Schleswig-Holsteinischer Wirtschaftsdienst
Von Ritterlichkeit
im Welthandel keine Spur
Im Rahmen der Unterrichtswoche für Reichs-
Lankbeamte sprach am Freitagvormittag Reichs-
bankdirektor Rudolf Brinckmann über das Thema
»Kampf im Welthandel".
Der Vortragende leitete seine Ausführungen mit
einem Wort von Reichsbankpräsident Dr. Schacht
ein: „Weltwirtschaft ist für uns Heutige eine Er
innerung und eine Hoffnung: denn gegenwärtig
sind leider nur Trümmer von ihr vorhanden."
Wir greifen einige Formulierungen aus der be
deutsamen Rede heraus:
Es tobt am Weltmarkt heute ein Kampf, der in
seiner Heftigkeit und Brutalität kaum noch steige
rungsfähig ist und jeglicher Ritterlichkeit erman
gelt. Es offenbart sich eine Wirtschaftsgesinnung,
die von krassestem Egoismus getragen ist und Rück
sichten auf den wirtschaftlich Schwächeren nicht kennt.
Während vor Jahrzehnten die Kanonen zum Ver
stummen gebracht wurden, führen die Volker heute
noch Wirtschaftskrieg. . . Es dürfte keinem Zweifel
unterliegen, daß der Kampf am Weltmarkt heute
nicht die unerhört scharfen Formen annehmen und
jede Verständigungsmöglichkeit schon im Keime er
töten würde, wären nicht in den letzten Jahren die
Maßnahmen zur planmäßigen Beeinflussung des
Außenwertes von Währungen steigend in Mode
gekommen.
In dem Wettkampf am Weltmarkt wurde damit
eine äußerst gefährliche Waffe eingesetzt, und infol
gedessen verschärften sich notwendigerweise auch die
Gegenmaßnahmen der in erster Linie betroffenen
Staaten in steigendem Umfange. Es kann nur als
Zeichen großer Qualitätsüberlegenheit der Erzeug
nisse der so benachteiligten Völker gewertet werden,
wenn es diesen gelungen ist, mit ihren der Abwer-
tungSwafse gegenüber nur kleinen und unzuläng
lichen Mitteln auf dem Weltmarkt überhaupt zu
verbleiben und hier ihre Stellung zum Teil sogar
zu behaupten. In nicht minder starkem Maße wird
der Weltmarkt heute durch die Schwankungen be
unruhigt, denen die Bewertung der noch nicht auf
neuer Grundlage verankerten Währungen unter
liegt. Außerdem haben auch die zunehmende In
dustrialisierung der Rohstoffländer und die Reagra-
risterungsbestrebungen der Industriestaaten dem zer
rütteten Zustand des Welthandels einen Beitrag
• geliefert.
In der Reihe der Ursachen, die einer natür
lichen Belebung des Welthandels im Wege stehen,
ieien schließlich noch Bestrebungen jener Kreise ge
kannt, die aus weltanschaulichen Gründen die Ent
gegennahme der Erzeugnisse bestimmter Länder ab
lehnen und im Hinblick auf den verfolgten Zweck
weiteste Kreise für den Boykottgedanken zu gewin
nen suchen.
Es kann die Weltwirtschaft nur fördern, wenn
sich die beteiligten Staaten wieder zu einer stärke
ren Ausnutzung ihrer natürlichen Möglichkeiten
entschließen würden und ernstlich nach einem Wege
suchten, der sie unter Wahrung ihrer Interessen
die dankenswerte Aufgabe erfüllen ließe, die Reich
tümer des Bodens wieder hinzuleiten von den
Stätten des Ueberflusses zu denen des Mangels.
