Full text: Newspaper volume (1936, Bd. 2)

Schleswig-Holstein 
als zur sicheren Führung eines Kraftfahrzeu 
ges völlig außerstande angesehen. Die Strafen 
sind hart für den, der infolge von Alkoholbe 
einflussung einen Unfall verursacht hat. 
Wer Führerflucht begeht, handelt feige und 
charakterlos. Ein Zeichen von besonders nied 
riger Gesinnung ist die Führerflucht nach 
einem Unfall, bei dem Personen verletzt wor 
den sind. Wer es da über sich bringen kann, 
den Verletzten liegen zu lassen, und sich mit 
dem Gedanken abfindet, daß durch seine Flucht 
unter Umständen die noch mögliche Hilfe zu 
spät gekommen ist, der verdient die schärfste 
Verurteilung. Es ist selbstverständlich, daß in 
solchen Fällen Staatsanwalt und Richter hart 
und mitleidslos werden, und daß derjenige, 
der sich zur Führerflucht hat hinreißen lassen, 
sich jede Milde verscherzt. Führerflucht gelingt 
übrigens in den seltensten Fällen. Der Fahrer 
muß, auch wenn er sich unbeobachtet glaubt, 
stets gewärtig sein, daß doch irgend jemand 
die Nummer seines Fahrzeuges erkannt und 
aufgeschrieben hat. Denn das ist eine erfreu 
liche, immer wieder in der Praxis festzustel- 
' lende Tatsache, daß sich gegen die Gemeinheit 
der Führerflucht alle verbinden, die den Unfall 
erlebt haben! Die häufigste und billigste Ver 
teidigung des nach einem Unfall geflüchteten 
Kraftfahrzeugführers, er habe von dem Unfall 
nichts bemerkt, findet am wenigsten Gehör. 
Durch zahllose praktische Versuche ist festge 
stellt, daß zumeist auch der geringste Anstoß an 
den Wagenaufbau eines Kraftfahrzeuges im 
Innern des Wagens deutlich wahrzunehmen 
ist. 
* Die Arbeitsgemeinschaft der landsmänni- 
schen Vereine beschloß bei einer Zusammen 
kunft im „Gasthaus zum Landsknecht", die all 
jährliche Kranzniederlegung am Uwe-Jens- 
Lornsen-Denkmal (24. März) beizubehalten 
und den altehrwürdigen Brauch gemeinsam 
mit der Stadtverwaltung zu pflegen. Der Mit 
gliederbestand der Vereine ist zwar zurückge 
gangen,' hoffentlich nur vorübergehend. Doch 
mit der alten Liebe hängt man an Volkstum 
und Heimat, Begriffen, die sich wie selbstver 
ständlich erweitern zu Volksgemeinschaft und 
Vaterland, und weiß sich darin allgemeiner 
Unterstützung sicher. Wohlgemut besprach man 
sich, gute Anregungen wurden begrüßt. Die 
„Landsmännischen", die schon manches Jahr 
zusammenhalten, bleiben einander treu. 
* Verlust auf dem Wege zum Wochenmarkt. 
Am Sonnabend ist einer Frau aus Büdelsdvrf 
auf dem Wege zum Wochenmarkt auf dem 
Schloßplatz die Geldbörse mit einem größeren 
Betrag abhanden gekommen. Die Börse befand 
sich in der äußeren Manteltasche. Ob die Frau 
die Geldbörse verloren hat oder ob sie ihr auf 
dem Markt gestohlen wurde, steht nicht fest. 
Bei dieser Gelegenheit seien die Frauen ge 
warnt, wenn sie zum Wochenmarkt gehen, wo 
größeres Gedränge herrscht, ihre Börsen offen 
im Korbe oder sonst fahrlässig aufzubewahren. 
Gelegenheit macht Diebe. 
