Full text: Newspaper volume (1936, Bd. 2)

vnng ht Ser Nitterstraße aS. Dann geht es zum 
„Schützenhof" hinaus, wo das Schießen statt 
findet. Nachmittags ist im „Schützenhof" Gar 
tenkonzert und nach der Ausrufung des neuen 
Schützenkönigs Tanz. Abends um 9.30 Uhr er 
folgt der Einmarsch nach dem „Colosseum". 
Dort ist Ball, und es walten die Schaffer in 
der Schafserkammer ihres Amtes. Das 
Schießen nach der Jakobischeibe findet am 
Montag, dem 27. Juli, statt. ' 
* * * 
Büdelsdors, 25. Mai. Feierstunde der Hitler 
jugend. Am Sonnabendabend gestaltete die 
Hitlerjugend Standort Büdelsdors zusammen 
mit der Gruppe des BDM. eine Feierstunde 
am HJ.-Ehrenmal. Nach dem gemeinsamen 
Lied „Ein junges Volk steht auf" und dem 
Fahnenspruch „Durch Taten" sprach der 
Standortführer der HI., Scharführer Thede: 
Der Sinn dieser Feierstunde, zu der sich die 
Jugend am Ehrenmal ihrer gefallenen Ka 
meraden zusammenfindet, liegt darin, in Mi 
nuten des Gedenkens und Dankes erneut ein 
Bekenntnis zur Tat, zum Kampf für das 
ewige Reich abzulegen, für das die Opfer der 
Bewegung ihr Letztes freudig gaben. Diesen 
ewig jungen Kampf hält die Jugend als Ver 
mächtnis ihrer Väter in Händen. Nach dem 
„Bekenntnis der Jugend", gesprochen von 
HI. und BDM., wandte sich Örtsgruppenlei- 
ter Tams kurz, aber eindringlich zur Jugend: 
Deutschland wird sein, solange es noch eine 
Jugend hat, die sich an den Mahnstätten ihrer 
Größten zusammenfindet zum Bekenntnis für 
Deutschland. Er rief die Jugend auf, diesen 
Kampf im unerschütterlichen Glauben an das 
ewige Deutschland weiter zu führen. Mit dem 
Liede der Hitlerjugend „Vorwärts, vorwärts" 
schloß die eindrucksvolle Feierstunde. Anschlie 
ßend fand ein Fackelzug der Jugend durch Bü- 
delsdorf statt. — Schade ist es, daß sich nicht 
mehr erwachsene Volksgenossen an der 
Feier beteiligt haben. 
Büdelsdors, 25. Mai. Die Sammlung für 
den Reichsmütterdienst ergab hier 162 Markt. 
Verkauft wurde das sinnige Vergißmeinnicht- 
Abzeichen. — Die Sammlung des Reichs- 
luftschutzbundes erbrachte rd. 126Mark. 
gg. Büdelsdors, 24. Mai. Sekretärprüfung. 
Der Verwaltungsgehilfe bei der hiesigen Ge 
meindeverwaltung, Fritz Schulz, bestand an 
der Gemeindeverwaltungsschule in Kiel die 
erste Verwaltungsprüfung (Sekretärprüfung). 
Vodderblom. 
Unter dem Namen Vodderblom gehen sehr 
viel gelbblühende Blumen, insbesondere die 
Dotterblume (Caltha) und die Hahnenfuß 
arten. Diese Arten unterscheiden sich jedoch 
schon in der Größe der Blüten recht erheblich. 
Sollte nicht auch der Volksmund sie verschie 
den benennen? Mitteilungen an die NS.-Kul- 
turgemeinde, Abtlg. Pflanzenforschung, Kiel, 
Dänische Str. 43. 
Bdefkasim. 
F. D. 135. Bei einem Brutto-Wochenlohn 
von 45,00 Jl haben Sie folgende Abzüge: 
Steuern, falls ledig, 3,72 Jl, kinder!, verheir. 
1,80 Jl, verheir. mit 1 Kind 1,14 Jl, mit 2 Kin 
dern 0,66, mit 3 Kindern —; Beitrag für Orts 
krankenkasse Rendsburg 1,54 Jl, Arbeitslosen 
versicherung 1,36 Jl, Invalidenversicherung 
1,20 Jl. 
Zeichenerklärung zur Wetterkarte 
Kalter Wind 
Warmer Wind 
-*W SJärliel.^NWZ, 
/N-Î.^CU U.S.W 
Q wolkenlos 9 wolkig 
0 heiter Ģ bedeckt 
(H halbbedeckt 
Front vordringender Kaltluft 
fron* vordringender Warmluft 
Front mit Warmluft in der Höhe 
lllllllliiiRegengebiet. Iļļļļļjļļl Schneefallgebiet ļ 
0 P o Schauertätigkeit, — Nebel.TC Gewitter 
wettekberW 
Wetteraussichten für Dienstag, den 26. Mai 1906 
in Nordwestdeutschland. 
