Full text: Newspaper volume (1936, Bd. 2)

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ist 
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d>enn triftige, in der Person des Schuldners lie 
gende Gründe vorhanden sind. 
2. Eine Kündigung solle nicht ausgesprochen wer- 
en . îvenn der Schuldner auf die Bedingungen nicht 
eingeht, deren Erfüllung zur Voraussetzung einer 
Entschuldung oder längeren Festschreibung gemacht 
werden. 
3. Es soll demnach zukünftig im freien Ermessen 
des Schuldners liegen, ob er die Hypothek auf eine 
wngere Sicht scstschreibcn will oder nicht. Diese 
Klausel wird sich so ausrvirken, daß die Versiche 
rungsgesellschaften sichere Aufwertungshypotheken 
ņicht mehr kündigen, sondern weiterbestehen lassen. 
4. Ob eine Aufwertungshypothek stehengelassen 
wird oder nicht, darf nicht mehr von der Ueber- 
ttagung von Versicherungen abhängig gemacht wer 
den, 
6. Die Unkostensätze für eine längere Festschrei- 
bung sollen die gleiche Höhe haben wie die Sätze 
lür die Verlängerung der Golömarkhypotheken im 
Rundschreiben des Leiters der Neichsgruppe Ver 
sicherungen vom g. Dezember 1935. 
6. Schuldner, die ihre Zinsen bisher nachträglich 
bezahlten, sind nicht verpflichtet, diese Zinsen zu 
künftig im voraus zu bezahlen. 
7. Ein gesonderter Verwaltungskostenbeitrag soll 
neben dem Zinssatz nicht mehr erhoben werden, er 
soll vielmehr in den Zinssatz eingebaut werden. 
8. Bei der Umwandlung von Hypotheken oder 
für ihre Verlängerung darf ein Disagio nicht ge 
fordert werden. 
9. Es soll auch fernerhin kein Druck zum Abschluß 
einer Lebensversicherung ausgeübt werden. 
10. Die Besichtigungs- und Taxkosten sollen im 
wesentlichen nur die Höhe der Selbstkosten haben, 
sie werden überprüft werden mit dem Ziel einer 
möglichst weitgehenden Herabsetzung. 
Nach Bekanntgabe dieser neuen Grundsätze wies 
Tribius darauf hin, daß diese Aenderungen noch 
nicht genügten, und daß allgemein die Zinssätze 
heute noch zu hoch seien. Es sei begründete Hoff 
nung vorhanden, daß auch bei den privaten Hypo 
theken eine Regelung erreicht werde, die eine all 
gemeine Herabsetzung des Zinssatzes auf 6 Prozent 
ermögliche, und zwar rückwirkend ab 1. April 1936. 
Der Hausbesitzerverband wolle ferner dafür arbei 
ten, daß ein Einheitshypothekenvertrag geschaffen 
werde, ähnlich dem Einheitsmietvertrag. 
Shsrthornbrillerr-Prarniierrwg in Husum 
Klasse I (9—12 Monate, 28 Tiere gemeldet): 
la <9—16 Monate, 7 Tiere gemeldet) 
. 1) —; 2) Kat.-Nr. 2 „Erich" von „Joseph",' 3) Nr. 
3 „Albert" von „Wilhelm". Z. H. Paulsen. Walls 
bull. 
Ib <16—11 Monate, 6 Tiere gemeldet) 
■ 1) —; 2) Nr. 91 „Loki" von „Immanuel". Z. Wil- 
belm Röhe, Sterdebüll. 
lc <11—12 Monate, 12 Tiere gemeldet) 
1a) Nr. 18 „Adolf" von „Wilhelm", Z. Hans 
Paulsen, Wallsbüll: 1b) Nr. 14 „Bruno" von „Lo- 
»at", Z. I. B. Peters. Tetenbüll: 2) Nr. 15 „Feld 
herr" von „Landrat", Z. Gebr. Rieve, Tating: 3a> 
Ar. 16 „Joachim" von „Royal Facination", Z. H. 
ü. Peters, Tetenbüll: 3b) Nr. 19 „Bruno" von 
Adolf I.", Bes. H. R. Tönnies, Tetenbüll. Z. P. 
I Thoms, Vollerwiek. 
Klasse II (12—16 Monate, gemeldet 37 Tiere): 
litt (12—14 Monate, gemeldet 30 Tiere) 
la) Nr. 27 „Friese" von „Lanörat", Z. Gebr. 
