mie bei der „69er". Der Schaden betrage hier
mindestens 100 MJl, und es seien Täuschungen
einzelner Versicherungsnehmer vorgekommen.
Fälschlich habe sich B. als Oberleutnant der
Reserve ausgegeben und auf den Reichsnähr
stand bezogen. Seine Pflicht sei es gewesen, die
Leute aufzuklären. Gott sei Dank gebe es an
ständige Versicherungsagenten, die nicht wie
der Angeklagte verfahren.
In ganz grober Weise habe V. Mitmenschen
angepumpt. Er sei Ze ch p r e l l c r im wahren
Sinne des Wortes, er sei Betrüger, indem er
kurzfristig Rückzahlung versprach und sich ver
schiedener Kniffe bediente, z. B. einen faulen
Wechsel gab, von einem Bankkonto sprach, das
nicht vorhanden war, u. dgl. In 24 Pumpfällen
sei Betrug festgestellt, wieder als fortgesetzte
Handlung.
Was das Strafmaß anlange, so habe das Ge
richt dem Angeklagten gar keine rechten Mil
derungsgründe zuteil werden lassen können.
Er war vorbestraft und wußte demgemäß, daß
er besonders vorsichtig sein müsse. Man habe
sich darum ernstlich die Frage nach einem be
sonders schweren Fall vorgelegt. Bei Bejahung
der.Frage hätte auf Zuchthaus erkannt werden
müssen. Eine besondere Erschwerung der Ver
fehlungen könne darin gesehen werden, daß der
Angeklagte durch sein überzeugendes Auftreten
die Leute eingewickelt habe. Gerade bei kleinen
Leuten, die nicht so geschäftsgewandt seien, habe
er seine Fähigkeiten in einer Weise ausgenutzt,
durch welche die V o l k s g c s a m t h e i t au
ßerordentlich geschädigt wurde. Der Angeklag
te H schuld daran, daß das Vertrauen zu den
Versicherungsgesellschaften, in hiesiger Gegend
jedenfalls, vielleicht auf Jahre hinaus gelitten
liabe, obwohl das Versicherungswesen au sich
außerordentlich gesunde Grundlagen habe. Von
Zuchthaus habe man jedoch abgesehen, weil
B. noch nicht so erheblich vorbestraft sei. Im
merhin durfte die Strafe nicht gering sein.
Für den Fall der „Kölner" habe er 3 Monate
Gefängnis erhalten, für den Fall der „Bürger
lichen" 6 Monate und 600 JUL Geldstrafe, für
den Fall der eigenen Krankenkasse, der am
schwersten bewertet wurde, 2 Jahre Gefängnis,
bezüglich der „Hamburger" und der „Vereinig
ten" („Bauernhilfe") je 4 Monate, als Gesamt
strafe für die Darlehnsschwinüeleien 1 Jahr,
für die unterlassene Anmeldung seiner Kran
kenversicherung 1 Monat. Das wären insge
samt 4 Jahre 6 Monate Gefängnis. Diese
Strafe sei mit 3 Jahren Gefängnis erheblich
gemildert,' man habe auch nicht über den
Antrag des Staatsanwalts hinausgehen wol
len. Die Untersuchungshaft sei angerechnet,
teils auf die Geld- und teils auf die Freiheits
strafe. Wegen der ehrlosen Gesinnung und des
skrupellosen Vorgehens seien dem Angeklagten
die bürgerlichen Ehrenrechte auf 3 Jahre ab
erkannt. Was die unterlassene Anmeldung be
trifft, heißt es in der Urteilsbegründung, so
habe B. gewußt, daß seine Kasse anmeldepflich
tig war.
Der Vorsitzende stellte fest, daß B. jetzt noch
etwa 2 Jahre 8 Monate Gefängnis zu ver
büßen habe. Ueber die Annahme der Strafe
gab der Verurteilte noch keine Erklärung ab.
Die Gerichtsberatung hatte ungefähr l'A Stun
de gedauert.
Der Staatsanwalt
war in seinem Plädoyer mit dem Angeklagten
scharf ins Zeug gegangen. Er rechnete ihn nicht
zu den kleinen, sondern den großen Volksbe
trügern. Systematisch sei er auf Betrug und
betrügerischen Borg ausgegangen, und zwar
seit der Rückkehr aus dem Kriege. Immer habe
es B. darauf angelegt, sich durch Unehrlichkeit
Vorteile zu verschaffen. Die Bornholdtsche
Kasse sei von Anfang an auf Schwindel aufge
baut gewesen. Mildernde Umstünde verneinte
der Staatsanwalt. Wenn man sage, die Leute
hätten dem Angeklagten das Betrügen leicht
gemacht, so sei darauf zu erwidern, daß der ein
fache Mann sich auf den verlassen können
müsse, der ihm geistig über sei. Auf Kosten
redlicher Volksgenossen habe B. ein gutes Le
ben geführt.
