Full text: Newspaper volume (1936, Bd. 2)

Rendsburg, den 13. Mai 1936. 
Rendsburgs Kinderreiche feiern den Muttertag 
Die letzte Monatsversammlung der Kinder 
reichen unserer Stadt gestaltete sich als eine 
Feier zu Ehren der deutschen Frau und Mut 
ter. Zugleich bedeutete sie einen Wendepunkt 
m der Geschichte der R.d.K.-Gruppe. 
In seiner einführenden Ansprache nahm 
Landesleiter Rektor Reinke hierzu Stel 
lung. Wohl sei die Aufgabe des Reichsbun- 
oes, von außen gesehen, dieselbe geblieben: 
der Schutz der deutschen Familie. Während 
ledoch in der Systemzeit die Verwirklichung 
dieser Aufgabe ausschließlich nach rein äußer 
lichen, materiellen Gesichtspunkten angestrebt 
wurde, stellt heute der R.d.K. eine Auslese 
organisation rassisch und erbgesunöheitlich ein 
wandfreier kinderreicher Volksglieder in ge 
ordneten Familienverhältnissen dar. Wahr 
haft fruchtbringend für das ganze Volk kann 
drese Arbeit nur sein, wenn jedes R.d.K.-Mit- 
glieü ein treues Gefolgsmitglieö unseres Füh 
rers ist und sich in engster Anlehnung an das 
Gedankengut des Nationalsozialismus betä 
tigt. Darum besteht auch heute für die Führer 
lm R.ö.K. der Zwang der Anerkennung durch 
dre NSDAP. 
Anschließend erfolgt die Einführung des 
neuen Ortsgruppenwarts, A. Clausen, in 
sein Statt,_ wobei der Landesleiter die Hoff 
nung aussprach, daß es dem neuen Ortsgrup- 
penwart in Treue und Gehorsam zu unserem 
Führer gelingen möge, diesen Eigenschaften 
unter den Mitgliedern der Ortsgruppe Gel 
tung zu verschaffen. 
Sodann sprach Clausen zu Ehren der 
deutschen Mutter. Indem er den Muttertag 
in Vergleich stellte mit dem Tag der natio 
nalen Arbeit und dem Heldengcdenktag, hob 
er hervor, daß diese gehobene Bedeutung des 
Muttertages im heutigen Staate aus der kla 
ren Erkenntnis erfolgt sei, die Mutter als die 
Richterin über Leben und Tod eines Volkes zu 
ehren. Der Muttertag soll nicht nur ein Tag 
zu Ehren der Mutter, sondern ein Tag des 
Volkes sein. Dem deutschen Volk müsse im 
mer mehr ins Bewußtsein kommen, wie wichtig 
und bedeutsam für die Zukunft unseres Volkes 
eine erbgesunde, rassisch wertvolle, kinderreiche 
Familie sei. 
Als Gast des Abends ergriff sodann noch 
Kreisleiter Pg. C a r l das Wort. Mit schlich 
ten, jedoch warmen und überzeugungsstarken 
Worten fesselte der Redner seine Zuhörer. Es 
gab keine Frage, keine Sorge, welche besonders 
die hiesigen Kinderreichen in letzter Zeit be 
wegt hat, der der Kreisleiter aus dem Wege 
gegangen wäre, und die Art seiner Ausführun 
gen bewies, welche Würdigung die Staats 
und Parteileitung den wertvollen kinder 
reichen Familien entgegenbringt, welches Ver 
ständnis sie für ihre Sorgen hegt, welche Auf 
gaben sie ihnen jedoch auch zugewiesen hat und 
welche Pflichten sie von ihnen erwarten muß. 
— Wohl keiner der Anwesenden hat die Ver 
sammlung verlassen, ohne das Bewußtsein 
nach Hause getragen zu haben, daß die Sache 
des R.d.K. im heutigen Dritten Reich besten 
Händen anvertraut ist. 
