Full text: Newspaper volume (1936, Bd. 2)

Auge und Herz des Beschauers. Auf etwa 70 
Parzellen enthüllt sich die Pracht. Die Kolo 
nie steht heute nachmittag und morgen den 
ganzen Tag für den Besuch offen. Ein Gang 
durch die Gärten lohnt sich. 
Erfolgreiche Probefahrt 
Am Freitag erledigte das von der Werft 
Nobiskrug für die Reederei Eßberger, Ham 
burg, gebaute Tankmotorschiff „Belt" seine 
Probefahrt, in der Ostsee. Das Schiff wurde 
von dem Staatsrat John Eßberger, dem 
Führer der deutschen Seeschiffahrt, übernom 
men und in den Dienst der Reederei gestellt. 
Gepäckmarsch der HI. 
Die Gefolgschaft 1/163 der Hitler-Jugend 
führte am Himmelfahrtstag den Albert-Leo- 
Schlageter-Gepäckmarsch durch. Um 7.30 Uhr 
sammelten sich die Jungens, jeder mit einem 
Sandsack beladen, beim Adolf-Hitler-Haus. 
Dort war Tornisterausgabe. Die 18jährigen 
hatten 5 Kg. Gepäck zu tragen, die 16jährigen 
7,5 Kg., die 17—18jährigen 10 Kg. Mit 130 
Mann wurde der 30-Klm.-Marsch angetreten. 
Der Weg ging über Sorgbrück, durch die Loher 
Heide ins Hohner Gehölz. Die Sonne brannte 
heiß hernieder, und der Affe drückte schwer. 
Doch jeder hielt aus und kämpfte sich durch. 
Nach längerer Rast im Gehölz "wurde über 
Fockbek der Rückmarsch angetreten. Beim 
Schlageteröenkmal am G e r h a r d s t e i ch 
wurde ein großer Feldblumenstrauß nieder 
gelegt. Gefolgschaftsführer Kromann verlieh 
der Bedeutung dieses Marsches noch einmal 
Ausdruck: „Schlageters Leben war Kampf und 
Opfer. Doch sein Opfer ist nicht umsonst gewe 
sen, denn sein Geist lebt weiter in der deut 
schen Jugend und wird von ihr behütet und 
fortgeführt. Die Jugend kennt genau so wie 
Schlageter nur eins: Dienst am Volk." Einen 
würdigen Abschluß bildete die Eintragung für 
das Dankopfer der SA., zu dem jeder sein 
Teil beitrug. Mit dem Wort: „Gelobt sei, was 
da hart macht", im Sprechchor gesprochen, 
wurden die Jungen entlassen. 
Suenött §mMe fir das Miami 
„Matter md Kiad"! 
* Rendsburger Preisträger. Bei einem 
Wettbewerb der Beamtenbausparkasse, Heim- 
stättengesellschaft der Deutschen Beamtenschaft 
m. b. H., Berlin, wurde dem technischen Stadt 
inspektor Johann Wilkens in Rendsburg ein 
erster Preis in Höhe von 100 Mark zuerkannt. 
In der Benachrichtigung wird dem Heimstät- 
tenentwurf Wilkens hohe Anerkennung Zuteil 
er gilt „in jeder Beziehung als lobenswert". 
* Kranzniederlegung am 85er-Denkmal. 
Sieben Reserveoffiziere, die zur Zeit eine 
Uebung beim I./Jnf.-Regts. 26 in Rendsburg 
ableisten, legten am Gefallenen-Denkmal der 
ehern. 85er in den Anlagen au der Christ- und 
Garnisonkirche einen Lorbcerkranz nieder mit 
Hakenkreuzschleife und der Inschrift: „Ihr 
lebt in uns!" Zwei der Offiziere gehörten dem 
früheren Jnf.-Regt. Nr. 86 an. 
* Wieder Kinderheimverschicknng der NSV. 
Am Freitagvormittag fuhren 37 Kinder aus 
dem Kreise Rendsburg, davon etwa die Hälfte 
aus der Stadt Rendsburg mit der Bahn nach 
Reinfeld bei Bad Oldesloe. Sie werden dort 
in einem Kindererholungsheim untergebracht. 
* Nächtlicher Zusammenstoß zweier Autos. 
