Literarisches Echo
Der Dichter
von HermannClaudius.
Ich habe so oft
nach Licht und Raum begehrt —
nun bin ich fast erschrocken,
daß man mich ehrt.
Daß man vor allem Volke
mich erhöht.
Ich falte meine Hände
wie zum Gebet.
Daß meine Seele vor Gott
einsam sei,
daß sie nicht willig werde
dem Taggeschrei.
Es kommt der Abend, es gehen
Baum und Vogel zur Ruh.
Der Tag hat ausgesungen.
Seele, bleibe du!
Der Heliand
Das deutsche Christus-Buch.
Von Dr. JürgenPetersen.
Die Sammlung altgermanischer Volksdich
tung: der Heldenlieder und Schlachtgesänge,
der Zaubersprüche, der Tanz- und Festlieder,
die auf Veranlassung Karls des Großen er
folgt war, ging unter der verständnislosen Re
gierung seines Sohnes und Nachfolgers Lud
wig zum größten Teil wieder verloren. Dieser
Frankenkönig sah in der Pflege und Erhaltung
heidnischer Volksdichtung eine Gefahr für die
Reinheit der christlichen Lehre. Aber unter dem
Klerus, vor allem unter den gelehrten Mön
chen in den Klöstern, gab es nicht wenige,
welche die unermeßlichen Werte dieser ältesten
und dichterisch teilweise einzigartigen Aeuße
rungen eines Volkes zu schätzen wußten und
sich, trotz des Verbotes, mit Hilfe der in da
maliger Zeit ja nur ihnen zu Gebote stehenden
Fähigkeit des Lesens und Schreibens für ihre
Erhaltung einsetzten.
Aus solchem Bedürfnis entstand zur Zeit der
Regierung Ludwigs des Frommen, zwischen
822 und 840, die älteste Umdichtung der Bibel
auf germanischem Boden: der „Heliand". Es ist
die int Stile des antiken Epos gestaltete Er
zählung vom Leben und Sterben Christi. —
Der unbekannte Verfasser muß der Sprache
nach ein Geistlicher aus dem Stamme der Sach
sen gewesen sein. Es war seine Absicht, dem
sächsischen Volke, das ja mit besonderer Zähig
keit am alten Glauben festgehalten hatte eine
seinem Wesen vertraute Darstellung des
Christus-Lebens zu geben. Und wir sehen
staunend, mit welchem Feingefühl der Verfas
ser es verstanden hat, im „Heliand" eine Brücke
zwischen germanischen und christlichen Vor
stellungen zu schlagen.
Das germanische Heldenlied hat einen ari
stokratischen Charakter. Die Helden sind fürst
licher Herkunft, und das Band, das den Herrn
mit dem Gefolgsmann verbindet, ist nicht
blinde Unterwerfung, sondern die Treue, jene
Eigcuschaft des freien Mannes. Deshalb ist es
auch dem Heliand-Dichter besonders darum zu
tun, die edle Herkunft seines Helden zu zeigen.
Dementsprechend sind auch seine Gefolgs-
mannen, die Jünger des Heliand (Jesus), von
edler Herkunft. Sie werden als die kühnen
Degen, die treuhaften Männer, die ihm erge
ben sind bis zum Tod, geschildert.
^Die Bergpredigt wandelt sich zum
Thing, das unter dem Vorsitz Christi als des
thronenden Fürsten stattfindet. Nordisch ist
das Landschaftsbild. Die großen, einsamen
Wälder, von denen die Rede ist, der Wind, der
von Westen weht, der Frühling, der die
Knospen aufbrechen läßt... das alles sind keine
Schilderungen Palästinas, sondern deutschen
Landes. Ein starkes Naturgefühl spricht auch
aus jenen Stellen, in denen das Meer und der
Sturm geschildert werden.
Die Form des Heliands-Heldenliedes also ist
germanisch. Der Inhalt aber ist dessen unge
achtet christlich. Niemals sind die grund
legenden christlichen Lehren zugunsten germa
nischer Begriffe gewandelt. Und Christus ist
der vollkommene germanische Held.
Das Heliand-Epos ist nicht das einzige Ge
dicht von Christus in deutscher Sprache geblie
ben. Im selben Jahrhundert entstand auf dem
germanischen Festlande noch eine zweite Um
dichtung: das Evangelienbuch des Weißenbur
ger Mönchs Otfried. Dieser ist damit zugleich
der älteste deutsche Dichter, dessen Namen wir
kennen. Die wertvollste deutsche Jesus-Dich
tung ist der „Heliand" geblieben.
I» memoriam Henrik Ibsen
Gedanken zu seinem Todestag
von Dr. HansThielmann.
