129. Jahrgang.
bent
un-
bau
ein-
nert
iten
ner-
ilks-
ren-
ben.
oerk
Ge-
"eil'-
e in
aye-
tag-
nach
)0N-
aye-
und
tend
vest-
id"
teilt
die
der
haf-
;abe
sten
deM
nelz
war
tier
die
die
der
rgen
Uhr
3 es
Rio
und
fol-
ung
tt'g"
der
ich
ische
ahrt
Be
llt.
ine-
aus
:ten
die
uft-
ven
nes
lere
sich
ei-
als
htig
ian-
an-
stttf
der
Schleswig-HolsterniftHL
129. Jahrgang.
RenösdrrrgLr TageblnL
Bezugspreks: Ausgabe A Reichsmark 1.75 monatlich; Ausgabe B einschl. Illustrierte Wochenbeilage
Reichsmark 2.00, zuzügl. Bestellgeld. Einzelnummer 10 Rpfg.. auswärts 15 Rpfg., Sonnabends 15 Rpfg.
SchrļfLàng und Geschäftsstelle: Rendsburg. Haus der Landeszeitung. Fernsprecher Nr. 2551.
Drahtanschrift: „Landeszeitiing*. Postscheck: Hamburg 16278. Danken: Reichsbank: Westholsteinisch«
Bank; Spar- und Leih.Kaffe: Schleswig-Holstelnische Dank: Landkreditbank: sämtlich In Rendsburg
Anzeigenpreise: Im Anzeigenteil Grundpreis für die 46 mm breite Millimekerzeile 14 fyfl.
im Tertteil Grundpreis für die 77 mm breite Millimeterzeile 34 Ermäßigte Grundpreise.
Aufschläge sowie Nachlässe laut Preisliste Nr. 7. Nachlaßstaffel A. Geschäftsbedingungen nach Maß.
gäbe der Bestimmungen des Werberats. Keine Ersatzansprüche bei Nichterscheinen der Zeitung wegen
höherer Gewalt. Für unverlangt eingehende Beiträge übernimmt die Schrlftleitung keine Gewähr.
Kopenhagener Ehronîk der „LandesZsitrmg"
Die neuen ArzettsmMmgei» in Ostgrönland
An der Geburtsstätts der irdischen Landfauna — Eine Kette neuer Expeditionen — Grönlands Felsengebirge
erzählen — Nicht so viel Bewohner wie Rendsburg — Ein Reservat der arktischen Tierwelt
Von Hanns Schröder, Kopenhagen
Die aufsehenerregenden Entdeckungen der drei
jährigen geologischen Ostgrönland-Expedition
oes dänischen Polarforschers Dr. Lauge
Koch, deren Höhepunkt die Auffindung einer
Reihe von vortrefflichen Versteinerungen bis
her unbekannter Tierarten aus der Urzeit der
Erdgeschichte waren, haben das Interesse für
diesen wichtigen Erkenntniszweig so angereizt,
daß nicht nur die Wissenschaft, sondern selbst
weite Laienkreise der Bevölkerung Dänemarks
Und des Nordens gebieterisch die Fortsetzung
der Untersuchungen fordern.
Als vor drei Jahren die Kunde durch die
Welt eilte, daß die Lauge-Koch-Expeüition den
vierbeinigen Lungensisch mitbrachte, den
»Fisch, der aus dem Wasser an das Land stieg",
das Zwischenglied zwischen Fisch und Lurche,
und damit den Borfahren der irdischen Land
fauna, der der Ahne aller Lungcnatmer und
Wirbeltiere wurde, spürte man, daß man an
einem wichtigen Wendepunkt der Erforschung
des Lebens und der organischen Entwicklung
auf unserem Planeten stand. Hier ging es um
ganz große Zeitläufte. Statt mit Jahrzehn-
tausenüen mußte man mit Perioden von Mil
lionen von Jahren rechnen. Die Bearbeitung
der Funde in den Fachlaboratorien des schwe
dischen Professors Stensjö in Stockholm
und Upsala haben diese Eindrücke nur ver
stärkt. In der ganzen Welt harrt die biologische
Forschung jeder neuen Veröffentlichung über
die Untersuchungen mit größter Spannung.
