Full text: Newspaper volume (1936, Bd. 2)

Außenministers Paul Boncour ist die Auswei 
sung für Frankreich „unannehmbar". 
Fügen wir noch hinzu, daß am 16. Juni in 
Genf die Entscheidung über die Sanktionen 
fallen muß. Bleiben sie unverändert bestehen, 
so tritt Italien aus dem Völkerbund aus und 
dessen schattenhaftes Dasein dürfte dann das 
längstverdiente Ende finden. Werden sie aufge 
hoben, so ist die öffentliche Bloßstellung des 
Völkerbundes so stark, daß er erst recht keine 
Existenzberechtigung mehr hat. 
Wie schon auf dem Höhepunkt des Mittel 
meerkonfliktes, ist auch jetzt wieder der König 
von Belgien in London eingetroffen, der be 
kanntlich auf Grund seiner verwandtschaft 
lichen Beziehungen zum italienischen und zum 
englischen Königshaus schon einmal sich für 
Vermittlungsversuche bereitfanö. 
Es zeugt zweifellos von dem Kraftbewußt 
sein und der Selbstsicherheit Englands, wenn 
es sich nicht scheut, die nun endgültig beschlos 
sene Kabinettsumbildung inmitten dieses viel 
seitigen Knäuels von Konflikten vorzuneh 
men, obwohl ja streng genommen die Regie 
rungsumbildung selbst wiederum ein kleines 
Bündel von Konflikten darstellt. Die Londoner 
Kabinettsumbildung wird nun in den Pfingst- 
ferien vor sich gehen. Dabei ist die einzige noch 
offene Frage die, ob Baldwin, der sich ja den 
Zeitpunkt seines Rücktritts ausdrücklich selbst 
vorbehalten hat, schon jetzt dem bisherigen 
Schatzkanzler Neville Chamberlain Platz macht 
oder erst nach der Königskrönung im kommen 
den Jahr. 
Formell 
sind die Italiener durchaus im Recht, wenn 
sie dem in Djibouti, also nur für diese fran 
zösische Kolonie beglaubigten englischen Kon 
sul die Einreise nach Abessinien verweigern; 
denn nach internationalem Recht ist ein Kon 
sul außerhalb seines Beglaubigungsgebietes 
Privatmann wie jeder andere. Nichtsdesto 
weniger ist die italienische Maßnahme gerade 
in diesem Augenblick und im Zusammenhang 
mit dem englisch-italienischen Konflikt natür 
lich wieder Del ins englische Feuer. Insofern 
steht sie in einem schwer lösbaren Wider 
spruch zu den italienischen Bemühungen um 
ein halbwegs erträgliches Berkehrsverhältnis 
mit England. Die italienische Regierung selbst 
ist dabei in der Lage, eine etwaige englische 
Beschwerde an die zuständige italienische Be- 
satzungsbehöröe in Addis Abeba zu verweisen, 
in deren freies Ermessen die Entscheidung 
über die Einreiseerlaubnis gestellt ist. 
Inzwischen ist übrigens der lächerliche Fall 
eingetreten, den wir vor einigen Tagen be 
reits ankündigten: die Eisenbahn des Sank 
tionslandes Frankreich befördert bereits Mas 
sengüter für das italienische Heer von Djibouti 
nach Addis Abeba, durchbricht also praktisch die 
Sanktionen! Aber längs der Bahn stehen ita 
lienische Truppen — als Bahnschutz natürlich. 
Marquis de stolignac 
hat es gar nicht nötig, der deutschen Vorberei 
tung der Olympischen Spiele derartig unein 
geschränkte Anerkennung auszusprechen, wie 
er es soeben getan hat, — wenn er nicht will, 
d. h. wenn er nicht durch die Tatsachen, die er 
an Ort und Stelle zur Kenntnis genommen 
hat, direkt zwingend beeindruckt ist. Und das 
will immerhin etwas heißen, wenn man be 
denkt, daß der Franzose als langjährig ge 
schulter Fachmann ein sehr maßgebliches Ur 
teil hat und nach den Zurüstungen und dem 
Aufgebot gerade bei den beiden letzten olym 
pischen Veranstaltungen von 1928 und 1932 
natürlich in gewisser Weise „verwöhnt" ist. 
