Full text: Newspaper volume (1936, Bd. 2)

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Schlips mit weißen Punkten. Im Gesicht hatte 
et viel braune Flecke. Er führte ein altes, ver 
altetes Fahrrad mit neuerem Patentsattel 
"ei sich. Sachdienliche Mitteilungen werden an 
Me Polizei- und Gendarmeriedienststellen er 
beten. 
Hs. Gettorf, 22. Mai. Fuchs im Hühnerftall. 
Nei dem Arbeiter Bernhardt Wölk in Os- 
borf drang ein Fuchs in den Hühnerstall ein. 
tötete den ganzen Bestand, 11 Hühner und 
® Küken. — Feuer. Bei einer alten, alleinste 
henden Frau in der Bergstraße kam in einer 
Abseite ein Feuer zum Ausbruch. Die Frau 
hatte noch nichts gemerkt und schwebte in Le 
bensgefahr, und wenn nicht gerade Maurer 
Ģrothkopp, der unten im Hause wohnt, von 
ber Arbeit gekommen wäre, hätte es ein Groß 
tuer gegeben. Gr. konnte das Feuer ablö 
schen, ohne die Feuerwehr zu alarmieren. 
leiters Lehrer O. Lüthke zum Führer der Ka 
meradschaft berufen. Kreisführer Kam. Paul 
sen sprach in begeisternder Art über Ziele, 
Aufbau, Aufgaben des Bundes und nannte 
die Gründe, die ein Bestehen des Reichskrie 
gerbundes rechtfertigen. 
Aus üceis Husutn 
Auf eiue 25jährige Tätigkeit auf Gut Borg- 
hvrster Hütten konnte der Landarbeiter Gu 
stav Meyer zurückblicken. In Anerkennung 
ickner treuen Dienste bedachte ihn seine Guts 
herrschaft mit einer Barzuwendung von 150 
und freier Reise und ötägigem Aufenthalt 
auf der Reichsnährstandsschau in Frank 
furt a. Main, (hs.) 
Heeis SMeswify 
Errichtung von vierzig neuen Wohnungen. 
cs. Schleswig, 23. Mai. Unter der Leitung 
Mn Bürgermeister v. Baselli fand am gest 
rigen Freitagabend im Rathause eine öffent 
liche Beratung der Schleswiger Ratsherren 
tatt. Die Wohnungsbaugesellschaft für Heim- 
iparer in Kiel beabsichtigt, in Schleswig vier 
zig neue Wohnungen zu errichten. Die Häuser 
wllen an der Ecke Stadtfeld-Schanze und an 
"er Ludendorffstrntze (östliche Parallelstraße 
Mr Hindenburgstraße am städtischen Wasser 
arm) gebaut werden. Einer Angleichung der 
Besoldung der städtischen Beamten und An- 
öestellten an die Gehälter der Reichsbeamten 
Uud einer Aenderung des Ortsstatuts für die 
Hinterbliebenenbezüge und Ruhegehälter 
îuurde zugestimmt. 
Waldbrand im Jdftedter Gehege, 
cs. Schleswig, 23. Mai. Im Jdftedter Ge 
hege bei Schleswig entstand dieser Tage ein 
ÄZaldbrand, der bei dem kräftigen Wind bald 
einen erheblichen Umfang annahm. Zahlreiche 
japanische Lärchen und junge Fichten fielen 
öen Flammen zürn Opfer. Das Feuer wurde 
von einer Truppe des Infanterie-Regiments 
Nr. 26 in Schleswig, die in dieser Gegend eine 
Uebung veranstaltete, gelöscht. Die Ursache 
hes Brandes konnte noch nicht festgestellt 
werden. 
Wiedereröffnung der Herberge zur Heimat, 
cs. Schleswig, 23. Mai. Bor einigen Tagen 
wurde die „Herberge zur Heimat" in der 
oberen Schleistraße wieder eröffnet. Die un 
sren Räume des Gebäudes, in denen bisher 
hie Geschäftsstelle der NS.-Bolkswohlfahrt 
Untergebracht war, haben ein freundliches 
Aussehen erhalten. 