* Wem gehört das Fahrrad? Am 12. Mai 
ist in der Obereiderstraße ein Damenfahrrad, 
Marke „Mundus", Nr. 1705 867, mit roter 
Ballonbereifung gefunden worden. Die Eigen 
tümerin konnte bisher nicht ermittelt werden. 
* Lastauto im Graben. Gegenüber der Fa. 
Max Rohwer (frühere Hoffnung) geriet ge 
stern abend ein Lastauto in den Graben. Nach 
dem es entlastet und der Anhänger, welcher 
noch aus der Straße stand, abgekuppelt war, 
konnte sich das Fahrzeug mit eigener Krafr 
freimachen. 
* Einführung in die Wetterkunde. Aus An 
ordnung des Reichsamts für Wetterdienst, 
Berlin, werden zur Einführung der Lehrer 
in die Wetterkunde Lehrgänge in den einzel 
nen Kreisen durch die zuständigen Dienststel 
len des Reichswetterdienstes abgehalten. Die 
Dienststelle Hamburg entsendet ihren Meteor 
ologen Dr. Bender am 3. Juni d. I. nach 
Rendsburg zu einem in der Zeit von 14.30 
bis 19 Uhr stattfindenden Kursus. 
* Lichtspieltheater und WHW. Neben der 
rein materiellen Fürsorge für die Bedürfti 
gen hat die kulturelle und seelische Betreuung 
im letzten WHW. an Bedeutung gewonnen. 
Neben anderen Einrichtungen waren es vor 
nehmlich die Lichtspieltheater, die sich in den 
Dienst dieser Arbeit stellten. Nicht weniger als 
140 Sondervorstellungen konnten im Gau 
Schleswig-Holstein durchgeführt werden. Die 
Vorstellungen wurden von 78 500 Notleiden 
den und Bedürftigen besucht. 
Sport am Himmklfahrtstag 
Am Himmelfahrtstage macht der Wiker 
Sportverein mit seinen Mannschaften einen 
Ausflug nach Rendsburg, wo er um 9 Uhr mit 
Dampfer „Heinrich" eintreffen wird. Der 
Rendsburger Ballspielverein nutzt diese Ge 
legenheit zu Gesellschaftsspielen. Und zwar 
treten morgens um 10 Uhr die Schüler auf 
dem RBB.-Platz an, darauf die Jugend. Nach- 
mittags um 2 Uhr spielen die Jungmannen, 
und um 3,30 Uhr ist das Hauptspiel RBV. 
gegen Wiker SV. Die Kieler haben ihre 
Mannschaft in letzter Zeit merklich durch Ma- 
rineangehörige verstärken können und erfolg 
reiche Spiele gegen Kieler Großvereine aus- 
actfaßcn. 
An alle Betriebsführer 
der Rordmark! 
Das Nordmark-Treffen am 23. und 24. Mai 
1936 soll zu einer umfassenden Kundgebung 
aller Angehörigen der SA., SS. und NSKK. 
werden. Die Unterzeichneten bitten daher, für 
die Tage des Nordmark-Treffens und der 
damit zusammenhängenden Wettkämpfe die 
Männer zu beurlauben, die an diesen Wett 
kämpfen teililehmen oder beim Nordmark- 
Treffen marschieren. 
Die Schwierigkeiten des Austausches von 
Arbeitskräften sind bekannt. Im Hinblick auf 
die Erfordernisse eines Ehrentages der drei 
Gliederungen der Partei wird aber gebeten, 
die Bedenken zurückzustellen und durch groß 
zügige Behandlung der Urlaubsgesuche den 
freiwilligen Einsatz der Männer anzuerken 
nen. Die SA.-, SS.- und NSKK.-Männer 
haben ihrem Führer Adolf Hitler Außeror 
dentliches geleistet an Idealismus, Opfermut 
und Dienstfreudigkeit. Wir bitten darum, nach 
Möglichkeit den Männern diesen Einsatz zum 
2. Nordmark-Treffen zu ermöglichen dadurch, 
daß dem Aufruf Folge geleistet wird. „Gebt 
den Männern Urlaub zum Nordmark-Treffen 
1956." 
