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. Ml V'-
urhessischen Klostcrgutes Merxhausen. Für das
^ste Mutterschaf wurde ein schlesisches Schaf aus
alten Stammzucht Kammerau erklärt. Die
esten Jungböcke stellten die ostpreußische Zucht
. àdeke, Naürau und die kurhessische Zucht Merx-
Musen, die besten Zibben die Hessen-nassauische
ächt Schuüt, Mittel-Gründow, und die ostpreußi-
Iche Herde Trakehnern"
Gute der Wolle und der Körperbau sind für die
soeurteilung der Schafe von entscheidender Bedeu-
ung. Es ist klar, daß unser Klima einer gewünsch-
Wollentwicklung nicht die entprechenden Vorbe
ugungen liefert. Insofern müssen unsere nord-
eutschen Zuchten schon naturhast schlechter ab-
lchneiden, was bereits im Vorjahr festgestellt
>vurde und den Wunsch aufkommen ließ, nach einem
anderen Bewertungsschema zu richten, bei dem die
àischleistung gesteigerte Berücksichtigung findet,
vraglos werden die schleswig - holsteinischen
^chwarzköpfe alsdann erfolgreicher gegenüber den
hochwertigen anderen Zuchtgebieten abschneiden
ioußer drei Anerkennungen erhielt nur ein Bock
aus der Zucht von I. B. Geertz, Neu.-Aug.-Koog,
^Uen 2a-Preis), zumal man im nächsten Jahr aus
^llem reicheren Quell von Ausstellungserfahrung
schöpfen kann. Man weiß mehr über den gewttnsch-
U Typ an sich und hat außerdem gewisse Hand
haben, welcher Behandlung die Wolle zu unaer-
àhen ist, um dem geforderten Befund denkbar
"atze zu kommen.
. Wir schließen unsere Betrachtung über die deut
en Hochzuchten vor ihren Richtern. Unsere Pro
vinz war leider nicht in gebührendem Ausmaß ver
beten. In München 1937 wird es sicherlich anders
lein. Erste und Siegerpeise dort einzuheimsen ist
ņicht leicht. Wer weiß das nicht! Aber wir glauben
irvtzdem, daß von schleswig-holsteinischer Züchter-
^ebeit genügend und anerkennend die Rede sein
wird. Dr. B.
nkcht ausuahmswerse unmittelbar vorn Ausland
her zur Verfügung gestellt,werden, kann ihm die
Möglichkeit zum Erwerb von den genannten Real-
Kreditinstituten gegeben werden.
In den meisten Fällen wird er sich die notwen
digen Mittel durch Aufnahme eines neuen Dar
lehens beschaffen müssen. Das Verfahren stellt sich
daher als eine Umschuldung dar. Soweit der
Schuldner in der Lage ist, den Gläubigerbanken
zertifizierte Auslandsbonds als Rückzahlung an-
zu bieten, gelten besondere Erleichterungen. Für
Hypotheken, die aus den Ausländsanleihen ande
ren als der in dem Runderlaß genannten Anleihen
begeben worden sind, hat sich die Reichsstelle für
Devisenbewirtschaftung für die Ermöglichung sol
cher Umschuldungen den Erlaß entsprechender An
ordnungen oder im Einzelfalle zu treffende Ent
scheidungen vorbehalten.
Lerliner Schlachtviehmarkt
Berlin, 22. Mai (Vorbericht) lOhne Gewähr
Mitgeteilt von der Reichsviebwertungsgeiellschait.
Es wurde gezahlt kür 80 Kg. Lebendgewicht:
Preise: Auftrieb: Verlauf:
Rinder 20-44 827 glatt
Kälber 34-82 849 glatt
Schate-.-——»—"- 18—49 3781 ziemlich glatt
Schweine 4366 glatt
S»m--ine Klasse A big E 48-4-64b, Sauen 50-4-63-4
Hamburger Schweinemarkt
Deutsche Schlachtviehmärkte
Kammernotierung Berlin am Markttage. Preise
für 1 Pfd. Lebendgewicht in M/i/, (Ohne Gewähr)
20 Mai 1936
1. Kälber ..
2. „ ..
