Mit zwei Zentnern durch den Weltkrieg
Gefährt. An der nächsten Biegung folgte der
dritte, und als letzter landete ich in dem Schau
fenster einer kleinen Bäckerei und mit mir
das ganze Hintere Fahrgestell des Wagens.
Das Vorderteil aber mit dem Kutscher kam
kurz darauf in einem Weinberg, der liebevoll
mit Drähten durchzogen war, zum Stehen.
Nachdem ich meine Knochen gesammelt und
mich überzeugt hatte, daß nichts passiert war,
sauste ich mit leicht benommenem Kopf mei
nem halben Geführt nach. Ich war überzeugt,
daß man die Pferde erschießen müsse, weil sie
doch wohl so verletzt wären, daß man sie wei
terhin nicht mehr gebrauchen könne. Aber wir
hatten, wie immer, Glück gehabt und weder
den Kameraden noch den Pferden war das ge
ringste passiert. Ein anderer Wagen wurde
rasch aufgetrieben, und es war später ein pos
sierliches Schauspiel, zu sehen, wie die steilen
Bergstraßen hinab die Pferde den Wagen nach
vorne, die vier Offiziere aber mit einem kräf
tigen Seil bremsend nach hinten zogen. Mci--
nen Freund in Feltre habe ich dann freilich'
nicht mehr getroffen.
Die feindlichen Flieger wurden immer un
angenehmer. Fast jede Nacht warfen sie Bom
ben über uns ab, von denen auch einige, ohne
zu explodieren, in einer Sumpfwiese vor unse
rem Quartier steckenblieben. Bei einem Ritt
bemerkten wir die halb aus dem Boden ragen
den Ungetüme, die wir nun durch Scheiben
schießen aus überaus angemessener Entfer
nung zur Explosion brachten.
Langsam kam das Frühjahr. Die Oester
reicher hatten uns in unserer Stellung abge
löst, und wir sollten herausgezogen und an die
Westfront als Tankabwehrbatterien gebracht
werden. Es war ein wehmütiger Heimweg
durch die schon frühlingshaft blühenden Ge
filde Venetiens. Es ging beinahe den gleichen
Weg zurück, den wir gekommen waren, aber
die frohe Stimmung, wie sie beim siegreichen
Vormarsch geherrscht hatte, war verschwunden.
Die Verpflegung war nicht mehr befriedigend,
denn die Etappe hatte sich unterdessen des Lan-
des bemächtigt, und selten gelang es uns, ein
mageres Rind oder Schwein zu ergattern. Nur
einmal lächelte uns noch das Glück, und das
kam so: In einem Dorf, durch das wir zogen,
und durch das eine Hauptstraße führte, war
uns die rechte Hälfte als Quartier zugeteilt,
die linke gehörte österreichischen Truppen, die
auf dem Vormarsch waren. Es war uns streng
stens verboten, auf öer linken Seite zu requi
rieren, und die Oesterreicher durften auch nicht
auf unsere Seite herüberkommen. Die Herren
Bundesbrüder hatten — weiß öer Teufel, wo
— eine fette, große Sau aufgetrieben, und wir
schauten neidvoll von unserem Quartier hin
über zu den Glücklichen, die eben darangingen,
ihr Schwein zu schlachten. Diesem aber wurde
die Sache unangenehm, es ritz sich los und sauste
herüber über die Straße in den deutschen Teil.