"sieve, Tating: 1b) Nr. 66 „Carol" von „Kay", Z. 
bhr. Martensen, Loheide: 1c) Nr. 37 „Carpot" von 
,,Kan", Z. Johann I. Nedlcfsen, Langenhorn: 
-as Nr. 36 „Carl" von „Kay", Z. Johann I. Red 
lessen, Langenhorn: 2b) Nr. 80 „Abel" von „Her 
wann". Z. W. Röhe, Sterdebüll: 2c) Nr. 65a „Em 
merich" von „Leonidas", Z. I. Sievers, Elsdorf: 
oa) Nr. 26 „Herold" von „Beaufort Rothes Ro 
wan", Z. W. Cornils, Poppenbüll: 8b> Nr. 38 
»Gregor" von „Naemoor Masterpiece", Z. Jakob V. 
Peters, Tetenbüll: 3c) Nr. 38 „Kurt" von „Imma 
nuel", Z. Max Friedrichsen, Haitstedtermarsch. 
Ilb <14—16 Monate, gemeldet 7 Tiere) 
1) Nr. 59 „Ernst" von „Hitler", Z. Hans Chr. 
Paulsen, Arleivatthof: 2) Nr. 60 „Harald" von 
„Markus". Z. I. I. Blohm, Pellworm. 
Klasse III (16—20 Monate, gemeldet 2 Tiere): 
1) Nr. 63 „Gerhard" von „Wanderer", Z. Julius 
Prahl, Sande. 
Klasse IV <29—24 Monate, gemeldet 8 Tiere): 
1) Nr. 67 „Leo" von „Garguston Broadcast", Z. 
A. P. Cornils, Poppenbüll: 2) Nr. 65 „Lorenz" 
von „Naemoor Masterpiece", Bes. H. Sieverts, Ta 
ting, Z. H. I. Peters, Tetenbüll. 
Leistungstiere 
Klasse I (Bullen mit Mutterleistung): 
1) Nr. 63 „Gerhard" von „Wanderer", Z. Julius 
Prahl, Sande: 2) Nr. 75 „Cäsar" von „Lorenz", 
o. Ingwer Jürgensen, Bargum. 
Klasse II (Bullen mit Mutterlcistung und 
einer Großmutterleistung): 
1) Nr. 18 „Adolf" von „Wilhelm", Z. Hans Paul 
sen, Wallsbüll: 2) Nr. 6 „Albert" von „Wilhelm", 
Z. Hans Paulsen. Wallsbüll. 
Klasse III (Bullen mit Muttcrleistnng und 
zwei Grotzmiitterleistungen): 
1) Nr. 61 „David" von „Hubert". Z. Jens Jen 
sen. Ostermarsch: 2) Nr. 85 „Esau" von „Aaron", 
Z. I. Prahl. Sande. 
* 
Der Verband Schleswig-Holsteinischer Shorthorn- 
züchter veranstaltete am 11. und 12. Mai 1936 seine 
Frühjahrsprämiierung, verbunden mit der obliga 
torischen Bullenkörung. Angemeldet waren insge 
samt 94 Tiere, davon standen 26 Tiere in Klasse V 
außer Konkurrenz. Knapp 60 Bullen von den 04 
standen im Katalog als Shorthorns verzeichnet, 
22 allein in der Klasse V laußer Konkurrenz). Bon 
den 24 aus Eiderstedt gemeldeten Tieren ivaren 
— soweit mir auszählen konnten — 23 Vollblüter, 
Kreis Husum stellte von 51 gemeldeten Tieren etwa 
15 Vollblüter. Südtonöern war mit 9, Kreis 
Schleswig mit 7, Rendsburg mit 3 Tieren ver 
zeichnet. Bei 15 Tieren stand ein Leistungsnachweis 
vermerkt. 
In der Klasse la (9—10 Monate alt) wurde ein 
erster Preis nicht vergeben. Der zweite Preis ent 
fiel auf den von W. Petersen-Wragaard gezoge 
nen Vollblüter „Erich". Der mit dem 8. Preis aus 
gezeichnete Landshorthorn „Albert" (Kat.-Nr. 6) ran 
gierte außerdem aus der Leistungsprämiierung in 
Kl. II (Bullen mi! Mutterleistung und einer Groß- 
mutterleistung) an 2. Stelle mit 203 Punkten. Die 
Großmutter lieferte bei 3,06 Proz. Fett 147 Fett- 
Kg., die Mutter bei 3,3 Proz. Fett 121 Fctt-Kg. 