In der Nacht zum Freitag gegen 1.30 Uhr stie 
ßen an der Kreuzung Gerhardstraße und 
Eckernförder Straße zwei Personenautos zu 
sammen. Ein Wagen aus Schleswig fuhr über 
die Gerhardstraße in Richtung Schleswiger 
Straße. Beim Uebergueren der Eckernförder 
Straße stieß er mit einem Personenauto aus 
Westermühlen, das aus Richtung Büdelsdorf 
kam, zusammen. Das Westermühlener Auto 
fuhr mit dem Vorderteil gegen die rechte Seite 
des Schleswiger Autos. Dessen Führer bog im 
letzten Augenblick nach links aus und fuhr ge 
gen die Einfriedigung eines Grundstücks der 
Gerhardstraße, durchbrach die Einfriedigung 
und hielt mit den Vorderrädern im Vorgarten. 
Vom Auto wurden die rechte Seite des Auf 
baues, beide rechten Kotflügel, Fensterscheiben, 
die Vorderachse und Steuerung beschädigt. Es 
wurde von der Polizei sichergestellt, da es 
nicht mehr betriebsfähig war. Das andere 
Auto drehte sich nach dem Zusammenstoß um 
die eigene Achse und kippte um. Der Autosüh- 
rer erlitt leichte Schnittwunden am Kopf. Von 
seinem Auto wurden die vordere Stoßstange, 
die linke Seite des Aufbaues und die Fenster 
scheiben beschädigt. Das Fahrzeug konnte nach 
dem Wiederaufrichten die Fahrt fortsetzen. 
Schulmädchen und Blumen 
Büdelsdorf, 23. Mai. Am 19. ü. M. fand 
wieder die Blumenaüsgabe an die oberen 3 
Klassen der Mädchen-Volksschule statt. Nach 
mittags trafen die Klassen unter Führung 
ihrer Lehrer in der Gärtnerei Bünjer ein. 
Ein Rundgang durch den großen Garten ließ 
die Kinder einen Einblick in gärtnerisches 
Schaffen gewinnen. Alles war peinlich sauber 
und genau, kündete von liebevoller und ver 
ständiger Pflege. Dann gab's Unterricht. Bün 
jer zeigte, wie eine Blume „umgetopft" wird. 
Zwischen den zur Verteilung kommenden 
Blumen befinden sich nämlich solche, die nach 
geraumer Zeit einen größeren Blumentopf 
beziehen müssen. Zum Herbst wird eine Aus 
stellung von Sorgfalt und Geschick zeugen und 
das Werk die Meisterin loben. Bünjer aber 
sei für seine Blumenspende und die Arbeit, 
die er sich machte (nebenbei gemerkt: gern 
machte), herzlich gedankt. 
* * * 
Büdelsdorf, 22. Mai. Gedächtnismarsch. Am 
21. Mai wurde ein Schlagcter-Gedächtnis- 
marsch von der HJ.-Gefolgschaft 4/163 durch 
geführt. Im Sternmarsch trafen sich die ein 
zelnen Standorte der Gefolgschaft am Duven- 
stedter Bahnhof, um von dort geschlossen nach 
dem Gefallenendenkmal zu marschieren, wo 
eine schlichte Schlageter-Gedenkstunde statt 
fand. Mit einem Werbeumzug durch den Ort 
endete die Feier. 
StMdZsümtlrche Nachrichten 
Es wollen die Ehe miteinander eingehen: 
Unteroffizier Johann Heinrich August Ohl- 
sen, Rendsburg, und die Hausgehilfin Hil 
degard Große, Rendsburg- 
Obergefreiter Kurt Alfred Haßkerl, Rends 
burg, und die Friseurin Margot Rönner, 
Hamburg- 
Strafanstaltsaufseher Jürgen Christian Eh 
lers, Rendsburg, und die Haustochter 
Anna Margaretha Stolley, Kl.-Bennebek- 
Zollpraktikant Boeje Santjer, Bentheim, und 
die Haustochter Gertrud Ella Juhnke, 
Rendsburg- 
Schlosser August Ernst Heinrich Bethke, Kiel, 
z. Z. Rendsburg, und die Plätterin Hedwig 
Elise Bertha Bethke, geb. Richter, Kiel. - 
Aus den JUddsŗádtUeaUcH. 