In seinem Schlußwort wiederholte
Bornholdt noch einmal die mehrmals vorge
brachten Entschuldigungsgründe. Die ihm vor
gerechneten Einnahmen seien Bruttoeinnah
men gewesen. Aus den Schulden sei er nicht
herausgekommen,' sei ein Loch zugemacht ge
wesen, so habe ein größeres offengestanden.
B. bat um Milde für seine strafbaren Hand
lungen. Während des langen Prozesses ließ er
immer wieder erkennen, wie erstaunlich gut er
die sehr vielen Einzelfälle im Kopfe hatte.
Ein Zeuge aus Süderstapel, der unentschul
digt ausgeblieben war, erhielt eine Ordnungs
strafe von 20 JUl, ev. 2 Tage Haft. #
von 10—17 Uhr dauert, folgt ein Frauen
kampf zwischen den Vereinen Flensburg,
Schleswig und Rendsburg.
* Die Kriminalpolizei warnt vor einer ge
fährlichen Warenbetrügerin. Sie teilt hierzu
mit, daß in den letzten Wochen die 23jährige
Ehefrau Luise Theöe geb. Bielfeldt, wohnhaft
in Rendsburg, Duvenstedter Weg, in verschie
denen Geschäften Waren bezogen, diese auf
verschiedene Namen hat anschreiben lassen und
nie bezahlt hat. Sie tritt recht glaubwürdig
auf und unterrichtet sich über die Verhältnisse
der Personen, deren Namen sie angibt, vor
her genau. Sie wiegt auch die Geschäftsleute
dadurch in Sicherheit, daß sie vorerst An
zahlungen, dann auch beim Kauf weiter Teil
zahlungen leistet und nur die Restschulü
stehen läßt. Die Frau ist ca. 1.68 Meter groß,
schlank, hat ein schmales, längliches Gesicht,
dunkelblondes Haar, in der oberen Zahnreihe
hat sie eine größere Lücke, die beim Sprechen
auffällt. In den meisten Fällen war sie be
kleidet mit einem hellen, fast weißen Kleid,
heller abgewaschener Kostümjacke, weißer
Mütze. Zu ihren Fahrten hat sie in der letzten
Zeit ein fast neues'Herren-Fahrrad benutzt.
Die Betrügerin sieht ihrer Bestrafung ent
gegen. Um aber die Geschäftsleute vor
weiterer Schädigung zu bewahren, wird vor
dieser Schwindlerin gewarnt.
Ìlettds6uc$es £àld#ļUeSUi&ed&cH.
In der Schauburg.
Poleublut.
Eine^ Filmoperette in guter Besetzung, an
ihrer Spitze Anny Ondra, wie immer von
großem Liebreiz in ihrem Spiel, mit einer
herrlichen Stimme und großem Ausdrucksver
mögen in der Gestaltung ihrer Rolle. Die un
wirkliche Welt der Operette ist auch beim Ton
film gewahrt. Ein verschuldeter Graf wird von
einer Frau, die er heiraten soll, aber nicht ha
ben will, saniert, d. h. sie rettet sein Gut unter
dem Deckmantel einer Wirtschafterin mit dem
Gelde ihres Vaters. Na, und dann kommt die
Liebe doch und ein glückliches Ende.
Das Beiprogramm bringt einen sehr schönen
Film von Indien, einen lustigen Trickfilm und
die Wochenschau mit Bildern von dem Ge
burtstag des Führers.
*
Tonhallcn-Lichtspiele:
„Lockspitzel Asew".
Der Film „Lockspitzel Asew", so wird ver
sichert, schildere „wahrheitsgetreu die interes
santesten Szenen aus dem Leben einer der
raffiniertesten Gestalten der neueren Ge
schichte". Diese Vorankündigung sagt nicht zu
viel, aber sie sagt auch alles: die künstlerische
Formung des Stoffes, um über der Nachbil
dung des äußeren Geschehens auch das innere
Drama der Menschen sichtbar zu machen, ist
wohl etwas zu kurz gekommen. Die geschicht
lichen Hintergründe der Handlung sind gewit
terschwül genug, um einen spannenden Spio
nagefilm abzugeben: die unheilschwangere
Atmosphäre des Vorkriegsrußlands, in der die
jungen Intellektuellen des Volkes mit ihrer
westlerisch geformten Weltanschauung gegen
das absolute Zarentum Sturm laufen, nicht
mit der Kraft ihrer Ideen, sondern durch die
zerstörende Macht ihrer Bombenattentate.
