Full text: Newspaper volume (1936, Bd. 2)

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Armen. Eprel und Kport 
Jahrgang 129. ' Nr. 110 
Sportbeilage der Schleswig-Holfteinischen Landeszeitung (Rendsburger Tageblatt) 
Dienstag, den 12. Mai 1936 
Sie 5. Gruppenriinde um die Fußball 
meisterschaft 
Gruppe I 
In Berlin: Berliner SV. 92—Schalke 04 2:3 (1:2). 
In Allcnstein: Hindenburg-Allenstein—Polizei SV. 
' Chemnitz 2:3 (2:0). 
Gruppe II 
In Gleiwitz: Vorwärts Gruppe II Rasensport gegen 
Eimsbütrcl-Hamburg 4:1 (2:0). 
*' Gruppe III 
In Stuttgart: Stuttgarter Kickers—1. FC. Nürnberg 
-0:6 (0:2). 
In Jena: 1. SV. Jena—Wormatia Worms 3:1 (2:1). 
Gruppe IV 
In Kassel: Hanau 93—Fortuna-Düsseldorf 8:1 (3:1). 
In Bonn: Kölner CfR.—Waldhof-Mannheim 8:2 (0:1). 
Die fünfte Gruppenrunde der deutschen Fußballmeister 
schaft zeigte in allen Gruppen erbitterte Kämpfe und 
war von Ueberraschungen nicht frei. In der Gruppe I 
hatten die beiden Favoriten schwersten Widerstand zu 
überwinden, bis jeweils ein nur knapper und mühseli 
ger Sieg errungen wurde. Schalke 04 spielte in Berlin 
gegen den Berliner SB., und war heilfroh, mit 3:2 (2:1) 
siegreich geblieben zu sein. Der Rivale der Gelsenkirche- 
ner, die Chemnitzer Polizisten, mußten sich in Allenstein 
gegen Hindenburg noch mehr strecken. 
In der Gruppe II ist die Lage ziemlich geklärt. Ra 
sensport Gleiwitz gewann gegen Eimsbüttel 4:1 (2:0) und 
ist, wenn das letzte Spiel am nächsten Sonntag in 
Stolp gegen Victoria gewonnen wird, Gruppenmeister. 
Victoria-Stolp verlor gegen Werder-Bremen 1.4 (1:2). 
Die Gruppe III hat im 1. FC. Nürnberg, der die 
Stuttgarter Kickers überlegen 5:0 (2:0) schlug, ihren 
Meister. Der 1. SV. Jena gewann gegen Wormatia- 
Worms 3:1 (2:1) und holte sich mit diesem Tieg die 
ersten Punkte. 
Die größte Ueberraschnng des Tages war die Nieder 
lage von Fortuna-Düsseldorf gegen Hanau 93. Mit 1:8 
(1:8) blieben die sieggewohnten Düsseldorfer auf der 
Strecke, sind aber dennoch schon jetzt Gruppenmeister, da 
Waldhos-Mannheim sich durch eine 2:3 (1:0)-Niederlage 
gegen CfR. Köln der letzten Chancen begab. 
Die Rangordnung in der Gruppe II zeigt folgendes 
Gesicht: 
Vorwärts-Rasensport-Gleiwitz . 5 4 0 1 18: 8 8:2. 
Werder-Bremen 5 3 0 2 20:11 0:4 
Eimsbüttel-Hamburg 5 2 0 8 7:12 4:6 
Victoria-Stolp ........5104 8:17 2:8 
* 
Eimsbüttels 1:4-Riederlags. 
Fast 10 000 Zuschauer waren zum Jahn-Stadion nach 
Gleiwitz gekommen, um den vierten Sieg ihres Mei 
sters mitzuerleben. Von unbändigem Siegeöwillen be 
seelt und durch forsches Stürmerspiel rangen die Glei- 
witzer ihren Gegner mehr und mehr nieder und siegten 
schließlich verdient mit 4:1 (2:0). Mittelläufer Lachmann 
und die Verteidigung ragten aus der gut spielenden 
schlesischen Mannschaft besonders hervor. 
Bei Eimsbüttel, das sich mit dem aufgeweichten Bo 
den weniger gut abfand, gefielen die Verteidiger Timm, 
Stührk und Rohwedöer am besten. 