Solange der Wille zu einer solchen wirtschaft
lichen Einsicht aber nicht vorhanden ist, wird man
den Völkern, die ihren Bedarf an Roh- und Nah
rungsstoffen nicht auf dem natürlichen Wege der
Einfuhr aus anderen Ländern decken können, nicht
versagen dürfen, wenn sic ihrer Schwierigkeiten
dann auf einem anderen Weg Herr z« werden fü
hrn. Und wenn diese Staaten nun, nicht aus
Autakiegelüsten, sondern aus bitterer Notwendig
keit heraus, die Herstellung von Ersatz- oder Ncu-
ltofsen in immer steigendem Maße betreiben, so
sollte man in seinem Urteil klar genug sein, hierin
die Anfänge einer Entwicklung zu sehen, die den
heutigen Rohstoffländern später vielleicht einmal
verhängnisvoll werden kann. Denn es muß damit
gerechnet werden, daß in dem Maße, in dem eine
solche Umstellung fortschreitet, die Rückkehr zu den
früher gewühlten Beschaffungsmethoöen erschwert
wird und unter Umständen ein Zustand eintreten
kann, der das Interesse an ausländischen Rohstof
fen völlig erlahmen läßt, selbst wenn diese wieder
ohne größere Schwierigkeiten zu erlangen sein
sollten, als das zur Zeit der Fall ist.
Nachdem der Redner so von der heute am Welt
markt anzutreffenden, wenig befriedigenden Lage,
ihren Ursachen und ihren Folgeerscheinungen einen
lleberblick gegeben hatte, wandte er sich den Maß
nahmen zu, welche von den für den Welthandel
bedeutenderen Ländern ans wirtschaftlichem Gebiet
getroffen wurden, um unmittelbar oder mittelbar
ihren Export zu fördern. Er untersuchte dann auch
die Vor- und Nachteile einer Währungsabwertung
in Deutschland und kam zu dem Schluß, daß das
Mittel der Abwertung nicht geeignet fei, unser an
gesteuertes Ziel zu erreichen. Auch das Gegenstück
der Abwertung, die Deflation, komme als preis
senkende Maßnahme zur Ausfuhrförderung nicht
in Betracht. Der Ausweg wurde in der Selbsthilfe
aktion der gewerblichen Wirtschaft gefunden, die aus
dem Gedanken heraus entstand, daß die Wirtschaft
als Hauptträger des Rohstoffverbrauches in erster
Linie berufen ist, notfalls auch bei der Beschaffung
der erforderlichen Rohstoffe an erster Stelle mit
zuwirken.
Abschließend führte der Redner aus, daß es nicht
zweifelhaft sein könne, daß 'eine vom Verständnis
für die gegenseitigen Lebensnotwcnöigkeiten ge
tragene, vertrauensvolle Zusammenarbeit der Völ
ker dazu führen muß, auch die Lösung der kolonia
len Frage in Angriff zu nehmen. Die Welt wird,
soweit sie objektiv zu urteilen gewillt ist. anerken
nen müssen, daß von unserer Seite das nach Lage
Ueber 600000 Besucher
der Dinge Aeußerste getan worden ist, um eine ver
trauensvolle Zusammenarbeit der Völker zu er
möglichen.
Die Kreditsktiou zur Steigerung
der WsüerzeuAuug
wird bis zum 31. März 1937 verlängert. Die Kre
dite bewilligt der Reichsverband Deutscher Schaf
züchter e. V. Für Schafe im Alter bis zu 6 Mona
ten kann im Höchstfälle ein Kredit bis zu 30 MM
je Stück, für Schafe im Alter von über 6 Monaten
bis zu 5 Jahren ein Kredit bis zu 38 MM je Stück
gewährt werden. Den Rest der Kaufsumme muß
jeweils der Käufer selbst aufbringen. Für den
Ankauf von weniger als 15 Schafen im Einzelfall
können Kredite nicht gewährt werden, für den An
kauf männlicher Tiere (Lämmer, Hammel) sowie
für Wanderschafherden nur ausnahmsweise. In
folge einer Zinsverbilligung beträgt der Zinssatz
einschl. aller Verwaltungskosten 2,7 v. H. Die Kre
dite werden in Form der Stundung der entspre
chenden Kaufpreisbeträge gegeben. Die Schafzahl,
für die der Kaufpreis gestundet wird, ist vom Tage
des Erwerbs der Tiere an mindestens 6 Jahre
lang zu halten. Sämtliche von diesen Tieren an
fallende Wolle ist an die Retchswollverwertung
GmbH, abzuliefern. Die Kredite sind in 6 gleichen
Jahresraten aus dem Wollerlös zu tilgen.