Eine Welt hat ihm gehuldigt — überschweng
lich zu seinem 70. Geburtstag, und diese Welt
schien dabei vergessen zu haben, daß Ibsen
stets Mahner und Ankläger war, dessen Werk
die Lügen und Lasten einer menschlichen Ge
sellschaft nie geschont hat. Von ihm aus bran
dete eine neue Aera der Dichtung über
Europa, von ihm aus konzentrierte sich eine
neue dramatische Architektur, deren Gedanken
welt revolutionierend wirkte, revolutionie
rend auf das Denken seiner Zeit, revolutionie
rend besonders im deutschen Drama um die
Jahrhundertwende. Es waren Gedanken einer
modernen Welt, die ihn beschäftigten: die
Frauenfrage, das Vererbungsgesetz, der
dumpfe Jammer kleinmenschlicher Alltags
gedanken, die in wunderbar feiner Symbolik
zum Ausdruck gebracht wurden. Erst heute er
leben wir wieder eine Jbsenrenaissance, erst
eine Zeit, die gegen jede Halbheit der Men
schen Front macht, die für veraltetes Denken
neue Ideen setzt, kann dem „Jde"—alist Ibsen
wieder Verständnis entgegenbringen. Dieser
Mensch Ibsen mit der Forderung: Sei ganz
du selbst — wurde in seiner Heimat, seinem
Norwegen, das er über alles liebte, nie ver
standen. Er blieb das Einzelwesen, das gegen
die Umwelt, gegen eine wurmstichige Gesell
schaft und gegen das hohle Staatsgebäude an
kämpft, ohne dabei, wenn er die Welt kriti
sierte, die scharfe Selbstkritik nie zu vergessen.
„Gerichtstag halten über sein Volk, Gerichts
tag über sich selbst" — mit der Forderung:
„Alles oder Nichts", sonderlich in seinem
Drama „Brand", das eine Satire gegen Nor
wegen war, ein zeitloses Drama, dessen Ereig
nisse sich im Gestern, Heute und Morgen ab
spielen können. Heute wieder sind Gedanken
seines Werkes aktuell, jene Gedanken, die um
den Menschen der Vererbung — und das da
mit aufkommende Schicksal kreisen.
In memoriam Henrik Ibsen — kurze
Striche, längst nicht damit den Jöeenöramati-
ker erschöpfend erfaßt, nur eines Dichters ge
denkend, der Adelsmenschen erziehen wollte,
der frei bleiben wollte trotz mißlicher Bedin
gungen, eines großen Dichters gedenkend, in
dessen Werk die Achtung vor der Persönlich
keit siegt.
Das Bild der niederdeutschen Dichterirr
Alma Rogge
Alma Rogge trägt die Schwere, Bedächtig- ş
keit, aber auch die unverwüstliche Lebenslust
des Menschenschlages von der Norüseeküste in
sich. Ihre Erzählungen „Leute an der Bucht",
die im Januar 1936 mit dem Literaturpreis
der Provinz Hannover ausgezeichnet worden
sind, zeichnen sich durch einen urwüchsigen Hu
mor aus und sind Meisterwerke der Charakter
bildung.
Die vergessene Birke.
Bon Alma Rogge.
Das Fest ist verrauscht. Die Plätze liegen
verlassen. Um die Häuser beginnt es zu dun
keln, dicke Wolken ziehen über den grauen
Himmel, kalt stößt der Wind um die Straßen
ecken. Der Tag ist müde. Unlustig klingeln die
elektrischen Bahnen von Haltestelle zu Halte
stelle.
Auf dem Pflaster liegt eine Birke, eine
junge, schön gewachsene Birke. Ihr weißer
Stamm leuchtet, ihre Zweige recken sich fein-
gliedrig nach allen Seiten, ihre Blätter sind
frisch entfaltet, Kätzchen hängen dazwischen.
Die junge Birke hatte sich gerade gerüstet, mit
Grünen und Blühen den Frühling festlich zu
feiern. Jetzt liegt sie hier, verloren, verlassen,
— niemand achtete auf sie.
An der Haltestelle der Elektrischen steht eine
Frau, groß, schlank, in einem dunkelgrauen
Mantel. Ihr Gesicht ist ernst und schön. Aber
ihr kleiner Hut ist verwegen.
Die Frau geht auf und ab, vorbei an der
jungen Birke. Es ist bitterkalt. Sie klappt
ihren Mantel vorne am Hals zu. Die Blätter
der Birke zittern.