Tonhallen: 
Tolstoi und Greta Garbo. / Anna Karenina. 
„Sinnlosigkeit alles Lebens", das war die 
Erkenntnis des frühen Tolstoi. Aus dieser 
Grundidee formte der Bahnbrecher des Natu 
ralismus die Thesen: „Weg mit allen Gesell- 
schaftsschranken, weg mit aller sogenannten 
Kultur, weg mit allen Leidenschaften." Sche 
menhaft gleiten die Helden des Dichters der 
„Kreuzersonate" und der „Auferstehung" am 
geistigen Auge des Gegenwartsmenschen vor 
über. Und doch packen uns seine Thesen wieder, 
wenn sie durch eine solche Künstlerin wie die 
Garbo gestaltet werden. Anna Karenina, ein 
Film um die Kultur eines Milieus des zari 
stischen Rußlands, eines Milieus, das uns 
heute befremdet. Und doch — erhielt dieser 
Film auf dem Bienale in Venedig die höchste 
Auszeichnung, die „Coppa-Mussolini" — und 
hinsichtlich der Bewertung einer Schauspiel 
kunst mit Recht. Vor einiger Zeit griff eine 
bekannte Filmrezensentin die Kunst der Garbo 
an. Eine Erörterung hierüber ist hier fehl am 
Platze. Es gibt jedoch zu denken, daß in Holly- 
wooder Studios fast alle deutschen Künstler, 
die in der Zeit der Amerikaflucht drüben dreh 
ten, keinen durchschlagenden Erfolg starten 
konnten. Amerika typisiert — und die Type ist 
Konjunkturerfolg. Um so höher ist die Schau 
spielkunst der Garbo zu bewerten, denn auch 
sie ist Type geworden — und doch jeder Film 
ein Welterfolg. Es gibt weiter zu denken, daß 
Filme, die uachsynchronisiert werden müssen, 
keinen Anspruch auf Weltgeltung erheischen 
können. Und doch erhielt der Film die höchste 
Auszeichnung. Das dürften Gegenbeweise der 
Zerkrittelung höchster Schauspielkunst sein. 
Greta Garbo besitzt eine Gestaltungskraft und 
eine Innerlichkeit im Mienen- und Gesten 
spiel, wie kaum eine andere Schauspielerin. 
Man vergißt dariiber, daß dieser Film wieder 
nur um die Garbo gedreht worden ist, daß von 
der Weltanschauung eines Tolstoi wenig oder 
garnichts übrig blieb, man vergißt, daß es 
wieder die gleichen Großaufnahmen mit der 
effektvollen Licht- und Schattenverteiluug wie 
bei allen Garbo-Filmen sind, man vergißt so 
gar, daß der stumme Kareninafilm der Garbo 
dem Gedankengut Tolstois gerechter wurde. 
Dr. Th. 
* 
In der Schauburg: 
Prinzessin Turandot. 
Ein chinesisches Märchen, eine Parodie auf 
ein launisches und eigensinniges Prinzeßchen, 
das alle Freier, die nicht drei Rätselfragen 
lösen können, köpfen und die Köpfe auf der 
Stadtmauer aufpflanzen läßt. Da kommt ein 
frischer kecker Vogelhändler (Willi Fritsch) mit 
seinem ulkigen Sancho Pansa (Paul Kemp) 
des Weges gezogen. Lachend gewahrt er den 
Spuk um Turandot und beschließt k. H., dem 
vor der Ehe sich sperrenden und Unfug stif 
tenden Frauenzimmer das hübsche Köpfchen 
zum Wohle des Landes zurechtzusetzen. 
Es gelingt ihm in einer Reihe abenteuerlich 
bunter Szenen nach Ueberwindung von man 
cherlei Schwierigkeiten. Das flieht sich und 
zieht sich an im Liebesgetändel und verstrickt 
sich in Amors Netz. Der Bogelhändler wird 
Turandots Gemahl und Eidam des großen 
Kaisers mit Pantoffelheldenschwächen. Daß 
die vermeintlich enthaupteten Brautwerber 
schließlich wieder alle lebend auf der Bild 
flüche auftauchen, wobei der auf Lösegeld 
brennende spitzbübische Oberrichter jenes 
seltsamen Landes und kunstvoll bemalte Köpfe 
aus Ton eine Rolle spielen, ist eine Ueber- 
raschung ganz besonderer Art. 
