• -
-'U Vereinen „Liederkranz Rendsburg" und
dem Büdelsdorfer Männergesangverein traf.
Die Himmelfahrtstour, die von herrlichem
Wetter begünstigt war, hat bestimmt ihren
Zweck nicht verfehlt.
R. Nortorf, 21. Mai. Ein Storchenpaar steht
in letzter Zeit stundenlang am Tage auf der
südöstlichen Spitze unseres Kirchendaches und
erfreut jung und alt durch sein andauerndes
Geklapper. Ein zweites Storchenpaar hält das
im Vorjahre hergerichtete Nest auf dem Böh
meschen Bauerngrundstück lsrüher Jochim
Schlüter) in der Niedernstraße besetzt und
verteidigt dasselbe, wenn sich ihm ein anderes
Storchcnpaar nähert. Auf dem Dach des Land
manns Cl. Röschmann in Borgdorf wurde in
diesem Jahre ein Storchennest angebracht, das
auch schon nach einigen Tagen von einem
Storchenpaar bezogen worden ist.
R. Nortorf, 21. Mai. Mitgliederversamm
lung der NSDAP. Ortsgruppe Nortorf. Nach
einer längeren Pause fand die Mitgliederver
sammlung im Holsteinischen Hause statt. Nach
Fahneneinmarsch und Begrüßung erledigte
Ortsgruppenleiter Hein organisatiorische Fra
gen und verteilte sodann einige Mitglieds-
bücher. Als Hauptredner war Parteigenosse
Bischofs von der Gauführerschule Bordesholm
für den Abend vorgesehen. Er sprach über das
Thema „Die nationalsozialistische Weltanschau
ung". Seine Ausführungen wurden mit Bei
fall aufgenommen. Im Anschluß sprach der
Leiter des WHW., Wichmann, über die Auf
gabe „Mutter und Kind" und legte einen Re
chenschaftsbericht ab über das Winterhilfswerk
1935-36 im Ortsgruppenbereich Nortorf. Ferner
wurde von ihm bekanntgegeben, daß die Er
öffnung des Heimes für Mutter und Kind am
Borgdorfer See am 3. Juni stattfindet.
gg. Nortorf, 21. Mai. Die Militärischen Ka
meradschaften chem. 85er aus Neumünster und
Rendsburg im Kyffhäuserbund unternahmen
am Himmelfahrtstag mit ihren Familienange
hörigen einen Ausflug nach Nortorf. Im Gast
hof „Ritzebüttel" trafen sich beide Kamerad
schaften und verlebten in echter Kameradschaft
einige frohe Stunden zusammen.
gg.Kreis Rendsburg, 21. Mai. Beim Schie
ßen um die silberne Ehrennadel des Kyffhäu-
serbundes in Nortorf, Jnnien und Hohenwe-
stedt konnten diese Auszeichnung erringen:
Hermann Clausen, Nortorf, Hermann Erich-
svn, Seeseld, Theodor Bleß, Hohenwesteöt, Cl.
Sieh, Lütjenwestedt.. Die bronzene Ehrennadel
haben im laufenden Schießjahr erworben:
Gustav Böge, Wacken, Friedrich Passig, Wc-
sterrönfcld, Hans Kraft, Hohenwestedt, Dr.
Rudolf Wesselmann, Hohenwestedt, Christian
Reese, Westerrönseld. . .-.,: ^
93 Jahre alt. Morgen, am 23. Mai, feiert
Oma Gosch, geb. Sieh, in Fockbck ihren 93. Ge
burtstag. Sie ist körperlich und geistig dem
Alter nach noch voll auf der Höhe. Sie erzählt,
wenn man mit ihr ins Gespräch kommt, noch
gern aus ihrer Jugendzeit und sagte zu einem
Amtswalter der NSB., als er mit ihr über
Adolf Hitler sprach: „Was haben wir diesem
Manne nicht alles zu verdanken. Wenn der
nicht gekommen wäre, wer weiß, ob wir über
haupt noch da wären!" Oma Gosch ist am
23. Mai 1843 geboren. Sie war verheiratet mit
dem am 9. August 1912 verstorbenen Former
meister Jürgen Gosch. Aus dieser Ehe sind 8
Kinder hervorgegangen, 7 Mädchen und 1
Sohn, von denen heute noch 4 Mädchen und 1
Außerdem hat Oma Gosch 27 Enkel und 40
Enkelkinder. Seit dem Tode ihres Mannes
verbrachte sie ihren Lebensabend bei ihrer
Tochter, die vor ein paar Jahren Witwe ge
worden ist. Nun wohnen beide gemeinsam
bei ihrem Enkel. Oma Gosch liest noch jeden
Tag das Neueste aus der Zeitung.