Mäßige bis schwache, nordöstliche bis östliche 
Winde, stark bewölkt, überwiegend trocken, mäßig 
warm, morgens etwas diesig. 
Neue Kreisjugendwartinnen. 
Die Kreisjugendwartinnen Fräulein Käthe 
Jürgensen (Stadtkreis Flensburg), Fräulein 
Helene Hein (Kreis Rendsburg) und Fräulein 
Wetterhahn (Kreis Herzogtum Lauenburg) 
wurden aus ihren Aemtern entlassen. Für 
den Stadtkreis Flensburg wurde Fräulein 
Helma Hein und für den Kreis Rendsburg 
Fräulein Friede! Wilken zu Kreisjugend 
wartinnen bestimmt, (cs.) 
Heels JUndsbrng. 
jj. Alt-Duvenstedt, 23. Mai. Monatsver 
sammlung der NSDAP. Am Mittwochabend 
hatte die hiesige Ortsgruppenleitung die Ein 
wohnerschaft nach Saß' Gasthof eingeladen. 
ie Gefolgschaft 463 der HI. hatte sich in den 
Dienst der Bewegung gestellt und füllte den 
Abend durch einige Laienspiele, sowie durch 
Liedervorträge aus. Auch hatte sie ihre Haus 
kapelle mitgebracht, welche das Ganze ange 
nehm umrahmte mit ihrer flotten Musik. Der 
Kreisredner v. Essen-Rendsburg hielt einen 
Bortrag über die allgemeine innen- und 
außenpolitische Lage und fand aufmerksame 
Hörer. 
Rickert, 25. Mai. Ein Gartenrotschmanz, der 
am 4. 6. 1934 an der Rickerter Schule beringt 
wurde, wurde am 3. 5. 1936 in Büdelsdors tot 
gefunden. Der kleine Vogel hat zweimal die 
Südreise gemacht und hat sich unweit seines 
Geburtsortes niedergelassen. 
Elsdorf, 25. Mai. Einen Selbstmordversuch 
unternahm am Sonntagmorgen der 78jährige 
Insasse des Alters- und Pflegeheims der 
Hohner Harde bei Elsdorf-Westermühlen, 
Jürgen I., indem er sich ein Taschenmesser in 
den Leib stieß. Er wurde mit dem Rendsbur- 
ger Sanitätsauto ins Städtische Krankenhaus 
nach Rendsburg gebracht und mußte dort so 
fort operiert werden. 
r. Nortorf, 24. Mai. Eine Erinnernngsfahrt 
unternahmen ca. 20 Kriegsteilnehmer des 
Weltkrieges 1914—18 aus dem Kreise Tondern. 
Die aus dem Kriege glücklich heimgekehrten 
Kameraden trafen hier am Sonntagnachmittag 
mit einem großen Autobus ein und besichtigten 
unsere Stadt. Sämtliche Fahrtteilnehmer wa 
ren hier im Jahre 1916 bei dem Jnfanterie- 
Rgt. Nr. 84 ausgebildet, von dem hier zwei 
Ausbildungskompagnicn untergebracht waren. 
Vorher hatten die inzwischen grau gewordenen 
Kriegsteilnehmer das Ausbildungsgeländc, 
den Langweöeler Kamp usw. besichtigt. Nach 
längerem Aufenthalt traten die Kameraden 
aus dem abgetretenen Gebiet die Heimfahrt 
wieder an. — 66 Teilnehmer aus unserer 
Stadt und der Umgegend beteiligten sich an der 
Kraft-durch-Freude-Souderfahrt am Himmel 
fahrtstage nach Ratzeburg. Die Jügerstaöt mit 
all ihren Sehenswürdigkeiten und der Seen 
platte wurde besichtigt. Von der Bahn wurden 
die Teilnehmer mit Musik abgeholt und eine 
Anzahl Führer standen bereit, um den einzel 
nen Trupps alle Schönheiten der dortigen Ge 
gend zu zeigen. Von allem befriedigt fuhren 
die Teilnehmer gegen 10 Uhr abends dort wie 
der ab. 
vs. Wacken, 25. Mai. Die NS.-Kriegsopfer- 
versorgung, Ortsgruppe Wacken - Schenefeld, 
hielt beim Kameraden Arp ihre Monatsver 
sammlung, verbunden mit einem Werbeabend 
ab. Ortsgruppenobmann Böttcher eröffnete die 
Versammlung. Kreisredner Toöt-Rendsburg 
hielt einen Vortrag über: „Das Fronterleb 
nis ein Markstein in der deutschen Geschichte". 
