Full text: Newspaper volume (1936, Bd. 2)

MààWàMà 
. Ml V'- 
urhessischen Klostcrgutes Merxhausen. Für das 
^ste Mutterschaf wurde ein schlesisches Schaf aus 
alten Stammzucht Kammerau erklärt. Die 
esten Jungböcke stellten die ostpreußische Zucht 
. àdeke, Naürau und die kurhessische Zucht Merx- 
Musen, die besten Zibben die Hessen-nassauische 
ächt Schuüt, Mittel-Gründow, und die ostpreußi- 
Iche Herde Trakehnern" 
Gute der Wolle und der Körperbau sind für die 
soeurteilung der Schafe von entscheidender Bedeu- 
ung. Es ist klar, daß unser Klima einer gewünsch- 
Wollentwicklung nicht die entprechenden Vorbe 
ugungen liefert. Insofern müssen unsere nord- 
eutschen Zuchten schon naturhast schlechter ab- 
lchneiden, was bereits im Vorjahr festgestellt 
>vurde und den Wunsch aufkommen ließ, nach einem 
anderen Bewertungsschema zu richten, bei dem die 
àischleistung gesteigerte Berücksichtigung findet, 
vraglos werden die schleswig - holsteinischen 
^chwarzköpfe alsdann erfolgreicher gegenüber den 
hochwertigen anderen Zuchtgebieten abschneiden 
ioußer drei Anerkennungen erhielt nur ein Bock 
aus der Zucht von I. B. Geertz, Neu.-Aug.-Koog, 
^Uen 2a-Preis), zumal man im nächsten Jahr aus 
^llem reicheren Quell von Ausstellungserfahrung 
schöpfen kann. Man weiß mehr über den gewttnsch- 
U Typ an sich und hat außerdem gewisse Hand 
haben, welcher Behandlung die Wolle zu unaer- 
àhen ist, um dem geforderten Befund denkbar 
"atze zu kommen. 
. Wir schließen unsere Betrachtung über die deut 
en Hochzuchten vor ihren Richtern. Unsere Pro 
vinz war leider nicht in gebührendem Ausmaß ver 
beten. In München 1937 wird es sicherlich anders 
lein. Erste und Siegerpeise dort einzuheimsen ist 
ņicht leicht. Wer weiß das nicht! Aber wir glauben 
irvtzdem, daß von schleswig-holsteinischer Züchter- 
^ebeit genügend und anerkennend die Rede sein 
wird. Dr. B. 
nkcht ausuahmswerse unmittelbar vorn Ausland 
her zur Verfügung gestellt,werden, kann ihm die 
Möglichkeit zum Erwerb von den genannten Real- 
Kreditinstituten gegeben werden. 
In den meisten Fällen wird er sich die notwen 
digen Mittel durch Aufnahme eines neuen Dar 
lehens beschaffen müssen. Das Verfahren stellt sich 
daher als eine Umschuldung dar. Soweit der 
Schuldner in der Lage ist, den Gläubigerbanken 
zertifizierte Auslandsbonds als Rückzahlung an- 
zu bieten, gelten besondere Erleichterungen. Für 
Hypotheken, die aus den Ausländsanleihen ande 
ren als der in dem Runderlaß genannten Anleihen 
begeben worden sind, hat sich die Reichsstelle für 
Devisenbewirtschaftung für die Ermöglichung sol 
cher Umschuldungen den Erlaß entsprechender An 
ordnungen oder im Einzelfalle zu treffende Ent 
scheidungen vorbehalten. 
Lerliner Schlachtviehmarkt 
Berlin, 22. Mai (Vorbericht) lOhne Gewähr 
Mitgeteilt von der Reichsviebwertungsgeiellschait. 
Es wurde gezahlt kür 80 Kg. Lebendgewicht: 
Preise: Auftrieb: Verlauf: 
Rinder 20-44 827 glatt 
Kälber 34-82 849 glatt 
Schate-.-——»—"- 18—49 3781 ziemlich glatt 
Schweine 4366 glatt 
S»m--ine Klasse A big E 48-4-64b, Sauen 50-4-63-4 
Hamburger Schweinemarkt 
Deutsche Schlachtviehmärkte 
Kammernotierung Berlin am Markttage. Preise 
für 1 Pfd. Lebendgewicht in M/i/, (Ohne Gewähr) 
20 Mai 1936 
1. Kälber .. 
2. „ .. 