Gesegnetes Alter. Sein 90. Lebensjahr kann
am Montag, dem 25. Mai, der Altveteran Fer
dinand Petersen in Thienbüttel vollenden. Als
Kampfgenosse von 1870-71 saß er bei Mars-la-
Tour im Sattel und über 60 Jahre war der
Greis Schmiedemeister in Stubbe im Kreise
Eckernförde. In voller körperlicher und geisti
ger Frische sahen wir ihn auch aufrecht und
den Blick geradeaus gerichtet auf einem der
Festwagen zu dem Reit- und Fahrturnier ne
ben seinem Sohn Wilhelm Petersen sitzen, bei
dem und dessen Gattin er auch seinen Lebens
abend verbringt. Petersen, der noch täglich
seine Spaziergänge unternimmt, ist auch der
älteste Einwohner der Gemeinde Thienbüttel.
m
Bestandene Sekrctärprüfung. Bor der Ge
meindeverwaltungsschule in Kiel bestanden
die Sekretärprüfung die Verwaltungsgehilfen
Erich Rief, Nortorf, und Hermänn Pruter,
Seedorf. <R.)
ICeeis Uktmßede
Zusammenschluß der drei Eckcruförder
Fischcrvereine.
Eckcrnförde, 21. Mai. Die in Eckcrnförde bis
her nebeneinander bestehenden Fischervereine
haben sich zu einem einzigen Fischerverein zu
sammengeschlossen. Bon der Landesbauern
schaft ist der Fischer August Kreutz als Ber-
einsführer eingesetzt und als dessen Stellver
treter der Fischer Christian Lorenz bestimmt
worden. Der neue Verein führt den Namen
„Erster Eckernföröer Fischerverein e. B". Ihm
gehören 88 aktive, 12 fördernde und 29 Ehren
mitglieder an.
kr. Rosenkranz, 22. Mai. Goldene Hochzeit
in Rosenkranz. Die Eheleute Nils Jversen
und Frau feierten am Mittwoch, dem 20. Mai,
goldene Hochzeit. Trotz seiner 80 Jahre geht
der Jubilar noch täglich seiner Arbeit als
Bauer und Fischer nach und erfreut sich einer
seltenen geistigen und körperlichen Frische.
Jversen erzählt noch mit Borliebe aus der
alten Zeit, als er noch als Fischer vor Hoyer-
schleuse tätig war. Bis ins hohe Alter war
Jversen Kirchenältester. Die Jubilarin, fast
90 Jahre alt, ist zeitlebens ans Bett gefesselt,
erfreut sich aber noch der vollen geistigen
Frische und nimmt regen Anteil an der heu
tigen Zeit.
Hem SMeswi#
Nordmarktreffen
der ehemaligen Jäger und Schützen,
cs. Schleswig, 22. Mai. Die im Deutschen
Jägerbund und im Nordwestdeutschen Jüger-
unü Schützenbund zusammengeschlossenen ehe
maligen Jäger und Schützen veranstalteten
am gestrigen Donnerstag in der alten Schlei
stadt ein Nordmarktreffen. Aus den Städten
Flensburg, Husum, Schleswig, Rendsburg,
Kiel und Lübeck hatten sich dazu etwa 130 Ka
meraden eingefunden. Zahlreiche Vertreter
des Reichstreubundes und des Kyffhäuserbun-
des nahmen als Gäste an dem Treffen teil.
Außerdem war der Landesführer des Nord-
westdeutschen Jäger- und Schützenbundes,
Kam. Luther, Lübeck, anwesend. In den Vor
mittagsstunden des Festtages wurden das hi
storische Schloß Gottorf lSchloßkirche und
Hirschsaal) und die Kasernenanlagen der Flie
gerersatzabteilung 16 jSchlcswig-See) auf der
„Freiheit" besichtigt. Nach einem gemeinsamen
Mittagessen wurde auf den Schießständen in
Haddeby ein Wettschießen durchgeführt. Aus
dem Schießen um die von den einzelnen Ka
meradschaften gestifteten Ehrenpreise ging
Kam. Karl Meyer, Kiel, mit 81 Ringen als
Sieger hervor. Den zweiten Platz belegte
Haß, Husum (50 Ringe), den dritten Platz
Hüßlein, Husum <49 Rg.), den vierten Platz
Kroymann, Schleswig <48 Rg.). Beim Schie
ßen mit der Wehrmannsbüchse wurden fol
gende Ergebnisse erzielt: Auflagescheibe: 1.
