Außenministers Paul Boncour ist die Auswei
sung für Frankreich „unannehmbar".
Fügen wir noch hinzu, daß am 16. Juni in
Genf die Entscheidung über die Sanktionen
fallen muß. Bleiben sie unverändert bestehen,
so tritt Italien aus dem Völkerbund aus und
dessen schattenhaftes Dasein dürfte dann das
längstverdiente Ende finden. Werden sie aufge
hoben, so ist die öffentliche Bloßstellung des
Völkerbundes so stark, daß er erst recht keine
Existenzberechtigung mehr hat.
Wie schon auf dem Höhepunkt des Mittel
meerkonfliktes, ist auch jetzt wieder der König
von Belgien in London eingetroffen, der be
kanntlich auf Grund seiner verwandtschaft
lichen Beziehungen zum italienischen und zum
englischen Königshaus schon einmal sich für
Vermittlungsversuche bereitfanö.
Es zeugt zweifellos von dem Kraftbewußt
sein und der Selbstsicherheit Englands, wenn
es sich nicht scheut, die nun endgültig beschlos
sene Kabinettsumbildung inmitten dieses viel
seitigen Knäuels von Konflikten vorzuneh
men, obwohl ja streng genommen die Regie
rungsumbildung selbst wiederum ein kleines
Bündel von Konflikten darstellt. Die Londoner
Kabinettsumbildung wird nun in den Pfingst-
ferien vor sich gehen. Dabei ist die einzige noch
offene Frage die, ob Baldwin, der sich ja den
Zeitpunkt seines Rücktritts ausdrücklich selbst
vorbehalten hat, schon jetzt dem bisherigen
Schatzkanzler Neville Chamberlain Platz macht
oder erst nach der Königskrönung im kommen
den Jahr.
Formell
sind die Italiener durchaus im Recht, wenn
sie dem in Djibouti, also nur für diese fran
zösische Kolonie beglaubigten englischen Kon
sul die Einreise nach Abessinien verweigern;
denn nach internationalem Recht ist ein Kon
sul außerhalb seines Beglaubigungsgebietes
Privatmann wie jeder andere. Nichtsdesto
weniger ist die italienische Maßnahme gerade
in diesem Augenblick und im Zusammenhang
mit dem englisch-italienischen Konflikt natür
lich wieder Del ins englische Feuer. Insofern
steht sie in einem schwer lösbaren Wider
spruch zu den italienischen Bemühungen um
ein halbwegs erträgliches Berkehrsverhältnis
mit England. Die italienische Regierung selbst
ist dabei in der Lage, eine etwaige englische
Beschwerde an die zuständige italienische Be-
satzungsbehöröe in Addis Abeba zu verweisen,
in deren freies Ermessen die Entscheidung
über die Einreiseerlaubnis gestellt ist.
Inzwischen ist übrigens der lächerliche Fall
eingetreten, den wir vor einigen Tagen be
reits ankündigten: die Eisenbahn des Sank
tionslandes Frankreich befördert bereits Mas
sengüter für das italienische Heer von Djibouti
nach Addis Abeba, durchbricht also praktisch die
Sanktionen! Aber längs der Bahn stehen ita
lienische Truppen — als Bahnschutz natürlich.
Marquis de stolignac
hat es gar nicht nötig, der deutschen Vorberei
tung der Olympischen Spiele derartig unein
geschränkte Anerkennung auszusprechen, wie
er es soeben getan hat, — wenn er nicht will,
d. h. wenn er nicht durch die Tatsachen, die er
an Ort und Stelle zur Kenntnis genommen
hat, direkt zwingend beeindruckt ist. Und das
will immerhin etwas heißen, wenn man be
denkt, daß der Franzose als langjährig ge
schulter Fachmann ein sehr maßgebliches Ur
teil hat und nach den Zurüstungen und dem
Aufgebot gerade bei den beiden letzten olym
pischen Veranstaltungen von 1928 und 1932
natürlich in gewisser Weise „verwöhnt" ist.
Umso höher ist seine Bewertung der deutschen
Vorbereitungen und seine Stellungnahme ge
gen die Sabotageversuche der internationalen
politischen Unterwelt zu begrüßen.
Marxistische Ausschreilungen
in einem norwegischen SüAchen.
, DNB. Oslo, 22. Mai. Das norwegische
Städtchen Gjoevik war Donnerstag abend und
in der Nacht zum Freitag der Schauplatz mar
xistischer Ausschreitungen.
