Full text: Newspaper volume (1936, Bd. 2)

Schleswig-Holsteinischer Wirtschaftsdienst 
Von Ritterlichkeit 
im Welthandel keine Spur 
Im Rahmen der Unterrichtswoche für Reichs- 
Lankbeamte sprach am Freitagvormittag Reichs- 
bankdirektor Rudolf Brinckmann über das Thema 
»Kampf im Welthandel". 
Der Vortragende leitete seine Ausführungen mit 
einem Wort von Reichsbankpräsident Dr. Schacht 
ein: „Weltwirtschaft ist für uns Heutige eine Er 
innerung und eine Hoffnung: denn gegenwärtig 
sind leider nur Trümmer von ihr vorhanden." 
Wir greifen einige Formulierungen aus der be 
deutsamen Rede heraus: 
Es tobt am Weltmarkt heute ein Kampf, der in 
seiner Heftigkeit und Brutalität kaum noch steige 
rungsfähig ist und jeglicher Ritterlichkeit erman 
gelt. Es offenbart sich eine Wirtschaftsgesinnung, 
die von krassestem Egoismus getragen ist und Rück 
sichten auf den wirtschaftlich Schwächeren nicht kennt. 
Während vor Jahrzehnten die Kanonen zum Ver 
stummen gebracht wurden, führen die Volker heute 
noch Wirtschaftskrieg. . . Es dürfte keinem Zweifel 
unterliegen, daß der Kampf am Weltmarkt heute 
nicht die unerhört scharfen Formen annehmen und 
jede Verständigungsmöglichkeit schon im Keime er 
töten würde, wären nicht in den letzten Jahren die 
Maßnahmen zur planmäßigen Beeinflussung des 
Außenwertes von Währungen steigend in Mode 
gekommen. 
In dem Wettkampf am Weltmarkt wurde damit 
eine äußerst gefährliche Waffe eingesetzt, und infol 
gedessen verschärften sich notwendigerweise auch die 
Gegenmaßnahmen der in erster Linie betroffenen 
Staaten in steigendem Umfange. Es kann nur als 
Zeichen großer Qualitätsüberlegenheit der Erzeug 
nisse der so benachteiligten Völker gewertet werden, 
wenn es diesen gelungen ist, mit ihren der Abwer- 
tungSwafse gegenüber nur kleinen und unzuläng 
lichen Mitteln auf dem Weltmarkt überhaupt zu 
verbleiben und hier ihre Stellung zum Teil sogar 
zu behaupten. In nicht minder starkem Maße wird 
der Weltmarkt heute durch die Schwankungen be 
unruhigt, denen die Bewertung der noch nicht auf 
neuer Grundlage verankerten Währungen unter 
liegt. Außerdem haben auch die zunehmende In 
dustrialisierung der Rohstoffländer und die Reagra- 
risterungsbestrebungen der Industriestaaten dem zer 
rütteten Zustand des Welthandels einen Beitrag 
• geliefert. 
In der Reihe der Ursachen, die einer natür 
lichen Belebung des Welthandels im Wege stehen, 
ieien schließlich noch Bestrebungen jener Kreise ge 
kannt, die aus weltanschaulichen Gründen die Ent 
gegennahme der Erzeugnisse bestimmter Länder ab 
lehnen und im Hinblick auf den verfolgten Zweck 
weiteste Kreise für den Boykottgedanken zu gewin 
nen suchen. 
Es kann die Weltwirtschaft nur fördern, wenn 
sich die beteiligten Staaten wieder zu einer stärke 
ren Ausnutzung ihrer natürlichen Möglichkeiten 
entschließen würden und ernstlich nach einem Wege 
suchten, der sie unter Wahrung ihrer Interessen 
die dankenswerte Aufgabe erfüllen ließe, die Reich 
tümer des Bodens wieder hinzuleiten von den 
Stätten des Ueberflusses zu denen des Mangels. 
