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Reichsarbeitsführer Hierl hat für öen Be
fähigungsnachweis zum Eintritt in die Feld
meisterlaufbahn des Reichsarbeitsdienstes eine
neue Prüfungsordnung (Ergänzungsprüfung)
erlassen, die im Reichsministerialblatt vom 8.
Mai veröffentlicht wurde. Danach haben Un
terführer des Reichsarbeitsdienstes, die in die
Felömeisterlaufbahn eintreten wollen, aber
kein Reifezeugnis einer höheren Lehranstalt
besitzen, vor ihrer Einberufung zur Feldmei
sterschule in einer besonderen Prüfung nach
zuweisen, daß sie die Vorbedingungen für den
Eintritt in die mittlere und höhere Laufbahn
erfüllen.
Die zweimal jährlich in der Reichsschule
des Reichsarbeitsdienstes stattfindenden Prü
fungen bestehen aus einem schriftlichen und
einem mündlichen Teil. In den schriftlichen
Arbeiten werden die notwendigen Kenntnisse,
die klare Urteilsfähigkeit und die gedanklich
richtige Behandlung allgemeiner Fragen ge
prüft. Die mündliche Prüfung erstreckt sich
auf die gleichen Gebiete.
Das erste Hauptgebiet der Prüfung umfaßt
den Lebensraum und die Geschichte des deut
schen Volkes. Dieses Kapitel ist im weitesten
Sinne zu verstehen, denn es verlangt auch
geographische, politische, wirtschaftliche und
kulturelle Kenntnisse. Das zweite Hauptgebiet
erstreckt sich auf die nationalsozialistische Welt
anschauung und Staatsführung. Dazu gehören
nicht nur Leben und Werk des Führers, das
Programm der NSDAP, und die wichtigsten
Aufbaugesetze des Dritten Reiches, sondern
auch positives Wissen, nationalsozialistische
Gedenktage usw., und vor allem eingehende
Kenntnisse über die Entwicklung, die Organi
sation, die Aufgaben und die Ziele des Ar
beitsdienstes.
Das dritte Hauptziel enthält die Grundlagen
der Arbeitstechnik. Hierbei werden in der Prü
fungsordnung näher bestimmte Kenntnisse im
Rechnen und Algebra, in Planimetri und
Sterometrie, in Trigometrie und analytischer
Geometrie, in Physik und Chemie, in Pflan
zen- und Tierkunde, in Geologie, Mineralogie
und Erdkunde verlangt. Ueber die evtl. Wie
derholung einer nicht bestandenen Prüfung
und den frühesten Zeitpunkt einer erneuten
Meldung entscheidet der Prüfungsausschuß.
Prüfungsgebühren werden nicht erhoben.
Mütter fuhren «ach Thüringen
Wenn jetzt wieder die Sonne vom Himmel
lacht, dann entsteht in vielen tausend Mutter-
herzen der Wunsch nach Entspannung, nach
Ruhe und Erholung. Nicht jede dieser Mütter
kann sich aus eigener Kraft eine Sommerreise
oder einen Erholungsaufenthalt gönnen. Für
diejenigen aber, denen das Schicksal diese Mög
lichkeit nahm, springt die NSV. ein. Viel
Segen hat die Müttererholungsfürsorge im
Hilfswerk „Mutter und Kind" schon gestiftet.
Auch jetzt wieder fahren Monat für Monat
viele deutsche Mütter zur Erholung in die
herrlichen Mütterheime der NSV.
Aus dem Gau Schleswig-Holstein konnten
erstmalig Ende April 20 Mütter in ein neues
NSV.-Heim in Bad Thal im Thüringer Wald
fahren. In wenigen Tagen werden nun aber
mals 20 Mütter Schleswig-Holstein verlassen
und in öen waldreichen Gebieten Thüringens
Ruhe und Erholung finden. — So ist die
NSV. bestrebt all den vielen hilfs- und er
holungsbedürftigen Volksgenossen in Stadt
und Land zu helfen. Sie kann es nur, wenn
jeder sich bemüht zu seinem Teil diese Arbeit
zu unterstützen. Die NSV. braucht dringend
noch Frciplätze für die Kinderlandverschickung
und die Hitler-Freiplatz-Spende!
Wer stellt noch einen Freiplatz zur Ver
fügung?