Gleiwitz hat die Meisterschaft der Gruppe 2 so gut 
wie sicher. Die Mannschaft hat sich während der Gau- 
Gruppenspiele erst gefunden, das beweist am besten der 
Sieg über Eimsbüttel, über die gleiche Elf, die den 
Schlesiern in Hamburg eine 3:0-Niebcrlage beibrachte. 
Die Gleiwitzer spielen technisch wenig kompliziert, stür 
men energisch und zielbewußt auf den Flügeln und ver 
fügen über einen stoßkrästigen Jnnensturm. 
In Schleswig-Holstein weilte die Ligamannschaft Hol 
steins in Flensburg zu einem Werbespiel, mußte sich 
aber gegen die gute Flensburger Mannschaft mit einem 
Unentschieden 3:3 begnügen. Die Kieler Fußballvereini- 
gnng Kilia hatte sich St. Georg (Hamburg) zu einem Ge 
sellschaftsspiel verpflichtet. 
* 
Fußball in der Heimaiprovinz. 
Holstein gegen Flensburg 1908 3:3 (2:1). 
Die Kieler, die zwar auf Linken verzichten mußten, 
sonst aber in stärkster Besetzung antraten, hinterließen 
in Flensburg aus Grund ihres technisch guten Spiels 
einen recht guten Eindruck. Immerhin aber hatte Hol 
stein stark zu kämpfen, um gegen die in ausnahmslos 
guter Verfassung befindlichen Flensburger ein unent 
schiedenes Ergebnis zu erzielen. Die zweite Halbzeit steht 
zunächst im Zeichen einer klaren Ueberlegenheit der 
Flensburger, die im Angriff vorzüglich arbeiten. Schon 
nach wenigen Minuten kann Flensburg durch Hasse auf 
2:2 ausgleichen und vom Anstoß durch denselben Spieler 
3:2 in Führung gehen. Die Flensburger haben sich dann 
jedoch verausgabt, so daß Holstein im weiteren Verlaus 
eine klare Feldüberlegenheit herausarbeitet. Gegen 
Schluß des Spieles kann der Halbrechte Schmidt aui 
Vorlage von Möschel das längst verdiente Ausgleichstor 
erzielen. 
St. Georg (Hamburg) gegen Kilia (Kiel) 2:1 (1:9). 
In einem spannenden und sportlich recht wertvollen 
Kampfspiel standen sich St. Georg (Hamburg) und Kilia 
(Kiel) vor recht gutem Besuch gegenüber. Die Hambur 
ger Mannschaft spielte einen flachen und zweckmäßigen 
Fußball) sie war in technischen Belangen den Kielern 
jedoch keineswegs überlegen und kam gegen Schluß des 
Spieles nur reichlich glücklich zu einem 2:1-Ersolg. 
Die Spiele der Bezirksliga. 
In der Bezirksliga wurde die' Meisterschaftsserie mi! 
den letzten Punktspielen nahezu abgeschlossen. In Kiel 
blieb Union-Teutonia über den Heider SV. mit 4:1 (2:1) 
verdient erfolgreich, nachdem die Gäste zunächst über 
raschend in Führung gegangen waren. In Itzehoe stan 
den sich der VfB. Kiel und Preußen (Itzehoe) im letz 
ten Punktspiel gegenüber. Die Kieler siegten nach 
einem ausgeglichenen Spielverlauf mit 3:2 (3:1). Unent 
schieden 2:2 trennten sich der VfB. Bordesholm und der 
Der Reichssportführer und der Bürgermeister Kotzias-Athen in der Sportheil 
statte Hohenlychen.Der Reichssportführer läßt sich dort z. Zt. wegen einer Venenent 
zündung behandeln. 
Handballsport an den Wendsbnrger Schnlen 
Das Dritte Reich hat auch bei den Leibesübungen die 
Erziehung der deutschen Jugend zum vollwertigen 
Staatsbürger in de» Vordergrund gestellt. Daraus er 
gab sich eine vollständig neue Grundeinstellung, die den 
Sport nicht mehr als Selbstzweck sieht, sondern ihn den 
großen vaterländischen Zielen einordnet. 
Unter diesem Gesichtspunkt kann der Sport natürlich 
nicht mehr das Privileg einiger weniger sein, Leibes 
übung ist Sache des ganzen deutschen Volkes, jeder 
deutsche Junge, jedes deutsche Mädel treibt Sport, dafür 
sorgt schon die Staatsjugend, die uns auf diesem Gebiet 
sehr weit voran gebracht hat.. Es muß das Bestreben 
sein, die Jugend immer mehr für die Sache der Leibes 
übungen zu begeistern. Neben der HI. haben auch die 
beiden anderen Erziehungsfaktoren, das Elternhaus 
und namentlich die Schule, tatkräftige Mitarbeit zu 
leisten. 