Anträge auf Gewährung von derartigen Beschaf
fungskrediten für Schafe sind durch die Orts
bauernführer den Laudesschafzuchtverbünden bei
den Landesbauernschaften zuzuleiten, die sie mit
ihrer Stellungnahme an den Reichsverband Deut
scher Schafzüchter e. V. in Berlin W 35, Am Karls
bad 21, weitergeben.
Schluß der ReichsnItzrstaudsşşchau iu Frsuķfurt
Am 24. Mai abends hat die gewaltige ReichS-
nährstandsfchau in Frankfurt ihre Pforten geschlos
sen. Der letzte Tag brachte nochmals einen An
sturm von 100 000 Besuchern. Mit einer Gesamtzahl
von mehr als 600 000 Besuchern hat Frankfurt die
vorjährige Reichsnährstandsausstellung im Ham
burg noch um 100 000 übcrtrofsen. Bezeichnend für
den Geist dieser Ausstellung war, daß zum Beispiel
heute in fünf Sonderzügen 6000 Landarbeiter aus
dem Rheinland eintrafen und mit Musik, die Fah
nen voran, durch die Stadt zur Ausstellung mar
schierten. Insgesamt haben 70 000 deutsche Land
arbeiter die Reichsnährstanösschau in Frankfurt
besichtigt.
Den größten Beifall haben fraglos verdienter
maßen die Vorführung der aus edelsten Beständen
nach Frankfurt gebrachten Zuchttiere aller deutschen
Gane und vor allem die täglichen Turniere der
Reiter und der bäuerlichen Gespanne gefunden.
Vorbildliches hat auch die Reichsschule für Leibes
bungen des Reichsnährstandes gezeigt. Sie brachte
den Beweis, wie durch systematische Leibesübungen
die jungen Bauernsöhne und -töchter gesund und
kräftig erhalten werden können.
Hauptträger dieser wie auch der vorhergehenden
Reichsnährstandsausstellung war in finanzieller
Beziehung vor allen Dingen die als größte Abtei
lung angetretene Landwirtschaftliche Maschinen-
industrie. In ihrer Abteilung Lehrschau hat sie den
deutschen Landwirten sehr wertvolle Anregungen
auf dem Gebiet der maschinellen Möglichkeiten im
Ackerbau, darunter nicht zuletzt mit Hilfe der Elek
trotechnik, gegeben. In der Landwirtschaftlichen
Maschinenausstellung selbst war immer reger Be
such von Händlern und Landwirten. Die Industrie
ist mit den abgeschlossenen Käufen zufriedem
In größtem Maße ist es gelungen, den Hundert-
tausenden von Besuchern das Ziel, die Sicherung
der Ernährung und Gesundheit des deutschen Vol
kes, vor Augen zu führen. Bezeichnend für die so
überaus erfolgreich durchgeführte Ausstellung ist
das Wort des schweizerischen Bauernführers Laur,
der in seiner Antwort auf die Rede des Reichs
ernährungsministers Darre sagte: Noch nie wurde
der Bauernstand so geehrt wie in Deutschland!
Erfolgs fchlesrorg-holsteinifcher
VieALAMchtLr
auf der Reichsnährstands-Ausstellung
in Frankfurt a. Mai».
Bad Oldesloe, 23. Mai. Die dritte Reichsnähr
stands-Ausstellung in Frankfurt a. M. wurde in
der Abteilung „Bienen" auch von Stormarner Bie
nenzüchtern mit Erzeugnissen zum Leistungswett
bewerb beschickt. Der Landesfachgruppenobmann
für Marktfragen, Jmkermeister Oldenburg-Neritz,
und der Kreisfachgruppen-Borsitzende, Lehrer Lem-
burg-Sühlen, hatten Honig, Wachsböden und Ho
nigkuchen eingesandt. Unter 260 Bewerbern erzielte
Lehrer Lemburg-Sühlen für Honig einen lb-Preis
und Jmkermeister Oldenburg-Neritz für Honig
einen la-Preis und Plakette aus Elfenbein, für
Wachsböden einen lb-Preis und die Imkerin Frau
Oldenburg-Neritz für verschiedene hochfeine Honig
kuchensorten den la-Preis und Ehrenpreis.