* Die Altstädter Vogelschützeugilde hielt am 
Montagabend in Greens Hotel ihre ordentliche 
Mitgliederversammlung ab. Beschlossen wurde, 
am offiziellen Gildetag (3. Pfingsttag) die 
Gildefeier im beschränkten Maße wieder abzu 
halten. Das Schießen nach dem Vogel be 
stürmt nachmittags um 1 Uhr. Abends findet 
un „Schützenhof" ein geselliges Beisammensein 
mit den Gildeschwestern statt. Am Freitag 
abend in der Pfingstwoche erfolgt dann in 
Greens Hotel die übliche Rechnungsablage. — 
Ņn neues Mitglied wurde aufgenommen. 
* Kochen und Kochen ist ein Unterschied. 
Das wurde gestern abend im Colosseum bei 
einem Spar-Schaukochen nachgewiesen, wo ein 
bereits in vielen Haushalten, auf Schiffen, in 
Groß- und Kleinbetrieben sowie auf unserem 
stolzen LZ. „Hinöenburg" zur Verwendung 
gelangender moderner Dampftopf vorgeführt 
wurde. Nicht nur durch theoretische Ausfüh 
rung, sondern vor allem durch praktische Dar 
stellung konnte der Vortragende, der selbst ein 
Kochkünstler ist, die anwesenden Hausfrauen 
von der vielfältigen Verwendungsmöglichkeit 
vleses neuen überaus einfachen Apparates 
überzeugen. In der Tat, es war geradezu ver 
blüffend, welch kurze Zeit für die Zubereitung 
ber Speisen benötigt wurde, und man konnte 
steh durch Kostproben selbst von der Schmack 
haftigkeit der ohne Salz und Pfeffer herge 
stellten Gerichte (Braten, Fisch, Kartoffeln und 
Blumenkohl, alles in einem Topf gekocht) über 
zeugen. Was aber das Wichtigste an diesem 
beuen Dampftopf ist, die Speisen werden nicht 
wehr gekocht, sondern im eigenen Saft gedün 
stet, und dadurch werden natürlich die Vita 
mine, also die für die Ernährung wichtigsten 
Stoffe, den Speisen erhalten und nicht mehr, 
wie das bisher üblich war, mit dem Kochwasser 
fortgegossen. Außerdem wird aber auch noch 
Eine wesentliche Ersparnis an Brennstoff und 
Zeit erzielt, wurden doch zur Zubereitung der 
vbigcn Gerichte insgesamt nur etwa 45 Minu- 
wn benötigt. Es sind also nicht unwesentliche 
Vorteile, die dieser von einer der bedeutend 
sten deutschen Metallwarenfabriken hergestell- 
ie Topf bietet. Heute nachmittag 4 Uhr und 
Abends 8 Uhr finden Wiederholungen der 
interessanten und zugleich lehrreichen Vor 
führungen statt, so daß jeder Gelegenheit hat, 
stch selbst von der Güte und Brauchbarkeit 
bieses Helfers der Hausfrau in der Küche zu 
überzeugen. 
* Der Vortrag über „Das menschliche Ohr" 
findet heute abend im Gemeindehaus statt. 
Eintritt frei. 
denburg—Ortelsburg—Lyk—Allenstein durch 
d. Korridor—Graudenz—Thorn—Bromberg 
—Schneiöemühl—Berlin—Potsdam—Pinne 
berg. 
29. Mai bis 4. Juni: Omnibusfahrt ins Eger- 
land über Magdeburg—Halle—Leipzig—Leit- 
meritz—Prag—Karlsbad—sudetendeutch. In 
dustriegebiet—Eger, Heimfahrt über Plauen. 
9.bis 19. Juli: Omnibusfahrt nach Schlesien 
über Berlin—Breslau—Beuthen, Rückfahrt 
über Ratibor—Hirschberg—Bautzen — Dres 
den—Leipzig—Nordhausen—Goslar — Lüne 
burger Heide—Hamburg. 
Nähere Auskunft erteilt Studienrat Steckel, 
Rendsburg, Kanalstraße 20. 
