Julius Schreck zur letzte» Ruhe bestattet.
Auf dem Friedhof in Gräfelfing bei München wurde der so jäh aus dem Leben ge
rissene SS.-Brigadeführer Julius Schreck zur letzten Ruhe bestattet. Der Führer
(lrnks) erwies seinem treuen Begleiter und unerschrockenen Mitkämpfer die letzte
Ehre. (Weltbild, K.)
Die Leipziger SA. war die schnellste.
Der alljährlich in Berlin zum Austrag kommende Hindenburg-Ge-
päckmarsch hatte auch diesmal eine hervorragende Besetzung durch
Mannschaften der Wehrmacht, der Polizei und der SA. aufzuweisen.
Sieger blieb die Mannschaft des Nachrichtensturmes der SA.-Bri-
gade 33 (Leipzig), die hier durchs Ziel geht.
(Scherl Bilderdienst, K.)'
Tie erste italienische Proklamation in Addis Abeba.
Die erste Proklamation, die der neue Bizekönig von Abessinien, Mar
schall Badoglio, in den Straßen von Addis Abeba anbringen ließ.
Sie beginnt mit den italienischen Worten: „Bevölkerung der Stadt,
höre" und geht dann in amharischer Sprache weiter.
(Pressephoto, K.)
Urheberrechtsschutz durch Berlagsanstalt Mauz,
München.
13) Nachdruck verboten.
„Du wirst ihm nix heimzahln. Im Gegenteil,
du wirst gut und freundlich zu ihm sein müs
sen."
„Da wirst aber alt dabei."
Der Wildschütz rutscht vom Ofen herab und
stellt sich breit vor den Jäger hin.
„Willst du uns alle in Gefahr bringen?"
Auch Büchler springt auf und fuchtelt erregt
mit den Armen.
„Ich tu nimmer mit. Macht, was ihr wollt!"
„Schrei net so, es könnt uns jemand hören.
Du bist überhaupt recht unvorsichtig. Hast ei
nen Wildschützen in deiner Hütte und vergißt,
daß d' Fensterladen zumachst. Wastl, Wastl, du
darfst dich ändern. Der Winninger ist auch
nimmer recht zufrieden mit dir. Is ein Glück,
daß ich für morgen ein paar Böck hab."
Die Hände auf dem Rücken verschränkt, geht
Büchler erregt in der Hütte auf und ab.
„Ihr meint vielleicht, daß ich schon ganz in
eurer Hand bin. Da brauchst mir gar nimmer
viel machen, Bartl, dann mag ich nimmer.
Schon oft hab ich die Stund verflucht, wo ich
dich laufen hab lassen. Eine Kugel hätt ich dir
naufbrennen solln, das wär das beste gewe
sen."
„Hättst mich net laufen lassen, wenn ö' Mirl
net gewesen wär. Die hat dir halt in die Augen
g'stochen, gelt und du hast gemeint, du willst
ihr dein gutes Herz zeigen, indem du einen
armen Teufel, der sich in ihrer Hütte versteckt
hat, laufen laßt. Hast g'meint, sie beißt dann
eher an? Hahaha! Da bist einmal schön auf den
Leim gangen. Die Mirl ist mir verschrieben mit
Leib und Seel. Da kann ein anderer nix ma
chen."
„Das wär noch net so schlimm g'wesen.
Wenn ich mir damals ein Herz g'faßt hätt und
wär hingetreten vor meinem Herrn und hätt
-hm g'sagt: So und so steht es. Ich geb es zu,
daß ich mich schwer gegen meine Dienstvor-
rchrift vergangen hab, aber ich schwör es, daß
es nimmer vorkommt. Ich weiß, er hätt mirs
nachgesehen und meine Schwäche entschuldigt.
Heut ständ ich da als ehrlicher Kerl und könnt
meinem Herrn und meinen Kameraden offer:
in das Gesicht schaun."
„Auf die Weis' wär dir halt ein schöns Stückl
Geld ausgekommen. Tausend Markl werden
nicht mehr reichen, wo du so nebenbei- schon
verdient hast."