Weiter erfahren wir, daß Jmkermeister Olden
burg-Neritz auf der Rcichskleintierschau in Leipzig
für seine Erfindung: „Honigsieb- und Seihevor
richtung" mit dem ersten Preis und der bronzenen
Plakette des Bayerischen Landesverbandes ausge
zeichnet worden ist.
Die Stormarner Imker haben mit diesen Aus
zeichnungen anfs neue ihr Können auf dem Gebiete
der heimischen Bienenzucht unter Beweis gestellt.
Kopskrankheit der Kühe!
Wie in jedem Frühjahr, so herrscht auch jetzt
hier wieder die Gehirnkrankheit bei den Kühen. Es
sind mehrere Tiere eingegangen: so verendete in
den letzten Tagen eine wertvolle Kuh des Bauern
Jeß. Es handelt sich immer um gut genährte
Tiere, (sa.)
Die Wirtschaftsgruppe Einzelhandel hat für 1936-
37 eine neue Beitragsordnung erlassen, die gegen
über der des Vorjahres nur wenig abweicht.
47 000 Dörfer in Deutschland
Die vom 7. bis 21. Juni in Berlin unter dem
Namen „Die Deutsche Gemeinde" veranstaltete
Ausstellung ist die erste allgemeine Schau der Ge
meinden, die in Deutschland stattfindet. Sie wird
im Zeichen der nationalsozialistischen Grundauf
fassungen von dem sich in seinen Gemeinden selbst
verwaltenden Staatsvolk die Aufgaben und Lei
stungen aller Selbstverwaltungskörper vom klein
sten Bauerndorf bis zu der Weltstadt Berlin in
großartigen Darstellungen mit den neuesten aus
stellerischen Mitteln zur Schau bringen.
In ihrem allgemeinen Teil wird sie im Rahmen
der Grundtatsachen des Gemeinschaftslebens auch
eine einprägsame Darstellung vom Aufbau des
Volkes in seinen Gemeinden geben. Nach der letz
ten Zählung gibt es in Deutschland 50 876 Gemein
den, von denen erfreulicherweise immer noch rund
47 000 richtige Dörfer sind. Daneben zählt man
8000 Kleinstädte, 200 Mittelstädte und 52 Großstädte
mit über 100 000 Einwohnern.
Der Karser-WrlhelM'Kanal
wurde im April 1936 von 3287 Schiffen mit
1282184 NRT. befahren. Gegenüber dem Vormo
nat hat der Verkehr im Berichtsmonat der Anzahl
nach um 1,6 v. H., und dem Raumgehalt nach um
6,7 v. H. zugenommen. Im Vergleich zum gleichen
Zeitraum des Vorjahres betrügt die Verkehrsstei
gerung betr. Tonnage 10,5 v. H. Am Gesamtraum
gehalt waren beteiligt: Dampf- und Motorschiffe
mit 91,4 v. H., beladene Schiffe 75,0 v. H. Der
durchschnittliche Raumgehalt aller Schiffe mit 390
NRT. war um 18 NRT. größer als im Vormonat.
Von Osten—Westen passierten 1572 Schiffe der
Tarifgruppe A mit 614 223 NRT.: von Westen—
Osten 1560 Schiffe mit 623103 NRT. — Als See
schiffe registrierte Dampfer waren 1581 Schiffe mit
1126 287 NRT., davon 1458 Güter- und Persouen
dampfer 1 123 731 NRT., 68 Schleppdampfer mit
2058 NRT. und 6 Fischdampfer mit 503 NRT., fer
ner 1631 Segelfahrzeuge mit 91133 NRT. und 70
Leichter mit 19 906 NRT. und 155 Kriegs-, Dienst-
und Sportfahrzeuge mit 44 858 NRT. An Ladung
führten 173 Fahrzeuge Kohlen, 126 Steine, 67
Eisen, 34 Erz, 95 Holz, 309 Getreide, 806 andere
Massengiiter, 866 Stückgüter, 49 gemischte Ladung,
2 Passagiere und 605 Fahrzeuge, also rund 18 v. H.
des Gesamtverkehrs fuhren leer oder in Ballast.
Ans Lese
Abschluß -er deutsch-niederländische«
Transferverhandlungeu.
