Full text: Newspaper volume (1936, Bd. 2)

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Schlesivig-HHeii! dttf kt ReichMâhrstliiiîl 
Wie schnitte» die Schleswiger ab? 
Nehmen wir ein am Voreröffnungstag öer 
Reichsnährstanösschau größtenteils bereits festste 
hendes Ergebnis vorweg, die Durchmusterung des 
Schleswiger Pferdes. Das Preisgericht bestand aus 
Landwirt Destrêe. Kelz, Düren-Land lRheinland) 
und Landwirt Dyrssen, Heide. 
Der Verband Schleswiger Pferdezuchtvereine war 
auf öer Schau mit 10 Pferden vertreten, und zwar 
mit neun Stuten und einem Wallach. In der Klasse 
109 (Stuten, bis zum 11. 11. 1931 geboren, nachge 
wiesen gedeckt oder mit 1936 geborenen Fohlens er 
hielt die Fuchsstute „Zöllnerin" einen zweiten 
Preis. Eigner und Züchter dieser Stute ist N. Clau 
sen, Kl.-Boren bei Süderbrarup. Vater dazu ist der 
dem Pferdezuchtverein Norderbrarup gehörende, 
aus Dänemark eingeführte „Herkules", von dem 
auch im Vorjahr in Hamburg zwei Töchter und 
zwei Söhne vorgestellt wurden, die sich gut durchzu 
setzen wußten. Eine Anerkennung erhielt in dieser 
Klasse die „Jsegrim"-Tochter und Fuchsstute „Au 
gusta", die von B. A. Petersen-Feßholm (Bred- 
stedt) gezüchtet wurde und jetzt in Händen von W. 
Bolquardsen, Sönke-Nissen-Koog ist. Die „Gabriel- 
Tochter „Cecilie", gezüchtet von Zl. Christiansen, 
Goldebekfeld, konnte sich nicht durchsetzen, desglei 
chen nicht „Amazone", die Halbschwester zur „Zöll 
nerin". gezüchtet und im Besitz von H. Thießen, 
Affegünt bei Süderbrarup. 
In der Klaffe 110 lStuten, vom 1. 11. 1931 bis 
31. 10. 1932 geboren) konnte im Gegensatz zur vor 
genannten Klaffe ein 1. Preis vergeben werden. Er 
entfiel auf die Fuchsstute „Barbe", gezüchtet von C. 
Carstensen- Schleswig, im Besitze von E. Denker, 
Desmercieres-Koog. Vater ist der aus Dänemark 
eingeführte Fjandbo-Sohn „Leuthold", deren Sohn 
„Page" auf öer Hengstkörung 1938 den zweiten und 
auf der Reichsnährstandsschau in Hamburg 1935 
einen ersten Preis erhielt. Bekanntlich waren auf 
der diesjährigen Hengstkörung nicht weniger als 
sieben junge „Leuthold"-Söhne angemeldet, von 
denen sich immerhin drei das Prädikat „Ist ange 
nommen" erringen konnten. Die „Hadrian"-Tochter 
„Biese" (Eigner und Züchter Carl Pries, Glas 
koppel b. Ascheberg) ging in dieser Klaffe beim 
Wettbewerb erfolglos aus. 
Es folgt die jüngste Klaffffe 111 (Stuten nach dem 
31. 10. 1932 geboren), in der drei Stuten konkur 
rierten. Der erste Preis wurde öer „Celle" zuer 
kannt, C. Clausen, Esgrusschauby b. Steruv, ist der 
Eigentümer. Der Vater „Janitschar", im nordöst 
lichen Angeln in Birzhaft beim Verein zur Hebung 
öer dortigen Pferdezucht auf Station stehend, hatte 
auch in Hamburg 1983 eine Tochter vertreten. 
„Cilly", die zweite Preisträgerin, ist über „Janit 
schar" eine Halbschwester zur Siegerin dieser Klasse. 
Züchter und Eigner ist P. Martensen, Osterholm b. 
