SMe$wLg,-UddeÌH
Keels Jlendskteg.
gg. Alt-Duvenstedt, 18. Mai. Mit dem Ell
bogen in die Kreissäge geraten. Der Landhelfer
W. I. geriet am Montag beim Sägen mit dem
Ellbogen in die Kreissäge und wurde am Ell
bogengelenk schwer verletzt. Der Verletzte muß
te im Städtischen Krankenhaus in Rendsburg
operiert werden.
vs. Wacken, 18. Mai. Die Windschutzscheibe
zertrümmert. Als ein Auto aus einem Nach-
baröorfe unseren Ort passierte, wurde von
einem Kind ein größerer Stein durch die
Windschutzscheibe geworfen. Der Fahrer erlitt
durch Glasfplitter leichtere Verletzungen.
Gekentert ist am Sonntagnachmittag bei
windigem Wetter im Schirnauer See ein des
Paddelns unbewanderter Schüler aus Rade.
Boot und Insasse konnten nach großen An
strengungen glücklich wieder aufs Trockene ge
bracht werden.
Hohes Alter. Am 20. Mai feiert der Rent
ner Johann Scharfenberg in Wattenbek seinen
84. Geburtstag. Am gleichen Tage werden
Frau Margarethe Brügmann, Mühbrook, 76
Jahre und Frau Marie Westphal, Schmal-
stede, 71 Jahre alt. (es.)
Keels Scitemßede
ß. Sehestedt, 18. Mai. Aufgehobene Verkehrs
verbindungen. Die so freudig begrüßten neuen
Autoverbindungen Rendsburg—Sehestedt—
Gettorf und die andere Linie Eckernförde—
Sehestedt—Kronsburg von Max Schmökel-
Eckernföröe sind leider seit dem 13. Mai wie
der endgültig aufgehoben, so daß die Sehe-
stedter und umliegende Bevölkerung wieder
einmal gründlich von allem Verkehr abge
schnitten sind. Im allgemeinen Interesse liegt
es, einmal eine unbedingt zuverlässige Ver
bindung etwa zu den Städten Rendsburg, Kiel
und Eckernförde zu schaffen. — Der Samariter
kursus vom Vaterländischen Frauenverein
vom Roten Kreuz nimmt jetzt in regelmäßig
abgehaltenen 20 Doppelstunden seinen Verlaus
im Gasthaus Sager. Den theoretischen Teil
leitet Dr. Burgdorf-Bovenau, den praktischen
Schwester Dora-Sehestedt. Da der geplante
Mütterschulungskursus in Holtsee nicht statt
finden wird, steht auch eine Teilnahme der
Holtseer Frauen an dem Sämaritcrkursus in
Aussicht.
db. Borgstcdt, 18. Mai. Ein bedauerlicher
Unfall ereignete sich am Sonntagnachmittag
beim Ringreiterfest. Der 8jährige Schüler
Heinz Wrage kam auf dem für die jungen
Mädchen errichteten Karussell so unglücklich zu
Fall, daß er mit einer schweren Beinverletzung
dem Krankenhause in Rendsburg zugeführt
werden mußte.
hs. Gettorf, 18. Mai. Jugendlicher Ueber-
mut betätigt sich des öfteren auf der Kiel—
Eckernförder Landstraße. So wurde erst jetzt
wieder bei Neuöorf ein junger Baum einfach
abgeknickt. Selbst vor Warnungstafeln, die
zur Verhütung von Unfällen aufgestellt sind,
machen böse Buben nicht Halt. Sie werden
herausgerissen und verschleppt oder sonstwie
beschädigt. Wer irgend Angaben machen kann,
sollte es tun, damit die Frevler ihre gerechte
Strafe trifft.