Aus iteupdUdfan 
ln. Wohlde, 23. Mai. Die Ortsgruppe der 
NSDAP, hielt in Schmidts Gasthof ihre mo 
natliche Pflichtvcrsammlung ab. Der Orts- 
öruppenleiter begrüßte im besonderen den an 
wesenden Kreisführer des Rcichskriegerbun- 
vcs Kam. Paulsen, streifte dann verschiedene 
Zeitereignisse und würdigte besonders das 
Nordmarktreffen der SA. am 23. und 24. Mai 
sll Kiel und die Kinderlandverschickung durch 
we NSB. — Im Anschluß an die Versamm 
lung tagte die Kameradschaft des Neichskrle- 
Mrbundes Kyffhäuscr. Der Kamerad I. D. 
Aussen gab zunächst einen Tütigkeits- und Kas 
senbericht über das verflossene Rechnungsjahr 
M35. Einem kleinen Fehlbetrag stehen noch 
größere Forderungen gegenüber. Leider war 
we Kameradschaft seit einiger Zeit führerlos. 
Nun wurde auf Vorschlag des Ortsgruppen- 
hc. Schwabftedt, 23. Mai. Ein Autozusam- 
meuftotz ereignete sich in unserm Ort, wo an 
der unübersichtlichen Straßenkreuzung bei der 
Post ein Hamburger Personenauto mit dem 
Auto des Elektroingenieurs Curt Gerhardt 
aus Schwabstedt zusammenstieß. Das Auto 
von Gerhardt, ein fast neuer Wagen, wurde 
sehr stark beschädigt, und der Fahrer des 
Hamburger Wagens flog mit dem Kopf durch 
die Windschutzscheibe und trug starke Verlet 
zungen davon, während Gerhardt nur gi- 
ringfügige Verletzungen erlitten hatte. 
Aus Sidecdedi 
hc. Garding, 23. Mai. Auszeichnung. Auf 
der letzten Vierteljahrsversammlung der 
Schuhmacher-Pflicht-Jnnung d. Kreises Eider- 
stedt wurde den Schuhmachermeistern I. D. 
Petersen, Tönning, und W. Voller, Garding, 
die silberne Ehrennadel des Reichsinnungs 
verbandes des Schuhmacherhandwerks durch 
Obermeister Ernst Müller feierlich überreicht. 
Aus H&sdļäesiatod 
ß. Bredstedt, 22. Mai. 9. Sohn geboren! 
Am Himmelfahrtsabend wurde dem Reichs 
bahnheizer Gustav Nutzen, Bredstedt, Wester 
straße 36, das neunte Kind, und zwar ein 
neunpfündiger Knabe, geboren. Alle neun 
Kinder der Eheleute Nutzen sind gesunde 
Knaben. Beim siebenten Kinde hatte unser 
Führer Adolf Hitler die Patenschaft über 
nommen. Der neugeborene Knabe soll Her 
mann Georg heißen. Diese Patenschaft will 
man dem Ministerpräsidenten Hermann Gö- 
ring antragen. 
AB-H&edsddeswig. 
Drillinge geboren — Drei gesunde Jungen! 
Hadersleben, 22. Mai. Die Frau des Arbei 
ters Diedrichsen in Oedis-Bramdrup, Kreis 
Hadersleben, wurde am Himmelfahrtstag von 
Drillingen entbunden. Es handelt sich um 
Knaben, die alle gesund sind. Auch die Mutter 
ist wohlauf. 
Beim Spielen erdrosselt. 
Hadersleben, 22. Mai. Der zehnjährige Sohn 
eines Landmannes und Fischers in Oerby- 
hage, Kreis Haüersleben, stolperte beim Spie 
len in einem Schuppen, in dem sein Vater 
Fischereigeräte aufbewahrte und geriet mit 
dem Kopf in die Schlinge eines dort aufge 
hängten Netztaues. Die Schlinge zog sich zu 
und erwürgte den Jungen, bevor es ihm ge 
lang, sich zu befreien. 
Tödlicher Verkehrsunfall. 
Tondern, 22. Mai. Der Landmann Nis 
Jespersen in Rens, Kreis Tondern, stieß auf 
seinem Fahrrad mit einem Kraftwagen zu 
sammen und wurde so schwer verletzt, daß er 
bald darauf im Kreiskrankenhaus gestorben 
ist. 
Aattdsckafö Atttydu 
Durch elektrischen Strom erheblich verbrannt. 