Sterup. Eine Anerkennung billigte man der „Her- 
lules"-Tochter „Christa" zu (Eigner und Züchter 
H. Theßen, Rügge b. Süderbrarup). 
In der sog. großen Verbandssammlung entschloß 
sich die Preisrichterkommissivn, nicht wie im Vor 
jahr einen ersten, sondern nur einen zweiten Preis 
zu vergeben. Eins von den in der Sammlung ge 
zeigten Pferden befriedigte nicht. 
Im Ergebnis stellen wir fest, daß auf „Janitschar"- 
Töchter ein erster und ein zweiter Preis entfiel (im 
Vorjahr ein erster Preis), auf die „Herkules-Töch 
ter ein zweiter Preis und eine Anerkennung (im 
Vorjahr ein erster und ein vierter Preis), auf 
Die Ferkelmärkte 
in der Woche vom 11. bis 16 Mai 1936 
Marktplätze £ 
Gruppe » 
Leck 
Niebüll . 
Bredsted» 
jşlensburq 
Durchschnitt 
Preise 
ln JUt ic Stück 
4—6 ü-8 3b. 8 
W. W. W. 
i ^je'/,kx 
(eicht ichw 
20 22 
I 20 22 
18-22 
16 19 
18 22 
18 20 
22 25 
22 24 : 
19-21 
22 24 
20 24 
68 73 61 63 
22 26 
22 24 
Marktverkauf 
Handel Räumuny 
Gruppe II 
Husum 
Schleswig . 
Rendsburg 
(ķckernfôrdļ 
Kiel . 
Nortort 
>ieumünster 
Durchschnitt 
„ Dorw. 
Gruppe III 
Hadcmarsch. 
Heide . 
Meldor' 
Itzehoe. . , 
Schnelsen 
Altona. 
Wandsbek 
Durchschnitt 
Vorw. 
1714 
1786 
19-22 
16-20 
23 26 
20 25 
27 31 
16-27 
65-80 65 80 
76 
65-72 
75 82 
70 73 
lebhaft 
gut 
schleppend 
gut 
r. lebhaft 
Mittelmaß, 
s langsam 
rege 
flau 
langsam 
geräumt 
geräumt 
geräumt 
geräumt 
geräumt 
f. geräumt 
n. geräumt 
geräumt 
17 20 
18-20 
21 25 
21 25 
27-29 
26-28 
„Leutholö"-Kinder ein erster Preis (im Vorjahr ein 
erster Preis). 
Auf die Gesamtprüsungen der Schleswiger kom 
men wir noch zurück. 
Der Wettbewerb der Holsteiner Pferde 
wird am Sonntagfrüh beginnen. Sie wurden be 
reits am Sonnabenömorgen einer Bormusterung 
unterzogen, die recht befriedigend verlief. Wir hof 
fen. daß die diesjährige Zusammenstellung, bestehend 
aus vier Hengsten und acht Stuten, entschieden 
bessere Gnade vor ihren Richtern finden wird, dem 
Landoberstallmeister Storz, Merbach a. Lauter 
(Württemberg) und Bauer Peate, Voigtsöorf bei 
Langenfelde (Pommern). Zur Aufklärung bemerken 
mir kurz, daß in diesem Jahr ein Einzelwettbewerb 
wie früher unter den Originalzuchtgebieten des 
Warmblutpserdes nicht mehr stattfindet. Das mag 
z. T. durch die Ausgangspunkte der Beurteilung der 
Holsteiner auf öer Reichsnährstandsschau 1935 her 
beigeführt sein, stellte es sich doch heraus, daß öer 
Ostpreuße zu leicht ist und die Oldenburger und 
Ostfriesen zu schwer sind, als daß man sie ohne 
weiteres mit dem Holsteiner vergleichen konnte. 