Die Schauspieler setzen sich ernsthaft ein.
Im Vorprogramm u. a. Aufnahmen von
der Geburtstagsparade vor dem Führer und
ein Bildstreifen, der die gelöste, heitere Rokoko
anmut Sanssoucis einsängt.
*
In der Elektra:
Der Favorit der Kaiserin.
Das sei gleich zu Aufang gesagt: Kritik ist
dazu da, verantwortungsvolle Haltung dem
Werk gegenüber zu wahren, und hinzugefügt
sei, daß leider die Lichtspielhäuser vertraglich
verpflichtet sind, eine Serie von Filmen zu
übernehmen, ohne die treffende Auswahl vor
nehmen zu können. Hinsichtlich dieses Jtala-
films sei betont, daß gewisse Kostümillusionen,
Schlafzimmeratmosphäre und unechte Traditi
on keinen Anspruch auf Wertigkeit in der
heutigen Filmproduktion erheischen können.
Wir lassen uns durch solche Blender nicht
mehr hinreißen. Der Besetzungszettel dieses
Films ist ausgezeichnet — die Innenauf
nahmen mit den für solchen Filmen üblichen
Pcrspektivaufnahmen der Zimmerfluchten sind
gut.
Im Beiprogramm ein Film des deutschen
Waldes und des Weidwerkes. Die technischen
Ueberschncidungen wie auch die photographi
schen Ausschnitte sind hervorragend. Daneben
ein Kurzlustspiel und die Fox Tönende
Wochenschau mit Bildern vom Geburtstag des
Führers.
ßrlkenne áie t Wèc§iii®§€&iê
WDerde Wiêtgļtied dess ^eieHsiM.§tseHuixbastdes7
* Ei« Promenadenkonzert ist heute abend
von 6 bis 7 Uhr vor der Stadthalle. Es spielt
unsere Jnfanteriekapelle. Gesammelt wird für
die Jugendherbergen.
* Kreisfrenndschaftskegelkämpfe. Ein Bor-
stanüskegelkampf der Keglervereine des Krei
ses 1 im Gau Nordmark des Deutschen Kegler
bundes, zu dem Flensburg, Schleswig, Husum
und Rendsburg gehören, findet anläßlich einer
Kreistagung am Sonntag im Vereinshaus
„Saatsee" statt. Ein spannender Kampf steht
zu erwarten. Unter den Keglern befinden sich
der diesjährige norddeutsche Meister, Tams-
Flensburg, und viele Städtemannschaftskegler.
Anschließend an den Kamps der Kegler« der
ScÁdeàwi^-tiêhhÌM
Ums Rendsfrucg,
Dm IS* unS !?* fltaî
fûhrļderUeîchsoerbandfûrUeuļscheIugend-ļ
Herbergen im ganzen Ueich Ueichswerbe-und
Opfertage durch, die unserer Jugend hjer-
bergen und kjeime schaffen sollen. OaS
ganze deutsche vo!k zeigt an diesen lagen
seine Verbundenheit mit seiner Jugend und
hilft durch seine Spenden Heimstätten bauen.
durch einen Omuibusverkehr mit sechs Diescl-
Omnibussen aufgenommen werden. Am
Dienstagabend sind die für die Omnibusse be
stimmten 12 Führer nach Gaggenau gefahren,
um die Fahrzeuge abzuholen. Vier Omnibusse
werden den fahrplanmäßigen Betrieb durch
führen, die beiden anderen sind Reservewagen.
Die Fahrzeuge, die je rund 30 Personen be
fördern können, fahren mit Schaffner. Es
wird eine Linie eingerichtet, die in der Schuby-
straße — Ecke Hesterberg beginnt und durch
folgende Straßen führt: Schubystraße, Bis
marckstraße, Plessenstraße, Niemannstraße,
Fischbrückstraße, Rathausmarkt, Marktstraße,
Lange Straße, Mönchenbrückstraße, Stadtweg,
Lollfuß, Damm, Gottorfstraße, Friedrichstraße,
Bahnhofstraße zum Reichsbahnhof und von
dort durch folgende Straßen: Mansteinstraße,
Husumerbaum, Fricörichstraße, Gottorfstraße,
Damm, Lollfuß, Stadtweg, Plessenstraße, Nie
mannstraße, Fischbrückstraße, Rathausmarkt,
Marktstraße, Lange Straße, Mönchenbrück
straße, Michaelisstraße, Schubystraße bis Ecke
Hesterberg zurück.