Christians, Schleswig <55 Rg.), 2. Tönnscn,
Flensburg <55 Rg.), 3. Dr. Wehding, Flens
burg <54 Rg.), 4. Prüß, Schleswig <51 Rg.),'
Freihandscheibe: 1. Johannsen, Bollingstedt
<51 Rg.), 2. Dr. Wehding, Flensburg <50 Rg.),
3. Pröhl, Rendsburg <49 Rg.). Mit der Preis
verteilung ' und einem kameradschaftlichen
Beisammensein fand das Treffen seinen Ab
schluß. .. , , ... .
Aus Sfafidkötm
hr. Erfde, 20. Mai. Das Torfgraben be
ginnt. Begünstigt durch die trockene Witte
rung der letzten Zeit hat sich in den Mooren
eine rege Tätigkeit entwickelt. Hatte man
aber gehofft, daß durch den anhaltenden Ost
wind der Wasserstand sehr niedrig sein würde,
so war man doch enttäuscht, da die Moorkuhlen
bis an den Rand mit Wasser gefüllt waren.
Der Torfgräber kaun infolgedessen nicht so
tief in die Moorkuhlc vordringen, um vor
Aufbrechen einer Wasserader geschützt zu sein.
Bricht eine Ader durch, so ist in kurzer Zeit die
Kuhle mit Wasser gefüllt, der Gräber ist dann
gezwungen, eine neue Kuhle einzurichten. In
hiesiger Gegend wird in der Regel Spättorf
und Banktorf gegraben, während in niedrig
gelegenen Mooren der schwarze Backtorf be
vorzugt wird.
T. Friedrichstadt, 22. Mai. Noch gut abge-
laufe«. Als der Kriegsinvalide A. Gerdau mit
seinem Krankenwagen, auf dem vorn seine
11jährige Tochter mitfuhr, zum Melken fahren
wollte, stürzte er — wohl infolge Versagens
der Steuerung — hinter Spätlingshof in den
Graben. Glücklicherweise waren Klciarbeitcr
in der Nähe, die ihn mitsamt seiner Tochter
aus dem nassen Element herausholten.
T. Friedrichstadt, 22. Mai. Die Eiderab»
dämmnng als Ausflugsziel. Fast täglich tref
fen bei dem schönen Maiwetter zahlreiche Be
sucher bei der Baustelle Südfelderkoog ein, um
die neue Schleuse mit ihren Anlagen und den
neuen Abdämmungsdeich in Augenschein zu
nehmen. Man sieht Schulen, Vereine, NS.-
Formationen, sogar ausländische Gäste, die es
sich bei einer Durchfahrt nach Süden nicht neh
men lassen, die Eiderabdümmnng aufzusul
chen. So weilte am Mittwoch die Landesbrand-
kassc aus Kiel mit 255 Personen, die in 6 gro
ßen Kraftomnibussen angefahren kamen, im
Südfcldcrkoog. Nach der Einnahme einer von
dem Kanalwirt prächtig zubereiteten Erbsen
suppe besichtigten die Gäste unter Führung
des staatlichen Bauleiters Magens und des
Geschäftsführers der Arbeitsgemeinschaft An-
drescn die Baustelle.
Am Sideededè
he. Garding, 20. Mai. Diebstahl. Dem kauf
männischen Lehrling Grchm wurden aus
seiner Wohnung in der Fischerstraße 50 JUL
gestohlen. Es ist bisher noch nicht gelungen,
den Täter ausfindig zu machen.
hc. Tating, 20. Mai. Beim Spielen das Bein
gebrochen. Als die Jungen der 1. Schulklasse
in Tating während der Pause Völkerball
spielten, stieß ein Junge gegen eine Schülerin
des ersten Schuljahres, eine Tochter des
Chausseewärters Kath, so daß diese zu Fall
kam. Sie schlug mit dem Oberschenkel auf
einen Stein und trug einen Oberschenkelbruch
davon.
Am Hoedļd&stand
Neuer Einsatz der „Bugsier" für die „Adrar".
mo. Insel Sylt, 21. Mai. Die Hamburger
Bugsier-Gesellschaft will jetzt doch einen neuen
Versuch 'zur . Freimachung der „Adrar" unter
nehmen und zwar, von der Seeseite her. Zwei
Seeschlepper, „Komet" und „Athlet", trafen an
der Strandungsstelle ein, desgleichen der Leich
ter „Schalk", der mit besonderer Spül- und
Baggervorrichtung versehen ist. Ein dritter
Schlepper wird erwartet. Man will nun ver
suchen, von der Seeseite her eine Rinne zum
Dampfer herzustellen, damit der Leichter dann
mit seinen Einrichtungen ganz an das Schiff
herankommen kann, um hier freie Bahn zu
machen, die zum Einsetzen der Schlepper Vor
aussetzung ist. Da der Wind nach Nordwesten
umgesprungen ist, sind die Wasserverhältnisse
auch günstiger für den neuen Versuch.