Bleibt noch der Hannoveraner, der wesensmäßig 
dem Holsteiner noch am meisten verwandt ist, was 
auch von den Betreuern der Holsteinischen Zucht 
dadurch bekundet ivurde, daß sie mit dem Hannove 
raner auch in den Einzelwettbewerben die Klinge 
zu kreuzen willens waren. Es ist dieses abgelehnt 
worden. So verbleibt uns nur der Wunsch, daß die 
Holsteiner in öer Gesamtwertung von jenem Urteil 
verschont bleiben, daß ihnen fast traditionell auf den 
Schauen in Hamburg zuteil zu werden scheint, sei 
Der ReichsşinanzMînîster «her Wrrtschafts- 
und Finanzfrage« 
Der Reichsfinanzminister Graf Schwerin von 
Krosigk sprach am Sonntag in Bad Eilsen vor der 
Wirtschaftlichen Gesellschaft für Westfalen-Lippe und 
führte in seiner Rede u. a. folgendes aus: 
Wie in allen Ländern, so hätten auch in Deutsch 
land die immer größer gewordene Krisenempfind 
lichkeit der Wirtschaft und das Gesetz der steigenden 
Staatsausgaben schon in der Vorkriegszeit zu einer 
zunehmenden gegenseitigen Abhängigkeit von öffent^ 
lichen Finanzen und Wirtschaft geführt. Diese Ten 
denz habe sich infolge der Wirkungen des Krieges 
und der Nachkriegszeit in einem vorher nicht für 
möglich gehaltenen Umfang verschärft. Deutschland 
habe diese Konjunkturöedingtheit der öffentlichen 
Finanzen an zwei Beispielen erfahren, nämlich als 
in den Jahren 1927-29 die auf öer trügerischen 
Grundlage kurzfristiger Auslandskredite aufgebaute 
Scheinkonjuuktur den öffentlichen Kassen hohe Ein 
nahmen zuführte, die allerdings die damalige Fi 
nanzpolitik nicht in der richtigen Weise habe ver 
wenden können, und als in den Jahren 1930-32 der 
durch den Abzug der Auslanöskreöite eingeleitete 
Zusammenbruch der Wirtschaft die öffentlichen 
Finanzen mit in den Strudel hineingerissen habe. 
Für die Abhängigkeit der Wirtschaft von der 
Finanzpolitik gebe es aus der jüngsten Vergangen 
heit auch zwei Beispiele, nämlich die krisenverschär 
fende Wirkung der infolge des Zusammenbruches 
von Wirtschaft und Finanzen notwendig geworde 
nen Deflationspolitik, die eine Rettung aus Wirt- 
schastserstarrung und Arbeitslosigkeit gebracht habe. 
Nachdem der Minister die einzelnen Phasen, die 
Ziele und Grenzen einer solchen aktiven Kredit 
politik dargelegt hatte, wies er darauf hin, daß — 
wirtschaftlich gesehen — nun die Wehrhastmachnng 
Deutschlands an die Stelle der ursprünglichen Ar- 
beitsbeichaffung getreten sei. Die Zukunft eines 
Volkes, die Frage, ob es leben oder sterben würde, 
— so führte er aus — hänge zu allen Zeiten von 
zwei entscheidenden Voraussetzungen ab, nämlich 
davon, ob ein Volk den Willen der Wehrhaftigkeit 
und den Willen, sich zu vermehren, habe oder nicht. 
Beide Voraussetzungen hätten wir nach dem Kriege 
eingebüßt. Deshalb sei Deutschland eine zum Tode 
verurteilte Nation gewesen. Diese Voraussetzungen 
wieder schaffen, dem deutschen Volke durch die Wehr- 
hastmachung und die nationalsozialistische Bevötke- 
rungspolitik Zukunft und Leben wieder geschenkt zu 
haben, sei das unsterbliche Verdienst des Führers. 
DaS Volk habe ein seines Gefühl für Größe und 
Verdienst: das deutsche Volk habe das durch seine 
Abstimmung am 29. März bewiesen. 
Diese großen nationalen Aufgaben durch eine be 
wußte Konzentration aller finanziellen und wirt- 
schastlichen Kräfte ans ein Ziel zu ermöglichen, sei 
die öer deutschen Finanzpolitik gestellte Aufgabe. 