1. Schafe... 
2. „ ... 
1. Schweine 
2. , 
3. „ 
1. Sauen ... 
Auftrieb und Hi 
Frantlnrl/M. 
67—75 
59—66 
57 
55—56 
53 
Breslau 
58—62 
49-5/ 
Kälber .. 
Schafe .. 
Schweine 
Ablösung von landwirtschaftliche» 
«nd gewerblichen Hypotheken 
Die Vorschriften über die Ablösung von landw. 
^ud gewerblichen Hypotheken mit deutschen Aus- 
ļandsbonds werden zusammengefaßt und neu ge 
regelt. Die Neuregelung erstreckt sich auf Hypo- 
^eken der Deutschen Rentenbank-Kreditanstalt, der 
Deutschen Lanüesbankenzentrale AG. und der 
sächsischen Lanöes-Pfanöbriefanstalt, die aus Mit 
hin mehrerer im Ausland begebener Dollar- 
Anleihen aus den Jahren 1926 bis 1928 begeben 
worden sind. Diese Anleihen sind auf Grund von 
Auslandsbonds dieser Banken begeben worden. 
Der Kurs dieser Bonds hat durch die Einführung 
^cr Devisenbewirtschaftung erhebliche Einbußen 
Erlitten. 
Die gegenwärtige Bewertung der Bonds bietet 
şûr den Schuldner dieser Hypotheken die Möglich 
keit einer günstigen Umschuldung, wenn er in der 
^age ist, seine Schulden durch Hingabe solcher Aus- 
kanbsbonös zu tilgen. Soweit ihm diese Bonds 
Kälber .. 
Schale .. 
Schweine 
561 
82 
1103 
53 
51—52 
49 
47-52 
ndel au) 
1285 
433 
4593 
Slnflpri 
/0—75 
65—69 
75-78 
62-74 
56V2 
54—55 
521/2 
521/z 
56 
54-55 
52 
54 
den Märkten 
ruhig 
schlepp. 
zugeteilt 
schlecht 
schlecht 
zugeteilt 
714 
maß. bei. 
zugeteilt 
gut 
belanglos 
schlecht 
Der MarktSeoàchter 
Am Getreidemarkt Geschäftsverlaus unverändert, 
da Kaufneigung für Weizen und Roggen gleich 
mäßig stark. Umsatztätigkeit nicht vergrößert. Was 
an Mahliveizen und Mahlroggen verfügbar war, 
wurde reibungslos vom Markt aufgenommen. Auch 
die rheinischen Mühlen traten wiederum als Käu 
fer am hiesigen Platz in Erscheinung. Von den klei 
neren Mühlen wurde Roggen am stärksten begehrt. 
— Am Futtergetreidemarkt war kontingentsfreier 
Weizen und Roggen nur in sehr kleinen Mengen 
zeitweise verkäuflich. Hafer dagegen stand wegen 
der nicht sehr starken Kaufneigung voll ausreichend 
zur Verfügung. Auch Futtergerste war genügend 
umfangreich vertreten, obgleich die stärker bevorzug 
ten leichten Qualitäten nicht immer in ausreichendem 
Maße verfügbar waren. Dagegen waren Sommer 
gersten reichlich am Platze. — Am Futtermittel- 
markt blieb die ruhige Geschäftslage bestehen. Neue 
Zuteilungen für den hiesigen Bezirk sind nicht er 
folgt. In diesen Tagen ivirü ein Posten von 845 To. 
Reisfuttermehl, der zum größten Teil für die 
Provinz Schleswig-Holstein bestimmt ist, an den 
hiesigen Platz gelangen. Am Ende der letzten Be 
richtswoche wurden im hiesigen Bezirk 935 To. 
Fischmehl zur freien Berteilnug gebracht. Oel- 
kuchenmischfutter tvurde nur in besten Qualitäten 
vereinzelt gehandelt. Mit Kartoffelslocken war der 
Markt in den letzten Tagen stärker beschickt. Preis- 
veränderungen wurden nicht vorgenommen. — Am 
Hamburger Eierrllarlt setzte sich die lebhafte Grund 
stimmung durch. Der stärker gewordenen Auf 
nahmeneigung der Verteilerschaft standen nicht 
immer die geforderten Mengen zur Verfügung, so 
daß private Einlagerungen in dieser Woche nicht 
vorgenommen wurden. 