Heidefcucr durch Eingreifen der Jugendheim-
Gäste gelöscht.
mo. Insel Sylt, 21. Mai. Bei dem Hambur
ger Jugendlager „Puan Klent" gerieten die
ausgedörrten Heide- und Düncnhalmflächen
vermutlich durch Funkenflug der Lokomotive
in Brand. Etwa 150 junge freiwillige Helfer
des Lagers, Angestellte, NSB.-Jugendliche
und Schüler griffen mit der Schaufel und an
deren Hilfsmitteln beherzt den Feuerherd au
und konnten in einstündiger Arbeit das Feuer
eindämmen, das bei der großen Trockenheit
weiten Umfang hätte annehmen können.
Eine 90jährige! Witwe Anna Thomsen in
Tinnum konnte heute in Rüstigkeit viele
Glückwünsche zum 90. Geburtstag entgegen
nehmen. Ihr Mann war Schachtmeister bei der
Sylter Baustelle des Wasserbauamtes Husum.
— In Archsum verschied Maria Andersen, eine
der ältesten Einwohnerinnen der Gemeinde.
Sie hatte eben die 93 vollendet.
Aus UoU&twesUdl, MiUtuuu-Hcuiemaesä^&H
und Utnfyeymd
Schornstein ausgebrannt.
s. Oldenbüttel, 20. Mai: Brandverhütung
ist besser als Brandvergütung. Ein besteigba
rer Schornstein des Landmannes Kögeböhn,
der winklig gebaut ist, konnte wegen vollstän
diger Verstopfung vom Schornsteinfeger nicht
mehr gereinigt werden. Unter Aufsicht der
Feuerwehr wurde derselbe nun ausgebrannt
und damit zugleich seine Dichtigkeit erprobt.
Von morgens 10 bis nachmittags 5 Uhr war
die Feuerwehr anwesend und hatte alle Vor
sichtsmaßnahmen zur Verhütung eines Bran
des bei der weichen Bedachung des Hauses
getroffen.
Schwerer Unfall beim Ringreiten,
gg. Vaasbüttel, 22. Mai. Beim Ringreitcn
am Himmelfahrtstag stieß der 27jährige land
wirtschaftliche Gehilfe Heinrich R. von hier
mit dem Kopf gegen den Balken, an dem der
Ring befestigt ist. Er zog sich eine Gehirner
schütterung sowie eine vorübergehende Läh
mung des linken Armes und Beines zu. Der
Verletzte wurde nachts mit dem Sanitätsauto
ins Rendsburger Krankenhaus gebracht.
Beim Ringreiten, das von den jungen Leu
ten in Thaden veranstaltet wurde, waren 15
Reiter am Start. Die Königswürde errang
Willy Jacobs mit den meisten Ringen. <s.)
Ein junger Koldenbütteler als Theaterschrift-
stcller.
MUtduUkeu
Hz. Koldenbüttel, 22. Mai. Vor drei Jahren
trat in Altona zum ersten Mal Johann Jo
hannsen mit seiner Laienspielschar an die Oef-
fentlichkeit und führte von ihm selbst verfaßte
plattdeutsche Theaterstücke auf. Er hatte bald
einen ziemlichen Erfolg. Jetzt ist er beauftragt
worden, für das Rosenfest 1936 in Pinneberg
ein plattdeutsches Theaterstück und für das
Elmshorner Stadtjubiläum ein Festspiel zu
schreiben. Johannsen ist der Sohn des Ober
postschaffners Ingwer Johannsen in Kolden
büttel, wurde 1910 in Langenhorn geboren,
kam aber mit den Eltern schon als kleines
Kind nach Koldenbüttel und verlebte hier
seine Jugend. Er kam dann nachAltona zur Be
rufsfeuerwehr, erlitt einen Unfall, blieb aber
nach seiner Genesung als Bote bei der Feuer
wehr und widmete sich in seiner freien Zeit der
plattdeutschen Schriftstellerei.
Ein neuer Getreidesilo wird gebaut,
eg. Flensburg, 21. Mai. An der Ostseite des
Hafens, nördlich des Kohlenlagers von Ge
brüder Petersen, soll ein neuer Getreidesilo
und Getreidespeicher errichtet werden, der ein
Fassungsvermögen von 3000 To. haben wird.