Es wurde noch bekannt gegeben, daß noch 
außenstehende Kameraden bis zum 31. Mai 
eintrittsfrei der NSKOV. beitreten können. 
Heeis Ediemßede 
Sittenverbrecher gefaßt. 
xy. Sehestedt, 24. Mai. Am Nachmittag des 
Himmelfahrtstages wurden am Osterrader 
Gehölz, auf dem Wege von Sehestedt nach Kl.- 
Königsförde drei Mädchen aus Sehestedt von 
einem Manne überfallen, der sich an einem der 
Mädchen, das noch nicht 12 Jahre zählte, auch 
verging. Diesen Rohling ist es nun gelun 
gen dank einer genauen Personalbeschreibung, 
die die beiden andern Kinder geben konnten 
und Dank der Mithilfe der Bevölkerung — 
ein Auto wurde für die notwendigen Ermitt 
lungsfahrten zur Verfügung gestellt — zu 
verhaften, gleich zu überführen und der 
Kriminalpolizei zu übergeben. Er wurde zu 
nächst nach Rendsburg gebracht. Es handelt 
sich um den 29jährigen Landhelfer Arnold 
Zahn, der bei einem Siedler in Kronsburg 
bedienstet ist. Er hat die Tat zugegeben. In der 
letzten Zeit sind in der Bovenauer Gegend 
6 Sittenverbrechen begangen worden, und 
sämtliche Täter konnten von der Gendarmerie 
ermittelt werden. 
A&& SèûftâtU&ifH 
Bergcnhusen, 25. Mai. Einen Jungstorch 
vom Hause des Bauern Henning Muhl, der 
am 24. 6. 1934 mit einem Ring der Vogel 
warte Helgoland versehen wurde, hat man am 
8. 4. 1936 bei Edfu am Nil, Afrika, geschossen. 
Der Ort liegt etwa 700 Kilometer südlich der 
Nilmündung. Der Storch befand sich wohl 
auf der Heimreise. 
Am Sidecdedt 
85 Jahre alt. Am 1. Juni vollendet der 
Chausseewärter Wilhelm Christiansen in Kol- 
denbüttel sein 85. Lebensjahr. Christiansen ist 
Ehrenmitglied der Militär-Kameradschaft 
(Kyffhäuserbund) Koldenbüttel. Der alte Ju 
bilar ist noch verhältnismäßig rüstig und gei 
stesfrisch, wenn sich auch zeitweise das hohe 
Alter bemerkbar macht. Seinen Lebensabend 
verbringt er bei seinen Kindern in Koldenbüt 
tel. Jahrzehntelang ist er Chausseewärter ge 
wesen und ist dadurch vielen bekannt geworden. 
Seine Ehefrau starb bereits vor Jahren. 
Am Hocdļdedeutd 
2)er Sylter Strand läßt die „Adrar" 
nicht mehr los! 
mo. Insel Sylt, 23. Mai. Der neue Abschlep- 
pungsvcrsuch des Dampfers „Adrar" hat ein 
schnelles Ende gefunden. Das schon begonnene 
Fahrrinnenstück wurde durch die mit dem Um 
springen des Windes nach Noröwesten stark 
einsetzende Strömung in kurzer Zeit wieder 
zugeschüttet. Die Versuchsarbeiten wurden 
deshalb eingestellt. Die Schlepper verließen die 
Strandungsstelle. Es ist eine Jahrhunderte alte 
Erfahrung, daß der Sylter Strand nicht leicht 
wieder losgibt, was er in seinen Klammern 
hat. Unzählig viele Strandungsbeispiele, die 
in den Strandungsprotokollen festgehalten 
sind, legen davon Zeugnis ab. Auch der Ein 
satz von modernen Hilfsmitteln im Abschlep 
pungsdienst wird hier meistens wirkungslos. 
