Full text: Newspaper volume (1936, Bd. 2)

i>er Begrüßung im Rathaus tell und wohnte 
oem großen SA.-Ruf der Norömark bei. 
Fackelzug uud SA.-Ruf. 
In den Hauptstraßen herrscht reges Leben 
und Treiben, ganz Kiel ist auf den Beinen; 
denn für den Sonnabendabend sind Fackelzüge 
angekündigt, und ein großer SA.-Ruf soll dem 
zweiten Abend des Nordmarktreffens einen 
feierlichen Ausklang geben. 
^So sammelten sich am Abend gegen 21 Uhr 
Teile der^SA.-Standarte, des NSKK. und der 
Marine-SA. auf dem Bücherplatz, um von 
hier aus de« Kackelzug durchzuführen. Große 
Menschenmengen umsäumten schon zeittg den 
Platz, um Zeuge des Abmarsches zu sein. Bald 
glich das weite Rund einem leuchtenden 
Flammenmeer. Dann erschollen kurze Kom 
mandos, die Fahnen gingen hoch und in Zeh 
nerreihe mit klingendem Spiel rückte der Fak- 
kelzug ab. Pünktlich 22.30 Uhr traf der Zug 
auf dem Aüolf-Hitler-Platz ein. Scheinwerfer 
leuchteten auf und tauchten alles in ein helles 
Licht. Das weite Rund des Platzes war durch 
SA.-Abordnungen abgesperrt, hinter denen sich 
Kopf an Kopf riesige Zuschauermengen dräng 
ten. 
Begrüßungsabend der Stadt Kiel 
Am Sonnabendabend fand ein Begrüßungs- 
abend öer Stadt Kiel statt. 
Der große Rathaussaal war aus diesem An 
laß festlich mit Lorbeer und mit den Farben 
der Bewegung geschmückt. Der Begrüßungs 
abend bekam sein besonderes Gepräge durch 
die Anwesenheit des Stabschefs Lutze. In 
Vertretung des Rcichsführers SS., Himmler, 
war SS.-Gruppenführer Lorenz erschienen. 
Im Laufe des Abends erschien auch noch der 
Korpsführer des NSKK., Generalmajor 
Hühnlein. 
Kreisleiter und Oberbürgermeister Beh 
rens begrüßte die Gäste in der Kriegs 
marinestadt im Namen der Kieler Bevölke 
rung. Neben den Vertretern der Partei und 
des Staates waren insbesondere Vertreter der 
Kriegsmarine und der Luftwaffe erschienen. — 
Oberbürgermeister Behrens gab der besonderen 
Verbundenheit der Partei mit der Wehrmacht 
Ausdruck und begrüßte den Kommandierenden 
Admiral der Marinestation der Ostsee, Admi 
ral Albrecht, den Flottenchef Admiral 
Fo er st er, sowie den Befehlshaber im Luft 
kreis 6, Admiral Zander. Gauleiter Ober- 
präsident Lo h s e war leider durch Krankheit 
am Erscheinen verhindert. In seiner Vertre 
tung erschien der stellvertretende Gauleiter 
Pg. Sieh. 
Wenn ich den Veranstaltungen des Zweiten 
Nordmarktreffens in äußerer und innerer Be 
ziehung einen harmonischen Verlauf wünsche, 
führte Oberbürgermeister Behrens aus, so 
darf ich betonen, daß das Nordmarktreffen doch 
wohl in erster Linie in dem Gedanken der Ein 
heit der Bewegung seinen tiefsten und letzten 
Ausdruck findet, jener Bewegung, in der alle 
Gliederungen zu einer Familie zusammen 
gehören im Nationalsozialismus, d. h. jener 
Bewegung, in der alle Fackelträger der ein 
ganzes Volk umfassenden gemeinsamen Idee 
sind. Wenn heute und morgen der Gleichschritt 
der SA., SS. und des NSKK. in unseren 
Straßen widerhallt, so wissen wir, daß eine Ge 
meinschaft von deutschen Männern für eine 
große Idee marschiert, daß über diesen Ko 
lonnen und Fahnen das ewige Deutschland, 
sein Leben und Wachsen steht, das deutsche 
Volk, jener Synthese von deutschem Mannes 
heldentum und deutschem Muttertum. 