Der Landesbauernführer: 
gez. Struve. 
Der Präsident 
der Industrie- uud Handelskammer: 
gez. Dr. Rudolph. 
Für den Aufmarschstab: 
Meyer-Quade, Gruppenführer. 
Für die Kreishandwerkerschaft: 
gez. Hoheisel. 
10 000 Arbeitsmaiden in jedem Halbjahr. 
Unter der Führung der Reichsfrauenführe 
rin, Frau Gertrud Scholz-Klink, der am 1. Ja 
nuar 1934 vom Reichsarbeitsführer die Lei 
tung des Frauenarbeitsdienstes übertragen 
wurde, hat der Arbeitsdienst der weiblichen 
Jugend bereits feste Gestalt gewonnen. Nach 
anfänglichem Suchen und Versuchen fand man 
die richtigen Wege, die im einzelnen zu gehen 
waren. Am 1. April 1936 löste der Reichs 
arbeitsführer den Deutschen Frauenarbeits- 
dieust als Verein auf und gliederte ihn in den 
staatlichen Reichsarbeitsüienst ein. Da nun 
mehr eine selbständige Reichsleitung des Deut 
schen Frauenarbeitsdienstes ihre Berechtigung 
verloren hatte, baute der Reichsarbeitsführer 
in die jeweils zuständigen Aemter der Reichs- 
leitung des Reichsarbeitsdienstes Abteilungs 
leiterinnen ein, die die Belange des Frauen- 
arbeitsdienstes vertreten und mit ihren Mit 
arbeiterinnen bearbeiten. 
Die 13 Bczirksführerinnen, die an der Spitze 
der früheren Landesstellen, jetzt Bezirke, stehen, 
sind für die Lager verantwortlich, die eine 
durchschnittliche Belegschaft von 40 Arbeits 
maiden erhalten. 10 000 Arbeitsmaiden wer 
den halbjährlich durch die etwa 400 Lager des 
Frauenarbeitsdienstes gehen. Als Einstel 
lungstermine sind die Quartalsersten festge 
setzt worden, die Meldungen erfolgen bei den 
Bezirksleitungen der zuständigen Bezirke. 
Hem ìlmdsêueg. 
Schweres Motorradunglück in Osteufeld. 
Ostenfcld, 20. Mai. Gestern abend gegen 7 
Uhr ereignete sich bei der Gastwirtschaft von 
Der neue Sommerfahrplan der Reichsbahn, 
der am 15. Mai in Kraft getreten ist, hat uns 
eine ganze Reihe wesentlicher Verkehrsver 
besserungen nach dem Reich gebracht. Vor 
allem haben die Schnellverbindungen eine we 
sentliche Zunahme erfahren Eine besonders 
gute Verbindung ist nach Berlin geschaffen 
worden, und zwar einmal von Kiel aus. und 
rum anderen auch von Flensburg aus. Eim 
glänzende Verbindung ist von Flensburg 
über Schleswig-Rendsburg-Neumünster-Bad 
Oldesloe- Ratzeburg - Hagenow-Land - Witten 
berge nach Berlin geschaffen worden. Die 
Reisedauer beträgt von Flensburg nach Ber 
lin nur noch 5 Stunden und 61 Minuten, in 
der umgekehrten Richtung 6 Stunden und 54 
Minuten. Mit dem Schnellzug ab Rendsburg 
6,00 Uhr erreicht man Neumünster um 6,31 
Uhr, führt dort um 6,40 Uhr ab und ist dann 
um 11,01 Uhr in Berlin. Die Rückfahrt kann 
noch am gleichen Tage erfolgen, und zwar um 
18,20 Uhr ab Berlin, Neumünster ab 22,60 Uhr, 
in Rendsburg 23,24 Uhr. Man kann also i n 
rund fünf Stunden nach Berlin 
fahren, hat in Berlin sieben Stunden Zeit und 
kann am gleichen Abend nun wieder 
zurück sein. 