Umso höher ist seine Bewertung der deutschen 
Vorbereitungen und seine Stellungnahme ge 
gen die Sabotageversuche der internationalen 
politischen Unterwelt zu begrüßen. 
Marxistische Ausschreilungen 
in einem norwegischen SüAchen. 
, DNB. Oslo, 22. Mai. Das norwegische 
Städtchen Gjoevik war Donnerstag abend und 
in der Nacht zum Freitag der Schauplatz mar 
xistischer Ausschreitungen. 
Die Nasjonal Sämling hatte für Donners 
tag nachmittag eine Versammlung auf dem 
Marktplatz des Städtchens einberufen. Kaum 
hatte der erste Redner das Wort ergriffen, als 
von marxistischer Seite ein Angriff erfolgte 
und ein dichter Steinhagel über die Versamm 
lung niederging. Die aus sieben Mann beste 
hende Ortspolizei, die unbewaffnet ist, war 
vollständig machtlos. Sie mußte Hilfe erbitten 
von der bewaffneten Staatspolizei in Oslo, 
die endlich spät in der Nacht eintraf. Bis da 
hin wurden die Mitglieder der Nasjonal 
Sämling sechs Stunden belagert und ständig 
von den immer wieder von neuem vorgehen 
den Marxisten angegriffen. 
Erst das Eingreifen der Staatspolizei ver 
anlaßte die Marxisten, von ihren Opfern abzu 
lassen und die Belagerung aufzugeben. Von 
den etwa 50 Mitgliedern der Nasjonal Säm 
ling, die an der Versammlung teilgenommen 
hatten, wurden alle durch Steinwürfe ver 
wundet, darunter sieben schwer. Der Polizei- 
meister von Gjoevik wurde ebenfalls durch 
einen Stein verletzt. 
Italienisches Memorandum über Dnm-Dum-Geschoffe 
Aerger mb Aederrafchrmg fti London 
DNB. Gens, 22. Mai. Das Völkerbunds 
sekretariat veröffentlicht ein vom 30. April 
datiertes, am 11. Mai eingegangenes zusam 
menfassendes Memorandum der italienischen 
Regierung über den Gebrauch von Dum-Dum- 
Geschossen durch die abessinischen Truppen. 
Die Note wiederholt die Behauptung, daß ein 
Teil dieser Munition von englischen Firmen 
hergestellt worden sei. — Es handelt sich na 
türlich um die bekannte, gegen England ge 
richtete und später zurückgezogene italienische 
Note. 
Die neue italienische Protestnote hat in Lon 
don Aerger und einige Ueberraschung hervor 
gerufen. Der der Regierung nahestehende 
Daily Telegraph schreibt in einem Leitaussatz, 
nach den Enthüllungen Edens im Unterhaus 
hätte man glauben sollen, daß die Dum-Dum- 
Beschuldigungen erledigt seien. Unglücklicher 
weise bestehe kein Zweifel darüber, daß die 
Abessinier in großem Maße Dum-Dum-Ge- 
schosse gegen die Italiener benutzt hätten. Der 
wirkliche Zweck der italienischen Note liege 
jedoch darin, die Herkunft dieser Geschosse mit 
den Namen britischer Fabriken in Verbindung 
zu bringen und daran anschließend die Ver 
mutung auszustreuen, daß die britische Re 
gierung ihre Ausfuhr ermächtigt habe. Tat 
sächlich sei die italienische Denkschrift ein fein 
gesponnenes, aber nnwahres Propaganda 
stück. Von der britischen Waffenfabrik Im 
perial Chemical Industries wird erklärt, daß 
die in der italienischen Note angeführten Eti 
ketten seit dem Jahre 1913 nicht mehr ver 
wendet worden seien. Es seien niemals Dum- 
Dum-Geschosse für militärische Zwecke an 
Abessinien geliefert worden. 