Das Schicksal des 5000-To.-Dampfers dürfte 
Der NZffe-Deichbau beschlossen 
Beginn der Arbeiten 
mv. Insel Sylt, 23. Mai. Eine stark besuchte 
Mitgliederversammlung des Deichverbandes 
Nösse wurde am Sonnabend in der Keitumer 
„Friesenhalle" abgehalten, um zum Sylter 
Deichbau endgültig Stellung zu nehmen. In 
einer kurzen Vorversammlung unter Leitung 
des Verbandsvorstehers, Bürgermeister und 
Amtsvorsteher Matzen-Keitum, war eine not 
wendig gewordene Satzungsänderung vorge 
nommen worden, nach welcher nicht mehr der 
Deichvcrband als solcher das Projekt ausführt, 
sondern die Regierung an die Stelle des Ver 
bandes tritt, weil das neue Projekt durch sei 
nen weiten Rahmen (Deichbau — Entwässe 
rung — Siedlung — Bodenkultivierung und 
Umlegung) über die Leistungskraft des Ver 
bandes hinausgeht. Aus dieser Umänderung 
heraus leitete auch Vizepräsident Dr. Schow- 
Kiel die Hauptversammlung, an der auch dessen 
Sachbearbeiter sowie der stelln. Landrat Kreis 
leiter Peperkorn, Vertreter des Wasserbau- 
und Kulturbauamtes und des Reichsnährstan 
des teilnahmen. Der vorgelegte Plan umfaßt 
jetzt im Rahmen der 10jährigen Planung der 
schleswig-holsteinischen Westküste alle Maßnah 
men, die sich aus der Eindeichung ergeben und 
wird in seinen Gesamtunkosten auf 5 Mill. 
bereits am 1. Juli 
errechnet. Am 1. Juli sollen die Arbeiten schon 
einsetzen, damit die wichtigsten Schutzmaßnah 
men für das einzudeichende Gebiet schon im 
Winter 1937 zur Auswirkung kommen, d. h. 
daß dann schon das Land vor weiteren Ueber- 
flutungen sicher sein soll. Die jährliche Be 
lastung pro Hektar bleibt 15 JlJl, die ent 
sprechende Gesamtbelastung für das siedlungs 
reife Land 36—37 JUl abzüglich eines Be 
trages von 6—7 JlJl pro Jahr und Hektar für 
eigene Arbeitsleistung nach erfolgter Be 
deichung. Bei der Abstimmung traten nur 
6 Landbesitzer mit etwa insgesamt 25 Hektar 
Land dem Plan nicht bei, so daß man wohl 
von einer so gut wie einstimmigen Annahme 
des Projekts sprechen darf, denn in Anbetracht 
der rund 1700 Hektar umfassenden einzudeichen 
den Landfläche fallen die 25 Hektar überhaupt 
nicht ins Gewicht. 
So wird endlich ein schon seit Jahrzehnten 
geplantes Vorhaben zur Tat. Es sichert nicht 
nur wertvollen Siedlungsboden, sondern schützt 
auch eine erhebliche Jnselstrccke vor weiterer 
Ueberflutung und Abbröckelung. Der Sylter 
Landwirtschaft wird dadurch eine neue festere 
Grundlage geboten. So findet auch dies Glied 
aus dem großen Planungswerk in der Sylter 
Heimatgeschichte einen Ehrenplatz. 
mit diesem Versuch wohl abgeschlossen sein. Eick 
Abbringen könnte nur mit Erfolg glücken, 
wenn die Naturkräfte selbst die Hauptarbeit 
leisten würden. Das ist aber eine so unsichere 
und geringe Aussicht, daß die verantwortlichen 
Stellen wohl nicht damit rechnen dürfen. So 
wird sicher ein Beschluß fallen. Auch das evtl. 
Abwracken bereitet an der abgelegenen Stran- 
dungsstelle große Schwierigkeiten und hohe 
Unkosten, doch wird man in irgend einer 
Form diesen Weg wohl beschreiten müssen, uvr 
das wertvollste des Schiffes zu bergen. 
^ ^ V 
Insel Sylt, 23. Mai. Eine 93jährige Jnsel- 
friestu gestorben. In Archsum starb die älteste 
Einwohnerin des Dorfes, die unverehelichte 
Marie Andresen, im Alter von 93 Jahren. Der 
alten Frau war ein zähes Leben eigen, das ihr 
zum großen Teil aus dem Glauben und ans 
der Hoffnung an das große Los geworden ist. 
Einmal im Leben war sie vom Glück begün 
stigt durch einen Anteil von über 60 000 Mark. 
Das war lange Zeit vor dem Kriege, als durch 
einen glücklichen Treffer die bedrängten Ver 
hältnisse dieser Frau über Nacht behoben 
wurden. Trotz ihrer bedürftigen Lage hatte 
sie damals nicht vom Spiel abgelassen,' sie lieh 
sich oft die Beträge von Bekannten, um die 
Ziehungen nicht zu unterbrechen. Als dann 
der große Treffer fiel, hat sie alle ihre Ver 
pflichtungen erfüllt und darüber hinaus noch 
manchem geholfen. Die Inflation nahm der 
Frau dann das meiste des Vermögens. Das 
Vertrauen auf das Glücksrad gab sie aber nicht 
auf, und sie hat bis zum letzten Tage unent 
wegt weiter gespielt, immer in der Hoffnung 
auf das große Los. 