Detlef Tank ein schweres Unglück. Der Tischler 
Karl W. aus Rendsburg, der die Straßen 
kreuzung passierte, verlor anscheinend, als er 
einem Radfahrer ausweichen wollte, die Ge 
walt über sein Motorrad und fuhr gegen die 
Hauswand der Wirtschaft, wo er bewußtlos 
liegen blieb. Das Rendsburger Sanitätsauto 
brachte ihn ins Krankenhaus, wo ein Schädel 
bruch und eine schwere Gehirnerschütterung 
festgestellt wurden. 
Heels Scâemļäcde 
Eckernförde, 19. Mai. Zwei Pferde von der 
Weide gestohlen. In Birkensee bei Eckernförde 
wurden einem Landmann zwei Pferde von 
der Weide gestohlen. Der Dieb konnte sich mit 
den Pferden unerkannt entfernen. 
Goldene Hochzeit. Am Montag feierten die 
Eheleute Hans Kruse in Damendorf das Fest 
der goldenen Hochzeit. Die Schulkinder brach 
ten dem Jubelpaar schon am frühen Morgen 
ein Ständchen. Nachmittags fanden sich Schwe 
ster, Brüder und Bekannte sowie Pastor Paul 
sen aus Ascheffel zu einer einfachen, aber schö 
nen Andacht zusammen. Namens des Preußi 
schen Staates und im Aufträge des Landrats 
überbrachte er viele Glückwünsche und über 
gab ein Geldgeschenk. Die Kirchengemeinde 
Hütten ließ eine Bibel überreichen. 
Heels Schleswig. 
cs. Schleswig, 20. Mai. Ermittelte Schwind 
lerin. Vor einigen Tagen nahm, wie berichtet, 
eine in den mittleren Jahren stehende Frau 
aus mehreren Schleswiger Geschäften verschie 
dene Kleidungsstücke zur Auswahl mit. Die 
ihr nicht zusagenden Sachen brachte sie s. Zt. 
nicht wieder zurück. Auch „vergaß" sie, die 
übrigen Stücke zu bezahlen. Der Schleswiger 
Kriminalpolizei ist es nunmehr gelungen, die 
Angelegenheit aufzuklären und die Täterin zu 
ermitteln. Bei der Schwindlerin handelt es sich 
um eine Anwohnerin des oberen Domziegel 
hofes. 
Fahnenweihe der Deutschen Arbeitsfront, 
vs. Gribbohm, 20. Mai. Die Ortsgruppe 
Holstenniendorf der DAF. hielt in Carstens 
Gasthof in Gribbohm ihre Fahnenweihe ab. 
Nach dem Fahneneinmarsch der Gliederungen 
der Partei vollzog der Kreisleiter der DAF., 
Pg. Ramaker-Renüsburg, die Weihe der neuen 
Fahne und übergab sie dann dem Ortsgruppen- 
lciter Siercks in treue Obhut. Danach hielt Pg. 
Nissen-Rendsburg einen interessanten Vortrag 
über die Deutsche Arbeitsfront uud ihre Be 
deutung. Musikstücke, gemeinsame Lieder und 
Reigen des BDM. halfen den Abend verschö 
nern. 