Das arbeiterparteiliche Blatt Daily Herald 
behauptet, daß die britische Negierung ein 
großes italienisches Propaganda- und Spio 
nagenetz in England aufgedeckt habe. Einer 
der für Italien tätigen Agenten sei der inter 
nationale Schwindler Bernstein alias Lopez 
gewesen, der von Außenminister Eden im 
Unterhaus als der Fälscher der Schriftstücke 
über die Dum-Dum-Geschosse bloßgestellt wor 
den sei. Es bestehe jetzt kein Zweifel mehr 
darüber, daß Bernstein mit vielen fragwürdi 
gen Personen der internationalen Unterwelt, 
die zum Teil im Londoner Verbrecherviertel 
zu finden seien, in Verbindung gestanden 
habe. Das englische Außenministerium habe 
der Londoner italienischen Botschaft erklärt, 
daß die von ihr angewandten Methoden genau 
untersucht würden. 
Minister Thomas zurückgetreten 
DNB. London, 22. Mai. Kolonialmini 
ster Thomas hat am Freitag sein Rücktritts 
gesuch eingereicht, das vom König angenom 
men wurde. 
In einem Schreiben an den Ministerpräsi 
denten Baldwin weist Kolonialminister Tho 
mas zur Begründung seines Rücktritts dar 
auf hin, daß die Art und Weise, in der sein 
Name und seine Privatangelegenheiten im 
Verlauf der Untersuchung der Versicherungs 
augelegenheit behandelt worden seien, ihm 
ein Verbleiben als Mitglied der Regierung 
unmöglich mache. Es sei bekannt, daß er der 
Nationalregierung lediglich deshalb beigetre 
ten sei, weil nach seiner Ueberzeugung nur 
ein Zusammenstehen aller politischen Parteien 
ohne Rücksicht auf vergangene Meinungsver 
schiedenheiten England durch seine Krise brin 
gen könne. Diese Ansicht vertrete er heute viel 
leicht noch stärker als zuvor, aber soweit es 
sich um ihn persönlich handele, sei er der Mei 
nung, daß er für das Kabinett Baldwin eher 
ein Hindernis als eine Stütze darstelle. Der 
Brief schließt mit dem Wunsch, daß es Bald 
win und seinen Ministerkollegen bald gelin 
gen möge, England aus seinen gegenwärtigen 
Schwierigkeiten herauszuführen. 
In seiner Antwort auf das Rücktrittsschrei 
ben des Kolonialministers Thomas erklärte 
Ministerpräsident B a l dw i n, daß er anstelle 
von Thomas genau so gehandelt haben würde. 
Er nehme den Rücktritt mit tiefem Bedauern 
an. 
Der allgemein erwartete Rücktritt des Ko 
lonialministers Thomas wird dem Minister 
präsidenten Baldwin aller Voraussicht nach 
Gelegenheit zu einer kleineren Kabinettsum 
bildung geben. Es darf angenommen werden, 
daß sich Baldwin während des Wochenendes 
mit einigen seiner Ministerkollegen darüber 
beraten wird, so daß die Neu- und Umbeset 
zung eines oder mehrerer Posten im Kabinett 
unter diesen Umständen schon vor Pfingsten 
vollzogen wird. 
Die „Nachrufe", die die englischen Blätter 
dem ausscheidenden Minister widmen, sind im 
allgemeinen ziemlich farblos gehalten. Sie 
stellen fest, daß der Haushaltsskandal, ohne 
Thomas in irgendeiner Weise zu belasten, der 
romantischen Laufbahn eines Mannes, der es 
vom Laufburschen zum Minister brachte, ein 
Ende gesetzt habe. Einen etwas schärferen Ton 
schlagen die Times an, die u. a. schreiben, daß 
Thomas nach den Enthüllungen der Haus 
haltsuntersuchung nicht mehr das absolute 
Vertrauen genießen könnte, das für einen 
Staatsmann erforderlich sei, und von dem das 
ganze Regierungsgebäuöe abhinge. 
Churchill am stranger. 