1. Schafe...
2. „ ...
1. Schweine
2. ,
3. „
1. Sauen ...
Auftrieb und Hi
Frantlnrl/M.
67—75
59—66
57
55—56
53
Breslau
58—62
49-5/
Kälber ..
Schafe ..
Schweine
Ablösung von landwirtschaftliche»
«nd gewerblichen Hypotheken
Die Vorschriften über die Ablösung von landw.
^ud gewerblichen Hypotheken mit deutschen Aus-
ļandsbonds werden zusammengefaßt und neu ge
regelt. Die Neuregelung erstreckt sich auf Hypo-
^eken der Deutschen Rentenbank-Kreditanstalt, der
Deutschen Lanüesbankenzentrale AG. und der
sächsischen Lanöes-Pfanöbriefanstalt, die aus Mit
hin mehrerer im Ausland begebener Dollar-
Anleihen aus den Jahren 1926 bis 1928 begeben
worden sind. Diese Anleihen sind auf Grund von
Auslandsbonds dieser Banken begeben worden.
Der Kurs dieser Bonds hat durch die Einführung
^cr Devisenbewirtschaftung erhebliche Einbußen
Erlitten.
Die gegenwärtige Bewertung der Bonds bietet
şûr den Schuldner dieser Hypotheken die Möglich
keit einer günstigen Umschuldung, wenn er in der
^age ist, seine Schulden durch Hingabe solcher Aus-
kanbsbonös zu tilgen. Soweit ihm diese Bonds
Kälber ..
Schale ..
Schweine
561
82
1103
53
51—52
49
47-52
ndel au)
1285
433
4593
Slnflpri
/0—75
65—69
75-78
62-74
56V2
54—55
521/2
521/z
56
54-55
52
54
den Märkten
ruhig
schlepp.
zugeteilt
schlecht
schlecht
zugeteilt
714
maß. bei.
zugeteilt
gut
belanglos
schlecht
Der MarktSeoàchter
Am Getreidemarkt Geschäftsverlaus unverändert,
da Kaufneigung für Weizen und Roggen gleich
mäßig stark. Umsatztätigkeit nicht vergrößert. Was
an Mahliveizen und Mahlroggen verfügbar war,
wurde reibungslos vom Markt aufgenommen. Auch
die rheinischen Mühlen traten wiederum als Käu
fer am hiesigen Platz in Erscheinung. Von den klei
neren Mühlen wurde Roggen am stärksten begehrt.
— Am Futtergetreidemarkt war kontingentsfreier
Weizen und Roggen nur in sehr kleinen Mengen
zeitweise verkäuflich. Hafer dagegen stand wegen
der nicht sehr starken Kaufneigung voll ausreichend
zur Verfügung. Auch Futtergerste war genügend
umfangreich vertreten, obgleich die stärker bevorzug
ten leichten Qualitäten nicht immer in ausreichendem
Maße verfügbar waren. Dagegen waren Sommer
gersten reichlich am Platze. — Am Futtermittel-
markt blieb die ruhige Geschäftslage bestehen. Neue
Zuteilungen für den hiesigen Bezirk sind nicht er
folgt. In diesen Tagen ivirü ein Posten von 845 To.
Reisfuttermehl, der zum größten Teil für die
Provinz Schleswig-Holstein bestimmt ist, an den
hiesigen Platz gelangen. Am Ende der letzten Be
richtswoche wurden im hiesigen Bezirk 935 To.
Fischmehl zur freien Berteilnug gebracht. Oel-
kuchenmischfutter tvurde nur in besten Qualitäten
vereinzelt gehandelt. Mit Kartoffelslocken war der
Markt in den letzten Tagen stärker beschickt. Preis-
veränderungen wurden nicht vorgenommen. — Am
Hamburger Eierrllarlt setzte sich die lebhafte Grund
stimmung durch. Der stärker gewordenen Auf
nahmeneigung der Verteilerschaft standen nicht
immer die geforderten Mengen zur Verfügung, so
daß private Einlagerungen in dieser Woche nicht
vorgenommen wurden.