* * * 
ai. Hohenwestedt, 18. Mai. „Einer zuviel an 
Bord." Dieser spannende Ufafilm, der hier am 
Sonnabend und Sonntag in unserem Kino 
„Erholung" lief, hat so gut gefallen, daß der 
Aber auch auf anderen Gebieten ist das 
Reich näher an Schleswig-Holstein gerückt. So 
ist die Norömark auch noch an weiter entfernt 
liegende deutsche Gebiete, so. z. B. an die 
Städte Magdeburg, Halle a. S>, Nürnberg, 
München, ferner an Leipzig und Dresden, an 
geschlossen worden. Seit dem 15. Mai führen 
nämlich die v-Züge 61/66 Kiel-Berlin U und 
umgekehrt direkte Kurswagen Kiel-Dresden 
und zurück zum Uebergang auf die mecklen 
burgischen O-Züge183/184 Wismar-Dresden in 
Ludwigslust. Außerdem führt jetzt der v-Zug 
66 einen direkten Kurswagen München-Kiel 
über Nürnberg-Jena-Halle a. S.-Magdeburg- 
Wittenberge-Hagenow-Land-Ratzeburg-Lübeck- 
Eutin. 
In der Richtung nach dem deutschen Osten 
hat man sehr günstige und vor allem schnelle 
Verbindungen von Kiel und Flensburg aus 
über Lübeck und Mecklenburg zunächst einmal 
mit Stettin geschaffen. Die Fahrzeit von Kiel 
nach Stettin beträgt nunmehr nur noch etwa 
sechs Stunden. Die Verbindung Flensburgs 
mit Stettin wurde ebenfalls hergestellt über 
Neumünster-Bad Oldesloe und dann weiter 
über Lübeck und durch Mecklenburg. 
Hohes Alter. Am 21. Mai 1936 kann der 
Landmann Jürgen Stäcker, Silberstedt, in 
geistiger Frische seinen 93. Geburtstag feiern. 
Stäcker spielt heute noch gerne einen Skat 
und ist noch ein eifriger Leser unserer Zei 
tung. 
Am Siüfvdko^n 
Süderstapcl, 20. Mai. Das Deutsche Rote 
Kreuz, Vaterländischer Fraucnverein Südcr- 
stapcl, hielt in Bräues Gasthof in Norderftapel 
die diesjährige Mitgliederversammlung ab. Die 
stellv. Vorsitzende verlas den Kassen- und Jah 
resbericht. Dem Winterhilfswerk werden 130 
JiJL zur Verfügung gestellt, für die Auffüllung 
der Margaretenschränke wurden 140 JiJl be 
reitgestellt, für den Bereitschaftsdienst 100 M-M. 
Nach Genehmigung wird zur Unterhaltung der 
Gemeindeschwesterstation ein Beitrag zuge 
steuert. Die Kreisvorsitzende verpflichtete 13 
Samariterinnen. Ein Vortrag der Provinzial- 
vorsitzenden, Frau Justus, Kiel, gab Aufklä 
rung über Arbeit und Pflichten im Rote- 
Kreuz-Dienst. 
Aus Heels Husum 
Hz. Schwabstedt, 20. Mai. Siedlungshäuser 
werde» errichtet. Zwischen der Schwabstedter 
Kirche und der Dorfschaft wurde für die Er 
richtung von zwei Siedlungshäusern Land für 
Bauplätze ausgetauscht, und zwar erhielt die 
Dorfschaft 24 Ar Land, das in der Nähe des 
Dorfes liegt, dafür erhält die Kirche 31 Ar 
Land wieder von der Dorfschaft, das aber wei 
ter von Schwabstedt entfernt liegt. Nachdem 
das Kirchenkonsistorium in Kiel die Genehmi 
gung zum Tausch erteilt hat, werden auf dem 
Land nunmehr zwei Siedlungshäuser errichtet 
werden, und zwar für O. Sievers und R. 
Schwanz, beide aus Schwabstedt. Weiter wird 
noch der Bau von zwei weiteren Siedlungs 
häusern in der Gemeinde Schwabstedt beab 
sichtigt. 
Aus Haedļeiesland 
Fischgärten int uordsriesischen Wattenmeer. 