Solange der Wille zu einer solchen wirtschaft 
lichen Einsicht aber nicht vorhanden ist, wird man 
den Völkern, die ihren Bedarf an Roh- und Nah 
rungsstoffen nicht auf dem natürlichen Wege der 
Einfuhr aus anderen Ländern decken können, nicht 
versagen dürfen, wenn sic ihrer Schwierigkeiten 
dann auf einem anderen Weg Herr z« werden fü 
hrn. Und wenn diese Staaten nun, nicht aus 
Autakiegelüsten, sondern aus bitterer Notwendig 
keit heraus, die Herstellung von Ersatz- oder Ncu- 
ltofsen in immer steigendem Maße betreiben, so 
sollte man in seinem Urteil klar genug sein, hierin 
die Anfänge einer Entwicklung zu sehen, die den 
heutigen Rohstoffländern später vielleicht einmal 
verhängnisvoll werden kann. Denn es muß damit 
gerechnet werden, daß in dem Maße, in dem eine 
solche Umstellung fortschreitet, die Rückkehr zu den 
früher gewühlten Beschaffungsmethoöen erschwert 
wird und unter Umständen ein Zustand eintreten 
kann, der das Interesse an ausländischen Rohstof 
fen völlig erlahmen läßt, selbst wenn diese wieder 
ohne größere Schwierigkeiten zu erlangen sein 
sollten, als das zur Zeit der Fall ist. 
Nachdem der Redner so von der heute am Welt 
markt anzutreffenden, wenig befriedigenden Lage, 
ihren Ursachen und ihren Folgeerscheinungen einen 
lleberblick gegeben hatte, wandte er sich den Maß 
nahmen zu, welche von den für den Welthandel 
bedeutenderen Ländern ans wirtschaftlichem Gebiet 
getroffen wurden, um unmittelbar oder mittelbar 
ihren Export zu fördern. Er untersuchte dann auch 
die Vor- und Nachteile einer Währungsabwertung 
in Deutschland und kam zu dem Schluß, daß das 
Mittel der Abwertung nicht geeignet fei, unser an 
gesteuertes Ziel zu erreichen. Auch das Gegenstück 
der Abwertung, die Deflation, komme als preis 
senkende Maßnahme zur Ausfuhrförderung nicht 
in Betracht. Der Ausweg wurde in der Selbsthilfe 
aktion der gewerblichen Wirtschaft gefunden, die aus 
dem Gedanken heraus entstand, daß die Wirtschaft 
als Hauptträger des Rohstoffverbrauches in erster 
Linie berufen ist, notfalls auch bei der Beschaffung 
der erforderlichen Rohstoffe an erster Stelle mit 
zuwirken. 
Abschließend führte der Redner aus, daß es nicht 
zweifelhaft sein könne, daß 'eine vom Verständnis 
für die gegenseitigen Lebensnotwcnöigkeiten ge 
tragene, vertrauensvolle Zusammenarbeit der Völ 
ker dazu führen muß, auch die Lösung der kolonia 
len Frage in Angriff zu nehmen. Die Welt wird, 
soweit sie objektiv zu urteilen gewillt ist. anerken 
nen müssen, daß von unserer Seite das nach Lage 
Ueber 600000 Besucher 
der Dinge Aeußerste getan worden ist, um eine ver 
trauensvolle Zusammenarbeit der Völker zu er 
möglichen. 
Die Kreditsktiou zur Steigerung 
der WsüerzeuAuug 
wird bis zum 31. März 1937 verlängert. Die Kre 
dite bewilligt der Reichsverband Deutscher Schaf 
züchter e. V. Für Schafe im Alter bis zu 6 Mona 
ten kann im Höchstfälle ein Kredit bis zu 30 MM 
je Stück, für Schafe im Alter von über 6 Monaten 
bis zu 5 Jahren ein Kredit bis zu 38 MM je Stück 
gewährt werden. Den Rest der Kaufsumme muß 
jeweils der Käufer selbst aufbringen. Für den 
Ankauf von weniger als 15 Schafen im Einzelfall 
können Kredite nicht gewährt werden, für den An 
kauf männlicher Tiere (Lämmer, Hammel) sowie 
für Wanderschafherden nur ausnahmsweise. In 
folge einer Zinsverbilligung beträgt der Zinssatz 
einschl. aller Verwaltungskosten 2,7 v. H. Die Kre 
dite werden in Form der Stundung der entspre 
chenden Kaufpreisbeträge gegeben. Die Schafzahl, 
für die der Kaufpreis gestundet wird, ist vom Tage 
des Erwerbs der Tiere an mindestens 6 Jahre 
lang zu halten. Sämtliche von diesen Tieren an 
fallende Wolle ist an die Retchswollverwertung 
GmbH, abzuliefern. Die Kredite sind in 6 gleichen 
Jahresraten aus dem Wollerlös zu tilgen. 