Thumby, 22. Mai. Einige Monteure waren 
damit beschäftigt, eine elektrische Leitung in 
und bei der Kirche umzulegen. In der An 
nahme, der Strom sei ausgeschaltet, kam einer 
der Monteure einem Leitungsdraht zu nahe 
und blieb an demselben hängen. Der Bauer 
Rudolf Sacht hörte einen Hilferuf als er zu 
fällig vorbeiging. Er sah den Mann, der be 
reits die Besinnung verloren hatte, ange 
schnallt am Mast hängen. Sacht lief in die 
Kirche und holte die dort beschäftigten Män 
ner zur Hilfeleistung herbei. Nachdem im 
Transformator die Ausschaltung vorgenom 
men war, wurde der wie leblos am Mast hän 
gende Monteur heruntergeholt. Er hat schwere 
Verbrennungen an den Händen davongetra 
gen. 
Aus Udskm 
Das Lnftamt von Kiel nach Hamburg verlegt. 
Kiel, 22. Mai. Das im Jähre 1934 in Kiel 
errichtete Luftamt ist nach Hamburg verlegt 
worden. Es führt nunmehr die Bezeichnung 
„Luftamt Hamburg". Leiter des Amtes ist 
Oberstleutnant Pueschel. 
Aus H&Usuwestedt, HantoOu-Ucd&MCMcķto* 
und UfnQ&fyend 
Im Dienste der Bewegung 
tödlich verunglückt. 
ai. Hohenwcstcdt, 22. Mai. Von einem sehr 
herben Schicksalsschlag wurde die Familie 
Friedrich Begier, hier, betroffen. Der älteste 
Sohn Friedrich war bei einem Schlossermei 
ster in Teupitz in Arbeit. Dort war er mit 
der Führung des SS.-Sturmes XII 8/30 be 
auftragt. Am Montagabend wollte er nach 
beendetem Dienst noch nach dem Sturmbüro 
fahren und ist auf dem Wege dorthin mit dem 
Motorrad gestürzt. Die Teupitzer (Königs- 
wusterhausenerj Zeitung schreibt über den 
Unfall: „Ein bedauerlicher Unglücksfall, bei 
dem ein junger Handwerker und Kämpfer für 
die Idee Adolf Hitlers sein Leben lassen 
mußte, ereignete sich am Montagabend auf der 
Chaussee Teupitz—Egsdorf. Der bei dem 
Schlossermeister Max Lehmann in Teupitz be 
schäftigte ledige 28jährige Mechaniker Fried 
rich Begier wollte mit seinem 500er-DKW.- 
Motorrad in seiner Eigenschaft als SS.-Mann 
nach dem Sturmbüro in Wünsdorf fahren. 
Kurz nach 9 Uhr passierte er die scharfe Kurve 
bei Kleine Mühle. Hier verlor er seine Dienst 
mütze. Durch den Bremsdruck geriet er in den 
Sommerweg, überschlug sich und brach das 
Genick. Autofahrer fanden ihn im Sommer 
weg vor dem Zachariasschen Haufe liegend 
auf. Der hinzugezogene Arzt konnte nur noch 
den sofort eingetretenen Tod feststellen." 
Die Eltern wurden telegraphisch von dem 
Unglücksfalle benachrichtigt. Sie sind hinge 
fahren und brachten die Leiche gestern hierher, 
so daß er heute hier an seinem Heimatorte 
beigesetzt werden konnte. Der Verstorbene 
muß an seinem dortigen Wirkungskreise sehr 
beliebt gewesen sein, denn ein großes Gefolge, 
in dem alle Formationen der Bewegung — 
SS., SA., SAR., Jungvolk, HI. und BDM. 
vertreten waren, gab dem Leichenzuge etwa 
3 Klm. weit das Geleit. Die Standarte und 
der Sturmbann hatten je einen Vertreter mit 
einem Kranz hergeschickt und von dem Sturm 
selber war eine Fahnenabordnung hier am 
Orte, um den verstorbenen Kameraden zu 
ehren. Auch die hiesigen Formationen gaben 
dem Verstorbenen mit ihren Fahnen das letzte 
Geleit. — Der junge Mann hatte sich auf seine 
Meisterprüfung vorbereitet und sollte Anfang 
Juni diese ablegen. Erst vor kurzer Zeit hat 
er dieses den Eltern mitgeteilt und dabei ge 
schrieben, daß er sofort nach bestandener Prü 
fung heimkehren und dem Vater die Last des 
Geschäftes abnehmen werde. Das Schicksal hat 
es anders bestimmt, seine Heimkehr kam frü 
her wie er dachte und in anderer Weise. 
Starke Beteiligung der SS. 
beim Nordmarktreffeu. 