Schweigen, freiwilliger Gehorsam und Die 
nen, sie sind die vereinigenden und durchdrin 
genden Kräfte der Bewegung, sie sind die 
Kräfte für das Gelingen und für den Ablauf 
des Zweiten Nordmarktreffens, auf dem die 
Männer öer SA., der SS. und des NSKK. 
marschieren für Adolf Hitler und Deutschland. 
In diesem Sinne grüße ich Sie alle am heuti 
gen Abend und grüße ich sie alle an Deutsch 
lands blauer Kieler Förde. 
So grüßen wir jenen Mann, dem wir ver 
bunden sind im Leben und im Tode, dessen 
Wort in unseren Herzen hämmert, dessen Tat 
in unserem Leben steht, dessen Kampfwille 
in unserem Herzen brennt, der Kampfwille 
für ein ewiges Deutschland! Adolf Hitler 
Sicgheil! 
Kräftig erscholl das dreifache Siegheil auf 
den Führer, wuchtig erklangen die National 
hymnen. — 
Im Lause des Abends nahm Stabschef Lutze 
das Wort. In kurzen Worten dankte er für 
den freundlichen Empfang in der Kriegsma- 
rinestaöt Kiel im Namen aller Gäste. Er warf 
einen Blick zurück auf das Jahr, als er in 
Kiel zum ersten Male weilte, im Kriegsjahr 
1917. In schlichten Worten kennzeichnete er 
dann den wunderbaren Wandel, der sich seit 
dem in öer Kriegsmarinestaöt Kiel vollzogen 
habe, wie aus der darniederliegenden Stadt 
wieder eine blühende Stadt geworden sei. 
Alles das verdanke man dem Manne, dem wir 
uns verschworen haben, unserem Führer 
Adolf Hitler! Und wir, die wir jahre 
lang für ein besseres Deutschland gekämpft 
haben, freuen uns besonders, diesen großen 
Wandel zum Besseren feststellen zu können. 
Wir haben das, was wir uns aus innerstem 
Herzen gewünscht haben. Der Stabschef wies 
dann auf das Band der Kameradschaft hin, 
das in öer gemeinsamen Idee die nationalso 
zialistische Bewegung umschließe. Er richtete 
die Bitte an den Oberbürgermeister der Stadt 
Kiel, der Bevölkerung seine Grüße und seine 
besten Wünsche für die Entwicklung der Stadt 
zu übermitteln. 
Arbeitsdienst durchs Ziel, dem auf dem zwei» 
ten u. dritten Platz die Hitler-Jugend und die 
Mannschaft des Lokstedter Lagers folgten. Die 
eigentlichen Schaunummern begannen dann 
mit einem auf einem SA.-Treffen in der 
Norömark zum ersten Male durchgeführten 
Schauwinken der Kieler Marine-SA., die nach 
schneidigem Aufmarsch die letzte Strophe des 
Nordmarkliedes winkte. Darauf gaben die 
SA.-Reiterabteilungen einen Einblick in ihr 
vielseitiges Können, das auch von Obergrup 
penführer Litzmann, der kürzlich zu Besichti 
gungen in Schleswig-Holstein weilte, als her 
vorragend anerkannt wurde. Großen Beifall 
erntete eine motorisierte Abteilung der SS., 
deren schwierige und kühne Vorführungen we 
gen des völlig durchweichten Bodens eine be 
sondere Auszeichnung verdienten. Massen 
freiübungen und eine große Parade der SA.- 
Reiter führten zu dem Höhepunkt der Schau 
nummern, eine Einsatzübung eines verstärk 
ten SA.-Sturmbannes im Rahmen einer Ka 
tastrophenübung. 
