Mit KWei ZerrtrrerN durch den Weltkrieg
(28. Fortsetzung.)
In unserem Quartier bei San Daniele ging
.s übrigens immer quietschvergnügt zu. Es
wohnte dort nämlich außer uns noch eine fran
zösische Dame mit zwei jungen, bildhübschen
Töchtern. Die Dame war aus Nordfrankreich
vor den einrückenden Deutschen geflohen und
hatte sich in dem italienischen Dorfe völlig
sicher gefühlt. Wir aßen gemeinsam mit den
Damen, die schon am zweiten Tage jede Scheu
verloren hatten, und es war eigenartig, wie
ihre Gesellschaft auf die rauhen Krieger wirkte.
Jeder suchte sein langst vergessenes Schulfran
zösisch wieder heraus, und die Unterhaltung
war bald allgemein. Nur einer unserer Leut
nants, der unkundig der fremden Sprache war
— deren Kenntnis er drüben in den Karpaten
noch stark gerühmt hatte — konnte nicht an der
Unterhaltung teilnehmen. Eines schönen Ta
ges setzten wir ihn aber doch zwischen Mutter
und Töchter, denen wir vorsichtshalber gesagt
hatten, daß der Herr Kamerad perfekt Franzö
sisch spreche. Anfangs hielt er stand und be
antwortete sämtliche Fragen zu unserer größ
ten Freude mit einem „oui" und „non". Sein
Kopf wurde immer röter, plötzlich sprang er
auf und verließ mit den lapidaren Worten:
„nix comprens Französisch", denen er noch
neckisch ein bekanntes Zitat aus Götz von Ber-
lichingen" beifügte, fluchtartig das Zimmer,
begleitet vom schadenfrohen Gelächter der gu
ten Freunde. Die ersten Worte hatten die Da
men noch verstanden, und sie waren auch völlig
beruhigt, als ich ihnen erklärte, die übrigen
Worte seien das bekannteste Zitat des größten
deutschen Dichters gewesen, das auch dem ein
fachsten Manne geläufig sei. Uebersctzt haben
wir ihnen das Zitat allerdings nicht. Dieser
stolze Herr hatte auf der Adresse seiner Heimat
briefe seinen alten Vater immer mit „Herr
Gutsbesitzer" tituliert. Es spricht sehr sür das
echte Standesbewußtsein des alten Mannes,
daß er an den Batterieführer zurückschrieb,
er möge seinem Sohn, dem Herrn Leutnant,
klarmachen, daß sein Vater ein kleiner Bauer,
aber kein Gutsbesitzer sei. Wir haben an jenem
Abend, an dem uns dies unser Kommandeur
erzählte, ein großes Glas auf das Wohl des
Wackeren getrunken. Dem Sohn aber war die
Angelegenheit äußerst peinlich.
Ruhezeiten gehen rascher vorüber als man
Erinnerungen eines Optimisten.
Von Karl Borromäus Gröber.
Copyright 1935 by Deutsche Berlagsanstalt Stuttgart.
wünscht. Die italienische Front war an der
Piave, wo unterdessen Franzosen und Englän
der zur Verstärkung eingetroffen waren, zum
Stehen gekommen. Ich persönlich bin der
Ueberzeugung, daß ein Teil der Schuld, daß
unser Vormarsch stecken blieb, dem guten Wein
Oberitaliens zuzuschreiben ist. Unsere Batterie
sollte nun wieder in ihrem ureigenen Spezial
gebiet, im Hochgebirge, eingesetzt werden. Bei
Conegliano bog die Batterie nach Norden ab
und zog durch das malerische Vittorio, vorbei
am Lago di Croce über Belluno vor gen Feltre.