Die Nasjonal Sämling hatte für Donners
tag nachmittag eine Versammlung auf dem
Marktplatz des Städtchens einberufen. Kaum
hatte der erste Redner das Wort ergriffen, als
von marxistischer Seite ein Angriff erfolgte
und ein dichter Steinhagel über die Versamm
lung niederging. Die aus sieben Mann beste
hende Ortspolizei, die unbewaffnet ist, war
vollständig machtlos. Sie mußte Hilfe erbitten
von der bewaffneten Staatspolizei in Oslo,
die endlich spät in der Nacht eintraf. Bis da
hin wurden die Mitglieder der Nasjonal
Sämling sechs Stunden belagert und ständig
von den immer wieder von neuem vorgehen
den Marxisten angegriffen.
Erst das Eingreifen der Staatspolizei ver
anlaßte die Marxisten, von ihren Opfern abzu
lassen und die Belagerung aufzugeben. Von
den etwa 50 Mitgliedern der Nasjonal Säm
ling, die an der Versammlung teilgenommen
hatten, wurden alle durch Steinwürfe ver
wundet, darunter sieben schwer. Der Polizei-
meister von Gjoevik wurde ebenfalls durch
einen Stein verletzt.
Italienisches Memorandum über Dnm-Dum-Geschoffe
Aerger mb Aederrafchrmg fti London
DNB. Gens, 22. Mai. Das Völkerbunds
sekretariat veröffentlicht ein vom 30. April
datiertes, am 11. Mai eingegangenes zusam
menfassendes Memorandum der italienischen
Regierung über den Gebrauch von Dum-Dum-
Geschossen durch die abessinischen Truppen.
Die Note wiederholt die Behauptung, daß ein
Teil dieser Munition von englischen Firmen
hergestellt worden sei. — Es handelt sich na
türlich um die bekannte, gegen England ge
richtete und später zurückgezogene italienische
Note.
Die neue italienische Protestnote hat in Lon
don Aerger und einige Ueberraschung hervor
gerufen. Der der Regierung nahestehende
Daily Telegraph schreibt in einem Leitaussatz,
nach den Enthüllungen Edens im Unterhaus
hätte man glauben sollen, daß die Dum-Dum-
Beschuldigungen erledigt seien. Unglücklicher
weise bestehe kein Zweifel darüber, daß die
Abessinier in großem Maße Dum-Dum-Ge-
schosse gegen die Italiener benutzt hätten. Der
wirkliche Zweck der italienischen Note liege
jedoch darin, die Herkunft dieser Geschosse mit
den Namen britischer Fabriken in Verbindung
zu bringen und daran anschließend die Ver
mutung auszustreuen, daß die britische Re
gierung ihre Ausfuhr ermächtigt habe. Tat
sächlich sei die italienische Denkschrift ein fein
gesponnenes, aber nnwahres Propaganda
stück. Von der britischen Waffenfabrik Im
perial Chemical Industries wird erklärt, daß
die in der italienischen Note angeführten Eti
ketten seit dem Jahre 1913 nicht mehr ver
wendet worden seien. Es seien niemals Dum-
Dum-Geschosse für militärische Zwecke an
Abessinien geliefert worden.
Das arbeiterparteiliche Blatt Daily Herald
behauptet, daß die britische Negierung ein
großes italienisches Propaganda- und Spio
nagenetz in England aufgedeckt habe. Einer
der für Italien tätigen Agenten sei der inter
nationale Schwindler Bernstein alias Lopez
gewesen, der von Außenminister Eden im
Unterhaus als der Fälscher der Schriftstücke
über die Dum-Dum-Geschosse bloßgestellt wor
den sei. Es bestehe jetzt kein Zweifel mehr
darüber, daß Bernstein mit vielen fragwürdi
gen Personen der internationalen Unterwelt,
die zum Teil im Londoner Verbrecherviertel
zu finden seien, in Verbindung gestanden
habe. Das englische Außenministerium habe
der Londoner italienischen Botschaft erklärt,
daß die von ihr angewandten Methoden genau
untersucht würden.
Minister Thomas zurückgetreten
DNB. London, 22. Mai. Kolonialmini
ster Thomas hat am Freitag sein Rücktritts
gesuch eingereicht, das vom König angenom
men wurde.