Die Aufgabe öer Einsatzabteilung bestand 
darin, in einer kleinen von einer chemischen 
Explosion heimgesuchten Ortschaft alle erdenk 
liche Hilfe zu bringen, Pioniere, Sanitäter, 
Nachrichtentrupps und Sperrmannschaften, 
Reiter und Kraftfahrer, Radfahrer und Hunde, 
alles verfügbare Material, wurde eingesetzt, 
um an dieser Uebung zu veranschaulichen, wie 
die SA. außerhalb ihres eigentlichen Dienst 
betriebes im Dienste der Allgemeinheit steht. 
Der Schlußmarsch eines Musikkorps von 150 
Spielleuten und 280 Hoboisten beschloß die 
immer wieder mit starkem Beifall aufgenom 
menen Vorführungen des 2. Nordmarktref 
fens, das sicherlich für alle Teilnehmer, ob 
wohl das Wetter nicht immer gut war, eine 
ernste und schöne Erinnerung sein wird. 
Times fordern: 
Schluß mit der LaugşireÄeņdiplomatie 
Der Haupttag des Nordmarktreffens 
Der Haupttag des 2. Nordmarktreffens 
wurde Sonntag vormittag mit einem Appell 
von 15 000 SA.-, SS.- und NSKK.-Mänuer» 
auf dem Kieler Sport- und Spielplatz ein 
geleitet. Schon kurz nach Mitternacht waren 
die ersten Sonderzüge der Reichsbahn auf dem 
Hauptbahnhof in Kiel eingetroffen. Von dort 
aus marschierten die Männer in endlosen 
Kolonnen durch Nacht und Regen nach dem 
Aufmarschgelände. 
Um 9 Uhr trafen Stabschef Lutze, Korps 
führer Generalmajor Hühnlein und in 
Vertretung des Reichsführers SS.-Gruppen- 
führer Lorenz auf dem Platz ein, wo sich 
kurz vorher neben den Führern der Formati 
onen in der Nordmark SA.-Gruppenführer 
Meyer-Quade, NSKK.-Gruppenführer 
I ü r g e n s e n und SS.-Brigadeführer 
Sporrenberg, zahlreiche Führer öer po 
litischen Soldaten aus allen Teilen des Reiches 
eingefunden hatten. 
Stabschef Lutze begrüßte die angetretenen 
Mannschaften und fuhr dann in Begleitung 
von Admiral Albrecht, Generalleutnant 
Zander, Korpsführer Generalmajor 
Hühnlein und den Gruppenführern die 
Front der Ehrenformationen und die Front 
der braunen und schwarzen Gliederungen der 
' Bewegung ab. Dann verlas Gruppenführer 
Meyer-Quade die Namen der in Schles 
wig-Holstein gefallenen und im Dienst ver 
unglückten Kämpfer der Bewegung, für die die 
lebenden Kameraden im Chor mit „Hier" ant 
worteten. 
Im Anschluß an eine Ansprache des Stabs 
chefs Lutze begannen die Teilnehmer an dem 
Appell^nach dem Exerzierplatz abzurücken, wo 
zwei Stunden später öer Vorbeimarsch be 
gann. 
* 
Am Sonntagmittag fand auf dem Exerzier 
platz in Kiel, der festlich ausgeschmückt und 
auf dem eine große Bühne errichtet war, der 
Vorbeimarsch der rund 50 000 politischen Sol 
daten der Nordmark vor dem Stabschef Lutze 
statt. Leider war das Wetter ungünstig. Es 
gingen wolkenbruchartige Schauer nieder, die 
aber trotzdem den Vorbeimarsch in keiner 
Weise beeinflussen konnten. Auch die Kieler 
Bevölkerung ließ sich die Gelegenheit trotz der 
Unbill der Witterung nicht nehmen. So gli 
chen die Straßenzüge ringsum den Exzerzier- 
platz einem Meer von Regenschirmen, unter 
denen die Kieler geduldig ausharrten. Auf 
einem girlandengeschmückten Podium, von 
dem die Hakenkreuzfahne herableuchtete und 
dessen dunkler Hintergrund mit den Zeichen 
der SS. SA., und NSKK. geschmückt war, 
befanden sich der Stabschef öer SA., Lutze, mit 
dem Korpsführer Hühnlein und dem Vertre 
ter des Reichsführers SS., Himmler, Grup 
penführer Lorenz, sowie den Spitzen der Par 
tei, öer Kriegsmarine, der Luftwaffe und des 
Heeres. 