Sperber auf der Bogeljagd 
Sonnabendnachmittag ist's. Draußen wabert die 
^uft in der Sommerglut, und die Beete vor Pastors 
lenster atmen betäubenden Duft aus. Im Käsig 
nuf dem Fensterbrett hopsen zivei Kanarienvögel 
»uf und nieder. Der Hahn läßt von Zeit zu Zeit ein 
schmetterndes Liedchen hören. Der alte Herr hat die 
kange Pfeife zwischen die Knie geklemmt, zieht be 
dächtig große, blaue Wolken aus dem Rohr und 
Aest in der Predigt, die er am nächsten Tage seiner 
Ģemeinde zu halten gedenkt. Es ist diesmal keine 
şunfte Predigt, denn mancherlei hat der Herr Pastor 
Ai der Gemeinde auszusetzen. Da gibt es allzuviel 
Trunksucht, und neulich war's sogar zu einer Schlä- 
êErei gekommen. Und dann die Mädchen, die Mäö- 
^En . . . Nein, diesmal ivirü er ihnen eine ordent- 
ìche Philippika halten, den Lotterbuben, er wird 
ihnen die Köpfe waschen, blitzen und krachen soll's 
"°n der Kanzel . . . 
Bumm, klirr, beng! 
Der Pastor fährt auf, die Pfeife entgleitet seiner 
Hand, der schöne Porzellankopf ist in Scherben. Auf 
de 
in Käfig aber sitzt ein grauer, gesprenkelter Vogel 
>nit goldgelben Augen, fest verkrallt in das Draht- 
hEflecht. Die Fensterscheibe war für den Sperber- 
doch wohl etwas hart gewesen. Halb betäubt 
der Räuber auf dem Vogelbauer mit aufge 
zerrtem Schnabel und atmet heftig. Die Kanarien- 
haben sich ängstlich in eine Ecke gedrückt. Als 
^Er der Diener am Wort sich gefaßt hat und mit 
^geschwungenem Pfeifenrohr zum Angriff über- 
^Eht, wendet der Sperber und flattert wieder zum 
üenster hinaus. Er bleibt nicht lange auf dem Zaun 
Ackert, schwerfällig nimmt er sich auf und streicht 
^"igsam dem nahen Walde zu. 
, Auf einem Eichenast hockt nun der Terzel und er- 
sich von Schreck und Anprall. Dann aber stößt 
ab, ist mit schnellen, ruckenden Flügelschlägen, 
hh 
iiht über den Boden hinstreichend, über die Felder 
äweg, gleitet jetzt in jähem Schwung zwischen den 
Lachern hindurch und ist schon zwischen den Garten- 
^Umen des Mühlenbauern. Eine furchtbare Auf- 
êung herrscht im Garten und auf dem Hofe: 
"vatzen tschilpen und kreischen durcheinander, Flü- 
^ schwirren. Die Schwalben haben sich von den 
hchern und den Telephondrähten aufgeschwungen 
^ stoßen kreischend auf den grauen Räuber nie- 
e Ct - Der aber ist neben der Hecke auf dem Boden 
^gefallen, springt in das Astgewirr, klettert einem 
\ht: 
Hgspatzen nach, greift ihn mit dem rechten Fang, 
springt wieder aus der Hecke, streicht ab und ist in 
wenigen Augenblicken ivieder über Wiese und Acker 
breiten fort und im Walde, wo drei hungrige Jung 
sperber im alten Krähenhorst nach Atzung gieren. 
Heiser klingt das „Ki-ä, ki-ä" der jungen schon 
fast ausgefiederten Sperber. Jetzt dunkelt ein grau 
brauner Schatten herbei, schwingt sich dicht über die 
Schonung, dann in aufstrebendem Bogen zum Horst 
empor. Mit einer Wachtel im Fang ist das Sper- 
berweibchen bei den Kleinen und zerpflückt auf dem 
Horstrand die Beute. So geht es den ganzen Tag. 