Die Jugend will Kampf. Im Wettkampf stärkt sie ihre 
Kräfte, bessert sie ihre Leistung. Im Wettkampf erreicht 
der Junge seine höchste Befriedigung: der Sieg seiner 
Mannschaft macht ihn stolz. 
Die Schulen haben dieser Tatsache Rechnung getra 
gen und Wettkämpfe gegeneinander ausgcfochten. An 
vielen Schulen ist dies gelegentlich geschehen, neuer 
dings geht man in vielen Städten dazu über, soge 
nannte „Wettspiclrunden" nach dem Vorbild der Pflicht 
spiele im Reichsbund für Leibesübungen einzurichten. 
Immer aber sind es Schulmannschaften, die nur den 
Besten Gelegenheit geben, ihr Können zu erproben. Die 
große Mehrzahl der Schüler wird nie das stolze Ge 
fühl haben, als Vertreter der Schule gegen die fremde 
Schule zu kämpfen. 
Um richtige „Breitenarbeit" zu leisten, ist im letzten 
Winterhalbjahr (1985-36, an den Rendsburger und Bii- 
delsdorfer Knabenschulen ein anderer Versuch unter- 
nommme». Unter Leitung des Turn- und Sportlehrers 
H. Koll wurde folgender Plan beschlossen und durch 
geführt: 
Es werden zwischen den obengenannte» Schulen 
Wettspielrunden im Handball ausgetragen. Gespielt 
Mird mit Klassenmannschaften. Es beteiligen sich an den 
Spielen die 3 obersten Klassen einer jeden Volksschule, 
die 4 oberste» Klassen der Mittelschule und die Klassen 
Quarta bis Untersekunda des Gymnasiums sowie eine 
Mannschaft der Aufbauschule. Jede Klasse stellt 2 Mann 
schaften, nur Klassen mit niedriger Schülerzahl können 
von der Stellung einer zweiten Mannschaft absehen. 
Gemeldet wurden 35 Mannschaften. Diese Mannschaften 
wurden nach dem Alter in 6 Gruppen geteilt. In jeder 
Gruppe spielt jede Mannschaft zweimal gegen jede. 
Für diese Wettkämpfe stellte das Gymnasium 4, Mit 
telschule 10, Nenwerk 7, Altstadt 6, Büdelsdorf 5, kath 
Schule 2, Aufbauschule 1 Mannschaft. Diese 86 Mann 
fchasten trugen in der Zeit von Oktober 1985 bis 
Ostern 1936 129 Spiele aus. Sämtliche Spiele fanden 
unter Aufsicht von Lehrern statt und wurden ausschließ 
lich von Lehrern geleitet. 
Infolge des schlechten Wetters im Januar und Fe 
bruar 1936 konnten nicht alle vorgesehenen Spiele aus 
getragen werden. In allen Gruppen gelang cs aber, die 
Sieger einwandfrei festzustellen. 
Wer wurden Sieger? 
Gruppe 1 (4 Mannschaften)' 1. Mittelschule Kl. Ib. 
Gruppe 2 (7 Mannschaften): 1. Volksschule Büdelsdorf 
Kl. 1 (im Entscheidungsspiel). 
2. Altstäöter Knabenschule Kl. 1 
Gruppe 3 (6 Mannschaften): 1.Neuwerker Knabenschule 
Kl. la, 2. Mschft. 
2. Volksschule Büdelsdorf Kl. 1, 2. Mschft. 
Gruppe 4 (4 Mannschaften): 1. Mittelschule Kl. 3b (im 
Entscheidungsspiel). 
2. Neuwerker Knabenschule Kl. 2b. 
Gruppe 5 (3 Mannschaften): 1. Neuwerker Knabenschule 
Kl. 2b, 2. Mschft. 
Gruppe 6 (8 Mannschaften): 1. Mittelschule Kl. 4b (im 
Entscheidungsspiel). 
2. Neuwerker Knaben,a,ule Kl. 3. 
Das Fachamt Handball im Reichsbund für Leibes 
übungen hat für die siegenden Mannschaften eine Pla 
kette und 5 Urkunden gestiftet. Die Plakette erhielt als 
Sieger der Hauptklasse (Gruppe 2» die 1. Klasse der 
Volksschule Büdelsdorf) die übrigen Gruppensieger er 
hielten Urkunden. 