Nach kurzer Jagd wurde es eingefangen und
mußte nun bei uns den Tod erleiden. Ehe man
gedacht hatte, war das Schwein zerlegt und in
einzelnen, nicht gerade kleinen Portionen in
unseren Feldkesseln verschwunden. Durch diese
eigenartige Geschichte entstand nun ein juristi
scher Streit, den selbst der alte Salomo nicht
hätte schlichten können. Stundenlang wurde
von einem gemischten Gerichtshof beraten,
wem die Sau eigentlich gehöre. Die Oesterrei
cher nahmen sie für sich in Anspruch, weil sie
sie vorher besessen und sie ihnen nur durchge
gangen sei- wir deutschen Brüder beriefen uns
aber darauf, daß wir sie in unserem Ortsteil
requiriert, daß sie nicht als österreichisches
Heeresgut deklariert gewesen sei und daß sie,
wie die Freunde von jenseits öer Straße selbst
zugeben mußten, aus italienischem Privatbesitz
stamme. Die Verhandlungen zogen sich noch
lange hin.
Fortsetzung folgt. — ,
Erinnerungen eines Optimisten
Von Karl Borromäus Gröber.
Ihre Verlobung geben bekannt
Hertha Tams
Willi Stockfisch
Vaasbüttel
Im Mai 1936
ba kommt ein
—Scfomufc heraus!.
Mit Henko eingeweicht ist halb gewaschen!
Kiel-Ellerbek
Cathrine Arpe
Hermann Rubink
Verlobte
Gnutz, im Mai 1936.
Sein Abrackern, kein Vorwäschen, kein Reiben, kein
Bürsten? Dagegen ļeichreo waschen, billiges
waschen? Ein Horrschritk, den Sie nutzen müssen?
Henkels wasch- und Bleichsoda — Die Waschhilfe für 13 Pfg.
Am Sonntagabend entschlief
unsere liebe Mutter. Schwie
germutter und Grobmutter,
die Ww.
Wer gibt einem jung. Mann
(Deutsch-Amerikan.) wöchent
lich 2—3 Stunden
Unterricht in Zeutsch
(Lesen u. Schreiben)?
D. Koll, Hohn.
Verein der Haus-«. Grundeigentümer Tapete»
Heute abend, 8 Uhr, im Deutschen Haus
MiLgliederserfaMMluAg
Tagesordnung:
1. Jahres-, Kassen-, Revisionsberichte. Entlastung des Vereinsleiters
2. Voranschlag für 1936. Wahl von Kassenprüfern
3. Gedanken zum Mietrecht — Vereinsleiter Jsennecker
4. Aussprache
Es spielt der Musikzug der Marine-SA.-Standarte Nr. 55
Der Vereinsleiter
im 78. Lebensjahre.
In stiller Trauer
Jürgen Frabm
nebst Angehörigen.
Holzbunge. den 25. 5. 1936.
Die Beerdigung findet am
Donnerstag, dem 28. 5.1936,
nachm. V/11 Uhr. vom Sterbe
hause aus statt.
Ketten, Hoblsaum, Knöpfe
machen, Rat bei manchen
anderen Sachen in
Fernruf2539 - Eisenbahnstr. 1
Empfehle meinen neuen
I Darum alles rechtzeitig
besorgen,damitdie Fest*
freude nicht getrübt wird
Aus unserm großen Lager
empfehlen wir:
D.-Polo-Bluse.'/jArm 1.25
) Kinder-Polo-Blusen 0.90
f \ Damen-Blusen
( ) K’Seidentrikot 3.90 2.95
J ļ Damen Pullover >/4 Arm,
( ) a.Netzg.u. reine Wolle 3.95
l j Hemdehen a. K’Seide 1.45
() Schlüpfer a. K’Seide 0.95
( ) Unterkleid a.gutem Char-
1 meuse mit Motiv ... 2.65
) Unterzieh-Schlüpfer aus
) Maco, teingerippt... 0.75
ļ Maco-Hemdchen... .0.95
Korselett, aus gutem Jac-
) quard 3.95 2.95
> Hüfthalter 1.45 0.95
> Büstenhalter aus feinem
ļ Trikot 1.45 0.95
) Damen-HandschuheMatt-
) kunstseide 0.95
) Damen-HandschuheMan-
ļ schette m. Stick. 1.95 145
) Dam.-Handschuhe,Nappa,
l ) Schlupfform mitVerz. 4.95
Für alle Liebe und Teilnahme beim Hinscheiden unseres
Sohnes Friedrich sagen wir allen unseren herzlichsten Dank.