Ein paarmal geht die Frau an der Birke
vorbei, dann bleibt sie stehen. Sie läßt ihre
Augen den weißen Stamm hinaufwanöern,
die schlanken Zweige entlang, über das erste
zarte Grün der Blätter. Ihr Gesicht ist nach
denklich, es ist weich. Jetzt beugt sie sich ein
wenig hinab, läßt einen Zweig über ihre be
handschuhte Rechte gleiten. Der feine Vlüten-
staub der Kätzchen legt einen grüngelben
Schimmer darauf.
Die Frau richtet sich wieder auf und sieht
über den Platz, über den kalten, steinernen
Platz, auf die grauen Wände der Häuser, über
die berußten Dächer hin in den dunklen Him
mel. Dann blickt sie wieder auf die Birke, auf
die verlassene junge Birke mit ihrem abge
hauenen, verwundeten Stamm.
Nun zieht sie entschlossen ihren rechten
Handschuh aus, packt fest den Stamm des Bau
mes und richtet ihn aus. Die Birke steht vor
ihr, hoch und schlank, bewundernd sieht sie zu
ihr auf, geht halb um sie herum. Die Zweige
strecken sich frei aus, schlagen an ihr Hütchen.
Die Frau vergißt alles um sich herum und
wandert um ihre Birke.
Jetzt kommt die Elektrische. Sie klingelt
mahnend, die Frau liest die Nummer ihrer
Linie, zögert. Dann nimmt sie tapfer ihre Birke
und steigt damit auf die vordere Plattform des
Anhängers. Die Birke biegt sich geschmeidig,
ihr Wipfel ragt buschig über das Dach des Wa
gens vor.
Der Schaffner sieht mißbilligend auf den
Baum. „Dat kostet aber Fahrgeld" brummt er.
„Gerne", sagt die Frau und zählt ihm mit
einem hellen Gesicht das Geld zu. Die Miene
des Schaffners klärt sich auf, er streicht sich un
ter dem Schnauzbart hin, er schmunzelt-
„Kommen Se gut nach Haus mit ihrem Ş'
buschen" sagt er.
Als die Frau aussteigt, sind bereits diê
Fahrgäste des ganzen Wagens an der Viru
beteiligt. Einige sprechen darüber, manche lä
cheln, ein altes Mütterchen nickt der Frau er
munternd zu. Alle aber haben einen frohes
Ausdruck im Gesicht und sehen ihr nach, rvie
sie unter Laub und Zweigen die Straße ent
lang ihrem Haus zuschreitet.
©tffyttfttttltt
Der «eue Roma«.
Bücher der Jugend.
In der Franckhschen Berlagshandlung erschienen in de<
Reihe ihrer Bastelheftc 2 Hefte, die recht dazu geeignet
sind, die Bastelarbeit im Haus und Heim ansprechend za
fördern.
„Wir bauen Flugzeugmodelle", von Willi Goepferich
(MM 1,60) mit einer genauen Anleitung des Modell
flugzeugs „Falke". Dem unerfahrenen Bastler hilft del
beigelegte Modellbogen in >/, Größe.
Wir bauen Blinkgeräte" von Willi Goepferich
(MM 0,80) wird jedem bastelnden Hitlerjungen ein«
willkommene Anleitung sein. Die instruktiven Zeichnun
gen wie auch die Erklärungen sind klar und eindeutig.
Justiz.
Die Freimaurerei vor Gericht. Neue Tatsachen über
Weltfreimaurerei, deutsch-christliche Orden und Ge
heime Hochgrabe. Von Rechtsanwalt Robert Schneider,
Karlsruhe. 3. ergänzte und neubearbeitetc Auflage-
Kart. Mk. 2.—.
bringt ihm in Nase und Mund, es brennt in
seinen Augen. Wieder beginnt er zu ruşen.
Zuerst ist es das Rufen eines Mannes, der sich
in einer Not befindet und der den Mut und die
Hoffnung noch nicht ganz verloren hat. In
kurzen Abstünden sendet er seinen Ruf um
Hilfe über die See, vielleicht, daß ihn die
Likendeeler auf dem Neuen Werk holen. Er
weiß, daß er in den Händen der Lilendeeler
verloren ist, aber die Likendeeler sind Men
schen von Fleisch und Blut, man kann nach
ihnen mit den Fäusten schlagen, man kann sie
sehen und mit ihnen kämpfen. Der Kampf ist
ungleich, aber er ist offen und nicht so unheim
lich und so ohne die winzigste Hoffnung wie
der Kampf mit den unsichtbaren Mächten.
Aber der Rufer in der großen Not erhält
keine Antwort, die Wellen rauschen, nicht laut
und schäumend, sondern sanft und freundlich.