Segensreiche Tätigkeit der NS.-Volkswohl-
fahrt im Kreis Schleswig.
Schleswig, 18. Mai. Schon im April setzten
die Kindertransporte durch die NS.-Bolks-
wohlfahrt im Kreise Schleswig ein. Am 21.
April fuhren 14 Kinder zur Erholung in Fa-
milicnpflegestellen in den Kreis Husum. Am
8. Mai traten 30 Kinder ihre vierwöchige Fe
rienreise in den Gau Kurmark an. Aus einem
Kinderheim an der Westküste kehrten am 17.
April zehn Kinder gut erholt zurück. Am 22.
Mai werden fünfundzwanzig Kinder aus dem
Kreis in einem Kinderheim bei Büsum unter
gebracht werden. Zur selben Zeit geht ein
Transport von 88 Kindern zum Landaufent
halt in den Gau Hessen-Nassau. Im Kreis
Schleswig wurden am 18. April zehn Kinder
aus dem Gau Düsseldorf aufgenommen. Einen
großen Transport von 200 Kindern erwartet
der Kreis Schleswig am 15. Juni.
Im Laufe dieses Jahres konnten von der
NS.-Bolkswohlfahrt in den verschiedenen
Mütterheimen des Gaues Schleswig-Holstein
bereits 26 Mütter aus dem Kreis Schleswig
untergebracht werden. Die Verschickung wird
während des Sommers in erhöhtem Maße
fortgesetzt werden.
Vom Heuboden gestürzt.
Jevenstedt, 16. Mai. Am Freitag stürzte der
hier beschäftigte Landhelfer Heinrich A. vom
Heuboden und zog sich einen Bruch der Len
denwirbelsäule zu.
* * *
Osterrönfcld, 16. Mai. Der Radfahrer-
Verein RBC. von 1894 hält heute abend in
den Räumen des Gastwirts Mester ein Rad
saalfest ab, mit welchem der Verein bezweckt,
für den Radfahrsport Freunde zu gewinnen.
Das reichhaltige Programm enthält ein Er
öffnungsfahren mit Hochrad und Eincr-
Niederrad, einen Vierer- und einen Sechser-
Damenschulreigen, einen Sechser-Herrenschul-
reigen, einen Vierer-Herren-Kunstreigen und
zwei Radballspiele der Mannschaften Rends
burg — Eckernföröe, und zum Schluß einen
humoristischen Reigen. Eingeleitet wird die
sportliche Veranstaltung durch einen Vortrag
des Dietwarts des RBC. von 1894, Lehrer
Eberhard Krüger aus Rendsburg über das
Thema „Der Sport in heutiger Zeit".
88. Geburtstag. Die Witwe Sophie Sievers
in Jevenstedt begeht am 17. Mai ihren 88. Ge
burtstag. Sie ist für ihr Alter noch rüstig.
Ums Sdtcmßcck
Beendigung der Wadenfischerei.
Eckernförde, 15. Mai. Der Betrieb der Wa
denfischerei ist mit beendeter Fangzeit einge
stellt worden. Abgesehen von ganz vereinzel
ten Fängen, die sich wirklich lohnten, war das
Ergebnis wenig befriedigend. Lang anhalten
der Ostwind hatte die Fischer des öfteren an
der Fangtätigkeit gehindert. Etwas besser ge
staltete sich das Ergebnis der Ringwaden-
fischerei.
Tagung der Arbeitsgemeinschaft
Schmausen.
Eckernförde, 15. Mai. Die Arbeitsgemein
schaft Schwansen, Amt Hütten, Dänischwohld,
hielt am Mittwoch in der hiesigen höheren
Technischen Staatslehranstalt für Hoch- und
Tiefbau, der einzigen Bauschule der Nordmark,
eine von Stadt und Land stark besuchte Ta
gung ab, auf der Dr. ing. Saeftel einen Licht
bildervortrag über das Thema „Wie wohnt
der deutsche Bauer?" hielt. Die Wohnweise des
deutschen Bauern ist nicht nur vom architekto
nischen Gesichtspunkt aus zu sehen, sie vereint
Innenausstattung, Unterbringung des Viehs
und der Erute, Schmuck und Bedachung — sie
gibt Ausdruck seines Volkstums und seiner
Bodenverbundenheit. Der Vortrag, der bis in
die früheste germanische Zeit zurückführte, fand
reichen Beifall.