Sperber auf der Bogeljagd
Sonnabendnachmittag ist's. Draußen wabert die
^uft in der Sommerglut, und die Beete vor Pastors
lenster atmen betäubenden Duft aus. Im Käsig
nuf dem Fensterbrett hopsen zivei Kanarienvögel
»uf und nieder. Der Hahn läßt von Zeit zu Zeit ein
schmetterndes Liedchen hören. Der alte Herr hat die
kange Pfeife zwischen die Knie geklemmt, zieht be
dächtig große, blaue Wolken aus dem Rohr und
Aest in der Predigt, die er am nächsten Tage seiner
Ģemeinde zu halten gedenkt. Es ist diesmal keine
şunfte Predigt, denn mancherlei hat der Herr Pastor
Ai der Gemeinde auszusetzen. Da gibt es allzuviel
Trunksucht, und neulich war's sogar zu einer Schlä-
êErei gekommen. Und dann die Mädchen, die Mäö-
^En . . . Nein, diesmal ivirü er ihnen eine ordent-
ìche Philippika halten, den Lotterbuben, er wird
ihnen die Köpfe waschen, blitzen und krachen soll's
"°n der Kanzel . . .
Bumm, klirr, beng!
Der Pastor fährt auf, die Pfeife entgleitet seiner
Hand, der schöne Porzellankopf ist in Scherben. Auf
de
in Käfig aber sitzt ein grauer, gesprenkelter Vogel
>nit goldgelben Augen, fest verkrallt in das Draht-
hEflecht. Die Fensterscheibe war für den Sperber-
doch wohl etwas hart gewesen. Halb betäubt
der Räuber auf dem Vogelbauer mit aufge
zerrtem Schnabel und atmet heftig. Die Kanarien-
haben sich ängstlich in eine Ecke gedrückt. Als
^Er der Diener am Wort sich gefaßt hat und mit
^geschwungenem Pfeifenrohr zum Angriff über-
^Eht, wendet der Sperber und flattert wieder zum
üenster hinaus. Er bleibt nicht lange auf dem Zaun
Ackert, schwerfällig nimmt er sich auf und streicht
^"igsam dem nahen Walde zu.
, Auf einem Eichenast hockt nun der Terzel und er-
sich von Schreck und Anprall. Dann aber stößt
ab, ist mit schnellen, ruckenden Flügelschlägen,
hh
iiht über den Boden hinstreichend, über die Felder
äweg, gleitet jetzt in jähem Schwung zwischen den
Lachern hindurch und ist schon zwischen den Garten-
^Umen des Mühlenbauern. Eine furchtbare Auf-
êung herrscht im Garten und auf dem Hofe:
"vatzen tschilpen und kreischen durcheinander, Flü-
^ schwirren. Die Schwalben haben sich von den
hchern und den Telephondrähten aufgeschwungen
^ stoßen kreischend auf den grauen Räuber nie-
e Ct - Der aber ist neben der Hecke auf dem Boden
^gefallen, springt in das Astgewirr, klettert einem
\ht:
Hgspatzen nach, greift ihn mit dem rechten Fang,
springt wieder aus der Hecke, streicht ab und ist in
wenigen Augenblicken ivieder über Wiese und Acker
breiten fort und im Walde, wo drei hungrige Jung
sperber im alten Krähenhorst nach Atzung gieren.
Heiser klingt das „Ki-ä, ki-ä" der jungen schon
fast ausgefiederten Sperber. Jetzt dunkelt ein grau
brauner Schatten herbei, schwingt sich dicht über die
Schonung, dann in aufstrebendem Bogen zum Horst
empor. Mit einer Wachtel im Fang ist das Sper-
berweibchen bei den Kleinen und zerpflückt auf dem
Horstrand die Beute. So geht es den ganzen Tag.
Müllers Tauben müssen ihren Tribut zahlen, die
Rebhühner in der Feldmark, die Wachteln, die Hei
delerchen werden gezehntet, und wenn sich auch die
Feldlerche wie ein Stein aus der Luft fallen läßt,
um dem Sperbergriff zu entgehen, schon ist sie un
terflogen und von unten her gepackt. Unermüdlich
sind die Eltern bei der Arbeit. Manchmal locken sie
mit sanftem „Kickickickick", und noch wenn die Jun
gen einigermaßen flügge sind und schon in den
Aesten der Bäume herumturnen, rufen sie die Al
ten mit gierendem, heiserem „Ki-ä, ki-ä". Und
„Kickickickick" antworten die Eltern und bringen im
mer neue Atzung.