Die Kirche fördert das Kunst-
schaffe» der Heimat
Kirche und heimatliche Kunst sind von jeher
miteinander verbunden gewesen. Architektur,
bildende Kunst, Malerei, Schmiede- und Holz
schnitzkunst haben immer in den Kirchen des
Landes reichliche Möglichkeiten zu eigener Ge
staltung gefunden. Ein Blick in die Geschichte
der Kunst alter und neuer Zeit zeigt, daß die
Kirchengemeinden in sehr vielen Füllen Auf
traggeber für das heimische Kunsthandwerk
wie für das künstlerische Schaffen überhaupt
gewesen sind. Altarschmuck, Kanzelschnitzereien,
Deckenmalerei, Ausmalung von Kirchenfen
stern — überall fanden Künstler und Kunst
handwerker ein reiches Feld zur Betätigung.
So ist es bis in die neueste Zeit hinein ge
blieben. Auch in den letzten beiden Jahren hat
die schleswig-holsteinische Kirche, sei es bei den
Erneuerungsarbeiten in Kirchen und kirch
lichen Gebäuden, sei es bei Errichtung neuer
gottesdienstlicher Räume oder der Ausgestal
tung ihres Jnnenraumes zahlreiche Aufträge
an die heimische Künstlerschaft vergeben kön
nen. So sei, um nur einige Beispiele der letz
ten Zeit anzuführen, an die Schaffung des Al
tarblattes in der Dankeskirche in Holtenau,
an die Errichtung der neuen Kirchen in List,
Rahlstedt und Rissen, an die künstlerische Aus
gestaltung einer Kirche in Neumünster, an ver
schiedene Arbeiten in den Kirchen Reinfeld,
Trittau, Oeversee, Billstedt, Wanderup, Sarau,
Düneberg, Kiel, Lensahn, Landkirchen (Feh
marn) Burg (Fehmarn), Elmschenhagen u. a.
erinnert. Mit dieser Förderung des heimatli
chen Kunstschaffens hat die Landeskirche nicht
nur den Künstlern und Kunsthandwerkern
Möglichkeiten zu eigenschöpferischer Arbeit ge
geben, sondern zugleich einen nicht zu unter
schätzenden Beitrag für die Arbeitsbeschaffung
auf dem Gebiete des Kunst- und Kulturschaf
fens geleistet.
Ums Jlctefkktcf
fa. Schacht-Andorf, 15. Mai. Lebensmüde.
Der Rentner Johann B., wohnhaft in der
Fritz-Reuter-Straße, hat gestern gegen 6 Uhr,
nachdem er noch den ganzen Tag im Garten ge
arbeitet hatte, sich in seinem Hause auf dem
Stallboöen erhängt. Der Grund zu dieser Tat
ist unbekannt.
Warder, 14. Mai. Erheblich verletzt. Am
Dienstag trieben der Bauer Kaack und der
Bauer Kruse Kühe auf die Weide. Dabei ge
rieten sie in einen Wortwechsel, der in Tät
lichkeiten ausartete. Kaack schlug dabei Kruse
mit eiuem dicken Haselnutzstock, den er zum
Viehtreiben benutzt hatte, über den Kopf und
verletzte Kruse so erheblich, daß er eine Zeit
lang besinnungslos war. Die Verletzungen
waren so erheblich, daß ein Arzt in Anspruch
genommen werden mutzte.
R. Nortorf, 14. Mai. Zum HJ.-Nordmark-
lager 2 1936 am Brahmsee. Wie uns mitgeteilt
wird, treffen die Führer für das HJ.-Nord-
marklager 2 Brahmsee am 28. Juni ein. Der
erste Lehrgang beginnt am 6. Juli. An diesem
nimmt die erste Belegschaft in Stärke von 3400
Hitlcrjungen teil. — Reit- und Fahrturnier.
Am kommenden Sonntag findet das große
Reit- und Fahrturnier vom Reitersturm 7/16
auf dem städtischen Sportplatz statt. Die Nen
nungen sind recht zahlreich eingegangen. Die
Stiftung von Ehrenpreisen ist erwünscht. Sie
werden von der Turnierleitung dankbar ent
gegengenommen. Hoffentlich ist uns der
Wettergott gnädig, so daß wir einen recht
guten Besuch aus Stadt und Land zu dem
großen Reit- und Fahrturnier erwarten dür
fen. — Bon der Rortorfer Vogelgilde. Gegen
wärtig findet eine Umfrage durch den Vor
stand der Vogelgilde statt, um festzustellen,
wie viele Mitglieder sich an der diesjährigen
Gildefeier beteiligen werden. In der am
kommenden Sonntag stattfindenden Gilde-
versammlung soll darüber beraten werden, ob
in diesem Jahre eine Gildefeier abgehalten
werden soll oder nicht. — Auf ein Wjähriges
Geschäftsjubiläum kann die in Stadt und Land
bekannte Malerwerkstatt Friedrich Sievers
Hierselbst zurückblicken. Wenn auch der Tag
der Gründung nicht genau feststeht, so ist doch
nach einer Aufzeichnung im Familienarchiv
bestimmt anzunehmen, daß die Gründung des
Unternehmens im Jahre 1846 durch Hans
Friedrich Jasper Reimers im heutigen Rich-
terschen Geschäftshause am Marktplatz erfolgte.
