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129 - Jahrgang. / Nr. 121. / Zweites Blatt.
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LandeŞttung
Wanderung des Bundes
Mr Vogelschutz
Krähe« naschte« Schwaneneier
Die Ortsgruppe Rendsburg des Bundes für
Vogelschutz machte am Himmelfahrtstage ihre
o. Wanderung. Der Weg führte über Ält-Du-
venstedt nach Stenten-Mühle. Die Teilnehmer-
äahl war so groß, daß eine Teilung in 2 Grup
pen vorgenommen werden mußte. Die Grup
pen durchquerten unabhängig voneinander die
Duvenstedter Berge bis zum Bistensee und
Ehrten zum Ausgangspunkt zurück. Das Wet
ter hielt sich gut. Die Wälder und Anpflanzun
gen zeigten alle bekannten Frühlingspflanzen
w Blüte. Besonders auffallend war die gelb
liche Traubenblüte des Trauben-Holunders
(Roter Holunder). Auf dem Mühlenteich
schwammen die großen, ovalen Blätter des
Schwimmenden Laichkrauts. Wasserkresse und
Froschlöffel steckten ihre Blüten über die Was
seroberfläche hervor. In den schattigen Buchen
wäldern blühten Maiglöckchen, Goldnesseln
und Sauerklee. Das Salomonssiegel stand in
^lütenknospen. An den Moränenabhängen sah
wan die goldgelben Blüten des Engl. Ginsters.
Die Eichen schaukelten ihre langen Staubblü
ten im Winde, und die Eschen mit ihren hüllen
losen Blüten taten das gleiche. Stellenweise
Richten Ahorn und Roßkastanie.
Das Schwanenpaar auf dem Mühlenteich
hatte keine Junge. Die Krähen hatten wäh
lend der Abwesenheit der Schwanin die Eier
geraubt! Auch die Enten des Teiches konnten
wegen der Krähenplage kein Gelege hochbrin
gen. So zeigte der schöne Teich wenig Vogel-
wben. Nur einige Bläßhühner schwammen ein
sam am schilfreichen Ufer, und die brütende
Störchin auf dem Mühlenscheunendach sah
Nachdenklich auf das Wasser hinab. Der Kleiber
hatte sein Nest in einer hohlen Schwarzpappel.
Lerchen, Baumpieper und Goldammer sah mau
wel. Auch die Mäusebussarde waren wieder
"a. In den Anpflanzungen der Duvenstedter
^erge zeigten sich Rotrückiger Würger, Eichel
häher, allerlei Grasmücken und Meisen. Der
Achensee war nicht sehr belebt. Außer den
Ääßhichnern und einer Fluß-Seeschwalbe ge
wahrte man 3 Haubentaucher in ihrem Lunten
Hochzeitskleid. Goldlaufkäfer eilten hastig über
Pen Weg. Schwalbenschwanz, Distelfalter, Zi
tronenfalter und Weißlinge gaukelten im Son
nenschein. In den Bergwälöern waren große
àeisenberge. Hervorzuheben ist der unge
heure Steinreichtum dieser Moränenlandschaft,
^on den höchsten Erhebungen der Moränen-
hägel hatte man eine wunderbare Aussicht
Nber die westwärts strebende Sanderebene.
^Nach wohlverdienter Rast im Gasthaus zu
Stenten-Mühle ging es über Rickert in die
Heimatstadt Rendsburg zurück. Unterwegs
wnnte man im Rickerter Moor den wunder-
hellen Blütenschmuck der Wasserfeder und des
^asserhahnenfußes sehen. Gegen 18 Uhr traf
wan in Rendsburg ein. I. M.
NS.-Frauenschaft Altstadt
"Wer Dag für Dag sten Arbeit deiht un jüm-
wers upn Posten stecht .. .", so dachte die Alt-
lädter Frauenschaft, als sie zu einem frohen
^hend einlud aus Anlaß ihres 3jährigen Be
chens. In den Begrüßungsworten führte die
^ŗtsfrauenschaftsleiterin in die Gründnngs-
zurück und fand herzliche dankbare Worte
chr die erste Leiterin Frau Schubert. Dann
wgte Frau Hollweg noch einmal die Aufgabe
y X NS.-Frauenschaft grundlegend klar und
ws jedes Mitglied zur Einsatzbereitschaft aus:
''Du für mich, ich für dich, wir zusammen bis
Rendsburg, den 26. Mai 1936.
zum letzten Atemzug für unser Volk." Ein
Wort der Reichsfrauenführerin von der demü
tigen und großherzigen, innerlich starken und
wahren deutschen Frau sei Leitspruch für das
Schaffen des 4. Frauenschaftsjahres! Schon die
ersten Tage des neuen Arbeitsjahres geben
durch die Sammlung des Reichsmütterüienstes
jeder Frau Gelegenheit, ihren Opfersinn in die
Tat umzusetzen.
Frühlingsblumen auf dem Tisch, dazu Früh
lingslieder der Singschar unter bewährter
treuer Führung sorgten für fröhliche Stim
mung, die durch das vortreffliche Spiel der
Niederdeutschen Bühne noch erhöht
wurde. Zum ersten Mal zeigte sich die Jugend-
gruppe. Ihre Tänze in schlichter Tracht, be
gleitet von gemütlich stimmendem Schiffer
klavier, werden gefallen haben, und manche
Kameradin wird für die jungen Reihen ge
wonnen sein. Musikalische Darbietungen von
Mitgliedern der Marine-SA. wurden, wie im
mer, gern gehört. Daß man so freudig und in
Gemeinschaft den Abend verleben durfte, dankt
man dem Führer. Das brachte die Frauen
schaftsleiterin abschließend zum Ausdruck.