Standesamtliche Nachrichten 
Die Ehe wollen miteinander eingehen: 
Schulamtsbewerber Hans Heinrich Willi 
Scharf, Kiel, und die Kontoristin Gertrud 
Anna Katharine Reese, Rendsburg) 
Maurer Wilhelm Schütt, Rendsburg, und die 
Haustochter Greta Johanna Arriens, 
Şeet^ 
Arbeiter David Wilhelm Motzkus, Büöels- 
dorf, und die Hausgehilfin Else Stock 
meyer, Osterrönfeld) 
Schneidergeselle Heinrich Claus Pieper, Rends 
burg, u. die Hausgehilfin Hildegard Anna 
Bösel, Rendsburg,' 
Zahnarzt Karl August Günther Rudolph, 
Stendal, und die Haustochter Anni Au 
guste Catharine Rüge, Rendsburg,' 
Schuhmacher Erich Monzel, Rendsburg, und 
Lei Hausgehilfin Anne Marie Carstens, 
Weddingstedt) 
Unterfeldwebel Reinhold Friedrich Behm, 
Rendsburg, und die Kontoristin Irmgard 
Martha Anna Pahmeier, Lübeck,' 
Wachtmeister Fritz Adolf Hans Hoffmann, 
Rendsburg, und Käthe Emma Feldtmann, 
Hamburg- 
Unteroffizier Hermann Friedrich Grimm, 
Rendsburg, und die Stenotypistin Elisa 
beth Annemarie Stamer, Lübeck. 
Prozetz Vornholdt in Rendsburg 
Die fmdamentlofe Kaffe / Der Zeugenaufmarsch 
Sonderfahrten in grenz- und auslandsdeutsche 
Gebiete. 
24. Mai: Omnibusfahrt über Sonderburg nach 
Broacker. 
28. Mai bis 4. Juni: Omnibusfahrt nach Ost 
preußen über Pinneberg —Neubranden 
burg — Swinemüude — Kolberg — Stolp — 
Gdingen—Zoppot—Danzig — Marienburg— 
Dreilünderecke—Tannenbergdenkmal — Nei- 
Gestern wurde wegen anderweitiger Inan 
spruchnahme des Verhandlungssaales des 
Amtsgerichts in einem Saal des zweiten 
Stockes des Staatlichen Gesundheitsamtes des 
Kreises Rendsburg in der Nienstadtstraße ver 
handelt. Wahrscheinlich diente der alte Cchul- 
raum zum erstenmal einem gerichtlichen Vor 
gang. Es marschierten Zeugen aus Norder- 
dithmarsch en und der Landschaft S ta 
pe l h o l m auf, 38 an der Zahl, die Bornholdt 
als Mitglieder seiner Krankenkasse geworben 
hatte. Die Kasse war bekanntlich kurzlebig) sie 
fristete ihr Dasein von März 1934 bis März 
1935. 
Aus der Zeugenvernehmung geht hervor, 
daß B. an Kassenleistungen viel versprochen, 
aber wenig oder nichts gehalten hat. Man weiß, 
wie er sein Unternehmen anfing. Trotzdem 
war er sehr großzügig mit der Uebernahme 
von Leistungen. Kleinere Arzt- und Apotheken- 
rechnungen von Kassenmitgliedern bezahlte er 
zum Teil, um wenigstens etwas aufweisen zu 
können. Doch überwogen die Beiträge, die sich, 
zusammengezählt, bis auf 90 Mark beliefen, 
stets die Teilleistung. Größere Rechnungen 
blieben durchweg unbeglichen) die Leute muß 
ten die Kosten selbst tragen. Bezüglich der 
Charakteristik des Angeklagten in dem Haupt 
fall der Anklage, der Angelegenheit seiner 
fundamentlosen Kasse, scheint die weitere Ver 
handlung zu erweisen, daß er einem gewissen 
Optimismus gehuldigt hat. Er meinte — wenn 
anders man seiner Darstellung glauben darf 
Bund für Vogelschutz 
Fröhjahrswandernug von Bokelholm nach Ostenfeld 
Der Bund für Vogelschutz e. V. Ortsgr. 
Rendsburg machte am Sonntag seine zweite 
Wanderung. Von Bokelholm ging es durch die 
Wiesen nach Diekendörn. Die Sonnte konnte 
die Wolkendecke nicht ganz durchdringen. 