JUntdscUctļi Angdk* 
Kieler Studenten auf der Fahrt 
durch die Nvrdmark. 
Kappeln, 23. Mai. Zwanzig Studenten und 
Studentinnen des Geographischen Instituts 
der Kieler Universität befinden sich zur Zeit 
auf einer Fahrt durch den Norden der Provinz 
Schleswig-Holstein, um Land, Leute und 
Brauchtum kennenzulernen. Auf der Fahrt 
wurde zunächst Schwansen besucht, wo sie von 
Heimatforscher Kock-Norby geführt wurden,' 
dann ging die Fahrt nach Kappeln weiter und 
am nächsten Tage nach Faulück, wo Lehrer 
Wehlitz über die vorgeschichtlichen Funde 
sprach, die in der engeren Heimat gemacht 
worden sind. Baumeister Rudolf Frahm hielt 
einen Vortrag über die Entwicklung des 
Angler Bauernhauses. In Wagersrott wurde 
das Bauernhaus von Karl Holländer, eines 
der besterhaltenen Angler Bauernhäuser, be 
sichtigt. Die Fahrt ging dann nach Schnarup, 
Satrup und Sörup. Nach einem Besuch auf 
dem Scheersberg wurde Glücksburg auf 
gesucht. Von dort wurde die Fahrt nach der 
Westküste angetreten. 
Am Addern 
Verlegung der U-Boot-Schule Kiel-Wik 
nach Neustadt in Holstein. 
Kiel, 23. Mai. Im Oktober 1936 wird die 
bisher in Kiel-Wik stationierte U-Boot-Schule 
nach Neustadt in Holstein verlegt werden, wo 
die Gebäude der ehemaligen Hanseatischen 
Jachtschule mit benutzt werden sollen. Die 
Anlagen in Neustadt werden u. a. ein Schul 
gebäude, einen Kameradschaftsraum, ein 
Badehaus, Sportplatz, Turnhalle und Stabs- 
Gebäude umfassen. 
Ferner wird das schon jetzt zur Unterbrin 
gung von Schülern benutzte Woynschifs 
„Amazone" nach Neustadt verlegt werden. 
Bauernhof abgebrannt. 
lt. Störkathen bei Kellinghusen, 25. Mai. 
In der Nacht zum Sonnabend brannte gegen 
1 Uhr das weichgedeckte Wohnhaus des Bauern 
Friedrich Voß bis auf die Grundmauern nie 
der. Während fast das gesamte Jngut den 
Flammen zum Opfer fiel, konnten das Vieh 
und die Hühner nur mit größter Mühe geret 
tet werden. Mit dem Bauernhaus, das gleich 
zeitig Räucherhaus war, und in dem sich viele 
Rauchwaren wie Schinken, Speck usw. befan 
den, ist ein großer Teil der Rauchwaren ver 
brannt. Die Kellinghusener Wehr war sehr 
schnell mit der großen und der kleinen Motor 
spritze erschienen, mußte sich aber lediglich auf 
Ablöschen und zusammen mit der Rosdorfer 
Wehr auf Schutz der Nebengebäude beschrän 
ken. Das Bauernhaus ist total niedergebrannt. 
Sehr ungünstig waren auch die Wasserverhült- 
nisse. 
Wanderausstellung „Schule und Luftfahrt" 
unter der Schirmherrschaft des Oberpräsi- 
denten und Gauleiters Lohse. 
Kiel, 22. Mai. Im Sitzungssaal des Ober 
präsidiums und in Gegenwart des Vizeprä 
sidenten im Oberpräsidium, Dr. Schow, und 
Vertreter des Reichsministeriums für Bolks- 
aufklärung und Propaganda, der Marine, der 
Luftwaffe, der Stadt Kiel, der Luftsportver 
bände, des NS.-Lehrerbundes, der Reichsbahn 
direktion Altona, der NS.-Gemeinscha" 
„Kraft durch Freude" sowie des Zentralinstl- 
tuts für Erziehung und Unterricht, Berlin, 
wurde am Freitag eine Vorbesprechung üdcr 
die in der Zeit vom 14. bis 21. Juni in der 
Nordostsee-Halle der Kriegsmarinestadt Kie 
stattfindende Wanderausstellung „Schule «it 
Luftfahrt" gehalten. Es handelt sich hierbe 
um dieselbe Ausstellung, die von Ende Junu-
	        
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