„Rapswanderung" mußte von der Tagesord
nung abgesetzt und für die nächste Versamm
lung zurückgestellt werden, da die Natur in
diesem Jahr noch weit zurück ist. Kamerad
Gondesen berichtete über seine bis hierher ge
machte Erfahrung über die von ihm betriebene
Königinnenzucht.
jp. Kropp, 16. Mai. Lehrerkonferenz. Vor
einigen Tagen war die Lehrerschaft des Kon
ferenzbezirkes Kropp einer Einladung des
Ortsamtsleiters Arfsten, Hollingstedt, nach
Groß-Rheide gefolgt. Ungefähr 30 Lehrer tra
fen sich in Mußfelds Gastwirtschaft. Auf dieser
Tagung war der Florist W. Christiansen, Kiel,
der ein vorzüglicher Kenner der schleswig
holsteinischen Pflanzenwelt ist, anwesend. Nach
einer gemeinsamen kurzen botanischen Streife
durch die Groß-Rheider Feldmark hielt Mit
telschullehrer Christiansen einen Lichtbilder
vortrag über die Einwirkung von Klima und
Boden aus die Entwicklung der heimischen
Pflanzenwelt. Die Ausführungen des Red
ners mit den wunderschönen Bildern dazu
fanden den Beifall der Zuhörer. Anschließend
machte der Kreisamtsleiter des NSLB., Mil
ken, Schleswig, der auch an der Tagung teil
nahm, noch kurze Ausführungen über die
Arbeit des Lehrers im nationalsozialistischen
Staat.
Aus StûjidUôifn
hr. Erfde, 18. Mai. Standesamtliche Nachrich
ten. Die Ehe wollen miteinander eingehen:
Schmiedegeselle Karsten Hinrich Lorenzen in
Kiel, Waisenhofstr. 18, mit der Hausangestell
ten Anna Wilhelmine Alice Mühle in Wessel
buren. — Die hiesige Scheibengilde, die alle
zwei Jahre ihr Fest feiert, beschloß in ihrer
gestrigen Versammlung, am 11. und 12. Juni
in üblicher Weise das diesjährige Fest zu be
gehen.
schwere Verletzungen, die ihre Ueberführung
ins Husumer Krankenhaus erforderten. Hier
ist sie ihren schweren Verletzungen in ^der
Nacht erlegen. — Der Motorradfahrer, Lehrer
Brühn in Nodenäs, war mit seiner Braut,
Fräulein Brodersen, Niebüll, zu der schwer
erkrankten Großmutter der Braut in Olders-
bek gefahren, wo die Mutter der Braut schon
seit Tagen zur Pflege war. Sie befanden sich
auf der Rückfahrt, als das Unglück passierte.
Das Unglücksauto stammt aus Marne und
war mit 5 Personen aus Schülp bei Wessel
buren besetzt, die sich auf einem Betriebsaus
flug befanden. Durch die Gewalt des Zusam
menstoßes flog das Auto in den Vorgarten
beim Krügerschen Hause, durchbrach das Sta
kett und stand zur Hälfte im Garten. Der Mo
torradfahrer selbst hat keine Verletzungen er
litten.
* * *
Hz. Schwabstedt, 19. Mai. Amtsfeuerwehr
übung. In Hude fand eine Amtsfeuerwehr
übung aller Löschzüge der Gemeinde statt, zu
der auch der Kreiswehrführer Broder Jensen
aus Drelsdorf erschienen war. Der Schwab-
stedter und Huder Löschzug mit den Motor
spritzen und die Löschzüge Süderhöft-Fresen-
Höft-Fresendelf und Ramstedt-Wisch mit der
Handspritze nahmen an der Uebung teil.
£ldeesiedl
SBettjt Riugreiten des Ringreitervereins
„Hand in Hand" in Tielen errang Gildebruöer
Max Pfillippie (Landhelfer) die Königswürde,
weitere Gewinne erhielten Cl. Paulsen, Johs.
Walter, W. Liebfriedt und W. Brühn, (tt.)
