Hà. Um eine Atmosphäre des Vertrauens zu
schaffe», habe sich England bereit erklärt, -wer
Schritte zu unternehmen:
1. Den Regierungen von Frankreich »ab
Belgien gewisse Versicherungen zu geben, die
für den Fall eines endgültigen Scheiterns der
zu erhoffenden Verständigungsbemühungen in
Kraft treten würden.
2. Die nochmalige Bestätignag der bestehen
den Verpflichtnngen gegenüber Frankreich und
Belgien aus dem Locarno-Vertrag und die
Eröffnung von Verhandlungen zwischen den
Generalstäben der drei Länder zur Erfüllung
dieser Verpflichtungen.
Es müsse aber nachdrücklich hervorgehoben
werden, daß diese Besprechungen sich lediglich
auf die Zwischenzeit bezögen und einen rein
technischen Charakter hätten. Die politischen
Verpflichtungen Britanniens vermehrten sich
auf keine Weise. Er habe deshalb gestern dem
französischen und dem belgischen Botschafter
Briefe nach dem Entwurf des Schlußdoku
ments des Weißbuches vom 19. März ausge
händigt, die jedoch wegen des Fehlens Italiens
einige formale Aenderungen gegenüber dem
ursprünglichen Entwurf aufwiesen.
Zu den Generalstabsbesprechungen erklärte
Eden, daß der Zeitpunkt für ihren Beginn noch
nicht festgesetzt sei, daß diese aber in London
stattfinden würden.
Die Eden-Erklärung in der englischen Presie.
DRV. London, 4. April. (Eig. Funkmeld.)
Die Unterhauserklärung Edens wird von der
Londoner Morgenpresse allgemein gebilligt.
So schreiben die Times, die Erklärung, die
Eden am Freitag im Unterhaus abgegeben
habe, bestätige amtlich, was bereits allgemein
über die Begrenzung der Generalstabs
besprechungen bekannt war. Kein militärischer
Plan werde wirksam, es sei denn, daß in das
französische oder belgische Gebiet tatsächlich
einmarschiert wird. So habe die Regierung,
indem sie ihre Pflichten als Garantiemacht
gegenüber Frankreich und Belgien erfüllt
habe, auch der britischen öffentlichen Meinung
einige sehr notwendige Garantien gegeben.
Wenn die Stabsbesprechungen morgen fallen
gelassen würden, würde die britische öffent
liche Meinung das natürlich willkommen
heißen. Solange sie aber zur allgemeinen Be
ruhigung beitragen könnte, betrachte sie sie
mit Gleichmut. Eden habe jedoch eine andere
wertvollere Versicherung abgegeben. Er habe
klargestellt, daß die Negierung nicht der An
sicht sei, daß die Versuche, eine Versöhnung
herbeizuführen, fehlgeschlagen sind.
Daily Telegraph schreibt, jede Sorge wegen
oes Charakters der Stabsbesprechungen sollte
durch die Erklärung Edens und den veröffent
lichten Briefwechsel beseitigt sein. Auch ließen
die Besprechungen nicht darauf schließen, daß
die Versuche für eine Versöhnung fehlgeschla
gen seien, oder daß sie nicht fortgesetzt werden
sollten. Der Zeitraum zu Ueberlegungen, der
durch die bevorstehenden französischen Wahlen
gegeben sei, müsse zweckmäßig dazu ausgenutzt
werden, um eine Einigung über einige Punkte
herbeizuführen.
Las Echo aus Vans.
Es scheint fast, als mache sich bereits eine
Rückwirkung der Haltung Englands auf die
französische Politik direkt bemerkbar. Das dem
französischen Außenministerium nahestehende
Blatt macht außerordentlich bemerkenswerte
Ausführungen, die mit großer Wahrscheinlich
keit öle Richtung der französischen Entgegnung
auf das deutsche Frieöensprogramm andeuten
und dabei so bedenkliche Ausdrücke von dem
deutschen Plan gebrauchen wie „Versuch eines
allgemeinen Umsturzes der Vertrüge, des Völ
kerbundes und der normalen (?) Friedens
organisation" oder gar behaupten, der deutsche
Plan bringe „die größten Gefahren für das
Festland". Das Blatt drängt auf die Brüsse
ler Konferenz, verlangt fühlbare Maßnahmen
und erinnert mit voller Absicht daran, daß in
London für den Fall einer deutschen Ableh
nung des Memorandums „drastische Maßnah
men" erwogen worden seien. In Brüssel
werde man solche Maßnahmen selbst dann ver
langen, wenn Frankreich damit allein stehe.