Es war im Kriege Sitte, daß ein Truppen
teil, der auf dem Marsche war, nicht von einer
anderen Truppe, die von der Flanke herkam,
durchbrochen werden durfte. Der andere hatte
eben in Gottes Namen so lange zu warten, bis
der, der zuerst kam, vorbeigezogen war. Ganz
hohe Herren nahmen es aber mit diesem Ge
brauch häufig nicht ernst und versuchten, mit
Hilfe ihrer prächtigeren Achselstücke die mar
schierende Schlange zu durchbrechen. So ge-
meter langer Heereshaufen von Infanterie
stand, machte ausgerechnet bei unseren Ba
gagen einen derartigen Versuch. Zufällig kam
ich an die kritische Stelle, wo der friedliche
Durchbruch geschehen sollte. Es gab einen
furchtbaren Krach,' der hohe Herr, dessen
Achselstücke unter einem breiten Pelzkragen
verborgen waren, und den ich infolgedessen
nur mit „Sie" ansprechen konnte — und das
tat ich auch — brüllte und schimpfte fürchter
lich, ich brüllte aber ebenso laut. Er betonte
mit immer kräftiger werdender Stimme, daß
er gegen den Feind ziehen müsse, worauf ich
ihm bissig erwiderte, daß wir leider auch noch
nicht in die Heimat marschieren dürften. Ich
wich und wankte nicht: lieber hätte ich mich
überreiten, als den Marsch meiner Truppe
unterbrechen lassen. Schließlich gab der Klü
gere nach, und das war der hohe Herr, der
Führer des Alpenkorps in eigener Person. Er
versuchte es mit Höflichkeit und hatte den Er
folg, daß er und sein Stab durchreiten durften,
den übrigen Haufen aber hielt ich wie Sankt
Michael mit dem Flammenschwert so lange
auf, bis auch der letzte unserer Esel passiert
war.
In Belluno kam ich leider in falschen Ver
dacht. Ich besichtigte zuerst das kleine Orts
museum. in das ich mit vieler Mühe hinein-
schah es auch bei unserem Vormarsch nach , ,
Belluno. Ein hochgewachsener, gut berittener I kam, und zog dann in den interessanten Tom.
höherer Offizier, hinter dem ein mehrere Kilo- I Auf einem Nebenaltar standen entzückende
Der dritte deutsche Flugzeugstützpunkt.
Am 22. Mai unternahm der Flugzeugstützpunkt „Ostmark", der
dritte seiner Art die erste Probefahrt.
(Pressephoto, K.)
Vronzefigürchen der zwölf Apostel aus der
Renaissancezeit, und ich stand ziemlich bewun
dernd davor. Dann setzte ich meine Besichti
gung fort, um mich zuletzt nochmals dem Sei
tenaltar zuzuwenden und um einen letzten
Blick auf meine kleinen Freunde zu werfen.
Wie groß war aber meine Ueberraschung, als
sie samt und sonders verschwunden waren!
Vorne in einem Betstuhl kniete ein alter
Domherr, der mein Erstaunen mit mißtraui
schen Blicken verfolgte. Er war etwas betre
ten, als ich ihn zur Rede stellte, und gab zu,
daß er meinetwegen um seine Schätze Angst
gehabt hätte. Wie überrascht war er, als ich
ihn wegen seiner Vorsicht noch belobte.
Bei Feltre bezogen wir Standquartier. Die
Batterie lag auf mehrere Gutshöfe verteilt,
und ich bewohnte in einem Bauernhause ein
entzückendes Zimmer mit wunderbarer Aus
sicht aufs Gebirge. Die Gefechtbatterie lag viele
Stunden weiter vorne in fast zweitausend
Meter Höhe, von wo aus man sowohl die Stel
lung des Feindes im Gebirge wie auch die
weite, venezianische Ebene, das Meer und in
der Ferne sogar die Stadt Venedig übersehen
konnte. Es war ein seltsamer Eindruck, wenn
man durchs Scherenfernrohr die Stadt in fast
greifbarer Nähe sah, wenn man die Vapo-
rettis, die kleinen flinken Dampfboote, vom
Lande zur Stadt fahren sah. Daß wir nie nach
Venedig kommen würden, wußten wir, denn
es waren die allerstrengsten Befehle von oben
herunter ausgegeben worden, die auch im Falle
eines weiteren Vormarsches das Betreten die
ser herrlichen Kunststadt verboten. Nachts aber
erhellte der Schimmer ihrer Lichter den Hori
zont in der Ferne.