Beim Ringreiterfest in Erfde, an dem sich
annähernd 30 Reiter beteiligten, errang der
Sohn des Bauern Peter Sprick-Erfüerfeld die
Königswürde, (hr.)
Aus Keels Husum
Bei einem Verkehrsunglück getötet.
Mildstedt, 18. Mai. Sonntag abend gegen
8.30 Uhr ereignete sich hier ein folgenschwerer
Zusammenstoß zwischen einem Auto und
einem Motorrad. Ein von Richtung Olders-
bek kommendes Motorrad fuhr in ein von
Rödemis kommendes Auto an der gefährli
chen Ecke beim Krügerschen Hause. Die Braut
des Motorradfahrers, die auf dem Soziussitz
saß, wurde heruntergeschleuöert und erlitt
Das Nissen-Museum in Husum erwirbt eine
Eiderstedter Stube.
Hz. Koldeubüttel, 19. Mai. Infolge Vaufäl-
ligkeit sah sich der Besitzer des alten Nissen-
schen Hauberges in Herrnhallig, der Bauer
Johs. Stier, genötigt, das Wohnhaus abzu
brechen und neu aufzubauen. In diesem Wohn
haus befindet sich auch noch ein altes Eider
stedter Zimmer. Diese Stube wurde von dem
Ludwig-Nissen-Museum in Husum erworben.
Das Zimmer besteht aus mehreren Türen,
zwei Eichenfenstern, den Balken und den Al
koven mit dazugehöriger Holzwand, die reich
geschnitzt und verziert und noch gut erhalten ist.
Weiter wurden noch einige Türen des Hauses
von dem Museum erworben. Dies alles wird
im Ludwig-Nissen-Museum in Husum einen
würdigen Platz erhalten. Der alte Nissensche
Hauberg, dessen Wohnhaus nunmehr abgebro
chen werden mußte, ist einer der ältesten und
schönsten Hauberge Eiderstebts. Das große
Wirtschaftsgebäude mit dem Vierkant bleibt
stehen. Dessen Stallseite ist noch ganz alteider-
stedtisch erbaut. Der Wiederaufbau des abge
brochenen Wohnhauses wird nun in Angriff
genommmen und wird sich dem Eiderstedter
Stil anpassen und mit Strohdach gedeckt wer
den, damit nicht das Lanöschaftsbilö um die
sen alten Haubarg mitten in der Marsch an
Wert verliert. In dem abgebrochenen Wohn
haus befand sich auch noch ein alter Schorn
stein, wie man ihn früher baute, und in dem
die Bewohner des Hauses früher selbst ihre
Fleischwaren geräuchert haben, in der Küche
waren viele Kacheln an den Wänden. Von dem
Ludwig-Nissen-Museum wurde auch ein alter
Eiderstedter Wandschrank, der in der alten
alten Stube in die Wand eingemauert war,
mit erworben.
Hohes Alter. Am Dienstag, 19. Mai, kann
der frühere Pumpenbohrermeister Johann
Wiese in Gettorf auf das schöne Alter von 82
Jahren zurückblicken, (hs.)
Keels ScMeswicj.
Krcisautobusverkehr
Schleswig—Kropp—Erfde.
Schleswig, 18. Mai. Das Krcisverwaltungs-
gericht und der Kreisausschuß des Kreises
Schleswig waren unter Vorsitz von Landrat
Kolbe und in Anwesenheit des Kreisleiters
der NSDAP., Dr. Carstensen, im Kreishaus
zu einer Tagung zusammengetreten, in der
auch über die Erweiterung des Autoverkehrs
der Kreisbahnen und Aenderungen in der
Schleischiffahrt verhandelt wurde. Der Kreis
hat den bisher von dem Unternehmer Maas
betriebenen Autobusverkehr von Schleswig
nach Erfde und den Ausflugverkehr mit den
hierfür vorhandenen Betriebsmitteln aufge
kauft. Der Kreis wird also fortan die regel
mäßige Fahrt Schleswig—Kropp—Erfde be
treiben.