Damit hat die erste Wettkampfrunde ihr Ende er 
reicht. Die einzelnen Mannschaften haben ihr Bestes 
gegeben: die Spiele sind in guter Kameradschaft durch 
geführt werden, sie haben gezeigt, daß in jeder Schule 
veranlagte Spieler stecken. Klar ist schon bei jeder 
Mannschaft nach dieser Runde eine beträchtliche Lei 
stungssteigerung zu verzeichnen, sie wird für die Jun 
gen ein Ansporn sei», auf dem einmal beschrittenen 
Wege weiterzuarbeiten, um Körper und Seele frisch, 
widerstandsfähig und gesund zu erhalten. 
Steinfeld. 
Rendsburger BSV., nachdem die Rendsburger beim 
Wechsel noch mit 2:1 geführt hatten. Der TSV. Kiel- 
Gaarden hatte sich den SC. Comet zu einem Freund 
schaftsspiel verpflichtet und konnte durch einen knappen 
4:3-Erfolg seine anhaltende Formverbesserung unter 
Beweis stellen. Auf eigenem Platze unterlag der 
Reichsbahn-TSV. Husum gegen die Kreismannschaft 
Holsteins knapp mit 2.3. Der SV Ellerbek schlug Preu 
ßen-Germania überraschend mit 3:1 (3:0). Friedrichsort 
hatte aus Anlaß seines Stiftungsfestes den Kieler SV. 
zu Gast und blieb trotz mehrfacher Ersatzgestellung ein 
wandfrei mit 5:2 (2:1) erfolgreich. 
Im Punktspiel der Nordstaffel unterlag Nordmarl 
(Satrup) gegen Rasensport (Schleswig) mit 1:3 (1:1). 
* % * 
Handball. 
KTV. i Frauen—NMTV. 1 Frauen 2:3 (0:1). 
Letzten Sonntag hatten die RMTB.-Handballerinnen 
die Kieler Damen zum Gesellschaftsspiel eingeladen. 
KTV. ist als überlegener Gegner bekannt und rückte 
ziemlich siegessicher auf die Kampfbahn. Unsere Rends 
burger Mädels aber hatten sich vorgenommen, den Kie 
lern den Sieg streitig zu machen. Rendsburg hat An 
wurf, geht auch gleich aufs Ganze, doch die Kieler Hin 
termannschaft steht sicher. Das Spiel geht hin und her, 
ohne besondere Leistungen auf beiden Seiten. End 
lich wußten die Rendsburger Mädels eine grobe Un 
achtsamkeit der Kieler Verteidigung auszunutzen und 
kamen durch Hamann zum ersten Erfolg. Jetzt kämpft 
Rendsburg schon bedeutend eifriger und schießt lebhafter, 
aber vom Pech verfolgt, denn wie oft retteten Posten 
und Latte. Unverändert mit 1:0 für Rendsburg geht es 
in die Halbzeit. Mit neu gesammelten Kräften setzt 
sich Rendsburg in der zweiten Halbzeit noch mehr ein. 
Die Gäste werden etwas stutzig und versuchen immer 
wieder auszugleichen. Es gelingt auch. Das Spiel stehk 
1:1. Viele Tormöglichkeiten werden in kaum glaublicher 
Weise ausgelassen, doch dem RMTV. gelingt es, zwei 
gute Treffer hintereinander einzusenden. Kurz vorm 
Schlußpfiff kommt Kiel noch einmal auf und kann einen 
zweiten Treffer erzielen, daun trennen sich die Mann 
schaften mit einem 3:2-Sieg für Rendsburg. 
Ein schönes Spiel wurde gerade nicht für die Zu 
schauer geboten. Das Zusammenspiel muß immer wieder 
beanstandet werden, denn es wurde noch zu eng ge 
spielt. Unsicherheiten im Fangen machten sich sehr be 
merkbar. Wieder sah man zu langes Balltreiben, eben 
weil jeder die Tore schießen will. Die Angriffe ballten 
sich oft mit allen Stürmern vor dem Tor derart zu 
sammen, daß ein Schießen unmöglich war. 
* 
Gauligasiege von Flensburg «8 und Komet. 