Außerdem aber lanciert das Blatt bereits den
Gedanken, daß auf der Brüsseler Konferenz
auch noch politische Beschlüsse über eine eng
lisch-französische militärische Zusammenarbeit
zu fassen seien, was bekanntlich bisher dem
Wunsch Englands zuwiderläuft. Man wird in
Paris wohl.kaum verfehlen, auch aus der ge
strigen Unterhauserklärung Edens Kapital zu
schlagen, in der er allen Ernstes gerade die
Generalstabsbesprechungen als einen „Bei
trag" Englands hinstellen zu dürfen glaubte!
Daß Eden zudem auch noch von Deutschland
einen besonderen Beitrag für die sogenannte
Zwischenperioöe ausdrücklich vermißte, unge
achtet der langen Liste der deutschenVorschläge,
kann Frankreich in seiner bisherigen Haltung
nur noch bestärken.
Stimme« der Mätzîgurrg
Das offizielle Frankreich will:
Ï29.Ş
»Ş. BJlkerbuud nach de» «Ş»
DNB. Paris, 4. April. (Eig. Funkmeld.)
Im Verlauf der dreistündigen Votschafterbe-
sprechungen haben, wie in gutunterrichteten
Kreisen verlautet, die Botschafter von Berlin,
London, Rom und Brüssel nacheinander Be
richte über die politische Lage erstattet, wie sie
sich in den betreffenden Ländern nach den Er
eignissen des 7. März ergebe. Außenminister
Flandin werde am Sonnabend zusammen mit
den zuständigen Beamten des Außenmini
steriums die Vorbereitung des Entwurfes
einer Denkschrift znr Beantwortung des deut
schen Friedensplanes fortsetze«. Der Minister-
rat dürfte diesen Entwurf am Montag end
gültig festlegen. Die Veröffentlichung werde
„zur geeigneten Zeit" erfolgen. Gleichzeitig,
so wird erneut bemerkt, werde der französische
Außenminister bei der englischen und belgi
schen Regierung darauf dringen, daß in der
kommenden Woche entweder in Paris oder in
Brüssel eine Zusammenkunft der Locarno-
mächte erfolgen soll. Man glaube in Paris,
bereits sicher zu sein, daß Rom einen Vertreter
zu der Besprechung entsenden wird.
Zum deutschen Friedensplan wird in Pa
riser diplomatischen Kreisen außerdem be
merkt, er interessiere auch andere Staaten als
die Unterzeichner von Locarno. Daher sollte
der Völkerbundsrat damit befaßt werden, um
die Vorschläge kennen zu lernen und sich darü
ber ansznsprechen. Außenminister Flandin
werde diese Auffassung im Ministerrat vertre
ten. Gleichzeitig solle der Völkerbundsrat
jedoch mit Gegenvorschlägen befaßt werden.
Man halte es aber für selbstverständlich, daß
eine Aussprache derartigen Umfanges in Genf
erst nach den französischen Wahlen erfolgen
könne.
Eine französische Stimme.
Man muß mit IMschland verhandeln.
DNB. Paris, 4. April. (Eig. Funkmeld.)
Unter der Uebcrschrift „Man muß mit Deutsch
land sprechen" greift die „Victoire" in äußerst
scharfer Weise die Haltung der französischen
Regierung an, die die Oeffentlichkeit beun
ruhige und kopflos mache. Als 1914 V i v i a n i
erklärt habe, so schreibt das Blatt, Deutschland
greife Frankreich an, seien die französischen
Soldaten in den Krieg gezogen, ohne zu wissen,
daß sie sich in Wirklichkeit für zwei fanatische
Serben schlügen, die das österreichische Kron
prinzenpaar ermordet hatten. Der wahre
Verantwortliche für den Weltkrieg sei aber
Poincare gewesen, der den Augenblick für gün
stig gehalten habe, um seine von Rußland un
terstützten Vergeltungsgelüste in die Tat um
zusetzen. Er und Clemenceau seien für Frank
reich und für Europa eine wahre Landplage
gewesen. Der eine sei für den Krieg verant
wortlich, der andere für den Versailler Ver
trag. Das Schlimmste sei aber, daß die fran
zösischen Politiker das wüßten und nicht zu
geben wollten. Heute wiederhole sich das gleiche
Spiel. Seit 3 Wochen beunruhige man die
Oeffentlichkeit, stelle sie auf eine Nervenprobe
und rufe eine wahre Panik hervor. Und
warum das alles? Weil Deutschland nach
17jähriger Geduld es satt habe, wie ein afrika
nisches Volk dritter Güte behandelt zu wer
den. Man müsse sich an seine Stelle setzen
und sich fragen, ob Frankreich diese Geduld ge
habt haben würde. Die Antwort darauf könne
nur verneinend ausfallen. Man erkläre, Hitler
habe den Gongschlag gegeben. Sicher habe er
das getan, aber das sei der Ruf eines Volkes,
das ersticke. Diesem Volk, öas den Krieg
ebenso verabscheue wie Frankreich, müsse man
Luft geben. Hitler sei der Auffassung, daß der
Locarnovertrag infolge des französisch-sowjet
russischen Abkommens hinfällig geworden sei.