Endlich ist der Horst verlassen, und die ganze
Sperberbanöe treibt sich in Auen und Wäldern
herum. Sie sind gelehrige Schüler, die drei Sper
berjungen, zwei Weibchen und ein Terzel. Bald
verstehen sie es, niedrig über die Erde hinstreichend,
in schnellem, flatterndem Fluge, dann wieder ohne
Flügelschlag gleitend, plötzlich mitten im Dorf oder
im Gutsgarten zu erscheinen, wo sie ein schreckliches
Gemetzel unter den Spatzen anrichten, oder aber
zwischen d^n Baumwipfeln und in der dichtesten
Schonung des Waldes nach Heidelerchen, Mäusen
und anderem Kleingetier jagem
Ich kannte den Horst wohl und ließ ihn unbehel
ligt. Es ist eine streitbare, unfrieösame Bande, die
Sperberfamilie. Wenn der Turmfalk in eiligem
Fluge über die Schonungen hinstrich, um nach dem
Felde zu kommen und dort rüttelnd nach Mäusen
zu sehen, schoß einer der Jungsperber wohl hinter
ihm her, nicht gerade um ihn zu greifen, denn das
hätte seine Gefahren gehabt: auch der Turmfalk hat
spitze Krallen an kräftigen Griffen. Aber auf den
Schwung bringen wollte er den kleinen Rüttler.
Und das gelang ihm auch: friedlich, wie der Turm
falk nun einmal ist, riß er aus, warf sich in der Lust
herum und zeigte, daß ein spitzflügiger Falk die
Flugkünste junger Sperber nicht zu fürchten braucht.
Das Laub wurde rot, Spinngewebe flimmerten,
in kühlklarer Luft zog der Kranich, schräge Reihen
von Norögänsen strebten kakelnd und schwatzend dem
Süden zu. Die Kiebitze waren zu großen Scharen
beisammen und strebten nach wärmeren Land
strichen, und über Schild und Rohr brausten die
Scharen unzählbarer Stare. Wenn aber der Star
zu Tausenden und aber Tausenden zieht, dann hat
der Spatz Erleichterung. Er, der sonst den größten
Tribut abzugeben hat an Sperber und Merlin, kann
ein wenig aufatmen, und auch die Buchfinken
schätzen sich glücklich, daß die Stare in solchen Men
gen vorhanden, denn hier ist jetzt das Hauptjagd
revier des Sperbers. Da hockt der graue, unten
lichtgrau gefärbte, quergebänderte Vogel mit den
kalten, gelben Räuberaugen im Weidengestrüpp
oder im Geäst einer krüppeligen Kiefer am Ufer
und verfolgt mit gierigen Blicken das Auf- und
Abschwirren, das Aufbrausen und Einfallen der
unabsehbaren Starwolke. Und dann gleitet er in
reißendem Fluge über den Wiesengrund hin,
schwingt sich durch die Weiöenspitzen und über bas
Rohr, saust in die niederburrenden, kreischenden
Stare und hat schon seine Beute gepackt. Auch der
Baumfalk ist hier zur Stelle und holt sich seinen
Starmatz zum Frühstück und zur Vesperzeit. Und
wenn die Fröste stärker werden, kommt noch der
kleine, gewandte Merlin aus dem Norden hinzu
und mordet ebenso gräßlich wie Sperber und
Baumfalk. Aber es ist ja genug an Staren da, war
um sollen denn die Räuber nicht auch leben? Und
darum sieht der Gutsherr gelassen zu, wie die
Sperber und Falken unter den Staren aufräumen,
und kann doch nach Tagen und Wochen keine Ab
nahme der Scharen feststellen.