Der Wunsch, die Forschungen weiter zu füh
ren, ist jetzt in Erfüllung gegangen. Anfang
vorigen Jahres stellte ein Kopenhagener Ge
schäftsmann einen Betrag von rund % Mil
lion Kronen zur weiteren Durchforschung der
unbewohnten nördlichen Ostgrönlandküste zur
Verfügung. Und diese Stiftung zusammen mit
anderen Spenden und staatlichen Bewilligun
gen setzen jetzt den Forscher Dr. Koch in den
Stand, eine Serie neuer Expeditionen auszu
rüsten, die Anfang Juli von Kopenhagen mit
dem vom dänischen Staat bereitgestellten
Grönlaudschiff „Gustav Holm" abgehen.
Dr. Ko ch hat für seine Planlegung ein gan
zes Jahr Zeit gehabt und kann daher mit ei
nem genau abgegrenzten Programm die neue
Arbeit in Angriff nehmen. Zunächst hat er sich
der Teilnahme bedeutender Wissenschaftler
Dänemarks und des Auslandes versichert,
Spezialisten für jedes Gebiet der Forschung,
Zoologen, Geologen, Mineralogen, Botaniker
usw. Die Geldmittel sind so reichlich, daß man
sich zwei Ueberwinterunge» und drei Sommer-
expeditionen leisten kann, und das bedeutet,
daß große Aussichten vorhanden sind, einigen
der gestellten Hauptfragen auf den Grund zu
kommen.
*
Das zu durchforschende Gebiet ist die unbe
wohnte Küstenstrecke Ostgrönlands in der Nähe
des 74. nördlichen Breitengrades. Das mit ho
hen Felsengebirgen eingesäumte, in Fjorde,
Schären und Inseln zerrissene, vegetations
arme Küstenland bildet nur einen — stellen
weise ziemlich breiten, anderswo recht schma
len — Streifen zwischen dem ständig eisgefüll
ten, außerordentlich schwer ansegclbaren nörd
lichen Eismeere und dem grönländischen In
landeis, das in dieser Gegend in 3000 Meter
Dicke auf seinem Fundament lastet und hier
Und da seine gewaltigen Gletscher in die Buch
ten und an den Ozean sendet. Aber dieses
kalte, eiserstarrte Gebirgsland, mit seinen kur
zen, Hellen Sommermonaten und seinem lan
gen dunklen Dreivierteljahrswinter, mit sei
nen furchtbaren Schneestürmcn und enormen
Kältegraden ist schon seit einer Reihe von Jah
ren von dänischer Seite zum Gegenstand mete
orologischer, geologischer, ozeanographischer und
arktischer Forschungen gemacht worden. Zwei
größere, gut ausgestattete Expeditionsgebäude
auf der Ella-Insel und der Clavering-Jnsek
(Eskimonäs) mit Radio-Anlagen, elektrischem
Licht, Vorratsräumen und geeigneten Arbeits
und Unterkunftsräumen für Ileberwinterun-
gen stehen seit fast acht Jahren bereit und wer
den so gut wie ständig von einer kleinen Schar
dänischer. Wissenschaftler und Radiotelegraphi
sten bewohnt.
Sonst ist dieses einsame Land lediglich ein
— leider noch nicht hinlänglich geschütztes —
Reservat der arktischen Tierwelt. Bedeutende
Zoologen und Polarforscher haben sich mit
wachsendem Erfolg dafür eingesetzt, hier einen
„Aellowstone-Park" von der Größe eines euro
päischen Reiches anzulegen. Und das ist umso
leichter möglich, als hier keine Interessen ein
heimischer Bewohner zu wahren sind, aus dem
einfachen Grunde, weil hier keine Eingebore
nen, keine Eskimos oder Grönländer leben.