Dieser war der Sproß einer seit etwa 300
Jahren in Timmaspe nachweisbaren Bauern
familie, deren einer Ast um 1800 nach Nortorf
kam, hier aber 1898 im Mannesstamme er
loschen ist. Aus Anlaß des 90jährigen Be
stehens der Firma wurden von dem Heimat-
und Familienforscher G. Fr. Studt, Hierselbst,
Stammtafeln der Geschlechter Reimers und
Sievers wie auch der mit ihnen versippten,
hier aber längst erloschenen Familien Paulsen,
Groß und Webner aufgestellt, die einen in
teressanten lokalgeschichtlichen Beitrag bedeu
ten und ein Stück Alt-Nortorf zeigen.
Ums Sddemig.
Schwerer Unglücksfall bei Sprengarbeiten.
Schleswig, 14. Mai. Bei Steinsprengungen
auf einer Baustelle in Schleswig explodierte
eine Sprengladung vorzeitig. Ein älterer Ar
beiter wurde getroffen und erlitt schwere Ver
letzungen im Gesicht, an den Armen und Hän
den. Der Verunglückte wurde sofort dem
Krankenhaus zugeführt.
Jetzt wieder Schützenfeste iu althergebrachter
Weise.
es. Schleswig, 16. Mai. In „Ravens Hotel"
fand dieser Tage eine Zusammenkunft der Alt-
städter Schützcngilde (Sankt Knudsgilöe) statt.
Für den krankheitshalber von seinem Amt
zurückgetretenen ersten Aeltermann Jürgen
Oelerich wurde Stadtrat Christian Hansen mit
der Leitung der Gilde betraut. Zum zweiten
Aeltermann wurde der langjährige Sekretär
der Gilde, Kaufmann Ferdinand Andresen,
und zum Sekretär der Kaufmann Heinrich
Thomsen bestimmt. In diesem Jahr soll zum
Feierliche Einsührungdes Ober
bürgermeisters Dr. Kracht irr Flensburg
eg. Flensburg, 14. Mai. In dem mit Blu
men und den Fahnen des dritten Reiches ge
schmückten Sitzungssaal des Rathauses fand
heute mittag die Einführung des neuen Ober
bürgermeisters Dr. Kracht durch den Oberprä
sidenten und Gauleiter Lohse statt. Kurz nach
11 Uhr betrat Gauleiter Lohse in Begleitung
des Oberbürgermeisters, der mit der goldenen
Amtskette geschmückt war, sowie seinem Stell
vertreter Vizepräsident Schon», Regierungs
präsident Wallroth, Regierungsvizepräsident
Röhrig, Gauinspekteur Paulsen-Kiel, Kreis
leiter Kahle und dem Ehrenbürger der Stadt
Flensburg, Oberbürgermeister i. R. Dr. Tod-
sen, den Saal, von den Ratsherren und den
zahlreichen Zuhörern mit dem deutschen Gruß
begrüßt. Oberbürgermeister Dr. Kracht eröff
nete die Sitzung mit einer Begrüßung und er
teilte sofort dem Oberpräsidenten Lohse das
Wort, der u. a. ausführte: Ich weiß, daß Ihnen
der Weg nach Flensburg nicht leicht geworden
ist, daß sie vielmehr in Dithmarschen mit ihrer
jahrzehntelangen Arbeit stark verwurzelt wa
ren. Ich weiß aber auch, daß es schon aus dem
Grunde für Sie nicht leicht sein konnte, das
Amt zu übernehmen, weil hier wirklich ganz
außergewöhnlich schwierige Verhältnisse vor
handen sind. Aber ich bin trotzdem der Mei
nung, daß Sie diese Aufgabe auf Grund Ihrer
reichen Erfahrungen meistern werden. Wenn
ich gerade Sie zum Oberbürgermeister berufen
habe, so ist damit ein besonderes Vertrauen
der Reichs- und Staatsregierung in Ihre Per
son und Ihre Fähigkeiten gesetzt. Ich hoffe, daß
es Ihnen gelingen möge, die Stadt Flensburg
wieder zu einer blühenden Stadt im großen
deutschen Vaterlande zu machen.