Dann müsse man eben einen anderen Vertrag
abschließen. Die Diplomaten würden ja dafür
bezahlt. Hitler habe seine Truppen ins Rhein
land einziehen lassen, aber das Rheinland sei
letzten Endes deutsches Gebiet. Es müsse ein
mal klar herausgesagt werden, daß die Stunde
gekommen sei, wo man mit Deutschland spre
chen müsse. Ob das in London, Genf oder
Peking sei, bleibe sich vollkommen gleichgültig.
Die Hauptsache sei, man verständige sich. Die
wahre Stimme des französischen Volkes sei in
der Umfrage zum Ausdruck gekommen, die
kürzlich eine Zeitung in Südwestfrankreich
abgehalten habe, und wobei sich 6560 Fran
zosen von 7344 abgegebenen Stimmen für eine
Verständigung mit Deutschland ausgesprochen
hätten.
Prüf««g der deņtsche« Vorschläge
zu tun ist, Verträge so zu behandeln, wie eê
ein Jurist tun würde."
Deutschland, so betonte der Minister, habe
Vorschläge gemacht, die einer sorgfältige«
Prüfung wert seien. Das deutsche Schriftstück
enthalte viele verlockende Dinge, die, wie et
hoffe, in eine wirkliche Vereinbarung zwischen
den Nationen umgcschweißt werden könnte«.
In der „Libertö" erklärt Senator Lemery,
Europa sei wieder zu der Lage von vor 1914
zurückgekommen. Die französischen Negie
rungsmänner hätten sehr wohl gewußt, zu
welchen Verwicklungen der französisch-russische
Pakt, der die einzige und unmittelbare Ursache
der gegenwärtigen Mißstimmung war, führen
würde. Sie hätten das wissentlich dem Parla
ment und dem Lande verheimlicht. Sie hätten
gelogen, als sie zu verstehen gaben, daß Eng
land, Italien und die Kleine Entente den
französischen Schritt billigten. „Weshalb? Un
ter wessen Einflüssen? Zum Nutzen welcher
Wahlkassen?"
England örimgt nach VerMMgung.
Der englische Verteidigungsminister
über den deutschen Friedensplan.
DNB. London, 4. April. (Eig. Funkmeld.)
Der englische Verteidigungsminister Sir Tho
mas Enskip sprach auf einer konservativen
Versammlung in Portsmouth über die gegen
wärtige internationale Lage. Er glaubte'zu
nächst, an dem deutschen Vorgehen in der ent
militarisierten Zone Kritik üben zu sollen und
bezeichnete es als notwendig, etwas zu tun,
um das Vertrauen in die Verträge wieder
herzustellen.
„Wir haben", so fuhr Enskip dann fort, „sehr
stark einen Beitrag von Deutschland in der
sogenannten Zwischenpcriode gewünscht, wäh
rend der ein, wie ich hoffe, erfolgreicher Ans-
söhnungsversuch gemacht wird. Die englische
Nation empfindet zur Zeit ein größeres Maß
von Freundlichkeit gegenüber Deutschland, als
es seit langem der Fall war. Ich hoffe, daß wir
nicht unsere echte Sympathie für unsere
Alliierten und Nachbarn in Frankreich ver
loren haben. Wir stehen ihnen in ihrem
Wunsche nach Sicherheit freundlich gegenüber,
aber zugleich hat die britische Nation instinktiv
den Wunsch gezeigt, nicht nur mit Frankreich,
sondern auch mit Deutschland freundschaftliche
und friedliche Beziehungen zu unterhalten.