Als aber die Stare fort sind, ist auch der Baum
falk fort. Und nach ihm ziehen die beiden Wald-
sperber und das ihnen gebliebene Junge, jeder
für eigene Rechnung und Gefahr jagend. Die
Sperber vom Buchwalöe aber zigeunern noch in
der Gegend, wenn längst über den Ackerbreiten
Schnee liegt, denn Schmalhans ist noch lange nicht
Küchenmeister, und im Dorf gibt es Spatzen in
Hecken und Obststräuchern genug. Wenn dann Gold
ammern, Spatzen und durchwandernde Bergfinken
auf der Dorfstraße öurcheinanderschwirren und die
Roßäpfel nach Körnchen durchsuchen, dann ist auch
plötzlich der graugesprenkelte Mörder ivieder da,
führt unter sie, greift zu und hat manchmal in je
dem Griff einen Spatzen, denn er greift, was er
nur greifen kann, und hat nimmer genug. Dann
Eckernförder Ferkelmarkt vom 20. Mai.
Auftrieb etwa 20. Preise: 70—75 Psg. je Pfund
je nach Gewicht.
Phantasiepreise für rotes dänisches Vieh.
Der Viehzüchter Egelunö in Ryslinge (Fünen)
verkaufte dieser Tage ein vier Tage altes Stier
kalb für 7200 Kr. an den Landmann Kold in Stynö.
Kolö kaufte weiter zwei Kühe und eine Quie für
10 500 Kr. unter der Bedingung, die Hälfte des
Wertes der beiden erstgeborenen Stierkälber der
Quie dem Verkäufer zu zahlen.
Altona, den 22. Mai 1936
Preise: a55. dl 54. d2 53. «51. ck49.g154.g2-
öOkg Lbdgew Auftrieb. 1073P1069 Beobachtungstiere
iObne Gewähr) vanüet zugeteilt
Hamburger Rindermarkt vom 20. Mai
56 Rinder und 30 Beobachtungstiere. Auftrieb
wiederum an die Käufer zugeteilt. Beschaffenheit
mittel. — Trotz deS größeren Auftriebs von 1189
Schafen zogen die Preise auf der ganzen Linie an.
Da das Angebot jedoch qualitätsmäßig nicht immer
der Nachfrage für den Hamburger Marktbeöarf ge
nügte, Handel nur mittel. Markt geräumt.
Husumer Magervieh- und Schafmarkt vom 20. Mai.
Auftrieb: 226 Rinder, 605 Schafe. Es kosteten
VA— 2\äi)x- Ochsen u. Quien 2. Qual. 300—350,
Fehrkühe, jüngere, 1. Qual. 880—410, 2. Qual.
810—350: Fehrkühe, ältere, 1. Qual. 350—380, 2.
Qual. 240—320: ^—Ijähriges Jungvieh 120—180;
Kalbkühe 2. Qual. 380—440, Kalbquien 2. Qual.
330—360; Schafe mit 1 Lamm 75—85; Schafe mit
2 Lämmern 95—110; Graslämmer 24—27; jährige
Schafe 44—48 MM. Rinder langsam, Schafe lang
sam.
Kieler Schlachtviehmarkt vom 20. Mai
112 Rinder von guter Beschaffenheit. Preise fest,
auch e- und d-Tiere unverändert. Markt flott ge
räumt. An Kälbern waren dem Schlachthof 204
Stück zugeführt ivorden. Beschaffenheit unverän
dert. Notiz zog leicht an. — Aus dem Schafmarkt
7 Tiere. Handel belanglos. — Die am 19. zugeführ
ten 1533 Schweine in der Beschaffenheit besser, zu
Festpreisen verteilt.
Butter-Wochenbericht.
Trotz der wachsenden Anlieferungen bleibt die
Nachfrage anhaltend flott, so daß sich auch keine
Bestände ansammeln. Selbstverständlich wird sich
das Bild noch im Laufe der nächsten Wochen än
dern, aber auch dann wird die Butter aufgenom
men werden. Auch an den ausländischen Plätzen
ist die Produktionszunahme recht beträchtlich, ins
besondere in Dänemark. Trotz der großen Eingän
ge aber hat plötzlich eine Häufle eingesetzt, die auf
die äußerst rege Nachfrage von England zurückzu
führen ist. Ob die jetzige Hausse von Dauer sein
wird, wird verschiedentlich bezweifelt, zumal das
nunmehr erreichte Niveau für Spekulationszweck?
keinesfalls günstig erscheint.