Der Ufa-Architekt hat Bilder von fernöst 
lichem Reiz gebaut. Das Geschehen zerfließt 
nicht in chinesischen Tinten, sondern trügt durch 
den Vogelhändler und seinen Knappen den 
uns ansprechenden herzhaften Ton fahrender 
Gesellen. 
Käthe v. Nagy (Prinzessin Turandot), Inge 
List (ihre Vertraute), Fritsch (von siegender 
Männlichkeit) und Kemp (von entwaffnender 
Dummpfiffigkeit) machen ihre Sache gut, assi 
stiert von einer langen Reihe wunderlicher 
Gestalten. 
Schon zur Vorkost gibt's Lustiges, sodann 
einen auch landschaftlich geschickt umkleideten 
Tierfilm. Fledermäuse! Unter den Zeitbildern 
fesseln namentlich kraftvolle Aufnahmen vom 
nationalen Feiertag des deutschen Volkes mit 
Ansprachen des Führers. # 
Elektra-Lichtspiele: 
* 
Clark Gable i« „Nach Büroschluß". 
So liebt es Amerika: Der Reporter Mr. 
Branch in Hemdsärmeln vor dem Schreibtisch, 
den Hut auf dem Kopf und schreit durch drei 
Telephone zugleich. Er wird Mr. Bannister 
schon zur Strecke bringen, diesen großen An 
walt mit den dunklen Punkten in seinem Le 
ben, jawohl. Und dann passiert der Mord, und 
die arme Mrs. Patterson, die immer so drang 
saliert wurde von ihrem Mann, ist tot. Da 
kommen einem fast die Kullerchen, wenn es 
nicht so unglaublich sensationell wäre. Bitte, 
in den höchsten Kreisen, Geliebte und Klientin 
zugleich, und dann ausgesogen und ermordet. 
Das gibt natürlich Schlagzeilen, daß sich die 
Reporter nur so drängeln. Wie lieb der Mr. 
Branch ist, gewiß ein zeilenhungriger Repor 
ter, aber auch viel rächendes Schicksal. Wie er 
diesem abscheulichen Mister Bannister den 
Kinnhaken klebt und dann die kathodenblonde 
Sharon auch noch aus seinen Stricken befreit — 
— Na, das Ende der aufregenden Drehbuch- 
verwicklungen gibt's in der Elektra zu sehen, 
wo Clark Gable sehr gelungen den Reporter 
spielt. 
Dazu ein unterhaltsames Vorprogramm 
über die Geschicklichkeit der Menschen, die 
Klugheit der Hunde und die aktuellen Ereig 
nisse aus aller Welt. 
ScUleswiņ-Mûlrfeito 
Ums Itendsbueq. 
Feuer in Einfeld. 
Einfeld, 22. Mai. Gestern morgen brach in 
dem Feuerungsschuppen und S'chweinestall auf 
dem Gewese der Witwe Röschmann ein Feuer 
aus. Die Besitzerin sowie die Nachbarn wurden 
erst durch den hellen Schein der aus den Ge 
bäuden schlagenden Flammen auf die Gefahr 
aufmerksam. Mit vereinten Kräften gelang es, 
die darin vorhandenen Tiere zu retten. Auch 
das nur drei Meter entfernte weichgedeckte 
Wohnhaus blieb dank des Regens und des 
energischen Einsatzes der Wehrleute von den 
Flammen verschont. Vermutlich ist der Brand 
im Backofen entstanden, denn am Tage vorher 
ist noch gebacken worden. Das frische Brot ist 
mitverbrannt. 
* * ~ 
sk. Luhnstedt, 20. Mai. Bon einer Seltenheit 
in der Imkerei kann der hiesige Lehrer H. 
Zenk berichten, der in diesem Jahr schon am 
19. 5. den ersten Schwarm von seinen Völkern 
erhielt. Ein altes Imker-Sprichwort sagt: 
„Ein Schwarm im Mai ist wert ein Fuder 
Heu." Ob's sich bewahrheiten wird, muß die 
Zeit lehren. 