In einer solchen Lage, wo die Völker den
Frieden wünschen, sollte es den Staatsmän
nern sicherlich nicht unmöglich sein, einen dau
ernden Frieden zu bringen. Ich hoffe und
glaube, daß die Lage Möglichkeiten enthält,
die über alles hinausgehen, was ich vor kurzer
Zeit noch erwartete. Ich möchte nicht an den
strengen Gesetzesbuchstaben festhalten. Ich
glaube nicht, daß es uns im geringsten darum
Die vorstehenden bedeutsamen Minister
worte zur Lage finden eine bezeichnende Er
gänzung in der folgenden
Zuschrift an die „Times"
von Lord Temple. Er schreibt:
„Es ist immer noch die weitverbreitete Be
sorgnis vorhanden, daß Frankreich infolge des
französisch-sowjetrussischen Paktes in einen
Krieg gerate und daß England in diesen Krieg
hineingezogen würde. Das britische Volk
würde aus das tiefste entrüstet sein, wenn es
sich in einen Krieg zur Verteidigung des Bol
schewismus hineingezogen sehe» würde. Es
würde sich dagegen auslehnen, die britische
Flagge neben der roten Fahne wehen z«
sehen und würde es mit Recht ablehnen, sich
zu Ehren der Internationale zu erheben. Eine
Regierung, die ihr dreimal abgegebenes feier
liches Versprechen, daß sie sich von der revolu
tionären Propaganda in England und im bri
tischen Reich enthalten würde, flagrant gebro
chen habe, könne von England nicht als
Freund oder Verbündeter betrachtet werde«.
8
England wünscht in Ruhe den Friedensplan
zu prüfen.
Gegenüber französischen Wünschen, daß mit
größter Beschleunigung nunmehr alle weite
ren Verhandlungen zwischen den Locarno
mächten folgen sollten, wird Preß Association
zufolge, von englischer Seite erklärt, daß die
britische Regierung keine besondere Eile habe.
Das gelte auch für die vorgeschlagene Konfe
renz der Locarnomächte in Brüssel. Die briti
sche Regierung wünsche genügen- Zeit, um die
Antwort Hitlers zu studieren, und zwar kühl
und nicht mehr unter dem unmittelbaren Ein
fluß der Ereignisse. Es wird als wünschens
wert bezeichnet, daß der diplomatische Mei
nungsaustausch verlangsamt wird, damit die
Gesamtlage in einer ruhigeren Atmosphäre
überprüft werden kann.
83 % Tauglich
Musterungsergebuiffe 1935
„Die schaffende Nordmark."
DNB. Hamburg, 3. April. Die große nord
deutsche Leistungsschau „Die schaffende Nord
mark" in Hamburg wurde mit Rücksicht auf
die stattgefunöene Reichstagswahl und die
zur Zeit im Zoo stattfindende „Sonneberger
Spielzeugschau" um acht Tage verschoben. Die
Ausstellung „Die schaffende Nordmark" findet
also in der Zeit vom 16. Mai bis zum 14. Juni
statt.
NDZ. Berlin, 4. April. (Eig. Funkmeld.)
Der Oberfeldarzt im Neichskriegsministerium,
Dr. Müller, gibt im „Deutschen Aerzteblatt"
einen Ueberblick über die Musterungsergeb
nisse des letzten Sommers. Welche Aufgabe
hier zu erfüllen war, ergibt sich daraus, daß
nicht nur der Geburtsjahrgang 1914 zum
Wehrdienst und der Jahrgang 1915 für den
Arbeitsdienst zu mustern waren, sondern dar
über hinaus etwa 100 000 Freiwillige unter
sucht wurden. Dank der unermüdlichen Tätig
keit aller beteiligten Stellen sei es gelungen,
Erfassung, Musterung und Aushebung rei
bungslos durchzuführen. Die Erfahrungen
würden für die Musterung des kommenden
Jahres nutzbar gemacht werden. Die Muste
rungsergebnisse sind als recht günstig anzu
sehen. Insgesamt ergibt sich, daß 83 vH. der
im Jahre 1935 Untersuchten als tauglich für
den aktiven Wehrdienst befunden wurden. Die
letzte Musterung im Jahre 1913 hätte unter
Zugrundelegung der heutigen Musterungs
bestimmungen nur 76 vH. Taugliche ergeben.