In Ib wurde der erste Preis gleichfalls nicht ver 
geben. Dem Immanuel-Sohn „Loki" (Landshort 
horn) wurde hier der zweite Preis zuerkannt. 
In Ic rangiert der Landshorthorn „Adolf" (Kat.- 
Nr. 18) vor dem Vollblüter „Bruno" (Nr. 14), der 
für 1650 MM verkauft wurde Adolf, ein „Wil- 
helm"-Sohn, steht in Leistungsklasse II an 5. Stelle 
mit 185 Punkten, Seine Mutter mit 108 Kg. Fett 
brachte ihm die gegen seinen Halbbruder (Nr. 6) 
um 18 Punkte niedriger liegende Einstufung ein. 
Der „Landrat"-Sohn Felder aus der Rieveschen 
Zucht steht hier an 2. Stelle. 
In Kl. Ha stand ein Halbbruder „Frieser" an 
1. Stelle vor den „Kay"-Söhnen „Carol" (Nr. 50) 
und „Carpot" (Nr. 36) als Ib- und Ic-Preisträgern 
und „Carl" (2a-Preis). In dieser Klasse konnte Jür 
gen Sievers-Elsdorf für seinen „Emmerich" den 
2c-Preis erzielen. 
In der Unterklasse Ile kam mit dem Landshort 
horn „Ernst" (Nr. 59) aus der Zucht von Paulsen- 
Arlewatthof über „Hitler" das Naemor-Master- 
pice-Blut an die erste Stelle, das im übrigen mit 
4 Söhnen und 13 Enkeln auf der Schau vertreten 
war. In Kl. IV steht der Naemor-Sohn „Lorenz" 
(Nr. 65) an zweiter Stelle. 
Ueber den Enkel „Caesar" wurde das Naemor- 
Blut in der Leistungsklasse I (Bullen mit Mutter- 
leistung) Sieger. Caesars Mutter „Helene" konnte 
im 6jährigen Mittel 4654 Kg. Milch mit 3,41 Proz. 
Fett — 159 Kg. Fett (172 Leistungspunkte) erzielen. 
Züchter dieses Landshorthorns ist Chr. Sönksen-O.- 
Bargum im Kr. Husum. Aus demselben Ort brachte 
Ingwer Jürgensen aus der „Didi" mit 3229 Kg. 
Milch, 3,7 Proz. Fett und 145 Fett-Kg. (3-Jahres- 
durchschnitt) den Halbbruder des vorstehenden Sie 
gers an den zweiten Platz mit 165 Punkten. Der 
drittstellige „Bismarck" entstammt der Kaak'schen 
Zucht aus Hamdorf. Die Mutter Berta lieferte im 
zweijährigen Mittel 4103 Kg. Milch init 3,55 Proz. 
und 146 Fett-Kg. „Alexander" (Nr. 62) von dem 
mehrfach prämiierten „Leonidas" stand mit 128 P. 
an 6. Stelle. Die Mutter „Agave" aus der Herde 
von H. Volkers-Scheppern erzielte im 6-Jahres- 
Mittel 8604 Kg. Milch zu 3,84 Proz. Fett = 120 
Kg. Fett. 
In der Leistungsklasse II hatte die Mutter des 
Siegers „Robert" (Nr. 78) mit 216 Punkten im 2- 
jährigen Mittel 4058 Kg. Milch, 3,19 Proz. Fett -- 
130 Fett-Kg., die Großmutter im 2jährigen Durch 
schnitt 5140 Kg. Milch, 3,1 Proz. Fett und 159 Milch- 
Kg. Hans Kaack-Hamdorf konnte hier einen zweiten 
Sohn des „Peter" und zwar siegreich, im Wettbe 
werb auftreten lassen. 