Lübecker Schlachtviehmarkt vom 19. Mai
878 Schweine, 153 Kälber, 16 Schafe. Infolge des
geringen Bedarfs an Schiveinen Austrieb um etwa
120 Tiere niedriger. Beschaffenheit gut, zugeteilt.
Die Kälber entsprachen mengenmäßig dem Bedarf.
Geringe Kälber knapp, gute Tiere gegenüber der
Nachfrage reichlich. Aus diesem Grunde mußten
die Preise der a- bis e-Klassen um 2 MM nachge
ben, während sie sich in der d-Klafle behaupten
konnten. Bei ruhigem Handel Markt geräumt.
ZMml-F§rkàarķî
feet Jkcmtij §chleslmg-HŞm
am Mittwoch, dem 20. Mai 1936.
tu der städtttchen titehmarktballe zu Rendsburg
Die Zufuhr zum heutigen Markt betrug 461 Stück
gegen 571 Stück in der Vorwoche, mithin eine
Minderzufuhr von 90 Stück. Es wurden gezahlt für
schwere Ware (20—25 Kg.) 0,67—0,70 MM
mittelschwere Ware (15—20 Kg.) 0,70—0,74 MM
leichte Ware (12)4—15 Kg.) 0,74—0,78 MM
für A Kg. Lebendgewicht. Für allerbeste Ferkel
wurde auch über Notiz, für abfallende Ware auch
unter Notiz bezahlt. Jungschweine (über 26 Kg.)
waren nur wenige am Markt.
Zum heutigen Zentralferkelmarkt war die Zufuhr
etwas geringer als in der -Vorwoche. Der Handel
war mittelmäßig, der Markt wurde langsam ge
räumt.
Ausgeführt wurden, soweit wir feststellen konnten,
größere und kleinere Partien nach Nübbel, Erfde,
Westerrönfeld, Pollhorn, Nortorf, Vöhnhusen, Neu
münster, Bad Bramsteöt, Horst, Elmshorn, Kremper-
heiöe, Äuntenhof bei Krempe, Süderau, Melöorf.
Fette Schweine waren nicht am Markt. Für ge
lieferte fette Schweine iveröen 43—51 Pfg. für A Kg.
Lebendgewicht gezahlt.
Die Zahl der dem Kälbermarkt zugeführten
Tiere betrug 10 Stück gegen 8 Stück in der Vor
woche. Es wurden gezahlt für nüchterne Kälber 25
bis 30 Pfg., für Fresser 30—35 Pfg., für ältere
Kälber bis 50 Pfg. bas A Kg. Lebendgewicht.
kommen die Haubenlerchen und müssen an den
Griff des Merlins und an die Kralle des Sperbers
glauben, und es gibt Unfrieö ohne Ende, selbst,
als der Frost in den bereiften Bäumen liegt, als
schon das Eis auf den Seen kracht und die nordische
Sperbereule auf dem Grenzpfahle in der Feldmark
hockt und mit selben Glitzeraugen nach Mäusen
späht. Längst sind sie alle fort: Mäusebuflard und
Milan, Turmfalk und Baumfalk, Kornweih und
Rohrweih, längst ist der nordische Rauchfußbussard
ins Land gekommen und zieht über vereisten und
verschneiten Fluren seine Kreise; da jagen noch im
mer die Sperber von Buchwalde, heute in des Mül
lers Garten, morgen auf dem Hof des Ochsen
bauern und- übermorgen in den Parkhecken des
Gutes. Denn überall schwirrt es, und überall
klingt der zänkische Spatzenruf „Tschilp, tschilp,
tschilp" und der sanfte Lockton der Ammern.
Wetteraussichten für Sonnabend, den 23. Mai, in
Nordwestdentschiaud: Mäßige, zeitweise frische
Winde aus Süöwest bis Nordwest, Bewölkungs
zunahme, Uebergang zu Niedechchlügen, mäßig
warm.
m-WMS
A