Es ist im englischen Parlament schon etwas 
höchst Ungewöhnliches, wenn ein so langjähri 
ges und in manchen englischen Kreisen immer 
noch als prominent geltendes Unterhausmit 
glied wie der alte Deutschenfresser Winston 
Churchill derartig öffentlich als Hetzer bloß 
gestellt wird, wie es ihm jetzt — in dieser 
Schärfe zum ersten Mal in seiner Laufbahn! 
— durch den Abgeordneten Hopkinson wider 
fahren ist. Die Anprangerung hat auf das 
Haus umso stärkeren Eindruck gemacht, als 
der Ankläger auch den rein egoistischen Zweck 
Churchills, nämlich des Angriffs auf Baldwin, 
rücksichtslos nannte. Die Entlarvung Chur 
chills als Friedensstörer und als Agent 
Frankreichs war um so vollkommener als er 
die direkte Frage Hopkinsons nach den Quel 
len der ewigen Stänkereien gegen Deutsch 
land nur mit peinlich inhaltslosen Ausflüch 
ten beantworten konnte. „Narrenfutter" ist 
für das üble Gewerbe, das Leute vom Schlage 
der Churchill betreiben, freilich ein allzu nach 
sichtiger Ausdruck! 
„Ich ksrm sonst nichts geben als meineArbeit" 
NSK. Die Tage, in denen in den SA.- 
Dienststellen im ganzen Reich die Einzeich 
nungslisten zum „Dankopser der Nation" aus- 
lagen, sind vorüber. Die freiwillige Opferbe 
reitschaft des deutschen Volkes hat sich auch 
diesmal in voller Größe gezeigt. Arbeiter und 
Bauern, Beamte und Unternehmer, aus allen 
Ständen und Schichten kamen die Gaben zum 
Dankopfer. 
Für den nationalsozialistischen Geist, aus 
dem diese Opfer gebracht wurden, ist das fol 
gende Beispiel lebendiger Beweis. 
Im Jahre 1926 in Berlin zur SA. gekom 
men, marschierte der SA.-Mann Eisen im 
Jahre 1928 im Nürnberger Traditionssturm 10 
Unermüdlich setzte sich dieser einfache und 
schlichte Kämpfer Tag um Tag und Woche um 
Woche mit seinen Kameraden für den Führer 
und seine Idee in hartem Ringen ein, bis er 
sich im SA.-Dienst ein Nierenleiden zuzog, von 
dem er nicht mehr genesen sollte. Zwei Jahre 
dem sie gleichzeitig ihren Wochcnlohn in Höhe 
von 21,59 MJl für das Dankopfer zur Verfü 
gung stellte. In dem kurzen Begleitschreiben 
heißt es schlicht und einfach: „Ich kann sonst 
nichts geben als meine Arbeit." 
Dieses Beispiel, aus vielen herausgegriffen, 
ist ein untrüglicher Wertmesser für die Einsatz- 
und Opferbereitschaft des deutschen Volkes. 
Frauen und Männer solchen Geistes garan 
tieren die Zukunft der Nation, 
lang stand dieser SA.-Mann, trotz seiner schwe 
ren Erkrankung, noch jederzeit im Dienst der 
Bewegung, bis er dann zum Totensturm ab 
berufen wurde. 
An der Bahre dieses treuen Kämpfers stand 
außer den Kameraden der SA. die junge Frau, 
die ihrem Mann in der ganzen Zeit seines un 
ermüdlichen Einsatzes für die nationalsoziali 
stische Idee treue Weggefährtin gewesen war. 
Als die SA. in diesem Jahre zum Dank 
opfer aufrief, ging beim Sturm 40 der SA.- 
Standarte 14 in Nürnberg ein Schreiben der 
Witwe des toten Kameraden Eisen ein, mit 
Heoid'on eines fjimf-Iìieļlel-îîUit&ers 
oettootfen. 
DNB. Berlin, 23. Mai. (Eig. Funkmelö.). 