Eingliederung der Iugendgruppe der
Sanitätskolonne in die HI.
Am Montagabend fand auf dem Schloßplatz
die Eingliederung der Jugendgruppe der
Sanitätskolonne vom Roten Kreuz in Rends
burg in die Hitlerjugend statt. Hierzu hatten
die HI. und die Jugendgruppe der Sanitäts
kolonne sowie die Sanitätskolonne Aufstellung
genommen. Kreiskolonnenführer Dr. Len-
nartz betonte, es sei der Wille des Führers,
daß die Jugend in der HI. eine geschlossene
Einheit bilde. So trete auch die Jugendgruppe
der Sanitätskolonne vom Roten 'Kreuz
Rendsburg der Felöscherschar der HI. bei.
Neben dem sonstigen Dienst erhalte die Feld
scherschar ihre Sanitätsausbildung durch den
bisherigen Führer der Jugendgruppe der
Sanitätskolonne, Laudi. Aus dieser Feldscher
schar rekrutiere sich später der Nachwuchs für
die Sanitätskolonne. Dr. Lennartz übergab
sodann die Iugendgruppe der HI. mit Worten
des Dankes für ihre freiwillige Arbeit im
Dienst des Roten Kreuzes.
Vertretung von Unterbannführer
In
Vom Nordmarktreffen
Korpsführer Hühnlein fährt die Front des NSKK beim zweiten Nordmarktreffen
in Kiel ab, an dem 43 099 politische Soldaten aus SA., SS. und NSKK teilnahmen.
(Scherl Bilderdienst, K.)
Stabschef Lutze fährt die Front der aufmarschierten Kolonnen ab.
Weltbild (M)
Dienstag, den 26. Mai 1936.
Schöning übernahm Gefolgschaftsführer Krog-
mann die Iugendgruppe und führte aus, daß
jetzt die letzte Einzelorganisation in die HI.
eingegliedert sei. Er begrüßte die neuen
Kameraden und wies sie auf die Pflichten uns
Ziele hin, die sie freiwillig zu übernehmen
hätten. Nach dem gemeinsam gesungenen
Lied der HI. „Unsere Fahne flattert uns vor
an" und einem Siegheil auf den Führer zog
die Iugendgruppe in den Reihen der HI. ab.
* * *
* Der Abzeichenverkauf für den Reichs
mütterdienst hat in unserer Stadt 670 Mark
erbracht. Abgesetzt wurden, wie wir von der
NS.-Frauenschaft erfahren, insgesamt rund
3209 Abzeichen.
* Führereinsetzung im Jungbann 163. Der
bisherige Führer des Fähnleins 14/163 und
kommissarische Stammführer Wilhelm Delfs
wurde durch den Jungbannführer mit Wirkung
vom 1. Mai mit der endgültigen Führung des
Stammes „Cimbern" beauftragt.
* Unter den Preisträgern der Wettkämpfe
des Nordmarktreffens der SA. befindet sich
aus Rendsburg Truppführer Bötel vom
Reitersturm 6/15, der im Jagdspringen,
Klasse A, einen zweiten Platz belegte.
* Schisfsbewcgungen der Reederei Zerssen
& Co., Rendsburg-Kiel. D. „Glückauf" am
24. Mai von Holtenau nach Stettin abgegan
gen,' D. „Arnis" am 25. Mai in der Tyne an
gekommen.
* Unfall an der Maschine. Beim Arbeiten
an einer Stanzmaschine kam ein Arbeiter mit
einem Finger der rechten Hand unter die
Stanze. Dabei wurde das erste Glied des
Fingers zertrümmert.
* Wiederherstellung des Telegrammvcr-
kehrs mit Abessinien. Die Telegraphengesell
schaft Radio-Orient teilt mit, daß der gewöhn
liche und zurückgestellte Telegrammverkehr
für Addis Abeba via Radio-Orient (Wadi
Haifa oder Port Sudan) wieder zugelassen ist.
Büdelsdorf, 26. Mai. Ein alter Einwohner
Büdelsdorfs, Christian Hinz, wurde zur letz
ten Ruhe geleitet. Bauunternehmer Hinz war
eine Persönlichkeit, die zu ihrer Zeit eine füh
rende Rolle in der Gemeinde gespielt hat. Er
stammte aus Holzbunge. In den 90er Jahren
trat er in seinem Fach hervor. Bon dem ver
storbenen Direktor Wilh. Meyn wurde er be
auftragt, dessen südlich der damaligen Eckern-
föröer Straße gelegene Koppel in Grundstücke
auszulegen. Dadurch entstand die Meynstraße;
fast alle dort befindlichen Gebäude sind von H.
gebaut. Als Kandidat des Haus- und Grund
besitzervereins, dessen Mitgründer er war,
wurde H. vor dem Kriege in die Gemeindever
tretung gewählt. Er trat dafür ein, daß die
der Provinzialverwaltung gehörende Eckern-
förder Straße von der Gemeinde übernommen
wurde. Während des Krieges war Hinz maß
geblich in der Lebensmittelverteilung. Ein
tätiges Leben ging nach langer Krankheit zu
Ende.
DetterberîŞ.
Wetterausstchten für Mittwoch, den 27. Mai, in
Nordwestdeutschland: Schwachwindig, meist bewölkt,
überwiegend trocken, etwas wärmer, morgens viel
fach dunstig bis neblig.
(Schluß des redaktionellen Teils.)
Beilagenhinweis.
Einem Teil unserer heutigen Postauslage ist ein
Werbeblatt der Firma Karstadt, Neumünster, unter
dem Titel „Die Herrenmoüe Frühjahr und Som
mer 1936" beigefügt.