DNB. Berlin, 23. Mai. Bei den deutsch-nieder
ländischen Verhandlungen, die in Berlin in dieser
Woche über die Regelung des Transfers der Ver
mögenserträgnisse von Deutschland nach den Nie
derlanden stattgefunden haben, ist am Sonnabend
zwischen den beiden Delegationen eine grundsätz
liche Einigung erzielt morden, die jedoch noch der
Zustimmung der beiden Regierungen bedarf. Die
Ausarbeitung der Vereinbarungen im einzelnen
wird noch einige Tage in Anspruch nehmen. Die
Neuregelung soll für die Zeit vom 1. Juli 1986
bis zum 30. Juni 1937 gelten.
In Verbindung damit werden die im Juni d. I.
abflauenden Abmachungen über den Reiseverkehr
mit kleinen Aenderungen gleichfalls für ein Jahr
erneuert werden.
Einheitliche Bastfascrverwcrtuug.
Der neue Fortschritt im Ausbau der genossenschaft-
lichen Flachs- und Hanfrösten hat es notwendig
gemacht, daß neben einer einheitlichen Beratung
der genossenschaftlichen Flachs- und Hanfrösten auch
die einheitliche Verwertung der Fasererzeugnisse
erfolgt, zumal von den anfallenden Fasererzeug
nissen mehr als 60 Prozent durch die genossenschaft
lichen Röstereien verwertet werden. Zu diesem
Zweck wurden im Rahmen des Deutschen Genossen
schaftstages am 18. Mai in Mainz die genossen
schaftlichen Flachs- und Hanfrösten zu einer Vast-
faserverwertungs-GmbH., Berlin, zusammenge
schlossen.
Hamburger Börse
Amtliche Notierung in MM für 100 MM Nennwert
'Obm Gewdär
Banke»
•■Heictjstxml
DD.-Bant
StesDn Bank
ISemnstiani
westh. tfonl
Schl..K Bank
23.5. 22 5
18975 18750
95.00 94 00
95.75 95 25
116.10 117 0
124 00 123.00
76.00 76 50
Bettehk»-Ätt.
£>t>g. Hochbahn 92.87 92 37
St(<t),-Oficfrifo 38 50 38 00
Hapag 16.50 16 37
Hdg.-Elldamei 32.25 32.00
diordb »iloņt 18 25 18 25
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37.87
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119.50
11250
109 50
128.00
149 00
192.00
142 50
121.62
,74.50
21.75
111.62
37 50
165.10
155.00
110 0-
109.00
127 00
144.75
192 25
141.50
120.62
172 75
21,00
111.50
Amtliche Währungökurle.
1 Piund Sterling . . « . .
I Dollar
mo dän. Kr. . .
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12.38
2.486
55 27
16.36
33 89
19.48
12.355
2.487
55.16
16.36
33.89
19 48
iOhne Gewähr!) Geldkurs
Metall. Elektrolytkupfer per 100 Kg. 23 5 22.5.
prompt eil Hba. oö. Brem- Rotterd. 52 75 52.75
Kieler Ferkelmarkt vom 23. Mai
Preise: pro yi Kg. Lebendgeivicht 0,65—0,75 MM,
pro Stück 16—26 MM. Läuferschweine pro A Kg.
0,35—Ş 'MM, Auftrieb 78, Handel AlWü-
Handel nnd Wandel
Jtzehoer Ferkelmarkt vom 23. Mai
Auftrieb 63 (290). Preise: 1. 80—85, 2. 75—80,
3. 68—75, 4. 50—68. Handel sehr langsam. Markt
voraussichtlich nicht geräumt.
Hcider Marktbericht vom 23. Mai
Dem Viehmarkt waren 30 Stück Rindvieh zuge
führt gegen 64 Stück in der Vorwoche. Handel
mittelmäßig. Es kosteten: Milchkühe 400—450 MM,
Kalbkühe 400—500 MM, Kalbquien 350—420 MM,
Fehrkühe 270—370 MM, 1jährige Ochsen 120—150
MM, 1)4jührige Ochsen 150—220 MM, 2jährige Och
sen 220—280 MM und Kälber 40—50 MM das Stück.