In Hamburg konnte Komet den letzten Gauliga- 
Punktkampf noch zu einem schönen Sieg gestalten. Die 
Turnerschaft Barmbeck-Uhlenhorst verlor 7:8 (4:4>. 
In Flensburg gewann Flensburg 08 mit viel Glück 
gegen Hassee-Winterbek 6:5. Bei der Pause lag Hassee 
klar 5:2 in Front, doch nach dem Wechsel waren die 
Flensburger nicht wiederzuerkennen. Ein 13-Meicr- 
Ball und zwei schöne Tore von Moldt stellten den Aus 
gleich her und kurz vor dem Abpfiff brachte ein sechstes 
Tor den Flensburgern den Sieg. Hassee-Winterbek hatte 
sich in der ersten Halbzeit zu sehr verausgabt und war 
in der zweiten Halbzeit dem Tempo nicht mehr gewach 
sen. 
Gauliga-Aufstiegspiele. 
Einen überraschenden Sieg trug der SV. Heinkel-Ro- 
stock über Union-Teutonia-Kiel davon mit dem Ergebnis 
13:5 (7:3). 
In Kiel traf der Turnerbund von 1862 auf die Kieler 
Turnerschaft von 1883, hatte aber Pech, denn beim 
Stande von 2:0 verloren die Hamburger ihren rechren 
Verteidiger. Nur so ist auch die hohe Niederlage von 
12:5 (8:4) zu erklären. 
Im Gesellschaftsspiel schlug St. Georg in Kiel die 
gefürchtete Borusstamannschaft ziemlich sicher mit 12:8 
(6:3). 
Nach Abschluß aller 
Tabelle wie folgt aus: 
Oberalster 
MSA--Hansa 
St. Georg 
Borussia-Kiel 
MSB.-Rostock 
MTB.-1844-Kiel . , 
Flensburg 08 . . , 
Barmbeck-Uhlenhorst 
Hassee-Winterbek . . 
Komet 
MSA.-Hansa . . . 
Punktspiele sieht die Gauliga- 
. 18 
. 18 
. 18 
. 18 
. 18 
. 18 
18 
. 18 
18 
18 
18 
Pkt. 
224: 00 33 
160:137 25 
137:103 
132:136 
125:148 
96:114 
131:163 
100:153 
117:139 
119:139 
160:137 
23 
19 
19 
15 
12 
12 
11 
11 
25 
Sberalsters großer Sieg. 
Obcralster schlägt KTV. Stettin 21:3. 
Daß die starke Mannschaft Oberalster den Kampf gegen 
KTV. Stettin gewinnen würde, konnte keinem Zweifel 
unterliegen, nachdem die Stettiner schon im ersten 
Durchgang der Gaugruppenspiele zweistellig geschlagen 
worden waren. Das gestrige Rekordergebnis zeugt aber 
davon, daß sich die Oberalster-Mannschaft durch die pcchöse 
Niederlage in Magdeburg am letzten Sonntag nicht hat 
beirren lassen. 21 Tore gegen einen Gaumeister wollen 
immerhin geschossen sein, und wir erinnern bei dieser 
Gelegenheit daran, daß der deutsche Meister MSB- 
Magdeburg in Stettin gegen die gleiche Mannschaft erst 
nach schwerem Kampf gewann. In dieser Form kan» 
Oberalster dem Rückkampf gegen den MSB. Magdeburg, 
der die Entscheidung über den Gruppensieg bringen 
wird, beruhigt entgegensehen. 
» . * 
Prüfung im Radfahren in Rendsburg. 
Der erste Schritt. 