Der Bau ist von der Schleswig-Holsteinischen
Landwirtschaftlichen Genossenschaft in Kiel in
Auftrag gegeben und die Baukosten betragen
rd. 300 000 JiJl. Der Neubau ist einer Mün
chener Spezialfirma in Auftrag gegeben, doch
werden die einschlägigen Arbeiten von Flens
burger Unternehmern und Arbeitern ausge
führt. Die Arbeiten sollen demnächst in An
griff genommen werden.
Ail4îêsdsddm&i§’
Schwedischer Fürstenbesnch in Gravensteiu.
Am Dienstagvormittag traf Prinz Eugen
von Schweden, der Bruder des Königs Gustav,
auf der Durchreise von Hamburg nach Stock
holm in Gravenstein ein, um das Schloß zu
besichtigen, das seiner Großnichte, der däni
schen Kronprinzessin Ingrid, als Sommersitz
dienen soll.
Der Wiederaufbau der Düppclmühle,
die vor etwa einem Jahr abbrannte, ist nun
so weit vorgeschritten, daß an dem wieder
hergestellten steinernen Bau die Flügel an
gebracht werden konnten. Zum Pfingstfest wird
die weiße Düppelmühle wieder das gewohnte
Bild zeigen und die vielen Ausflügler grüßen,
die zu Schiff oder auf dem Landwege nach
Sonderburg fahren, um das schöne Alsen zu
besuchen.
Am DMUtnüeseke**
Beim Holzfägen tödlich verunglückt,
fp. Heide, 22. Mai. Ein tragischer Unglücks
fall ereignete sich am Mittwochvormittag in
Apeldoer bei Hennstedt. Dort wurde der 32-
jährige Arbeiter Ernst Kock beim Arbeiten an
der Kreissäge so unglücklich von einem sich
lösenden Keil am Kopf getroffen, daß eine
schwere Verletzung eintrat. Der Verunglückte
wurde mit dem Krankenauto gleich nach dem
Heider Krankenhaus gebracht und ist gegen
Mittag seinen schweren Verletzungen erlegen.
Kock war verheiratet und hinterläßt Frau und
zwei Kinder.
15 000 Hechte ausgesetzt.
Burg i. Dithm., 21. Mai. Vom Angler
sportverein wurden 15 000 Hechte in den Ge
wässern in Vaale und im Kudensee ausgesetzt.
gb. Brunsbüttelkoog, 20. Mai. Kriegsschiff
besuch. Der belgische Schulkreuzer „Zinna",
der auf der Heimreise von Dänemark gestern
den Kaiser-Wilhelm-Kanal passierte, machte in
später Abendstunde im hiesigen Hafen fest.
Heute hat die Zinna die Weiterreise an
getreten.
Ringreiten. Am Sonntag hielt der Ring-
reiterverein Pahlhude sein diesjähriges Reiten
ab. Die Königswüröe errang Willy Sie-
vers. <zp.)
Aus Hülddh,
Freie Bahn dem Tüchtigen!
Kiel, 20. Mai. Auf Anregung des Reichs
kriegsministers wird infolge der außerordent
lichen Wichtigkeit der technischen Fachschulen
für die deutsche Wehrpolitik an der Höheren
technischen Staatslehranstalt für Maschinen
wesen und Schiffbau eine Neuerung einge
führt, die vielen jungen Schlossern, Drehern,
Maschinen- und Schiffbauern usw. mit Volks
schulbildung gelegen kommen wird. Diese"
jungen Facharbeitern mit drei- bis vierjähri
ger Praxis soll durch den Besuch einer der
Höheren technischen Staatslehranstalt ange
gliederten Vorklasse die Möglichkeit gegeben
werden, ohne Aufnahmeprüfung in die unter
ste Fachklasse einzutreten. Der Besuch der Vor
klasse dauert in der Regel zwanzig Wochen-
Nach dem Uebergang in die Fachklasse kann
das fünfsemestrige Studium je nach der ge
wählten Fachrichtung im Schiffbau, Mascha
nen-, Leicht-, Kraftfahr- und Flugzeugbau
durchgeführt werden.
Der Reichs- und Preußische Minister für
Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung hat
erreicht, daß auch die Absolventen mit Volks-
schulbildung nach erfolgreichem Besuch der
Höheren Technischen Staatslehranstalt die
Laufbahn zum gehobenen mittleren technische"
Beamten in Staatsbetrieben einschlagen kön
nen. Näheres ist beim Oberstudiendirektor f>0