Ums Sdde.swify
Vor der Aufnahme des Omuibusbetriebes
in Schleswig.
Schleswig, 15. Mai. Am Himmelfahrtstage,
dem 21. Mai, wird der Straßenbahnverkehr
Stand der Arbeiten bei der Eiderabdämmnng
im Monat Mai.
T. Wenn man jetzt der Baustelle bei der
Eiöerabdämmung im Südfelöerkoog einen Be
such abstattet, so wundert man sich über das
abgerundete Bild, das sich dem Auge bietet.
Hoch ragt der rote Backsteinbau des Schleusen-
bedienuugshauses aus dem Grün der Fennen
und Deiche heraus als Wahrzeichen der gan
zen Baustelle. Die ebenfalls aus roten Back
steinen gebauten Schleusenmeisterhäuser sind
jetzt beide bewohnt, und die Bauleitung ist für
den Rest der Bauzeit in die Baracke über
gesiedelt. Fast leer mutet der Platz vor dem
neuen Deich an, auf dem früher ca. 60 000
Tonnen Steine lagerten, die heute aber den
180 Meter langen Eiderdamm bilden. Rund
10 000 Tonnen Steine, die neu angefahren
sind, füllen nun den Platz und warten dar
auf, bei etwaigen Schäden im Eiderdamm als
Lückenbüßer benutzt zu werden. Leicht kön
nen sie mit der Bahn, die durch eine Unter
führung zur Baustelle fährt, transportiert
werden. Der Platz um die Schiffahrtsschleuse
Aus ihhcHwuUdt, UûHMMrļļ&dmsûzssk&i*
und Umfyeņend
ai. Hohenwestedt, 15. Mai. Die Ehrenliste
der SA. für das Dankopfer an den Führer
liegt nur noch bis zum 20. ü. M. aus und wird
in empfehlende Erinnerung gebracht. Die
Liste des SA.-Reserve-Sturmes 24/94. 85 liegt
am 1. und 17. Mai in der Harmonie (kleine
Gaststube) und vom 18. bis 20. Mai im Partei-
lokal P. Hinrichsen zur Einzeichnung bereit.
Die Liste des Sturmes 10/163 ist nach wie vor
im Sturmlokal „Fernsicht" (W. Oder). In
den Dörfern sind die einzelnen Trupp-, bzw.
Scharführer zur Entgegennahme des Opfers
bereit. Niemand, der sich dem Führer gegen
über zu Dank verpflichtet fühlt, sollte die Ge
legenheit versäumen, ihn abzustatten. Für
das zusammengetragene Geld sollen nach des
Führers Willen Arbeiterheime gebaut wer
den. Erinnert sei daran, daß das eingezeich
nete Opfer nötigenfalls in drei Raten ent
richtet werden kann.
rr. Reyer, 18. Mai. Standesamtliche Nach
richten. Die Ehe wollen miteinander ein
gehen: Bauer Hans Heinrich Greve, Wester-
akeby, mit der Haustochter Anne Holling,
Reher,' Bauer Hans Dibbern, Münsterüorf,
mit der Haustochter Alwine Christine Ehlers,
Reher,' Schlachter Jacob Oldsen, Reher, mit
der Haustochter Marie Anne Schütt, Peißen,'
Milchkontrolleur Hans Fölstcr, Reher, mit
der Haustochter Anna Marg. Backen, Quarn
stedt.
ur. Jnnien, 16. Mai. Ehrung eines Kriegs
pferdes. Am Ende des Kriegs wurde von dem
Gast- und Landwirt W. Rathjen in Bargfeld
ein Kriegspferd, welches bei dem 9. A.-K. sei
nen Dienst getan hat, erworben. Das Pferd
hat heute ein Alter von über 30 Jahren, befin
det sich in wohlgenährtem Zustand und macht
noch täglich seine Arbeiten. Bor kurzem wurde
dem Besitzer eine große Freude zuteil,' ihm
wurde von dem bekannten Tierfreund F. ein
gestiftetes Ehrenschild überwiesen, das am Ge
schirr befestigt ist und auf weißem Emaille
grund das Eiserne Kreuz und das Wort
„Kriegskamerad" zeigt.