Wieder schwimmt Sebald eine kurze Strecke
umher, dann findet er eine Stelle, wo er noch
mals ausruhen kann. Das Wasser geht ihm
hier bis an die Brust.
Vor seinen Augen, die von dem salzigen
Wasser geschlagen sind, beginnt es zu schwim
men. Es ist ihm, als ob der Nebel jetzt zerrisse.
Die Sonne scheint wieder, und ganz in der
Ferne steht über den kleinen schaumigen Wel
len, die im Sonnenlichte tausend blendende
Strahlenpfeile auf Sebald abschießen, der feste
Turm über dem Neuen Werk.
Ueber Sebald kommt jetzt eine große und
feierliche Ruhe, er weiß, daß er verloren ist,
aber die Furcht vor dem Tode rn der großen
Der Verfasser dieser aufsehenerregenden Schrift ist io*
Jahre 1929 aus der Karlsruher Loge „Leopold zur Treue"
ausgetreten. Daraufhin ergossen sich die üblichen Schmutz
kübel über ihn, die die internationalen Zusammenhänge
der Freimaurer aufs neue bewiesen. Im Anschluß daran
entwickelte sich auch ein Prozeß, in dessen Verlauf es
Dr. Schneider gelang, einige der bedeutendsten Führer
der deutschen Freimaurerei zu Zeugenaussagen vor Ge
richt zu zwingen. Es sind gerade die Leiter der angeblich
national und christlich geleiteten sogen. Altpreußischen
Logen gewesen, die hier Rede und Antwort stehen mutz
ten. Ihr Zeugnis gibt einen erschütternden Einblick in
die internationalen Beziehungen der Großlogen zueinan
der, die sich immer gegen das eigene Volk richten müssen,
selbst wenn der uneingeweihte Freimaurer niederer
Grade in seiner Harmlosigkeit das Gegenteil glaubt-
Hochintercssant sind die geschichtlichen Rückblicke, die das
unheilvolle Wirken der Freimaurerei belege». Man
braucht hier nur Namen zu nennen wie: Stresemann,
Dawes, Eduard VII. Diese Schrift reißt den Altpreußi
schen Logen die völkische Maske vom Gesicht und beweist,
wie recht unsere Staatsführung hatte, als sie auch diesen
Großlogen den Weiterbestand nicht gestattete.
See ist von ihm gewichen. Nur eine Traurig
keit ist in ihm geblieben. Er Senkt an Sie
schöne Elsbe, Sie um diese Zeit wohl in Sorge
um ihn am Strande gehen mag. Er sieht bas
Fleet in Hans Holters großem Hause, da
schneiden sie jetzt wohl große Stücke von dem
schwarzen Brotlaib. Es riecht nach dem Rauch
des Feuers, über dem der rußige Topf am
eisernen Kesselhaken hängt. Sie falten die
Hände und danken dem Herrn für unser täg
lich Brot. Und Sebald in der großen See hört
die Worte und spricht sie mit.
Nach dem Amen ist alles hell und klar. Und
da ist es ihm, als schwimme ans der See ein
großes Schiff mit vollen weißen Segeln. Von
dem großen Schiff stößt ein Kahn ab, darin
steht die hohe Gestalt eines Mannes mit
einem weichen und milden Gesicht. Und Se
bald erinnert sich an das bunte Schnitzwerk an
der Kanzel der Kirche in Adderndorf. Da ist
dargestellt, wie der heilige Peter in den Wel
len der See, über die der Sturmwind geht, zu
versinken droht, und wie der Herr über die
Wellen schreitet wie über festes hügliges Land,
und wie er dem ertrinkenden Jünger die Hand
reicht und ihn emporzieht. Und Sebald hört
eine Stimme, vor der alles Brausen des
Sturmwindes und alles Rauschen der großen
See und alle Schreie der Möwen schweigen:
Oh du Kleingläubiger, warum zweifelst du!
Da reckt Sebald die Hände empor wie der
versinkende Jünger Peter, der zweifelte, wie
er, und der doch zum Schutzherrn wurde aller,
die auf der großen See fahren und den Fi
schen nachstellen.
Schach i« Rendsburg
Geleitet von C. Hinz, Rendsburg.
Schachnachrichte«: Renbsburger Schachklub von 1898.
Spiellokal: Haus des Arbeitervereins von 1848, Kanzlei
straße.
Spieltage: Dienstagabends 20.18 Uhr. Sonntagmorgens
lab 9 Uhr freier Schachverkehr), Schachfreunde sind an
beiden Spieltagen willkommen.