Die ganze unermeßliche Ostgrönlandküste ist
bekanntlich nur an zwei Stellen von Eskimos
besiedelt, nämlich an den Buchten von Ang-
massalik und Scoresbysund, Hunderte von
Meilen südlicher. Vor reichlich 100 Jahren hat
hier hier jedoch noch ein kleiner Eskimostamm
gelebt, wovon einige Ruinen von Erdhütten
und Zeltringc zeugen. Der englische Kapitän
C l a v e r i n g hat sie 1823 sogar gesehen und
beschrieben, aber er hat sie auch wohl gleich
zeitig verscheucht. Jedenfalls sind sie bald dar
auf zugleich mit dem Renntier, von dessen
früherer Existenz heute nur verwitterte Ab
wurfgeweihe erzählen, auf rätselhafte Weise
verschwunden, vermutlich gänzlich ausgestor
ben.
Wenn man von der Bevölkerung Grönlands
und ihrer Zahl spricht, muß man überhaupt in
Betracht ziehen, wie spärlich menschliche Wesen
auf dieser gewaltigen Insel von der Größe
eines ganzen Erdteils (1178 000 Quadratkilo
meter) wohnen und leben können. Die West
küste mit ihren verhältnismäßig günstigen An-
segelungsmöglichkeiten und im Sommer eis
freien Fjorden bietet erheblich bessere Besied-
lungsbedingungen als die vom Eispanzer des
Meeres und des Inlandeises eingeschlossene
menschenfeindliche Ostküste. Aber darum ist die
Gesamteinwohnerzahl, trotz der vielen Wohn-
platz- und Kolonienamen der Westküste nicht
mit europäischen Maßstäben zu messen. Das
ganze ungeheure Festland besitzt auf seinem
313 000 Quadratkilometer eisfreien Boden mit
Eingeborenen, Eskimos, Grönländern, Dänen,
Norwegern und Ausländern nicht einmal so
viele Einwohner wie die Stadt Rendsburg.
16 300 Seelen ist die höchste Zahl, die je errech
net wurde, und davon fallen auf die gesamte
Ostküste nur reichlich 800.
Die Tierwelt in dem genannten Forschungs
gebiet ist dagegen zahlreich vertreten und gabt
gebiet ist dagegen zahlreich vertreten und gibt
Hier lebt noch der sonst auf der Erde überaus
selten gewordene Moschusochse, dieses lebende
Denkmal eiszeitlicher Epochen, in ansehnlichen
Herden, und nährt sich schlecht und recht von den
spärlichen Gräsern, Moosen, Heidekräutern und
Flechten der Tundra, hier wimmelt es von
schneeweißen Eishasen, denen der weiße Polar
wolf nachstellt, hier grübt sich der kleine Lem
ming seine Gänge durch den Schnee und bietet
den Lebensunterhalt für den Polarfuchs, der
in besonders schönen weißen und blauen Exem
plaren hier noch recht häufig vorkommt. Mit
dem Treibeis der Küstenströmung kommt der
Eisbär in beträchtlicher Zahl aus seiner Jagd
nach Robben vorübergewechselt. In den eis-
gefüllten Buchten und Fjorden tummeln sich
Walrosse und Seehunde, in den Elven springen
Lachse und Forellen, und in den kurzen, aber
schönen, an arktischen Blumen reichen Sommer
monaten ist die Luft erfüllt von Wolken ge
fiederter Gäste die hier nisten und sich ver
mehren: Eiderenten, Lummen, Möven, Grau
gänsen,- selbst Schneespatzen und Schneeeulen
und der seltene Polarfalke leben hier.
Ja, es lohnte sich schon, hier ein gefiedertes
Reich für die verfolgte und langsam ausster
bende polare Tierwelt und damit den größten
und seltsamsten Tierpark zu schaffen, den die
Erde kennt.