Der Vorbeimarsch wurde von dem bbnten 
Bild öer Ehrenformationen eröffnet, bei de 
nen besonders die HI. und das Jungvolk mit 
ihren Fanfaren und Landsknechtstrommeln 
auffielen. An der Spitze öer SA. marschierte 
Gruppenführer Meyer-Quade. Es war 
ein großes Heer der Glaubenstrüger der na 
tionalsozialistischen Idee im braunen Rock, 
das in mustergültiger Ordnung vor dem 
Stabschef auftnarschierte. Auch die Marine- 
SA., die Reiterei, die Nachrichten-Abteilung 
mit Meldehunden, sie alle waren bei dem Auf 
marsch beteiligt. Korpsführer Hühnlein be 
reitete es eine besondere Freude, das in der 
Norömark regsame NSKK. im schwarzen 
Sturzhelm vorüberziehen zu sehen. Trotzdem 
immer wieder die Regenschauer hernieder 
prasselten, blieb die Menge von dem schönen 
Bild der marschierenden Kolonnen gebannt, 
unter deren Gleichschritt das Pflaster dröhnte, 
stehen. — Den Schluß des riesigen Vorbeimar 
sches bildete die SS. Nach 2y 2 Stunden war 
der Vorbeimarsch vorüber. Als der Stabschef 
den Platz verließ, umbrandeten ihn in den 
Straßen, die er durchfuhr, begeisterte Heil 
rufe. Der Stabschef grüßte, im Auto stehend, 
dankend die Menge. 
* 
Am Nachmittag folgten diesen Höhepunkten 
des Nordmarktreffens eine Reihe von 
Vorführungen auf dem Städtischen 
Sport- und Spielplatz, 
zu dem sich bei aufgeklärtem Wetter auch viele 
tausend Zuschauer einfanden. Den Auftakt 
der Schaunummern gab der Start zu dem 18- 
Kilometer-Gepäckmarsch, dessen Sieger kurz 
vor Schluß der Vorführungen den Platz wie 
der erreichte. Als erste Abteilung ging der 
DNB. London, 25. Mai. (Eig. Funkm.) Die 
politische Stellung Baldwins und die bevor 
stehende Neubesetzung einiger Kabinetts 
posten stehen heute im Mittelpunkt öer Presse 
betrachtungen. 
Die Times unterstützen den Ministerpräsi 
denten in einem Leitaufsatz und sprechen den 
Wunsch aus, daß er bis zur Königskrönung 
im nächsten Jahre die Führung der Staats 
geschäfte und der Nation beibehalte. Die erste 
Aufgabe sei die, dem neuen König während 
einer schwierigen Uebergangszeit als bekann 
ter und vertrauter Berater zur Seite zu 
stehen. Die zweite Aufgabe bestehe darin, 
einen endgültigen Beitrag zur Befriedung 
Europas zu liefern, womit in allererster Linie 
eine bessere Verständigung mit Frankreich 
und Deutschland und zwischen diesen beiden 
Staaten gemeint sei. Es sei nicht der min 
deste Anlaß vorhanden, auf die Regelung des 
abessinischcu Problems oder auf die Schaffung 
der. neuen französischen Regierung zu warten. 
Der nächste Schritt müsse voraussichtlich eine 
öffentliche Antwort von Berlin auf eine Reihe 
von britischen Kommentaren sein, deren Ver 
öffentlichung unglücklicherweise, aber aus of 
fensichtlichen Gründen notwendig geworden 
sei. Mit diesem Meinungsaustausch sollte je 
doch diese Langstreckendiplomatie beendigt sein 
und eine vernünftige Besprechung am Kon 
ferenztisch beginnen. Es wäre ein großes 
Unheil, wenn gerade in dem Augenblick, wo 
diese Besprechung in Sicht zu sein scheine, eine 
Aenderung in der britischen Führung ein 
treten würde. 