Anträge auf Gewährung von derartigen Beschaf 
fungskrediten für Schafe sind durch die Orts 
bauernführer den Laudesschafzuchtverbünden bei 
den Landesbauernschaften zuzuleiten, die sie mit 
ihrer Stellungnahme an den Reichsverband Deut 
scher Schafzüchter e. V. in Berlin W 35, Am Karls 
bad 21, weitergeben. 
Schluß der ReichsnItzrstaudsşşchau iu Frsuķfurt 
Am 24. Mai abends hat die gewaltige ReichS- 
nährstandsfchau in Frankfurt ihre Pforten geschlos 
sen. Der letzte Tag brachte nochmals einen An 
sturm von 100 000 Besuchern. Mit einer Gesamtzahl 
von mehr als 600 000 Besuchern hat Frankfurt die 
vorjährige Reichsnährstandsausstellung im Ham 
burg noch um 100 000 übcrtrofsen. Bezeichnend für 
den Geist dieser Ausstellung war, daß zum Beispiel 
heute in fünf Sonderzügen 6000 Landarbeiter aus 
dem Rheinland eintrafen und mit Musik, die Fah 
nen voran, durch die Stadt zur Ausstellung mar 
schierten. Insgesamt haben 70 000 deutsche Land 
arbeiter die Reichsnährstanösschau in Frankfurt 
besichtigt. 
Den größten Beifall haben fraglos verdienter 
maßen die Vorführung der aus edelsten Beständen 
nach Frankfurt gebrachten Zuchttiere aller deutschen 
Gane und vor allem die täglichen Turniere der 
Reiter und der bäuerlichen Gespanne gefunden. 
Vorbildliches hat auch die Reichsschule für Leibes 
bungen des Reichsnährstandes gezeigt. Sie brachte 
den Beweis, wie durch systematische Leibesübungen 
die jungen Bauernsöhne und -töchter gesund und 
kräftig erhalten werden können. 
Hauptträger dieser wie auch der vorhergehenden 
Reichsnährstandsausstellung war in finanzieller 
Beziehung vor allen Dingen die als größte Abtei 
lung angetretene Landwirtschaftliche Maschinen- 
industrie. In ihrer Abteilung Lehrschau hat sie den 
deutschen Landwirten sehr wertvolle Anregungen 
auf dem Gebiet der maschinellen Möglichkeiten im 
Ackerbau, darunter nicht zuletzt mit Hilfe der Elek 
trotechnik, gegeben. In der Landwirtschaftlichen 
Maschinenausstellung selbst war immer reger Be 
such von Händlern und Landwirten. Die Industrie 
ist mit den abgeschlossenen Käufen zufriedem 
In größtem Maße ist es gelungen, den Hundert- 
tausenden von Besuchern das Ziel, die Sicherung 
der Ernährung und Gesundheit des deutschen Vol 
kes, vor Augen zu führen. Bezeichnend für die so 
überaus erfolgreich durchgeführte Ausstellung ist 
das Wort des schweizerischen Bauernführers Laur, 
der in seiner Antwort auf die Rede des Reichs 
ernährungsministers Darre sagte: Noch nie wurde 
der Bauernstand so geehrt wie in Deutschland! 
Erfolgs fchlesrorg-holsteinifcher 
VieALAMchtLr 
auf der Reichsnährstands-Ausstellung 
in Frankfurt a. Mai». 
Bad Oldesloe, 23. Mai. Die dritte Reichsnähr 
stands-Ausstellung in Frankfurt a. M. wurde in 
der Abteilung „Bienen" auch von Stormarner Bie 
nenzüchtern mit Erzeugnissen zum Leistungswett 
bewerb beschickt. Der Landesfachgruppenobmann 
für Marktfragen, Jmkermeister Oldenburg-Neritz, 
und der Kreisfachgruppen-Borsitzende, Lehrer Lem- 
burg-Sühlen, hatten Honig, Wachsböden und Ho 
nigkuchen eingesandt. Unter 260 Bewerbern erzielte 
Lehrer Lemburg-Sühlen für Honig einen lb-Preis 
und Jmkermeister Oldenburg-Neritz für Honig 
einen la-Preis und Plakette aus Elfenbein, für 
Wachsböden einen lb-Preis und die Imkerin Frau 
Oldenburg-Neritz für verschiedene hochfeine Honig 
kuchensorten den la-Preis und Ehrenpreis. 