Die einzigen Menschen, die hier vorüber
gehend wohnen und das unermeßliche Gebiet
im Winter auf Hundeschlitten, im Sommer mit
Booten durchfahren, sind — außer den For
schern — eine Handvoll norwegischer und däni
scher Fangleute, Pelztierjäger, die den Polar
füchsen, den Eisbären und Wölfen nachstellen
— harte, wetterfeste Menschen, die Entbehrun
gen und Anstrengungen kennen, die oft dem
kalten Tod ins Auge gesehen haben, die ein
primitives Jägerleben führen, in winzigen
Holzhütten oder Zelten hausen und fast ständig
auf der meilenweiten Wanderung von Hütte
zu Hütte sind, um ihre Fallen nach Füchsen
nachzusehen oder Eisbären und Polarwölfe zu
Baldwin ohne „aufgekrempelte Aermel"
Als die englische Presse die Rede Baldwins
in der Albert Hall ankündigte, konnte man
lesen, er werde „mit aufgekrempelten Aermeln"
sprechen, also der Welt, soll heißen in diesem
Fall Italien, ganz gehörig die Meinung sagen.
Der englische Ministerpräsident hat weder sei
nen Freunden noch seinen Gegnern diesen
zwiespältigen Gefallen getan, sondern hat es
vorgezogen, gelassen eine Darstellung der Lage
zu geben und einige — vorläufig noch theore
tische — Lehren daraus zu ziehen. Wir haben
hier schon zweimal darauf hingewiesen, daß
die auf den ersten Blick unverständliche eng
lische Politik des Hinschleppen-lassens, des
immer neuen Abwartens und Beobachtens nur
der unbegreiflich finden kann, der aus der Ge
schichte des britischen Reiches nicht gelernt hat,
daß Old England noch immer Politik ans
allerlängste Sicht macht und dabei in Jahr
zehnten und Jahrhunderten, nicht aber in Mo
naten oder Jahren denkt. Gewiß hat England
gegenüber dem Völkerbund eine der schwersten
außenpolitischen Schlappen der Neuzeit erlit
ten — ob es auch Italien gegenüber eine Nie
derlage erlitt, das wird nicht heute, sondern
frühestens nach Beendigung der englischen
Aufrüstung, also nicht vor zwei Jahren, wahr
scheinlich aber erst Jahre später entschieden
werden. Und wie die englische Außenpolitik
auch gelegentlich eine Schlappe mit der Ueber-
lcgenheit eines Mächtigen hinnimmt, der um
seine Machtmittel und um deren Quellen weiß,
so läßt sich auch Baldwin lieber einen Zaude
rer schelten, als daß er weltpolitische Entschei
dungen aus der menschlich begreiflichen Er
regung eines Augenblicks oder einer Situati
on übers Knie bricht. Das er bei all seiner
Gelassenheit den politischen Gegner, wenn es
nicht anders geht, sehr hart zu treffen weiß, ist
aus der Geschichte des Politikers Baldwin
hinreichend bekannt.
Soeben haben die Konservativen, fast gleich
zeitig mit der Rede Baldwins einen neuen
Vorstoß gegen ihn ingeleitet mit der Begrün
dung, die öffentliche Meinung sei in dem gro
ßen Konflikt im Süden Europas ohne jede
Führung. Freilich, eine sofort verwendbare
Gebrauchsanweisung für das durchschnittliche
politische Begriffsvermögen hat Baldwin auch
in der- Albert Hall nicht gegeben. Aber wer
zwischen den Worten zu lesen weiß und ihn
kennt, der weiß, daß diese Rede mehr andeu
tet als nur sein „Erwachen aus dem Winter
schlaf".
schießen. Einmal im Jahre nur höchstens, im
Juli, kommt ein Schiff, wenn es überhaupt
gelingt, den Eisgürtel zu durchdringen, um
Ablösung, Proviant, Ausrüstung und Post zu
bringen und die erbeuteten Felle zu holen, —
ein großes Ereignis, das Spuren hinterläßt.
Aber wenn man glaubt, daß die Jäger von
einem Fimbulwinter, von einem Jahre Ost
grönland genug haben, kennt man sie schlecht.