Die radikalkonservative Morningpost for 
dert heute mit großem Nachdruck, Baldwin 
solle den Rücktritt des Kolonialministers 
Thomas benutzen, um sofort eine weitgehende 
Regierungsumbildung vorzunehmen. Das 
Blatt weist in diesem Zusammenhang auf die 
Zusammenkunft führender konservativer Ab 
geordneter hin, die während des Wochenendes 
auf dem Landsitz des Lord Winterton in 
Surrey stattfand. Lord Winterton und seine 
Gäste, unter denen sich iSr Austen Chamber- 
lain, Winston Churchill und Sir Robert Horne 
befanden, seien alle der Ansicht gewesen, daß 
Baldwin bereits jetzt eine weitgehende Kabi 
nettsumbildung versuchen solle. 
Das Rothermere-Blatt Daily Mail ver 
öffentlicht einen Artikel, in dem Lloyd George 
als Ministerpräsident vorgeschlagen wird. 
* * * 
Eine englische Stellungnahme 
zur Kolomalsrage. 
DNB. London, 23. Mai. „Deutschland 
wünscht seine Kolonien", lautet die Ueber- 
schrift eines Aufsatzes im „Ewening Stan 
dard", in dem R. H. Bruce-Lockart zur Kolo 
nialfrage Stellung nimmt. Der Verfasser des 
Aufsatzes bemüht sich hierbei, den deutschen 
Standpunkt in der Kolonialfrage darzulegen. 
Die Wegnahme der deutschen Kolonien sei des 
halb rechtswidrig, da sie im Widerspruch zum 
Geist der 14 Punkte Wilsons stehen, die 
Deutschland beim Waffenstillstand als Grund 
lage für die Friedensverhandlungen angenom 
men habe. Zur juristischen Begründung der 
Fortnähme der Kolonien habe man behauptet, 
daß Deutschland angeblich ungeeignet sei, über 
seeische Besitzungen zu verwalten. Wenn 
Deutschland dieser Behauptung widerspreche, 
so könne es sich auf die Ausführungen des 
südafrikanischen Ministerpräsidenten H e r tz o g 
berufen, der gesagt habe, daß die Unzuverläs- 
sigkeit und Unwürdigkeit dieser Beschuldigung 
ausreiche, um zusammen mit allen ähnlichen 
Schreibereien der Kriegszeit vergessen und be 
graben zu werden. 
Deutschland, so schreibt Bruce-Lockart wei 
ter, erwidere auf die Behauptung, daß die 
Mandate ein heiliges Treuepfand seien, daß 
mit dem Zweck, den Eingeborenen eine gute 
Regierung zu sichern, ausgeübt werde, daß die 
Eingeborenen niemals um ihre Meinung be 
fragt worden seien, obwohl Lloyd George im 
Jahre 1918 eine diesbezügliche feierliche Ver 
sicherung abgegeben habe. \ 
Bruce-Lockart wendet sich zum Schluß 
seiner eingehenden Darstellung der von 
Deutschland hervorgehobenen wirtschaftlichen 
Bedeutung des Kolonialbesitzes zu und schließt 
mit dem Hinweis, daß man sich über die Größe 
und den Ernst des Problems, das von einem 
kraftvollen Deutschland vorgebracht werde, 
keiner Täuschung hingeben dürfe. 
* • • 
ZrgMämpfer für den Vellftieden. 
DNB. London, 24. Mai. Während des 
Wochenendes fand in Plymouth ein inter 
nationales Frontkämpfertreffen statt, an dcM 
außer deutschen, italienischen, französischen 
und belgischen Kriegsteilnehmern rund 3000 
britische Frontkämpfer aus allen Teilen der 
Grafschaft Devonshire teilnahmen. 
Auf einem Frontkämpfertreffen in SeahaM 
Harbour sprach Lord Londonderry. Er er 
wähnte den Besuch britischer Frontkämpfer in 
Deutschland, die dort mit größter Herzlichkeit 
und Begeisterung empfangen worden seien« 
Aehnliche freundschaftliche Zusammenkünfte 
fänden auch in Oesterreich und Ungarn statt. 