Der Wettkampf Rendsburg—Neumünster fand am letz
ten Sonntag im Aukrug in Neumünster statt. Gespielt
wurde an 10 Brettern. Von unseren Spielern waren
leider einige verhindert. Um 3.30 Uhr wurde nach einer
Furzen Begrüßungsansprache durch den Gauleiter Förster
das Spiel freigegeben. Der Spielverlauf gestaltete sich
für unsere Renbsburger außerordentlich günstig. Wir wa
ren nach der Niederlage gegen Eckernförde am Vorsonn
tag nicht gerade mit allzu großen Hoffnungen auf die
Reise gegangen. Um so größer war die Freude bei uns,
als unser Sieg gegen 6 Uhr absolut fest stand. Das
Resultat war mit 6 1 /* zu 3Vt für uns überraschend hoch.
Damit sich aber keiner über die Spielstarke der Neu-
münsteraner ein falsches Bild macht, muß ich erwähnen,
daß Herr Förster 3 Kampfmeister und 2 L-Klassenspieler
nicht mit aufstellte. Immerhin ist die Leistung unserer
Spieler auch unter Berücksichtigung dieses Umstandes als
„sehr gut" zu bezeichnen.
Die Turnierergebnisse der letzten Woche sind recht ma
ger. In der ersten Gruppe wurden 2 Spiele erle
digt. Greenaae gewann als Schwarzer gegen Riedel,
Nölle als Schwarzer gegen Zettler. In der zweiten
Gruppe konnte Eallcsen als Weißer gegen Müller gewin
nen, während Brommann von Lavrenz besiegt wurde.
Lösung der Aufgabe Nr. 7 von H. Greenaae c2—c3.
Richtige Lösungen sandten ein: Lehrer Matzen, Brek-
lum,- Bagge, Rendsburg,- Rath, Büdelsdorf.
Für unsere weniger geübten Löser bringe ich heute
einen Dreizüger. Nach Auffindung des Schlüfselzugeb
ist die Aufgabe sehr leicht zu lösen.
Problem Nr. 9
von Carl Hinz, Rendsburg.
k g h
Weiß zieht und setzt in 3 Zügen matt.
Zuschriften und Lösungen sind einzusenden an bei»
Rendsburger Schachklub, Haus des Arbeitervereins,
Kanzleistraße Lösuugsfrist 14 Tage. Lösungsbekannt-
gabe in 8 Wochen.
Die Frau schließt ihre Tür auf und hebt W
Birke über die Schwelle. Im Treppenhaus
knipst sie das Licht an und trägt die Birke vor
sich her die Treppe hinauf. Sie geht unter der
Krone des Baumes, das Licht fällt von unten
dagegen, wirft den Schatten der Blätter ver
größert gegen die helle Wand. Die Zweigs
wippen, die Kätzchen stäuben, die ganze Warn
ist voll sich bewegender Blätter, sie wanderst
von Treppe zu Treppe mit. Die Frau geht be
schwingt und glücklich in diesem Wundergewirr
von Blättern und Zweigen, sie geht wie ist
einem ganzen Wald von Birken.
Der Wächter. Ein Roman aus der Zeit der VitalieN-
brüder von Hans Ullrich ,-Adolf Sponholtz Verlag, Haa
nover.
Der Dichter, aus dessem neuen Werk wir heute eine«
Ausschnitt geben, sagte einmal, daß seine Vorbilde»
Storm, Hamsun und Löns seien. Die stilistische Eigen
gesetzlichkeit dieser Dichter hat bei dem noch jungen
Schriftsteller eine glückliche Vereinigung gefundc»-
Schon dem Erstlingswerk „Der Söldner am Pflug" wurde
nachgerühmt, daß es neben dem klassischen Werk Löns
bestehen kann. Der neue Roman, der den Kampf der Han
se gegen das räubernde Schiffsvolk der Likendeeler schil
dert, atmet die Stille der blühenden Heide und den Or
kan der wildbewegten See. Ein historischer Roman, des
sen Stoff aber nicht in der Historie haften bleibt, son
dern darüber hinaus den Heroismus der Gegenwart uM
urwüchsiger Kraft und monumentalen weltanschaulichen
Perspektiven wiedergibt. Aus dem Zweiklang Meer und
Heide formt sich das Schicksal des Helden, der in diesen«
Entwicklungsroman vom Findelkind zum deutschen
Mann heranwächst, der zum Verfechter wahren Mannes-
tums, zum Wächter über die Zeit wider einer unsozialen
Gedankenivelt wird.
die
bot
sin,
cher
kett
bey
schi
Vox
ein
Not
Ulst
Gri
uni
Ers
daß
vlei
ver
Wa
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