Unsere Batteriestellung war sehr gut ge
wählt und besonders die Beobachtungsstelle
konnte nach menschlichem Ermessen kaum von
feindlichen Granaten bestrichen werden. Sie
lag so hinter einer nach zwei Seiten steil
abfallenden Felsspitze, daß jede Granate, die
uns zugedacht war, entweder vorne an den
Felsen aufschlagen mußte und so, ohne Scha
den zu tun, explodierte, oder aber sie flog dicht
über unsere Köpfe hinweg in eine tiefe, ver
lassene Schlucht, die sie dann mit ihrem kra
chenden Getöse erfüllte. Bis Mitte Dezember
war das herrlichste Wetter. Die Felsen strahl
ten nachts die am Tage aufgesogene Wärme
wieder aus, und es genügte, wenn man sich
im Freien warm in seine Decken hüllte und
mit einer Zeltbahn, die man gegen den Nacht
tau über den Kopf ziehen konnte, zudeckte.
Fortsetzung folgt.
Der Mutter graust, die Mutter rennt
Und tappt und grappst, der Hahn erwacht,
Sie packt den Hahn, sein Krähn zerreißt
Weithin die tolle Hexennacht.
Das ist der Tag! Hoch ragt das Haus
Mit neunundneunzig Fenstern blank.
Durchs hundertste, das noch im Bau,
Ein kohlenschwarzer Rab' sich schwang.
Hoch ragt das Haus! Der Priester traut
Noch heut mit Jürn schön Ann' Katrin,'
Das war ein Glück! Man sagt, es könnt
Nicht seliger im Himmel sein.
Fünfhundert Jahre rauschten hin,
Geburt und Grab, rasch rinnt die Zeit.
Den Heubcrg sah ich heute noch
In hundert Fenstern Herrlichkeit.
Doch sieh, da splittert immer noch
Das hundertste in Kurz und Klein.
Ein schwarzer Rabe stößt hindurch -
Wer mag der schwarze Rabe sein?
Als der Bauer leibeigen war
Eine Geschichte aus der Zeit Friedrichs
des Großen.
Von Wilhelm Däther.
Zur Zeit Friedrichs des Großen ging es
den Leuten auf dem Lande gar übel. Sie
waren dem Edelmanne untertan und muß
ten ihm allerhand Arbeiten verrichten, für
die sie keinerlei Bezahlung erhielten, und
obgleich schon der Vater des großen Königs
die Mißhandlung der Bauern bei strenger
Strafe verboten hatte, gab es doch noch
Edelleute, die ihren Leibeigenen den Stock
zu kosten gaben, denn der König war
weit und erfuhr es nicht, zumal die meisten
Bauern des Schreibens nicht kundig waren.
Ums Jahr 1760 lebte auf dem Gute eines
Edelmanns bei Treptow an der Rega in
Pommern ein solcher armer Leibeigener. Er
besaß ein Mastschwein, das er schlachtete,
und der Verkauf der Schinken und des
Specks gab ihm jährlich das bare Geld, das
er gebrauchte. Die Hütte des Bauern lag
hinter dem Garten des Edelmanns. Eines
Tages hatte der Gärtner die Gartentür
nicht geschlossen, des Bauern Schwein war
in den Gutsgarten gelangt und hatte eini
gen Schaden angerichtet. Der Edelmann
ließ den Besitzer des Schweines sogleich zu
sich kommen und empfing den Bauern mit
Flüchen und Vorwürfen. Als der arme
Bauer entgcgnete, daß er wegen seiner Ar
beit für den Herrn auf das Schwein nicht
habe achten können und der Gärtner, der
die Tür nicht geschlossen habe, die Schuld
trage, geriet der Herr in großen Zorn, ließ
dem Bauern fünfzig Stockschläge aufzählen
und erklärte ihm: wenn das Schwein sich
noch einmal im Garten sehen ließe, so
würde er es auf den Kopf schießen und das
Fleisch seinen Leuten zu essen geben. Als
die Tür wieder nicht geschlossen war, lief
das Schwein abermals in den Gutsgarten.