Die Produktenbörse notierte folgende Preise: Wei
zen (76-77 Kg.) 10,35 MM, Roggen (72-73 Kg.) 8,75,
Hafer (50-51 Kg,) 8,80 MM, Wintergerste 9,25 MM.,
Äckerbohnen 9 MM, Wiesenheu 1,60 MM, Kleeheu
2,80 MM, Stroh 0,80—1 MM, Häcksel 1,80 MM, Kar
toffeln 3—4 MM. — Auf dem Wochenmarkt kosteten
die Eier 7'A—8 Pfg. das Stück und Butter 1,55 MM
das Pfund.
Die Einsicht nnd Auskunft beim Schuldnervcr-
zeichnis ist nach einer Feststellung des Reichsjustiz
ministeriums auch nach Inkrafttreten des Reichs-
kostcngcsetzes gebührenpflichtig geblieben.
Neue Einheitsbedingungeu in der Textilindustrie
sind auf Grund von Vereinbarungen der beteilig
ten Verbände unter dem 2. April 1936 heraus
gegeben worden.
Wirtschastsvcrhandlnngen Oesterreich-Polen
DNB. Wien, 23. Mai. In den nächsten Tagen
beginnen hier Wirtschaftsverhandlungen mit Po
len, die sich voraussichtlich sehr schwierig gestalten
werden. Oesterreich will den Einfuhrüberschuß im
Handelsverkehr mit Polen abbauen. — Auch die
Frage des Zahlungsverkehrs soll geregelt iveröen.
da Polen seit kurzem die Devisenzwangswirtschaft
eingeführt hat. Oesterreich verlangt völlige Frei
zügigkeit und wird einen Clearingverkehr einfüh
ren, falls diese von Polen nicht bewilligt wird.
Oesterreichs wichtigste Forderung ist, daß es die
polnische Kohle künftig mit österreichischen Fertig
waren bezahlen will. Auch mit der Türkei stehen
neue Verhandlungen bevor, da die Entwicklung der
Handelsbeziehungen zwischen den beiden Staaten
in der letzten Zeit ein Einfrieren der österreichi
schen Forderungen zur Folge gehabt hat.
In einem Erlaß vom 20. April 1936 bestimmt der
Reichsfinanzminister Billigkeitserlaffe bei der Ver
sendung von Wechseln ins Ausland, wenn die
Wechsel der Reichsbank oder einer Devisenbank
nach Maßgabe der Devisenvorschriften verkauft
oder zum Einzug übertragen werden.
Oie Ferkeimärkte
in der Woche vom 18. bis 23 Mai 1936
Marktplätze
Gruppe I
Leck
Niebüll . ,
Bredstedt
Flensburg
Durchschnitt
Gruppe II
Husum
Schleswig .
Rendsburg
Lckernfôrdļ
Kiel . . .
Nortori . .
Neu Münster
Durchschnitt
„ ‘33 orro.
Gruppe Ui
tzademarsch.
Heide . . .
Meldors . .
Itzehoe. . .
Schnelsen .
Altona. . .
Wandsbek .
Durchschnitt
„ Borw.
205
20 22
18-22
19-21
1661
1714
831
770
Preij e
in JLH je Stück
4—6 0-8 üb. 8
W. W. W.
19 2i
18 22
18 21
16 20
22
17 21
17-20
18 20
17- 20
18- 22
18-20
117'
n 25
22 23
21 23
1 M
22-24
22 23
20 25
21 24
21 25
20 22
21- 27
22- 24
21-24
19jl9-2P3-3L
23 25
23-24
23 25
22-26
21 27
26
24-26
27-29
22 24
27-35
24-32
24 30
t H^je */*kR
leicht schw.
75 80
65-80
74 78
/0-75
65-75
70-75
7080
80 84
59 61
65 80
67 70
63 66
7580
Marktverllnr
Handel
lebhaft
Mittelmaß
langsam
langsam
r. lebhaft
mittelmäß
mäßig
mittelmäß.
langsam
flott
langsam
Räumung
geräumt
geräumt
geräumt
it. geräumt
geräumt
I. geräumt
geräumt
n. geräumt
geräumt
geräumt
f. geräumt