In einem Schreiben an den Ministerpräsi
denten Baldwin weist Kolonialminister Tho
mas zur Begründung seines Rücktritts dar
auf hin, daß die Art und Weise, in der sein
Name und seine Privatangelegenheiten im
Verlauf der Untersuchung der Versicherungs
augelegenheit behandelt worden seien, ihm
ein Verbleiben als Mitglied der Regierung
unmöglich mache. Es sei bekannt, daß er der
Nationalregierung lediglich deshalb beigetre
ten sei, weil nach seiner Ueberzeugung nur
ein Zusammenstehen aller politischen Parteien
ohne Rücksicht auf vergangene Meinungsver
schiedenheiten England durch seine Krise brin
gen könne. Diese Ansicht vertrete er heute viel
leicht noch stärker als zuvor, aber soweit es
sich um ihn persönlich handele, sei er der Mei
nung, daß er für das Kabinett Baldwin eher
ein Hindernis als eine Stütze darstelle. Der
Brief schließt mit dem Wunsch, daß es Bald
win und seinen Ministerkollegen bald gelin
gen möge, England aus seinen gegenwärtigen
Schwierigkeiten herauszuführen.
In seiner Antwort auf das Rücktrittsschrei
ben des Kolonialministers Thomas erklärte
Ministerpräsident B a l dw i n, daß er anstelle
von Thomas genau so gehandelt haben würde.
Er nehme den Rücktritt mit tiefem Bedauern
an.
Der allgemein erwartete Rücktritt des Ko
lonialministers Thomas wird dem Minister
präsidenten Baldwin aller Voraussicht nach
Gelegenheit zu einer kleineren Kabinettsum
bildung geben. Es darf angenommen werden,
daß sich Baldwin während des Wochenendes
mit einigen seiner Ministerkollegen darüber
beraten wird, so daß die Neu- und Umbeset
zung eines oder mehrerer Posten im Kabinett
unter diesen Umständen schon vor Pfingsten
vollzogen wird.
Die „Nachrufe", die die englischen Blätter
dem ausscheidenden Minister widmen, sind im
allgemeinen ziemlich farblos gehalten. Sie
stellen fest, daß der Haushaltsskandal, ohne
Thomas in irgendeiner Weise zu belasten, der
romantischen Laufbahn eines Mannes, der es
vom Laufburschen zum Minister brachte, ein
Ende gesetzt habe. Einen etwas schärferen Ton
schlagen die Times an, die u. a. schreiben, daß
Thomas nach den Enthüllungen der Haus
haltsuntersuchung nicht mehr das absolute
Vertrauen genießen könnte, das für einen
Staatsmann erforderlich sei, und von dem das
ganze Regierungsgebäuöe abhinge.
Churchill am stranger.
Es ist im englischen Parlament schon etwas
höchst Ungewöhnliches, wenn ein so langjähri
ges und in manchen englischen Kreisen immer
noch als prominent geltendes Unterhausmit
glied wie der alte Deutschenfresser Winston
Churchill derartig öffentlich als Hetzer bloß
gestellt wird, wie es ihm jetzt — in dieser
Schärfe zum ersten Mal in seiner Laufbahn!
— durch den Abgeordneten Hopkinson wider
fahren ist. Die Anprangerung hat auf das
Haus umso stärkeren Eindruck gemacht, als
der Ankläger auch den rein egoistischen Zweck
Churchills, nämlich des Angriffs auf Baldwin,
rücksichtslos nannte. Die Entlarvung Chur
chills als Friedensstörer und als Agent
Frankreichs war um so vollkommener als er
die direkte Frage Hopkinsons nach den Quel
len der ewigen Stänkereien gegen Deutsch
land nur mit peinlich inhaltslosen Ausflüch
ten beantworten konnte. „Narrenfutter" ist
für das üble Gewerbe, das Leute vom Schlage
der Churchill betreiben, freilich ein allzu nach
sichtiger Ausdruck!
„Ich ksrm sonst nichts geben als meineArbeit"
NSK. Die Tage, in denen in den SA.-
Dienststellen im ganzen Reich die Einzeich
nungslisten zum „Dankopser der Nation" aus-
lagen, sind vorüber. Die freiwillige Opferbe
reitschaft des deutschen Volkes hat sich auch
diesmal in voller Größe gezeigt. Arbeiter und
Bauern, Beamte und Unternehmer, aus allen
Ständen und Schichten kamen die Gaben zum
Dankopfer.
Für den nationalsozialistischen Geist, aus
dem diese Opfer gebracht wurden, ist das fol
gende Beispiel lebendiger Beweis.
Im Jahre 1926 in Berlin zur SA. gekom
men, marschierte der SA.-Mann Eisen im
Jahre 1928 im Nürnberger Traditionssturm 10
Unermüdlich setzte sich dieser einfache und
schlichte Kämpfer Tag um Tag und Woche um
Woche mit seinen Kameraden für den Führer
und seine Idee in hartem Ringen ein, bis er
sich im SA.-Dienst ein Nierenleiden zuzog, von
dem er nicht mehr genesen sollte. Zwei Jahre
dem sie gleichzeitig ihren Wochcnlohn in Höhe
von 21,59 MJl für das Dankopfer zur Verfü
gung stellte. In dem kurzen Begleitschreiben
heißt es schlicht und einfach: „Ich kann sonst
nichts geben als meine Arbeit."