Das Reichsgericht hat die Revision des 33jäh- 
rigen Erwin Rückert gegen das Urteil des 
Landgerichts Berlin vom 28. Januar 1936 als 
unbegründet verworfen. Rückert ist einer der 
Mörder Horst Wessels. Er war am 14. Januar 
1930 mit dem Mordschützen, dem berüchtigten 
Ali Höhler, in das Zimmer Horst Wessels ein 
gedrungen und dann geflüchtet, nachdem Höh 
ler auf Horst Wessel den Mordschuß abgegeben 
hatte. Rückert wurde damals bald gefaßt und 
wegen gemeinschaftlichen Totschlages und we 
gen unbefugten Waffenbesitzes zu einer Ge 
samtstrafe von 6 Jahren 1 Monat Zuchthaus 
und 5 Jahren Ehrverlust verurteilt. Diese 
Strafe hatte er am 19. Januar 1936 verbüßt. 
Auf Grund seiner zahlreichen schweren Vor 
strafen hat ihn dann die 20. Große Straf 
kammer durch Urteil vom 28. Januar 1936 zu 
einem gemeingefährlichen Gewohnheitsverbre 
cher erklärt und gegen ihn die nachträgliche 
Sicherungsverwahrung angeordnet. Nachdem 
nunmehr das Reichsgericht die von Rückert ge 
gen dieses Urteil eingelegte Revision verwör. 
sen hat, ist die Anordnung der Sicherungsver 
wahrung des Rückert rechtskräftig geworden. 
Einführung des neuen SîàMrers 
her Ihersten SA.-Führung. 
NSK. München, 22. Mai. Das unerbittliche 
Geschick hat es gewollt, daß an dem Tage, M 
den der Stabschef des Führers einen KauU- 
radschaftsabend für die SA.-Führer şş 
-Männer der Obersten SA.-Führung im Bift- 
gerbräu-Keller zu München angesetzt hatte, ei 
ner der ersten und treuesten SA.-Männcr 
Adolf Hitlers der deutschen Erde übergebt 
wurde. 
So wurde denn dieser Abend zu einem [°? ä 
datischen Gedenken für unseren unvergeßls- 
chen Kameraden Schreck und zu einem st*- 
erlichen Appell und Gelöbnis der 300, in un 
bändiger Verschworenheit und mit revolutio 
närem Einsatzwillen dem Führer den Ş 
weiterzubahnen und gleichzeitig seinen Rücken 
freizuhalten. 
Der Stabschef selbst ließ es sich nicht neh 
men, auf einige Stunden im Kreise der Män 
ner zu weilen, die sich in vorbildlicher Pflicht 
treue der Sache der SA. für ihr ganzes Leben 
verschrieben haben. In schlichten Worten şş 
der Stabschef des Führers ein Bild von de>n 
Menschen und Nationalsozialisten Julius 
Schreck und stellte dessen Selbstlosigkeit u«ö 
Hingabe zum Vorbild auch für die Arbeit de» 
SA. 
An diesem Abend, der würdig, SA.-mäM 
verlief, nahm Stabschef Lutze auch Gelegen 
heit, den neuen Stabsführer der Obersten ŞÄ-- 
Führung, Gruppenführer Herzog, dem Füh 
rerkorps und den Mitarbeitern der OSÄm 
vorzustellen. Seine Ausführungen waren eint 
umfassende Zielgebung und MarschweisunS 
für die zukünftigen Aufgaben der SA. 
Einige Kampflieder und ein soldatisch^ 
Heil-Ruf waren das Gelöbnis der Versammel 
ten, in unverbrüchlicher Treue und mit vor 
bildlicher Opferfreude zum Führer und seines 
Stabschef zu stehen. 
Himmler vor der HI.-IüUerschast. 
DNB. Auf dem Brocken, 22. Mai. De< 
Reichsführer SS. Himmler hielt am Freitag 
nachmittag im Brockenhaus vor den BanU- 
unö Jungbannführern, die vom Reichsjugeno- 
lager in Braunschweig auf den Brocken auf 
gestiegen waren, eine Rede über Wesen uw 
Aufbau der SS. ^ 
In seiner Rede schilderte Reichsführer ŞŞ. 