In der Leistungsklasse III wurde der Sieger und 
Immanuel-Sohn „David" von I. Jenscn-Oster- 
marsch gezüchtet. Der Bulle steht mit 280 Punkten 
weitaus an erster Stelle. (Die Nr. 5 an ziveitcr 
Stelle 230 Punkte.) Die Mutter lieferte als Starke 
in 9 Monaten 2382 Kg. Milch mit 3,66 Proz. Fett 
und 87 Fett-Kg., die Großmütter im zweijährigen 
Mittel 4176 Kg. Milch mit 3,69 Proz. Fett und 154- 
Fett-Kg. bzw. 4282 Kg. Milch mit 3,76 Proz. Fett 
und 162 Fctt-Kg. 
Der Bullenhandel wurde als Mittel bezeichnet. 
Die uns bekannten 16 Verkaufspreise brachten 
einen Mittelwert von 580 MM. Kat.-Nr. 14 wurde 
mit 1050 Moll bewertet. Kat.-Nr. 37 mit 1025 Molt. 
Weitere Tiere erzielten 820 Æi (Nr. 50), 760 Moll 
(Nr. 19), 690 MM (Nr. 64), 625 Moll (Nr. 67), 600 
MM (Nr. 90), 675 MM (Nr. 69) usf. 
Bei den zur obligatorischen Körung gemeldeten 
Bullen wurde sehr scharf gekört. Dr. B. 
Der Arbeitseinsatz in der Nordmark 
NN. Hamburg, 12. Mai. Der Monat April brach 
te eine weitere Festigung der allgemeinen Lage: 
die Besserung hat sich in allen Wirtschaftsgruppen 
und Bezirken fortgesetzt. Die Abnahme von 10 500 
Arbeitslosen — 8,7 Proz. des Bestandes vom Be 
ginn des Monats —, roar zwar nicht so umfang 
reich wie im Mürz, aber dennoch wesentlich stärker 
als in den gleichen Monaten der vorhergehenden 
Jahre mit weit höheren Arbeitslosenziffern. Der 
Tiefstand der Arbeitslosigkeit vom August des Vor 
jahres ist mit der neuen Entlastung bereits um 
6500 unterschritten worden. Im Vergleich zum 
April 1935 sind im Bezirk des Landesarbeitsamts 
Nordmark jetzt rund 45 000 Arbeitslose oder 29 
Proz. weniger gemeldet: gegenüber dem Stand im 
Januar 1933 beträgt die Abnahme nunmehr 72 
Prozent. 
Von den gegenwärtig bei den Arbeitsämtern ge 
zählten 109 698 arbeitslosen Volksgenossen entfallen 
allein 92 200 - 84,5 Proz. auf den großstädtischen 
Bezirk des Arbeitsamts Hamburg. Dieser Bezirk 
hat mit einer Abnahme von 6300 Arbeitslosen 
zwar auch im Berichtsmonat eine nicht unerhebliche 
Besserung erfahren, der Anteil dieses Bezirks an 
der Arbeitslosigkeit in der Nordmark steigt jedoch 
mit der stärkeren Entlastung in den ländlichen Ge 
bieten zusehends. Berücksichtigt man, daß sich unter 
den rund 10 000 in Schleswig-Holstein und 2900 in 
ganz Mecklenburg noch vorhandenen Arbeitslosen 
(3200 sind noch im Lübecker Bezirk und 1200 im 
Bezirk Stade gemeldet), eine große Anzahl älterer, 
nicht mehr voll einsatzfähiger Arbeiter befindet, daß 
ferner eine roeitere Anzahl kurzfristig, also am 
Stichtag zufällig arbeitslos ist und deshalb gezählt 
werden muß, so ist die Bekämpfung der Arbeits 
losigkeit gewissermaßen nur noch für Hamburg und 
die umliegenden Städte ein Problem. Die neuer 
dings für Hamburg eingeleiteten Notstandsmaß 
nahmen der Reichsregierung, die verstärkte Um 
schulung und Fortbildung langfristig Arbeitsloser, 
werden aber auch hier eine weitere Linderung der 
Not in der nächsten Zukunft bringen. Die Land 
wirtschaft hat auch nach der teilweisen Beendigung 
der Frühjahrsbestellarbeiten noch größeren Bedarf 
an ledigen Kräften. Ans den Jndustriebezirkcn 
und aus Schlesien sind wieder weit mehr als 1000 
Kräfte im Berichtsmonat herangeholt worden. Die 
Bautätigkeit nahm größeren Umfang an. Viele 
Facharbeiter des Bauhandwerks, die jetzt und noch 
in nächster Zeit in beachtlicher Zahl benötigt wer 
den, können aus dem Bezirk Nordmark nicht mehr 
gestellt werden. Besonders wurden Maurer ge 
fordert. Mit der erhöhten Bautätigkeit steigt der 
Beschäftigungsgrad der Baustoffindustrie weiter 
an. Es wurde beobachtet, daß die terminmäßige Lie 
ferung von Ziegelsteinen hier und da Verzögerun 
gen erleidet, so daß aus diesem Grunde Bauarbei 
ter vorübergehend aussetzen mußten. Im Tiefbau- 
gewerbe ist die Ardeitseinsatzentwicklnng ebenfalls 
sehr günstig gewesen. An der Neichsantobahn- 
Strecke Hamburg - Lübeck ist mit den Arbeiten für 
den Oberöeckenüau begonnen worden. 