Die Größe eines Zieles erwiese sich an der Größe 
der Opfer, die ein Volk für dieses Ziel zu bringen 
bereit sei. So werde auch das deutsche Volk auf 
manchen Wunsch verzichten und manchen durchaus 
berechtigten Anspruch auf spätere Zeiten verschieben 
müssen. Der Minister schloß mit Versen Friedrichs 
des Großen: 
„Hohe Seelen, sie entfalten erst im Drange der 
Gefahr / Ihrer Mannheit Schutzgewalten, Gei 
steswehrkraft wunderbar, / Dann erst wird ihr 
Mut geboren. Wer von Todesmut umwittert, I 
Im Geheul des Sturmes zittert, nur der Feig 
ling ist verloren." 
Erster ernheitl. EnLfsrnungssnzeiger 
der Deutschen Reichsbahn 
Beseitigung 
der vielen bisherigen Einzelländerhefte 
Für den Deutschen Eisenbahn-Gütertarif bedeu 
tet öer 1. Oktober 1936 einen wichtigen Abschnitt. 
An diesem Tage verschwinden die letzten Tarife aus 
der Zeit der früheren Ländereisenbahnen. Mit die 
sem Tage tritt nämlich der neue EntfernnngS- 
anzeiger des Deutschen Eisenbahn-Gütertarifs in 
Kraft. Er stellt die erstmalige Zusammenfassung der 
Eisenbahnentfernuugen des ganzen Deutschen Rei 
ches für den Güterverkehr dar. Das neue Werk 
kommt schon in den ersten Mai-Tagen zur Bertei 
lung und zum Verkauf, damit die Wirtschaft sich 
schon jetzt mit den Neuerungen, die notwendiger 
weise eingeführt werden mußten, vertraut machen 
kann. Die Reichsbahn konnte erfreulicherweise die 
Vereinheitlichung dieser Vorschriften nicht nur in 
formeller Weise vornehmen und damit eine formelle 
Einheitlichkeit für das ganze Reichsgebiet schaffen, 
sondern hat hiermit auch für die Wirtschaft eine we 
sentliche finanzielle Erleichterung verbinden können. 
Neben öer Schaffung der einheitlichen Grunöla- -' 
für die Entsernungsbildung konnten j 
wesentliche Entfernungskürzungen in - chen 
Verkehrsverbindungen dadurch eing" ; ;t wer 
den, daß nicht nur über die regelt zen Haupt 
bahnen, sondern auch grundsätzlich über die Neben 
bahnstrecken durchgerechnet wird und ferner wurden 
die frachtverteuernden Zuschlagsentfernungen für 
besonders schwierige und teure Strecken (Brücken- 
zuschläge usw.) aufgehoben. 
Sit tii A« 
es auf Ser Ausstellung um 1910 herum, sei es aus 
der Ausstellung 1924, sei es auf der zweiten Reichs 
nährstandsschau 1935. 
And dsr Eindruck allgemein ♦ . . 
Es ist naturgemäß unmöglich, eine Schau von 
diesem Ausmaß im Verlauf eines Tages so durch 
zuackern, daß man sie in einem Endurteil würdigen 
dürfte und könnte, ganz abgesehen davon, daß am 
Vortag der Eröffnung die Gerüste an den Hochbau 
ten und Planken noch meistenteils stehen und noch 
fleißig genutzt werden, daß die Maler mit ihren 
breiten Quästen einen Strich nach dem anderen 
ziehen, daß die Stände zum nicht geringen Teil erst 
hergerichtet werden und nur wenige so weit gedie 
hen sind, um wirklich fertig zu sein. Ueberall ist 
emsiges Hasten und Treiben, man fragt sich, ob es 
fertig wird, auch dann noch, wenn man nach zehn 
Stunden Umherpilgern, Bemustern usw. mit Scho 
nung verlangenden Füßen die Tore passiert. Aber 
man nimmt eben die Abend- und frühen Morgen 
stunden zu Hilfe, um am Tag der Eröffnung die 
Meldung „Fertig" machen zu können. 