Es bestehe kein Zweifel, daß die freundschaft 
lichen Beziehungen unter den ehemaligen 
Kriegsteilnehmern aller Länder von bleiben 
dem Segen für die Sicherung des von allen 
so sehr gewünschten Weltfriedens seien. 
Ein japanfreundlicher Chinese, der Dol 
metscher des „Grauen Generals", wurde in 
Tientsin erschossen. In chinesischen Kreisen 
befürchtet man, daß Japan den Anlaß be 
nutzen könnte, die Nanking-Regierung neuer 
japanfeindlicher Machenschaften zu bezichtigen« 
Schönau in Wiesental. Aus Anlaß der l 8, 
Wiederkehr des Todestages Schlageters fans 
am Sonnabend eine nächtliche Feierstunde 
seinem Grabe statt. Gruppenführer Lndin 
hielt die Gedenkrede. 
Kairo. Das neue ägyptische Parlament 
wurde am Sonnabend in Anwesenheit des 
gentschaftsrates feierlich eröffnet. 
In den letzten Tagen fand in Stuttgart die 
erste Reichstagung des Amtes Feierabend 
NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" staà 
Verantwortlicher Hauptschristleiter «nv Herausgev«; 0**‘ 
dinand Möller. 
Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Herbert 
Verantwortlich für Politik: Herbert Puhl mann; für de« 
lichen und allgemeinen Teil: Adolf Eregori; für de» 9icSÄ 
fchaftlichen Teil: Dr. El. Bielfeldt; für de» provt^ 
Stellen Teil: Karl Müller, alle in Rendsburg. 
Bildverantmortliche: Ressortleiter. 
Verantwortlicher Anzeigenleiter; Karl Iaeobsen, RenbSbĶ 
Verlag und Druck: Heinrich Möller Söhne, Rendsburg. . 
D-«A. Echleswig-Holsteinisch« Landeszeitung (Rendsburg« 
Tageblatt — Hohenwestedter Zeitung / Die LaudpoN 
Hanerau-Hademarschen — Süderbraruper Tageb»m* 
D.-A. IV 36 13 764 Pl. Nr. 7. 
Dank 
des Korpsfihrers HShAleia 
Korpsführer Hühnlein, der aus dienst 
lichen Gründen Kiel schon am Sonntagnach 
mittag verlassen mußte, hatte vor seiner Ab 
fahrt die am NSKK.-Abmarsch beteiligten 
NSKK.-Führer zu einem Appell auf dem Bi 
wakplatz an der Moorteichwiese zusammenru 
fen lassen. Der Korpsführer ließ sich zunächst 
die NSKK.-Führer vorstellen und sprach dann 
zu ihnen und zu den NSKK.-Männern u. a.: 
Ich danke allen NSKK.-Männern und den 
Führern für die vorbildliche Arbeit, die hier 
geleistet worden ist. Ich weiß, wieviel Opfer 
an Zeit und materieller Art neben öer Be 
rufsarbeit zu leisten waren und beauftrage 
die Sturmführer, allen NSKK.-Männern beim 
nächsten Appell meinen vollen Dank «nd mei 
ne ganze Anerkennung auszusprechen. Beim 
Aufmarsch ist durch die Motorbrigaöe Nord 
mark zum ersten Male eine vollständige 
Standarte motorisiert von Kraftfahrzeugen 
verschiedener Art vorbeimarschiert. Der Ge 
samteindruck war ein außerordentlich günsti 
ger, der sich auszeichnete durch saubere Auf 
stellung, exakte einheitliche Kleidung und ta 
dellose Ordnung beim Vorbeimarsch. Ich 
spreche außerdem meinen Dank und meine 
Anerkennung aus dem Führer der Motor 
obergruppe Nordmark, Gruppenführer Jür 
gen s e n, und dem Führer der Motorbriga 
de Norömark, Standartenführer B o d e. Auch 
weiterhin soll unsere ganze Arbeit Deutsch 
land gelten! 
Von den NSKK.-Männern umjubelt verließ 
dann Korpsführer Hühnlein das Nordmark 
treffen.
	        
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