Darauf ergriff Oberbürgermeister Dr. Kracht
das Wort, dankte für die Ausführungen des
Oberpräsidenten und betonte, daß er sich der
ihm gestellten neuen Lebensaufgabe durchaus
bewußt sei. Er rechne dabei aber auch auf die
Unterstützung durch die Dienststellen der
nationalsozialistischen Bewegung und das
Vertrauen der Beiräte und Gemeinderäte. Im
übrigen kennen wir alle nur ein Programm,
nach dem wir arbeiten, und das ist das Pro
gramm des Führers. Solange wir bei allen
unseren Maßnahmen dieses Programm befol
gen, werden wir gut beraten sein. Flensburg
ist die nördlichste Stadt der deutschen Nord
mark. In ihren Mauern mischt sich deutsches
und dänisches Volkstum und in ihr findet sich
eine dänische Minderheit. Ich habe schon lange
vor Inkrafttreten des jetzigen Minderheiten
schutzes eine solche Lösung angestrebt. Wer
seine Heimat liebt und ihr anhängt, weiß, was
Volkstum u. Heimat bedeutet u. daß wir, wenn
wir in der Ferne leben, den besonderen Wunsch
haben, in Dingen unseres Volkstums unserer
Art gemäß und in der Gemeinschaft mit ande
ren Angehörigen dieses Volkstums leben zu
können. So wie das dänische Volk opferberei
ten Anteil am kulturellen Leben der dänischen
Minderheit südlich der Grenze nimmt, dürfen
auch wir fernerhin damit rechnen, daß die
ganze schleswig-holsteinische Heimat als Treu
händerin des Reiches am Schicksal der deutschen
Grenzstadt und unseren besonderen kulturellen
Bestrebungen für die deutsche Volksgruppe im
Nachbarstaat förderlichen Anteil nehmen wird.
Die wirtschaftliche Lage des Grenzbezirks ist
für alle Einwohner von entscheidender Bedeu
tung. Wir hoffen, daß es den Bemühungen des
Führers gelingen wird, für die internationa
len wirtschaftlichen Beziehungen der Völker
immer mehr die Grundsätze wirtschaftlicher
Vernunft zum entscheidenden Gesichtspunkt zu
machen. Die Handels- und Handwerkskammer
bitte ich, auf dem erfolgreich beschrittenen Wege
zur Hebung der Wirtschaft fortzufahren. Nicht
zuletzt bitte ich um die vertrauensvolle Zu
sammenarbeit mit der Presse. Wir sind alle
Bürger der Stadt Flensburg, und ein Gemein
wesen gedeiht nur, wenn es sich auf Gemein
sinn aufbaut. Möge dieser Gemeinsinn immer
seine Stätte finden in der engeren Gemein
schaft der Mitarbeiter der städtischen Verwal
tung und nicht minder in dem ganzen Gemein
wesen Flensburgs. Nach Vertrauenserklärun
gen des Handwerkskammerpräsidenten Kum-
merfeldt für die Beigeordneten und Ratsher
ren und des Kaufmanns I. C. Möller für die
dänische Minderheit schloß Oberbürgermeister
Dr. Kracht die Sitzung mit einem Bekenntnis
zum Führer.
ersten Male wieder in althergebrachter Weise
unter dem Leitwort „Frohsinn—Ordnung^
Einigkeit" ein Schützenfest veranstaltet wer
den. Der Beginn der mehrtägigen Veranstal
tung wurde auf den 19. Juli d. I. festgelegt'
Weitere Zunahme der Störche.
Hollingstedt, 14. Mai. In Hollingstedt ist eine
weitere Zunahme der Störche festzustellend
Während im Vorjahre 31 Paare hier nisteten,
haben jetzt 33 Paare Nester bezogen.
Ein Storchenpaar hat sich auf einem He»-
öiemen häuslich eingerichtet. Den niedrigsten
Bestand an Störchen hatte Hollingstedt 192'
mit 21 Paaren. Seitdem hat sich die Zahl von
Jahr zu Jahr erhöht.
Aus StüjiiikMm
rn. Süderstapel, 15. Mai. Standesamtliche
Mitteilungen. Die Ehe wollen miteinander
eingehen: der Landwirtschaftsgehilfe Hugo
Karl Wigger, Seeth, und Alma Amanda Gosch,
Drage/ der Maurer Wilhelm Schütt, Rends
burg, mit der Haustochter Greta Johanna
Ariens, Seeth,' der Lagerist Johann Ludwig
Blohm, Süderstapel, z. Zt. Heide, mit der
Hausgehilfin Magda Brühn, Bergenhusen.
t. Friedrichstadt, 15. Mai. Zusammenschluß
beider Gesangvereine. In einer kürzlich abge
haltenen Versammlung beschlossen die beiden
hiesigen Gesangvereine einstimmig öen Zu
sammenschluß unter der Bezeichnung: Verei
nigte Männer-Gesangvereine Friedrichstadt.