Jmkcrversammlnng in Schleswig.
Schleswig, 18. Mai. Gestern tagte im Land
wirtschaftlichen Haus in Schleswig die Orts
fachgruppe Imker Südangeln. Die Versamm
lung war verhältnismäßig gut besucht. Zu
nächst wurde die Zuckerverbilligung den ein
zelnen Mitgliedern zurückerstattet. Dann be
kam Burmester-Schleswig das Wort zu sei
nem Vortrag „Honigpflege". Der Referent
sprach über die Gewinnung und Behandlung
des Honigs. An den lehrreichen Vortrag schloß
sich ein reger Gedankenaustausch. Der 2. Punkt
Singetagrmg irr Lunden
Jetzt ist die 12. Singetagung (15. bis 17. Mai
1936) in Lunden gewesen. Die SA.-Männer,
die Landjahrführerinnen, die Hitlerjungen,
Lehrer und jungen Musiker sind in ihre Hei
mat, die sich von der Elbe bis nach Noröschles-
wig hinauf erstreckt, zurückgekehrt. Lunden ist
wieder leer.. Mutter fegt heute die Stube, wo
die lustigen 4 Landjahrführer schliefen, denkt
daran, daß sie bis lang in die Nacht lachend
erzählten und morgens singend in der Sonne
am Fenster standen und sich kämmten. Für die
vielen bereitgestellten Schlafstellen danken
über 40 junge Menschen. Im ganzen waren
wir mehr als achtzig.
Es war schönes, sonniges Maiwetter mit
einem frischen Morgenwind, der beim Früh
sport unter Fräulein Hilf letzte Schläfrigkeit
verwehte und beim Singen die Töne weiter
in den Tannenwald bei dem Landesheim hin
eintrug. Drei Bilder sehen wir:
Das erste ist dies: Professor Jversen steht
vor dem Halbkreis der Sänger in einer Lich
tung des Waldes oder in der Aula der Dith
marscher Landesschule. Die tägliche Stimm
schulung beginnt. Zunge und Lippen werden
gelockert. Der erste „gemeinsame Ton" er
klingt. Erst nach beschwingter Arbeit singen
wir uns in die neuen Lieder hinein.
Ein anderes Bild: In der „Döns" im Heim
sitzen sie mit Geigen und Flöten. Ueber tiefen
Tenor-Figuren springen Alt- und Sopranflöte
und die Töne einer Geige herum. Bis zum
Mittag oder zum Kaffee muß der Matheson
klingen,' und die Variationen von Haydn
sollen uns in einer Singpause erfreuen.
Das dritte Bild: Sonntag 4 Uhr. Im Tan
nenwald wimmelt es bunt von Menschen
durcheinander. Lunden ist heraufgekommen,
um sich ivieder das Schlußsingen anzuhören.
BDM., HI. und Schulkinder liegen im Gras.
Blanke Sonne leuchtet von allen Gesichtern,
aber beim Zuhören bleibt es nicht. Alle singen
mit. Zuerst heißt es: „Frisch auf, singet all,
ihr Musicie". Dann erklingen Frühlingslie
der, von Instrumenten begleitet, sagen etwas
vom Mai und der blühenden Natur rund
herum. Aber „Mai" hat noch eine zweite Be
deutung: „Mai, mach uns frei!" heißt es. Und:
„Reicht Euch die Hände, bleibt Euch treu". Die
Instrumente leiten eine Folge von Liedern
der Arbeit, die von ihrem Ernst und ihrer
Freude sprechen, ein. Walter Neins: „Werker
tag", Spittas „Ungezählte Hände sind bereit"
und das hymnische „Wir gehen als Pflüger
durch unsere Zeit" sind der Ausdruck unseres
Glaubens „An die Vollendung der Tat, die
wir schaffend gegründet" (Noth). Wir schließen
mit Hans Baumann's Lied vom jungen Heer,
mit dessen Fahnen die Toten gehen und dessen
Trommeln gerührt werden, und einem Kanon
von Orlandus Lassus. In ihm und seinem
glücklich unterlegten Text finden die Tiefe
und der Reichtum der Singearbeit und die
klare Willensgestalt junger deutscher Men
schen ihren schönen Ausdruck.