Trotzdem war die Wanderung sehr ergiebig. 
Gleich zu Anfang konnte man Rotkehlchen 
und Nonnenmeisen betrachten. Lerchen schraub 
ten sich empor und erfreuten mit ihrem Ge 
triller. In den Wiesen zeigte sich der braun 
kehlige Wiesenschmätzer. Der Baumpieper 
führte seinen Gesang und Flug vor. Der 
Mäusebussard segelte in großer Höhe. An den 
Grabenründern gewahrte man den Wiesen 
pieper. Auf der alten Feldscheune brütete der 
Storch. Der Wald prangte in frischem Grün, 
und der Schwarzdoru ließ seine schneeweißen 
Blüten schon ein ganz klein wenig sehen. Am 
schönsten waren die Birken. Im jungen Wald 
war die Vogelwelt recht munter. Auffallend 
viel sah man den Trauer-Fliegenschnäpper, 
anscheinend befand er sich auf dem Durchzug. 
Das Hochzeitskleid des Männchens strahlte in 
reinstem Schwarz und Weiß. Man vernahm 
den Ruf des Kuckucks und das Flöten der 
Singdrossel. Der Waldschwirl wetteiferte mit 
Buchfink, Fitislaubvogel und Weidenlaub 
vogel. Die Mönchsgrasmücke flötete dazwi 
schen. Am Waldrand erhob sich ein großer Vo 
gel. Man hatte das seltene Glück, den Roten 
Milan zu sehen. Er schraubte sich höher und 
höher und zeigte so recht den tiefgegabeltcn 
Schwanz. Am „Neuen Teich" sah man Algen- 
stranölüufer, Bläßhühner, Jnselenten und 
Stockenten. Ufer- und Rauchschwalben flogen 
seicht über den See. Hin und wieder sichtete 
man einige Stare. Der „Methorst-Teich" brachte 
wieder ein Erlebnis. Die Graugänse hatten sich 
eingestellt. Mit lautem Gekreisch verließen sie 
die Weidekoppel, um sich auf dem „Methorst- 
Teich" niederzulassen. Auf der Insel in ge 
nanntem Teich brüten seit Jahren 3 Paare. 
Der Teich war mit allerlei Entenvolk belebt. 
Der Stockentenerpel war im Besitz seines 
herrlichen Frühlingsgefieders. Bei der Dorf 
schaft Diekendörn schlug die Nachtigall. Man 
konnte das braunrote Gefieder gut erkennen. 
Am lautesten sang der Zaunkönig. 
In den Waldwiesen stand viel Wild. Man 
betrachtete mehrere Rudel Rehe und 1 Rudel 
Damwild. Unter 10 Hirschen war ein weißes 
Stück. Das Wilöschweingehege in Dieken 
dörn wurde besucht. Es enthält z. Zt. 1 Wild 
sau und 4 Bastarde. Der Wildeber hat das 
Weite gesucht und soll inzwischen anderswo 
erlegt sein. 
Zum Schluß besichtigte man die Vogelvoliere 
des Mitglieds Lehrer Wieben in Haßmoor. 
Eine Fülle von hiesigen und fremden Vögeln 
wird hier gehalten und vorbildlich gepflegt. 
In der Nähe Ostenfelds sichtete man mehrere 
Flüge wandernder Vögel. Anscheinend waren 
es Singdrosseln. Nachdem sich noch einmal 
Baumfalk, Sperber und Kohlmeise vorgestellt 
hatten, war der Bahnhof Ostenfelö erreicht. 
Gegen 14 Uhr war man in Rendsburg ange 
langt. I. M. 