Insel Föhr, 19. Mai. Die Ausnutzung des 
Meeresreichtums an eßbaren Dingen ist für 
die Bevölkerung der nordfriesischen Inseln 
von großer Wichtigkeit. Mit dem Frühling 
Kinobesitzer sich entschlossen hat, ihn am Don 
nerstag, dem 21. Mai, also am Himmelfahrts 
tage, nochmals vorzuführen. Der Film ist nach 
dem bekannten, vielgelesenen Roman gleichen 
Namens der „Berliner Illustrierten" gedreht 
worden. Die Besetzung ist wirklich erstklassig. 
Lida Baarovas dunkle Stimme paßt gut zu 
dem Bild. Willy Birgel weiß den Staatsan 
walt und Albrecht Schoenhals den flotten Ka 
pitän ausgezeichnet zu spielen . 
ai. Hohenwestedt, 19. Mai. Der Ausbau der 
Umgehuugsstraße bei unserem Ort wird jetzt 
energisch in Angriff genommen. An der Chaus 
seestrecke Jahrsdorf—Hohenwestedt, die s. Z. 
nicht mit fertiggestellt wurde, weil man sich 
über den Verlauf der Umgehungschaussee noch 
nicht schlüssig war, wird bereits seit einiger 
Zeit mit Hochdruck gearbeitet. Auch der Aus 
bau der zweiten Strecke (Jtzehoer Str.) ist 
schon vor einiger Zeit ausgeschrieben. Ueber 
den Ankauf der beiden Häuser von Stäcker und 
Bauer hat die Chausseeverwaltung sich mit den 
beiden Besitzern schon länger geeinigt, und 
nachdem nunmehr die Bestätigung von dem 
Ankauf aus Berlin vorliegt, ist gesternmorgen 
mit dem Abbruch derselben begonnen worden. 
Sie müssen in 4 Wochen gänzlich abgebrochen 
sein. Mit den Landbesitzern, durch deren Län 
dereien die Chaussee gehen tvird, ist man sich 
inzwischen größtenteils einig geworden, 1° 
daß die Arbeiten in einem Zuge durchgeführt 
werden können. Nach Fertigstellung der Um 
gehungsstraße füllt auch die unglückliche und 
unübersichtliche Straßenecke bei der Einmün 
dung unserer Hauptstraße, der Lindenstraße in 
die Rendsburger Straße fort. 
Jnnien, 19. Mai. Hitlers „Mein Kampf" 
wird nunmehr allen Brautpaaren bei ihrer 
Trauung von der Gemeinde als Sondergabe 
überreicht. 
mp. Todenbüttcl, 19. Mai. Standesamtliche 
Nachrichten. Die Ehe wollen miteinander ein 
gehen: Landmann Hinrich Struve in Lütjen- 
westedt und Haustochter Dora Margaretha 
Ohrt, Lütjenwesteüt,' Arbeiter Claus Uhrham- 
mer, Todenbüttcl, und Ww. Catharina Mar 
garetha Boller, Maisborstel; Landmann Claus 
Willi Todt, Osterstedt, und Haustochter Anna 
Wiegand, Osterstedt,' Lanöhelfer Willi Hinrich 
David, Todenbüttcl, und Landhelferin Anne 
Marie Deus, Todenbüttcl. 
Beint Ringreite» in Todenbiittel, das ber 
schönstem Wetter am Sonntag stattfand, wurde 
von 17 Reitern der Landwirtschaftsgehilu 
Rehmke aus Maisborstel König. Die Hausge 
hilfin Helene Lttders aus Todenbüttcl wurde 
Königin, (mp.) 
3iccmamt Qäünq: 
„Der Kämpfer für den Luftschutz hat soviel Verantwortung und soviel Ehre 
wie jeder Frontsoldat!" 
Aus dem Sommerfahrplan der Reichsbahn 
Besserer Anschluß Schleswig-Holsteins aus Reich 
Aus Hohenwesiedl, Hstueeau-HademaescUen 
umd Umgegend
	        
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