhalten.
Steinfeld.
Rendsburger BSV., nachdem die Rendsburger beim
Wechsel noch mit 2:1 geführt hatten. Der TSV. Kiel-
Gaarden hatte sich den SC. Comet zu einem Freund
schaftsspiel verpflichtet und konnte durch einen knappen
4:3-Erfolg seine anhaltende Formverbesserung unter
Beweis stellen. Auf eigenem Platze unterlag der
Reichsbahn-TSV. Husum gegen die Kreismannschaft
Holsteins knapp mit 2.3. Der SV Ellerbek schlug Preu
ßen-Germania überraschend mit 3:1 (3:0). Friedrichsort
hatte aus Anlaß seines Stiftungsfestes den Kieler SV.
zu Gast und blieb trotz mehrfacher Ersatzgestellung ein
wandfrei mit 5:2 (2:1) erfolgreich.
Im Punktspiel der Nordstaffel unterlag Nordmarl
(Satrup) gegen Rasensport (Schleswig) mit 1:3 (1:1).
* % *
Handball.
KTV. i Frauen—NMTV. 1 Frauen 2:3 (0:1).
Letzten Sonntag hatten die RMTB.-Handballerinnen
die Kieler Damen zum Gesellschaftsspiel eingeladen.
KTV. ist als überlegener Gegner bekannt und rückte
ziemlich siegessicher auf die Kampfbahn. Unsere Rends
burger Mädels aber hatten sich vorgenommen, den Kie
lern den Sieg streitig zu machen. Rendsburg hat An
wurf, geht auch gleich aufs Ganze, doch die Kieler Hin
termannschaft steht sicher. Das Spiel geht hin und her,
ohne besondere Leistungen auf beiden Seiten. End
lich wußten die Rendsburger Mädels eine grobe Un
achtsamkeit der Kieler Verteidigung auszunutzen und
kamen durch Hamann zum ersten Erfolg. Jetzt kämpft
Rendsburg schon bedeutend eifriger und schießt lebhafter,
aber vom Pech verfolgt, denn wie oft retteten Posten
und Latte. Unverändert mit 1:0 für Rendsburg geht es
in die Halbzeit. Mit neu gesammelten Kräften setzt
sich Rendsburg in der zweiten Halbzeit noch mehr ein.
Die Gäste werden etwas stutzig und versuchen immer
wieder auszugleichen. Es gelingt auch. Das Spiel stehk
1:1. Viele Tormöglichkeiten werden in kaum glaublicher
Weise ausgelassen, doch dem RMTV. gelingt es, zwei
gute Treffer hintereinander einzusenden. Kurz vorm
Schlußpfiff kommt Kiel noch einmal auf und kann einen
zweiten Treffer erzielen, daun trennen sich die Mann
schaften mit einem 3:2-Sieg für Rendsburg.
Ein schönes Spiel wurde gerade nicht für die Zu
schauer geboten. Das Zusammenspiel muß immer wieder
beanstandet werden, denn es wurde noch zu eng ge
spielt. Unsicherheiten im Fangen machten sich sehr be
merkbar. Wieder sah man zu langes Balltreiben, eben
weil jeder die Tore schießen will. Die Angriffe ballten
sich oft mit allen Stürmern vor dem Tor derart zu
sammen, daß ein Schießen unmöglich war.
*
Gauligasiege von Flensburg «8 und Komet.
In Hamburg konnte Komet den letzten Gauliga-
Punktkampf noch zu einem schönen Sieg gestalten. Die
Turnerschaft Barmbeck-Uhlenhorst verlor 7:8 (4:4>.
In Flensburg gewann Flensburg 08 mit viel Glück
gegen Hassee-Winterbek 6:5. Bei der Pause lag Hassee
klar 5:2 in Front, doch nach dem Wechsel waren die
Flensburger nicht wiederzuerkennen. Ein 13-Meicr-
Ball und zwei schöne Tore von Moldt stellten den Aus
gleich her und kurz vor dem Abpfiff brachte ein sechstes
Tor den Flensburgern den Sieg. Hassee-Winterbek hatte
sich in der ersten Halbzeit zu sehr verausgabt und war
in der zweiten Halbzeit dem Tempo nicht mehr gewach
sen.