Dieses Beispiel, aus vielen herausgegriffen,
ist ein untrüglicher Wertmesser für die Einsatz-
und Opferbereitschaft des deutschen Volkes.
Frauen und Männer solchen Geistes garan
tieren die Zukunft der Nation,
lang stand dieser SA.-Mann, trotz seiner schwe
ren Erkrankung, noch jederzeit im Dienst der
Bewegung, bis er dann zum Totensturm ab
berufen wurde.
An der Bahre dieses treuen Kämpfers stand
außer den Kameraden der SA. die junge Frau,
die ihrem Mann in der ganzen Zeit seines un
ermüdlichen Einsatzes für die nationalsoziali
stische Idee treue Weggefährtin gewesen war.
Als die SA. in diesem Jahre zum Dank
opfer aufrief, ging beim Sturm 40 der SA.-
Standarte 14 in Nürnberg ein Schreiben der
Witwe des toten Kameraden Eisen ein, mit
Heoid'on eines fjimf-Iìieļlel-îîUit&ers
oettootfen.
DNB. Berlin, 23. Mai. (Eig. Funkmelö.).
Das Reichsgericht hat die Revision des 33jäh-
rigen Erwin Rückert gegen das Urteil des
Landgerichts Berlin vom 28. Januar 1936 als
unbegründet verworfen. Rückert ist einer der
Mörder Horst Wessels. Er war am 14. Januar
1930 mit dem Mordschützen, dem berüchtigten
Ali Höhler, in das Zimmer Horst Wessels ein
gedrungen und dann geflüchtet, nachdem Höh
ler auf Horst Wessel den Mordschuß abgegeben
hatte. Rückert wurde damals bald gefaßt und
wegen gemeinschaftlichen Totschlages und we
gen unbefugten Waffenbesitzes zu einer Ge
samtstrafe von 6 Jahren 1 Monat Zuchthaus
und 5 Jahren Ehrverlust verurteilt. Diese
Strafe hatte er am 19. Januar 1936 verbüßt.
Auf Grund seiner zahlreichen schweren Vor
strafen hat ihn dann die 20. Große Straf
kammer durch Urteil vom 28. Januar 1936 zu
einem gemeingefährlichen Gewohnheitsverbre
cher erklärt und gegen ihn die nachträgliche
Sicherungsverwahrung angeordnet. Nachdem
nunmehr das Reichsgericht die von Rückert ge
gen dieses Urteil eingelegte Revision verwör.
sen hat, ist die Anordnung der Sicherungsver
wahrung des Rückert rechtskräftig geworden.
Einführung des neuen SîàMrers
her Ihersten SA.-Führung.
NSK. München, 22. Mai. Das unerbittliche
Geschick hat es gewollt, daß an dem Tage, M
den der Stabschef des Führers einen KauU-
radschaftsabend für die SA.-Führer şş
-Männer der Obersten SA.-Führung im Bift-
gerbräu-Keller zu München angesetzt hatte, ei
ner der ersten und treuesten SA.-Männcr
Adolf Hitlers der deutschen Erde übergebt
wurde.
So wurde denn dieser Abend zu einem [°? ä
datischen Gedenken für unseren unvergeßls-
chen Kameraden Schreck und zu einem st*-
erlichen Appell und Gelöbnis der 300, in un
bändiger Verschworenheit und mit revolutio
närem Einsatzwillen dem Führer den Ş
weiterzubahnen und gleichzeitig seinen Rücken
freizuhalten.
Der Stabschef selbst ließ es sich nicht neh
men, auf einige Stunden im Kreise der Män
ner zu weilen, die sich in vorbildlicher Pflicht
treue der Sache der SA. für ihr ganzes Leben
verschrieben haben. In schlichten Worten şş
der Stabschef des Führers ein Bild von de>n
Menschen und Nationalsozialisten Julius
Schreck und stellte dessen Selbstlosigkeit u«ö
Hingabe zum Vorbild auch für die Arbeit de»
SA.
An diesem Abend, der würdig, SA.-mäM
verlief, nahm Stabschef Lutze auch Gelegen
heit, den neuen Stabsführer der Obersten ŞÄ--
Führung, Gruppenführer Herzog, dem Füh
rerkorps und den Mitarbeitern der OSÄm
vorzustellen. Seine Ausführungen waren eint
umfassende Zielgebung und MarschweisunS
für die zukünftigen Aufgaben der SA.