Es ist eine Freude, jetzt in aller Ruhe die Spezia 
listen bei ihrer Arbeit zu sehen, obwohl festgestellt 
werden muß, daß selten so viele Menschen sich zeiti 
ger als sonst auf den Weg machten. Die Gründe )N 
erraten, hält nicht schwer. Von Jahr zu Jahr mehrt 
sich auf Grund der ständig breiter angelegten Schau, 
der veränderten Zwecksetzung und der systematisch 
betriebenen Werbung die Zahl der Besucher. Wer 
kennt das nicht von Hamburg her? Und wer würde 
da erstaunt sein wollen, baß der Fachmann nach 
Möglichkeit jede Stunde zu erhaschen sucht, die ihm 
größere Muße zur Betrachtung läßt. 
Und was ist das Fazit dieser Betrachtung im 
Verlaus einer eintägigen Besichtigung? Man möge 
den Berichterstattr keines voreiligen Lobes bezichti 
gen, wenn er die Schau erfreulich gut gelungen 
nennt. Das ist nicht zum wenigsten bedingt durch 
die Art des Platzes. In einem ersten Teil, dem 
sog. „Parkgelänöe", sind zwischen Bäumen und 
Alleen die Lehrschauen einschl. öer wirklich muster 
gültig zu nennenden Lehrschau „Der Bauernhof irr 
der Erzeugungsschlacht" untergebracht, so wie ein 
Ausschnitt „Der Maschinenbau", und zwar derartig 
geschickt, daß man nicht im eigentlichen Sinne von 
einer Anhäufung der dem ldw. Beruf dienende» 
wichtigen Geräte, Maschinen usw. sprechen kanrn 
Vielmehr ist die Anordnung typisch aufgelockert z» 
nennen, weit mehr eingehende Betrachtung ermög 
lichend als es sonst mancherorts öer Fall war. 
Durch eine „Fahnenstraße", die in baulicher Hin 
sicht die Anerkennung fordert, weil hier mit weni 
gen Mitteln unter zweckhaftem Anstrich stilgerecht 
gearbeitet wurde, erreicht man das Freigelände mit 
den Tierzelten, den Maschinen und dem Großen 
stling in der Mitte. Man kommt hier in die zweite 
Welt öer Ausstellung, die in anderer Form beleh 
ren will als es in den Lehrschauen des Parkgelün- 
öes geschehen soll. 
Es wird nicht überall möglich sein. Schauen in 
der vorgezeichneteu Art aufzubauen. Aber geben wir 
ehrlich zu, daß die Leitung die vorliegenden Gege 
benheiten erkannte und entsprechend auszunutzen 
verstand. Fügt man noch hinzu, daß die Bauten, 
mögen es die Eingangstore oder notwendige Holz 
brücken oder Planken, Tribünen und was sonst noch 
alles sein, eine Linie aufzeigen, die sich schon äußer 
lich von dem augenschmerzenden Schreien unruhi 
ger Flächen früherer Zeit unterscheidet. Man sieht 
wieder Flächen, man wird angeregt, ohne zu ermü 
den — und das ist ein erfreulicher Fortschritt. 
HâĶsl NNZ WLNÄL! 
Kieler Ferkelmarkt vom 16. Mai 
Preise: 65—72 Pfg. je Pfund, 16—27 <71 Jl je Stück. 
Auftrieb: 54. Handel: rege. 
Jtzehoeer Ferkelmarkt vom 18. Mai 
Auftrieb: 290, Handel mittel, Markt wird ge 
räumt. Preise: 80—85, 75—80, 68—75, 50—68. 
Hamtmrger Börse 
Amtliche Notierung in Tl-M für 100 TlJl Nennwert 
'Ohne (fttmbär- 
76-81 7478 
18-22 
16 18 
17-19 
16 19 
22-24 
18-22 
19 23 
19-22 
24-32 
22-30 
23 30 
22 30 
mtiteltnäfj 
mäßig 
geraum! 
geräumt 
n geräumt 
Früherer Beginn der Kieler Märkte 
Die Marktgemeinschaft für Schlachtviehverwer 
tung, Kiel, teilt mit: Vom 19. Mai 1936 ab wird 
der Beginn der hiesigen Markte auf eine Stunde 
früher verlegt, und zwar findet der Schweine- und 
Rinöermarkt vom 7—9.30 Uhr und der Kälber- und 
Schawmrkt non 9—lü Mr tzatt. 