Müllers Tauben müssen ihren Tribut zahlen, die 
Rebhühner in der Feldmark, die Wachteln, die Hei 
delerchen werden gezehntet, und wenn sich auch die 
Feldlerche wie ein Stein aus der Luft fallen läßt, 
um dem Sperbergriff zu entgehen, schon ist sie un 
terflogen und von unten her gepackt. Unermüdlich 
sind die Eltern bei der Arbeit. Manchmal locken sie 
mit sanftem „Kickickickick", und noch wenn die Jun 
gen einigermaßen flügge sind und schon in den 
Aesten der Bäume herumturnen, rufen sie die Al 
ten mit gierendem, heiserem „Ki-ä, ki-ä". Und 
„Kickickickick" antworten die Eltern und bringen im 
mer neue Atzung. 
Endlich ist der Horst verlassen, und die ganze 
Sperberbanöe treibt sich in Auen und Wäldern 
herum. Sie sind gelehrige Schüler, die drei Sper 
berjungen, zwei Weibchen und ein Terzel. Bald 
verstehen sie es, niedrig über die Erde hinstreichend, 
in schnellem, flatterndem Fluge, dann wieder ohne 
Flügelschlag gleitend, plötzlich mitten im Dorf oder 
im Gutsgarten zu erscheinen, wo sie ein schreckliches 
Gemetzel unter den Spatzen anrichten, oder aber 
zwischen d^n Baumwipfeln und in der dichtesten 
Schonung des Waldes nach Heidelerchen, Mäusen 
und anderem Kleingetier jagem 
Ich kannte den Horst wohl und ließ ihn unbehel 
ligt. Es ist eine streitbare, unfrieösame Bande, die 
Sperberfamilie. Wenn der Turmfalk in eiligem 
Fluge über die Schonungen hinstrich, um nach dem 
Felde zu kommen und dort rüttelnd nach Mäusen 
zu sehen, schoß einer der Jungsperber wohl hinter 
ihm her, nicht gerade um ihn zu greifen, denn das 
hätte seine Gefahren gehabt: auch der Turmfalk hat 
spitze Krallen an kräftigen Griffen. Aber auf den 
Schwung bringen wollte er den kleinen Rüttler. 
Und das gelang ihm auch: friedlich, wie der Turm 
falk nun einmal ist, riß er aus, warf sich in der Lust 
herum und zeigte, daß ein spitzflügiger Falk die 
Flugkünste junger Sperber nicht zu fürchten braucht. 
Das Laub wurde rot, Spinngewebe flimmerten, 
in kühlklarer Luft zog der Kranich, schräge Reihen 
von Norögänsen strebten kakelnd und schwatzend dem 
Süden zu. Die Kiebitze waren zu großen Scharen 
beisammen und strebten nach wärmeren Land 
strichen, und über Schild und Rohr brausten die 
Scharen unzählbarer Stare. Wenn aber der Star 
zu Tausenden und aber Tausenden zieht, dann hat 
der Spatz Erleichterung. Er, der sonst den größten 
Tribut abzugeben hat an Sperber und Merlin, kann 
ein wenig aufatmen, und auch die Buchfinken 
schätzen sich glücklich, daß die Stare in solchen Men 
gen vorhanden, denn hier ist jetzt das Hauptjagd 
revier des Sperbers. Da hockt der graue, unten 
lichtgrau gefärbte, quergebänderte Vogel mit den 
kalten, gelben Räuberaugen im Weidengestrüpp 
oder im Geäst einer krüppeligen Kiefer am Ufer 
und verfolgt mit gierigen Blicken das Auf- und 
Abschwirren, das Aufbrausen und Einfallen der 
unabsehbaren Starwolke. Und dann gleitet er in 
reißendem Fluge über den Wiesengrund hin, 
schwingt sich durch die Weiöenspitzen und über bas 
Rohr, saust in die niederburrenden, kreischenden 
Stare und hat schon seine Beute gepackt. Auch der 
Baumfalk ist hier zur Stelle und holt sich seinen 
Starmatz zum Frühstück und zur Vesperzeit. Und 
wenn die Fröste stärker werden, kommt noch der 
kleine, gewandte Merlin aus dem Norden hinzu 
und mordet ebenso gräßlich wie Sperber und 
Baumfalk. Aber es ist ja genug an Staren da, war 
um sollen denn die Räuber nicht auch leben? Und 
darum sieht der Gutsherr gelassen zu, wie die 
Sperber und Falken unter den Staren aufräumen, 
und kann doch nach Tagen und Wochen keine Ab 
nahme der Scharen feststellen. 