Einige Kampflieder und ein soldatisch^
Heil-Ruf waren das Gelöbnis der Versammel
ten, in unverbrüchlicher Treue und mit vor
bildlicher Opferfreude zum Führer und seines
Stabschef zu stehen.
Himmler vor der HI.-IüUerschast.
DNB. Auf dem Brocken, 22. Mai. De<
Reichsführer SS. Himmler hielt am Freitag
nachmittag im Brockenhaus vor den BanU-
unö Jungbannführern, die vom Reichsjugeno-
lager in Braunschweig auf den Brocken auf
gestiegen waren, eine Rede über Wesen uw
Aufbau der SS. ^
In seiner Rede schilderte Reichsführer ŞŞ.
Himmler eingehend den Ausbildungsgang d^
SS.-Mannes und -Führers. Er sprach hierbei
vor allem über die Wechselbeziehung zwischen
weltanschaulicher und körperlicher Ausrich
tung, wobei er betonte, daß jeder SS.-Mauu
das SA.-Sportabzeichen und das deutscht
Turn- und Sportabzeichen erwerben müsse.
Große Protestversammlung deutscher und.
dänischer Nationalsozialisten in Nordschlesivlg'
KNS. Auf dem Hofe des Bauern Jes ÄU-
öresen in Almstrup bei Tingleff, der durch tlì ļ
von Direktor Hammerich in Tonöern geleitet^
dänisches Kreditinstitut die Aufforderung er
halten hat, seinen Hof zu verlassen, findet aw
Himmelfahrtstag eine große Protestkund
gebung deutscher und dänischer Nationalsozia
listen statt. Es werden u. a. sprechen Dr. Msü-
ler-Gravenstein, Hofbesitzer Wilhelm Deşş
gräber-Schellerup, Dr. Fritz Clausen-Baurub
und Schmiedemeister Asmussen-Flauöerup.
Der Bauer Andresen ist durch die iibc^
mäßigen Zinsforöerungen in Verbindung
der Landwirtschaftskrise in Schwierigkeiten w
kommen und soll jetzt seinen Hof verlasst^'
Durch den Protest soll die wirtschaftliche Ab
lage Nordschleswigs allen sichtbar zum Aw'-
öruck gebracht werden.
Die Ausweisung des französischen Geistlich^
aus Harrar aufgehoben. _, it .
DNB. Rom, 22. Mai. Staatssekretär »J*
vich empfing am Freitagnachmittag den f ïl1 •
zösischen Botschafter de Chambrun zum
ten Male in dieser Woche. Von unterrichte'
italienischer Seite wird in diesem Zusamşş.
hang mitgeteilt, daß die italienische RegierE
die bereits angeordnete Ausweisung des iL
Jahren in Harrar tätigen französischen Geü'
lichen Jarosseau aufgehoben habe. .^
Mussolini gewährte einem Sonderberw)'
erstatter des Petit Parisien eine Unterredung
in der er darauf hinwies, daß die vorläust^
Zurückziehung der Ausweisung des in ?
tätigen französischen Geistlichen Jarosseau o
sein persönliches Eingreifen zurückzufütft
sei.
Der verhaftete Engländer Bonner freigelas?^
DNB. London, 23. Mai. (Eig. Funkmeşş
Wie aus Dschibuti gemeldet wird, ist der y.
tische Rotekreuzbeamte Bonner, der seit 1
ner Verhaftung durch die italienischen **
Hörden in Diredaua als verschollen galt, U'
mehr nach einem Schritt des britischen y .
suls gegen Abgabe seines Ehrenworts l
gelassen worden.
eft*
Verantwortlicher Hauptschriftleiter uni» Herausgeber: v
dtnond Möller.
Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Herbert Pul>'" g C t<
Verantwortlich für Politik: Herbert Puhlmann; für
lichen und allgemeinen Teil: Adolf Eregori; für 6en „(il'
ichaftlichen Teil: Dr. El. Bielfeldt: für den P ID
Stellen Teil: Karl Müller, alle in Rendsburg.
Vildverantwortliche: Ressortleiter.
Verantwortlicher Anzeigenleiter: Narl Jacobsen, Reno
Verlag und Druck: Heinrich Möller Söhne, Rendsburg.
D-»A. Schleswig.Holfteinifche Landeszeitung (Rends
— Hohenweftedter Zeitung / Die^Lan^H
Tageblatt
Hanerau.Hademarfchen
Süderbraruper
D.-A. IV 36 13 761 Pl. Nr. 7.