Diese drei Bilder stehen in gutem, festem
Nahmen. Das sind nämlich die Gastfreund
schaft Lundens und die Arbeit und Pflege für
das leibliche „Tafelkonfekt" durch die Lehr
kräfte und Schülerinnen der Dithmarscher
Landesschule. Vergessen wir aber nicht, daß
die NS.-Kulturgemeinöe Schleswig-Holstein
diese ganzen inhaltsreichen Tage trägt, die
neben dem Singen auch den fröhlichen Aus
marsch nach Wollcrsum, den Volkstanzabend
in der Turnhalle der Landesschule und eine
besinnliche Stunde des Erlebens alter Dith
marscher Größe und Eigenständigkeit auf dem
Geschlechterfriedhof in Lunden brachten. Aber
all die Kräfte, die an dieser Singetagung mit
halfen, haben einen Wunsch. Den hat Herr
Zietz, der Leiter der Dithmarscher Landes
schule in seiner Antwort auf den neuen Lun-
dener Kanon „An Lunden sind wir gebunden
mit Sing und Sang" mit seinen 2 Sätzen ge
troffen: Vielen Dank für schöne Musik. Und:
Auf Wiedersehen zur 13. Lundener Singeta
gung im Herbst dieses Jahres.
Aus kôcdļáestand
Zusammenschluß zur Kluft der Rannen,
wo. Insel Sylt, 17. Mai. Auf Sylt ist der
Name „Nann" noch mit gutem Klang vertre
ten In Arthur Nanns bekannter Gaststätte
„Munkmarsch" fanden sich die „Rannen" zu
sammen und bilden jetzt eine Kluft mit dem
Besitzer des Kampener Kurhauses Max Rann
als Kluft-Obmann. Das Geschlecht ist ur
sprünglich auch in Dithmarschen stark vertre
ten gewesen, dort aber findet man den Namen
nicht mehr. Auf Sylt, Nordstrand, Föhr, in
Hamburg und in Ritzebüttel dagegen ist der
Stamm noch gut vertreten. Die Erarbeitung
des Stammbaumes wurde der Sippenkanzlei
Dithmarschen in Heide übertragen. Im Okto
ber will die Nann-Kluft in Lunden, wo früher
das Geschlecht auch stark vertreten war, den
ersten Kluft-Tag abhalten.
* * *
sw. Wyk, st. F., 18. Mai. Das Nordseebad
Wyk auf Föhr wird in diesem Jahre keinen
Baöekommissar, sondern einen „Vergnü
gungskommissar" anstellen, dessen Aufgabe es
sein wird, die Gäste auf den festlichen Veran
staltungen der Badeverwaltung auf das Beste
zu unterhalten.
mo. Insel Sylt, 16. Mai. Das Abschleppe«
der „Adrar" unter Einsatz von Vaggermaschü
«eu, wie es letzten Endes auch in Erwägung
gezogen worden ist, weil ein Freiwerden des
Dampfers unter Ausnutzung eines besonderen
Hochwasserfalles wenig Aussichten bietet und
die Geduld auf eine lange Folter spannt, stößt
nicht nur auf technische Schwierigkeiten verschie
dener Art, sondern dürfte auch schwerlich die
Genehmigung des für den Strandschutz verant
wortlichen Wasserbauamtes finden. Es liegt
auf der Hand, daß ein starkes Ausbaggern not
wendig sein würde, um das 5000-Tonnen-
schiff vor seiner Lage auf dem hohen Strand
abzubringen, und das würde natürlich eine
gewisse Gefahr für den Strand zur Folge ha
ben können. So kann man die Aussichten der
„Adrar" sicher nicht als allzu rosig bezeichnen.