„Ja, das verfluchte Geld und du urrd der
Winninger! Ihr drei habt mich zum Lumpen
gemacht. Ja, ja, schau mich nur net so an. Ich
bin der Lump viel größer wie du. Wenn ich
Hoch!a«dsroMkn von Hans Ernst
net so gemein wär, hättst du und die andern
bald ausgewildert und der Winninger müßt
aufhörn einen Herrn zu spielen."
„Geh, Wastl! Was hast denn heut auf ein
mal. Ich glaub dich hat die Ohrfeigen vom
Toni wirblig g'macht im Kopf. Ich weiß, mor
gen denkst schon wieder anders. Was Hilsts dir
denn auch? Du bist verschworen mit uns auf
Gedeih und Verderb. Und wenn du meinst, du
willst uns verraten, dann" — der Wildschütz
blinzelt auf seine Büchse — „du weißt, daß ich
mein Ziel net verfehl. Und wenn es ich net
bin, dann eben ein anderer, vielleicht der Win
ninger selber. Drum schlag dir die Mucken aus
dem Kopf und reden wir jetzt vom Geschäft.
Also, übermorgen fahrt der Rööl mit seinem
Wagen wieder in die Stadt und da muß er
Wild mitnehmen. Zwei Böck hab ich schon und
die andern zwei hol ich mir im Weindl sein:
Revier. Du mußt morgen schaun, daß d' den
Weindl aufhalten kannst, wenn du ihn auf
deinem Dienstgang triffst. Am besten is, du
nimmst ihn in deine Hütte mit. So — und jetzt
möcht ich was zum Essen."
Bartl nimmt die Pfanne herunter rmd sticht
einen Brocken Schmalz aus dem Hafen.
„Wo hast denn 's Mehl?"
Gereizt führt der Angeredete herum.
„Du tust dich ja ganz leicht mit mein Sach!"
„Tua nur net so. Nächste Woch bring ich dir
wieder einen Rucksack voll Freßzeug."
Bartl findet das Mehlsackl von selbst, schüt
tet einen Teil in eine Schüssel, schlägt ein
paar Eier dazu und rührt das mit Wasser an.
„Wird zwar net so gut mit Wasser", meint er.
„Aber Milch wirst ja keine haben? Js halt
ein Kreuz im Winter, wenn keine Alm offen
ist."
Büchler gibt zu allem keine Antwort. Er sitzt
auf dem Strohsack und starrt finster vor sich
hin. Er ist in einer Stimmung, daß er den
Bartl am liebsten hinausgeworfen hätte. Aber
dann denkt er an das schöne Geld, das er schon
verdient hat durch den Bartl. Im Grunde ge
nommen ist der Wildschütz gar kein so übler
Kerl. Es hat schon Zeiten gegeben, wo die bei
den zusammen harmoniert haben wie zwei
Brüder. Und daß er heute so aufgebracht ist, da
ist nur der Toni schuld. Eigentlich nicht schön
von ihm, daß er seine Wut am Bartl auslaßt.
„Ich hab auch noch net gegessen", sagt er
plötzlich in versöhnlicherem Tone.
„Dös langt schon für uns zwei, was ich da
anrühr."
Pause, in der man nichts hört, als das Zi
schen des Teiges, den Bartl in die Pfanne schüt
tet.
Vor dem Ofen stehend rührt der Wildschütz
mit einem eisernen ScharrlöM in die Manne.
Tie Folgen der blutigen Unruhen in Palästina.
Eins der ersten Bilder von den blutigen Unruhen in Tel - Aviv,
der jüdischen Schwesterstadt von Jaffa. Die Araber, die sich bekannt
lich gegen die fortgesetzte jüdische Einwanderung auflehnen, zerstör
ten zahlreiche jüdische Häuser und bewarfen ein Gefängnis mit Bom
ben. Nun patrouillieren in kurzen Abstanden Militärstreifen durch
das zerstörte Viertel, um die Ruhe wiederherzustellen.
(Weltbild, K.)
„Da", sagt er dann ganz unvermittelt, „der
Schalldämpfer, den mir der Winninger besorgt
hat, dös is ganz was Praktisches. Da hörst ei
nen Schuß kaum mehr auf hundert Meter."