Da schoß der Edelmann, um sein gegebenes
Wort zu halten, vom Fenster seines Schlos
ses aus das Tier tot und gab es der Die
nerschaft.
Der Schlag traf den armen Mann sehr
hart,' denn eine füllige Abgabe, die er mit
dem Schwein bezahlen wollte, stand vor der
Tür. Zu einer Klage bei dem Gericht hatte
er kein Geld,' außerdem dauerte eine Klage
damals sehr lange. Er hatte aber schon oft
von der Gerechttgkeitsliebe und Menschen
freundlichkeit des Königs gehört, der selbst
dem geringsten seiner Untertanen Gehör
schenkte, und er beschloß, sich an den Landes
herrn zu wenden.
Der Bauer ging zunächst zum Dorfgeist
lichen und bat ihn, eine Beschwerde über den
Edelmann aufzusetzen. Aber der Pfarrer
wollte sich den Zorn des Herrn nicht zuzie
hen und suchte den Bauern von seinem
Plane abzubringen. Da sagte der Bauer:
„Wenn He nich den Breeaf maken will, so
gees He mi man een Blatt Papier, Dint und
Fedder, ick will een mie sülvet schrieben."
„Kann Er denn schreiben?" „Nee datt nich,
oberst ick will et doch woll maken." Um
nicht in den Ruf der Lieblosigkeit zu kom
men, gab der Geistliche endlich den Bitten
nach. Der Bauer kritzelte allerlei Figuren
auf das Papier, und als der Geistliche ihm
erklärte, daß daraus kein Mensch klug wer
den könne, sagte der Bauer: „Lat He dat
man god sien, de König fall et woll ver-
staan!" (Der König soll es wohl verstehen!)
Heimgekehrt in seine Hütte, legte der
Leibeigene seinen Sonntagsstaat an, füllte
seinen Kober mit Eßwaren, steckte seine letz
ten Groschen in den ledernen Beutel und
machte sich auf den Weg nach Potsdam zum
Könige. Unterwegs erzählte er überall von
dem Zweck seiner Reise, und jeder, der sei
nesgleichen war, nahm ihn freundlich ans.
Je näher er nach Potsdam kam, desto mehr
stieg seine Hoffnung,' denn allenthalben
sprach man mit Begeisterung vom Alten
Fritz und seiner Gerechtigkeit.
Kaum in Potsdam angekommen, erkun
digte er sich, wo der König wohne. Man
wies ihn nach dem Schlosse. Dreist näherte
er sich der Treppe. Dort trat ihm die Schild
wache in den Weg, die ihn zurückhielt. Der
Soldat erklärte ihm, er müsse seine Bitt
schrift in die Höhe halten und warten, bis
der König aus dem Schlosse komme und
ihm die Schrift abnähme. Darüber kam es
zu einem Wortwechsel. Da erschien der Kö
nig mit einigen Offizieren, um auf die
Parade zu gehen. Der Streit hatte plötzlich
ein Ende. Der Soldat schulterte das Ge
wehr und richtete sich kerzengrade. Der
Bauer, die Bittschrift in der Hand, schwieg
ebenfalls.
„Was gibt's?" fragte der König.
„Ick will den Könik sprüken," antwortete
der Bauer. „He is et woll gor sülvst?"
„Ja! Geb Er her!"
Friedrich nahm die Bittschrift und entfal
tete sie. Als er darauf die wunderlichen
Figuren sah, kehrte er wieder ins Schloß
zurück und sagte zu dem Bauer: „Folg' Er
mir!"
Dieser gehorchte und folgte dem König in
ein Zimmer. Friedrich hielt das Papier hin
und fragte den Briefschrciber: „Was soll
das bedeuten?"