Als aber die Stare fort sind, ist auch der Baum 
falk fort. Und nach ihm ziehen die beiden Wald- 
sperber und das ihnen gebliebene Junge, jeder 
für eigene Rechnung und Gefahr jagend. Die 
Sperber vom Buchwalöe aber zigeunern noch in 
der Gegend, wenn längst über den Ackerbreiten 
Schnee liegt, denn Schmalhans ist noch lange nicht 
Küchenmeister, und im Dorf gibt es Spatzen in 
Hecken und Obststräuchern genug. Wenn dann Gold 
ammern, Spatzen und durchwandernde Bergfinken 
auf der Dorfstraße öurcheinanderschwirren und die 
Roßäpfel nach Körnchen durchsuchen, dann ist auch 
plötzlich der graugesprenkelte Mörder ivieder da, 
führt unter sie, greift zu und hat manchmal in je 
dem Griff einen Spatzen, denn er greift, was er 
nur greifen kann, und hat nimmer genug. Dann 
Eckernförder Ferkelmarkt vom 20. Mai. 
Auftrieb etwa 20. Preise: 70—75 Psg. je Pfund 
je nach Gewicht. 
Phantasiepreise für rotes dänisches Vieh. 
Der Viehzüchter Egelunö in Ryslinge (Fünen) 
verkaufte dieser Tage ein vier Tage altes Stier 
kalb für 7200 Kr. an den Landmann Kold in Stynö. 
Kolö kaufte weiter zwei Kühe und eine Quie für 
10 500 Kr. unter der Bedingung, die Hälfte des 
Wertes der beiden erstgeborenen Stierkälber der 
Quie dem Verkäufer zu zahlen. 
Altona, den 22. Mai 1936 
Preise: a55. dl 54. d2 53. «51. ck49.g154.g2- 
öOkg Lbdgew Auftrieb. 1073P1069 Beobachtungstiere 
iObne Gewähr) vanüet zugeteilt 
Hamburger Rindermarkt vom 20. Mai 
56 Rinder und 30 Beobachtungstiere. Auftrieb 
wiederum an die Käufer zugeteilt. Beschaffenheit 
mittel. — Trotz deS größeren Auftriebs von 1189 
Schafen zogen die Preise auf der ganzen Linie an. 
Da das Angebot jedoch qualitätsmäßig nicht immer 
der Nachfrage für den Hamburger Marktbeöarf ge 
nügte, Handel nur mittel. Markt geräumt. 
Husumer Magervieh- und Schafmarkt vom 20. Mai. 
Auftrieb: 226 Rinder, 605 Schafe. Es kosteten 
VA— 2\äi)x- Ochsen u. Quien 2. Qual. 300—350, 
Fehrkühe, jüngere, 1. Qual. 880—410, 2. Qual. 
810—350: Fehrkühe, ältere, 1. Qual. 350—380, 2. 
Qual. 240—320: ^—Ijähriges Jungvieh 120—180; 
Kalbkühe 2. Qual. 380—440, Kalbquien 2. Qual. 
330—360; Schafe mit 1 Lamm 75—85; Schafe mit 
2 Lämmern 95—110; Graslämmer 24—27; jährige 
Schafe 44—48 MM. Rinder langsam, Schafe lang 
sam. 
Kieler Schlachtviehmarkt vom 20. Mai 
112 Rinder von guter Beschaffenheit. Preise fest, 
auch e- und d-Tiere unverändert. Markt flott ge 
räumt. An Kälbern waren dem Schlachthof 204 
Stück zugeführt ivorden. Beschaffenheit unverän 
dert. Notiz zog leicht an. — Aus dem Schafmarkt 
7 Tiere. Handel belanglos. — Die am 19. zugeführ 
ten 1533 Schweine in der Beschaffenheit besser, zu 
Festpreisen verteilt. 
Butter-Wochenbericht. 
Trotz der wachsenden Anlieferungen bleibt die 
Nachfrage anhaltend flott, so daß sich auch keine 
Bestände ansammeln. Selbstverständlich wird sich 
das Bild noch im Laufe der nächsten Wochen än 
dern, aber auch dann wird die Butter aufgenom 
men werden. Auch an den ausländischen Plätzen 
ist die Produktionszunahme recht beträchtlich, ins 
besondere in Dänemark. Trotz der großen Eingän 
ge aber hat plötzlich eine Häufle eingesetzt, die auf 
die äußerst rege Nachfrage von England zurückzu 
führen ist. Ob die jetzige Hausse von Dauer sein 
wird, wird verschiedentlich bezweifelt, zumal das 
nunmehr erreichte Niveau für Spekulationszweck? 
keinesfalls günstig erscheint. 