Die meisten verlieren ihr Herz an das öde Eis
und Felsenland, an die Einsamkeit und das ge
fährliche Leben, an die Nächte, in denen das
Nordlicht am Himmel geistert, und an den
Zauber des kurzen Sommers. Sie finden sich
nie wieder auf dem Asphalt der Großstadt zu
recht, sondern sehnen sich stets zurück in die
Frosteinsamkeit Ostgrönlands.
*
Dieses seltsame Land ist nach der Ansicht der
Forschung und auf Grund der sensationellen
Versteinerungsfunde in den steilen, kahlen
Felsengebirgen das Gebiet unserer Erde, das
in hervorragender Weise Aufschluß über eine
bisher noch unbekannte Periode der Erdge
schichte geben wird. Wenn auch Schottland ganz
ähnliche und verwandte Formationen des Ge
steins besitzt und eine parallele Entstehungs
geschichte hat, die noch nicht voll erforschte kalo-
danische Bergkette, so sind die Berge Ostgrön
lands der Forschung leichter zugänglich. Sie
steigen 3000 Meter steil an, liegen aber bloß
und frei da, von Gletschern abgeschliffen, wäh
rend Schottlands Berge unter Humus, Schutt
und Vegetation verborgen sind.
Die grönländischen Funde werden mitten im
Gestein der Berge gemacht, oft in 1000 Meter
Höhe und mehr, was von enormen Bodenvcr-
änderungen, Hebungen und Sintfluten zeugt.
Es ist — wie LaugeKoch sagt — die einzige
wohlbekannte Stelle, wo nachweisbar Geschöpfe
in einer Urperiode aus dem Wasser auf das
Land stiegen und sich vom schwimmenden, kie
menatmenden Fisch in Fußgänger mit Lungen
oder fliegende Vögel verwandelten. Hier wur
den die Schwimmblasen zu Lungen, die Flossen
zu Beinen und Flügeln, und vermutlich ge
schah dies, weil sie in einem Wüstensee lebten,
in dem das Leben auszusterben drohte. Nur
die Individuen, die imstande waren, über das
Land in einen neuen See zu ziehen, konnten
das Leben fortsetzen. Auf der Wanderung ent
standen die völlig neuen Arten. Die Perspektive
ist gewaltig. Die letzten Entdeckungen brachten
den Fisch, der auf vier Beinen gehen konnte.
Die neuen Expeditionen sollen nach den Ueber-
gangsformen suchen, in erster Linie nach einem
Fisch mit stark spezialisierten Flossen, die sich
den Beinen nähern, und weiter nach einem
Tier mit sehr primitiven Beinen.
Die Expeditionen haben natürlich nicht aus
schließlich den Zweck biologisch-zoologischer Ur-
archäologie, sondern sollen auch praktische Ziele
verfolgen. Die Landesaufnahme wird weiter
geführt, die Geologie des Landes und die Mi
neralienkunde vervollständigt, und schließlich
wird auch der Wunschtraum weiter dänischer
Kreise: die Suche nach Gold und edlen Me
tallen — wenn auch nicht als offizielles Pro
gramm — weitergeführt werden. Bisher haben
diese Bestrebungen nur Enttäuschungen ge
bracht. Außer dem Kryolith und dem Marmor
an der Westküste hat man nur etwas Stein
kohle und Schwefelkies an der Ostküste gefun
den, edle Mineralien so gut wie überhaupt
nicht. Aber die Untersuchungen befinden sich
auch erst im ersten Anfangsstadium. Und ge
wisse private Kreise in Dänemark geben noch
nicht die Hoffnung auf, daß das gewaltige Ko
lonieland Grönland, das bisher durch die Po
litik und den Machtspruch verständiger Behör
den einem freien Zustrom von Abenteuer- und
Geschäfte suchenden Menschen verschlossen ge
wesen ist und dessen eskimoische Urbevölkerung
— unter Aufwand großer persönlicher und
finanzieller Opfer von seiten Dänemarks —
vor einer Auslöschung durch rücksichtslose „Zi
vilisation" bewahrt geblieben ist, sich eines
Tages als das „Goldland" entpuppen wird,
das dem dänischen Volke die drückenden Zu
kunftssorgen abzunehmen vermag.