Weiter erfahren wir, daß Jmkermeister Olden 
burg-Neritz auf der Rcichskleintierschau in Leipzig 
für seine Erfindung: „Honigsieb- und Seihevor 
richtung" mit dem ersten Preis und der bronzenen 
Plakette des Bayerischen Landesverbandes ausge 
zeichnet worden ist. 
Die Stormarner Imker haben mit diesen Aus 
zeichnungen anfs neue ihr Können auf dem Gebiete 
der heimischen Bienenzucht unter Beweis gestellt. 
Kopskrankheit der Kühe! 
Wie in jedem Frühjahr, so herrscht auch jetzt 
hier wieder die Gehirnkrankheit bei den Kühen. Es 
sind mehrere Tiere eingegangen: so verendete in 
den letzten Tagen eine wertvolle Kuh des Bauern 
Jeß. Es handelt sich immer um gut genährte 
Tiere, (sa.) 
Die Wirtschaftsgruppe Einzelhandel hat für 1936- 
37 eine neue Beitragsordnung erlassen, die gegen 
über der des Vorjahres nur wenig abweicht. 
47 000 Dörfer in Deutschland 
Die vom 7. bis 21. Juni in Berlin unter dem 
Namen „Die Deutsche Gemeinde" veranstaltete 
Ausstellung ist die erste allgemeine Schau der Ge 
meinden, die in Deutschland stattfindet. Sie wird 
im Zeichen der nationalsozialistischen Grundauf 
fassungen von dem sich in seinen Gemeinden selbst 
verwaltenden Staatsvolk die Aufgaben und Lei 
stungen aller Selbstverwaltungskörper vom klein 
sten Bauerndorf bis zu der Weltstadt Berlin in 
großartigen Darstellungen mit den neuesten aus 
stellerischen Mitteln zur Schau bringen. 
In ihrem allgemeinen Teil wird sie im Rahmen 
der Grundtatsachen des Gemeinschaftslebens auch 
eine einprägsame Darstellung vom Aufbau des 
Volkes in seinen Gemeinden geben. Nach der letz 
ten Zählung gibt es in Deutschland 50 876 Gemein 
den, von denen erfreulicherweise immer noch rund 
47 000 richtige Dörfer sind. Daneben zählt man 
8000 Kleinstädte, 200 Mittelstädte und 52 Großstädte 
mit über 100 000 Einwohnern. 
Der Karser-WrlhelM'Kanal 
wurde im April 1936 von 3287 Schiffen mit 
1282184 NRT. befahren. Gegenüber dem Vormo 
nat hat der Verkehr im Berichtsmonat der Anzahl 
nach um 1,6 v. H., und dem Raumgehalt nach um 
6,7 v. H. zugenommen. Im Vergleich zum gleichen 
Zeitraum des Vorjahres betrügt die Verkehrsstei 
gerung betr. Tonnage 10,5 v. H. Am Gesamtraum 
gehalt waren beteiligt: Dampf- und Motorschiffe 
mit 91,4 v. H., beladene Schiffe 75,0 v. H. Der 
durchschnittliche Raumgehalt aller Schiffe mit 390 
NRT. war um 18 NRT. größer als im Vormonat. 
Von Osten—Westen passierten 1572 Schiffe der 
Tarifgruppe A mit 614 223 NRT.: von Westen— 
Osten 1560 Schiffe mit 623103 NRT. — Als See 
schiffe registrierte Dampfer waren 1581 Schiffe mit 
1126 287 NRT., davon 1458 Güter- und Persouen 
dampfer 1 123 731 NRT., 68 Schleppdampfer mit 
2058 NRT. und 6 Fischdampfer mit 503 NRT., fer 
ner 1631 Segelfahrzeuge mit 91133 NRT. und 70 
Leichter mit 19 906 NRT. und 155 Kriegs-, Dienst- 
und Sportfahrzeuge mit 44 858 NRT. An Ladung 
führten 173 Fahrzeuge Kohlen, 126 Steine, 67 
Eisen, 34 Erz, 95 Holz, 309 Getreide, 806 andere 
Massengiiter, 866 Stückgüter, 49 gemischte Ladung, 
2 Passagiere und 605 Fahrzeuge, also rund 18 v. H. 
des Gesamtverkehrs fuhren leer oder in Ballast. 
Ans Lese 
Abschluß -er deutsch-niederländische« 
Transferverhandlungeu. 