Lübecker Schlachtviehmarkt vom 19. Mai 
878 Schweine, 153 Kälber, 16 Schafe. Infolge des 
geringen Bedarfs an Schiveinen Austrieb um etwa 
120 Tiere niedriger. Beschaffenheit gut, zugeteilt. 
Die Kälber entsprachen mengenmäßig dem Bedarf. 
Geringe Kälber knapp, gute Tiere gegenüber der 
Nachfrage reichlich. Aus diesem Grunde mußten 
die Preise der a- bis e-Klassen um 2 MM nachge 
ben, während sie sich in der d-Klafle behaupten 
konnten. Bei ruhigem Handel Markt geräumt. 
ZMml-F§rkàarķî 
feet Jkcmtij §chleslmg-HŞm 
am Mittwoch, dem 20. Mai 1936. 
tu der städtttchen titehmarktballe zu Rendsburg 
Die Zufuhr zum heutigen Markt betrug 461 Stück 
gegen 571 Stück in der Vorwoche, mithin eine 
Minderzufuhr von 90 Stück. Es wurden gezahlt für 
schwere Ware (20—25 Kg.) 0,67—0,70 MM 
mittelschwere Ware (15—20 Kg.) 0,70—0,74 MM 
leichte Ware (12)4—15 Kg.) 0,74—0,78 MM 
für A Kg. Lebendgewicht. Für allerbeste Ferkel 
wurde auch über Notiz, für abfallende Ware auch 
unter Notiz bezahlt. Jungschweine (über 26 Kg.) 
waren nur wenige am Markt. 
Zum heutigen Zentralferkelmarkt war die Zufuhr 
etwas geringer als in der -Vorwoche. Der Handel 
war mittelmäßig, der Markt wurde langsam ge 
räumt. 
Ausgeführt wurden, soweit wir feststellen konnten, 
größere und kleinere Partien nach Nübbel, Erfde, 
Westerrönfeld, Pollhorn, Nortorf, Vöhnhusen, Neu 
münster, Bad Bramsteöt, Horst, Elmshorn, Kremper- 
heiöe, Äuntenhof bei Krempe, Süderau, Melöorf. 
Fette Schweine waren nicht am Markt. Für ge 
lieferte fette Schweine iveröen 43—51 Pfg. für A Kg. 
Lebendgewicht gezahlt. 
Die Zahl der dem Kälbermarkt zugeführten 
Tiere betrug 10 Stück gegen 8 Stück in der Vor 
woche. Es wurden gezahlt für nüchterne Kälber 25 
bis 30 Pfg., für Fresser 30—35 Pfg., für ältere 
Kälber bis 50 Pfg. bas A Kg. Lebendgewicht. 
kommen die Haubenlerchen und müssen an den 
Griff des Merlins und an die Kralle des Sperbers 
glauben, und es gibt Unfrieö ohne Ende, selbst, 
als der Frost in den bereiften Bäumen liegt, als 
schon das Eis auf den Seen kracht und die nordische 
Sperbereule auf dem Grenzpfahle in der Feldmark 
hockt und mit selben Glitzeraugen nach Mäusen 
späht. Längst sind sie alle fort: Mäusebuflard und 
Milan, Turmfalk und Baumfalk, Kornweih und 
Rohrweih, längst ist der nordische Rauchfußbussard 
ins Land gekommen und zieht über vereisten und 
verschneiten Fluren seine Kreise; da jagen noch im 
mer die Sperber von Buchwalde, heute in des Mül 
lers Garten, morgen auf dem Hof des Ochsen 
bauern und- übermorgen in den Parkhecken des 
Gutes. Denn überall schwirrt es, und überall 
klingt der zänkische Spatzenruf „Tschilp, tschilp, 
tschilp" und der sanfte Lockton der Ammern. 
Wetteraussichten für Sonnabend, den 23. Mai, in 
Nordwestdentschiaud: Mäßige, zeitweise frische 
Winde aus Süöwest bis Nordwest, Bewölkungs 
zunahme, Uebergang zu Niedechchlügen, mäßig 
warm. 
m-WMS 
A
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.