Für Deichbau-. Wege- und Lanögewinnungs- 
arbeiten in Schleswig-Holstein fanden Hilfsarbei- 
ter Danerbeschästignng. 
In den Vcrbranchsgüterindustrien hat die Bes 
serung der Lage allgemein angehalten. Wenn auch 
im Nahrnngs- und Genußmittelgewerbe saisonbe 
dingte Entlassungen erfolgten, so wurden diese doch 
andererseits durch Einstellungen in anderen Be 
rufen des Gewerbes ivieder ausgeglichen. In der 
Gruppe Bekleidung setzte sich der Aufschwung fort. 
Grobstückschneider fehlten. Im Friseurgewerbe 
mangelte es an tüchtigen, jüngeren Fachkräften. 
Für die Kur- und Badesaison wurden die ersten 
Einstellungen von Gastwirtsangestellten vorgenom 
men. Die Arbeitsämter haben noch Aufträge zur 
Besetzung von freien Stellen für Kochmamsellen, 
Beiköchinnen und Küchenmädchen vorliegen, für die 
Bewerberinnen nicht gemeldet sind. Im Verkehrs- 
gerverbe war erhöhter Bedarf an Schiffspersonal 
für die KdF.-Schiffe. Die Reichsbahn und die 
Reichspost erwiesen sich für eine beachtliche Anzahl 
Kräfte aufnahmefähig. In den Augestelltenberusen 
hat die Besserung sich ebenfalls durchsetzen können. 
Es werden allerdings immer noch jüngere Fach 
kräfte bei den Anforderungen bevorzugt. Für älte 
re Bewerber ist die Lage in verschiedenen Berufen 
nach rvie vor ungünstig. 
Der Verband schlesw.-holst. Kontrollvereine 
veranstaltete gestern in Kiel seine 24. Hauptver 
sammlung. Wir kommen auf den umfangreichen 
Geschäftsbericht in unserer morgigen Ausgabe zu 
rück. 
Saatenstand 
Winterroggen 2,5, Winterweizen 2,6, Wintergerste 
2,5, Winterraps 2,7, Klee 2,6, Luzerne 2,9, Wiesen 
ohne Bewässerung 2,8, Bewässerungswiesen 2,8. 
Viehweiden 2,8. 
Die nordischen Bezirke im Edcka-Verband 
veranstalteten ihre Frühjahrstagung in Kiel. Di 
rektor Dr. König hielt einen Vortrag über das 
Dhema „Erfolg durch Leistung — Ein Ausblick in 
^ie Zukunft." Das in den Edeka-Genossenschaften 
investierte Kapital sei in dem Jahrzehnt 1924-34 
von 39,8 ans 66,6 Millionen MM erhöht worden. 
Das mitgliedseigene Kapital erhöhte sich in der 
gleichen Zeitspanne von 16,6 auf 44,1 Millionen 
WM, das Durchschnittsguthaben erhöhte sich für 
ikdes Einzelmitglieö also von 461 auf 1390 MM. 
Polen 
hat infolge der Einführung der Devisenbewirtschas- 
iüng und der für den Außenhandel angeordneten 
Einschränkungen den Handelsvertrag mit Frank 
reich gekündigt. Die Verhandlungen über einen 
polnisch-französischen Handelsvertrag sollen mög- 
iichst bald aufgenommen werden. Man hofft, sie 
Innerhalb von drei Monaten, bis zum Ablauf des 
letzigen Vertrages, beendigen zu können. 