Gauliga-Aufstiegspiele.
Einen überraschenden Sieg trug der SV. Heinkel-Ro-
stock über Union-Teutonia-Kiel davon mit dem Ergebnis
13:5 (7:3).
In Kiel traf der Turnerbund von 1862 auf die Kieler
Turnerschaft von 1883, hatte aber Pech, denn beim
Stande von 2:0 verloren die Hamburger ihren rechren
Verteidiger. Nur so ist auch die hohe Niederlage von
12:5 (8:4) zu erklären.
Im Gesellschaftsspiel schlug St. Georg in Kiel die
gefürchtete Borusstamannschaft ziemlich sicher mit 12:8
(6:3).
Nach Abschluß aller
Tabelle wie folgt aus:
Oberalster
MSA--Hansa
St. Georg
Borussia-Kiel
MSB.-Rostock
MTB.-1844-Kiel . ,
Flensburg 08 . . ,
Barmbeck-Uhlenhorst
Hassee-Winterbek . .
Komet
MSA.-Hansa . . .
Punktspiele sieht die Gauliga-
. 18
. 18
. 18
. 18
. 18
. 18
18
. 18
18
18
18
Pkt.
224: 00 33
160:137 25
137:103
132:136
125:148
96:114
131:163
100:153
117:139
119:139
160:137
23
19
19
15
12
12
11
11
25
Sberalsters großer Sieg.
Obcralster schlägt KTV. Stettin 21:3.
Daß die starke Mannschaft Oberalster den Kampf gegen
KTV. Stettin gewinnen würde, konnte keinem Zweifel
unterliegen, nachdem die Stettiner schon im ersten
Durchgang der Gaugruppenspiele zweistellig geschlagen
worden waren. Das gestrige Rekordergebnis zeugt aber
davon, daß sich die Oberalster-Mannschaft durch die pcchöse
Niederlage in Magdeburg am letzten Sonntag nicht hat
beirren lassen. 21 Tore gegen einen Gaumeister wollen
immerhin geschossen sein, und wir erinnern bei dieser
Gelegenheit daran, daß der deutsche Meister MSB-
Magdeburg in Stettin gegen die gleiche Mannschaft erst
nach schwerem Kampf gewann. In dieser Form kan»
Oberalster dem Rückkampf gegen den MSB. Magdeburg,
der die Entscheidung über den Gruppensieg bringen
wird, beruhigt entgegensehen.
» . *
Prüfung im Radfahren in Rendsburg.
Der erste Schritt.
Eine Prüfung im Radfahren auf der Landstraße zum
Zwecke der Rennfahrer-Nachwuchssuche veranstaltet der
deutsche Radfahrerverband e. V. Sitz Berlin in sämt
lichen Gauen Deutschlands. Dasselbe ist für jugendliche
Radfahrer von über 14 bis 18 Jahren offen. Diese
Wettbewerbe müssen bis zum 7. Juni 1936, und zwar im
Gau VII Nordmark e. V. am 17. Mai 1936 über min
destens 30 höchstens 50 Km., ausgefahren sein. Teil
nahmeberechtigt sind alle Radfahrer arischer Abstammung
und deutscher Nationalität, ohne Rücksicht auf die Ange
hörigkeit zum deutschen Radfahrer-Verband, sofern sie
an öfsentlicheu Wettbewerbe» auf Bahn oder Straße
— mit Ausnahme der früheren Vor- und Zwischenent
scheidungen des „Ersten Schritt" — nicht teilgenommen
haben. Es ist nur eine Beteiligung am „Ersten Schritt"
gestattet. Das zum Rennen benutzte Fahrrad muß den
polizeiliche» Bestimmungen entsprechend mit helltönen-
der Glocke, Rückstrahler und sicherwirkender Hand- und
Rücktrittbremse versehen sein. Gefahren wird nach den
Wettfahrtbestimmungen des DRV. Jeder Teilnehmer
fährt auf eigene Rechnung und Gefahr. Die Einhaltung
der wegepolizeilichen Vorschriften wird allen Teilneh
mern zur Pflicht gemacht. Die Sieger in der Vorent
scheidung erhalten Blumengebinde mit gestickter Schleife
und Ehrenurkunde. Den Nächstfolgenden werden eben
falls Urkunden erteilt.