Eine Prüfung im Radfahren auf der Landstraße zum 
Zwecke der Rennfahrer-Nachwuchssuche veranstaltet der 
deutsche Radfahrerverband e. V. Sitz Berlin in sämt 
lichen Gauen Deutschlands. Dasselbe ist für jugendliche 
Radfahrer von über 14 bis 18 Jahren offen. Diese 
Wettbewerbe müssen bis zum 7. Juni 1936, und zwar im 
Gau VII Nordmark e. V. am 17. Mai 1936 über min 
destens 30 höchstens 50 Km., ausgefahren sein. Teil 
nahmeberechtigt sind alle Radfahrer arischer Abstammung 
und deutscher Nationalität, ohne Rücksicht auf die Ange 
hörigkeit zum deutschen Radfahrer-Verband, sofern sie 
an öfsentlicheu Wettbewerbe» auf Bahn oder Straße 
— mit Ausnahme der früheren Vor- und Zwischenent 
scheidungen des „Ersten Schritt" — nicht teilgenommen 
haben. Es ist nur eine Beteiligung am „Ersten Schritt" 
gestattet. Das zum Rennen benutzte Fahrrad muß den 
polizeiliche» Bestimmungen entsprechend mit helltönen- 
der Glocke, Rückstrahler und sicherwirkender Hand- und 
Rücktrittbremse versehen sein. Gefahren wird nach den 
Wettfahrtbestimmungen des DRV. Jeder Teilnehmer 
fährt auf eigene Rechnung und Gefahr. Die Einhaltung 
der wegepolizeilichen Vorschriften wird allen Teilneh 
mern zur Pflicht gemacht. Die Sieger in der Vorent 
scheidung erhalten Blumengebinde mit gestickter Schleife 
und Ehrenurkunde. Den Nächstfolgenden werden eben 
falls Urkunden erteilt. 
Kreis-Mannschafts-Rleisterschafts- 
schießen in Rendsburg. 
Das Kreisschießen der Vierkampf-Mannschafts-Meister. 
schäften des Deutschen Schützenbundes für 1936 für 
Scheibenbüchse, Pistole, Wehrmannsbüchse und Klcin- 
kaliber fand am Sonntag auf den Schießständen des 
Schützenvereins Rendsburg statt. Hieran beteilige» sich 
2 Mannschaften des Schützenvereins Rendsburg. 
Das Ergebnis war folgendes: Sieger und damit 
Kreismeister wurde die 1. Mannschaft des Schützenvereins 
Rendsburg mit 3024 Ringen (Scheibenbüchse: Wämser 
797 Ringe, Pistole: Stangenberg 858, Wehrmannsbüchse: 
Kock 841, Kleinkaliber: Qualmann 628 Ringe). Di« 
zweite Mannschaft erzielte 2214 Ringe (Scheibenbüchse: 
Sohns 664 Ringe Pistole: Traulsen 377, Wehrmanns 
büchse Steen 648, Kleinkaliber Bergemann 545 Ringe). 
Das Kleinkalibcr-Kreismannschafts-Meisterschaftsschie- 
ßcn (je 5 Mann eine Mannschaft) hatte bereits aW 
Sonntag, b. 3. Mai, stattgefunden. Auch hieran betei 
ligten sich 2 Mannschaften des Schützenocreins Rends 
burg. Auch hier wurde die 1. Mannschaft Sieger und 
damit Kreismeister mit 2711 Ringen (Bergemann 563, 
Stangenberg 562, Kock, 542, Boß 527, Wämser 517 Ringe). 
Die 2. Mannschaft erzielte 2625 Ringe (Qualmann 564, 
Lücke 529, Sohns 523, Steen 511, Oldenburg 498 Rin 
ge). Die beiden Kreismeister nehmen an der Austra 
gung der Bezirksmeisterschaftswcttkämpfe teil. 
Mnderpokal des Keglervereins 
Rendsburg. 
Am Sonntag fand in der Dorfschänke in Bübcls- 
dorf ein Ausscheidungskegeln um den Wanderpokal des 
Kcglervereins für Rendsburg und Umgegend statt. Je 
der Kegler hatte auf beiden Bahnen je 25 Kugeln zu 
werfen. Die 6 besten eines jeden Klubs wurden ge 
wertet. 
Nachstehend das Ergebnis 
1. Kegelklub „Rasselbrüöer" mit 1765 Holz (Paul 
Hansen 361, Koll 354, Claussen 353, Weyershausen 362, 
Kröger 345 Holz), 2. Kegelklub „Alle Neun" mit 1755 
Holz (Ehlers 354, Hansen 354, Reimers 351, Debbele« 
349, Groth 347 Holz), 3. Kegelklub „Gut Holz" mit 1747 
Holz (Rathgen 864, Ahrens 353, Rennwanz 345, Schlizi» 
345, Petersen 340 Holz), 4. Kegelklub „Treu dein 
Sport" mit 1741 Holz, 5. Kegelklub „Gemütlichkeit" «it 
1728 Holz, 6. Kegelklub „Eintracht" mit 1727 Holz und 7. 
Kegelklub „Keen Tid" mit 1723 Holz. 
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Radfahren bringt auf alle Fälle 
Den,der es kann, rasch von der Stelle! 
C&ßzHt mcut stufe. Áa£/ 
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