-Lanke- 16 5. IS. 5. 
91eichsk>anl 189.75 184 87 
DD.-Lank 93.75 9300 
Bleibn «ant 94 00 92.75 
•■Beretnsbani 117 59 117.00 
Welch, «ant 122.00 121 00 
Sch'..-v. «aut 74.75 75.00 
Lķltķyri-Ätt. 
Hdg. Hochbahn 92 37 9.2 50 
Brich.-Ostafrita 37 50 36 50 
Hapag 15 00 14 25 
Hbg.-Eübamer. 29.50- 29 25 
«ordb. Lloyd >6 75 17.00 
Woerm.-Linre 37 50 36 50 
Jndustr.-Stt. 16.5. 15 5. 
«llg. El.-». 
Bmtenb. dem 
®lbfd)l..«i. 
Ho1sten-«r. 
Harp. «qb.-w 
Schuckerr-Sl, 
Älsen-Tem. 
Siemen» 
HĢW. 
Deutsche Erdöl 
I»..Farben 
«endesttz 
Ällbesitz 
37 25 
163.50 
155.00 
109 00 
>09.00 
128 00 
145 00 
>94 00 
142.62 
122 00 
176 00 
20 90 
110.75 
38.00 
162.00 
154.00 
108.50 
109 50 
128.50 
144 00 
199.50 
140 25 
1754X) 
21.00 
110.50 
Amtliche Währungskurse. 
I Pfund Sterling , 12.335 
1 Dollar 
106 dän. Kr. . . 
wo franz. Frank. 
Peseta 
Lira 
»«»«»»« 
» • » < • • < 
»»»»»»« 
• ••»••ill 
• •••••••• 
16 5. 15. 5. 
12.335 
2.484 
55.07 
16.385 
33 95 
19.55 
2.485 
55.07 
10.375 
33.98 
19.48 
(Ohne Gewähr!) Geldkurs 
Metall. Elektrolytknpfer per 100 Kg. 16 5 15.5. 
prowvt cif Hhg. od. Brem, Notterd. 52.75 52.75 
Heider Marktbericht vom 1«. Mai 1938. 
Dem Heider Viehmarkt waren 64 Stück Rindvieh zu 
geführt gegen 126 Stück in der Worwoche. Der Handel 
war mittelmäßig. Es kosteteten: Milchkühe 460—486 RM-: 
Kalbkühe 406—86« RM.,' Kalbquien 386—426 RM.,' Fehr- 
kühe 276—376 RM.,' 1jährige Ochsen 126—156 RM.: 17-s. 
Ochsen 156—226 RM.: 2j. Ochsen 226—286 RM.: Kälber 
46—5« RM .das Stück. 
Die Heider Produktenbörse notierte folgende Preise- 
Weizen (76/77 Kg.) 16,35 RM.,' Roggen <72/73 Kg.) 8,75 
RM.,' Hafer (56/61 Kg.) 8,86 RM.: Wintergerste 9,25 
RM.: Ackerbohnen 9,— RM.,' Wiesenheu 1,66 RM.: 
Kleeheu 2,86 RM. Stroh 6,86—1,6« RM.: Häcksel 1,86 
RM.: Kartoffeln 3,68—4,66 RM. 
Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteteten die Eier 
8Pfg. das Stück und Butter notierte 1,55 RM. das 
Pfund. 
Kennziffer der Großhandelspreise 
^ Die Kennziffer der Großhandelspreise stellt sich 
für den 13. Mai wie in der Vorwoche auf 103,7 
(1913 gleich 100). Die Kennziffern der Hauptgruppen 
lauten: Agrarstosfe 108,3 (unverändert), industrielle 
Rohstoffe und Halbwaren 98,1 (unverändert), indu 
strielle Fertigwaren 120,8 (plus 0,1 vH). 