Kreis-Mannschafts-Rleisterschafts-
schießen in Rendsburg.
Das Kreisschießen der Vierkampf-Mannschafts-Meister.
schäften des Deutschen Schützenbundes für 1936 für
Scheibenbüchse, Pistole, Wehrmannsbüchse und Klcin-
kaliber fand am Sonntag auf den Schießständen des
Schützenvereins Rendsburg statt. Hieran beteilige» sich
2 Mannschaften des Schützenvereins Rendsburg.
Das Ergebnis war folgendes: Sieger und damit
Kreismeister wurde die 1. Mannschaft des Schützenvereins
Rendsburg mit 3024 Ringen (Scheibenbüchse: Wämser
797 Ringe, Pistole: Stangenberg 858, Wehrmannsbüchse:
Kock 841, Kleinkaliber: Qualmann 628 Ringe). Di«
zweite Mannschaft erzielte 2214 Ringe (Scheibenbüchse:
Sohns 664 Ringe Pistole: Traulsen 377, Wehrmanns
büchse Steen 648, Kleinkaliber Bergemann 545 Ringe).
Das Kleinkalibcr-Kreismannschafts-Meisterschaftsschie-
ßcn (je 5 Mann eine Mannschaft) hatte bereits aW
Sonntag, b. 3. Mai, stattgefunden. Auch hieran betei
ligten sich 2 Mannschaften des Schützenocreins Rends
burg. Auch hier wurde die 1. Mannschaft Sieger und
damit Kreismeister mit 2711 Ringen (Bergemann 563,
Stangenberg 562, Kock, 542, Boß 527, Wämser 517 Ringe).
Die 2. Mannschaft erzielte 2625 Ringe (Qualmann 564,
Lücke 529, Sohns 523, Steen 511, Oldenburg 498 Rin
ge). Die beiden Kreismeister nehmen an der Austra
gung der Bezirksmeisterschaftswcttkämpfe teil.
Mnderpokal des Keglervereins
Rendsburg.
Am Sonntag fand in der Dorfschänke in Bübcls-
dorf ein Ausscheidungskegeln um den Wanderpokal des
Kcglervereins für Rendsburg und Umgegend statt. Je
der Kegler hatte auf beiden Bahnen je 25 Kugeln zu
werfen. Die 6 besten eines jeden Klubs wurden ge
wertet.
Nachstehend das Ergebnis
1. Kegelklub „Rasselbrüöer" mit 1765 Holz (Paul
Hansen 361, Koll 354, Claussen 353, Weyershausen 362,
Kröger 345 Holz), 2. Kegelklub „Alle Neun" mit 1755
Holz (Ehlers 354, Hansen 354, Reimers 351, Debbele«
349, Groth 347 Holz), 3. Kegelklub „Gut Holz" mit 1747
Holz (Rathgen 864, Ahrens 353, Rennwanz 345, Schlizi»
345, Petersen 340 Holz), 4. Kegelklub „Treu dein
Sport" mit 1741 Holz, 5. Kegelklub „Gemütlichkeit" «it
1728 Holz, 6. Kegelklub „Eintracht" mit 1727 Holz und 7.
Kegelklub „Keen Tid" mit 1723 Holz.
w""V._ ^à.
MWlir,
Radfahren bringt auf alle Fälle
Den,der es kann, rasch von der Stelle!
C&ßzHt mcut stufe. Áa£/
{pnfinetifal - Reifen