Bauer, der ausmerksam zugehört hatte, rief
wiederholt: „So ist, joa, so ist!" Die Tafel
ward aufgehoben, und der König blieb mit
dem ehrlichen Pommern allein. „Hier",
sagte er zu ihm, „hat er seinen Bescheid,"
und er überreichte ihm ein versiegeltes
Schreiben. „Kehr' Er in sein Dorf zurück,
und geb' Er seinem Herrn den Brief, Er
wird schon damit zufrieden sein."
Als der Bauer nach Hause kam, begab er
sich sogleich zu seinem Gutsherrn. Dieser
hatte schon erfahren, was der Leibeigene be-
Marregen
Solltest doch lieber ins Häuschen gehn,
Häuschen gehn!
Wirst ja am Ende ganz naß.
Wozu doch willst du im Regen stehn.
Regen stehn?
Sag, wozu nützet dir das? —
„Mairegen macht, daß man größer wird,
größer wird,'
größer doch möcht' ich gern sein!
Wär' ich, o Mütterchen, groß genug,
groß genug,
ging ich gewiß nicht hinein!"
Hoffmann von Fallersleben.
„Dat will eck Em gleich seggen. Dat Vier
eck hier is mien Hus — dat grote Viereck
ist de Garten von de gnädge Herrschaft, de
Klex hier ist de Gardendör, dat runde
Dings doa ist mien Schwin, un de Krims
krams doa oben ist de gnädige Herr, de
knallt et up den Doz." (Der schießt es auf
den Dötz --- Schädel.)
Der König befragte jetzt den Bauern mit
vieler Geduld und Herablassung nach dem
Hergang der Sache und sagte zuletzt: „Ihr
könnt nun gehen,' um zwei Uhr kommt wie
der hierher, da sollt Ihr Euren Bescheid er
halten."
Pünktlich stellte sich unser Bauer ein und
wurde fünf Minuten nach zwei Uhr in den
Speisesaal geführt, wo der König mit seinen
Güsten, darunter auch Staatsminister von
Herzberg,, an der Tafel saß.
„Gesegnete Mahltiet! Hier bin ick!" sagte
der Bauer beim Eintritt.
Der König winkte ihm, stehen zu bleiben,
und der Bauer zog sich in die Brüstung
eines Fensters zurück. Friedrich zeigte den
Gästen die Bittschrift,' aber keiner wußte,
was das Papier zu bedeuten hatte. Nun
erklärte der König die Sache, und der
absichtigt hatte. Er fuhr ihn daher heftig an,
daß er, ein Leibeigener, sich ohne seine Er
laubnis von seiner Scholle entfernt habe,
um über ihn beim Könige Beschwerde zn
führen. „Ich werde Ihn krumm schließen,
und Er kann acht Tage bei Wasser und Brot
im Hundelvch eingesperrt werden!" sagte
der harte Grundherr.
Mit Zittern und Beben reichte der Ein
geschüchterte dem Gutsherrn das Schreiben
des Königs und sagte beklommen: „Dat soll
eck Em, gnäd'ger Herr, von dem Könn
geben."
Der Edelmann entsiegelte das Schreiben-
Er wurde bald rot, bald blaß,' krampfhoU
zog er die Finger zusammen. „Pack' Er
sich!" schrie er endlich, „aber ja, was Seine
Majestät zu befehlen geruht, soll geschehen-
Am folgenden Morgen mußte der Bauer
vor dem Gericht erscheinen. Hier wurde ihn'
erklärt, daß zufolge des Schreibens au^
Potsdam der Edelmann für jeden gegebe
nen Stockschlag einen Taler, mithin fünfM
Taler dem Bauern zu zahlen habe. Reise
kosten und Versäumnis des Verdienste-'
sollten mit zwanzig Talern angerechne
werden. Außerdem sollte der Gutsherr au >
das Schwein ersetzen. Das war Friedrichs
Gerechtigkeit! ---