Im Namen der Familie
Friedrich Begier, Sohenwektedt.
kür Vereine und Gesellschafts
fahrten bei mäßigen Freisen.
H.Kohrt,Hamdorf,TeI. 15
T onhallen-Lichtspiele
Habe meine Lokalitäten am
Mittwoch, dem 27. d. M.
von abends 7 Uhr an für
den öffentlichen Verkehr
geschlossen.
Gastw. Wilhelm Sager
Sehestedt.
Achtung!
heute bis Donnerstag!
AchtungI
Nur noch
Æ&icfa&mmrtiSeel
'Ke&uiBäezms
Greta Garbo
in ihrem größten Meisterwerk
Anna Karenina
Reparaturen — Umbau — Antennenbau
sofort, auch außerhalb, Karte oder Fernsprecher Nr. 2168
Gr. Röhrenlagerall.Fabrikate ¥r - »
Telefunken, Valvo,Tungsram ņ»
Fo«kbeker C h aus see 38 — K a rI S» * I U II Sl U 1
Matjesheringe
und neue Kartoffeln
täglich frisch „
Westphal, Hohe Straße 22
iSf _üfi kmr die Haus- und Gartenmalerei
für liefertlhnendieFachdrogeriestreich-
i I I ® I fertige Oelfarben in allen Farbtönen,
pNd W NW Leinöl-Firniß, alle Sorten Lack, Pinsel,
f Leim und Kleister, Fußboden-Lacköl
und einschläg. Artikel in guter Qualität.
IsiaidL—.i Man berät Sie richtig.
Fragen Sie den Fathdrosistenl
Versäumen Sie nicht, sich diesen einmaligen
Großfilm anzusehen.
Bohnerwachs
nachfärbend! rotbraun, Pjo
braun, und für Parkett Zgl 1
gelb, ca. i/2-Kilo-Dose ķķ im
KJstZLfAi’Vl’ Ernst-Alfred Sievers
Rendsburg, Scftiffbrlieke Nr. 3
Ich habe mich in
als ÄÄkàMMA'I-ķ niedergelassen
Dr. Gerhard Pehrs
hock Ueüie id es 2eil
Sprechstunden: täglich 9 — 12 und 3 — 7
außer Sonnabend nachmittag.
Wenn Sie sich Pfingsten verloben,
versäumen Sie nicht, rechtzeitig Ihre Karten bei der
Landeszeitung oder den nachstehenden Vertretern zu
bestellen. Eine reiche Auswahl preiswerter Karten steht
zur Verfügung.
Druckerei der Landeszeituug
eine etwa verabsäumte Bestellung auf die
Schleswig-Holsteinische Landeszeitung
(Rendsburger Tageblatt, Tüderbraruper
Tageblatt, Hohenwestedter Zeitung,
Die Landpost. Hanerau-Hademarschen)
nachzuholen. Eine Postkarte an den Verlag
in Rendsburg genügt. Die Zeitung wird dann ohne
Unterbrechung für Monat Juni weiter geliefert
Wir geben unsere Vermählung bekannt
Dipl.-Ing. W. Schloen
und Frau Erika, ged. w»
Claus P-rhl ten., Ievenstedt
fflrobntus, Ahlefeld
Qtteus Älink, Bergenhusen
Peter Matzen, CLderstapel
Heinrich Merck, Luhnstedl
Theodor Bletz, tzohenwestedt
Karl Franzen, Sehestedt
Detlef Koll, Friedrichoholm
Otto Rohwer. Lanpmedel
C. Dunkel, Jnnie»
Fr. Schumacher, Kropp
Rudolf Etruoe, Wacken
H I. Wieben, SNudors
Rendsburg, Mai 1936,