Kommissarischer Vereinsleiter und Dirigent
wurde Lehrer Jebens, Kvlöenbüttel.
Der hiesige Ringreiterverein „Konkordia"
beschloß auf seiner letzten Versammlung, das
diesjährige Sommervergnügen am Freitag,
dem 19. Juni, in Claus Jensens Gasthof zu
feiern, (rn.)
Aus Eidelstedt
Gründung einer gemeinnützigen
Baugenossenschaft.
yy. Tönning, 14. Mai. In einer nach dem
„Hamburger Hof" in Tönning einberufenen
Versammlung, zu der sich eine große Anzahl
Volksgenossen eingefunden hatten, gab Bür
germeister Meußer zunächst einen Ueberblick
über die Wohnungsentwicklung im Stadtgebiet.
Es besteht ohne Frage das Bedürfnis, gesunde
und den Grundsätzen unserer Weltanschauung
entsprechende Wohnungen zu schaffen. Hin
weisend auf die sich im Stadtgebiet bietender«
Möglichkeiten und den finanziellen Schwierig
keiten, die dem einzelnen bei der Erwerbung
eines eigenen Heims entgegenstehen, empfahl
der Bürgermeister dringend die Gründung
einer Genossenschaft auf gemeinnütziger
Grundlage. Die Stadt selbst will anfangs die
Arbeiten mit allem Nachdruck unterstützen und
auch das entsprechende Land zur Verfügung
stellen. Alsdann gab Verbandsdirektor Sie
vers vom Verband Norddeutscher Wohnungs
unternehmen eine umfassende Darstellung übet
die Tätigkeit der Wohnungsbaugenossenschaf
ten. Zurückgreifend auf die heutigen Verhält
nisse, aber auch auf die vormals verkrachte
Tönninger Baugenossenschaft, hielt der Rednet
ebenfalls die Gründung für notwendig. Nach
den grundlegenden Ausführungen zeigte es
sich, daß bei den zahlreichen Zuhörern großes
Interesse vorhanden war. Durch die sofortige
Bereitwilligkeit einer Anzahl Volksgenosse-'
zur Mitgliedschaft ist die Gründung als ge
sichert zu betrachten. Nach dem Eingang vo--
Anträgen soll bereits in diesem Jahre mit dew
Bau einiger Häuser begonnen werden. Dansti
wird für Tönning die seit Jahren ruhende
Bautätigkeit zu neuem Leben entfacht.
Aus Hocdļäestatod
Kind vom Tode des Ertrinkens gerettet.
sz. Bredstedt, 14. Mai. In den Nachmittags
stunden des gestrigen Mittwochs geriet dct
dreijährige Sohn des Schuhmachermeisters
Werner Hansen, Bredstedt, in die offene Was-
serstelle auf dem Sportplatz. In höchster Le
bensgefahr rettete die Ehefrau des Schulhaus
meisters Johann Tralau das Kind vor deA
sicheren Tode des Ertrinkens. Der mutige"
Frau gebührt für diese Rettungstat volle An
erkennung.
Nettungsurkunde vom Stabschef der SA.
erhalte».
sz. Bredstedt, 15. Mai. Anläßlich des gestri
gen Uebungsabends in der Gastwirtschaft vo"
Aus ihkenwestedt, U&ruau-UacUmacsdm*
und Umhegend
ai. Hohenwestedt, 13. Mai. Einen Luftballon
fand vor einigen Tagen ein Bauer im benach
barten Jahrsdorf auf seiner Koppel. Die Gas
füllung hatte noch nicht ganz nachgelassen, so
daß der Ballon auf dem Boden herumhüpfte.
Eine anhängende Karte zeigte, daß der Ballon
vor VA Tagen von einem jungen Manne aus
Friedrichsbrunn am Harz in Lüneburg auf
gelassen war. Offenbar hatte der Absender
geglaubt, daß die herrschenden nördlichen und
nordwestlichen Winde den Ballon feinet
Heimat zutreiben würden.
p. Hademarschen, 14. Mai. Standesamtliche
Nachrichten. Die Ehe wollen miteinander
eingehen: Jungbauer Ferdinand Rühuian"
aus Stecnfelö mit der Jungbäuerin Anne
marie Alwine Kröger aus Gokels.
p. Hademarschen, 14. Mai. Ausflug. Die
Schülerinnen der hiesigen Bäuerlichen FraN-
enschule machten heute bei schönstem Wettet
einen Autoausflug nach dem Alten Lands'