Der Referent weist darauf hin, daß die jetzige
Musterung einen wesentlich besseren Aufschluß
über die Wehrkraft gebe, als die Musterun
gen der Vorkriegszeit. Unabhängig vom Er
satzbedarf sollte ein Urteil über die Tauglich
keit aller Gemusterten abgegeben werden, zu
mal es der Wehrpflichtige auch nicht verstanden
hätte, wenn er als beschränkt tauglich beurteilt
worden wäre, weil augenblicklich die verfüg
baren Stellen im Heere besetzt sind. Da die
Musterung einen Einblick in die Volksgesund
heit gebe, wie er besser bei keiner anderen Ge
legenheit gewonnen werden könne, seien bei
der jetzigen Musterung nicht nur die körper
lichen und geistigen Fehler und Gebrechen ver
merkt worden, die das Tauglichkeitsurteil be
einflußten, sondern cs seien sämtliche nennens
werten Fehler und Gebrechen aufgeführt wor
den. An erster Stelle der insgesamt festgestell
ten Fehler stehen die Fußschäden mit 23,9 vH.,
cs folgen die Fehler der anderen Gliedmaßen
mit 19 vH. In der Mehrzahl der Fälle han
delt es sich dabei um Folgen äußerer Ver
letzungen, von Unfällen und Krankheiten. An
vierter Stelle der Fehler stehen schlechte Zähne.
Eine weitere Ueberraschung war, daß im
Durchschnitt jeder 9. gemusterte Dienstpflichtige
einen Augenbrechungsfehler hatte. Der Refe
rent betont, daß die weitere Auswertung den
für die Gesundheitsführung des Volkes ver
antwortlichen Stellen wertvolle Grundlagen
für ihre Arbeiten geben werde, um die
Wehrkraft des Volkes zu erhalten und nach
Möglichkeit zu bessern.
DNB. Brüssel, 3. April. Aus der Morgen
presse hatte man gestern den Eindruck, daß die
öffentliche Meinung in Belgien nach einer an
fänglichen Zurückhaltung nunmehr in zu
nehmendem Maße Verständnis für die Bedeu
tung der Friedensvorschläge des Führers
zeigt. Von wenigen chauvinistischen Stimmen
abgesehen, geht die allgemeine Auffassung in
der Presse dahin, daß die Vorschläge für die
sogenannte Verhandlungsperiode zwar nicht
dem entsprechen, was die Restlocarnomächte
erwartet hätten, daß aber öas von Hitler vor
gelegte Programm in ernsthafte Erwägung
gezogen werden müsse.
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DNB. Berlin, 3. April. Reichsaußenminister
Freiherr von Neurath empfing am Freitag den
bekannten englischen Sportflieger Lord S e m -
pill, um ihn zu seinem neuen Erfolge zu
beglückwünschen.
In aller Stille war Lord Sempill am Don
nerstagabend in einem sogenannten Motor
segler nach elfstündigem Flug von Croydon,
dem Flugplatz Londons, kommend, in Tempel
hof gelandet.
Der Reichsaußenminister sprach dem engli
schen Sportflicger seine Bewunderung über die
erzielte Rekordleistung aus. Er erklärte, er
freue sich besonders, daß Lord Sempill die
Flugstrecke London—Berlin für seinen Rekord
flug gewählt habe, und er hoffe, daß diese
Höchstleistung die Anregung zu noch engerer
sportlicher Zusammenarbeit bilden möge.
Anschließend an den Empfang war der Lord
Gast des Staatssekretärs Milch. Den Besuchen
schloß sich ein Frühstück im Aeroklub von
Deutschland an.
Am Nachmittag besichtigte,
Sempill auf dem Flughafen
Vorbereitungen für seinen „„„
Oberst Udet den Motorsegler und ließ sich die
Maschine und ihre Einzelheiten ausführlich er
klären. Das Flugzeug nahm sich unter den
Riesenverkehrsflugzeugen wie eine Liliput
maschine aus.
während Lord
Tempelhof die
Rückflug traf,
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Verantwortlicher Hanptfchriftleit» unv Herausgeber: F e r-
dtnond Möller.
Stellvertreter des Hauptfchriftleiiers: Herbert Puhlmann.
Verantwortlich für Politik: Herbert Puhlmann; für den Srk»
lichen und allgemeinen Teil: Adolf Eregori; für den wirt
schaftlichen Teil: Dr. Cl. Bielseldt; für den provin
ziellen Teil: Karl Müller, alle in Rendsburg.
Bilbverantwortliche: Ressortleiter.
Verantwortlicher Anzetgenleiter: Karl Jacobsen. Rendsburg.
Verlag und Druck: Heinrich Möller Söhne, Rendsburg.
D-A. Echleswig.Holfteinische Landeszeitung (Rendsburg»
Tageblatt — Hohenwestedter Zeitung / Die Landpost
Hanerau-Hadsmarfchen — Süderbraruper Tageblatt),
D..A. IH. SS 13 868 Pl. Nr. 7
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