Kieler Verkehrsbericht 
In der Woche vom 7. bis 13. Mai liefen insge 
samt 90 Fahrzeuge mit 22 019 Nrt. Naumgehalt in 
den Kieler Hafen ein. Zur Ergänzung von Kohlen 
und Proviant kamen außerdem 22 Fahrzeuge mit 
14 693 Nrt. an. 80 Fahrzeuge waren beladen. Von 
deutschen Häfen kamen 45 Fahrzeuge, von Däne 
mark 28. Unter deutscher Flagge fuhr 67 Fahrzeuge. 
88 Fahrzeuge mit 19171 Nrt. Raumgehalt liefen 
aus, hiervon waren 44 beladen. Nach deutschen 
Käsen ginge« 68 Fahrzeuge, 
Hamburger Getreidegroßmarkt 
(Frühmarkt: vom 18 Mai tObneEewähr) 
Getreide [TMi je 1000 Ka.I Tendenz: ruĢ 
Weizen Erz.-Pr. Festpr.-Geb. W 9 . . . 207.0« 
Weizen. Erz.-Pr. Festpr.-Geb. W 12 . . . 214.OC 
Roggen. Erz -Pr. Festpr.-Geb. R 9 . . , , 173.0« 
Roggen. Erz. Pr. Festpr.-Geb. R 12 ... 177.0« 
Futtergerste Erz.-Pr. Festpr.-Geb. 0 9.. 180.0« 
Futtergerste Erz.-Pr. Festpr.-Geb. O 12 . . 185.0« 
Wintergerste, zweizeilig, i. Jndustriezwecke 
zirka 70/71 Kg., ab Mecklenburg.... — 
Sommergerste frei Hamburg 215-2« 
dto. 68/69 Kg. für Jndustriezw. ab Mecklbg. 195-0« 
Donaugerste kwgşr. verzollt — 
Ruffengerste 68/64 bzw. 64/65 Kg. kwgfr. verz. —7^ 
Hafer. Erz.-Pr. Festpr.-Geb. tt 12 . . . . 171-0« 
Hafer. Erz.-Pr. Festpr.-Geb. kl 16 . . . . 176.0« 
Futtermittel (TUl je 50 Kg.) Tendenz: ruß*' 1 
Jnl. Wetzenkleie. Grundpr. sofort W 9. . . 5.77'/* 
Jnl. Roggenkleie. Grundpr. sofort R 12 . . 5.97 / 
Reisfuttermehl, deutsches 24%ist, zirka 6 % 
Rohfaser ab Fabrik 5.30 
Reissuttermeht. hell. 24 %, max. 6 % Roh 
faser. prompt 6.1O 
Leinkuchen, ab Harburg, sofort 8.65 
Leinkuchenmehl, dtsch. Mahlg., prompt. . . —-/T 
Kokoskuchen, ab Harburg, sofort..... 8.7« 
Manila-Kokoskuchen, ab Harbg.. prompt. . "•7' 
Palmkuchen, dtsch.. ab Harburg, sofort. . .7.7« 
Erdnußkuchen- ab Harburg, sofort .... 
Erdnußkuchen. 50 %, Bremen 8.45 
Erdnubkleie . —-7" 
Sesamkuchen, ab Fabr. Hamburg/Harburg 8.05 
Rapskuchen, deutsche Saat, sofort 
Rapsschrot, deutsche Saat 
Palmkernschrot, deutsch, prompt ..... 
Soyaschrot. Harburg, sofort 
Baumwoll - Saatkuchenmehl. 48 %, prompt 
Mehle {Tut te 100 Kg.» 
Weizenmehl, 790, W 16 (Jnlandsweizen) . . 
Weizenmehl, mit 10 % Auslandsweizen. . 
Weizenmehl, mit 20 % Auslandsweizen . . 
Weizenmehl. 790, W 9 
Roggenmehl, 997. R 12 . 
Roggenmebl. 997. R15 
Roggenmehl, 891. 8 9 . . . « . , » , ■ 
7.10 
7.20 
7.80 
7.75 
7.95 
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