DNB. Berlin, 23. Mai. Bei den deutsch-nieder 
ländischen Verhandlungen, die in Berlin in dieser 
Woche über die Regelung des Transfers der Ver 
mögenserträgnisse von Deutschland nach den Nie 
derlanden stattgefunden haben, ist am Sonnabend 
zwischen den beiden Delegationen eine grundsätz 
liche Einigung erzielt morden, die jedoch noch der 
Zustimmung der beiden Regierungen bedarf. Die 
Ausarbeitung der Vereinbarungen im einzelnen 
wird noch einige Tage in Anspruch nehmen. Die 
Neuregelung soll für die Zeit vom 1. Juli 1986 
bis zum 30. Juni 1937 gelten. 
In Verbindung damit werden die im Juni d. I. 
abflauenden Abmachungen über den Reiseverkehr 
mit kleinen Aenderungen gleichfalls für ein Jahr 
erneuert werden. 
Einheitliche Bastfascrverwcrtuug. 
Der neue Fortschritt im Ausbau der genossenschaft- 
lichen Flachs- und Hanfrösten hat es notwendig 
gemacht, daß neben einer einheitlichen Beratung 
der genossenschaftlichen Flachs- und Hanfrösten auch 
die einheitliche Verwertung der Fasererzeugnisse 
erfolgt, zumal von den anfallenden Fasererzeug 
nissen mehr als 60 Prozent durch die genossenschaft 
lichen Röstereien verwertet werden. Zu diesem 
Zweck wurden im Rahmen des Deutschen Genossen 
schaftstages am 18. Mai in Mainz die genossen 
schaftlichen Flachs- und Hanfrösten zu einer Vast- 
faserverwertungs-GmbH., Berlin, zusammenge 
schlossen. 
Hamburger Börse 
Amtliche Notierung in MM für 100 MM Nennwert 
'Obm Gewdär 
Banke» 
•■Heictjstxml 
DD.-Bant 
StesDn Bank 
ISemnstiani 
westh. tfonl 
Schl..K Bank 
23.5. 22 5 
18975 18750 
95.00 94 00 
95.75 95 25 
116.10 117 0 
124 00 123.00 
76.00 76 50 
Bettehk»-Ätt. 
£>t>g. Hochbahn 92.87 92 37 
St(<t),-Oficfrifo 38 50 38 00 
Hapag 16.50 16 37 
Hdg.-Elldamei 32.25 32.00 
diordb »iloņt 18 25 18 25 
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23.5 22 5 
37.87 
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119.50 
11250 
109 50 
128.00 
149 00 
192.00 
142 50 
121.62 
,74.50 
21.75 
111.62 
37 50 
165.10 
155.00 
110 0- 
109.00 
127 00 
144.75 
192 25 
141.50 
120.62 
172 75 
21,00 
111.50 
Amtliche Währungökurle. 
1 Piund Sterling . . « . . 
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12.38 
2.486 
55 27 
16.36 
33 89 
19.48 
12.355 
2.487 
55.16 
16.36 
33.89 
19 48 
iOhne Gewähr!) Geldkurs 
Metall. Elektrolytkupfer per 100 Kg. 23 5 22.5. 
prompt eil Hba. oö. Brem- Rotterd. 52 75 52.75 
Kieler Ferkelmarkt vom 23. Mai 
Preise: pro yi Kg. Lebendgeivicht 0,65—0,75 MM, 
pro Stück 16—26 MM. Läuferschweine pro A Kg. 
0,35—Ş 'MM, Auftrieb 78, Handel AlWü- 
Handel nnd Wandel 
Jtzehoer Ferkelmarkt vom 23. Mai 
Auftrieb 63 (290). Preise: 1. 80—85, 2. 75—80, 
3. 68—75, 4. 50—68. Handel sehr langsam. Markt 
voraussichtlich nicht geräumt. 
Hcider Marktbericht vom 23. Mai 
Dem Viehmarkt waren 30 Stück Rindvieh zuge 
führt gegen 64 Stück in der Vorwoche. Handel 
mittelmäßig. Es kosteten: Milchkühe 400—450 MM, 
Kalbkühe 400—500 MM, Kalbquien 350—420 MM, 
Fehrkühe 270—370 MM, 1jährige Ochsen 120—150 
MM, 1)4jührige Ochsen 150—220 MM, 2jährige Och 
sen 220—280 MM und Kälber 40—50 MM das Stück. 