R. Warder, 22. Mai. BDM.-Treffen. Der 
BDM.-Untergau 163, Rendsburg, beabsichtigt, 
vom 30, Mai bis 1. Juni d. I. ein Pfingstlager 
am Warder See abzuhalten. Ca. 200 BDM.- 
Mädel (Führerinnen und Sportwartinnen) 
werden an diesem Lager teilnehmen. Die Un 
terbringung der Mädels erfolgt bei dem Bau 
ern Joh. Jöhnk und für Verpflegung sind die 
nötigen Vorbereitungen getroffen. Auch findet 
anlläßlich des BDM.-Trefsens in Warder die 
Wimpelweihe des Gaues Altona durch die 
Gauführerin Anni Pierrock statt, und die 
deutsche Arbeitsfront, Ortsgruppe Gr.-Boll- 
stedt, wird an diesem Tage auch ihre Fahne 
weihen. Abends findet in H. Kruses Gasthof 
am 1. Pfingsttag Ball statt. Das Pfingstlager 
an dem herrlich gelegenen See wird für alle 
Teilnehmerinnen ein großes Erlebnis werden. 
es. Bordesholm, 22. Mai. Großes Glück im 
Unglück hatte am Himmelfahrtstag der Len 
ker eines Autos. Der Wagen fuhr, vom Alten 
Haidkrug kommend, durch den starken leben 
den Zaun des Hartmannschen Grundstückes 
und landete, den Weg über die Böschung neh 
mend, im Garten. Der Führer des Wagens 
flog heraus und kam zum Glück mit leichteren 
Verletzungen davon. Viel Mühe kostete es, 
den Wagen aus seiner Lage zu befreien, der 
wenig beschädigt war, so daß er seine Fahrt 
aus eigener Kraft wieder fortsetzen konnte. 
Beim Ringreiten in Gnutz errang die Kö- 
nigsmürde nach hartem Kampf Jungbauer 
Stühmer und bei den jungen Mädchen Fräu 
lein Dorothea Rißmann, (gn.) 
Durch langjährige treue Dienste zeichnen 
sich aus Fräulein Anna Rohwer und Jung 
mann Hermann Reese, die beide bei dem Bau 
ern Claus Mehrens in Gnutz in Stellung 
sind. Erstere ist dort im elften Jahr und R. 
im fünften Jahre ununterbrochen in Dienst. 
Ein gutes Zeichen gewiß für Betriebsführer 
und Gefolgschaft, (gn.) 
Beim Ringreiten in Wilhelmsbnrg bei dem 
Gastwirt D. Struve am Himmelfahrtstage 
wurde unter 10 Reitern Hermann Modran 
König. Bei einem gleichzeitig abgehaltenen 
Gewinnschießen war derselbe ebenfalls der 
beste Schütze, (s.) 
Das diesjährige Ringreiten in Langwedel 
fand bei ganz günstigem Wetter am Himmel- 
fahrtstag statt. Es nahmen am Reiten 38 
junge Leute aus Langwedel und Umgegend 
teil. Die jungen Mädchen hatten Würfeln, 
daran nahmen 26 junge Mädchen aus dem 
Dorfe teil. Die Königswürde errang der 
junge Mann von Springhorst, Henry Riesen 
berg. Königin wurde Frl. Erna Winkelmann 
bei Kaufmann H. D. Delfs, Hierselbst, (rb.) 
82. Geburtstag. Der Altenteiler Claus Kühl 
in Westerrönfeld konnte am 17. d. M. in selte 
ner geistiger und körperlicher Frische seinen 
82. Geburtstag feiern. Seit über 60 Jahren 
ist Kühl Leser der Schleswig-Holsteinischen 
Landcszeitung. 
liceis tdwm^kdz 
Sittenverbrecher überfällt 12jähriges Mädchen- 
Sehestedt, 22. Mai. Am Himmelfahrtstage 
wurde gegen 15.30 Uhr im Osterrader Gehm) 
bei Sehestedt ein 12jähriges Mädchen von 
einem Manne überfallen, der sich an dem 
Kinde verging. Der Sittenverbrecher wird m>e 
folgt beschrieben: Er hatte dunkelblonde 
Haare, trug einen blauen Jackettanzug, bla»e 
Schirmmütze, schwarze Halbschuhe, grünen
	        
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