—, daß mit zunehmender Mitgliederzahl 
schließlich doch der Zeitpunkt kommen müsse, 
wo sein Unternehmen bilanziere. Zuletzt, als 
die Aussichtslosigkeit des Unterfangens offene 
Tatsache war, erblickte er in der Uebernahme 
der Mitglieder seiner Kasse durch die Nova, 
die Nordwestdeutsche Handwerkerkasse, den 
Rettungsanker. „Grenzenlos" wurde der 
Optimismus des Angeklagten im Prozeß ein 
mal genannt. Ihm, direkt oder indirekt, den 
dolus, den Vorsatz zu widerrechtlicher Hand 
lungen (d. h. hier Betrug), oder wenigstens 
den dolus eventualis, den bedingten Vorsatz, 
bei Gründung der Kasse nachzuweisen, wird 
für die Urteilsbildung von entscheidender 
Bedeutung sein. 
Die Fälle der einzelnen Zeugen gleichen ein 
ander mehr oder weniger. Es wurde ihnen ein 
schöner Prospekt überreicht, und meistens un 
terließ man es, die mit der Mitgliedskarte zu 
geschickten Statuten, in denen von Einschrän 
kungen die Rede war, genau genug öurchzu- 
lescn. Dieser Mangel an Vorsicht, den 
endlich aus der Welt zu schaffen im allgemei 
nen Interesse liegt, arbeitete B. in die Hände. 
Gewöhnlich sagte er den nach den Leistungen 
der Kasse fragenden Leuten auf dem Lande: 
„Wir bezahlen alles!" Ein Zeuge meinte, man 
habe es mit einer fabelhaften Versicherung zu 
tun. Ein anderer hatte einen guten Eindruck 
von B. und trat darum in die Kasse ein. Ein 
dritter sprach vom anständigen Eindruck des 
B. Die Zeugen glaubten, daß B. als Vertre 
ter jener „Gemeinnützigen Krankenhilfe, e. V., 
für Bauern und selbständige Berufe" kam und 
nicht Vertreter, Inhaber und Verein in einer 
Person war. Auf Befragung durch den Vor 
sitzenden erklärt man, daß man der Kasse nicht 
beigetreten wäre, wenn man gewußt hätte, 
daß nur B. dahinter stand. Daß die Kasse die 
unerläßlichen finanziellen Sicherungen auf 
weise, hielt man für selbstverständlich. Wegen 
der Nichteinhaltung von Zusagen entstanden 
Mißhelligkeiten mit B. Das Ende vom Lied 
pflegte die Einstellung der Entrichtung der 
Monatsbeiträge zu sein. Ein Bauer aus Dell- 
stedt wies dem B. die Tür. Es war sehr pein 
lich für den Angeklagten, aus dem Munde des 
Richters zu hören, er habe alles versprochen, 
doch nichts gehalten. B. folgt mit großer Auf 
merksamkeit der Erörterung der Einzelfällc, 
kann es aber nicht hindern, daß er sich hin und 
wieder in Widersprüche verwickelt. Einige Zeu 
gen, die es nicht nötig hatten, sich mit B. wegen 
der Uebernahme von Kassenleistungen ausein 
anderzusetzen fühlten sich nicht geschädigt. An 
dere, denen Bedenken ob der Zuverlässigkeit 
des Unternehmens aufstiegen, schickten zu B. 
nach Rendsburg, trafen ihn jedoch nicht. 
Von den 172 Mitgliedern der „Gemeinnützi 
gen" hat die Nova einen Teil zu günstigen 
Bedingungen übernommen. Der Vertreter der 
Nova, Andraeas, sagt, er habe B., mit dem 
ihn der Zufall zusammengeführt, nachdrücklich 
auf die Unzulänglichkeiten der Bvrnholdtschen 
Kasse aufmerksam gemacht. Für 40 übernom 
mene Versicherungen habe B. rd. 400 Mark 
erhalten. Der Angeklagte wiederholt die Be 
hauptung von tags zuvor über angebliche Be 
hinderung in der Abwicklung. Er meint, einen 
Zahlungsrest hätte man vielleicht auf 50 Proz. 
abhandeln können. Der Zeuge bezeichnet B. 
*29. Jahrgang. ? Nr. 111. / Zweites Blatt. 
_ Schļ«wig'M>lkìerşşchi: 
Landeszeitung 
Rendsburg«: Tageblatt 
Mittwoch, den 13. Mai 1936.
	        
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