Himmler eingehend den Ausbildungsgang d^ 
SS.-Mannes und -Führers. Er sprach hierbei 
vor allem über die Wechselbeziehung zwischen 
weltanschaulicher und körperlicher Ausrich 
tung, wobei er betonte, daß jeder SS.-Mauu 
das SA.-Sportabzeichen und das deutscht 
Turn- und Sportabzeichen erwerben müsse. 
Große Protestversammlung deutscher und. 
dänischer Nationalsozialisten in Nordschlesivlg' 
KNS. Auf dem Hofe des Bauern Jes ÄU- 
öresen in Almstrup bei Tingleff, der durch tlì ļ 
von Direktor Hammerich in Tonöern geleitet^ 
dänisches Kreditinstitut die Aufforderung er 
halten hat, seinen Hof zu verlassen, findet aw 
Himmelfahrtstag eine große Protestkund 
gebung deutscher und dänischer Nationalsozia 
listen statt. Es werden u. a. sprechen Dr. Msü- 
ler-Gravenstein, Hofbesitzer Wilhelm Deşş 
gräber-Schellerup, Dr. Fritz Clausen-Baurub 
und Schmiedemeister Asmussen-Flauöerup. 
Der Bauer Andresen ist durch die iibc^ 
mäßigen Zinsforöerungen in Verbindung 
der Landwirtschaftskrise in Schwierigkeiten w 
kommen und soll jetzt seinen Hof verlasst^' 
Durch den Protest soll die wirtschaftliche Ab 
lage Nordschleswigs allen sichtbar zum Aw'- 
öruck gebracht werden. 
Die Ausweisung des französischen Geistlich^ 
aus Harrar aufgehoben. _, it . 
DNB. Rom, 22. Mai. Staatssekretär »J* 
vich empfing am Freitagnachmittag den f ïl1 • 
zösischen Botschafter de Chambrun zum 
ten Male in dieser Woche. Von unterrichte' 
italienischer Seite wird in diesem Zusamşş. 
hang mitgeteilt, daß die italienische RegierE 
die bereits angeordnete Ausweisung des iL 
Jahren in Harrar tätigen französischen Geü' 
lichen Jarosseau aufgehoben habe. .^ 
Mussolini gewährte einem Sonderberw)' 
erstatter des Petit Parisien eine Unterredung 
in der er darauf hinwies, daß die vorläust^ 
Zurückziehung der Ausweisung des in ? 
tätigen französischen Geistlichen Jarosseau o 
sein persönliches Eingreifen zurückzufütft 
sei. 
Der verhaftete Engländer Bonner freigelas?^ 
DNB. London, 23. Mai. (Eig. Funkmeşş 
Wie aus Dschibuti gemeldet wird, ist der y. 
tische Rotekreuzbeamte Bonner, der seit 1 
ner Verhaftung durch die italienischen ** 
Hörden in Diredaua als verschollen galt, U' 
mehr nach einem Schritt des britischen y . 
suls gegen Abgabe seines Ehrenworts l 
gelassen worden. 
eft* 
Verantwortlicher Hauptschriftleiter uni» Herausgeber: v 
dtnond Möller. 
Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Herbert Pul>'" g C t< 
Verantwortlich für Politik: Herbert Puhlmann; für 
lichen und allgemeinen Teil: Adolf Eregori; für 6en „(il' 
ichaftlichen Teil: Dr. El. Bielfeldt: für den P ID 
Stellen Teil: Karl Müller, alle in Rendsburg. 
Vildverantwortliche: Ressortleiter. 
Verantwortlicher Anzeigenleiter: Narl Jacobsen, Reno 
Verlag und Druck: Heinrich Möller Söhne, Rendsburg. 
D-»A. Schleswig.Holfteinifche Landeszeitung (Rends 
— Hohenweftedter Zeitung / Die^Lan^H 
Tageblatt 
Hanerau.Hademarfchen 
Süderbraruper 
D.-A. IV 36 13 761 Pl. Nr. 7.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.