„Immer noch weit genug, wenn der Toni in
der Nähe ist. Vor dem derfst dich in acht neh
men, Bartl. Wenn der einmal was in der
Nas'n hat, hört er 's gehn nimmer auf."
„Den Buben fürcht ich net. Und dann —
wenns gar nimmer anders geht, kommts all
weil noch drauf an, wer die schnellste Hand und
das sicherste Aug hat."
Bartl stellt die rauchende Pfanne auf den
Tisch und nimmt zwei Löffel aus der Schub
lade.
Schweigsam löffeln sie eine Weile, dann sagt
der Bartl nebenbei:
„Weißt, was sich die Mirl vorige Woche in
den Kopf gesetzt hat? Heiraten will sie."
Bartl lacht wie zu einem guten Scherz.
„Dös halt ich ihr gar net in übel. Js nim
mer gar so jung."
„Fünfundzwanzig wirds im März."
„Mit dem Alter will eben ein Weibsbild un
ter der Haube sein."
„Aber mir pressierts noch net."
„Du heiratest sie überhaupt net, die Mirl?"
„Da kann man nix G'wißes sagen."
„Aber einen anderen willst sie auch net ms-
sen."
„Vorderhand einmal noch net. Du möchtest
sie allweil gern, gelt?"
„Ich tät es wenigstens ehrlich meiner: mit
ihr."
„Wer kann sagen, daß ichs net ehrlich mein?"
„Die Mirl taugt dir halt, weil sie dich den
ganzen Sommer über durchfuttert. Und s
Quartier hast auch umsonst."
„No ja, ich werd mich schon noch dankbarlich
erweisen — später einmal. Ich mein, das ist
schön g'nug, wenn ich sie heirat. Aber jetzt will
ich das lustige, freie Wilöschützenleben noch net
aufgeben."
Als die Pfanne geleert ist, stellt sie Bartl
wieder auf ihren Platz, streift die schweren
Schuhe von den Füßen und sagt, nachdem er
den Querbalken vor die Tür gelegt hat:
„Wo hast denn die Spielkarten. Tun war a
bisserl Sechsundsechzig."
Und sie spielen bis weit nach Mitternacht.
*
Die letzte Märzwoche bringt brausenden
Föhnsturrn. Auf allen sonnseitigen Gehängen
der Berge schmilzt der Schnee und das Hoch
wild verläßt — für den Jäger das erste Früh
lingszeichen — die Futterplätze, um zu den
Almen hinaufzusteigen.
Toni ist den ganzen Tag auf den Füßen, um
hoch im Gewänd die Aesungsplätze der GerrEen
zu überwachen oder tief im Bergwald die Balz
plätze der Auerhähne aufzusuchen.
Eines Samstags, als er auf dem Weg ins
Dorj ist, hört er aus einem Dickicht heraus ein
als Harnte
nicht zu schlagen.
Er hat Kräfte. Er ist gelenkig
und schnell. Ein wunder ist das nicht»
wenn einer gesund ernährt wirs
und Or. Delker-Puddinge übte
lies liebt. Oas macht stark unb
^eckt die Lust zu Sport un&
' Spiel. Btfitung'
ousjitinsföral
tfrclsnufflobel
liebst 10000 prell«»
jämmerliches Klagen. Er bahnt sich den Weg
dorthin und findet eine Schmalgeiß in der
Schlinge. Mit einem raschen Griff befreit er
das arme Tier aus der würgenden Umklam
merung und steht eine Weile bis ins Innerste
getroffen. Es ist das erstemal, daß er in seinem
Revier eine solche Entdeckung macht.
Zuerst beginnt er auf das genaueste die
Spur am Boden zu untersuchen. Es ist ein
breiter, plumper Schuh, kranzförmig genagelt.
Aber schon im nahen Geröllfeld verliert sich
die Spur.
Unschlüssig steht Toni eine Zeitlang und
überlegt, was er tun soll. Mit Einbruch der
Dunkelheit kommt sehr wahrscheinlich der
Lump, um seinen Raub zu holen. Also auf dre
Lauer legen und warten! Hinter den Hasel
nußstauden wird zwar Monika die Minuten
zählen, bis er komrnt.
(Fortsetzung folgt.)
Samsung für völkische