Gebühren sür die Einsicht und Auskunft 
veim Schuldnerverzeichnis 
Wie der Reichsjustizminister feststellt, sind bei ein 
zelnen Gerichten Zweifel darüber entstanden, ob 
ie vorgeschriebenen Gebühren für die Einsicht und 
Auskunft beim Schuldnerverzeichnis auch nach dem 
- April 1936 noch zu erheben seien. Zur Beseiti- 
9»ng dieser Zweifel meist der Minister darauf hin, 
ö & diese Vorschrift weder durch die am 1. April 
0 36 in Kraft getretene Kostenordnung noch durch 
fei 
heb 
Dt 
e Verordnung zur Anpassung des Gerichtskostcn- 
es an die Kostenordnung und über die Auf- 
ung landesrechtlicher Kostenvorschriften vom 27. 
ärz 1936 berührt wird. Die Gebühren für die 
Re«e HŞchşipreise für 
Für den Regierungsbezirk Schleswig-Holstein 
sind mit Ausnahme der Stadtkreise Altona und 
Wandsbek folgende Höchstpreise sür Kartoffeln fest 
gesetzt: 
1. Für die Stadtkreise Kiel und Flensburg und sür 
das Gebiet Groß-Lokstedt-Schnelfen: 
Kleinhandelshöchstpreise a> für weiße, rote und 
blaue Sorten bei 14 Doppelzentner (Dz.) Lieferung 
an öeir Verbraucher 4.—, bei Abgabe von 5 Klg. 
0.44, bei Abgabe von 14 Klg. OMA, Großhandels 
festpreis sür 14 Dz. 3.55 MM. 
6l für gelbe Sorten bei A Dz. Lieferung an den 
Verbraucher 4.80, bei Abgabe von 5 Klg. 0.47, bei 
Abgabe von A Klg. 0.05, Großhanöelsfestpreis für 
A Dz. 3.85 MM. 
c) für Julinieren und Hamburger Eierkartosfeln 
bet 14 Dz. Lieferung an den Verbraucher 5.80, bei 
Abgabe von 5 Klg. 0.61, bei Abgabe von 14 Klg. 0.07, 
Grvßhandelsfestpreis für >4 Dz. 4.85 MM. 
d> für Königsberger Moorblanke bei A Dz. Lie 
ferung an den Verbraucher 5.80, bei Abgabe von 
5 Klg. 0.66. bei Abgabe von 14 Klg. 0.08, Großhan 
delsfestpreis für A Dz. 5.35 MM.. 
2. für den übrige» Regierungsbezirk mit Ausnah- 
<ohne Gewähr!) Deutsche Schlachtviehmärkte 
Kammernotierung Berlin am Markttage. 
12. Mal 1936 
linuinstfhn 
Kassel 
Mairdebura 
Hain« 
Steliia 
Slntlwn 
llambnrļï 
Ansicht und Auskunft beim Schuldnerverzeichnis 
Md daher nach wie vor in dem bisherigen Um- 
àg zu erheben. 
l Ochsen 
2- „ 
3 . 
4 . 
1. Bullen 
2. „ 
1. Kühe. 
2- „ . 
1. Kälber 
2- „ 
I Schafe 
2. „ 
1. Schweine 
2. „ 
3- „ 
1. Sauen ... 
Ochs. Bu Kü. 
Kälber 
Schafe 
Schwein.Sau. 
Oehs.Bu.Kii. 
Kälber ..... 
Schafe 
Schweln.Sau. 
4'— 4 J 
38-41 
33- 37 
27—40 
34- 26 
60- 70 
45—58 
541/2 
531/2 
511/2 
531/2 
235 
193 
99 
1242 
verteilt 
langsam 
verteilt 
42 
37 
18—41 
-4—3/ 
64-70 
53-63 
56 
54-55 
52 
SO—55 
Au 11 r i e 
46 
233 
30 
832 
langsam 
langsam 
41 
37 
38- 40 
36 
65—81 
50—62 
35—38 
25 34 
541/2 
; 31/2 
301/2 
541/2 
und H 
396 
489 
281 
3496 
zugeteilt 
glatt 
langsam 
zugeteilt 
42 
38 
72-76 
64-70 
57 
55-56 
53 
53-56 
a n d el 
164 
247 
1144 
zugeteilt 
mittel 
zugeteilt 
41 
37 
40 
34—36 
73—80 
60—72 
3< 
34 
54 
52 - 53 
50 
50—53 
42 
41 
3/ 
76-80 
/3-75 
561/2 
551/2 
521/2 
52—55 
74—80 
62 -73 
55 
53 54 
51 
49-54 
150 
196 
155 
1368 
verteilt 
ruhig 
schlepp. 