Kiel, 22. Mai. Wie wir erfahren, stellt die 
SS. zum Nordmarktreffeu folgende Mann 
schaften: 
1. Geländesportwettkampf sieben Mannschaft., 
2. Hindernislauf drei Mannschaften, 
3. 3000-Meter-Lauf neun Mannschaften, 
4. 18-Klm.-Gepäckmarsch neun Mannschaften, 
5. Pionier-Wettkampf eine Mannschaft, 
6. Nachrichten-Wettkampf drei Mannschaften, 
7. Scheinwettkampf zehn Mannschaften. 
Kommisiarischer Leiter der 
Natioualpolitischeu Erziehungsanstalt Plön. 
Plön, 20. Mai. Wie wir erfahren, ist für die 
Zeit, in der Standartenführer Brunk seinen 
Auftrag zum Ausbau der Nationalpolitischen 
Erziehungsanstalt in Ostpreußen erledigt, 
Oberstfeldmeister Kapitänleutn. a. D. Walts- 
gott, Essen, durch Inspekteur der National 
politischen Erziehungsanstalten Gruppenfüh 
rer Heißmeyer zum kommissarischen Leiter der 
Nationalpolitischen Erziehungsanstalt in 
Plön ernannt worden. Oberstfeldmeister 
Waltsgott, Essen, ist bereits in Plön einge 
troffen. 
Schaslämmer von Krähen getötet. 
Bad Bramstedt, 20. Mai. Ein Schwarm 
Krähen überfiel auf einer Weide eine Anzahl 
neugeborener Schaslämmer. Die jungen Tiere 
wurden von den Räubern so übel zugerichtet, 
daß drei Schaslämmer eingingen. 
Preisermäßigung für den Besuch der 
Ausstellung „Die schassende Nordmark". 
Die Ausstellungsleitung „Die schaffende 
Nordmark" teilt mit, daß es nach Rücksprache 
mit den maßgebenden Stellen gelungen sei, 
jedem Volksgenossen die Möglichkeit zu ge 
ben, diese Ausstellung und die Gartenschau 
„Planten un Blomen" zu besuchen, da der 
Eintrittspreis von 60 Pfg. auf 40 Pfg. herab 
gesetzt worden ist. Der Eintrittspreis für Mi 
litär, Polizei, Erwerbslose und Rentner be 
trägt 20 Pfg. und für Kinder 10 Pfg. 
Aus dem Qmddssml 
cg. Flensburg, 22. Mai. Wegen Amtsunter 
schlagung hatte sich Asmus Manikus aus 
Ellund vor der 1. Großen Strafkammer des 
Flensburger Landgerichts zu verantworten. 
Der Angeklagte verwaltete die Posthilfsstelle 
in Ellund und erhielt dafür eine Entschädi 
gung von 45 JUt int Monat. Anfang des 
Jahres 1936 beschwerte sich ein Landmann bei 
der Post, daß eine Einzahlung, die am 6. Jan. 
erfolgt sei, erst 6 Wochen später in seinen Be 
sitz gekommen sei. Als darauf eine Revision 
der Poststelle erfolgte, stellte sich heraus, daß 
M. in 29 Füllen Einzahlungen nicht sofort 
weitergeleitet hatte. Mit später eingehenden 
Zahlungen wurden die alten Fehlbeträge zu 
gestopft, denn M. hatte wegen seiner schlechten 
wirtschaftlichen Lage das Geld teilweise für 
sich verbraucht. Um die Verfehlungen zu ver 
schleiern, hatte er auch verschiedentlich das 
Datum auf den Zahlkarten geändert und 
außerdem hatte er in 8 Fällen die Rundfunk 
gebühren nicht abgeführt. Bei der Revision 
stellte sich ein Fehlbetrag von 12,74 &Jt her 
aus, der von M. sofort ersetzt wurde. An sich 
steht auf Beamtenunterschlagung eine Zucht 
hausstrafe, doch bewilligte das Gericht dem 
Angeklagten mildernde Umstände, da er ein 
reumütiges und offenes Geständnis ablegte 
und auch sonst ein ordentlicher Mensch sei. 
Eine Gefängnisstrafe von 8 Monaten wurde 
als ausreichende Sühne angesehen. Der 
Staatsanwalt hatte 1 Jahr Gefängnis und 
Erlaß eines Haftbefehls beantragt, doch wurde 
derselbe abgelehnt, da Fluchtverdacht nicht 
vorliegt. 
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