Die Produktenbörse notierte folgende Preise: Wei 
zen (76-77 Kg.) 10,35 MM, Roggen (72-73 Kg.) 8,75, 
Hafer (50-51 Kg,) 8,80 MM, Wintergerste 9,25 MM., 
Äckerbohnen 9 MM, Wiesenheu 1,60 MM, Kleeheu 
2,80 MM, Stroh 0,80—1 MM, Häcksel 1,80 MM, Kar 
toffeln 3—4 MM. — Auf dem Wochenmarkt kosteten 
die Eier 7'A—8 Pfg. das Stück und Butter 1,55 MM 
das Pfund. 
Die Einsicht nnd Auskunft beim Schuldnervcr- 
zeichnis ist nach einer Feststellung des Reichsjustiz 
ministeriums auch nach Inkrafttreten des Reichs- 
kostcngcsetzes gebührenpflichtig geblieben. 
Neue Einheitsbedingungeu in der Textilindustrie 
sind auf Grund von Vereinbarungen der beteilig 
ten Verbände unter dem 2. April 1936 heraus 
gegeben worden. 
Wirtschastsvcrhandlnngen Oesterreich-Polen 
DNB. Wien, 23. Mai. In den nächsten Tagen 
beginnen hier Wirtschaftsverhandlungen mit Po 
len, die sich voraussichtlich sehr schwierig gestalten 
werden. Oesterreich will den Einfuhrüberschuß im 
Handelsverkehr mit Polen abbauen. — Auch die 
Frage des Zahlungsverkehrs soll geregelt iveröen. 
da Polen seit kurzem die Devisenzwangswirtschaft 
eingeführt hat. Oesterreich verlangt völlige Frei 
zügigkeit und wird einen Clearingverkehr einfüh 
ren, falls diese von Polen nicht bewilligt wird. 
Oesterreichs wichtigste Forderung ist, daß es die 
polnische Kohle künftig mit österreichischen Fertig 
waren bezahlen will. Auch mit der Türkei stehen 
neue Verhandlungen bevor, da die Entwicklung der 
Handelsbeziehungen zwischen den beiden Staaten 
in der letzten Zeit ein Einfrieren der österreichi 
schen Forderungen zur Folge gehabt hat. 
In einem Erlaß vom 20. April 1936 bestimmt der 
Reichsfinanzminister Billigkeitserlaffe bei der Ver 
sendung von Wechseln ins Ausland, wenn die 
Wechsel der Reichsbank oder einer Devisenbank 
nach Maßgabe der Devisenvorschriften verkauft 
oder zum Einzug übertragen werden. 
Oie Ferkeimärkte 
in der Woche vom 18. bis 23 Mai 1936 
Marktplätze 
Gruppe I 
Leck 
Niebüll . , 
Bredstedt 
Flensburg 
Durchschnitt 
Gruppe II 
Husum 
Schleswig . 
Rendsburg 
Lckernfôrdļ 
Kiel . . . 
Nortori . . 
Neu Münster 
Durchschnitt 
„ ‘33 orro. 
Gruppe Ui 
tzademarsch. 
Heide . . . 
Meldors . . 
Itzehoe. . . 
Schnelsen . 
Altona. . . 
Wandsbek . 
Durchschnitt 
„ Borw. 
205 
20 22 
18-22 
19-21 
1661 
1714 
831 
770 
Preij e 
in JLH je Stück 
4—6 0-8 üb. 8 
W. W. W. 
19 2i 
18 22 
18 21 
16 20 
22 
17 21 
17-20 
18 20 
17- 20 
18- 22 
18-20 
117' 
n 25 
22 23 
21 23 
1 M 
22-24 
22 23 
20 25 
21 24 
21 25 
20 22 
21- 27 
22- 24 
21-24 
19jl9-2P3-3L 
23 25 
23-24 
23 25 
22-26 
21 27 
26 
24-26 
27-29 
22 24 
27-35 
24-32 
24 30 
t H^je */*kR 
leicht schw. 
75 80 
65-80 
74 78 
/0-75 
65-75 
70-75 
7080 
80 84 
59 61 
65 80 
67 70 
63 66 
7580 
Marktverllnr 
Handel 
lebhaft 
Mittelmaß 
langsam 
langsam 
r. lebhaft 
mittelmäß 
mäßig 
mittelmäß. 
langsam 
flott 
langsam 
Räumung 
geräumt 
geräumt 
geräumt 
it. geräumt 
geräumt 
I. geräumt 
geräumt 
n. geräumt 
geräumt 
geräumt 
f. geräumt
	        
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