verteilt 
423 
1117 
1655 
zugeteilt 
gut 
s. lebhaft 
1151 
9645 
flott 
zugeteilt 
44 
40 
35 
42 
38 
41 
35 37 
70-80 
55-15 
32-34 
27-30 
541/2 
531/2 
601/2 
531/2 
1491 
2867 
2828 
15214 
glatt 
mittel 
ruhig 
vert. 
44 
40 
35 
42 
38 
41 
37 
72-82 
58-70 
36-33 
32-35 
541 2 
531/2 
501/2 
5-1/2 
1548 
2706 
3935 
14459 
glatt 
mittel 
vert. 
me der Stadtkreise Altona und Wandsbek. 
a) fiir weiße, rote und blaue Sorten bei A Dz. 
Lieferung an den Verbraucher 8.90, bei Abgabe von 
5 Klg. 0,43, bei Abgabe von A Klg. 0.0414, Großhan 
delsfestpreis für A Dz. 8.45 MM. 
b) für gelbe Sorten bei Lieferung von A Dz. an 
den Verbraucher 4.20, bei Abgabe von 6 Klg. 0.46, 
bei Abgabe von A Klg. 0.05, Großhandelsfestpreis 
für 14 Dz. 3.75 MM. 
e) für Julinieren und Hamb. Eierkartoffeln bei 
A Dz. Lieferung an den Verbraucher 5.20, bei Ab 
gabe von 5 Klg. 0.61, bei Abgabe von 14 Klg. 0.07, 
Grvtzhandelsfestpreis für 14 Dz. 4.75 MM. 
d> für Königsberger Moorblanke bei A Dz. Lie 
ferung an den Verbraucher 5.70, bei Abgabe von 5 
Klg. 0.66, bei Abgabe von A Klg. 0.08, Großhan- 
belsfestpreis für 14 Dz. 5.35 MM. 
. Die festgesetzten Großhanöelsfestpreise verstehen 
sich bei Abnahme der Kartoffeln durch den Einzel 
handel ab Bahnhof oder ab Lager des Großhandels. 
Wird vom Einzelhändler Lieferung in den Laden 
verlangt, so ist der Großhändler berechtigt, hierfür 
einen Zuschlag von 0.20 MM je 14 Dz. zu berechnen. 
Bei der 14doppelzentnerweisen Lieferung an den 
Verbraucher kann für die Lieferung frei Keller und 
Boden ein Zuschlag bis zu 0.20 MM für 14 Dz. er 
hoben werden. 
Auf dem flachen Lande beträgt der Preis für den 
1-4 Dz. für weiße, rote und blaue Sorten 3.25 MM. 
für gelbe Sorten 3.65 MM, für Julinieren und 
Hamburger Eierkartoffeln 4.65 MM. 
Schleswigcr Vieh- und Pserdemarkt vom 12. Mai 
220 Stück Rindvieh, zwei Pferde und sechs Schafe 
mit Lämmern. Bei starkem Käuferbesuch lebhafter 
Handel. Kalbkühe 330—450 MM, Kalbquicn 260 bis 
890 MM, Fehrkühe 280—340 MM, geringere ältere 
Kühe 120—180 MM und 114—2jährige Ochsen 230 
bis 250 MM. Auf dem Pferdemarkt wurden für 
einjährige Fohlen 400—550 MM gefordert. Für 
Schafe mit einem Lamm wurden 60 MM, und für 
Schafe mit zwei Lämmern 80 MM gefordert. 
Hamburger Schweine- und Kälbermarkt vom 12. 3. 
9645 Schweine plus 17 Beobachtungstiere. Qua 
lität ließ zu wünschen übrig. — 1152 Kälber plus 
32 Beobachtungstiere. Da der Kalbfleischabsatz je 
doch ganz gut ist, fanden die angelieferten Tiere bei 
flottem Geschäft immer schnellen Absatz. Qualität 
mittel, es wurde aus der ganzen Linie zu steigen 
den Preisen gehandelt, ohne nennenSiverte Aufkäufe 
ües. .Exports, Markt frühzeitig geräumt.
	        
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