Sie wird im Sommer das Ziel vieler Jnselbe-
sucher bilden, da ein solches Bild selten gebo
ten werden kann.
Vom Htìûeleiiekeu
Ein Pferd verursacht einen Brand.
Flensburg, 18. Mai. In der Nacht zuw
Sonnabend entstand in dem Stallgebäude des
Besitzers Hans Hansen auf Frösleefeld, eben
nördlich von Flensburg, ein Feuer, das sämt
liche Gebäude in ganz kurzer Zeit in Asche
legte. Das Feuer war entstanden, weil ein
Pferd, das sich losgerissen hatte und wieder
festgemacht werden sollte, eine brennende
Lampe umriß, die in einen Strohhaufen fiel.
Hansen und seine Frau mußten nahezu unbe
kleidet das Haus verlassen, und H., der erst
am Vortage aus dem Krankenhause nach
Hause gekommen war, erlitt hierbei schwere
Brandwunden am Hals und an den Beinen.
Es kamen in den Flammen um: zwei Pferde,
sechs Kühe, sechs größere Schweine und 27
Ferkel. Das ganze Inventar, ja selbst die not
wendigsten Bekleidungsstücke der Bewohner,
wurden ein Raub der Flammen.
Zoll- und Paßkontrolle von Harrislce
nach Flensburg verlegt.
Flensburg, 18. Mai. Mit dem Inkrafttreten
des diesjährigen Sommerfahrplans der Reichs
bahn ist die schon lange geplante Verlegung
der deutschen Zoll- und Paßkontrolle von Har
rislee nach dem Flensburger Reichsbahnhof
Wirklichkeit geworden. Damit hat der Bahnhof
Harrislee praktisch aufgehört, dem Personen
verkehr zu dienen,' er wird lediglich noch für
die Güterbeförderung benutzt. Auf dem Bahn
steig 3 des Reichsbahnhofes in Flensburg sind
für die Zwecke der Zoll- und Paßkontrolle für
Dänemark-Reisende zwei neue Gebäude er
richtet worden, von denen das größere der
Paß- und Zollkontrolle mit einem Wartesaal
für die Reisenden dient, während in dem klei
neren Gebäude für die dänischen Zollbeamten,
die die Grenzzüge zwischen Pattburg und
Flensburg begleiten, ein Aufenthaltsraum ge
schaffen worden ist. Auch eine Gelöwechselstelle
befindet sich hier. Für den deutsch-dänische«
Grenzverkehr bedeutet diese Neuerung eine be
grüßenswerte Vereinfachung der Verkehrsab
wicklung.
Ausstellung
der schleswig-holsteinischen Architekten,
eg. Flensburg, 18. Mai. Im Kunstgewerbe
museum wurde am Sonntag eine Ausstellung
eröffnet, die zeigen soll, was Schleswig-Hol
steins Künstler an Werken der Baukunst, der
Jnnenausgcstaltung und künstlerischer Gar-
tenanlage in der letzten Zeit geschaffen haben-
Veranstalter ist das Museum in Verbindung
mit der Landesleituttg der Reichskammer der
bildenden Künste. Nachdem Architekt Johs. B-
Carstens, Flensburg, über die bisherige Ar
beit der schaffenden Künstler Ausführungen
gemacht hatte, sprach in Vertretung des ver
hinderten Landesleiters, Architekt Prinz, Kiel,
dessen Vertreter Professor Vogel, Kiel, übe/
die Ziele der Neichskunstkammer und eröff
nete die Ausstellung. Neben den Flensburger
Architekten sind die Künstler ans Kiel, Nie
büll, Pinneberg-Kampen, Oldenburg, Huslnn,
Heide, Itzehoe, Neumünster, Voorde un»
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